Ein "Frischling" möchte sich und seinen Traum vors

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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frigo
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Ein "Frischling" möchte sich und seinen Traum vors

#1 Beitrag von frigo » Fr 09 Mär 2007 12:28

Ein freundliches Hallo an Alle von einem Frischling !

Nachdem ich mich schon längere Zeit begeistert durch die Beiträge hier geschnüffelt habe, stelle ich mich mal vor: Ich bin Sönke, lebe mit meiner Patchworkfamilie in Bad Schwartau bei Lübeck. Ich arbeite als Disponent einer kleinen Firma in Lübeck. Mein derzeitiges Interesse ist fotografieren, reisen und mein olles (Bj.93) Dethleffs Alkoven Womo (kurz und breit, ein A462). Ich entstamme einer alten Camperfamile, bin praktisch neben meinem Wohnort auch auf Campingplätzen aufgewachsen, da meine Eltern früher immer Camping gemacht haben (Steilwandzelt und später dann im Wohnwagen) und wirklich jede freie Minute mit mir auf dem Platz verbrachten.

Vor dem Alkoven hatte ich einen VW T3 mit Hochdach. Der war zwar auch schön ausgebaut, aber wurde mir irgendwann zu eng, besonders wenn man mit 4 Personen unterwegs ist. So kamen wir zu dem Dethleffs Alkoven. So ein kurzes Womo wollten wir haben (nur 4,65m), damit man auch noch auf normalen Parkplätzen parken kann und die Innenraumaufteilung finde ich auch sehr gelungen. Allerdings betrachte ich den Dethleffs eher als Kompromiss, solange die Jungs noch mitfahren. Außerdem nutze ich den Wagen, um Werkstoffe verschiedenster Art testen zu können, da ich mir später mal eine Absetzkabine bauen möchte (wenn die Kinder nicht mehr mitfahren wollen) und schon mal meine Kenntnisse erweitern möchte, welche Materialien geeignet sind. Im Moment habe ich zum Beispiel die Felgen mit einer Kunststoffbeschichtung lackiert, um zu ermitteln, wie haltbar so etwas ist.

Mein Traummobil sieht so aus:
Ein kräftiges Basisfahrzeug, Mercedes Sprinter 316, oder ähnlich. Ich bin kein Heizer, aber habe einfach keine Lust mehr, in den Kasseler Bergen zu verhungern. Außerdem fahre ich gern über Pässe, zum Beispiel in Italien.

Jetzt mal Grundsätzliches:
Die Absetzkabine sollte nur einen kurzen Überhang haben (Wendigkeit des Autos) und in der Außenbreite nicht breiter als 2 m werden (damit müsste man noch quer auf etwa 1,90 m schlafen können). Außerdem sollte sie so flach wie möglich werden (eine Innenhöhe von 1,90 m reicht bei uns aus), Aufstelldächer mag ich allerdings nicht. Der Schwerpunkt des ganzen Autos sollte so niedrig wie möglich liegen. Einen Durchgang zum Fahrerhaus will ich nicht, ohne ist die Stabilität des Autos und des Aufbaus größer. Hinten fährt ja dann keiner mehr mit. Eine Absetzkabine möchte ich gern aus steuerlichen Gründen haben, läuft eine Kabine tatsächlich nur als Ladung ? Ich glaube, so etwas hier schon gelesen zu haben. Eine Absetzkabine darf meines Wissens auch nur so befestigt sein, dass ein Lösen entweder mit Bordwekzeug oder von Hand möglich ist. Mir schwebt eine Verriegelung nach dem Prinzip der LKW - Auflieger vor, die Seecontainer befördern. Ich will die Kabine aber eigentlich nur selten absetzen, also nur zu Wartungsarbeiten, oder zum TÜV - Termin des Autos . Darf ein Basisfahrzeug eigentlich mit "offenem Rahmen" fahren, oder muss es eine Abdeckung geben ? Darf ein Basisfahrzeug eine elektrische Leitung (12 Volt) und eine Gasleitung zur Ladung (Kabine) haben ? Getrennt und Verbunden durch einen Schnellverschluß (Gas) und einen Stecker (12 Volt) . Meine Idee, um den Schwerpunkt weiter herunter zu legen wäre nämlich, 2 Stück 5 Kilo Gasflaschen, einen Frischwasser- und einen Abwassertank in Staukästen unterhalb des Aufbaus, also direkt am Basisfahrzeug Rahmenfest verschraubt unterzubringen. Die Kabine sollte wie ein Koffer aussehen, vorne oben möchte ich zwar keinen Alkoven, aber eine Staumöglichkeit für Bettzeug haben. Optisch soll das Ganze über dem Fahrerhaus in etwa aussehen wie ein LKW - Dachspoiler (wegen der Strömung des Fahrtwindes), nur eben aussen geschlossen und nach innen offen. Etwas in der Art verkauft gerade jemand bei eBay unter "Absetzkabine", auf einem T4. Innen soll die Kabine kein Festbett, sondern zwei Quersitzbänke haben, die mit Hubtisch zum Bett umgebaut werden, um Platz zu sparen.

