Sandwichplatten kleben

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Martin
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Sandwichplatten kleben

#1 Beitrag von Martin » Do 30 Jun 2005 08:52

Hallo!
Bin gerade dabei, geistig einen Kabinenselbstbau durchzuexerzieren. Hätte dazu eine Frage bezüglich Platten kleben. Beim Holzbau weiß ich, daß wenn ich zwei Holzteile zusammenleimen will, ich keine Kleberdicke einberechnen muß. Die beiden Holzteile werden mittels Zwingen o.ä.zusammengepreßt - jeh höher der Anpreßdruck, umso höher die Festigkeit der Leimverbindung. Beim Kleben der Sandwichplatten mittels Sika o.ä. muß ich scheinbar eine gewisse Kleberdicke (abhängig von den verschiedenen Ausdehnungen) einhalten. Um diese Kleberdicke einzuhalten (bin ja ein fleißiger Forumsleser) kann man z.B.Aluplättchen in der gewünschten Stärke unterlegen. Ich muß dann lediglich nach Einbringen des Klebers die beiden zu vebindenden Bauteile so zusammenhalten, sodaß die Abstandshalter an beiden Seiten bündig sind, soll heißen mit den Sandwichplatten Kontakt haben. Auf die dazwischen liegende Klebefläche entsteht eigentlich kein Druck.(Abgesehen davon, daß der überschüssige Kleber herausquillt) Sehe ich das richtig so ?
Gruß Martin

hwk
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#2 Beitrag von hwk » Do 30 Jun 2005 09:15

Hallo Martin,

das ist absolut ok - so wie Du es beshreibts. Bitte aber auf die "Abbindezeit" achten. Sika braucht etwas, bis es seine Endfestigkeit= vollständige Aushärtung in der gesamten Naht - erreicht hat, da die Reaktion in der Klebenaht nur langsam fortschreitet. Angaben findest Du auf der HP von Sika.de.

Besten Gruß

HWK

P.S. Da Du ja - wie Du schreibst - eifriger Forumsleser bist, ist eventuell der Hinweis auf die verscheidenen Beiträge zum Thema Selbstbau einer Leerkabine versus Kauf einer Kabine überflüssig.

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Krabbe
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#3 Beitrag von Krabbe » Do 30 Jun 2005 12:03

Hallo Martin,

im Prinzip siehst Du das Richtig, Sika ist ein schichtbildender Klebstoff, er braucht eine gewisse Mindestklebstoffdicke, um die Klebestelle richtig zu verbinden.

Druck brauchst Du in der Klebstoffraupe im Prinzip nicht, jedoch wirst Du bei Sika einiges an Kraft aufbringen müssen, um die Platten an Deine Abstandshalter anzudrücken, da Sika eine sehr hohe Viskosität hat.

Die Leerkabinenhersteller (zumindest Ormocar) kleben Ihre Kabinen aber nicht mit Sika, sondern mit einem 2K-Kleber (z. B. Körapur ? siehe auch entsprechende Postings von Ragnhild u. a.).
Und dann werden die Platten auch wieder direkt aufeinander geklebt.
Gegen Sika zum Verkleben der Sandwichplatten soll auch die dann doch geringe Topfzeit sprechen, jedoch haben hier auch mehrere Ihre Kabinen mit Sika verklebt. Z. B. Pickup-Joe, wenn ich mich nicht irre.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

Joe

#4 Beitrag von Joe » Do 30 Jun 2005 12:18

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Martin
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#5 Beitrag von Martin » Do 30 Jun 2005 12:36

Hallo!
Also wenn ich das richtig verstanden habe, benötigt Körapur keine Mindestkleberdicke. Das Argument mit der größeren Topfzeit ist für mich als Selbstbauer sicher ausschlaggebend für die Kleberwahl (halten werden sie wohl beide).
Auf jeden Fall muß man sich vorher gut überlegen, wie man gleichmäßig Druck auf die zu verklebenden Flächen bekommt. Vielleicht mit langen Zwingen und untergelegten Kanthölzern? Wie machen das die Profis?
Gruß Martin

hwk
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#6 Beitrag von hwk » Do 30 Jun 2005 13:43

Hallo Martin,

bevor man hier beim Selbstbau Zwingen (Spannweite schon über 2,5m!!) einsetzt, würde ich eher über den Einsatz von Winkelprofilen nachdenken. Diese kann man ebenfalls mit Sika direkt auf den Untergrund kelben und dann einfach mit wenigen Schrauben fixieren. Wenn man dann z.B. an den Seitenwänden diese Winkellesiten angeklebt hat, können diese auf die Bodenplatte aufgeklebt werden und ebenfalls durch Schrauben gehalten werden. Im nächsten Schritt kann dann das Dach, Alkoven und die Rückwand gekelbt werden. In einem Schritt alles zu fügen ist nicht sinnvoll. Auf der HP von MABU findest Du eine Skizze der Verbindungen.

Aber bevor ich hier Experimente mit dem doch recht teuren Material machen würde, sollte man die Kosten für eine fertige Leerkabine mal gegenrechnen. Es gehört schon viel Erfahrung mit dem Material dazu, um eine Kabine zu bauen, die hält und auch noch nach was aussieht.

