Isolierung: kunstharzgebundene Steinwolle

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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sonnvogel
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Isolierung: kunstharzgebundene Steinwolle

#1 Beitrag von sonnvogel » So 20 Mai 2007 12:19

Hat jemand schon einmal kunstharzgebundene Mineralwolle als Isolation für Kastenwagenwände verarbeitet (mit Anbringen einer Dampfsperre, versteht sich)? Welche Erfahrung damit und wo kann man das Material herbekommen? X-trem ist einfach sündhaft teuer.
Danke für Beiträge!
lb.Gruss
Birgit
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VWBusman
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#2 Beitrag von VWBusman » Mo 21 Mai 2007 08:52

Hallo Birgit,

zum Thema Steinwolle im Mobil gab es hier schon mal eine Diskusion. Weiß jetzt allerdings nicht genau in welchem Bereich. Versuch es mal über die Suchfunktion.
X-trem ist zwar teuer aber bei einem Fahrzeug, in der von Dir angestebten Größe, sollte das noch realisierbar sein.
Hast Du Dich jetzt für ein Basisfahrzeug entschieden? Was ist es denn?

Gruß Christopher
VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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paulikxp
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#3 Beitrag von paulikxp » Mo 21 Mai 2007 09:13

Hallo,

von kunstharzgebundener Steinwolle habe ich noch nie gehört. Was ist da der Vorteil im Vergleich zu herkömmlicher Mineralwolle? "Nur" das Vermeiden von umherfliegenden Partikelchen?
Mineralwolle hat zwei gravierende Nachteile: unter Vibrationseinwirkung sackt sie zusammen, außerdem speichert sie ganz wunderbar Feuchtigkeit. Abgesehen davon, daß es keine wirklich funktionierende Dampfsperre gibt, würdest Du selbst eine Dampfbremse im Kastenwagen nicht dicht bekommen.
Was hast Du für ein Auto? Hast Du gerade Wände? Dann nimm Styrodur, flächig verklebt, einfacher und billiger geht's nicht bei gleichzeitig hervorragenden Isolationswerten. Wenn Du Rundungen hast, müßtest Du mehrere 20mm-Lagen übereinander legen. Verkleben geht nicht mit lösemittelhaltigem Klebstoff und auch nicht mit Sika und dessen Derivaten!

Björn
Ausbaufotos von Willi unter http://willimobil.wordpress.com

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mangiari
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#4 Beitrag von mangiari » Mo 21 Mai 2007 11:03

Für eine sofortige Fixierung hält Heißkleber aus der Discounter-Pistole ganz wunderbar an dem Styrodur. Das schmilzt sich so richtig schön rein. Allerdings muss das ganze dann für später noch ordentlich abgestützt werden, oder mit Montagekleber zusätzlich befestigt, da zumindest auf dem Blech das Sonneneinstrahlung bekommt Temperaturen erreicht werden, die die Tragfähigkeit vom Heißkleber bedenklich reduzieren.

Ich arbeite deshalb mit Heißkleber (zur sofortigen Fixierung, dass ich weitermachen kann) und zusätzlich PU-Montagekleber (z.B. Pattex), der sonst erstmal paar Stunden trocknen müsste.
Man sollte unbdingt darauf achten, das JEDE Kontaktfleche zwischen dem Styrodur und Metall mit Kleber fixiert ist, sonst quietscht das unerträglich!

sonnvogel
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#5 Beitrag von sonnvogel » Mi 30 Mai 2007 20:24

Danke für alle Antworten!
Beiträge über Steinwolle hatte ich gesehn, aber niemand hat die kunstharzgebundene erwähnt, (die es nicht im Baustoffhandel gibt). Sie unterscheidet sich von der anderen darin, dass sie wohl nicht zusammensackt, sich nicht vollsaugt und keine Fusseln herumfliegen. ich hab die Info aus einem alten VW-Bus-Ausbaubuch.

Die Entscheidung, welches Basisfahrzeug: es wird wahrscheinlich der Fiat doblo maxi werden, kann mir aber nun etwas Zeit damit lassen,alle Idden im Kopf zu konstruieren (hoffentlich), denn mein MB 100 (Sonnenvogel) hat noch eine „Galgenfrist” bekommen (neue Tüf-Plakette).

Der zukünftige Mini-Kasten hat nur gewölbte Flächen - Styrodur kommt wohl nur für den Boden in Frage, für den rest soll es biegsames Material sein, ausserdem - so kam mir zu Ohren - soll Styrodur bei hohen Sonnentemperaturen auf dem Blech schmelzen, oder gilt das nur für Styropor?

Warum soll eine Dampfsperre nicht dicht zu kriegen sein? - wenn man die Folie an den Rändern dicht verklebt, z.B. an den Holmen und diese selbst dann mit einer Schicht X-trem beklebt müsste das doch eine dichte Sache werden.!!??

Birgit
Klein, aber fein

Gast

#6 Beitrag von Gast » Mi 30 Mai 2007 20:59

Hallo
Bei so einem kleinem Auto würde ich nicht lange überlegen welches Material, mit welchem Aufwand augenscheinlich billiger zu bekommen ist.
50 Euros gespart aber zusätzlich zum Risiko 10 Stunden gearbeitet, steht in keiner Relation.

Abgemeldeter User

muss es den xtrem sein?

#7 Beitrag von Abgemeldeter User » Do 31 Mai 2007 00:13

Hi Birgit,

xtrem-Isolator ist ein Handelsname, unter dem vor allem Reimo das Zeug, das vollvernetzter Poly-Ethylen-Schaum (PE-Schaum) ist und auch als Trocellen gehandelt wird, zu recht hohen Preisen vertreibt.

Das läßt sich auch von Ormocar beziehen, war damals deutlich billiger als bei anderen Camping-Lieferanten, und ich bekam es schon auf 20 mm vorkonfektioniert. Ich hätte es aus dem Industrie-Handel damals für den halben Ormo-Preis bekommen können, hätte aber zuviel abnehmen müssen. Da lohnt es sich, mal in den Selbstbauerforen rumzuhören, wenn sich ein paar zusammentun und man den Versand der sperrigen Fracht organisiert bekommt (sind Rollen von 1,5 bis 2 m Durchmesser und 1 m Breite). Aber bei Deinen 24 bis 30 qm, die Du bei 10 mm Dicke dreilagig brauchst, ist der Preis erträglich und das Zeug ist von der Verarbeitung und seinen Eigenschaften her einfach unschlagbar.

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