Die Kabine sollte so aufgebaut sein:
Unten einen Hilfsrahmen aus dünnen Stahl - U - Profilen. Alu - Profile möchte ich nicht haben, da ich die Kabine ja nur selten absetzen will, und durch Alu Kontaktkorrosion befürchte. Am Hilfsrahmen möchte ich nur Aufnahmen für Kurbelstützen haben, mitführen will ich diese nicht, um Gewicht zu sparen. Absetzen würde ich die Kabine nur zu Hause. Auf dem Hilfsrahmen eine etwa 3 cm starke Platte aus wasserfestem Holz. Über der Platte eine Isolierschicht aus PU. Über der Schicht eine wasserfeste Holzplatte mit einer Stärke von 1 cm.

Seiten, Dach, Front und Heck möchte ich nach einer Arbeitsweise der Bootsbauer bauen. Die laminieren alte Bootsrümpfe aus Holz mit GFK über. So bleibt das Holz als tragendes Teil erhalten, wird sogar noch durch das GFK verstärkt. Außerdem ist das Holz dann wasserdicht und luftdicht "verpackt" und arbeitet nicht mehr. Gewissermassen sichert man sich so die positiven Eigenschaften und verhindert die negativen. Also möchte ich Seiten, Dach, Front, Heck und den integrierten "Spoiler" mit einer Lattenkonstruktion aufbauen und Außen sollen dünne Sperrholzplatten drauf. Wenn dann Seiten, Dach, Front , Heck und Boden verbunden verschraubt und verklebt sind, will ich das Ganze mit GFK und an der höher belasteten Bereichen mit CFK überlaminieren. Insgesamt will ich so einen GFK / CFK - Aufbau erreichen, der aus einem Stück besteht, eben nicht aus Einzelplatten zusammengefügt wird. Innen will ich ebenso verfahren. Also auch ein nach innen geschlossener GFK / CFK - Aufbau. Ebenfalls als überlaminierte Latten / Sperrholzkonstruktion möchte ich innen die Nasszelle bauen. Im weiteren Innenbereich würden dann die überlaminierten Latten die Basis für die Montage der Innenwände mit dünnem Sperrholz bilden. Darunter käme noch Isoliermaterial. In diesem Zusammenhang: Ich habe gehört, dass PU und PUR - Schäume schnell brennbar und nicht selbst verlöschend sind. Stimmt das ? Wie wäre es alternativ mit der Mineralwolle "Heralan" vom Hersteller Heraklith ? Diese ist ausgewiesen als nicht brennbar und wasserabweisend.

So stelle ich mir das Ganze vor. Ich gebe zu, dass ich noch kaum Ahnung habe. Allerdings wäre der Bau auch erst in ein paar Jahren dran, eben wenn meine Freundin und ich nur noch alleine fahren. Sinn ist eben, eine rundum geschlossene GFK / CFK Kabine zu bauen, ohne Dichtmaterial, Klebungen oder Verschraubungen (mit Ausnahme des Hilfsrahmens mit der unteren Platte und der Latten / Sperrholzunterkonstruktion). Ach ja, die Unterseite soll auch komplett laminiert werden, so dass nur noch die Befestigungen vom Hilfsrahmen zum Hauptrahmen frei liegen. Diese will ich Kunststoffbeschichten. Mit dieser Art des Aufbaus möchte ich einen leichten, aber verwindungssteifen Aufbau hinbekommen. Durch den geplanten tiefen Schwerpunkt des Wagens, soll insgesamt ein Auto herauskommen, mit dem man auch mal Paßstraßen zügiger hoch und runter fahren kann.

Was meint Ihr ? Ist mein Vorhaben so realisierbar ? Oder ist das alles Mist ? Ich freue mich schon auf Eure Antworten.

Euch Allen ein schönes Wochenende !
Gruß Sönke

P.S.: Bei "wohnmobile.net" bin ich auch unter dem gleichen Namen vertreten, ebenfalls sehr nette Leute dort !
Gruß Sönke
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#2 Beitrag von Picco » Fr 09 Mär 2007 14:04

Hoi frigo

Herzlich willkommen hier!

Dein Vorhaben ist schon etwas speziell... :lol:
Habs auch schon probiert mit dem Holz laminieren, hat nicht so geklappt wie erhofft.
Hast Du Erfahrung?
Und soll die Fuhre unter 3,5t bleiben? Denn das dürfte knapp werden, wenn schon im Boden 4cm Holz stecken...allein das sind ja schon bei einer 3,5m-Kabine etwa 140Kg...

Trotzdem viel Glück und Gutes Gelingen

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#3 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 09 Mär 2007 14:21

Hallo, Frigo,

auch von mir ein herzliches Willkommen! Du hast Deine Träume ja schon sehr genau dargelegt, je nach Zeit will ich Stück für Stück darauf antworten.

1. Rahmenabdeckung: die muß bei abgesetzter Kabine vorhanden sein - zusammen mit Radläufen. Es muß sichergestellt sein, daß bei einem Unfall (z.B. einem seitlich 'reinfahrenden Radfahrer) die Unfallfolgen minimiert werden.

