Kühlkoffer: Mythos zerstört?

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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urologe
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#16 Beitrag von urologe » Di 19 Dez 2006 08:44

falls mehr als eine Person auf das Dach sollen (Party und so) reichen 30 mm Styrodur nicht aus - dann mußt Du fall die Decke frei gespannt ist eben 60mm Styrodur nehmen - das reicht auch bei Actionmobil aus. Durch die leicht positive Wölbung, die das Leichtbaudach sicher hat, um sich selbst zu tragen , hast Du sogar auch bei Deinem Sandwich eine Positive Vorspannung .
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hero
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#17 Beitrag von hero » Mi 20 Dez 2006 11:28

Hallo,
zunächst Dank an alle, die bisher zu diesem Thread beigetragen haben, insbesondere auch
danke für die Tips zum Styrodur-Kleben. Auch wenn die Diskussion inzwischen vom
Titelthema Kühlkoffer etwas abgedriftet ist, möchte ich doch nochmal die "Dachdiskussion"
(Dämmung, Begehbarkeit) beim Plywoodkoffer (ca. 17 mm Wandstärke) mit Leichtbaudach aus GFK
aufnehmen.

Meine Idee: könnte man die Dachdämmung und Stabilisierung nicht auch von innen angehen?
1. 30 - 40 mm Styrodur von innen an die vorhandene dünne GFK-Schicht kleben; dabei
Zug um Zug die die Dachplatte stützenden Stahlprofilblechtraversen entfernen.
2. Ca. 4 mm Sperrholz oder 2 mm GFK ankleben als unterste Schicht des "Eigenbau-Sandwich".
Falls die entstandene Platte tragfähig genug ist (1 Person + Dachlast, d.h. Kanu, Solar, Dachhauben, ...),
fehlt nur noch eine Auflage am Rand, d.h. an den Innenseiten der Aussenwände:
3. Ca. 10 cm breite Streifen von 15 - 20 mm Dicke aus Multipex o.ä. innen ringsum als Auflage an die
Plywood-Außenwände kleben (mit Sika?).

Die Frage ist, ob die Klebefläche der Auflagestreifen an der Außenwand ausreicht. Oder besteht
die Gefahr, dass unter Dauerlast der Kleber nachgibt und die Streifen nach unten wandern?
Schrauben oder Nieten wären unerwünschte Kältebrücken.

Die Vorteile dieser Lösung gegenüber einer außen aufgebrachten Dämmung sehe ich in der
unverbastelten Optik des Koffers und darin, dass alles Selbstgebaute wettergeschützt innen
liegt. Nachteilig ist sicher, dass beim Arbeiten von unten während der Abbindezeit des Klebers
mehr Aufwand mit Stützen o.ä. getroffen werden muss, um die eingebrachten Dachschichten
anzupressen.

Hiermit zur Diskussion gestellt ... :-)

Gruß Hero

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Man kann...

#18 Beitrag von Abgemeldeter User » Mi 20 Dez 2006 12:32

Hallo Hero,

natürlich kann man auch von innen, denn meist hat man in der Innenhöhe ausreichend Platz......
Es gibt aus meiner Sicht nur ein Hindernis, nämlich die dünne und mechanischen Beanspruchungen nur eingeschränkt Widerstand leistende Dachschicht..... (Äste, Begehen etc.)

Wi hatten beim Alukoffer des Feuerwehrautos das Problem, dass wir die Farbe (dieses widerliche Feuerwehrrot in fluoreszierender Farbqualität) abkratzen wollten. Dazu waren von unten die Träger abgestützt, oben hatten wir 50 mm Styrodurplatten, um drauf zu knien oder zu liegen und nur mein Freund mit seiner vergleichsweise Jockeyfigur ist oben gewesen. Trotzdem hatten wir anschließend soviele kleine Wasserundichtigkeiten drin im Dach, dass wir es nur mit einer aufgeklebten Plane dicht bekommen haben.
Die dünne Decke ist das Risiko bei einer Geschichte von unten. Also erstmal testen, wieviel das Dach aushält. Wenn es plan aufliegt, dürfte es mehr aushalten, aber nur eine Beule im Styrodur und du hast einen potentiellen Punkt, wo u.U. das Wasser rein kann.

