Ein "Frischling" möchte sich und seinen Traum vors

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Leerkabinen-Wolfgang
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#16 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 12 Mär 2007 09:42

frigo hat geschrieben:Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Deine Tipps. Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Einen Alkoven will ich gerade nicht, den habe ich derzeit. Ich möchte nur an der Vorderseite des Aufbaus einen Vorbau haben, der eben über das Dach des Basisfahrzeuges reicht und der eigentlich nur von außen die Optik und die Strömungsgünstigkeit verbessern soll und von innen nur einfach Bettzeug über Tag fassen soll. Also nix zum drin schlafen, nur Stauraum. Von daher ist einen Innenhöhe von vielleicht 40 cm schon völlig ausreichend.
Was die Unterflurmontage der Tanks angeht, so sollen diese nicht an der Kabine angebracht werden, sondern am Auto, direkt am Rahmen, in Staukästen untergebracht. Also Tanks, Gas und Batterie, jeweils mit Schnellkupplungen zum Aufbau.

Gruß Sönke
Hallo, Sönke,

noch einmal zum Thema Alukorrosion: Du mußt das Fahrgestell abdecken - sinnvollerweise mit einer Alu-Riffelblechplatte, die Du meinetwegen durch Kunststoffstreifen o.ä. vom Rahmen trennen kannst. Aber dann wird ein Alu-Rahmen im Kabinenboden unkritisch - zumal ja der Alurahmen (sofern er sich wirklich in und nicht unter der Bodenplatte befindet) gar keinen Kontakt zum Unterbau bekommt.

Was das Thema Stummelalkoven angeht: ich habe nur darauf hinweisen wollen, daß Du bei Deinen Höhenvorgaben auf eine Akloveninnenhöhe von nur ca. 20cm kommst. Wenn Du 40cm willst, wird automatisch das Fahrzeug höher, d.h. Du gewinnst Platz für einen doppelten Boden (in dem dann evtl. auch 'gewichtige' Teile wie Batterien und Wassertanks Platz finden können). Das führt gleich zum nächsten Punkt:

Wenn Du die Tanks am Rahmen unterhalb der Ladefläche montieren willst, bleiben Dir nur ca. 20cm Höhe für die Tanks - da bekommst Du nicht viel Wasser unter, weil ja Antriebsstrang, Auspuff, Tank und Reseverad schon einiges am zur Verfügung stehenden Raum wegnehmen. Und solltest Du auch in der Übergangszeit zuverlässig Wasser in flüssiger Form zur Verfügung haben wollen, müßtest Du die Tanks isolieren und beheizen, was den zur Verfügung stehenden Raum weiter verringert. Und wenn nur noch 20 Liter im Tank sind und es in einer Frühjahrs- oder Herbstnacht noch/schon einmal Frost gibt, verliert das Wasser ganz schnell seine flüssige Konsistenz ;-)
Ach so: auch 5kg-Gasflaschen bekommst Du mit Sicherheit nicht unter die Ladefläche (= Rahmenoberkante). Die schleifen dann so dicht über der Fahrbahn, daß Du immer mit Beschädigungen rechnen mußt. Und soetwas macht bei Gas nicht wirklich Spaß...

Insofern würde ich einmal in Richtung Doppelbodenkonzept denken, das erleichtert vieles, u.a. die leidige und störungsanfällige Verbindungstechnik. Höhe wäre ja (s.o.) vorhanden...

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
Zuletzt geändert von Leerkabinen-Wolfgang am Mo 12 Mär 2007 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

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Uwe adsV
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#17 Beitrag von Uwe adsV » Mo 12 Mär 2007 10:15

So so, wenn die Kinder aus dem Haus sind, ... willst Du bis ans Ende Deiner Tage mit der Kabine reisen.
Schon mal an Enkelkinder gedacht ?

Absetzkabine ist toll, baer nur um alle 2 Jahre zum TÜV zu fahren ?
Die Steuer und usw. sollte doch, wenn Du eine neues Fahrzeug kaufst, nicht das Problem sein. Un wenn im Aufbau keine Sitze für die Fahrt sind, ist die Hürde TÜV mE. auch zu schaffen.

Betten. Mein Vorschlag in Worte, ich hoffe man kann es sich vorstellen.
Von hinten: oben eine Einzelbett quer, davor die Sitzgruppe quer. Unter dem Einzelbett ist ein weiters bett, das als Schublade auf die Lehnen der Sitzgruppe gezogen wird. Linke Sitzbank 80cm, dann Kleiderschrank ca.50cm, dann Längsbad 110cmx70cm, Vorn quer die Küche. Rechte Sitzbank ca. 130cm, dann die Tür. Vorteile: Saturaum von hinten zugänglich, ein Bett ist immer da (Mittagsschläfchen), Ablagefläche für das Bettzeugs, Sitzgruppe für 3.

Grüße aus dem Vogtland

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#18 Beitrag von Krabbe » Mo 12 Mär 2007 12:04

Hallo frigo und willkommen hier im Forum.

Meine Vorschreiber haben ja schon ein paar Dinge zu Deinem Vorhaben geschrieben, jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu. 

Erstmal zum Thema Absetzkabine. Sicherlich kannst Du die Kabine auch als Ladung durch die Gegend fahren und brauchst sie nicht eintragen zu lassen. Damit ersparst Du Dir natürlich den TÜV für die Kabine und somit ein Materialgutachten für Deine Eigenbauwände etc. Aber Du hast damit natürlich auch ein paar Nachteile.
Von den Kosten her gesehen ist die KFZ-Steuer für den LKW natürlich schön niedrig. Aber wenn Dein LKW dann mehr als 1000 kg Nutzlast hat (und das hat das Sprinter-Fahrgestell), dann wird es in der Versicherung mal so richtig teuer. Bis 1000 kg Nutzlast kommst Du noch in den „Lieferwagen-Tarif“. Der ist zwar in der Haftpflicht meist deutlich teurer als der PKW-Tarif, dafür aber zumindest in der TK billiger. Dann kann noch der Schadenfreiheitsrabatt einer PKW o. Wohnmobilversicherung angerechnet werden, dann kann sich die Sache rechnen. Bei über 1000 kg Nutzlast kommt nur noch der noch mal teurere LKW-Tarif in Frage. Schadenfreiheitsrabatte vom PKW o. Wohnmobil lassen sich dann auch nicht mehr übertragen. Somit würde ich mir das ganze mit der LKW-Zulassung und der Kabine als Ladung noch mal durchrechnen.
Auch wenn es sich rechnen würde solltest Du noch daran denken, dass eine Wohnkabine, die als Ladung gefahren wird erst einmal nicht versichert ist. Weder über die Vollkasko, wenn Du selber mal irgendwo gegen fahren solltest, oder das gesamte Fz. geklaut wird, noch über die Teilkasko, wenn in die Kabine eingebrochen wird. Man kann zwar wohl eine „Ladungsversicherung“ abschließen, nur ist dabei auch die Frage nach dem Versicherungsumfang.
Einen LKW (mit eingetragenem) Wechselaufbau Wohnkabine kannst Du bei einigen Versicherungen als Wohnmobil versichern.
Auch wenn Du immer noch auf die Wohnmobilversicherung verzichten willst und auch keinen Wechseleintrag haben möchtest brauchst Du nicht unbedingt eine Absetzkabine, die durch die Stützen und die entsprechenden Aufnahmen immer etwas schwerer werden wird. Du könntest die leere Kabine auch fest auf das Fahrgestell setzten und das Fahrzeug dann als „LKW geschlossen“ eintragen lassen. Wenn Du die Möbel jetzt so baust, dass diese „Ladung“ sind und Du sie (zumindest zum größten Teil) wieder heraus nehmen kannst, dann ist das ganze auch wieder ganz legal und im Sinne der Zulassungsvorschriften, denn bei herausnehmbaren Möbeln darf es eigentlich für einen LKW keinen Wohnmobileintrag geben (oder höchstens einen Eintrag mit Wechselaufbau).
Nur muß dann natürlich der Koffer mitsamt der Befestigung den Augen des TÜV-Prüfers standhalten.
Schau Dir dazu mal den alten T4-Aufbau von Smily69 hier im Forum an, der hatte nämlich genau so etwas gebaut, da er das Fahrzeug beruflich als Transporter brauchte.
Weiterer Vorteil eines festen Koffers wäre, dass Du direkt auf den Rahmen aufbauen kannst und nur ein paar Radhäuser vorsehen musst. Bei einer Absetzkabine musst Du immer auch daran denken, dass Du mit der Kabine beim absetzen über die Räder musst.