2. Basisfahrzeug: denkst Du an die neueste Genereation des Sprinters? Der ist ja gute 2,2m hoch. Das Fahrgestell dürfte rund 50cm über dem Boden liegen, macht also eine Differenz von 1,7m. Bei einer Kabine von 1,9m Innenhöhe ergibt sich mit Hilfsrahmen, Kabinenboden und -dach eine Gesamthöhe von rd. 2,55m, also rd. 35cm mehr als die Fahrerhaushöhe. Der Alkoven darf bei einer Absetzkabine nicht direkt auf dem Fahrerhaus aufliegen, also ca. 5cm Luft. Dazu Alkovenboden und -dach mit jeweils ca. 5cm, dann bleibt eine Alkoveninnenhöhe von gerade einmal 20cm...

3. Tanks unterflur: bei einer so tief aufgesetzten Kabine bleiben unterhalb der Ladefläche maximal noch 20cm Luft, wenn Du nicht beim kleinsten Buckel 'mit dem Bauch auf dem Boden schleifen' möchtest. Da wirst Du keine großen Tankkapazitäten unterbringen, insbesondere wenn noch Isolierung drumherum soll. Auch zwischen den Längsträgern hast Du ja wg. der Kardanwelle nicht viel Platz.

So, ein anderes mal mehr.
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die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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#4 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 09 Mär 2007 15:03

4. Kabine als Ladung/Fahrzeug als WoMo: Du hast beide Möglichkeiten - wie Du korrekt geschrieben hast, muß die Kabine mit dem (serienmäßigen) Bordwerkzeug vom Fahrzeug getrennt werden können, damit sie als Ladung durchgeht. Aber: es gelten dann auch die LKW-Regeln für Dich (kein Anhängerbetrieb an Sonn- und Feiertagen etc.). Manche Versicherer versichern das Fahrzeug trotz LKW-Zulassung kostengünstig als WoMo.

5. Bodenkonstruktion: entweder Hilfsrahmen oder 3cm Holzplatte - sonst ist das unnötig doppelt gemoppelt. Da eine Fahrgestellabdeckung notwendig ist und diese aus Gewichtsgründen wohl aus Alu-Riffelblech gebaut werden würde, wäre auch gegen einen Alu-Hilfsrahmen - abgesehen von der geringeren Stabilität gegenüber Stahl - nichts zu sagen.

Gruß
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#5 Beitrag von fernweh60 » Sa 10 Mär 2007 20:24

Hallo und herzlich willkommen,
So ähnlich sieht mein Wunsch auch aus, aber jetzt kommt erst mal ein Iveco.
Für den Traum hat es nicht so ganz gereicht.
Also weitersparen. :D
Vielleicht sieht man sich ja mal.
GRuß,
Stefan
Das Leben ist zu kurz um sich lange zu ärgern
Gruß,
Stefan

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#6 Beitrag von VWBusman » So 11 Mär 2007 12:28

Hallo Sönke,

auch von mir ein Willkommen im Forum.

Da hast Du Dir ja ganz schön was vorgenommen.
Wenn Du die Kabine sowieso nicht absetzen willst frag ich mich warum Du dann nicht gleich einen Festaufbau machst der eine Menge Gewicht spart. Von einem derzeitigen Alkovenmobil, mit einem festen Schlafplatz, auf ein Mobil mit variablem Bett umzusteigen finde ich nicht so gut. Ein festes Bett bringt doch eine Menge Angenehmes mit sich. Kein Bettenbau wenn man schon müd ist, kein zwangsläufiges Aufstehen wenn der eine Frühstück machen will und dazu auch die Sitzgruppe braucht. Es gibt dann eben immer nur eines, Wohn- oder Schlafraum.

Gruß Christopher
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#7 Beitrag von urologe » So 11 Mär 2007 13:03

hallo Frigo,
wenn Du Gewichtsoptimiert bauen willst, darfst Du weder Stahlzwischenrahmen noch 3cm Bodenplatte nehmen - hier kommt nur Alu in Frage. Ich habe versucht, den Zwischenrahmen aus Carbon zu konstruieren und kann nur sagen : Tu Dir das nicht an ! Du hast null Unterstützung von der Nutzfahrzeugindustrie, da sich die Gewichtsersparnis dort nicht wirklich rechnet. Du findest nur hochgezogene Augenbrauen bei TÜV und ähnlichen wichtigen Stellen , da die sich auch nicht so ganz gut mit der CFK-Materie auskennen und dann lieber ein Sachverständigengutachten haben wollen , bevor Sie die Unbedenklichkeit bestätigen ( und ich kann das gut nachvollziehen , da die Güte der CFK-Profile ja im wesentlichen von Deiner Harzverarbeitung abhängt !!).
Deine Idee, den Koffer selbst zu laminieren finde ich gut - passt aber auch nicht zur Gewichtsreduktion !!
Handlaminierte Sandwiche sind extrem schwer, da der Harzanteil durch mangelnde Pressung viel zu hoch ist ! Im Übrigen ist Epoxyharz bei einer 3,5 m Kabine innen und außen plus Innenwände sehr teuer ! Polyesterharz scheidet m.E. aus, da Du sicher auch teilweise Polystyrolplatten laminieren willst.
Statt Carbon würde sich auch für Deine Bedürfnisse eher Aramidgelege anbieten , da Du außer Stabilität auch Schlagfestigkeit an den exponierten Stellen haben willst.
Bevor Du anfängst zu laminieren sprich mit Deinem Dich betreuenden TÜV-Beamten - Stichwort Splitterfestigkeit. :(
der Urologe

Vorsorge tut gut - KAT fahren

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my mobil home is another castle.....:-))))

#8 Beitrag von Abgemeldeter User » So 11 Mär 2007 14:26

Tach Sönke und willkommen hier.........