Es kann natürlich auch zum Problem werden, wenn Du mit der Höhe vom Auto am Limit bist, also schon bei 4 m, und mit einem Deckaufbau an die 4,10 rangehen wirst. Da gibt es doch schon eine ganze Reihe von 4 m - Brücken, die Du nur mit einem mulmigen Gefühl angehst..... eine Rückfahr-Kamera, die man über die Kante peilend nach vorn schwenken kann, wäre kein schlechtes Feature.......

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urologe
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#19 Beitrag von urologe » Mi 20 Dez 2006 17:45

hero hat geschrieben:.
Die Wärmedämmung eines Leichtbaudachs ist nur mit entsprechendem Verlust
an Innenhöhe möglich. Braucht man ein begehbares/belastbares Dach, muss
wohl die gesamte Dachkonstruktion z.B. durch eine GFK/PU/GFK-Sandwichplatte
ersetzt werden. Hat jemand diesbezügliche Erfahrungen?
Gruß Hero
@ Hero,
ich war der Meinung, daß Du einen speziellen Koffer mit niedriger Höhe bereits im Auge hast und Dein Problem die Dachbegehbarkeit ist. Wenn nicht , ist es natürlich einfacher innen das Sandwich zu bilden - aber auch da brauchst Du nur die Mittelschicht und eine tragende Schicht - zB GFK oder innen auch 4mm Multiplex. Dann gehören aber auch innen gescheite Winkelprofile als Krafteinleitung an die Wand ( geklebt oder genietet...) aber nicht eine Auflagefläche von nur 10-15mm einer Holzlatte.
Ansonsten denke ich,wäre es schon gut wenn Du Dir ein bißchen klarer über die Ausmaße Deines zukünftigen Womos wirst, daes wenig Sinn macht ein virtuelles Fahrzeug von 2,80m - 4,10 m Höhe zu diskutieren - das wird ein endlos langer zum Schluß zerredeter Thread, der Dir dann gar keine Hilfe mehr ist.
Ich meine als erstes mußt Du Dir über die Tonnage des Fahrzeugs klar werden - 3,5 bis 7,5to oder über 7,5to -
dann die nächste Überlegung eher Holzbau , zB Möbelkoffer oder GFK im weitesten Sinn. Danach kommen eigentlich erst die Fragen der Dachbelastbarkeit und wie ich die herstelle. Ganz entscheidend ist auch die Frage wo Du bauen willst !
Wenn Du eine Halle(Höhe!!!) hast -möglichst auch noch heizbar- kannst Du alle Bauvarianten angehen. Wenn Du draußen stehst, kommen für meine Begriffe nur Innenausbauten in Frage , sonst kannst Du keinen vernünftigen Zeitplan aufstellen. Es geht nicht nur um Regen ! auch zuviel Sonne kann beim Laminieren hinderlich sein. Dann käme als nächstes die Frage des Grundrisses ! es wäre ja auch möglich Deinen Koffer evtl. als Hubdach auszuführen mit einer zweiten Bettenetage - dann spielt "Dein" jetzt nicht begehbares Dach gar keine Rolle, weil es eh abgeschnitten wird und durch einen Sandwich Deckel ersetzt wird... und,und,und.
Nur als Anregung , nicht um den Thread abzuwürgen. Wieviele Personen,Hunde,Katzen,etc seid Ihr ? davon hängt das Projekt doch ganz wesentlich ab - über 7,5to sollte die Frau auch den LKW-Führerschein machen wollen. :oops:
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#20 Beitrag von hero » Mi 20 Dez 2006 21:37

@Urologe
Natürlich habe ich wie fast jeder, der einen Fahrzeugwechsel im Auge hat, unterschiedliche
Fahrzeuge unterschiedlicher Typen in der engeren Wahl. Anlass meiner Frage ist ein
konkretes Fahrzeug, das aber nur in den Rang "engere Wahl" kommt, wenn die bekannte
Dachfrage für mich lösbar ist. Daten:
3,5 t - Transporter mit Koffer 3,30L x 2,00B x 2,10H (innen) Spier Athlet Plywood mit
weiß-transluzentem Dach aus GFK, Heckflügeltüren, Seitentür rechts. Nutzlast 1050 kg.

