LT 45 4*4 Doka Wohnkabine? Selbstbau?

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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andreas

LT 45 4*4 Doka Wohnkabine? Selbstbau?

#1 Beitrag von andreas » Mi 09 Jan 2002 23:12

Hallo und guten Abend,

bin gestern das erstemal auf euer Forum aufmerksam geworden. Habe mich mal auch im Archiv umgesehen. Ich glaube hier bin ich richtig. Nachdem ich einige Jahre VW Bus gefahren bin, wollte ich mir jetzt mal ein Womo zulegen. Habe vor, in den nächsten Jahren längere Touren kreuz und quer durch Europa, Asien oder Afrika zu machen. Deshalb wollte ich gleich ein Fahrgestell mit Allrad und Diff-sperren. Ich schaue mir morgen ein LT 45 Doka an. Da ich nicht bereit bin, EUR 15.000 für eine Leerkabine zu zahlen, kam mir der Gedanke, es mit dem Selbstbau zu versuchen. Brauche jetzt soviele Tips und Tricks, wie nur möglich. Vorstellung und Träume sind genug vorhanden! Vielleicht kann der eine oder andere mir ein paar Tip`s geben. Danke

BYE Andreas

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: LT 45 4*4 Doka Wohnkabine? Selbstbau?

#2 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 10 Jan 2002 13:04

Hi, Andreas,

willkommen im Club! Hat sich etwas mit dem LT ergeben?

Du schreibst, Du willst keine EUR 15.000,- für die Leerkabine ausgeben und sie lieber selbst bauen - aber allein die Materialkosten für die Kabine mit Fenstern und Tür dürften schon in dieser Größenordnung liegen. Hast Du schon den Beitrag <a href="http://www.abcforum.de/forumengine.php4 ... db007b">Re: womo-ausbauten aus gold ?</a> gelesen? Hier habe ich einmal überschlagen, was alleine die Matereialkosten ausmachen, und da komme ich schnell auf über EUR 15.000,- ...

Gruß
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

Gast

Re: LT 45 4*4 Doka Wohnkabine? Selbstbau?

#3 Beitrag von Gast » Do 10 Jan 2002 13:29

Hallo Andreas

Tolles forum hier, stimmt! Danke an Wolfgang dass er die bude schmeisst. Und guten rutsch an alle mit verspätung

Zum basisfahrzeug: Für Europa sind fast alle geeignet, keine frage. Aber wenn du wirklich lange nach Asien u. Afrika reisen willst, würde ich raten nur mit einem fahrzeugmodell losfahren, das dort auch überall vertreten ist, und das man in einen container stopfen kann, sonst kannst du es dir nicht mehr leisten sicher zu verschiffen, und das ist ein riesenhandicap. Pannen und kleine unfälle im gelände kommen vor, und teile aus Europa schicken lassen ist teuer, compliziert und nervig, und wenn die angekommen sind, passen die natürlich nicht. Die mechaniker dort sind auch nicht soooo gut wie bei uns um die ecke, also ist es ein riesenvorteil, wenn die dein auto gut kennen und teile überall vorhanden sind.

Das begrenzt die wahl auf nur ein paar reisefahrzeuge, nicht alle für kabinen geeignet, leider fast alle Japaner und kleiner als LT45:

Toyota: Landcruiser neu und alt, Hilux neu und alt, Hiace alt, Hiace4x4 alt (weniger verbreitet), Lite-Ace alt
Nissan: Pickup alt, Patrol neu und alt, Pathfinder alt, Urvan alt
VW: Taro (toyota baugleich), VW-bus alt und neu nicht-synchro (weniger verbreitet)
Landrover alt, 110, 110 pickup, 130 pickup (alle weniger verbreitet, vor allem in Asien gibts fast keine)
Mitsubishi Pajero neu und alt, Mitsubishi pickups (weniger verbreitet)

Es wird nicht so komfortabel wie im LT45. Sonst auf grösseres basisfahrzeug umsteigen, MAN und Mercedes Lkws findet man auf fast allen strassen, die sind aber langsamer als ein geländewagen, teurer, fressen sprit, kann man nur sehr teuer verschiffen, usw.

Ich hab mir den LT45 4x4 auch angeschaut, in foren rumgelesen und davon eine weile geträumt. Ist auch kultig irgendwie, finde ich. Dann hab ich´s sein lassen, und hab mich für reisen in warme länder für Hilux pickup mit kleiner abnehmbahrer holzkabine entschlossen. Toyotas sind recht solide, kosten wenig gebraucht, fahren 130 oder schneller, verbrauchen relativ wenig, teile hat´s in der ganzen welt, sind einfach wiederzuverkaufen... und weshalb benutzen wohl 99% aller wagenvermieter in Südafrika, die Tuaregs, die Vereinten Nationen, alle Hilfsorganisationen und viele drittweltarmeen fast ausschliesslich Toyotas? Der Ossama fährt auch mit Hilux immer noch herum hab ich gehört.. grins, ok war ein schlechter witz..

Diffsperren führen im schlamm oft einer einzigen steckachse den ganzen antrieb zu, das muss sie verkraften können, sonst geht sie gleich kaputt. Stärkere steckachsen einbauen, wenn´s geht. Auf diffsperren kannst du verzichten, wenn die karre grosse räder und gute achsverschränkung hat (Landrover, Landcruiser, Hilux, Patrol, Taro, Pajero), und wenn du nicht extra zur schlammschlacht in der regenzeit nach Congo fährst. (Aber mancher will´s wirklich wissen..) Mit allrad und zentralsperre kommt man normalerweise überall durch, auch Congo, und afrikanische wagen sind heruntergefahren, haben keine diffsperren oder seilwinden und kommen auch an.

Kabinenbau:
Gar nicht einfach! GFK, Holz, rahmen, kein rahmen, jeder hat da so seine eigenen vorstellungen. Schau erst mal duch die posts hier im Forum, da hat es schon einiges an guten informationen.

Ich flieg bald nach West-Afrika und bleib für 2 monate dort, also Tschüss an alle und bis dahin

Gruss
Christopher

Gast

Re: LT 45 4*4 Doka Wohnkabine? Selbstbau?

#4 Beitrag von Gast » Do 10 Jan 2002 17:31

> Zum basisfahrzeug: Für Europa sind fast alle geeignet, keine frage. Aber wenn du wirklich lange nach Asien u. Afrika reisen willst, würde ich raten nur mit einem fahrzeugmodell losfahren, das dort auch überall vertreten ist, und das man in einen container stopfen kann, sonst kannst du es dir nicht mehr leisten sicher zu verschiffen, und das ist ein riesenhandicap.



Hallo!

Das kann ich wohl so teilen, auch wenn ich selber einen LT 40 4x4 habe.
Aber es wird schwierig mit dem Auto für alle Länder. Fahr von hier über die alten GUS-Staaten nach Australien. Dafür gibt es nichts geeignetes in dem Sinne: Überall Ersatzteile vorhanden und Mechaniker haben Ahnung.

Der LT ist übrigens auf einer Containerplatform (Flat Rack) zu verschiffen, damit halt mit Containerschiff und sicherer als RoRo.
RoRo ist auch wohl nur Problematisch in bestimmten Regionen. Mein Auto hat z.B. drei Wochen in Thailand im Hafen gestanden (Wonhteil vom Fahrerhaus mit Schiebetür verriegelt). Es fehlten nur die Innenleuchten.

Gruß
Fritz

Der LT

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