Sach mal, willste hundertdreißig Jahre werden und Dein Mobil an Deine Enkel vererben? :wink: :roll:

Du, ich find Deinen Denkansatz zwar stark, aber Du willst sowas teures und massives bauen, dass es für ein Womo deutlich zu aufwendig wird. Ok, es ist sehr individuell, aber Du gibst erstens zuviel Geld aus und hast Dir zweitens soviel Arbeit aufgehalst, dass Du an die drei Jahre richtig intensiv beschäftigt bist, abgesehen davon, dass Deine Kabine eher was für einen 7,5 Tonner sein wird. Das ist so ungefähr, als ob Du eine Duschtasse aus massivem Korian (ein Kunststoff) schnitzen läßt , der 3.000 Euro im Meter kostet, wenn eine unterschäumte fertige Duschtasse aus dem Zubehör für 35 € den gleichen Zweck erfüllen würde, nämlich Dein Duschwasser 3 x die Woche in 2 Monaten als Rentner abzuführen. Übrigens, in einem Luxusmobil von Bocklet, das allrdings über 500.000 € kostet, gibt es eine solche Duschtasse..... :lol:

Was spricht gegen eine Leerkabine von Ormo oder Mabu? Wenn Du 2 mm GFK außen und Innen bei 50 mm Isolierung aussuchst, dann sollte das auch Deinen Stabilitätsanforderungen genügen. Wenn Du was in Fensterverkleidungen und in Lackierung investierst, kannst Du auch die Campingfahrzeug-Optik kaschieren. Schau, allein die Glättungsarbeiten des GFK-verstärkten Holzes kosten Dich wochenlange Schleiforgien unter Atemschutz, mehrfaches Füllern und Lackieren am besten mit einer Airless-Anlage (woher nimmst Du die?), um zu einem ansprechenden Ergebnis zu kommen. Du, ich hab ein älteres Holzboot gehabt, das ich zwar ohne laminieren, aber mit einer aufwändigen Reparatur der angefaulten Sperrholzteile und einer Topp-Lackierung soweit hinbekommen habe, dass manchmal die Leut meinten, es sei ein Kunststoffboot..... also ich weiß, wovon ich rede......

Wenn Du die Kabine selbst machen willst und holzbasiertes Material als Basis Dir unverzichtbar erscheint, dann fahr mal nach Haren an der Ems, 10 km nördlich von Meppen, 20 km südlich von Papenburg, Höhe etwa Cloppenburg, zur Firma Röchling. Die stellen dort ein HfK, einen holzfaserverstärkten Kunststoff her, also ein Laminat mit Holzfaser statt Glasfasern. Aus dem werden z.B. Propeller für Sportflugzeuge gemacht, ein traumhaftes Material, aber nicht ganz billig. Da kannst Du Deine verstärkte Außenhaut in 5 oder 6 mm bauen, wenn Du mit dem Gewicht hinkommst und es Dir leisten kannst. Das Zeug bekommst Du in verschiedenen Oberflächen und Farben, wobei das Harz farbig ist und damit des ganze Material durchgefärbt.

Die Idee mit Stahlrahmen und 30 mm Holz ist natürlich sehr solide und bringt auch den Schwerpunkt sicher was nach unten, aber mit unnützem Gewicht, das Du bzw. Dein Auto schleppen und für das Du Sprit bezahlen mußt. Bei 2 oder 2,10 m Breite reicht ein Holzfachwerk aus Hartholzleisten 50 bis 60 X 30 mm (Sägewerk) , wobei die Leitersprossen quer in 25 bis 30 cm Abstand liegen und der Außenrahmen in breiterem Holz, also 55x55 oder 60x60 mm gehalten sein sollte. Die Geschichte wird mit Styrodur in entsprechender Dicke ausgefacht und oben und unten in 6 mm Siebdruck abgedeckt. An das Fahrgestellt kommen 3 Quertraversen etwa 1,80 m lang mit Bolzen hochstehend bzw Bolzenlöchern an den Enden. In der Kabine innen sind 15x15 cm Metallplatten in 8 oder 10 mm Grobblech aufgeschraubt, auch mit dem Bolzenloch, daran wird sie Kabine befestigt. Am Fahrgestell sollten auch ein paar Führungen mit Zentrierfunktion angebracht sein, in die die Kabine beim Herunterlassen gleiten kann, so dass die Bolzenlöcher übereinanderkommen. Wenn Du in der Kabine etwas besonders solide befestigen zu müssen glaubst, kannst Du im Boden an der Stelle eine zusätzliche Traverse einzehen.

