Strombedarf 12V bei Wechselrichter auf 220V bei 800W

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offroadfun
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Strombedarf 12V bei Wechselrichter auf 220V bei 800W

#1 Beitrag von offroadfun » Do 01 Mär 2007 15:58

Hallo,

ich überlege einen Warmwasserboiler (22 l) von WAECO mit 800W leistung 220V zur Wassererwärmung zu nutzen. Ich fahre einen Luftgekühlten, daher ist die Motorkühlkreis-Anschlieserei nicht möglich.

Meine Frage ist nun, wie groß müssen die Batterien sein, damit ich diesen Boiler mit einem Wechselrichter (hab einen mit 1500w Dauerleistung Spitze 2000W) an das 12V Bordnetz anschließen und betreiben kann.
Die AUfbau-Batterien werden beim Fahren mittels Ladewandler von den 24V Fahrzeugnetz geladen. Batt im Aufbau hat z.zt. 2x88Ah

Für Infos Dankbar

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paulikxp
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#2 Beitrag von paulikxp » Do 01 Mär 2007 16:44

Hi,

eigentlich ist Dein Vorhaben ja energetisch ziemlich unsinnig (wie überhaupt Heizen mit Strom (aus Wärme wird Strom erzeugt, um daraus später mit einem wahnsinnigen Verlust wieder Wärme zu machen)). Im Wohnmobil geht's ja aber oft nicht anders.
Meine Vorgehensweise wird erstmal sein, keine Verbindung zum Kühlkreislauf herzustellen, eine Schnittstelle werde ich aber wohl einrichten. Ich werde eine Gas-Wasser-Heizung von Alde installieren, die dann auch das Warmwasser macht (zwei Möglichkeiten: mit dem in der Heizung integrierten Boiler in Verbindung mit einer Umwälzpumpe das Wasser im zusätzlichen externen Warmwasserboiler erhitzen oder/und durch das Heizungswasser über den Wassermantel des externen Warmwasserboilers).

Zu Deiner Problematik:
800W bei 230V ergeben einen Strom von 3,7A, mithin in einer Stunde 3,7Ah auf der Sekundärseite. Primär ergibt sich bei gut einem Zehntel der Spannung eine Verzehnfachung des Stroms, mithin etwa 35Ah pro Stunde Betrieb.
Das ganze muß noch durch den Wirkungsgrad (z.B. 0,8 bei 80% Wirkungsgrad) geteilt werden, um den ungefähren Stromverbrauch zu ermitteln. In diesem Beispiel kämen wir auf 44 Ah.

Zur Erklärung: P=U*I, also Leistung (P(W)) = Spannung (U(V)) * Stromstärke (I(A)).
Um die Stromstärke zu errechnen, stellen wir die Gleichung um und erhalten I=P/U.
Durch den multiplikatorischen Zusammenhang von Strom und Spannung ergibt sich bei fallender Spannung und gleichbleibender Leistungsaufnahme ein Anstieg der Stromstärke (und umgekehrt).

Gruß,
Björn
Ausbaufotos von Willi unter http://willimobil.wordpress.com

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offroadfun
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#3 Beitrag von offroadfun » Do 01 Mär 2007 17:11

danke björn für die schnelle antwort.

ja es ist natürlich nicht ideal, aber auf die schnelle da kein gas etc. vorhanden die einzigste möglichkeit mit strom.

aber wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist´s bei mir ja noch schlechter, da nicht 10 fach sondern bei 12V ja 20fach also doch so 70Ah oder?? also wohl blödsinn.


grüße
andreas

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Ronald
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#4 Beitrag von Ronald » Do 01 Mär 2007 17:51

Ja, der Leistung ist es egal ob du die mit 12V oder 220V erzeugst :wink:
D.h. deine 800W erfordern 800W / 12V = 66,7 A. Dazu nochmal die 10-20% Verluste im Wechselrichter, dann bist du bei ca. 75A :!:
Allzulange wirst du den Boiler also nicht anschalten koennen...

Dann vielleicht doch eher das Wasser auf dem Kocher erwaermen und dann in einen gut isolierten Tank umfuellen ?!?

Gruss Ronald

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Leerkabinen-Wolfgang
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#5 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 02 Mär 2007 05:16

Hallo, Offroadfun,

de Idee von Ronald ist gar nicht so weit hergeholt. Für meine Alltags-Absetz-Hubdachkabine plane ich etwas ähnliches, da ich den Platz für einen WW-Boiler einfach nicht haben werde: ein Edelstahl-Schnellkochtopf, an den ein Zulauf und ein Ablauf geschweißt werden. Der Zulauf wird dann direkt mit dem Kaltwasserschlauch von der Pumpe verbunden, der Ablauf geht ans Waschbecken/Dusche (mit Thermostatarmatur als Verbrühschutz!). Funktioniert dann wie jeder übliche Boiler.
Schön wäre natürlich eine heißwasserfähige Pumpe, da ich dann den Topf nicht immer voll haben muß und nicht nach jedem Waschen/Duschen eine Kochtopfladung Wasser verlieren würde. Aber eine solche Pumpe habe ich noch nicht gefunden.

Wird der Schnellkochtopf nicht zur WW-Bereitung gebraucht, wird er ganz normal zum Kochen verwendet...

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang


P.S.: nochmals, um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: dies ist eine Planung bei mir - ob's in Realität funktioniert, weiß ich noch nicht!
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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Picco
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#6 Beitrag von Picco » Fr 02 Mär 2007 08:20

Hoi zämä!

Vergesst nicht, dass der Boiler bei voller Leistung schon ohne Wärmeverluste pro Grad Temperaturerhöhung ca. 2Minuten braucht, somit ergeben sich dann pro Grad ca. 2.22Ah... ohne Batterieverluste...

Gruss

Picco

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