Bedarfsermittlung Ford Transit

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Mayonize
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Bedarfsermittlung Ford Transit

#1 Beitrag von Mayonize » Fr 29 Sep 2006 08:21

Kann mir jemand eine ungefähre Mengenangabe machen für einen Ford Transit 2,5 bezüglich der qm Dämmmaterial?
Das Hochdach ist bereits komplett mit 30 mm x-trem isoliert. Es fehlen noch die Türen hinten, beide Seiten und das "Führerhaus".
Vielleicht hat das jemand schon durchexerziert und kannmir ein paar Zahlen nennen an denen ich mich orientieren kann.

Holzwurm
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#2 Beitrag von Holzwurm » Fr 29 Sep 2006 18:52

Die Zahl 2,5 bezieht sich doch sicher auf das zul. Ges.-gew.? Ansonsten wären der Radstand, also die Länge des Aufbaues wichtig. Wieso kannst Du nicht schlicht zwischen den Holmen im Aubau messen: ist der Wagen schon ausgebaut oder verkleidet? Und weiter: Willst Du keine Fenster einbauen (die von der Dämmfläche abgezogen werden)? In meinen bisher fünf Transits (davon mehrere mit langem Radstand und einer mit Hochdach, einer mit Hubdach) habe ich mir nie die Arbeit mit dem Isolieren der Fahrer- und Ladetüren (auch wegen der vorhandenen Fenster) gemacht, die Fahrzeuge immer mit einer Truma 1800 E und zwei Gasflaschen mit 5 Kg versorgt. Nie habe ich eine Grenze erreicht, weder bei der Gemütlichkeit noch bei der Gasversorgung - oder willst Du richtig Wintercamping feiern?
Herzlich
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Mayonize
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#3 Beitrag von Mayonize » Fr 06 Okt 2006 12:48

Holzwurm hat geschrieben:Die Zahl 2,5 bezieht sich doch sicher auf das zul. Ges.-gew.? Ansonsten wären der Radstand, also die Länge des Aufbaues wichtig. Wieso kannst Du nicht schlicht zwischen den Holmen im Aubau messen: ist der Wagen schon ausgebaut oder verkleidet? Und weiter: Willst Du keine Fenster einbauen (die von der Dämmfläche abgezogen werden)? In meinen bisher fünf Transits (davon mehrere mit langem Radstand und einer mit Hochdach, einer mit Hubdach) habe ich mir nie die Arbeit mit dem Isolieren der Fahrer- und Ladetüren (auch wegen der vorhandenen Fenster) gemacht, die Fahrzeuge immer mit einer Truma 1800 E und zwei Gasflaschen mit 5 Kg versorgt. Nie habe ich eine Grenze erreicht, weder bei der Gemütlichkeit noch bei der Gasversorgung - oder willst Du richtig Wintercamping feiern?
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Holzwurm
2,5 L Turbodiesel. :D
Es ist ein ehemaliger Transporter mit "normalem" Randstand, der schon ausgebaut ist. Hinten an den geteilten Türen ist quer die Küche eingebaut und im Hochdach sind Fächer und Schränke. Ausserdem ist eine Sitz/Schlafbank drin. Das Hochdach ist komplett isoliert. Aber das Fahrzeug hat Fenster. Ohne die Scheiben vorne sind es 1 an der Schiebetür, 2 an den hinteren Türen, 3 an den Seiten.
Ich hab auch eine Truma 1800 aber das Problem ist:
Ich fahre mit dem Auto nur im Winter weg und in Österreich im Januar waren es nachts 10 Tage lang immer um die Minus 25-30 Grad.
Ich hab jetzt nicht gefroren im Auto, aber der Boden ist gefroren. Die Fenster waren zugeeist und im Führerhaus war Sibirien. Das möchte ich in Zukunft weitestgehend vermeiden. Ich bin keine Frostbeule, aber bei Minus 28 ist ein "untenrum" unisoliertes Auto recht frisch (16 Grad Innentemperatur)

UweN
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#4 Beitrag von UweN » Mo 09 Okt 2006 10:19

Hallo,

"normaler" Radstand vom kurzen oder vom langen Transit?
Beide sind recht häufig, aber es macht schon einen gehörigen Unterschied beim Materialbedarf.

