Wie steht's denn mit dem SCAM? Erfahrungen?

Unten sind sie alle gleich: Fragen und Antworten zur Fahrzeugtechnik.
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Dirk16
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Wie steht's denn mit dem SCAM? Erfahrungen?

#1 Beitrag von Dirk16 » Do 08 Sep 2005 16:38

Hi!
Hab so den eindruck, dass der das Zeug zum Winner hat - in der letzten Offroad ging er als Deutlicher Sieger gegenüber Iglhaut und Achleitner hervor und taucht auch hier und da immer öfter auf.

Wobei dieser Test schon fast ne freche Iglhaut-Werbung war, denn der Achi ist gar nicht so übel. Hab grad einen mit fettesten Reifen gesehen - Respekt! Und schlechte Verschränkung ist jetzt nicht alles, ich kommt mit meinem T3Syncro richtig weit.

Der Test ist schon sehr auffällig Iglhaut-lastig, selbst der SCAM wird nur verhalten kommentiert, im Kleingedruckten steht dann, dass er die beiden lässig stehen lässt im Gelände.

Erfahrungen?

Gruss,
Dirk
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#2 Beitrag von Gast » Do 08 Sep 2005 18:08

Hi,

als ich vor zwei Jahren beim allrad-christ war, habe ich mir Bremachs und Scams angeschaut. Den Bremach bin ich auch gefahren, den Scam nicht. Inzwischen hat Bremach auch einen permanenten 4x4 und 6-Gang-Getriebe, der Vorteil vom Scam ist weg.
Mir ist beim Betrachten der da stehenden Scam (waren drei Stück) ein rel. schlechter Qualitätseindruck enstanden. Die sahen irgendwie schlampig und gebastelt aus. Das verwendete Fahrerhaus (Eurochassis) ist eines für Quermotoreinnbau. Der Scam hat Längsmotor, das Fahrerhaus ist entsprechend "umgestrickt". Der Motor ist schrauberunfreundlich zugebaut, man kommt sehr schecht dran im Vergleich zum sehr offenen Bremach.
Als wir da waren, stand gerade jemand mit seinem Scam auf dem Hof wegen Reklamation. Der hatte unerklärlichen Verlust des Servo-Öls in der Lenkhydraulik. Die örtliche Iveco-Werkstatt hat dreimal alles versucht (Hydraulikpumpe schon neu) und nix gefunden. Der Besitzer ist dann aus Norddeutschland zum Christ. Der hat die Ursache gefunden, ein defektes Ventil am Verteilergetriebe !!! Scam schaltet die Untersetzung nämlich hydraulisch mittels Druckleitung im Lenkungskreis.
Beim Bremach ist das Fahrerhaus innen rel. grobschlächtig, man kann auch z.B. den Tacho nicht gut ablesen, weil der Lenkradkranz im Weg ist (peinlich m.M.n.).
Ich persönlich finde den Bremach besser.

Gruß
Jens

Gast

#3 Beitrag von Gast » Do 08 Sep 2005 18:11

Ach ja, nochwas zu Iglhaut/Achleitner
So ein Sprinter ist doch kein Stück robuster als ein T3 syncro, geländegängig mag so ein Umbau ja sein, viel aushalten wird er nicht, vor allem was die Karosse betrifft.
Starrachsen sind nun mal unübertroffen hinsichtlich Robustheit.

Jens

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Scam

#4 Beitrag von urologe » Do 08 Sep 2005 19:50

keine eigenen Erfahrungen - aber zufällig bin ich gestern auf ein Scam-Forum gestossen und war eigentlich überrascht -
den Forum-Betreiber kenne ich eigentlich als sachlich fundierten Menschen - also nehme ich seine Erfahrungen mal so auf wie er sie schreibt -da er wieder mal auf Tour ist, kann ich das erst im Oktober persönlich gegenchecken.
Wer Interesse am Scam oder Bremach hat sollte sich vielleicht dort schlau machen - zumal das eines der wenigen Foren ist, in denen der Generalvertreter -hier Allrad-Christ ganz offen und seriös mitpostet
http://www.gboardy.de/cgi-bin/yabbserve ... 9/YaBB.cgi

Gruß vom Urologen
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PeterM
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#5 Beitrag von PeterM » Do 08 Sep 2005 20:26

In Werkstätten stehen in der Regel meist Fahrzeuge, an denen etwas zu reparieren ist :wink:

Einen großen qualitativen Unterschied zwischen Bremach und Scam würde ich nicht sehen - der Motorkasten weicht von der Ducato-Spritzwand ab, dafür ist die Innenlandschaft "schöne" Großserie. Die Detailoptik ist eben Kleinserie - die Spaltmaße werden ein wenig variieren, aber wer außer dem Herrn Piech weiß, was das über die Dauerhaltbarkeit aussagt?