Kein Hubdach oder andere Späßchen geplant.
Halle ließe sich organisieren, falls umfangreiche Klebearbeiten außen am Dach erforderlich
sein sollten. Die Lösung von innen würde ich aber wie gesagt vorziehen.

@Alle
Im Übrigen interessiert mich und vielleicht auch andere die Thematik an sich ohne die
Einengung auf einen bestimmten Fahrzeug- oder Koffertyp. Die Mitteilung von
nützlichen Erfahrungen in diesem Bereich - auch wenn diese Erfahrungen nicht unmittelbar
als Problemlöser für meine Anfrage dienen können - ist daher ausdrücklich erwünscht.
Ich finde es z.B. sehr hilfreich, was Thomas im Beitrag oben über die Arbeiten am Alukoffer seines
Feuerwehrautos berichtet.

Gruß Hero

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paulikxp
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#21 Beitrag von paulikxp » Do 21 Dez 2006 09:38

Hallo,
hero hat geschrieben: 3,5 t - Transporter mit Koffer 3,30L x 2,00B x 2,10H (innen) Spier Athlet
Wenn Du nicht nur 1,60m groß bist, sind 2,10m Innenhöhe ohne Isolierung ja ohnehin schon nicht gerade üppig. Davon gehen noch mindestens 10 cm für die Isolierung und Verkleidung von Fußboden und Dach ab, dann mußt Du Dich beim Kämmen und/oder Fönen aber auch schon bücken. Und aufgrund der geringen Gesamthöhe von sicher nicht mehr als 3m kannst Du Dir doch problemlos erlauben, von oben zu isolieren. Ich persönlich würde vermutlich als oberste Schicht auf den vom Urologen vorgeschlagenen Dachaufbau noch eine Siebdruckplatte kleben, 10mm wären da sicher mehr als ausreichend. Aber so kann man da oben noch was befestigen, außerdem würde das Dach damit absolut unempfindlich gegen z.B. Äste.
Soll doch innen isoliert und verstärkt werden, könnte ich mir an den Seitenwänden längs aufgeklebte Holz- oder Aluleisten vorstellen, auf die man die dann darüber folgende Konstruktion quasi auflegt. Damit erhalten die Klebestellen zur Wand mehr Stabilität und es reißt da so schnell nichts aus. Man könnte in den ganzen Deckenaufbau auch noch Holz- oder Aluleisten quer einlegen, um ihn zu stabilisieren. Trotz allem würde ich vermutlich von außen wenigstens eine Siebdruckplatte auflegen, um das GFK vor Beschädigung zu schützen. Rundum schön mit dickem Lack, UV-beständigem "Silikon" (also einen PU-Dichtstoff ohne Silikon ;-)) oder GFK einpacken, dann ist und bleibt das auch dicht. Ich glaube, das werde ich bei mir auch so machen, denn das wabbelige Alublech hält ja doch nix aus.
Vielleicht nehme ich die Alubleche sogar ganz raus, dann kann sich da auch keine Feuchtigkeit einnisten wo keine sein soll. Fragt sich dann nur, wie ich die Quersteifigkeit dann erhalte, denn das möchte ich dem Klebstoff dann doch nicht zumuten. Mal sehen.