Mein Tipp:
Besorg Dir einfach einen grösseren Posten Trocellen und kleb so viel wie möglich in den Kasten, wenn Du tatsächlich mit dem Bus bei solchen Temperaturen zum Campen gehst.

Auf den Boden würde ich einfach eine dicke Isoliermatte legen, dann hast Du jedenfalls warme Füsse, wenn Du sockig im Auto rumläufst und der Boden strahlt keine Kälte ab.

Die Fenster müssen natürlich auch isoliert sein. Wenn sie keine Isolierscheiben haben, kann man sie z.B. mit Matten aus Luftpolsterfolie zuhängen, das isoliert gut und lässt noch Licht durch.

Und dann würde ich Dir noch zu einer Truma E-2800 raten, die einfach mehr Wärmeleistung hat und mit den 2 Ausströmern am Gehäuse kannst Du die Wärme auch besser im Fahrzeug verteilen.

Die 1800er hatten wir in unserer kleinen Bimobil-Kabine auch und sie hat auch bei -18° C noch gut warm gemacht, aber die Kabine ist bestimmt auch besser isoliert gewesen als Du das in einem Kasten hinkriegst. Der hat einfach zu viele Kältebrücken über die Rahmenteile.
Du müsstest ja alle Blechteile mit Iso-Material bekleben um die zu vermeiden.

Gruss
Uwe
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FraBer
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#5 Beitrag von FraBer » Mo 09 Okt 2006 11:03

Hallo,

bei solchen Temperaturen war ich mit meinem Transit zwar noch nicht unterwegs, aber bis -5 habe ich auch schon genächtigt :) (auch Truma 1800).

Da ich am WE gerade den Boden wegen anstehender Schweißarbeiten an den Radkästen raus genommen habe, kann ich Dir ja mal sagen wie er bei mir aufgebaut ist. 1,5cm x-trem Isolator direkt auf dem Blech und darüber eine 2cm Sperrholzplatte. Fußwarm ist zwar was anderes, aber das ist so schon ganz ok. Wenn Du also dort mit 3cm ran gehst sollte es reichen. Das die 1800er die Kiste nicht warm bekommen hat, habe ich noch nicht erlebt. Ich benutze sie im Winter mit Zeitschaltuhr als Standheizung und letzten Winter hatten wir ja auch hier -28°C :evil: und mit 1 Std. Heizzeit hatte ich beim Losfahren immerhin mollige 18°C im Auto.
Ach ja, die Türen und Wände hat irgendwer mal mit Bauschaum ausgespritzt. Sicher nicht die schöne Lösung, aber da hatte ich keinen Einfluss drauf.

Viele Grüße
Frank

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#6 Beitrag von Mayonize » Mo 09 Okt 2006 11:52

Also es war im Auto nicht kälter als 16 Grad (plus) und das bei einer Aussentemperatur von um die 30 grad. Ich denk die Heizung reicht schon aus. Aber isoliert werden muss unbedingt.
Ist Dämmschaum aus der Dose etwas für zwischenräume?

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Krabbe
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#7 Beitrag von Krabbe » Mo 09 Okt 2006 12:06

Hi,

PU-Schaum aus der Dose isoliert zwar recht gut, hat aber zwei gravierende Nachteile:
1. Zieht der normale Bauschaum Feuchtigkeit. Deshalb sollte wenn, dann nur zu Brunnenschaum gegriffen werden, der das Problem wohl nicht haben soll.
2. Wenn Du irgendwo PU-Schaum sprühst, dann kannst Du in dem gesamten Bereich nicht mehr schweissen, weil sich das Zeug sonst entzünden kann. Aus diesem Grund würde ich mir gut überlegen PU-Schaum im Kastenwagen zu versprühen. Und den schon garnicht in Holme sprühen.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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#8 Beitrag von FraBer » Mo 09 Okt 2006 12:25

Da kann ich Krabbe nur zustimmen!!!
Das Zeug wieder rauspopeln ist ne riesen Sauererei.
Bisher konnte ich den Rott an den entsprechenden Stellen noch mit Glasfasermatten und Polyester beseitigen, aber mit graut vor ernsten Reparaturen. Also bitte nur Matten verkleben, es sei denn Du willst das Fahrzeug in absehbarer Zeit abstoßen.