Was den massiven Rahmen angeht, unterscheiden sich beide von den gewichtsoptimieren Großserien-Transportern: Ein auf 5,5 - 6,5 to ausgelegter Rahmen verträgt Überladung auch auf Wellblech, die Starrachsen vertragen die 9.00-16-Bereifung (da wäre ich bei den zarten Einzelradaufhängungen sehr vorsichtig, auch wenn vergleichbares auf die Testautos montiert wird - wie lange spielen die Radträger bei Verdopplung der ungefederten Massen mit?), usw.

Und was o.a. Forum angeht - für mich lesen sich einige Beiträge nach "Quax - der Bruchpilot", aber die Diskussionskultur und Qualität der Postings ist schwer in Ordnung.

Grüsse,
Peter

Gast

#6 Beitrag von Gast » Fr 09 Sep 2005 09:30

Hochverehrtes Forum,

Von einem SCAM-Kunden bin ich auf diese Diskussion aufmerksam gemacht worden und erlaube mir folgende Anmerkungen:
Es ist aus meiner Sicht als Importeur vollkommen in Ordnung wenn im Netz offen über Probleme an den von uns vertriebenen Fahrzeugen etc. diskutiert wird. So führt Klaus Friedl unter www.offroad-reisen.com einen von Ihm verfassten "Langzeittest" mit seinem SCAM durch. Für mich als Herstellervertreter ist dabei aber etwas problematisch, das bei diesem „Test“ bisher keinerlei Hinweise erfolgt sind warum es zu welchen Schäden kam und wie von Hersteller bzw. Importeursseite diese Schäden gehandelt und u.a auch als Verbesserungen in die Serie einflossen. Den beim Lesen dieses Threads hier zeigt sich wiederum einmal, dass daraufhin Meinungen und Qualifikationen veröffentlicht werden, die zwar auf Kompetenz der Autoren schließen lassen aber eigentlich nur auf deren mangelndem Hintergrundwissen basieren, beim interessierten Leser aber den Eindruck erwecken: „Aha, hab gleich gewusst das das nix taugt“.
Ich würde mir daher wünschen, wenn meine Fahrzeuge schon von „Sachkundigen“ öffentlich kommentiert werden, die Chance zu erhalten zu den jeweiligen Problemen Stellung beziehen zu können, damit sich die schweigende Mehrheit der Mitleser ein objektiveres Bild machen kann, nur ich kann nicht alle im web geführten Diskussionen verfolgen.

