Laden verschiedener Batteriearten über LM

Elektrik, Solar, Laden, Batterien, Beleuchtung
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Wolfgang
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Laden verschiedener Batteriearten über LM

#1 Beitrag von Wolfgang » Mi 07 Mai 2003 09:24

Hallo,
bin technisch total unterbelichtet und wäre für `ne Aufklärung hinsichtlich Batterien dankbar. Habe an Bord eine 120 Ah Gelbatterei die an einem Ladegerät (220V) hängt, das nach der richtigen "Kennlinie" lädt. Die Starterbatterie erhält ihre Ladung -klar- über die Lichtmaschine. Während der Fahrt öffnet das Trennrelais und lädt über die nun andere "Kennlinie" auch die Gelbatterie. Frage: Kann die das überhaupt ab???? Habe mal gelesen, das Ladegeräte, die für Starterbatterien konzipiert sind, eine Gelbatterie zerstören. Stimmt?? Die LM wäre demnach ein Zerstörer!
Gruss von der Küste
wolfgang

Gast

#2 Beitrag von Gast » Mi 07 Mai 2003 10:17

Hallo Wolfgang
Wichtiger wäre zu wissen welche Größe Deine Starterbatterie hat.
Im Übrigen schließt das Relais den Kreislauf, öffnen tut es wenn die Lima
keinen Strom liefert.
Wegen der "Kennlinie" brauchst Du Dir wirklich keinen Kopf machen da primär die Starterbatterie geladen wird und von der "gepufferter" Strom
Richtung Wohnraumbatterie fließt.

Wolfgang
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#3 Beitrag von Wolfgang » Mi 07 Mai 2003 10:57

Hallo Christianus, danke.
"Öffnen" / "Schliessen" klar. Habe ich die Funktion des Trennrelais so verstanden: Erst die Starterbatterie, dann - wenn die voll ist- kommt die StandBy dran. Davon bin ich wenigstens immer ausgangen. Ich komme nur drauf, weil die Starterbatterie seit Einbau des Relais scheinbar nicht mehr die volle Kapazität ereicht. Kann aber auch einen schleichenden Verbraucher haben. Find den mal :-). Batteriekapazität ist übrigens 120 Ah, LM = 55A. Beides sitzt im IVECO 35-12!
GRuss nach München
Wolfgang

Karl
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gel bat

#4 Beitrag von Karl » Mi 07 Mai 2003 11:02

es gibt gute artikel bei camptronic.de

gruß karl

Gast

#5 Beitrag von Gast » Mi 07 Mai 2003 13:42

Hallo Wolfgan
Das Trennrelais schließt wenn die LiMa Strom liefert. Somit werden beide Batterien parallel geschlossen. Was jetzt geschieht ist diese: Trotz Ladung
durch die LiMa gleichen sich die Ströme der beiden Batterien ersteinmal
aus, wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist werden beide Batterien geladen, zuerst fließt der Strom in die Starter Batterie danach in die Wohnraumbatterie.
Das Problem sehe ich in der Gelbatterie, die so ausgelegt ist das wenig Strom über einen längeren Zeitraum entnommen werden kann weil durch das Gel der Ionenfluss abgebremst wird (es gibt auch Starterbatterien deren Bleiplatten "eingetascht" sind, sogenannte Taxibatterien) dafür
braucht die Gelbatterie eine längere Ladung als die Starterbatterie. Aber
weil die Starterbatterie nahe der LiMa sitzt und schneller voll wird, bekommt der Regler der LiMa das Signal mit dem Ladevorgang aufzuhören, Deine Gelbatterie kann also über LiMa nicht vollgeladen werden. Ich rate immer zu zwei gleichen Batterien und zwar Starterbatterien am besten gleichzeitig gekauft und vom gleichem Hersteller, so habe ich und auch meine Exkunden 5-7 Jahre Ruhe.
Es gibt Ansätze (Varta?) hat zB eine Batterie endwickelt die mehr und schneller Ladestrom aufnehmen kann. In Friedrichshafen auf der Boot habe ich vor Jahren einen LiMa Regler gesehen der wie ein Y Verteiler
arbeitet und die Ladezustände der Batterien einzeln misst und auch demendsprechend lädt, nur ist diese Fa verschollen.
Einfach wäre der Einbau einer Solaranlage, aber auch Kostenintensiv.