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#9 Beitrag von Mayonize » Mi 11 Okt 2006 08:09

Nein. Dann kein Bauschaum. So wie es aussieht komm ich in den nächsten Tagen in Troisdorf vorbei, dann wird da mal eingekauft. :D

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#10 Beitrag von FraBer » Mi 11 Okt 2006 09:29

Hi noch mal,

vielleicht noch ein Tipp damit dir nicht auch die Radkästen wegrotten. Nachdem ich nun alles raus habe, habe ich endlich auch den Grund des durchrostens gefunden. Beim Ausbau wurde der Boden und die Wände isoliert. Die Radkästen waren unter den Schränken und hatten keine Isolierung :evil: . Das führte dazu, das hier Kondenswasser entstanden ist und das hat sich in die Spanplatte, die für den Boden benutzt wurde, gezogen.
Werde wenn nach den Reparaturarbeiten die Isolierung hoch ziehen und keine Spanplatte, sonder OSB4 Bodenplatten rein legen. Die sollten keine Feuchtigkeit aufnehmen.

Viele Grüße
Frank

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paulikxp
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#11 Beitrag von paulikxp » Mi 11 Okt 2006 12:16

Krabbe hat geschrieben: 2. Wenn Du irgendwo PU-Schaum sprühst, dann kannst Du in dem gesamten Bereich nicht mehr schweissen, weil sich das Zeug sonst entzünden kann. Aus diesem Grund würde ich mir gut überlegen PU-Schaum im Kastenwagen zu versprühen. Und den schon garnicht in Holme sprühen.
Das Zeug schwelt vor sich hin und ist nach meiner Erfahrung selbstverlöschend. Aber: beim Verbrennen bildet sich sehr giftige Blausäure, die noch dazu korrosiv wirkt. Also auf jeden Fall Finger weg!
Durch seine stark aufblähende Wirkung sind Bleche zudem verformungsgefährdet, vor allem bei großen Flächen (Türinnenräume). Das letzte Gegenargument ist, daß das Ausschäumen von blechernen Hohlräumen ohnehin recht witzlos ist, weil das Blech trotz allem eine durchgehende Verbindung von außen nach innen hat und damit unverändert die Kälte in den Innenraum transportiert.

Gruß, Björn
Ausbaufotos von Willi unter http://willimobil.wordpress.com

Holzwurm
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#12 Beitrag von Holzwurm » Do 12 Okt 2006 19:08

Von der Isolierung zurück zu den Fenstern: Es gibt für den Originaltransit (wenn er als Busversion gekauft wurde) im hinteren Raum Schiebefenster- sind Deine Fenster solche? Wenn ja, keine Chance für eine Isolierung. Die Fenster in den Hintertüren kannst Du durch Doppelfenster ersetzen. Z.B. bei Reimo. Und wenn Du die Fahrzelle nicht für den Standbetrieb brauchst, würde ich ihn (wie früher in den Kneipen) durch einen isolierten Vorhang trennen.
Herzlich
Holzwurm

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#13 Beitrag von Holzwurm » Do 12 Okt 2006 19:13

Noch ein Nachtrag: Wenn Du die Glasfenster durch eine vorgebaute Plexischeibe zum Doppelfenster machen möchtest, bekommst Du ein dickes Problem mit dem eben doch gefrierenden Wasser an der Scheibe, da Du dieses nicht mehr wirst entfernen können!
Herzlich
Holzwurm

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#14 Beitrag von Mayonize » Mo 23 Okt 2006 12:42

Also. Ich hab im Wohnbereich ein Schiebefenster. Das wird offen bleiben. Alle anderen werden von aussen mit Folie zugeklebt und von innen wollte ich mit x-trem isolieren. Nicht schön..aber macht ja nichts.

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