Björn
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#22 Beitrag von Abgemeldeter User » Fr 22 Dez 2006 16:04

paulikxp hat geschrieben:.... Fragt sich dann nur, wie ich die Quersteifigkeit dann erhalte, denn das möchte ich dem Klebstoff dann doch nicht zumuten.
Ist doch nicht schwer: Kanthölzer 60x30 oder so quer, die werden seitwärts auf senkrecht in der Wand hochstehende Leisten und auf das Sperrholz der Wandverkleidung aufgelegt. Obendrauf Siebdruck, wenn Du unten drunter eine 9 bis 10 mm dicke Sperrholzplatte als Innendecke verwendest (die wird dann auf der ganzen Länge auf die Seitenwand aufgelegt, aber die Leisten sollten als Stütze unter den Kanthölzern eingezogen werden, vielleicht nur jedes zweite) und mit Styrodur ausfachst, kannst Du locker mit 6 mm auskommen. Alles sontige vom alten Alu- oder Kunsstoffdach fliegt raus.... reines Fachwerkdach.....
Beim LKW passt ja auch da Maß der Platten mit 2,50 x 1,25 ganz gut....
Machste noch Eichenbalken-Imitation aus Schaumstoff drunter, haste ne toll altdeutsche Hütte....hihihih.... war nicht so ernst gemeint....;-)

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#23 Beitrag von urologe » Fr 22 Dez 2006 16:17

@ Thomas,
kommst Du nach Bodenheim ?
wir müssen uns mal unterhalten ! Deine Art, die Dinge anzugehen gefällt mir einfach :wink: immer genau auf den Punkt ohne lange zu fackeln. muß irgendwie mit der truck trial Vergangenheit zusammenhängen ...
liebe Weihnachtsgrüße
Ralf
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#24 Beitrag von Picco » Sa 23 Dez 2006 09:29

Hoi zämä

Vieleicht sehe ich da was falsch...aber die gemachten Vorschläge kommen mir sehr sehr gewichtig vor für einen 3,5-Tonner...
Es soll ja noch Zuladung übrig bleiben!

Gruss und schöne Festtage an alle

Picco

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leider nicht

#25 Beitrag von Abgemeldeter User » Sa 23 Dez 2006 13:59

@ Ralf
Bodenheim wahrscheinlich nicht, lieber Ralf, da sind wir normalerweise irgendwo in Frankreich ...... Aber vielen Dank für das Kompliment, aber Du bist bestimmt auch nicht "ohne"... Deine Beiträge sind irgedwie genauer....durchdachter... geplanter???...als meine, die mehr aus dem Zupacken herkommen. So war auch der Weg meiner Ausbauten.... ich hatte im Kopf so mit und mit eine allgemeine Vorstellung dessen, was ich wollte, heranreifen lassen, dann auch schon die eine oder andere Detaillösung.... dann hab ich mich einfach drangegeben und gebaut.....Probleme wurden "unterwegs, quasi im Sattel" gelöst.... eine detaillierte Zeichnung gabs nicht....

Ok, ich hab das ein oder andere Kataströphchen erlebt wie 450 l Wasser im Womo, als eine Schweißnaht vom ultimativen Nirotank gerissen ist, aber im großen und ganzen hab ich damit einige Womos und zwei Wowas aus- bzw. umgebaut und die haben alle funktioniert......

So kann ich einiges an Erfahrung in Problemlösung hier einbringen und es macht mir Spaß...... Die praktische Ausbauerei hab ich jetzt drangegeben, von Kleinigkeiten mal abgesehen...... da habe ich mein Soll wohl schon erfüllt ..... aber manchmal träumt man doch noch...... ein wenig....
Z.B. ein Geländewomo für Sibirien und die Baltikumstaaten auf 2 - Achser Uralbasis unter Verwendung von zwei NVA-Plastekabinen (durch das Truck Trial hab ich genug Kontakte, um an solche Sachen heranzukommen für kleines Geld) hätte ich im Kopf, aber meine vernünftigere Ehehälfte sagt zu recht: Erst, mein bester, ein Jahr Fitnesstraining mit 25 Kilo abnehmen, Russisch lernen bis zum flüssigen Sprechen und was gegen sie Mücken im Sibirischen Sommer erfinden, dann können wir weiter reden......

