Der spinnt Alkoven nachrüsten

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thom
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Der spinnt Alkoven nachrüsten

#1 Beitrag von thom » Di 26 Dez 2006 21:00

Hallo zusammen

Hat jemand schon mal einen GFK Koffer um 30 cm erhöht und einen Alkoven drangebastelt.
Basis wäre RKB Koffer auf Sprinter 313 Radstand 355cm Kofferlänge 380cm Breite 212 cm Höhe 205 cm Gesamthöhe ca 300-310 cm
Durch die Erhöhung wäre dann ein Doppelboden von etwa 30 cm möglich.
Bin gespannt auf eure Meinung.

Gruß thom :roll:

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Leerkabinen-Wolfgang
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#2 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mi 27 Dez 2006 09:18

Hi, Thom,

Gegenfrage: wie sieht der Wandaufbau Deines RKB-Koffers aus, insbesondere die Materialstärken sind interessant. M.W. ist der Koffer nicht mit dem Fahrerhaus verbunden, oder? Falls dies der Fall sein sollte, müßte der Alkoven ja auch freitragend ausgeführt werden, d.h. er dürfte sich nicht auf dem Fahrerhaus abstützen (bzw. müßte hochelastisch abgestützt werden). Wie lang soll der Alkoven werden?

Das alles ist ja wichtig, weil das Gewicht des neuen Alkovens ja irgendwo abgestützt werden müßte.

Viele Grüße
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thom
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#3 Beitrag von thom » Mi 27 Dez 2006 14:39

Hallo Wolfgang

Das sind natürlich nur mal so Überlegungen, da ich ja mein Fahrzeug verkauft habe und an der Planung eines neuen bin,. Wandaufbau gesamt 36mm GFK/Schaum/GFK
Die Platten sind durch Aluprofile miteinander verbunden.
Der Koffer ist mit dem Fahrerhaus verbunden,
Dachausschnitt im Fahrerhaus wegen Durchgang zum Laderaum.,
Abdeckung durch GFK Formteil
Bei meiner Überlegung würde das Dach Komplett abgebaut werden, und als Ersatz für Rückwand und Schiebetüre Verwendung finden da ich keine Schiebetüre noch Doppelflügeltüre im Heck möchte.
Jetzt fehlt also die Dacherhöhung mit integriertem Seitenwandteil für Alkofen, und das neue Dach natürlich.
Wie könnte man die 30cm Erhöhung inkl. Alkovenwand an der vorhandenen Wand befestigen.
Das ganze sollte natürlich auch optisch nach was aussehen.

Gruß thom

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Leerkabinen-Wolfgang
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#4 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mi 27 Dez 2006 15:27

Hi, Thom,

ich gehe nach Deiner Beschreibung davon aus, daß Dein angedachtes Fahrzeug eine große Ähnlichkeit mit dem von Tobi aufweisen dürfte, oder?
Bild

Dann müßte Deine Vorstellung eigentlich relativ einfach umsetzbar sein - gerade bei einem GfK-Aufbau. Du müßtest Dir aus einem (neuen) GfK-Sandwich den neuen Teil der Fahrzeugwand zuschneiden und dann Schaumkante auf Schaumkante kleben. Danach (oder evtl. auch schon davor) müßtest Du den Übergang innen und außen 10-15cm breit anschleifen und mit Glasfaser neu überlaminieren. Gerade bei GfK kann man das angeblich ansatzlos hinbekommen (habe noch keine eigene Erfahrung damit gesammelt), so wie auch Unfallschäden auf diese Weise unsichbar repariert werden können. Gleichzeitig erhältst Du durch das Überlaminieren wieder eine stabile Wandkonstruktion, die ein begehbares Dach tragen kann.
Allerdings würde ich dann in ein weiteres einteiliges Gfk-Sandwichstück investieren, das von der Heckstoßstange hoch bis über Dach, Alkovennase und den Alkovenboden bis zurück an den eigentlichen Koffer geht. Dadurch würdest Du weitere Stabilität gewinnen, auch wenn Du den Alkovenboden dann teilweise wieder aufschneiden würdest. Da der Alkoven dann auch auf dem Fahrerhaus aufliegen würde, ist die Belastung der Koffervorderwand gering, so daß hier vermutlich keine verstärkung notwendig würde.
Abschließend außen wieder ein Aluprofil über den Übergang Dach/Seitenwand, evtl. auch einen Winkel im Fahrzeuginnern und Du hast wieder ein dichtes und zudem stabiles Schneckenhäuschen...