So, nun zu Deinem geplanten Aufbau: Zunächst mal, Respekt für die „neuen“ und frischen Ideen. Aber wie meine Vorschreiber schon bemerkten: Für die Ewigkeit geplant, zu schwer, zu dick dimensioniert.
Mal ein Beispiel zur Bodenplatte: Meine Kabine ist auch selbsttragend und absetzbar. Die Bodenplatte besteht (von Innen nach aussen) aus 18 mm Multiplexplatte, 37 mm PU-Schaumkern, 1,5 mm (oder 2 mm?) GfK. Zur Verstärkung hat sie noch zwei Längstbalken aus Holz im Kern (an den Stellen dann keinen PU-Schaum) und an den Stellen wo die Stützen verschraubt sind ist der PU-Schaum ebenfalls durch jeweils zwei kurze Holzstücke ersetzt. Deine insgesamt 4 cm Holz sind also deutlich zu viel.
Die gesamte Kabine aus Holz zu bauen und anschließend innen und außen mit GfK zu laminieren halte ich auch für deutlich überdimensioniert und zu schwer. Schau da auch mal die alte Kabine von Smiliy69. Diese ist ebenfalls aus Holz gebaut und anschließend mit Bootslack gestrichen. Das reicht als Wetterschutz dann auch und sollte weniger Probleme beim TÜV geben.

Zur Frage, ob Du das Fahrgestell bei Solofahrt abdecken musst: Zusätzlich zu dem was Wolfgang schrieb gilt noch, dass der Kardan bei Heck- oder Allradantrieb auf jeden Fall abgedeckt sein muss.

Zu der Idee die Batterie und die Gasflaschen an den Rahmen zu bauen: Selbstverständlich darfst Du die Batterien dort hinbauen und eine Steckverbindung zur Kabine haben. Bei den Gasflaschen wäre ich mir da nicht ganz sicher. Bei einer Wohnmobileintragung sicher möglich. Bei einem LKW ohne Wohnmobileintragung musst Du dann sehen, das die Gasflaschen einen anderen „Status“ hätten, als bei einem Wohnmobil oder einem LKW, wo sie die Standheizung des LKW betreiben. Denn dann sind sie „Betriebstoffe“ des Fahrzeug und es gelten entsprechende Vorschriften. Wenn Die Gasflaschen aber am LKW befestigt sind und nicht zum betrieb irgendwelcher Gasgeräte des LKW dienen, dann wären die Gasflaschen Ladung des LKW und es können ggf. andere Vorschriften eine Rolle spielen.
Abgesehen davon sehe ich jetzt gerade auch nicht unbedingt den Platz seitlich am Rahmen für eine 5 kg Gasflasche, wenn Du die Kabine möglichst tief auf den Rahmen baust.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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#19 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 12:30

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:
frigo hat geschrieben:Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Deine Tipps. Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Einen Alkoven will ich gerade nicht, den habe ich derzeit. Ich möchte nur an der Vorderseite des Aufbaus einen Vorbau haben, der eben über das Dach des Basisfahrzeuges reicht und der eigentlich nur von außen die Optik und die Strömungsgünstigkeit verbessern soll und von innen nur einfach Bettzeug über Tag fassen soll. Also nix zum drin schlafen, nur Stauraum. Von daher ist einen Innenhöhe von vielleicht 40 cm schon völlig ausreichend.
Was die Unterflurmontage der Tanks angeht, so sollen diese nicht an der Kabine angebracht werden, sondern am Auto, direkt am Rahmen, in Staukästen untergebracht. Also Tanks, Gas und Batterie, jeweils mit Schnellkupplungen zum Aufbau.

Gruß Sönke
Hallo, Sönke,

noch einmal zum Thema Alukorrosion: Du mußt das Fahrgestell abdecken - sinnvollerweise mit einer Alu-Riffelblechplatte, die Du meinetwegen durch Kunststoffstreifen o.ä. vom Rahmen trennen kannst. Aber dann wird ein Alu-Rahmen im Kabinenboden unkritisch - zumal ja der Alurahmen (sofern er sich wirklich in und nicht unter der Bodenplatte befindet) gar keinen Kontakt zum Unterbau bekommt.

Was das Thema Stummelalkoven angeht: ich habe nur darauf hinweisen wollen, daß Du bei Deinen Höhenvorgaben auf eine Akloveninnenhöhe von nur ca. 20cm kommst. Wenn Du 40cm willst, wird automatisch das Fahrzeug höher, d.h. Du gewinnst Platz für einen doppelten Boden (in dem dann evtl. auch 'gewichtige' Teile wie Batterien und Wassertanks Platz finden können). Das führt gleich zum nächsten Punkt:

Wenn Du die Tanks am Rahmen unterhalb der Ladefläche montieren willst, bleiben Dir nur ca. 20cm Höhe für die Tanks - da bekommst Du nicht viel Wasser unter, weil ja Antriebsstrang, Auspuff, Tank und Reseverad schon einiges am zur Verfügung stehenden Raum wegnehmen. Und solltest Du auch in der Übergangszeit zuverlässig Wasser in flüssiger Form zur Verfügung haben wollen, müßtest Du die Tanks isolieren und beheizen, was den zur Verfügung stehenden Raum weiter verringert. Und wenn nur noch 20 Liter im Tank sind und es in einer Frühjahrs- oder Herbstnacht noch/schon einmal Frost gibt, verliert das Wasser ganz schnell seine flüssige Konsistenz ;-)

Insofern würde ich einmal in Richtung Doppelbodenkonzept denken, das erleichtert vieles, u.a. die leidige und störungsanfällige Verbindungstechnik. Höhe wäre ja (s.o.) vorhanden...

