Hat jemand Erfahrung mit IVT-Wechselrichtern?

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Krabbe
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Hat jemand Erfahrung mit IVT-Wechselrichtern?

#1 Beitrag von Krabbe » Mi 02 Mär 2005 12:18

Hallo Zusammen,

ich bin gerade auf der Suche nach einem passenden Sinus-Wechselrichter für mich. Da ich damit nach dem hwk-Prinzip beim fahren aus der Fahrzeugbatterie die Ladegeräte für meine Aufbaubatterien speisen will muß müßte ich mit ein wenig Sicherheit ca. 750 - 800 W Dauerleistung haben (geplant 2x Votronic Ladegerät, 1x 10 o. 15 A u. 1x 15 o. 20 A)

Aus Budgetgründen ist ein teurer Wechselrichter nicht drin, bleiben also nur noch carbest (bei Reimo), Mobitronic 7100-012PP oder IVT HS1000-12, jeweils mit 1000 W.
Vom Datenblatt her gefällt mir der IVT-Wandler ja am besten, hat jemand damit mal Erfahrungen gesammelt?
Bei Waeco (Mobitronic) stört mich u. a. das die als Dauerbelastung eine Einschaltdauer von 30 min ansehen, und ich nirgendwo etwas finde wie hoch die wirkliche Dauerlast ist.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

hwk
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#2 Beitrag von hwk » Mi 02 Mär 2005 12:46

Hallo Krabbe,

bei mir im alten Womo hatte ich den IVT eingebaut (als 400 Watt-Version); ich hatte absolut keinen Grund zu klagen. Im Moment habe ich den Wechselrichter von Mobitronic in Gebrauch und auch keinen Grund zu klagen. Die Spitzenleistung ist sicherlich werbetechnisch bei allen nach oben gerundet, was aber auch nicht so tragisch ist. Die Akkus ziehen eigentlich nur in einer ersten sehr kurzen Phase den vollen Strom aus dem Ladegerät (die I-Phase) und gehen dann eigentlich schnell in die Spannungsgesteuerte Phase (U-Phase mit erhöhter Ladespannung) über, wobei dann das Ladegerät nicht die volle Leistung abfordert.

Ich habe alternativ mal mit einem "modifizierten" Sinuswandler (weil wesentlich billiger :D und auch kleiner in der Bauform) und auch Ladegeräten in Switch-Mode-Technik experimentiert, da ich doch noch etwas mehr Leistung benötige, da der Kühlschrank doch etwas größer ausgefallen ist und ich die 12 V ebenfalls über den Lader erzeugen muß. Es hat auch hier funktioniert; bei Einsatz eines Ladegerätes mit sekundärseitiger Regelung und großem Trafo war es leider eine Fehlanzeige (war auch zu erwarten wg. des Funktionsprinzips). Die zur Zeit im Aufbau befindliche Alternative ist ein Switch-Mode-Lader mit einem Wandler mit modifiziertem Sinus.

Warum willst Du hier zwei Ladegeräte einsetzen? Es gibt auch Typen, die zwei Akkus gleichzeitig laden können und so kann man Platz und Geld sparen.

Besten Gruß

HWK

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Krabbe
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#3 Beitrag von Krabbe » Mi 02 Mär 2005 21:19

Hallo HWK,

Anfangs hatte ich ja auch erst an einen Trapezwechselrichter gedacht.Von
Votronic bekam ich dann aber die Auskunft, daß der Betrieb der Ladegeräte hinter einem Trapezwechselrichter wegen des PFC-Bausteins (cos Phi = 0) nur bedingt möglich und nicht zu empfehlen sei. (Und das, wo Votronic selber nur Trapezwechselrichter im Angebot hat).
Mit einem Quasi-Sinus-Wechselrichter, welcher die Sinuskurve in kleinen
"Treppenschritten" nachbildet könnte es natürlich gehen. Nur kommt man da bei namenhaften Herstellern wieder in preisliche Regionen, in denen dann auch IVT- oder Mobitronic- Wandler mit "reinem" Sinus liegen.
Und alles was bei Ebay oder sonstwo im Internet für kleines Geld als
sinusähnlich beworben wird trau ich von der Form des Spannungsverlaufes
nicht so recht über den Weg. Wird i. d. R. wohl billiger Trapezverlauf sein.

Mit (Switch-Mode) Ladegeräten anderer Hersteller kann es natürlich anders
aussehen und problemlos funktionieren, mit was für Geräten hast Du Deine Tests denn gemacht?

Zwei Ladegeräte müssen bei mir sein! Und zwar aus folgendem Grund: Ich baue zwei getrennte Aufbaustromkreise auf, einen in der Absetzkabine und einen in die Doka, da sowohl im Fahrzeug, als auch in der Wohnkabine je eine Kompressorkühlbox betrieben werden soll.
Zusätzlich soll das Funkgerät (KW-UKW) fest in die Doka (und dann bei Bedarf nur das Bedienteil in die Wohnkabine gelegt werden). Daher kommt halt auch eine Batterie in den Aufbau und eine in die Doka.

Und da ich die Doka auch ohne Kabine, aber mit Kühlbox und Funk, nutzen will soll Sie auch gleich ein eigenes Ladegerät bekommen, damit der Aufbauakku in der Doka auch im Solobetrieb vernünftig geladen wird.