Mit Sicherheit sieht ein SCAM nicht mehr und nicht weniger „gebastelt“ aus wie ein Sprinter, dem z.B. große Teile der Karosserie weg geschnitten werden um die „fetten Räder“ unterzubringen, von den „tollen Vorderachskonstruktionen“ mal ganz abgesehen.
Warum sich insbesondere immer deutsche Kunden befähigt sehen von den Karosseriedetails auf die Qualität des restlichen Fahrzeuges schließen zu können wäre sicher ein interessanter Diskussionspunkt. Auffallend bei dem bei dem oben erwähnten Dauertest ist nämlich das die meisten Schäden an dem SCAM an Bauteilen renommierter deutscher Zulieferer aufgetreten sind…
Hinzuzufügen wäre auch das Jens Fahrzeuge aus dem ersten vollen Produktionsjahr 2001 gesehen hat und wir mittlerweile das Jahr 2005 schreiben…
Und der Kunde mit dem Leck in der Servolenkung mußte nicht extra deswegen aus Norddeutschland zu mir fahren, der hätte mit dem Problem auch gar nicht fahren können, der war einfach in der Nähe auf Urlaub. Aber auch für dieses Problem gibt es eine Erklärung:
Tatsache ist, das SCAM die Sperren und Nebenantriebe mit dem Öl der Servolenkung betätigt. Eine sinnvolle Sache, denn dieses Medium ist ja schon an Bord. Unerklärlicherweise verlor dieser SCAM bereits nach 2000 Km Öl aus der Servolenkung (d.h. das Behälterniveau sank ab) ohne das es am Fahrzeug zu Ölaustritt kam. Der mit der Garantie beauftragte IVECO-Händler tippte auf eine undichte Servolenkungspumpe, wodurch das Hydrauliköl ins Motoröl gelangen könnte (hatte er mal bei einem Daily), daher wurde die Pumpe auf Garantie gewechselt, das Problem blieb. Beim Studium des hydrl. Schaltplanes stellte ich dann fest das eine weitere mögliche Erklärung für diesen Ölverlust ein undichter O-Ring im Schaltzyl. der Zentralsperre sein könnte, wodurch Hydrauliköl aus der Rücklaufleitung ins Verteilergetriebe sickert, da die Zulaufleitung ansonsten von einem Magnetventil versperrt wird.
Auf alle Fälle schickten wir dann ein neues VG zum Kunden, und damit war das Problem gelöst. Heute wüsste ich sofort was zu tun ist, damals haben wir halt noch 2-3 Wochen herumgedoktert. Das war bisher übrigens der einzige derartige Defekt.
Und zu der „Peinlichkeit“, dass beim BREMACH der Tacho durch den Blinkerschalter teilweise verdeckt wird so viel: In der Tat sieht man die Zahlen 140 und 150 Km/h nur durch leichtes Vorbeugen, das haben wir deswegen gemacht, damit der Fahrer einen kleineren Luftwiderstand bietet um die T3 Syncro leichter „verblasen“ zu können.
Der SCAM ist übrigens niemals angetreten dem BREMACH Konkurrenz zu machen. Die Entscheidung beim Kunden fällt primär will ich die Innenbreite des SCAM Fahrerhauses oder die Außenbreite des BREMACH, bzw. wie Pkw-Haft mag ich mein Fahrerhaus.
Und der 5-Zylinder im Sprinter ist ebenfalls ein „Muster“ an Wartungsfreundlichkeit.
Mit freundlichen Grüßen, Erich Christ

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#7 Beitrag von Heiner » Fr 09 Sep 2005 10:01

Mit dem Thema Scam oder Bremach beschäftige ich mich seit geraumer Zeit.

Ich möchte mir ein geländegängiges WOMO bauen , sollte möglichst robust sein und trotzdem noch etwas an Komfort bieten können. Ist nicht ganz einfach ein vernünftigen Kompromiss zu finden. Einerseits schweren LKW (gibt’s gebraucht recht günstig aber gewaltige Folgekosten und fast nicht europatauglich) andererseits Buschtaxi , Bully oder gar Sprinterumbau (ist mir zu klein, kaum Komfort , wenig Zuladung, robust ???). Leider gibts den Daily 4X4 nicht mehr.

Ich denke, dass da der Scam ein brauchbarer Kompromiss ist. Der Bremach ist von der Spur etwas kleiner und kann nicht so gut einer 3,5 mtr Koffer tragen (war mein Kriterium im Punkt Komfort) ohne an Beweglichkeit einzubüssen. Ansonsten würde ich ihm den Vorzug geben ( der schaltet seine Sperren mit Seilzug !)

So ganz sicher bin ich mir aber auch noch nicht. Ich werde im Herbst mal den Herrn Christ besuchen. Der hat übrigens einen richtigen Fanclub in einigen Foren (viele zufriedene Kunden ! ).

( Schaun ma mal !)

Ich halte euch auf dem Laufenden zumal ich dann noch jede Menge Tipps für den Ausbau brauche.

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#8 Beitrag von jens 16syncro » Fr 09 Sep 2005 10:26

Warum sich insbesondere immer deutsche Kunden befähigt sehen von den Karosseriedetails auf die Qualität des restlichen Fahrzeuges schließen zu können wäre sicher ein interessanter Diskussionspunkt.