Viele Grüße
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Hallo Wolfgang,

wäre denn ein Hilfsrahmen (z.B. Alu im Boden) überhaupt noch nötig ? Hier liest man soviel von der Stabilität dieser Siebdruckplatten. Wie wäre denn diese Zusammensetzung? Unten (direkt am Fahrzeugrahmen) eine 3 cm dicke Platte, oben eine 1 cm dicke Platte, dazwischen Metallhülsen, die verhindern, dass die Bolzen die Platten verbiegen. Von oben dann Bolzen durch beide Platten und mit dem Fahrzeugrahmen verschrauben, dann das Ganze zwischen den Platten mit PU - Schaum ausschäumen, so dass sich etwa 5 cm Isolierung ergeben. Also denke ich an Hülsen mit entsprechender Länge, die während des Ausschäumens die Platten auf Distanz halten und später ein Verbiegen verhindern. Ginge das und wäre es so ausreichend Verwindungssteif ?
Ein Doppelboden wäre gut, sicherlich. Aber dadurch wird mir irgendwann das Auto zu hoch. Man könnte doch zum Beispiel die beiden, zum Bett umbaubaren Längssitzbänke innen auf ein Podest stellen. So verliert man zwar die Stehhöhe, aber im Sitzbereich braucht man die ja nicht unbedingt. Wenn die Bänke und eben das Podest im vorderen Bereich verbaut würden, würde sich auch noch eine gute Gewichtsverteilung vor der Hinterachse ergeben. Man könnte von außen an jeder Seite eine Klappe einsetzen und hätte so einen Riesen - Stauraum. Dort müßte man doch neben Gepäck auch Tanks, eine Batterie usw. gut unterbringen können, oder ? Dann wäre das Gewicht auch schön weit unten. Einen Durchgang zum Fahrerhaus will ich ja eh nicht und weiter oben schlafen und sitzen kann man ja ruhig.

Viele Grüße Sönke
Gruß Sönke
www.alte-wohnmobile.net

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#20 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 12:38

Uwe adsV hat geschrieben:So so, wenn die Kinder aus dem Haus sind, ... willst Du bis ans Ende Deiner Tage mit der Kabine reisen.
Schon mal an Enkelkinder gedacht ?

Absetzkabine ist toll, baer nur um alle 2 Jahre zum TÜV zu fahren ?
Die Steuer und usw. sollte doch, wenn Du eine neues Fahrzeug kaufst, nicht das Problem sein. Un wenn im Aufbau keine Sitze für die Fahrt sind, ist die Hürde TÜV mE. auch zu schaffen.

Betten. Mein Vorschlag in Worte, ich hoffe man kann es sich vorstellen.
Von hinten: oben eine Einzelbett quer, davor die Sitzgruppe quer. Unter dem Einzelbett ist ein weiters bett, das als Schublade auf die Lehnen der Sitzgruppe gezogen wird. Linke Sitzbank 80cm, dann Kleiderschrank ca.50cm, dann Längsbad 110cmx70cm, Vorn quer die Küche. Rechte Sitzbank ca. 130cm, dann die Tür. Vorteile: Saturaum von hinten zugänglich, ein Bett ist immer da (Mittagsschläfchen), Ablagefläche für das Bettzeugs, Sitzgruppe für 3.

Grüße aus dem Vogtland
Hallo Uwe,

schau mal weiter oben, dort habe ich mir schon im Dialog mit Wolfgang eine nette Aufteilung ausgedacht. Das Mobil soll wirklich nur für 2 Personen Platz zum schlafen und wohnen bieten. Den Gedanken an Enkelkinder verdränge ich noch erfolgreich :twisted:
Vielleicht habe ich ja Glück und unsere beiden Jungs werden schwul.... nee, mal im Ernst: Wenn wir alleine loskönnen, wollen wir einmal nur an uns denken und entsprechend planen.

Gruß Sönke
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Re: an Wolfgang

#21 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 12 Mär 2007 12:57

frigo hat geschrieben:Hallo Wolfgang,

meinst Du, dass eine 3 cm Holzplatte allein genügend Stabilität für den Aufbau bringt ? Ich möchte einen absolut verwindungssteifen Aufbau erreichen, um zu vermeiden, dass Verwindungen Risse im Aufbau hervorrufen könnten.

Gruß Sönke
Nochmals Hallo,

Verwindungsstabilität bringt nicht die Bodenplatte, sondern die Seitenwände. Auch einen verschweißten Stahlrahmen kannst Du noch verwinden. Bei einer Sandwichkonstruktion werden Seitenwände und Boden miteinander verklebt und die Übergänge durch Winkelleisten verstärkt. Dadurch wird die Verwindungssteifigkeit aufgebaut.
Wenn Du die Kabine unbedingt 'für alle Ewigkeit' bauen willst, solltst Du sie lieber elastisch lagern - im Extremfall mit einer echten 3-Punkt-Lagerung. Aber dorthin, wo du mit einem Sprinter kommst, brauchst Du so massive Geländevorsorge bestimmt nicht treffen. und da der Sprinter einen relativ starren Vierkantrahmen hat, ist die Verwindung bei diesem Fahrzeug eh nicht so massiv...

Alternativ würde ich vielleicht unter das Alu-Riffelblech einen stabilen, verwindungsmindernden Rahmen bauen, der evtl. gummigelagert wird. Dann könnte der Boden einen Aufbau Gfk/Multiplex/Polystyrol/Multiplex bekommen und Du hättest auch noch einen gut gedämmten Boden.

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang


P.S.: der Sprinter wird nie ein echtes Geländefahrzeug, deshalb würde ich die Kabine selbst nicht für extremen Geländeeinsatz auslegen - das unnötige Gewicht belastet das Fahrzeug vielleicht so sehr mehr, daß der Rahmen dadurch früher 'weich' wird und Du somit eine stärkere Verwindung als bei einer leichteren Kabine bekommst, so daß die massive Geländekabine am Ende auch nicht länger hält als eine gut konstruierte 'Normal'kabine...
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
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#22 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 13:20

Krabbe hat geschrieben:Hallo frigo und willkommen hier im Forum.

Meine Vorschreiber haben ja schon ein paar Dinge zu Deinem Vorhaben geschrieben, jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu. 