Dann denke ich nach und finde Frankreich schön genug für den Rest meines Camperlebens.... :roll: :wink:

@ Pauli
Wenn Du ein unbeschränkt begehbares Dach haben willst, mußt Du Opfer bringen..... :lol: ... das ist z.B. für die Besucher von Motorsportveranstaltungen eine tolle Sache..... bei schönem Wetter mit Liegestuhl unterm Sonnenschirm ...die Box mit den Kaltgetränken daneben..... auf dem Dach des Womo mit unverbaubarer Aussicht auf das Kurvengeschlängel im Brünn sitzen und unten auf der Piste schleift sich ein Valentino Rossi mit Wut im Bauch die Knieschoner durch....ha.... und gleichzeitig hast Du die Rennübertragung live in Eurosport auf dem Schirm.... das hat doch was, da kannste auf meine Leichtbaumöbel zurückgreifen. Übrigens wiegt 2x 2 mm GfK und Schaum auch ganz schön....die Differenz dürfte unter 30 kg liegen.....

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Re: leider nicht

#26 Beitrag von paulikxp » Di 26 Dez 2006 23:04

Hi Thomas,
Thomas Frizen-Fischer hat geschrieben:@ Pauli
Wenn Du ein unbeschränkt begehbares Dach haben willst, mußt Du Opfer bringen..... :lol: ... das ist z.B. für die Besucher von Motorsportveranstaltungen eine tolle Sache..... bei schönem Wetter mit Liegestuhl unterm Sonnenschirm ...die Box mit den Kaltgetränken daneben..... auf dem Dach des Womo mit unverbaubarer Aussicht auf das Kurvengeschlängel im Brünn sitzen und unten auf der Piste schleift sich ein Valentino Rossi mit Wut im Bauch die Knieschoner durch....ha.... und gleichzeitig hast Du die Rennübertragung live in Eurosport auf dem Schirm.... das hat doch was, da kannste auf meine Leichtbaumöbel zurückgreifen. Übrigens wiegt 2x 2 mm GfK und Schaum auch ganz schön....die Differenz dürfte unter 30 kg liegen.....
Danke für Deine Tips. Bin zwar kein Rennsportfan, aber das Dach kann man ja auch zu anderen Gelegenheiten benutzen. Die ohnehin geplante Dachterrasse hatte ich ja an anderer Stelle bereits mal erwähnt. Nur wird die im Aufbau teilweise versenkt, so daß man da oben auch mal - von außen unsichtbar - schlafen kann.
Ich habe mich mittlerweile damit angefreundet, mein Tropfsteinhöhlendach gänzlich zu entfernen. An den sich oben an die Seitenwände anschließenden 90°-Bogen ist zur Dachmitte hin ein Z-Profil angenietet, auf das die Dach-Querspriegel aufgelegt sind, die ihrerseits die Dachbleche versteifen. Wenn ich nun Spriegel und Bleche abnehme, erhalte ich eine wunderbare Auflage für die Siebdruckplatten, die ich allerdings von unten wohl werde versteifen müssen, damit sie nicht unter ihrem Gewicht mittig durchhängen. Auch wenn's eine potentielle Undichtigkeitsstelle werden könnte, würde ich die Platten mit durchgehenden Schloßschrauben mit dem Z-Profil verschrauben.

Könnte etwa so aussehen wie auf der Zeichnung hier.
Bild

Gruß, Björn
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muß es MIR gefallen?

#27 Beitrag von Abgemeldeter User » Mi 27 Dez 2006 00:49

Hi Björn...das gefällt mir so nicht aus zwei Gründen....

1. Aluprofil am Blech, das riecht nach elektrolytischer Korrosion.... mag ich überhaupt nicht am Womo.....

2. Die Statik scheint mir unzureichend. Das ganze Gestell, wo womöglich 4 bis 8 Leute draufrumstehen oder sitzen hängt nur auf dem Aluprofil und das wieder nur am Blechbogen des Daches. Wenn das Blech sich biegt, hast Du ein Problem.....
Außerdem trägt das Holzprofil nicht mit, sondern soll nur das Durchbiegen verhindern....

Ich hab zwar mal einen Alternativvorschlag in paint gemacht, aber den konnte ich mit meinen Kenntnissen hier nicht einfügen..... exotische Technik ....überfordert mich....