Hinzuzufügen wäre auch das Jens Fahrzeuge aus dem ersten vollen Produktionsjahr 2001 gesehen hat und wir mittlerweile das Jahr 2005 schreiben…

Und zu der „Peinlichkeit“, dass beim BREMACH der Tacho durch den Blinkerschalter teilweise verdeckt wird so viel: In der Tat sieht man die Zahlen 140 und 150 Km/h nur durch leichtes Vorbeugen, das haben wir deswegen gemacht, damit der Fahrer einen kleineren Luftwiderstand bietet um die T3 Syncro leichter „verblasen“ zu können.
Hallo Erich,

deine Nerven scheinen blank zu liegen, warum so "angepinkelt" ?
Ich habe meinen ganz persönlichen Eindruck geschildert und das auch deutlich geschrieben, das wird man ja noch dürfen. Mir persönlich hat sich der Scam damals nicht in schönem Licht gezeigt und ich habe das garantiert nicht von irgendwelchen Spaltmaßen der Karosse abhängig gemacht. Ich kann auch gar nicht genau sagen, was mir da alles aufgefallen ist, im Hirn blieb halt der Gesamteindruck zurück. Vielleicht lag es wirklich daran, dass das Eurochassis-Fahrerhaus etwas unglücklich angepaßt ist, weiß ich nicht mehr. Die gesamte Bauweise kam mir jedenfalls wesentlich verbauter vor als beim Bremach. Der Motorraum im Scam kam mir schrecklich zugebaut und eng vor, der vom Bremach geradezu mustergültig zugänglich. Ist ja auch kein Wunder, die Karosse vom Bremach ist eben maßgeschneidert.
Auch habe ich nie geschrieben, der Scam sei schlecht oder "Müll" oder sonstwas. Mir gefiel der Bremach halt wesentlich besser.
Das ganze ist meine persönliche Sicht und damit legitim.

Zum Tacho beim Bremach:
Ich bin 175 cm groß und ich kann den Tacho beim Bremach nur ablesen, wenn ich irgendwelche Verbiegungen mache. Das mag bei anderen Größen anders sein. Trotzdem halte ich sowas aus ergonomischen Gründen für peinlich, nach wie vor. Das sollte bei einem Fahrzeug Baujahr 2001 (das von damals) nicht vorkommen. Ob es heute immer noch so ist, weiß ich nicht. Es hat sich mir auch gar nicht erschlossen, warum der Tacho ausgerechnet da sitzt, technische Gründe kann das nicht haben, Platz hat´s da genug. Außerdem bist du, Erich, nicht der Kontrukteur, du kannst da nichts für.
Die Diskussion um die Ablesbarkeit des Tachos ist vielleicht auch etwas kleinlich, schließlich ist das kein lebenswichtiges Bauteil. Wirklich wichtig ist mir das auch nicht, komischerweise habe ich mich genau daran erinnert ...

Ich persönlich halte diese Fahrzeuge (Scam/Bremach) für rel. einmalig in ihrer Angebotsform. Alternativen dazu als Neufahrzeug kenne ich nicht. Von den Sprinter-Umbauten halte ich gar nichts, die Basis ist dazu völlig ungeeignet, die Umbaukosten jenseits jeder Realitätsnähe. Insofern hast du in mir durchaus einen Befürworter dieser Fahrzeuge. Ich habe sie in meinem Posting nicht hochgelobt, weil ich keine eigenen Erfahrungen habe, ich kann nur schreiben, was die einmalige Begegnung damit bei mir hinterlassen hat. Ich habe wohl leider vergessen zu schreiben, dass der Fahreindruck mit dem Bremach sehr positiv war. Wenn ich so eine Art Fahrzeug neu kaufen wollte, würde ich zum Bremach greifen.

Inzwischen hat sich bei mir aber einiges geändert, auch in den Einstellungen. So habe ich für mich beschlossen, lieber ein altes Auto zu fahren, bei dem es aufgrund seines Alters noch möglich ist, einen großvolumigen Saugdiesel zu fahren und auch bezahlen zu können. Das hat weniger damit zu tun, dass ich dem Iveco-Motor nicht trauen würde, es hängt mehr damit zusammen, dass ich z.B. Pflanzenöl (typisch deutsche Verhaltensweise aus Steuergründen) verheizen will. Auch ist es unbestritten, dass das, was nicht dran ist, auch nicht kaputt geht. Ein guter Saugdiesel hat eben kaum Bauteile, die verrecken.
Ich habe mich für einen Motor entschieden, den ich persönlich (Achtung ! persönliche Meinung) für einen der besten Dieselmotoren halte, die jemals für ein KFZ unter 5t Gewicht gebaut wurden, den Toyota 2H aus dem HJ60. Ich werde diesen Motor allerdings NICHT im HJ60 fahren, sondern im Volvo C303. Ich denke mal am Ende meiner Umrüstungszeit wird es eine Art Traumauto sein. Es wird alles das können, was ich will. Es wird keine 120 km/h Dauerreisegeschwindigkeit halten können, aber das will ich z.B. nicht. 100 km/h reichen mir und das wird es schaffen. Bezüglich Off-Road wird es selbst den Bremach alt aussehen lassen aber das ist eigentlich in der heutigen Zeit nicht wirklich wichtig. Es wird Spaß machen, hinsichtlich Off-Road nahe am Optimum zu sein, was für ein Radfahrzeug überhaupt technisch möglich ist, brauchen werde ich es nicht. Aber es ist ja auch ein Traumfahrzeug ...

