LKW-Koffer als Leerkabine???

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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richie45
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LKW-Koffer als Leerkabine???

#1 Beitrag von richie45 » Do 13 Jul 2006 13:09

Hallo Leute,

Ich habe gerade euer Forum entdeckt und bin hellauf begeistert!

Seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken über einen neuen, größeren Selbstausbau. Bisher bin ich immer mit meinem Womo-Selbstbau auf der Basis Ducato 230L (hoch & lang) unterwegs gewesen. Nun plane ich aber eine längere, mehrmonatige Reise und dafür ist der Duc einfach zu klein. Daher muss nun ein neues Basis-Fahrzeug mit reichlich Platz und wenig Gewicht her.

Das Problem: Ich habe nur einen B-Führerschein, also bis max. 3,5t zGG., und keine Lust nochmal einen neuen C1 oder C-Führerschein zu machen - das Geld dafür würde ich natürlich lieber in den Ausbau stecken ... (zumal man den Schein dann alle 5 Jahre verlängern lassen müsste)

Zuerst habe ich an einen Wohnbus gedacht, aber da ist unter 7,5t so gut wie nichts zu machen. Die nächste Idee war ein LKW mit Kofferaufbau. Nach einigen Recherchen habe ich dann sogar ein paar Modelle ausfindig gemacht (z.B. Mitsubishi Canter), die mit Koffer ein Leergewicht von etwa 2375 Kg und ein zGG. von 3,5t - d.h. eine Zuladung von satten 1125 Kg haben!

Eigentlich die ideale Ausgangsbasis für einen Selbstausbau, zumal die "Leerkabine" ja schon dabei ist und je nach Aufbau (Alu, Plywood etc.) nur noch mehr oder weniger isoliert werden müsste. Eine Leerkabine von dieser Größe würde im Selbstbau a la Ormocar gut das 10-fache kosten (Ohne Basisfahrzeug). Allerdings sind mir die Koffer mit ca. 3 - 4 m Länge und 2 - 2,2 m Breite und Höhe noch etwas zu klein. Größere Koffer gibt erst bei LKW bis 7,5t mit bis zu 6,5 m Länge, 2,5 m Breite und 2,5 m Höhe. Das wäre genau meine Kragenweite!

Ich habe keine Ahnung was so ein Koffer wiegt, aber meine Idee war nun, einen LKW in der o.g. Gewichtsklasse bis 3,5t zu besorgen und den kleinen Koffer einfach gegen einen gößeren auszutauschen. Die Rechnung sieht ungefähr so aus:
Wenn der LKW mit einem 4-Meter-Koffer ein Leergewicht von nur 2375 Kg hat und der Koffer ein (geschätztes) Eigengewicht von etwa 600 Kg hat, dann dürfte das LKW-Fahrgestell nicht mehr als 1800 Kg haben.

Selbst, wenn der neue Koffer mit 6 m ein Eigengewicht von 1000 Kg hätte, läge das Leergewicht des LKW noch bei rund 2,8t , was immerhin noch eine Zuladung von 700 Kg bedeuten würde. Für einen (spartanischen) Ausbau dürfte das eigentlich noch ausreichen. Der Radstand liegt bei diesen Modellen zwischen 3 und 4 Metern, d.h. der Überhang der Kabine bzw. des Koffers würde bis zu 50% betragen.

Und jetzt meine Frage(n):

Kann mir jemand Tipps geben, wie man soetwas bewerkstelligen kann, oder gibt es irgenwelche Bedenken bezüglich des Gewichts, der Abmessungen oder des Überhangs? Ist das Überhaupt machbar oder gibt es dann Probleme mit dem TÜV etc.? Was wiegt so eine Kabine überhaupt? Kann man das irgendwie berechnen? Hat das schon mal jemand gemacht?

Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Gruß
Richie

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Leerkabinen-Wolfgang
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#2 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 13 Jul 2006 15:45

Hallo, Richie,

herzlich Willkommen!


weil Du gerade den Canter angesprochen hast, habe ich mir einmal dessen technische Daten angeschaut. Der längste Canter, der eine Aufbaulänge von 5,5m zuläßt, hat als Fahrgestell - d.h. ohne Pritsche oder gar Koffer - ein Leergewicht von über 2,2t, da bleiben noch nicht einmal mehr 1300kg Zuladung bis zur 'magischen Grenze'. Rechne einmal für Möbel, Technik, Fenster, Wasser- und Gasvorräte 500-600kg, Vorräte, Klamotten, Beifahrer etc. noch einmal 200kg, da bleiben für die Kabine gerade noch 500kg übrig. Ganz grob pi-mal-Daumen kannst Du 8kg/m² Sandwichplatten rechenen (mit Verstärkungen oder bei dickeren Wänden auch 10kg/m²). Bei einem Aufbau von 5,5m Länge, 2,2m Höhe und 2,3m Breite kommst Du (ohne Alkoven) auf 60m² - entspricht 480-600kg.

Du siehst das Problem?

Bei anderen Fahrzeugen der 3.5t-Klasse sieht das nicht gravierend anders aus; man muß sich also sehr genau durchrechnen, was möglich ist.
Es gibt da noch so eine andere pi-mal-Daumen-Regel: mir 3,5t kannst Du ein 6m langes Fahrzeug gut bauen, jeder Zentimeter darüber bedeutet Verzicht... Nur Spezialhersteller wie Froli schaffen es, ein echtes 3,5t-Mobil mit 7m Länge zu bauen - aber da wird wirklich mit jedem Gramm gegeizt.

Umgekehrt ist es da viel leichter: für 6m Länge einen 5-Tonner zu benötigen: mein 'Dicker' ist das beste Beispiel (allerdings habe ich auch 300 Liter Frisch und insgesamt über 350 Liter Abwasser, 120kg Gastank, eine Haushaltsduche, Massivholzmöbel etc.)...

Quinteszenz: versuche den zur Verfügung stehenden Raum optimal zu nutzen und dafür kleiner zu Bauen - dann kann das Ganze auch gut funktionieren. Du willst ja nicht am Ende nur mit einer Zahnbürste auf Tour gehen und die Partnerin vor der Tür stehen lassen müssen...

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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richie45
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#3 Beitrag von richie45 » Do 13 Jul 2006 17:11

Hallo Wolfgang,

Danke für die prompte Antwort. Allerdings bin ich da jetzt etwas verwundert, denn die Daten, die ich in meinem Rechenbeispiel zugrundegelegt hatte, habe ich mir ja nicht ausgedacht.

Darauf gekommen bin ich überhaupt nur durch eine Auktion bei ebay, wo ein Canter mit genau diesen Daten verkauft wurde:

Leergewicht (Mit Koffer): 2375 Kg
Zul. Gesamtgewicht: 3500 Kg
Nutzlast: 1125 Kg

Fahrzeugmaße: 6,20 x 2,30 x 3,00 m
Koffermaße: 4,30 x 2,20 x 2,20 m

Nachzulesen unter: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... %3AIT&rd=1

Jetzt ist natürlich die Frage, welche Daten stimmen? Die von dem Datenblatt oder die Angaben des Verkäufers, wobei ich mir nicht sicher bin, ob sich über die Jahre etwas am Gewicht der Baureihen verändert hat, da der Canter aus meinem Beispiel bereits von 1997 ist. Die angebenen Achslasten stimmen ja auch nicht mit dem Datenblatt überein.

Bei dem angebotenen Canter handelt es sich ja um einen Möbelkoffer, d.h. vermutlich Aluaufbau außen mit Aluskelett und Sperrholzplatten innen (sieht jedenfalls auf den Bildern so aus). Alles in allem, wenn ich deine Formel beherzige, wahrscheinlich etwas schwerer als ein Sandwichaufbau und daher mit 10Kg/m² gerechnet, etwa 475 Kg für den Aufbau (bei 4,30 x 2,20 x,20 = 47,5 m² Fläche). Wenn ich das nun vom Leergewicht des Canters abziehe, ergibt sich ein Eigengewicht von 1900 Kg für das reine Fahrgestell.