Gruß an die Küste
Zuletzt geändert von Gast am Mi 07 Mai 2003 14:35, insgesamt 1-mal geändert.

Wolfgang
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#6 Beitrag von Wolfgang » Mi 07 Mai 2003 14:08

Hallo christianus,
super-danke-mir schwirrt`s im Schädel :-). Solaranlage wäre was, kostet aber wirklich gutes Geld, hilft doch aber ein Stück in richtung "Unabhängigkeit". Wenn - dann kapp ich die Verbindung zur Starter - richtig verstanden?
Gruss
wolfgang

Gast

#7 Beitrag von Gast » Mi 07 Mai 2003 14:31

Hallo Wolfgang
Nichts kappen (und schon gar nicht die Verbindung zum Starter :D :D :D ) mangels Solaranlage solltest Du öfter mit dem
Bordladegerät volladen :D :D
Gruß Christian

Wolfgang
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#8 Beitrag von Wolfgang » Mi 07 Mai 2003 14:45

Christian,
ich "mach Dich fertig" :P , ich weiss :P . Danke für Deine Mühe! Nur noch dies: Mit STARTER meinte ich die Starterbatterie. und kappen wollte ich die Verbindung über das trennrelais nur, wenn die Solaranlage, die noch beschafft wäre, angeschlossen ist. :D :D :D - oder nicht??. Auf jeden Fall lade ich die StandBy über 220 V - habe nur nicht immer eine Dose in der Nähe.
Sonnige Grüsse nach München, der Strand ruft! :oops: (Na, na !) wolfgang

Gast

#9 Beitrag von Gast » Mi 07 Mai 2003 15:56

Hi Wolfgang
:D :D :D Hab ich irgendwie falsch verstanden :D :D :D
Auch mit Solaranlage brauchst Du die Starterbatterie nicht trennen, immerhin liefert die auch guten Strom, nur nicht genug, die Solaranlage
schafft das mit einem zB 65 Watt Paneel auch nicht alleine, aber beide
LiMa und Solarpaneel in harmonischer Zusammenarbeit sehr wohl.
Gruß an die Küste

Wolfgang
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#10 Beitrag von Wolfgang » Mi 07 Mai 2003 17:11

Hi Christian,
jetzt hab ich`s geschnallt – alles. Und mich für eine Solaranlage entschieden. Und das Trennrelais lass ich wie es ist :idea:
Du bist so fit. Hast du noch einen Tipp für mich? Welche Art von Solarzellen arbeiten am effektivsten? Ich suche im Netz und lese von "amorphen" Sonderangeboten und besonders günstigen "monokristallinen" Siliziumzellen. Und es gibt noch mehr zur Verwirrung. Auf was muss ich achten?
Dickes Danke :!: :!: :!: nach München
wolfgang

Gast

#11 Beitrag von Gast » Mi 07 Mai 2003 17:24

Hi Wolfgang
Klar hab ich Tipps für Dich, dafür ist ja dieses Forum da :D :D :D
Amorphes Silizium ist aufgedampft, in Wirkungsgrad schlecht und die
Lebensdauer gering, dafür billiger.
Monokristalin ist aus einem Block gesägt, eindeutig die bessere Wahl
obwohl das Anfangs etwas teuer erscheint, rechnest Du aber unter dem
Strich (Lebensdauer) ist das Monokristaline billiger. :D

Ist wie mit teueren Schuhen, die halten Jahrelang und sind bequem,
billige drücken so lange bis man sie wegwirft, Werkzeug usw.
Gruß Christian

Wolfgang
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#12 Beitrag von Wolfgang » Mi 07 Mai 2003 17:43