Ach ja, noch was zur Fa. Allrad-Christ. Von allen Firmen, die Autos verkaufen und reparieren und mit denen ich persönlich Erfahrungen habe, kam mir diese Firma als die kompetenteste vor. Perfekter Service, kompetente Beratung, prompte Bearbeitung. Ich bin nicht in allem einer Meinung mit Herrn Christ (aber mit wem ist man das schon) aber wenn ich einen Scam oder Bremach kaufen würde, dann nur bei ihm ! Ich bin Selbstschrauber und etwas technikverliebt, daher könnte ich wahrscheinlich mit Herrn Christ einige Streitgespräche führen. Normalerweise ist er nicht so aufbrausend; Erich, bist du mit dem linken Bein aufgestanden ?
Was ist denn eigentlich mit dem Scam-Fahrer, der dich auf diese Diskussion aufmerksam machte. Mag der nichts zu seinem Auto sagen ?

Versöhnende Grüße
Jens
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Renato
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#9 Beitrag von Renato » Fr 09 Sep 2005 13:24

Grüezi mitenand

Vorweg: Ich bin nicht der " Informant" von Erich - aber ein SCAM Kunde von Ihm.

Ich möchte nur eines mitteilen.
Als wir ein neues Fahrzeug für Afrikatouren suchten, habe ich das Internet (Foren) wissentlich nicht beachtet.
Um mir eine Meinung über die entsprechenden Fahrzeuge zu bilden, haben wir auf Reisen immer direkt mit den Besitzern geredet. So hatte ich die Möglichkeit bei Fluchattaken oder bei Lobgesängen direkt nachzufragen. Auch Besuche bei den Importeuren, und wenn die 850km weit weg sind, bringen mehr als geschriebenes - zudem kenne ich die Hintergründe nicht, wie die Aussagen zustande gekommen sind.Zudem berichten Leute über Fahrzeuge, die eine Probefahrt gemacht haben, und dann meinen Sie können so das Fahrzeug beurteilen.

Bild Dir eine Meinung - kümmere Dich selbst darum!

mit Grüssen aus der Schweiz

Renato

Gast

#10 Beitrag von Gast » Fr 09 Sep 2005 13:53

Renato hat geschrieben: Um mir eine Meinung über die entsprechenden Fahrzeuge zu bilden, haben wir auf Reisen immer direkt mit den Besitzern geredet.
Hi Renato,
bei einem so seltenen Fahrzeug, wie Bremach/Scam ist die direkte Ansprache gar nicht so einfach. Finde erstmal einen ... Zumindest die Besitzer kann man gut über das www suchen und dann evtl. einen Termin vereinbaren.
Zudem berichten Leute über Fahrzeuge, die eine Probefahrt gemacht haben, und dann meinen Sie können so das Fahrzeug beurteilen.
Jetzt fühle ich mich angesprochen und zitiere mich mal selbst aus meinem eigenen Posting:

"Ich habe sie in meinem Posting nicht hochgelobt, weil ich keine eigenen Erfahrungen habe, ich kann nur schreiben, was die einmalige Begegnung damit bei mir hinterlassen hat. "