Ich muß zugeben, daß ich mir das handwerkliche Geschick für diese Arbeiten nicht zutrauen würde, aber vielleicht kennst Du ja einen guten Karosseriebauer oder ein Leerkabinenhersteller ist in Deiner Nähe, die Dir zumindest die optischen auffallenden Arbeiten erledigen würden.

Viele Grüße
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#5 Beitrag von VWBusman » Do 28 Dez 2006 12:14

Hallo Tom,

sehe ich das richtig dass Du noch keinen RKB-Koffer hast?
Falls nicht, lass Dir doch mal ein Angebot von einem Kabinenhersteller machen. Dann kannst Du genau die von Dir gewünschten Maße angeben und hast vorallem keine Kältebrücken von den Alurohren und es ist nichts zusammengeflicktes. Die Schiebetür und die Flügeltüren müssten dann auch nicht zugeflickt werden.
Nur mal so als Denkanstoß: Türen zubauen und Alkoven anbauen wird immer ein gestückeltes Werk bleiben. Eine von Grund auf nach Deinen Wünschen gebaute Kabine entspricht bestimmt besser Deinen Anforderungen!?

Gruß Christopher
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#6 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 28 Dez 2006 12:35

Hallo, Ihr zwei,

ich stimme Christopher insofern zu, daß eine echte Kabine etwas 'anderes' ist als ein gestückelter Koffer. Aber wenn Thom das Fahrerhaus mit einbeziehen will und z.B. das ausgeschnittene Fahrerhausdach wegen des leichteren Durchgangs nach hinten haben will (z.B. in Verbindung mit einem hochklappbaren Alkovenbett), dann könnte die Kofferumbauvariante deutlich billiger werden. Ganz klarer Nachteil: ist das Basisfahrzeug hinüber (und das ist evtl. schnell soweit, so wie manche Kurierfahrer ihre Fahrzeuge maltretieren), ist die Kofferrettung immens schwer und teuer; bei einer Leerkabine kann auf leichte Umsetzbarkeit gleich geachtet werden.

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#7 Beitrag von thom » Do 28 Dez 2006 21:15

Hallo Wolfgang
danke erstmal für deine Überlegungen mit dem laminieren so hab ich mir das auch vorgestellt. Was für einen Kleber würdes du für den Schaum empfehlen, ich dachte an icema von Ruderer .
Mit dem Karosseriebauer klappt auch, da ich gelernter Kfz-Mechaniker bin und als Karosseriebauer schon seit 15 Jahren arbeite, und auch schon einige Fahrzeuge lackiert habe.Also die Handwerkliche Fähigkeit wäre da.
Werde mal weiter überlegen und nach der Basis suchen.

Gruß thom :lol:

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#8 Beitrag von thom » Do 28 Dez 2006 21:18

Hallo Christopher

Du hast natürlich Recht das eine komplette Leerkabine von Ormocar, Mabu.usw besser ist.
Aber wenn man mal die
Kabine mit ca 10000 Euro veranschlagt und ein Sprinterfahrgestell mit ca 12000-15000 Euro
Gebraucht so Baujahr 2000 mit ca 150000 Km da kommt man schnell mal auf 25000 Euro +
Ausbauteile ergeben ca 30000- 35000 Euro wohl gemerkt ohne Arbeitszeit.
Dann ist aber das Fahrgestell auch schon 6 Jahre alt.
Für diesen Preis würde es aber auch ein gutes gebrauchtes Womo von der Stange geben.
Da ich aber finanziell nicht in der Lage bin, und auch nicht bereit wäre für ein Selbstbau Wohnmobil dieser Kategorie diese Summe auszugeben, bleibt wohl nur der Umbau eines relativ günstigen Paketkoffers für mich übrig.

Für mich und wahrscheinlich denn Großteil der Selbstbauer steht in erster Linie Beim Selbstbau von einem Wohnmobil der Spaß am Bau, umsetzen der eigenen Ideen, und das möglichst perfekte Mobil für möglichst wenig Dollars.
Wenn du mal auf meine Webseite gehst siehst du wie meine 2 alten Womos aussahen.
Ich denke das hat nichts mit Flickschusterei zu tun.

Wenn natürlich Dollars Nebensache sind sieht das alles ganz anders aus.
Da könnte ich dann auch so richtig loslegen. Den an Ideen würde es sicherlich nicht fehlen.