Erstmal zum Thema Absetzkabine. Sicherlich kannst Du die Kabine auch als Ladung durch die Gegend fahren und brauchst sie nicht eintragen zu lassen. Damit ersparst Du Dir natürlich den TÜV für die Kabine und somit ein Materialgutachten für Deine Eigenbauwände etc. Aber Du hast damit natürlich auch ein paar Nachteile.
Von den Kosten her gesehen ist die KFZ-Steuer für den LKW natürlich schön niedrig. Aber wenn Dein LKW dann mehr als 1000 kg Nutzlast hat (und das hat das Sprinter-Fahrgestell), dann wird es in der Versicherung mal so richtig teuer. Bis 1000 kg Nutzlast kommst Du noch in den „Lieferwagen-Tarif“. Der ist zwar in der Haftpflicht meist deutlich teurer als der PKW-Tarif, dafür aber zumindest in der TK billiger. Dann kann noch der Schadenfreiheitsrabatt einer PKW o. Wohnmobilversicherung angerechnet werden, dann kann sich die Sache rechnen. Bei über 1000 kg Nutzlast kommt nur noch der noch mal teurere LKW-Tarif in Frage. Schadenfreiheitsrabatte vom PKW o. Wohnmobil lassen sich dann auch nicht mehr übertragen. Somit würde ich mir das ganze mit der LKW-Zulassung und der Kabine als Ladung noch mal durchrechnen.
Auch wenn es sich rechnen würde solltest Du noch daran denken, dass eine Wohnkabine, die als Ladung gefahren wird erst einmal nicht versichert ist. Weder über die Vollkasko, wenn Du selber mal irgendwo gegen fahren solltest, oder das gesamte Fz. geklaut wird, noch über die Teilkasko, wenn in die Kabine eingebrochen wird. Man kann zwar wohl eine „Ladungsversicherung“ abschließen, nur ist dabei auch die Frage nach dem Versicherungsumfang.
Einen LKW (mit eingetragenem) Wechselaufbau Wohnkabine kannst Du bei einigen Versicherungen als Wohnmobil versichern.
Auch wenn Du immer noch auf die Wohnmobilversicherung verzichten willst und auch keinen Wechseleintrag haben möchtest brauchst Du nicht unbedingt eine Absetzkabine, die durch die Stützen und die entsprechenden Aufnahmen immer etwas schwerer werden wird. Du könntest die leere Kabine auch fest auf das Fahrgestell setzten und das Fahrzeug dann als „LKW geschlossen“ eintragen lassen. Wenn Du die Möbel jetzt so baust, dass diese „Ladung“ sind und Du sie (zumindest zum größten Teil) wieder heraus nehmen kannst, dann ist das ganze auch wieder ganz legal und im Sinne der Zulassungsvorschriften, denn bei herausnehmbaren Möbeln darf es eigentlich für einen LKW keinen Wohnmobileintrag geben (oder höchstens einen Eintrag mit Wechselaufbau).
Nur muß dann natürlich der Koffer mitsamt der Befestigung den Augen des TÜV-Prüfers standhalten.
Schau Dir dazu mal den alten T4-Aufbau von Smily69 hier im Forum an, der hatte nämlich genau so etwas gebaut, da er das Fahrzeug beruflich als Transporter brauchte.
Weiterer Vorteil eines festen Koffers wäre, dass Du direkt auf den Rahmen aufbauen kannst und nur ein paar Radhäuser vorsehen musst. Bei einer Absetzkabine musst Du immer auch daran denken, dass Du mit der Kabine beim absetzen über die Räder musst.

So, nun zu Deinem geplanten Aufbau: Zunächst mal, Respekt für die „neuen“ und frischen Ideen. Aber wie meine Vorschreiber schon bemerkten: Für die Ewigkeit geplant, zu schwer, zu dick dimensioniert.
Mal ein Beispiel zur Bodenplatte: Meine Kabine ist auch selbsttragend und absetzbar. Die Bodenplatte besteht (von Innen nach aussen) aus 18 mm Multiplexplatte, 37 mm PU-Schaumkern, 1,5 mm (oder 2 mm?) GfK. Zur Verstärkung hat sie noch zwei Längstbalken aus Holz im Kern (an den Stellen dann keinen PU-Schaum) und an den Stellen wo die Stützen verschraubt sind ist der PU-Schaum ebenfalls durch jeweils zwei kurze Holzstücke ersetzt. Deine insgesamt 4 cm Holz sind also deutlich zu viel.
Die gesamte Kabine aus Holz zu bauen und anschließend innen und außen mit GfK zu laminieren halte ich auch für deutlich überdimensioniert und zu schwer. Schau da auch mal die alte Kabine von Smiliy69. Diese ist ebenfalls aus Holz gebaut und anschließend mit Bootslack gestrichen. Das reicht als Wetterschutz dann auch und sollte weniger Probleme beim TÜV geben.

Zur Frage, ob Du das Fahrgestell bei Solofahrt abdecken musst: Zusätzlich zu dem was Wolfgang schrieb gilt noch, dass der Kardan bei Heck- oder Allradantrieb auf jeden Fall abgedeckt sein muss.

Zu der Idee die Batterie und die Gasflaschen an den Rahmen zu bauen: Selbstverständlich darfst Du die Batterien dort hinbauen und eine Steckverbindung zur Kabine haben. Bei den Gasflaschen wäre ich mir da nicht ganz sicher. Bei einer Wohnmobileintragung sicher möglich. Bei einem LKW ohne Wohnmobileintragung musst Du dann sehen, das die Gasflaschen einen anderen „Status“ hätten, als bei einem Wohnmobil oder einem LKW, wo sie die Standheizung des LKW betreiben. Denn dann sind sie „Betriebstoffe“ des Fahrzeug und es gelten entsprechende Vorschriften. Wenn Die Gasflaschen aber am LKW befestigt sind und nicht zum betrieb irgendwelcher Gasgeräte des LKW dienen, dann wären die Gasflaschen Ladung des LKW und es können ggf. andere Vorschriften eine Rolle spielen.
Abgesehen davon sehe ich jetzt gerade auch nicht unbedingt den Platz seitlich am Rahmen für eine 5 kg Gasflasche, wenn Du die Kabine möglichst tief auf den Rahmen baust.
Hallo Krabbe,