Das ist ja wohl unmißverständlich, oder ?
Außerdem ist jede Meinung subjektiv, auch wenn du direkt die Fahrer deines Wunschautos ansprichst. Wenn du mich auf meinen 16" syncro ansprichst, bekommst du garantiert eine andere Aussage als vom Handwerker im gleichen Dorf. Jede Aussage ist kritisch zu hinterleuchten, egal ob persönlich gehört oder im www gelesen. Es wird viel Unsinn im www geschrieben aber genausoviel Unsinn einem ins Gesicht gesagt. Wer kritisch das www durchforstet, wird ganz sicher verwertbare Infos bekommen. Man darf die halt aber immer nur im Zusammenhang mit anderen Quellen bewerten, wozu auch die persönliche Inaugenscheinnahme des Wunschobjektes zählt. Ich meine, es steht im www viel zu wenig zum Scam/Bremach. Nun gut, nicht jeder fühlt sich berufen, sich öffentlich zu produzieren. Zum T3 syncro findet man hunderte Quellen im www und kann sich vielerlei Meinungen durchlesen. Zum Scam scheint es ja nur eine Erfahrungs-Quelle zu geben und damit ist die Gewichtung dieser einen Meinung natürlich viel zu hoch. Wenn sich die anderen Scam-Besitzer also über diese Quelle pikieren, sollten sie vielleicht ihre Meinung auch veröffentlichen ?

Die Ursprungsfrage von Dirk zielt ja genau in diese Richtung, berichte doch mal, ich bin auch neugierig.

Gruß
Jens

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#11 Beitrag von jens 16syncro » Fr 09 Sep 2005 13:55

[quote="Anonymous"]
Also der Gast war ich, schon wieder mal einloggen vergessen :twisted:
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#12 Beitrag von Renato » Fr 09 Sep 2005 15:57

Hallo Jens

Mit meiner Aussage habe ich nicht Dich persönlich angesprochen, ich hab nur so meine Erfahrungen gemacht.
Bei einem persönlichen Gespräch, mit ein bisschen Menschenkentniss, kann ich mir ein genaueres Bild von einer Sache machen.

Sachbezogen werde ich sicherlich meine Erfahrungen und Erlebnisse weitergeben. Den Umbau unseres SCAM werde ich hier im Forum dokumentieren, denn nur hier wurde mir geholfen, im Bezug auf Hersteller von GFK Sandwichplatten und konstruktiven Details.

Bei derart unterschiedlichen Anforderungen an die Fahrzeuge der Forumsleser ist eine Wertung bezüglich Vor und Nachteil eines Fahrzeuges oder Details meiner Meinung nach unmöglich.
Es ist ein grosser Unterschied, ob wie in unserem Fall das Fahrzeug in Afrika gebraucht wird, oder als Camper in Europa.

Zudem wird Dir jeder Importeur Kunden mit einem SCAM nennen, mit denen man alles besprechen kann.

Wahrscheinlich sind die SCAM Fahrer halt stille Geniesser!

Gruss Renato

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#13 Beitrag von Dirk16 » Fr 09 Sep 2005 16:10

Ok, Jungs, können wir dann wieder auf die Fahrzeuge zurückkommen :D ?

Ja, ich sammel einfach mal Berichte und Kommentare (interessiert ja auch noch mehr Leute). Da ich noch nicht genug flüssig habe, um mir einen SCAM oder Bremach zu kaufen will ich mich ein wenig bilden und auf dem Laufenden halten, wenn's dann mal so weit ist.

Bis jetzt erschien mir der SCAM als das Optimum an Grösse und Geländegängigkeit, wenn der Bremach nachgelegt hat ist das schon mal ne sehr wichtige Info. Hat der Bremach denn jetzt das gleiche VG wie der Scam?

Gruss,
Dirk
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#14 Beitrag von Gast » Sa 10 Sep 2005 10:51

@Jens, Du reagierst auf (m)eine Antwort hier im Internet exakt so wie andere, die Deine „persönliche“ Meinung über z.B. BREMACH oder SCAM lesen, nämlich mit einer Interpretation die mangels weiterer Infos nicht unbedingt zutrifft. Meine Antwort auf Deine „persönliche Qualitätseinschätzung“ von BREMACH und SCAM war nämlich weder eine Reaktion von „blanken Nerven“ noch von „angepinkelt sein“ sondern rein ironisch gedacht für diejenigen Leser, die Deinen Text u.a. auch zur Meinungsbildung verwenden. Mit dem Ergebnis, daß sowohl bei Dir als auch bei den interessierten Mitlesern anschließend wieder viel Zeit aufgewendet werden muss um Aussagen wie die Deine ins rechte Bild zu rücken. Das ist das Problem mit den Internetdiskussionen: Derjenige der schreibt will etwas „Bestimmtes“ ausdrücken und der das dann liest versteht´s meistens falsch.