Übrigens, Breite ist durch nichts zu ersetzen, ein Zuwachs von 10 cm im Inneren bringt einen Komfortgewinn, den man sich nicht vorstellen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Nimm Dir mal die Zeit, geh zu einem größenern Wohnwagehändler in Deiner Nähe und setz Dich mal mit Deinem Dir nahestehenden Weib in Wägen unterschiedlicher Breite. Dann simuliert mal alltägliche Verrichtungen wie Frühstück machen oder abends zum Lesen oder Fernsehen lümmeln oder oder oder....ihr kennt das ja vom Camping mit Euren bisherigen Vehikeln.... und überlegt mal, wie sich das anfühlt. Bedenkt dabei, dass Euer Komfortbedarf mit zunehmenden Alter wächst. Dass hat nix mit dem Gefühl des es sich leisten müssens oder könnens zu tun, sondern schlicht und einfach mit der zunehmenden Einschränkung der Beweglichkeit und den Wehwehchen...... Wie sagte doch meine weise Frau Mama: "Wenn Du über 50 bist und Dir tut morgens beim Aufwachen nix weh, dann biste tot!"...

Bequemlichkeit garantiert Dir, dass Du Deinem Hobby länger nachgehen kannst, so einfach ist das. Es ist nicht ohne Grund, dass ich heute mit 63 Jahren einen 2,50 m breiten Wowa mit separatem Schlafzimmer fahre, natürlich mit Euromover und einem Zugwagen, der dank Leistung, Allrad und Sperren das Kistchen aus jeder nassen Wiese wieder rausbekommt und auch bei Schneefall oder Regen sich nicht beeindrucken läßt. Und das Ding ist so autark, dass ich jederzeit 3 bis 5 Tage frei stehen kann, wenn ich das will.

So, mein Freund, jetzt kann ich Dich nur noch Deinen weiteren Überlegungen überlassen mit der Empfehlung: "Think big, dream all your dreams, but do reasonable things....." :shock: :idea: :P

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#9 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 08:05

Picco hat geschrieben:Hoi frigo

Herzlich willkommen hier!

Dein Vorhaben ist schon etwas speziell... :lol:
Habs auch schon probiert mit dem Holz laminieren, hat nicht so geklappt wie erhofft.
Hast Du Erfahrung?
Und soll die Fuhre unter 3,5t bleiben? Denn das dürfte knapp werden, wenn schon im Boden 4cm Holz stecken...allein das sind ja schon bei einer 3,5m-Kabine etwa 140Kg...

Trotzdem viel Glück und Gutes Gelingen

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Hallo Picco,

vielen Dank für Deine Tipps, aber es ist ja bei mir mit dem Bau noch nicht so weit. Im moment fahren ja die Kinder noch mit, das wird erst dann interessant, wenn wir wirklich nur noch zu zweit fahren. Ich habe hier nur mal meine Ideen reingeworfen, damit Ihr Profis die Durchführbarkeit ermitteln könnt. Ich will, bis ich tatsächlich anfange, einfach Fakten sammeln und hier und da einige Modelle (z.B. mal einen Wandaufbau als kleinen Ausschnitt) anfertigen, um mir selbst einen Eindruck zu erschaffen, was Sinn macht und was quatsch ist.

Gruß Sönke
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#10 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 08:15

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:Hallo, Frigo,

auch von mir ein herzliches Willkommen! Du hast Deine Träume ja schon sehr genau dargelegt, je nach Zeit will ich Stück für Stück darauf antworten.

1. Rahmenabdeckung: die muß bei abgesetzter Kabine vorhanden sein - zusammen mit Radläufen. Es muß sichergestellt sein, daß bei einem Unfall (z.B. einem seitlich 'reinfahrenden Radfahrer) die Unfallfolgen minimiert werden.

2. Basisfahrzeug: denkst Du an die neueste Genereation des Sprinters? Der ist ja gute 2,2m hoch. Das Fahrgestell dürfte rund 50cm über dem Boden liegen, macht also eine Differenz von 1,7m. Bei einer Kabine von 1,9m Innenhöhe ergibt sich mit Hilfsrahmen, Kabinenboden und -dach eine Gesamthöhe von rd. 2,55m, also rd. 35cm mehr als die Fahrerhaushöhe. Der Alkoven darf bei einer Absetzkabine nicht direkt auf dem Fahrerhaus aufliegen, also ca. 5cm Luft. Dazu Alkovenboden und -dach mit jeweils ca. 5cm, dann bleibt eine Alkoveninnenhöhe von gerade einmal 20cm...

3. Tanks unterflur: bei einer so tief aufgesetzten Kabine bleiben unterhalb der Ladefläche maximal noch 20cm Luft, wenn Du nicht beim kleinsten Buckel 'mit dem Bauch auf dem Boden schleifen' möchtest. Da wirst Du keine großen Tankkapazitäten unterbringen, insbesondere wenn noch Isolierung drumherum soll. Auch zwischen den Längsträgern hast Du ja wg. der Kardanwelle nicht viel Platz.