Gruß thom

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#9 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 28 Dez 2006 21:29

thom hat geschrieben:Wenn du mal auf meine Webseite gehst siehst du wie meine 2 alten Womos aussahen. Ich denke das hat nichts mit Flickschusterei zu tun.
Wow, ich hab' das gerade einmal getan - sieht ja wirklich extrem ordentlich aus. Wo hast Du die tollen Möbelfronten her? Verunfallten Campinghänger ausgeschlachtet?

In Sachen Kleber kann ich Dir leider nicht weiterhelfen - ich habe damit noch keine eigenen Erfahrungen vorzuweisen, deshalb halte ich mich dabei mit Empfehlungen lieber zurück. Übrigens: hast Du auch Erfahrung mit dem Ausbessern von GfK-Schäden? Lackieren ist dabei nicht alles...

Viele Grüße
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#10 Beitrag von thom » Do 28 Dez 2006 22:14

Hi Wolfgang

Die Türchen gab’s bei e-Bay sind von Hymer.
mit dem Gfk hab ich schon öfters gearbeitet, musste vor 2 Jahren
einen Lotus Elise Überschlag 14 Tage lang Lamenieren kannst dir bestimmt vorstellen wie der aussah.

Gruß thom

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#11 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 29 Dez 2006 04:02

thom hat geschrieben:...mit dem Gfk hab ich schon öfters gearbeitet, musste vor 2 Jahren einen Lotus Elise Überschlag 14 Tage lang Lamenieren kannst dir bestimmt vorstellen wie der aussah.
Tja, gute Vorbereitung ist alles... :wink:

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#12 Beitrag von Abgemeldeter User » Fr 29 Dez 2006 11:42

Wenn ich mir den 2004er Ausbau so ansehe, habe ich kaum Zweifel, dass Du anstelle des kurzen Kastens über dem Fahrerhaus auch den größeren Alkovenkasten hinbekommst.

Problem dürfte in Deinen Augen wohl die Statik des höheren und weiter nach vorn ragenden Kastens sein.

Aber erstens hat der ja durch das Ausnutzen des kompletten Wagendachs vom Führerhaus mehr Platz nach vorne, zum anderen könntest Du Durch zwei AluWinkel aus 30x30 Vierkantrohren, die auf dem Kabinenboden stehen, an der Frontwand nach oben gehen und mit den kurzen Armen nach vorn ragen, einiges an Festigkeit in die Konstruktion bringen, obwohl ich glaube, dass es nicht nötig sein wird. Du wirst ja keinen meterbreiten Überhang nach vorn machen wollen.....

Du kannst durch einen Streifen einlaminiertes Rovinggewebe, zwei oder drei Schichten, schräg oben vom Dach die Seitenwand entlang bis in dei Alkovenspitze (innen ließe sich das gut und verkleidbar machen) eine Art "Spannbetoneffekt" erzielen...... so eine interne Aufhängung...... wie ne Hängebrücke.... ich hoffe, Du kannst mir folgen.... :oops:

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#13 Beitrag von VWBusman » Fr 29 Dez 2006 17:14

Hallo Thom,

habe mir gerade auch mal deine website angesehen und muß mich da dem Wolfgang anschließen, mit Flickerei hat das nichts zu tun.
Wollte Dich auch in keinster Weiße beleidigen.
Mein Gedanke war der, das es eben viel geflickte Stellen am Fahrzeug sind wenn Du die Flügeltüren am Heck und die Schiebetür an der Seite erst verschließen mußt und dann noch den Alkoven vorne drauf bauen willst.
Ich schließe mich deiner Rechnung an das es bei der Variante der Leerkabine nicht unbedingt billig wird. Wobei ich ein Sprinterfahrgestell welches nicht gerade im Verteilerdienst war oder auf Baustellen mit 150000km einem Verteilerkoffer mit 80000km vorziehen würde.
Habe auch schon oft mit einem Verteilerkoffer geliebäugelt es aber dann gelassen. Der Zustand der Fahrzeuge welche ich mir angesehen hatte ließ stark zu wünschen üblig. Damit meine ich nicht Gebrauchsspuren sondern das ich bei den Probefahrten erschrocken bin wie ausgelutscht die Fahrzeuge sind ( Lenkung, Getriebe, Motor). Möchte da jetzt nicht pauschalisieren, nur meine Erfahrungen weitergeben.

Als Kfz-Mechaniker und Erfahrener im Karosseriebau hast Du natürlich einige Vorteile mir gegenüber.

Gruß Christopher
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