@ Heiner, mir ist nicht ganz klar warum der BREMACH einen 3,5 m langen Koffer weniger gut „tragen“ könnte wie der SCAM, bzw. welchen Einfluß darauf die Spur hat ?
Die zulässigen Achslasten und Rahmenlängen sind fast identisch.
Und: Wie definiert sich bei Dir Komfort ?
Vielleicht liegts an einem alten Off-ROAD Test, indem der geteste BREMACH vom Tester als „Bandscheibenmordend“ eingestuft wurde, das ich immer wieder die Aussage höre, der SCAM sei komfortabler als der BREMACH. Den der BREMACH der damals getestet wurde, war exakt nach Kundenwunsch spezifiziert, also ohne Schwingfedersitze (die der SCAM serienmäßig nicht hat), mit knallharten Sportsitzen, extrem leichtem Innenausbau und dafür viel zu harten Federn, weil wir anno 2000 weit weniger über unsere Federn wussten als heute.
Tatsächlich haben beide Fahrzeuge ähnliche Federraten, gleiche Reifen und müssten somit eigentlich bei gleichen Achslasten auch gleich gut oder schlecht federn.
Die meisten derjenigen BREMACH die auf den Treffen zu sehen sind bisher mit Dust Devil Aufbauten der Fa. Uben ausgerüstet und diese wiegen „trocken“ mit Möbeln und Aufstelldach bei 2x3x1,5m ca. 1300 kg . Da kommen dann im Fernreiseeinsatz ganz schnell mal Gesamtgewichte von bis zu 4,7 to und Hinterachslasten von bis zu 3 to zusammen. Deshalb setzen wir auch die schweren 5to Federn ein um eben keinen Federnbruch am A. der Welt zu riskieren. Aber dieses Federnpaket ist so ausgelegt das dann ein 3-Seiten-Kipper Fahrgestell mit 4 to Frischbeton auf der Ladebrücke immer noch gerade auf der Strasse steht.
Klar das dann im Gelände nicht mehr viel federt und auch die Achsverschränkung darunter leidet. Jedenfalls haben die SCAM Kunden bisher deutlich leichtere Koffer montiert und fahren deshalb etwas "komfortabler", weil sie auch schwächere Federn drinnen haben.
Letztlich fällt die Entscheidung BREMACH oder SCAM ganz anders:
Der Eine will die schmale Spur des BREMACH, denn damit fährt er auf allen Pisten dieser Welt in der Spurweite von Land Rover und Co. Will den steiferen Rahmen weil er keine Aufbauhöhe für Zwischenrahmen mit Drehmomentbrücke verlieren will.
Und der Andere sagt, wenn ich schon einen 2 m breiten Aufbau mache, dann will ich auch maximalen Platz im Fahrerhaus und wählt somit den SCAM. Oder es gefällt ihm (oder ihr) die Pkw-ähnliche Ducato-Kabine besser als die einfache BREMACH Hütte.
Jeder hat seine Vor-und Nachteile, im Gelände sind keine Unterschiede feststellbar.

@Dirk, das BREMACH Verteilergetriebe ist nach wie vor das alte. Es wurde „lediglich“ ein Planetensatz im Gehäuse integriert, der als Zentraldifferential wirkt. Ca. 75% der Bauteile sind gleich mit dem „alten“ VG. Geschaltet wird im Gegensatz zum SCAM manuell über Gestänge (seit Juli 05 mit Seilzügen). Die Drehmomentenverteilung im ungesperrten Zustand beträgt 33% (VA) zu 66% (HA). Vermißt haben wir den permanenten Allrad bisher nicht, der Zuschaltallrad wird für 1000 Euro Minderpreis weiterhin angeboten.

Mit freundlichen Grüßen, Erich

Gast

#15 Beitrag von Gast » Sa 10 Sep 2005 11:33

Hallo Erich,

da du hier bereits mitdiskutierst, mal eine Frage (wir müssen uns demnächst auch mal was Neues zulegen! :? )

Welche Bandbreite (in EUR) muss man ungefähr ansetzen (Daumenwert, Hausnummer) für einen Bremach mit einem (einfach ausgestatteten) Koffer?

Danke, Gruß Heiner

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