So, ein anderes mal mehr.
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Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Deine Tipps. Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Einen Alkoven will ich gerade nicht, den habe ich derzeit. Ich möchte nur an der Vorderseite des Aufbaus einen Vorbau haben, der eben über das Dach des Basisfahrzeuges reicht und der eigentlich nur von außen die Optik und die Strömungsgünstigkeit verbessern soll und von innen nur einfach Bettzeug über Tag fassen soll. Also nix zum drin schlafen, nur Stauraum. Von daher ist einen Innenhöhe von vielleicht 40 cm schon völlig ausreichend.
Was die Unterflurmontage der Tanks angeht, so sollen diese nicht an der Kabine angebracht werden, sondern am Auto, direkt am Rahmen, in Staukästen untergebracht. Also Tanks, Gas und Batterie, jeweils mit Schnellkupplungen zum Aufbau.

Gruß Sönke
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#11 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 08:38

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:4. Kabine als Ladung/Fahrzeug als WoMo: Du hast beide Möglichkeiten - wie Du korrekt geschrieben hast, muß die Kabine mit dem (serienmäßigen) Bordwerkzeug vom Fahrzeug getrennt werden können, damit sie als Ladung durchgeht. Aber: es gelten dann auch die LKW-Regeln für Dich (kein Anhängerbetrieb an Sonn- und Feiertagen etc.). Manche Versicherer versichern das Fahrzeug trotz LKW-Zulassung kostengünstig als WoMo.

5. Bodenkonstruktion: entweder Hilfsrahmen oder 3cm Holzplatte - sonst ist das unnötig doppelt gemoppelt. Da eine Fahrgestellabdeckung notwendig ist und diese aus Gewichtsgründen wohl aus Alu-Riffelblech gebaut werden würde, wäre auch gegen einen Alu-Hilfsrahmen - abgesehen von der geringeren Stabilität gegenüber Stahl - nichts zu sagen.

Gruß
Leerkabinen-Wolfgang
Hallo Wolfgang,

meinst Du, dass eine 3 cm Holzplatte allein genügend Stabilität für den Aufbau bringt ? Ich möchte einen absolut verwindungssteifen Aufbau erreichen, um zu vermeiden, dass Verwindungen Risse im Aufbau hervorrufen könnten.

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#12 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 08:41

fernweh60 hat geschrieben:Hallo und herzlich willkommen,
So ähnlich sieht mein Wunsch auch aus, aber jetzt kommt erst mal ein Iveco.
Für den Traum hat es nicht so ganz gereicht.
Also weitersparen. :D
Vielleicht sieht man sich ja mal.
GRuß,
Stefan
Hallo Stefan,

das weitersparen wird bei uns eh meist nichts, deshalb will ich die Kabine Stück für Stück, je nach finanzieller Lage, aufbauen. Der dickste Brocken dürfte dann die Anschaffung des Basisfahrzeugs sein.

Gruß Sönke
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#13 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 08:47

VWBusman hat geschrieben:Hallo Sönke,

auch von mir ein Willkommen im Forum.

Da hast Du Dir ja ganz schön was vorgenommen.
Wenn Du die Kabine sowieso nicht absetzen willst frag ich mich warum Du dann nicht gleich einen Festaufbau machst der eine Menge Gewicht spart. Von einem derzeitigen Alkovenmobil, mit einem festen Schlafplatz, auf ein Mobil mit variablem Bett umzusteigen finde ich nicht so gut. Ein festes Bett bringt doch eine Menge Angenehmes mit sich. Kein Bettenbau wenn man schon müd ist, kein zwangsläufiges Aufstehen wenn der eine Frühstück machen will und dazu auch die Sitzgruppe braucht. Es gibt dann eben immer nur eines, Wohn- oder Schlafraum.

Gruß Christopher
Hallo Christopher,

die Kabine soll nur zu Wartungsarbeiten usw runter. Den Wechselaufbau will ich ja auch nur wegen des Steuervorteils. Ein festes Bett hat natürlich Vorteile, ganz klar. Aber mit einem Hubtisch ist eine Sitzgruppe auch schnell umgebaut. Am Festbett stört mich, dass man damit viel Platz verschenkt. Immerhin soll die Kabine nur einen kurzen Überhang haben (damit das Auto so wendig wie möglich wird), also wird sie innen recht kompakt.

Gruß Sönke
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#14 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 08:56