Besten Gruß

HWK

Gast

#7 Beitrag von Gast » Do 30 Jun 2005 14:43

Martin hat geschrieben:Hallo!
Wie machen das die Profis?
Gruß Martin
Hallo Martin
Einige der Profis haben einen stabilen großen Tisch mit einer glatten, ebenen Oberfläche, darauf kommt ein Alurahmen der alle 30-40 cm mit Schnellverschlüssen an dem Tischrand festgeklemmt wird, im Alurahmen
ist eine LKW Plane locker aber dicht befestigt.
Ist die Sandwitchwand, >glatt gespanntes Alublech,> Kleber, >Isolierung,>Kleber> Holz, pressbereit, wird der Rahmen mit der Plane draufgelegt und mit einer Vaakumpumpe über Nacht, die Luft über mehrere Schlauchanschlüsse abgesaugt

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Martin
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#8 Beitrag von Martin » Fr 01 Jul 2005 08:06

Hallo!

Christianus: Die Sandwichplatten würde ich schon kaufen. Es geht mir nur um die Eckverbindungen.

HWK: Das mit den Winkeln leuchtet schon ein, aber bei einem Wandaufbau, 1,5mm GFK - PU - 1,5mm GFK , haben da die Schrauben geügend Halt?

Gruß Martin

hwk
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#9 Beitrag von hwk » Fr 01 Jul 2005 09:02

Hallo Martin,

in 1,5 mm GFK eine Schraube richtig zum Halten zu bringen ist sicherlich schwierig. Deshalb wird auch meist ein Holz an diesen Stellen mit einlaminiert, Wenn Du aber die Paltten nicht selbst gerstellst sondern als Meterware beziehst, ist das Einlaminieren sicherlich unmöglich. Ich würde hier vorbohren und eine Blechschraube verwenden. Die Schraube ist auch nur zur Fixierung während des Aushärtevorgangs gedacht und hat nachher sicherlich keine statische Bedeutung, da die Haltbarkeit und die Stabilität nur durch die Klebeverbindung kommt.

Bei meiner Kabine (MABU, kann ich nur empfehlen) ist z.B. das gesamte Eckprofil während der Aushärtephase mit Schrauben fixiert gewesen (ca. alle 80-100 cm eine Schraube), die nach dem Aushärten dann auch entfernt wurden.

Also wie gesagt, die Schrauben tragen nur während des Aushärtens und dann solte 1,5 mm Materialdicke für die Schrauben reichen.

Besten Gruß

HWK

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Martin
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#10 Beitrag von Martin » Fr 01 Jul 2005 09:27

Hallo!
Ein Sandwichplattenhersteller, mit dem ich gesprochen habe, sagte mir, er würde nach meinen Plänen Holzeinlagen einbringen (auch zur eventuellen Befestigung von Einbauten). Das wäre sicher das einfachste. Allerdings, will man überhaupt Holz in der Wand haben? Andererseits wenn dieses Holz fix einlameniert ist, hat man wahrscheinlich keine Feuchtigkeitsprobleme.
Gruß Martin

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Tobi
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#11 Beitrag von Tobi » Fr 01 Jul 2005 11:18

@ Martin und hwk,

statt der Blechschrauben zum fixieren während des Aushärtens werden auch gern Blindnieten verwendet - die dann natürlich drinbleiben. Mein Paketkofferfahrzeug hat einen Sandwichaufbau und alle Paketregale waren ohne Holzeinlagen genauso befestigt (lange Aluprofile flächig geklebt und mit vielen Blindnieten gesichert). Das hält - und wenn man es (wie ich) ausbauen will, hat man viel Spaß :twisted: .

Zugegeben, ich befestige meine Möbel gerade auf die gleiche Art - will ja nicht jede Woche umbauen :wink: .

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#12 Beitrag von hwk » Fr 01 Jul 2005 11:21

Hallo Martin,

wenn Verstärkungen ienlaminiert werden können, ist sicherlich alles klar. Ich würde das Holz auch komplett einbetten, so dass im Falle aller Fälle kein Wasser dran kann. So ist dann auch Fäulnis ausgeschlossen. Alternativ kann man ja auch ein 2 mm starkes Alublech bzw. Flachmaterial einkelben, dass sollte sicherlich reichen.

Öb man für Befestigungen der Möbel wirklich Verstärkungen braucht, wage ich u bezweifeln. Die Klebungen halten halt auf Grund der großen Fläche; und wer sich schon mal verbaut hat und solche eine Verklebung lösen muß, weiß was solch eine Fügung hält (sofern fachgerecht ausgeführt).

Besten Gruß

HWK

caution
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#13 Beitrag von caution » Mi 03 Aug 2005 21:40

hallo! bin neu hier.
ich möchte mir mit meiner fam. ein traum von womo bauen. aber wir sind gerade noch in der traumfase.
wer kann mir sagen wie und mit welchen materialien ich sandwichplatten selbst herstellen kann?

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