vielen Dank auch für Deine freundliche Aufnahme hier. Dein Aufbau (hab mal bei Dir geschnüffelt) bietet ja auch eine interessante Unterbringungsmöglichkeit für die Tanks, alternativ könntest Du damit noch Schnaps nach Dänemark schmuggeln :lol:
Ich denke, in meiner letzten Antwort an Wolfgang hat sich im Dialog mit ihm, die für mich beste Aufbauvariante in Bezug auf Stauraum rausgestellt. Also: Die Sitzbänke vorne längs eingebaut, umbaubar zum Bett, das Ganze auf einem Podest. Von außen auf jeder Seite eine große Klappe. Das Podest ergibt dann einen großen Stauraum für Technik und Gepäck. Natürlich erkauft man sich dadurch den Verzicht auf die Stehhöhe, aber ich denke, die braucht man im Sitz / Schlafbereich nicht so dringend.
Eine richtige Versicherung für das gesamte Auto wäre schon optimal. Also käme für mich wohl nur die Kombination als eingetragene Wechselkombination in Frage. Dann muß ich die Kabine von TÜV abnehmen lassen ? Ein Festigkeitsgutachten kann ich als Privatmann doch gar nicht leisten, oder was will der TÜV sehen ? Wie wäre es, wenn ich zum Beispiel vom Boden, den Seiten und dem Dach je ein Musterstück von beispielsweise je 1 m³ Fläche anfertige, dieses dem TÜV vorlege und dann die Machbarkeit erfrage ? Oder gibt es feste Vorgaben ? Sprengt solch eine Abnahme nicht jeden Kostenrahmen ? Müssen bei einer Wechselkabine die Stützen zwingend am Aufbau montiert sein, oder genügen dort Aufnahmen dafür ? Wie wird solch ein eingetragener Wechselaufbau steuerlich behandelt ? Gerade die reine Womo - Besteuerung möchte ich ja gern umgehen. Muss man alle 2 Jahre TÜV und Gasprüfung machen lassen? Oha, das ist aber ein dickes Fragenpaket geworden, sorry....

Viele Grüße Sönke
Gruß Sönke
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Re: an Wolfgang

#23 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 13:50

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:
frigo hat geschrieben:Hallo Wolfgang,

meinst Du, dass eine 3 cm Holzplatte allein genügend Stabilität für den Aufbau bringt ? Ich möchte einen absolut verwindungssteifen Aufbau erreichen, um zu vermeiden, dass Verwindungen Risse im Aufbau hervorrufen könnten.

Gruß Sönke
Nochmals Hallo,

Verwindungsstabilität bringt nicht die Bodenplatte, sondern die Seitenwände. Auch einen verschweißten Stahlrahmen kannst Du noch verwinden. Bei einer Sandwichkonstruktion werden Seitenwände und Boden miteinander verklebt und die Übergänge durch Winkelleisten verstärkt. Dadurch wird die Verwindungssteifigkeit aufgebaut.
Wenn Du die Kabine unbedingt 'für alle Ewigkeit' bauen willst, solltst Du sie lieber elastisch lagern - im Extremfall mit einer echten 3-Punkt-Lagerung. Aber dorthin, wo du mit einem Sprinter kommst, brauchst Du so massive Geländevorsorge bestimmt nicht treffen. und da der Sprinter einen relativ starren Vierkantrahmen hat, ist die Verwindung bei diesem Fahrzeug eh nicht so massiv...

Alternativ würde ich vielleicht unter das Alu-Riffelblech einen stabilen, verwindungsmindernden Rahmen bauen, der evtl. gummigelagert wird. Dann könnte der Boden einen Aufbau Gfk/Multiplex/Polystyrol/Multiplex bekommen und Du hättest auch noch einen gut gedämmten Boden.

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang


P.S.: der Sprinter wird nie ein echtes Geländefahrzeug, deshalb würde ich die Kabine selbst nicht für extremen Geländeeinsatz auslegen - das unnötige Gewicht belastet das Fahrzeug vielleicht so sehr mehr, daß der Rahmen dadurch früher 'weich' wird und Du somit eine stärkere Verwindung als bei einer leichteren Kabine bekommst, so daß die massive Geländekabine am Ende auch nicht länger hält als eine gut konstruierte 'Normal'kabine...
Hallo Wolfgang,

ins Gelände will ich ja gar nicht. Ich bin nur auf der Suche nach Stabilität. Klar, der Aufbau sollte nicht zu schwer werden, da gebe ich Dir Recht. Aber wenn man die Kabine elastisch lagern könnte, wäre ja echter Leichtbau möglich, da die Kabine ja so kaum noch kräfte aufnehmen muss. Was ist denn unter einer 3 - Punkt Lagerung zu verstehen? Ich könnte mir für eine elastische Lagerung auch Silentblöcke vorstellen, z.B. Motorhalter haben beidseitig einen Stehbolzen und mittig Gummi. Davon 6 oder 8 Stück direkt mit dem Hauptrahmen verbunden und die andere Seite an die Kabine. Wie wäre das ?

Gruß Sönke
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Re: an Wolfgang

#24 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 12 Mär 2007 15:10

frigo hat geschrieben:Hallo Wolfgang,

ins Gelände will ich ja gar nicht. Ich bin nur auf der Suche nach Stabilität. Klar, der Aufbau sollte nicht zu schwer werden, da gebe ich Dir Recht. Aber wenn man die Kabine elastisch lagern könnte, wäre ja echter Leichtbau möglich, da die Kabine ja so kaum noch kräfte aufnehmen muss. Was ist denn unter einer 3 - Punkt Lagerung zu verstehen? Ich könnte mir für eine elastische Lagerung auch Silentblöcke vorstellen, z.B. Motorhalter haben beidseitig einen Stehbolzen und mittig Gummi. Davon 6 oder 8 Stück direkt mit dem Hauptrahmen verbunden und die andere Seite an die Kabine. Wie wäre das ?

Gruß Sönke
Hi, Sönke,

an solche Silentblöcke dachte ich. Die müßten die geringen Verschränkungen eines Sprinters locker wegstecken können. Ein echte Dreipunktlagerung (Kabine wird vorne aussen an zwei Punkten von vorne nach hinten beweglich, hinten mittig seitlich beweglich gelagert) ist für den Sprinter wohl deutlich über's Ziel hinausgeschossen. Diese Technik wird eigentlich bei Fahrzeugen angewendet, die einen bewußt 'weichen' Rahmen haben, um möglichst immer aller Räder auf dem Boden halten zu können - dadurch erhöht sich sozusagen der Federweg der Räder. Bei einem dreibeinigen Tisch kommt es - egal wie lang die Tischbeine sind - nie zu einem Wackeln des Tisches: alle Beine werden (annähernd) gleich belastet. Übertragen auf die Dreipunktlagerung heißt das, daß die Kabine nicht verschränkt wird, da sie Bewegungen in alle Richtungen ausgleichen kann. Mehr dazu findest Du u.a. im Maggie-Deutz-Forum.