OK Christian,
auch das verstanden. Besonders den Vergleich mit den Schuhen und dem Werkzeug. Hast mein Lachen gehört? Bin nämlich sehr anfällig für "preiswerte" Angebote :oops: . Und wie oft habe ich da Pleiten erlebt. Habe sehr häufig durch bald notwendigen Ersatz stets mehr bezahlt als wenn ich gleich vernünftig zugeschlagen hätte. Soll jetzt bei Solar nicht passieren! :D
Ich melde mich irgendwann noch einmal in Sachen Regler. Da gibt es ja auch ein Wirrwar von Begriffen über Techniken mit allen möglichen Wirkungsgraden. Ich bekomm sowas nicht in den Schädel.
Dank nochmal – schöne Tage für Dich und
Grüsse in den Biergarten :D wolfgang

Gast

#13 Beitrag von Gast » Mi 07 Mai 2003 18:01

Hi Wolfgang
Auch da kann ich Dir gleich antworten :D :D :D
Die Fa Votronik bauen sehr gute Regler, meiner arbeitet nun schon 10 Jahre einwandfrei. Diese Regler haben den Vorteil den Ladestrom bei
erreichen der Ladeschlussspannung nicht einfach nur abzuregeln sondern
laden bei voller Wohnteilbatterie einfach die Starterbatterie weiter.

Votronic MPP-Solarladeregler MPP150, für 2 Batterien

MPP (Maximum-Power-Point) bis zu 30% höhere Ladeleistung. Der Solar-Regler ist das Bindeglied zwischen Solarmodul und Batterie, wobei ein MPP-Regler deren Zusammenspiel und die Anpassung optimiert. Er arbeitet vollautomatisch und erreicht mit kürzerer Ladezeit und höherem Ladestrom eine bessere Ausnutzung der Panelleistung. Das leistungsplus zeigt sich insbesondere zur kühlen Jahreszeit (z.B. Hochnebellagen oder diffuses Licht) bzw. bei kühlen Solarmodulen. Die Ladestromzunahme beträgt gegenüber herkömmlichen Reglern durch den Einsatz modernster (Mikroprozessor) Reglertechnologie (MPP) um 10% bis 30%.

Preis: EUR 147.50




Votronic MPP-Solarladeregler MPP225, für 2 Batterien



MPP (Maximum-Power-Point) bis zu 30% höhere Ladeleistung. Der Solar-Regler ist das Bindeglied zwischen Solarmodul und Batterie, wobei ein MPP-Regler deren Zusammenspiel und die Anpassung optimiert. Er arbeitet vollautomatisch und erreicht mit kürzerer Ladezeit und höherem Ladestrom eine bessere Ausnutzung der Panelleistung. Das leistungsplus zeigt sich insbesondere zur kühlen Jahreszeit (z.B. Hochnebellagen oder diffuses Licht) bzw. bei kühlen Solarmodulen. Die Ladestromzunahme beträgt gegenüber herkömmlichen Reglern durch den Einsatz modernster (Mikroprozessor) Reglertechnologie (MPP) um 10% bis 30%.

Preis: EUR 192.50

Heute mal kein Biergarten, dafür sitze ich mit dem Schlepptop auf dem
Balkon und schlürfe total unbayerisch Warsteiner :D :D :D
die bessere Wahl.

Wolfgang
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#14 Beitrag von Wolfgang » Mi 07 Mai 2003 18:27

... und ich ganz unpatriotisch keinen deftigen norddeutschen Korn, sondern locker `ne Flasche Reserva aus der sonnigen Region um Valencia. Ich kann mich dann schnell und schön da hinträumen :D .
Das "Problem" Regler hat sich somit auch schnell erledigt. 1000THX.
Wir hören voneinander.
Die Sonne knallt immer noch, ich schnupper schon am Korken!
Rotweingrüsse in den tiefen Süden
wolfgang

Gast

#15 Beitrag von Gast » Mi 07 Mai 2003 20:58

Prost !

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