Jetzt mal den von dir berechneten Koffer (5,50 x 2,20 x 2,30) mit ca. 600 Kg dazu gerechnet, ergibt das wiederum ein Leergewicht von 2500 Kg, also immernoch 1000 Kg Zuladung!

So würde es dann jedenfalls wieder funktionieren, nur ist auf den Bildern wiederum nicht zu erkennen, welchen Radstand das Fahrgestell hat, was ja entscheidend wäre für den Überhang des Koffers.

Wieviel Überhang ist eigentlich erlaubt (oder möglich) bevor das Ding überkippt?


Gruß
Richie

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VWBusman
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#4 Beitrag von VWBusman » Do 13 Jul 2006 20:13

Hallo Richie,

willkommen im Forum.

Vergess mal einen Moment deine Rechenspiele und überleg was Du möchtest. Also was für eine Ausstattung in den Koffer soll.
Du wiedersprichst Dir einwenig selber in deinem Bericht. Auf der einen Seite möchtest Du einen irre großen Koffer und auf der anderen Seite sprichst Du von einem spartanischen Ausbau!? Das beißt sich in meinen Augen etwas. Nehm doch den 4m Koffer und bau ihn aus.
Wenn Du zuviel Hecküberhang hast besteht gefahr das Du die Hinterachse mit wenig zugeladenem Gewicht schon überlädst. Da die Last, je weiter sie von der Achse entfernt ist, immer stärker aud die Achse drückt. Was bringt Dir also ein großer Hecküberhang wenn Du die Achse im fast unbeladenen Zustand schon fast überlädst?
Wenn Du genaue angaben zu den Leergewichten willst geh zum Händler und hohl Dir Prospekt, da meiner Erfahrung nach die Internetangaben nicht immer so genau stimmen. Aber auch die im Prospekt aufgeführten Angaben haben immernoch Tolreanzen, was bedeutet das ein Fahrzeug mit etwas Mehrausstattung schnell mal 100kg mehr wiegen kann. Nimmt man noch die Gewichtstoleranz von ca.100kg dazu hast Du ganz schnell nicht mehr die im Fahrzeugprospekt angegebenen Werte.
Du solltest außerdem noch beachten das Du nach dem Ausbau etwas zuladen möchtest und das wiegt auch. Für zwei Personen sind 300kg Zuladung nicht die Welt. Du mußt immer alles rechnen was Du mitnehmen willst. Bettzeug, Klamotten, Hygieneartikel ( Handtücher, Schamoo,etc.) Frischwasser, Lebensmittel, einpaar Bücher oder CDs und und und... alles wiegt.

Mach Dir eine Checkliste auf welche Du aufführst was alles in deinen Koffer rein soll und dann nehm Dir einen Zubehörkatalog und schau mal nach was die Ausstattung so alles wiegt.

Gruß Christopher
VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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Leerkabinen-Wolfgang
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#5 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 13 Jul 2006 20:21

Hallo nocheinmal, Richie,

die alten Sprinter hatten als 3,5-Tonner auch immer ein Fahrgestell von 1800-2000kg, das neue Modell scheint deutlich schwerer zu sein - vielleicht ist das bei dem Canter ebenso.

Ich weiß ja nicht, wohin es Dich zieht, aber anstelle nach einem Möbelkoffer o.ä. zu schauen, würde ich eher nach einem Kühlt- oder gar Tiefkülkoffer schauen - hier hast Du nämlich schon die Dämmung, die Du in den Möbelkoffer erst noch einbauen müßtest - mit dem entsprechenden Zusatzgewicht.

Grundsätzlich haben Mitsubishi Canter, Nissan Cabstar und VW LT1 einen gemeinsamen Vorteil gegenüber Sprinter, Ducato und Co.: siew sind Frontlenker, d.h. das Fahrerhaus beginnt an der Stoßstange. Dadurch gewinnst Du mwehr Kabinenlänge bei gleicher Aussenlänge. Allerdings haben alle drei Fahrzeuge auch einen gemeinsamen Nachteil: sie sind schwach motorisiert. Die 55kW von Deinem mobile.de-Canter ziehen weiß Gott nicht die Butter vom Brot.