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Ein "Frischling" möchte sich und seinen Traum

#25 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 12 Mär 2007 15:18

frigo hat geschrieben:Einen Durchgang zum Fahrerhaus will ich nicht, ohne ist die Stabilität des Autos und des Aufbaus größer.
Das stimmt nur bedingt. Beim Basisfahrzeug trägt die Kabinenrückwand kein bißchen, d.h. ob sie da ist oder nicht ändert nichts an der Fahrzeugstabilität. Tragend sind die Holme, und die werden durch den Durchgang nicht angegriffen.
Und auch bei der Kabine macht ein Durchgang nach vorne die Kabine nicht gleich instabil - Du verzichtest ja auch nicht auf Fenster in der Kabinenwand. Aber mit Durchgang gewinnst Du einiges an Komfort: wenn hinten eine Tür nicht richtig zugemacht wurde, bekommst Du es mit, bevor sich alles im Fahrzeug verteilt hat. Und auf die Fluchtsicherheit (wenn sich Ärger anbahnt, ab nach vorne und weg) würde ich nicht verzichten wollen. Und wenns so richtig schüttet gerade zu einer Pause nach hinten zu können ohne klatschnaß zu werden, ist auch nicht unangenehm...
frigo hat geschrieben:Hinten fährt ja dann keiner mehr mit.
Wenn Du eine Absetzkabine baust, darf das m.W. auch niemand mehr...

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

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Krabbe
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#26 Beitrag von Krabbe » Mo 12 Mär 2007 20:43

Eine richtige Versicherung für das gesamte Auto wäre schon optimal. Also käme für mich wohl nur die Kombination als eingetragene Wechselkombination in Frage. Dann muß ich die Kabine von TÜV abnehmen lassen ? Ein Festigkeitsgutachten kann ich als Privatmann doch gar nicht leisten, oder was will der TÜV sehen ? Wie wäre es, wenn ich zum Beispiel vom Boden, den Seiten und dem Dach je ein Musterstück von beispielsweise je 1 m³ Fläche anfertige, dieses dem TÜV vorlege und dann die Machbarkeit erfrage ? Oder gibt es feste Vorgaben ? Sprengt solch eine Abnahme nicht jeden Kostenrahmen ? Müssen bei einer Wechselkabine die Stützen zwingend am Aufbau montiert sein, oder genügen dort Aufnahmen dafür ? Wie wird solch ein eingetragener Wechselaufbau steuerlich behandelt ? Gerade die reine Womo - Besteuerung möchte ich ja gern umgehen. Muss man alle 2 Jahre TÜV und Gasprüfung machen lassen? Oha, das ist aber ein dickes Fragenpaket geworden, sorry....
Allgemeines zum Thema Absetzkabine kannst Du auch in der Wissensbasis finden.
Für einen Wechseleintrag mußt Du die Kabine dem TÜV vorführen. Was der Prüfer dann sehen will kommt drauf an. Ein eigentliches Festigkeitsgutachen brauchst Du eigentlich nicht. Wenn Du z. B. eine Leerkabine aus GfK-Sandwich fertig kaufst, dann bekommst Du auch nur ein Materialgutachten für das Kabinenmaterial. Was den TÜV-Prüfer interessiert (oder interessieren muß) sind zum einen die Schwerentflammbarkeit und zum anderen die Splitterfestigkeit. Wenn Du nun z. B. die Oberfläche nur aus geschliffenem und lackiertem Holz hast, oder aus Alu, dann sollte das jeder Prüfer ohne Gutachen eintragen. Was er verlangt, wenn Du die Kabine mit GfK laminierst mußt Du dann mit dem Prüfer abstimmen. Eigentlich sind der Entflammbarkeitstest und der Splittertest easy. Da wird zum einen eine bestimmte Zeit der Brenner drauf gehalten und das darf nicht anfangen in Flammen aufzugehen und für die Splitterfestigkeit wird eine Versuchskugel aus ner besimmten Höhe drauf fallen gelassen.

Bei ner Absetzkabine müssen die Stützen nicht immer dran sein. Ich muß meine vorderen z. Zt. sogar abnehmen, da die (noch feste) Kurbel nach aussen absteht. Zum TÜV hatte ich die Stützen damals gar nicht dabei.

Z. Zt. wird solch eine Absetzkabine noch als LKW versteuert. Aber da sich unsere Politiker ja wahrschenlich in den nächsten Jahren eh noch ein paar Änderungen im KFZ-Steuerrecht einfallen lassen werden würde ich mir darüber weniger Gedanken machen. Et kütt wie et kütt... wie der Kölsche sacht. Abgesehen davon, lies das oben noch mal gut durch. So wie Du es vorhast kommst Du in Summe Steuer + Versicherung mit reiner LKW-Zulassung wahrscheinlich sogar teurer als bei einer Wohnmobilversicherung.

TÜV mußt Du doch eh alle zwei Jahre machen, egal wie die Zulassung lautet. Und die Gasanlage solltest Du schon aus eigenem Interesse alle zwei Jahre prüfen lassen. Sorry, aber wer meint an den 20 - 25 € alle zwei Jahre sparen zu müssen sollte echt mal überlegen, ob er nicht die falschen Prioritäten hat. Und jeder Wochenendtrip mit dem Wohnmobil kostet mich mehr.
Viele Grüße
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Re: an Wolfgang

#27 Beitrag von frigo » Di 13 Mär 2007 08:53

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:
frigo hat geschrieben:Hallo Wolfgang,

ins Gelände will ich ja gar nicht. Ich bin nur auf der Suche nach Stabilität. Klar, der Aufbau sollte nicht zu schwer werden, da gebe ich Dir Recht. Aber wenn man die Kabine elastisch lagern könnte, wäre ja echter Leichtbau möglich, da die Kabine ja so kaum noch kräfte aufnehmen muss. Was ist denn unter einer 3 - Punkt Lagerung zu verstehen? Ich könnte mir für eine elastische Lagerung auch Silentblöcke vorstellen, z.B. Motorhalter haben beidseitig einen Stehbolzen und mittig Gummi. Davon 6 oder 8 Stück direkt mit dem Hauptrahmen verbunden und die andere Seite an die Kabine. Wie wäre das ?

Gruß Sönke
Hi, Sönke,

an solche Silentblöcke dachte ich. Die müßten die geringen Verschränkungen eines Sprinters locker wegstecken können. Ein echte Dreipunktlagerung (Kabine wird vorne aussen an zwei Punkten von vorne nach hinten beweglich, hinten mittig seitlich beweglich gelagert) ist für den Sprinter wohl deutlich über's Ziel hinausgeschossen. Diese Technik wird eigentlich bei Fahrzeugen angewendet, die einen bewußt 'weichen' Rahmen haben, um möglichst immer aller Räder auf dem Boden halten zu können - dadurch erhöht sich sozusagen der Federweg der Räder. Bei einem dreibeinigen Tisch kommt es - egal wie lang die Tischbeine sind - nie zu einem Wackeln des Tisches: alle Beine werden (annähernd) gleich belastet. Übertragen auf die Dreipunktlagerung heißt das, daß die Kabine nicht verschränkt wird, da sie Bewegungen in alle Richtungen ausgleichen kann. Mehr dazu findest Du u.a. im Maggie-Deutz-Forum.