Ich hatte das aber weiter oben schon beschrieben....10mm Sperrholz, liegt rechts und links auf der seitenverkleidung und deren Halteleiste auf, die wiederum auf dem Boden stehen. Darüber auch Vierkanthölzer quer, die Zwischenräume ausgefacht mit styrodur. Oben drauf reicht 6 mm Siebdruck. Zum Blech hin wird mit einer aufgeklebten Plastikleiste abgedichtet.

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Re: muß es MIR gefallen?

#28 Beitrag von paulikxp » Mi 27 Dez 2006 19:41

Hallo,
Thomas Frizen-Fischer hat geschrieben:Hi Björn...das gefällt mir so nicht aus zwei Gründen....
Danke :-)
Thomas Frizen-Fischer hat geschrieben: 1. Aluprofil am Blech, das riecht nach elektrolytischer Korrosion.... mag ich überhaupt nicht am Womo.....
Alles oberhalb der senkrechten Seitenwände ist Aluminium hier oben. Die Rundung, das Z-Profil, die originalen Querspriegel, die bisherigen Dachbleche.
Thomas Frizen-Fischer hat geschrieben: 2. Die Statik scheint mir unzureichend. Das ganze Gestell, wo womöglich 4 bis 8 Leute draufrumstehen oder sitzen hängt nur auf dem Aluprofil und das wieder nur am Blechbogen des Daches. Wenn das Blech sich biegt, hast Du ein Problem.....
Das ist klar. Auf diesem Bereich des Daches würde ich auch nur in fernerer Zukunft Solarpanele aufbauen, der Bereich zum Aufhalten ist weiter vorn auf der abgesenkten Terrasse:

Bild

Hier sieht man oberhalb des Ständerwerks die grauen Stahl-Querprofile, auf denen später der Boden der Terrasse zu liegen kommt.

Gruß, Björn[/img]
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Abgemeldeter User

na dann

#29 Beitrag von Abgemeldeter User » Mi 27 Dez 2006 20:51

Erstmal herzliches Danke an Wolfgang fürs Einstellen......

@ Björn: Für Solarpanels und ein nicht begehbares Dach reicht Deine Konstruktion natürlich, obwohl ich auch dann meine Version in schwächerer Form und ruhig am Bogen aufgehängt vorziehen würde, unten mit 4 mm Sperrholz abgedeckt und oben mit 6 mm Siebdruck. Die Stärke der Querleisten, die dann auch 10 mm starke Multiplexstreifen sein könnten, wird durch die Dicke Deiner Isolierung vorgegeben. Mit denen könnte man auch (mit geschickten Einschnitten) das Z-Profil nutzen. Die Konstruktion dürfte dann etwas leichter sein als 16 mm Siebdruck.... :idea:
.... obwohl, beim Hanomag AL 28 unseres Holzfreundes hab ich mich wegen des Gewichtes von Siebdruckplatten ordentlich verschätzt und Dein Auto würde über 50 Kilo rauf und runter noch nicht mal das Losbrechmoment eines Stoßdämpfers bemühen können, das liegt höher.... :D

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#30 Beitrag von paulikxp » Mo 22 Jan 2007 00:27

Hallo,

ein paar neue Bilder gibt's auf meiner Seite, für Thomas das folgende Bild.
Thomas Frizen-Fischer hat geschrieben: Ist doch nicht schwer: Kanthölzer 60x30 oder so quer, die werden seitwärts auf senkrecht in der Wand hochstehende Leisten und auf das Sperrholz der Wandverkleidung aufgelegt. Obendrauf Siebdruck, wenn Du unten drunter eine 9 bis 10 mm dicke Sperrholzplatte als Innendecke verwendest (die wird dann auf der ganzen Länge auf die Seitenwand aufgelegt, aber die Leisten sollten als Stütze unter den Kanthölzern eingezogen werden, vielleicht nur jedes zweite)
Bild

Und noch eins von der Dachterrasse:

Bild

Wird alles noch mit einer UV-beständigen Beschichtung beschichtet ;-)

Gruß, Björn
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