So, werde gerade zum Essen gerufen, später mehr...

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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#6 Beitrag von richie45 » Do 13 Jul 2006 22:59

Hallo Christopher,

Auch dir vielen Dank für deine Anregungen. Allerdings sehe ich es nicht unbedingt als Widerspruch, wenn man einen großen Koffer mit einem spartanischen Ausbau realisieren möchte, wobei sich das "spartanisch" vielmehr auf den Gewichtsaspekt bezog, als auf den Qualitätsaspekt.

Es gibt auch Leute, die stellen sich in ihren Wohnbus einen Eichenschrank und eine Ledercouch-Garnitur und dazu noch je 400 Liter Frisch- und Abwassertanks etc. Das ist natürlich alles kein Problem, wenn man keine Gewichtsbeschränkungen beachten muss (z.B. bei einem 11-Tonner). Ich denke aber, daß das auch etwas bescheidener geht, zumal ich das eben alles auf der 3,5t-Basis realisieren möchte bzw. muss.

Um nochmal auf die Größe des Koffers zurückzukommen: Platz ist bekanntlich in der kleinsten Hütte. Und mit meinem Ducato (ohne Alko) mit Sitzecke, Küche, Dusch- WC, separatem Bett (damit ich die Sitzecke nicht dauernd umbauen muss) und reichlich Schränken, Stauräumen und einem geräumigen "Kofferraum" unter dem Bett, bin ich im Urlaub auch immer wunderbar zurecht gekommen.

Aber darum geht es hier gar nicht, denn ich möchte mit dem Koffer nicht nur mal eben zwei Wochen in den Urlaub, sondern mehrere Monate darin leben. Die Ausstattung wird sich im Wesentlichen nicht von der des Ducato unterscheiden, aber wenn man darin leben möchte, braucht man schon noch etwas mehr Platz als einen 1,5 x 0,5 Meter schmalen Gang vom Bett zur Küche, zum Klo und wieder zurück. Deshalb soll ein möglicht großer Koffer her, der neben den (relativ) wenigen Einrichtungsgegenständen auch noch etwas Platz zum leben zulässt. Und wie gesagt, das alles im Rahmen eines 3,5-Tonners.

Das Problem bei allen Wohnmobilen ist ja, daß man nicht beliebig in die Breite gehen kann. Bei maximal 2,40 m ist in der Regel Schluss. Daher war mein erster Gedanke, möglichst weit in die Länge zu gehen, solange es das Basisfahrzeug noch zulässt. Inzwischen denke ich aber auch über Alternativen nach: Da es auch Koffer jenseits der 2 Meter gibt, bestünde natürlich auch die Möglichkeit, noch etwas in die Höhe zu bauen.
D.h. mit einem 3 Meter hohen Koffer könnte man z.B. auch eine Art Hochbett realisieren (vielleicht noch im Zusammenhang mit einem Alkoven-Anbau). Dann müsste der Koffer natürlich auch nicht so super lang sein.

Im Grunde sehe ich beim Überhang und der damit verbundenen Gefahr der Überladung das größte Problem und vielleicht hast du recht und es würde bei entsprechender Planung auch ein 4 oder 4,50 m-Koffer tun.

Gruß
Richie

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#7 Beitrag von KlauDa » Fr 14 Jul 2006 00:02

richie45 hat geschrieben: Darauf gekommen bin ich überhaupt nur durch eine Auktion bei ebay, wo ein Canter mit genau diesen Daten verkauft wurde:

Leergewicht (Mit Koffer): 2375 Kg
Zul. Gesamtgewicht: 3500 Kg
Nutzlast: 1125 Kg
Hallo zusammen.
Um die netten Rechenspiele mal um eine reale Variante zu ergänzen, nachfolgendes Beispiel :
Laut BIMOBIL – Prospekt / Technische Daten ergäbe sich ein Kabinengewicht von 395 Kg bei 600 Kg verbleibender Zuladung für das Fahrzeug.
Die Wiegebescheinigung des TÜV zeigt ein reales Gewicht der Kabine von 1034 Kg ( noch nicht voll beladen ! ).
Was habe ich da wohl nachträglich eingebaut ?? Bleiplatten in den Wänden oder 10 Solarbatterien oder....?
Mitnichten – neben dem Fahrradträger so simple Teile wie ein Solarpanel und eine zusätzliche Batterie etc.
Die Wechseleinrichtung war in der Prospektangabe sicher auch nicht drin, obwohl darauf verwiesen wird.
Was lehrt uns das ? Man sollte nicht unbedingt alles glauben, was so geschrieben steht.
Nachzulesen, sofern man zweifelt : >>link entfernt <<
Zuletzt geändert von KlauDa am Mo 11 Dez 2006 19:15, insgesamt 2-mal geändert.
Gruss ; Klaus

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#8 Beitrag von richie45 » Fr 14 Jul 2006 00:11

Hallo Wolfgang,

Mit den verschiedenen Koffern hast du natürlich recht. Ein Möbelkoffer ist vom Aufbau her relativ schwer und müsste zudem noch isoliert werden. Ein Kühlkoffer hingegen ist, wenn es ein richtiger ist (bis -30°C), zwar gut isoliert, aber die Wände sind dann mit 50-60mm vielleicht doch etwas zu dick und zu schwer. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich wohl einen GFK-Koffer mit PU-Schaumfüllung (z.B. von Kögel) bevorzugen.

Aber wie wohl bei jedem, ist auch bei mir das Budget eher bescheiden, d.h. es wird wohl sowieso auf einen Gebrauchtwagen hinauslaufen. Ich habe mit auch nicht auf den Canter oder irgendein anderes Modell festgelegt - je leichter, desto besser! Es kann von mir aus auch ein Ducato-Fahrgestell mit einem Radstand von 4 m sein oder eben ein Sprinter ...

A propos Sprinter: Welche "alten" Sprinter meinst du denn (bis zu welchem Baujahr)? Die 1800 - 2000 Kg Leergewicht klingen ja doch schon interessant, zumal, wie du schon sagtest, der Sprinter in der Regel besser motorisiert ist.

Gruß
Richie

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#9 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 14 Jul 2006 09:14

Hallo, Richie,

wenn Dir der Tiefkühlkoffer zu dicke Wände hat, kann ich das verstehen. Bleibt ein Kühlkoffer für Frischetransporte, z.B. Canter 1 oder Canter 2 - oder als Sprinter. Sehr gut gefällt mir auch dieser Mercedes 410D.

So, daß nur einmal als Denkansatzt, wobei keines der Fahrzeuge 100% optimal ist, aber für mehr habe ich im Augenblick keine Zeit...

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
Zuletzt geändert von Leerkabinen-Wolfgang am Fr 14 Jul 2006 10:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: LKW-Koffer als Leerkabine???

#10 Beitrag von paulikxp » Fr 14 Jul 2006 09:47

Hallo!
richie45 hat geschrieben: Das Problem: Ich habe nur einen B-Führerschein, also bis max. 3,5t zGG., und keine Lust nochmal einen neuen C1 oder C-Führerschein zu machen - das Geld dafür würde ich natürlich lieber in den Ausbau stecken ... (zumal man den Schein dann alle 5 Jahre verlängern lassen müsste)
Da muß ich mal eben einhaken: hast Du den alten 3er Führerschein? Wenn ja, dann hast Du, solltest Du unter 50 sein, die Berechtigung, bis 7,49t zu fahren. Wenn Du bereits einen neuen Scheckkarten-Führerschein hast, wurde das nicht automatisch umgetragen und ich weiß nicht, ob das nachträglich noch funktioniert.
Die 5-Jahre-Regel gilt nur bei Busführerscheinen (D1/D), beim C1/C erst ab dem 50. Lebensjahr.