urologe hat geschrieben:hallo Frigo,
wenn Du Gewichtsoptimiert bauen willst, darfst Du weder Stahlzwischenrahmen noch 3cm Bodenplatte nehmen - hier kommt nur Alu in Frage. Ich habe versucht, den Zwischenrahmen aus Carbon zu konstruieren und kann nur sagen : Tu Dir das nicht an ! Du hast null Unterstützung von der Nutzfahrzeugindustrie, da sich die Gewichtsersparnis dort nicht wirklich rechnet. Du findest nur hochgezogene Augenbrauen bei TÜV und ähnlichen wichtigen Stellen , da die sich auch nicht so ganz gut mit der CFK-Materie auskennen und dann lieber ein Sachverständigengutachten haben wollen , bevor Sie die Unbedenklichkeit bestätigen ( und ich kann das gut nachvollziehen , da die Güte der CFK-Profile ja im wesentlichen von Deiner Harzverarbeitung abhängt !!).
Deine Idee, den Koffer selbst zu laminieren finde ich gut - passt aber auch nicht zur Gewichtsreduktion !!
Handlaminierte Sandwiche sind extrem schwer, da der Harzanteil durch mangelnde Pressung viel zu hoch ist ! Im Übrigen ist Epoxyharz bei einer 3,5 m Kabine innen und außen plus Innenwände sehr teuer ! Polyesterharz scheidet m.E. aus, da Du sicher auch teilweise Polystyrolplatten laminieren willst.
Statt Carbon würde sich auch für Deine Bedürfnisse eher Aramidgelege anbieten , da Du außer Stabilität auch Schlagfestigkeit an den exponierten Stellen haben willst.
Bevor Du anfängst zu laminieren sprich mit Deinem Dich betreuenden TÜV-Beamten - Stichwort Splitterfestigkeit. :(
Hallo Uruloge,

an Profile aus CFK traue ich mich nicht ran, dafür weiss ich zu wenig von der Materie. Obwohl die Vorstellung von wenig Gewicht in Verbindung mit hoher Stabilität schon reizvoll ist. Ich möchte nur an exponierten Bereichen CFK - Matten in Streifenform unterstützend einlaminieren. Das sieht man ja später auch nicht mehr, dehalb habe ich wohl keinen Ärger mit dem TÜV. Überhaupt TÜV: Ich hatte angenommen, dass Absetzkabinen als Ladung zählen, müssen diese überhaupt zum TÜV ?
Von einem Alu - Rahmen möchte ich Abstand nehmen, da ich den Koffer nur selten absetzen will und deshalb Kontaktkorrosion befürchte.

Gruß Sönke
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#15 Beitrag von frigo » Mo 12 Mär 2007 09:19

Thomas Frizen-Fischer hat geschrieben:Tach Sönke und willkommen hier.........

Sach mal, willste hundertdreißig Jahre werden und Dein Mobil an Deine Enkel vererben? :wink: :roll:

Du, ich find Deinen Denkansatz zwar stark, aber Du willst sowas teures und massives bauen, dass es für ein Womo deutlich zu aufwendig wird. Ok, es ist sehr individuell, aber Du gibst erstens zuviel Geld aus und hast Dir zweitens soviel Arbeit aufgehalst, dass Du an die drei Jahre richtig intensiv beschäftigt bist, abgesehen davon, dass Deine Kabine eher was für einen 7,5 Tonner sein wird. Das ist so ungefähr, als ob Du eine Duschtasse aus massivem Korian (ein Kunststoff) schnitzen läßt , der 3.000 Euro im Meter kostet, wenn eine unterschäumte fertige Duschtasse aus dem Zubehör für 35 € den gleichen Zweck erfüllen würde, nämlich Dein Duschwasser 3 x die Woche in 2 Monaten als Rentner abzuführen. Übrigens, in einem Luxusmobil von Bocklet, das allrdings über 500.000 € kostet, gibt es eine solche Duschtasse..... :lol:

Was spricht gegen eine Leerkabine von Ormo oder Mabu? Wenn Du 2 mm GFK außen und Innen bei 50 mm Isolierung aussuchst, dann sollte das auch Deinen Stabilitätsanforderungen genügen. Wenn Du was in Fensterverkleidungen und in Lackierung investierst, kannst Du auch die Campingfahrzeug-Optik kaschieren. Schau, allein die Glättungsarbeiten des GFK-verstärkten Holzes kosten Dich wochenlange Schleiforgien unter Atemschutz, mehrfaches Füllern und Lackieren am besten mit einer Airless-Anlage (woher nimmst Du die?), um zu einem ansprechenden Ergebnis zu kommen. Du, ich hab ein älteres Holzboot gehabt, das ich zwar ohne laminieren, aber mit einer aufwändigen Reparatur der angefaulten Sperrholzteile und einer Topp-Lackierung soweit hinbekommen habe, dass manchmal die Leut meinten, es sei ein Kunststoffboot..... also ich weiß, wovon ich rede......

Wenn Du die Kabine selbst machen willst und holzbasiertes Material als Basis Dir unverzichtbar erscheint, dann fahr mal nach Haren an der Ems, 10 km nördlich von Meppen, 20 km südlich von Papenburg, Höhe etwa Cloppenburg, zur Firma Röchling. Die stellen dort ein HfK, einen holzfaserverstärkten Kunststoff her, also ein Laminat mit Holzfaser statt Glasfasern. Aus dem werden z.B. Propeller für Sportflugzeuge gemacht, ein traumhaftes Material, aber nicht ganz billig. Da kannst Du Deine verstärkte Außenhaut in 5 oder 6 mm bauen, wenn Du mit dem Gewicht hinkommst und es Dir leisten kannst. Das Zeug bekommst Du in verschiedenen Oberflächen und Farben, wobei das Harz farbig ist und damit des ganze Material durchgefärbt.