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
Hallo Wolfgang,

jetzt kann ich mir unter einer solchen Lagerung auch etwas vorstellen, danke ! Für extreme Geländeeinsätze ist so etwas sicher auch angebracht. Aber den Gedanken an normale Silentblöcke werde ich mal weiterverfolgen. Da wird es sicher irgendwo auf dem Markt auch solche mit breiterer Auflagefläche geben. Wäre denn solch eine Form der Kabinenbefestigung in Verbindung mit Schnellverschlüssen überhaupt TÜV tauglich ? Vom Fahrgestell völlig entkoppelte Fahrerhäuser (z.B. Renault Magnum) sind mir bekannt, aber Aufbauten ?

Gruß Sönke
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Re: Ein "Frischling" möchte sich und seinen Traum

#28 Beitrag von frigo » Di 13 Mär 2007 09:15

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:
frigo hat geschrieben:Einen Durchgang zum Fahrerhaus will ich nicht, ohne ist die Stabilität des Autos und des Aufbaus größer.
Das stimmt nur bedingt. Beim Basisfahrzeug trägt die Kabinenrückwand kein bißchen, d.h. ob sie da ist oder nicht ändert nichts an der Fahrzeugstabilität. Tragend sind die Holme, und die werden durch den Durchgang nicht angegriffen.
Und auch bei der Kabine macht ein Durchgang nach vorne die Kabine nicht gleich instabil - Du verzichtest ja auch nicht auf Fenster in der Kabinenwand. Aber mit Durchgang gewinnst Du einiges an Komfort: wenn hinten eine Tür nicht richtig zugemacht wurde, bekommst Du es mit, bevor sich alles im Fahrzeug verteilt hat. Und auf die Fluchtsicherheit (wenn sich Ärger anbahnt, ab nach vorne und weg) würde ich nicht verzichten wollen. Und wenns so richtig schüttet gerade zu einer Pause nach hinten zu können ohne klatschnaß zu werden, ist auch nicht unangenehm...
frigo hat geschrieben:Hinten fährt ja dann keiner mehr mit.
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Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
Hallo Wolfgang,

natürlich hast Du beim Komfortaspekt Recht. Allerdings stelle ich mir die Abdichtung von der Kabine (Stichwort Silentblöcke, das Ding ist im Gegensatz zum Fahrerhaus nicht fest) zum Fahrerhaus schwierig vor. Was die Überfallsicherheit anbelangt, möchte ich Deine Aussage in Frage stellen. Es kommt wohl drauf an, ob man einem oder mehreren Gegenern gegenübersteht. Wenn Du zum Fahrersitz flüchtest und ein Mittäter steht schon mit gezogenem Locher vor Deiner Frontscheibe, wirst Du sicher auch den Zündschlüssel lieber in der Hosentasche lassen. Ich bin ganz bestimmt kein geborener Held bei solchen Situationen, habe zwar Kampfgas griffbereit im Mobil liegen, aber ob ich in einer solchen Lage die Traute habe davon Gebrauch zu machen, kann ich nicht sagen. Ich denke eher, dass ich mich dann lieber von Hab und Gut trenne, anstatt in Kauf zu nehmen, dass die Sache eskaliert.

Gruß Sönke
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#29 Beitrag von frigo » Di 13 Mär 2007 10:07

Krabbe hat geschrieben:
Eine richtige Versicherung für das gesamte Auto wäre schon optimal. Also käme für mich wohl nur die Kombination als eingetragene Wechselkombination in Frage. Dann muß ich die Kabine von TÜV abnehmen lassen ? Ein Festigkeitsgutachten kann ich als Privatmann doch gar nicht leisten, oder was will der TÜV sehen ? Wie wäre es, wenn ich zum Beispiel vom Boden, den Seiten und dem Dach je ein Musterstück von beispielsweise je 1 m³ Fläche anfertige, dieses dem TÜV vorlege und dann die Machbarkeit erfrage ? Oder gibt es feste Vorgaben ? Sprengt solch eine Abnahme nicht jeden Kostenrahmen ? Müssen bei einer Wechselkabine die Stützen zwingend am Aufbau montiert sein, oder genügen dort Aufnahmen dafür ? Wie wird solch ein eingetragener Wechselaufbau steuerlich behandelt ? Gerade die reine Womo - Besteuerung möchte ich ja gern umgehen. Muss man alle 2 Jahre TÜV und Gasprüfung machen lassen? Oha, das ist aber ein dickes Fragenpaket geworden, sorry....
Allgemeines zum Thema Absetzkabine kannst Du auch in der Wissensbasis finden.
Für einen Wechseleintrag mußt Du die Kabine dem TÜV vorführen. Was der Prüfer dann sehen will kommt drauf an. Ein eigentliches Festigkeitsgutachen brauchst Du eigentlich nicht. Wenn Du z. B. eine Leerkabine aus GfK-Sandwich fertig kaufst, dann bekommst Du auch nur ein Materialgutachten für das Kabinenmaterial. Was den TÜV-Prüfer interessiert (oder interessieren muß) sind zum einen die Schwerentflammbarkeit und zum anderen die Splitterfestigkeit. Wenn Du nun z. B. die Oberfläche nur aus geschliffenem und lackiertem Holz hast, oder aus Alu, dann sollte das jeder Prüfer ohne Gutachen eintragen. Was er verlangt, wenn Du die Kabine mit GfK laminierst mußt Du dann mit dem Prüfer abstimmen. Eigentlich sind der Entflammbarkeitstest und der Splittertest easy. Da wird zum einen eine bestimmte Zeit der Brenner drauf gehalten und das darf nicht anfangen in Flammen aufzugehen und für die Splitterfestigkeit wird eine Versuchskugel aus ner besimmten Höhe drauf fallen gelassen.

Bei ner Absetzkabine müssen die Stützen nicht immer dran sein. Ich muß meine vorderen z. Zt. sogar abnehmen, da die (noch feste) Kurbel nach aussen absteht. Zum TÜV hatte ich die Stützen damals gar nicht dabei.

Z. Zt. wird solch eine Absetzkabine noch als LKW versteuert. Aber da sich unsere Politiker ja wahrschenlich in den nächsten Jahren eh noch ein paar Änderungen im KFZ-Steuerrecht einfallen lassen werden würde ich mir darüber weniger Gedanken machen. Et kütt wie et kütt... wie der Kölsche sacht. Abgesehen davon, lies das oben noch mal gut durch. So wie Du es vorhast kommst Du in Summe Steuer + Versicherung mit reiner LKW-Zulassung wahrscheinlich sogar teurer als bei einer Wohnmobilversicherung.