Gruß, Björn

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#11 Beitrag von richie45 » Fr 14 Jul 2006 11:23

Hallo Björn,

Vielen Dank für den Hinweis. Leider habe ich nur den Führerschein Klasse B.
Ich hatte früher mal den alten 3er, musste ihn aber 1999 neu machen. Da 1999 die Umstellung von altem 3er auf B-Klasse stattfand, bekam ich dann nur noch die Klasse B ohne die Zusätze BE, C1 und C1E. Dumm gelaufen, ist aber so.

Die Regelung mit der 5-Jahres-Verlängerung gilt inzwischen auch für die C-Klasse, d.h. nur noch die C1 und C1E sind bis zum 50. befristet.

Gruß
Richie

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#12 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 14 Jul 2006 12:01

richie45 hat geschrieben: A propos Sprinter: Welche "alten" Sprinter meinst du denn (bis zu welchem Baujahr)?
Ich denke an die Typen von 1996-2006, die gerade von derneuen Generation abgelöst werden. Übrigends: Auch Ducato und Ford Transit liegen in der gleichen Leergewichtsklasse, nur der Daily ist - aufgrund seiner LKW-Konzeption - schwerer.

Viele Grüße
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#13 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 14 Jul 2006 13:01

Hallo, Richie,

ich schon wieder...

Ich weiß ja nicht, wo es bei Dir hingehen soll und wie lange Du an einem Platz bleibst, aber es gibt Markiesen, die sich leicht zu einem Vorzelt erweitern lassen - da hättest Du dann den nötigen 'Luftraum'.

Ansonsten: Dir scheint ja ein festes Bett recht wichtig zu sein - das kostet immer eine Menge Platz. Wenn irgend möglich, würde ich versuchen, einen Alkoven an die Kabine zu montieren - ein Bett da oben kostet keinen zusätzlichen Raum!

Noch ein letztes: mit einem Kühlkoffer hast du die Klimaanlage gleich dabei...

Ich würde das Pferd wahrscheinlich andersherum aufziehen:
1. was brauche ich unbedingt?
2. wie groß muß dazu die Kabine sein?
3. wo bekomme ich das Ganze günstig her?

Viele Grüße
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#14 Beitrag von Oskar » Fr 14 Jul 2006 14:27

Hallo Richie,

ich hab einen Koffer auf einem Daily mit 4,2 m Länge, 2,2 m breite und etwa auch 2,2 m Höhe.
Zusätzlich einen Alkoven Angebaut, und drehbare Vordersitze, gibt soviel Platz, daß meine Tochter unter ihrem Heckbett ein Spielzimmer von 2,4 x 2,2 Meter hat, bzw ich den Teil auch als Heckgarage für unseren LJ80 nutzen kann.

Vielleicht reicht ja so ein Koffer, da er aus Plywood ist, ist er jedoch relativ schwer.

So, und nun geht's für 3 wochen ab in den Urlaub.

Gruß Oskar

Abgemeldeter User

mal ne ganz andere Denke.....

#15 Beitrag von Abgemeldeter User » Fr 14 Jul 2006 16:34

Hallo Ritchie, Du gehst nach Deinen Ausführungen einmalig auf eine Reise, die mehrere Monate dauern soll.

Nachdem Du mit Deinem Ducato im Prinzip recht zufrieden bist, aber für die längere Reise mehr Platz, so z.B. keinen Bettenumbau und solche Dinge haben willst, scheint mir der Aufwand, dafür extra ein komplett neues Womo zu bauen, und das am Limit, ein wenig überzogen.

Ich an Deiner Stelle würde mir einen gebrauchten kleinen Wowa kaufen, in dem die Betten aufgebaut lassen und den als Schlafzimmer benutzen. Bei mehreren Monaten hast Du es ja nicht so eilig wie auf ner 3 Wochen Urlaubstour. Aufm Stellplatz parkst Du die nebeneinander und spannst ein Stück LKW-Plane entsprechend zugeschnitten und mit Stanzlöchern und ggf. Seitenwänden versehen dazwischen und hast so Lebensraum satt. Nach der Zeit verkaufst Du den Wowa wieder, was bei einem kleinen gut erhaltenen leicht möglich sein dürfte, und gut ist, Du hast dann Deinen Urlaubsducato wieder.

Denk mal drüber nach.....

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