Die Idee mit Stahlrahmen und 30 mm Holz ist natürlich sehr solide und bringt auch den Schwerpunkt sicher was nach unten, aber mit unnützem Gewicht, das Du bzw. Dein Auto schleppen und für das Du Sprit bezahlen mußt. Bei 2 oder 2,10 m Breite reicht ein Holzfachwerk aus Hartholzleisten 50 bis 60 X 30 mm (Sägewerk) , wobei die Leitersprossen quer in 25 bis 30 cm Abstand liegen und der Außenrahmen in breiterem Holz, also 55x55 oder 60x60 mm gehalten sein sollte. Die Geschichte wird mit Styrodur in entsprechender Dicke ausgefacht und oben und unten in 6 mm Siebdruck abgedeckt. An das Fahrgestellt kommen 3 Quertraversen etwa 1,80 m lang mit Bolzen hochstehend bzw Bolzenlöchern an den Enden. In der Kabine innen sind 15x15 cm Metallplatten in 8 oder 10 mm Grobblech aufgeschraubt, auch mit dem Bolzenloch, daran wird sie Kabine befestigt. Am Fahrgestell sollten auch ein paar Führungen mit Zentrierfunktion angebracht sein, in die die Kabine beim Herunterlassen gleiten kann, so dass die Bolzenlöcher übereinanderkommen. Wenn Du in der Kabine etwas besonders solide befestigen zu müssen glaubst, kannst Du im Boden an der Stelle eine zusätzliche Traverse einzehen.

Übrigens, Breite ist durch nichts zu ersetzen, ein Zuwachs von 10 cm im Inneren bringt einen Komfortgewinn, den man sich nicht vorstellen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Nimm Dir mal die Zeit, geh zu einem größenern Wohnwagehändler in Deiner Nähe und setz Dich mal mit Deinem Dir nahestehenden Weib in Wägen unterschiedlicher Breite. Dann simuliert mal alltägliche Verrichtungen wie Frühstück machen oder abends zum Lesen oder Fernsehen lümmeln oder oder oder....ihr kennt das ja vom Camping mit Euren bisherigen Vehikeln.... und überlegt mal, wie sich das anfühlt. Bedenkt dabei, dass Euer Komfortbedarf mit zunehmenden Alter wächst. Dass hat nix mit dem Gefühl des es sich leisten müssens oder könnens zu tun, sondern schlicht und einfach mit der zunehmenden Einschränkung der Beweglichkeit und den Wehwehchen...... Wie sagte doch meine weise Frau Mama: "Wenn Du über 50 bist und Dir tut morgens beim Aufwachen nix weh, dann biste tot!"...

Bequemlichkeit garantiert Dir, dass Du Deinem Hobby länger nachgehen kannst, so einfach ist das. Es ist nicht ohne Grund, dass ich heute mit 63 Jahren einen 2,50 m breiten Wowa mit separatem Schlafzimmer fahre, natürlich mit Euromover und einem Zugwagen, der dank Leistung, Allrad und Sperren das Kistchen aus jeder nassen Wiese wieder rausbekommt und auch bei Schneefall oder Regen sich nicht beeindrucken läßt. Und das Ding ist so autark, dass ich jederzeit 3 bis 5 Tage frei stehen kann, wenn ich das will.

So, mein Freund, jetzt kann ich Dich nur noch Deinen weiteren Überlegungen überlassen mit der Empfehlung: "Think big, dream all your dreams, but do reasonable things....." :shock: :idea: :P
Hallo Thomas,

och 130 Jahre wäre schon nicht schlecht.... Nee, aber Du hast den Kern der Sache schon erkannt. Ich habe Lust mir eine Kabine zu bauen, aber einmal für den Rest all meiner Tage reicht mir völlig ! Alle 10 Jahre das durchgerittene Basisfahrzeug wechseln und immer die alte Kabine drauf, fertig. Also soll das Ding ewig halten, von mir aus können sie mich dann auch damit begraben.

Von fertigen Leerkabinen hält mich der Einstandspreis ab. Bei einem Eigenbau kann ich immer nach finanziellen Möglichkeiten vorgehen, auch wenn es so länger dauert. Das wäre ein Projekt, das finanziell so nebenbei laufen würde.Außerdem weiss ich bei einem absolut eigenständigen Aufbau "von Null an" auch gleich, wo ich bei Problemen suchen muss, bzw wo mein Aufbau schwächelt. Bei Leerkabinen stören mich auch die geklebten oder verschraubten Wände, die Verbindungen werden irgendwann sicher die Schwachpunkte werden. Ich möchte eine nahtlose Kabine erreichen, rundum GFK / CFK.

Breite ist sehr wichtig, stimmt absolut. Mein derzeitiger Dethleffs Alkoven hat auch eine Breite von 2,25 m. Wichtiger ist mir allerdings die Möglichkeit, ein schlankes Auto zu erhalten, um entspannter auch mal enge Paßstraßen hochdüsen zu können. Eine Innenbreite von 1,90 m reicht mir völlig, so sollte ich außen mit etwa 2 m auskommen.

Aber bequem sollte das Ganze natürlich trotzdem sein.

Gruß Sönke
Gruß Sönke
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