TÜV mußt Du doch eh alle zwei Jahre machen, egal wie die Zulassung lautet. Und die Gasanlage solltest Du schon aus eigenem Interesse alle zwei Jahre prüfen lassen. Sorry, aber wer meint an den 20 - 25 € alle zwei Jahre sparen zu müssen sollte echt mal überlegen, ob er nicht die falschen Prioritäten hat. Und jeder Wochenendtrip mit dem Wohnmobil kostet mich mehr.
Hallo Krabbe (wie kommt man eigentlich zu solch einem Namen ?),

die Frage mit der Gasanlage hatte mich nur mal so interessiert. Ich finde es sehr bedenklich, dass man so unter Umständen mit völlig unsicheren Installationen unterwegs sein kann, nur weil der Aufbau als Ladung deklariert ist. Ich selbst habe sehr großen Respekt vor Gas, denke aber dass man, sucht man eine preisgünstige und umweltfreundliche Versorgungstechnik, kaum um Gas herumkommt. Bei meinem früheren T3 und beim jetzigen Dethleffs hat die Gasanlage auch noch nie Ärger gemacht. Die Prüftermine halte ich absolut ein und im Falle einer Reparatur wäre ich sofort beim Fachhändler. Sicherheit geht vor.

Oha, der TÜV - Test hört sich aber nicht toll an... Wenn ich mir vorstelle, dass ich nach langer Bauzeit dem Blaukittel voller Stolz meine Kabine präsentiere und dieser hat nichts besseres im Sinn, als mir eine Kugel aufs Dach zu schmeißen, wird mir jetzt schon schlecht. Noch härter, dass er versucht, mir die Kiste abzufackeln, oje... noch eines zur Brandsicherheit: Sandwichwände bestehen im Inneren doch in der Regel aus PU- oder PUR - Schaum. Laut Einstufung in der Liste der brennbaren Stoffe, ist das Material leicht entflammbar und nicht selbst verlöschend. Wieso darf das mit TÜV - Segen verbaut werden ? Es gibt doch z.B. Heralan (Dämmatten aus Mineralwolle, nicht brennbar und wasserabweisend), wieso wird so etwas nicht verwendet ?
Ich denke, dass jemand, der sich eine Kabine baut auch weiss, dass diese stabil ist. Wenn dann der TÜV - Mensch das Ganze nicht genehmigen will, kann man die Kabine ja immer noch ohne TÜV - Segen als Ladung fahren. Sehe ich das richtig ? Aus meiner aktiven LKW - Zeit habe ich noch im Sinn, dass man als Fahrer nur für die Ladungssicherung verantwortlich ist und eben dafür, dass die Ladung zu keiner Zeit und in keiner Form anderen Verkehrsteilnehmern gefährlich werden kann.
Wie verhält es sich aber, wenn man in seiner Ladung schläft ? Ich weiss, es hört sich blöde an, ist aber doch letztlich so. Hat der Gesetzgeber hier keine Vorgaben ? Wie ist man Versichert, wenn man wärend des Aufenthaltes in der Kabine selbst verletzt wird ? Wie steht man in der Haftung, wenn ein Außenstehender in Zusammenhang mit der Kabine verletzt wird ?
Das Thema Zuladung im Falle des Sprinters möchte ich noch einmal ansprechen. Also, wenn ich das richtig verstehe, kostet ein Leicht - LKW über 1000 kg Zuladung richtig Geld. Mit einer Leichtbaukabine sollte man aber gut mit 500 bis 600 Kilo Eigengewicht hinkommen, zumal meine Kabine eher kompakt wird. Kann man den Sprinter nicht bespielsweise auf 999 Kilo Zuladung ablasten ? Dann bleiben doch immer noch etwa 400 Kilo Reserve, damit komme ich zurecht, dann mache ich Frisch- und Abwassertanks eben kleiner.
Was die Steuern anbelangt, so denke ich auch, dass unsere Volksvertreter sicher immer neue Wege der Wegelagerei...äääh, ich meine natürlich der Besteuerung finden werden. Hier im Norden sagt man: "Der Fisch stinkt vom Kopf her", was zum permanenten Betrug am Bürger wunderbar passt.

Viele Grüße Sönke
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#30 Beitrag von Krabbe » Di 13 Mär 2007 12:22

Hi,

zum TÜV-Test: Das waren jetz die Darstellungen, was der TÜV bei einem Materialgutachtem macht.
Und das macht er ja nicht mit der gebauten Kabine, sondern an einem Teststück. Und wie schon geschrieben: Am Besten vor dem Bau zum TÜV gehen und das Durchsprechen. ggf. will der TÜV-Prüfer sowas auch garnicht sehen und nimmt das so ab.

Was die entflammbarkeit von Sandwichwänden angeht: Ob die verwendeten Schäume jetzt leicht entflammbar sind, oder ob da durch gewisse Zusätze etwas an der Entflammbarkeit gemacht wurde kann ich Dir nicht sagen. Aber "schwer entflammbar" heißt ja nicht "nicht brennbar". Bei der Probe wird halt eine Flamme eine gewisse (nicht allzu lange) Zeit auf die Probe gehalten. Wenn sie dann nicht brennt, dann ist das "schwer entflammbar". Es geht ja nur darum, dass sich Insassen noch in Sicherheit bringen können, nicht das die Kabine nicht abbrennt. So erfüllt z. B. auch eine glatte (geschliffene) Holzplatte das Kriterium für "schwer entflammbar"... Und das Zeug brennt bekanntlich auch gut.
Wenn die Sandwichwand nun also nicht direkt in Flammen aufgeht, wenn der Brenner auf die Aussenlage gehalten wird, sondern nur vor sich hin kokelt, dann reicht das.

Zur Haftung: Wenn Dir Deine eigene Kabine beim schlafen zusammenbricht, dann ist das persönliches Pech. Du bist (erst einmal) nicht versichert. Das ist wie beim Autofahren auch. Die FHaftpflicht deckt nur Schäden, die Du anderen zufügst, aber nicht Deine eigenen Schäden. (Selbst wenn Du mit Deinem Erstfahrzeug Deinen Zweitwagen, den gerade Deine Frau/Freundin fährt die Vorfahrt nimmst und ne Beule reinfährst (Unfall nicht gestellt), dann zahlt die Versicherung nicht, weil Du nur DDich selber (Deinen Zweitwagen) geschädigt hast.
Wenn Durch Deine eigene Kabine jemand anderes zu Schaden kommt, dann bist Du dafür verantwortlich. Wenn die Kabine Ladung war, dann greift ggf. die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs. Wenn Du aber bei der Ladungssicherung "geschlumpft" hast, dann wird sie Dich in regress nehmen. Und wenn Deine eigene Kabine im abgesetzten Zustand Schaden anrichtet, dann bist auch wieder Du dafür verantwortlich. Sollte die kabine dann noch nicht stabil genug konstruiert worden sein, dann greift ggf. noch die Produkthaftung (wobei Du der Hersteller bist, also bist wieder Du verantwortlich).

Ablasten des LKW geht natürlich. Dann mußt Du nur sehen, wie Du mit der Zuladung hin kommst. Und 1000 kg sind nichts. Insbesondere bei der soliden Konstruktion, die Du vor hast.
Viele Grüße
Krabbe
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