Ladegeräte mit zwei Ausgängen (oder eher drei, der zweite ist ja meist nur
dazu da, um die Fahrgestellbatterie bei Stromüberschuß mitzuladen) gibt es zwar, wären für mich aber in keinem Fall eine Alternative (Auch wenn nicht der Gedanke mit der Unabhängigen Nutzung von Fahrzeug und Wohnkabine wäre.)
Soviel ich weis sind die Ausgänge zwar über Dioden voneinander getrennt,
durchlaufen aber die gleiche Ladekurve. D. h. für mich, daß
unterschiedliche Entladezustände und unterschiedliche Temperaturen nicht
optimal berücksichtigt werden, oder hab ich da was falsch verstanden?
Auch ist die Kostenersparnis eher gering (man braucht dann ja ein entsprechend größeres Ladegerät) und bei zwei Geräten habe ich für den Fall der Fälle Redundanz.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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#4 Beitrag von Krabbe » Do 03 Mär 2005 22:13

Hab noch mal nachgesehen, bei den Votronic-Ladegeräten mit 2 Hauptausgängen kann man doch auch zwei Temperaturfühler anschließen. Aber für mich kommt es ja trotzdem nicht in Frage.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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#5 Beitrag von hwk » Fr 04 Mär 2005 09:59

Hallo Krabbe,

bei mir habe ich das Mobitronic Ladegerät mit 45 A Ladestrom verbaut, da ich neben dem Akku-Laden auch im Fahrbetrieb den Kühlschrank mitversorgen muss (ca. 20 A). Die Alternative "Gas" während der Fahrt ist ja in einigen Ländern nicht erlaubt (z.B. Frankreich, wo wir eigentlich gerne Urlaub machen). Daher die "Umkonstruktion" in meiner Elektroplanung.

Ich habe hier einen 1 KW Trapez-Wechselrichter genommen und wie gesagt das Mobitronic Ladegerät nachgeschaltet. Die Ausgangsspannung des Wechselrichters habe ich mit den "Oskar" kontrolliert, da auch gerne als modifizierter Sinus eine rechteckförmige Ausgangsspannung angeboten wird, die hier nicht akzeptabel ist (das ist ahlt das billige Zeug aus dem Internet, da ich ja hier nur zwei MOSFET-Schalter brauche). Bei den Mobitronic-Lade-Geräten wird eh die Eingangsspannung gleichgerichtet und dann hochfrequent gewandelt, so dass diese Geräte auf eine etwas "unsaubere" Eingangsform oder Spannungsschwankungen nicht empfindlich reagieren. Die klassischen sekundärseitig geregelten Ladegeräte können leider nur an den Sinuswandlern betrieben werden, was dann ja auch - wie Du sagtest - den Preis hochtreibt.

Bisher hatte ich noch keine Probleme und beim Nachmessen mit dem "Oskar" auch nicht Verdächtiges bemerkt. Da diese Form der "Stromführung" im Womo m.W. noch nicht praktiziert wurde, kann ich mir vorstellen, dass die Hersteller da mit Auskünften etwas vorsichtig sind, da halt noch keine Erfahrungen vorliegen.

Erfahrungen von meine Seite über die HF-Verträglichkeit habe ich noch nicht machen können, da ich nur mit ca. 20 W Betrieb aus dem Fahrzeug mache und am Urlaubsort dann direkt an die Akkus gehe, wenn man so seine 100-200 Watt HF braucht. Wäre toll, von Deinen Erfahrungen hier zu hören.

Besten Gruß

HWK

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#6 Beitrag von Krabbe » Fr 04 Mär 2005 12:34

Hallo HWK,

Gasbetrieb ist in F während der Fahrt verboten? Gut das ich nie entsprechend kontrolliert worden bin.
In die neue Kabine kommen jetzt ja aber eh die Kompresssorkühlboxen, da hab ich damit keine Probleme und das Ladegerät kann auch eine Nummer kleiner ausfallen.
Bei Votronic scheint der Grund gegen trapezförmigen Spannungsverlauf auch nur der PFC-Baustein zur verhinderung von Blindströmen zu sein. Wie Du ja auch schon schreibst ist das eigentliche Schaltnetzteil konstruktionsbedingt ja recht anspruchslos was die Netzversorgung angeht. Kann also wirklich sein, daß Votronic auf Nummer sicher gehen will, kann aber auch sein, daß die Mobitronic-Geräte hier anders ausgerüstet sind (sprich die Blindstromkompensation fehlt o. anders ausgelegt ist.)
Dann muß ich mal rechnen was preiswerter kommt, Mobitronic-Ladegeräte mit vernünftigem Trapez-Wechselrichter o. Votronic-Ladegeräte mit IVT-Wechselrichter.
(Wobei der Bauch eigentlich für letzterer Lösung ist. Zum einen sind die Sachen dann Made in Germany und ich habe das gute Gefühl was für die Deutsche Wirtschaft getan zu haben ;-) , des weiteren hatte ich mal ein paar entsprechende Fragen bezügich des Einsatzes der Geräte an die Hersteller gemailt. Ergebnis: Votronic hat umfassend geantwortet, von Waeco kam keine Antwort (Schade eigentlich, die Mute-Taste zum Lüfter abschalten bei den Mobitronicgeräten finde ich eigentlich ziemlich klasse))

Zum Thema Hf-Verträglichkeit werd ich, wenn alles fertig ist, versuchen mal ein paar alte OV-Kontakte aus Studienzeiten aufzuwärmen und die ganze Sache mit proffesionellen Mitteln durchmessen lassen. Nicht daß mit Wechselrichter und Ladegerät beim ersten mal Betrieb mit voller Leistung in Rauch aufgehen :?
Vorher muß ich es dann aber erst mal schaffen die Yaesu ATAS-120 (diese automatisch abstimmbare Mobilantenne) am Womo zum spielen zu bekommen. War schon auf meinem VW-Bus nur mit einigen zusätzlichen Massekabeln möglich.) Und dann werde ich bei der kompletten Installation der Ladetechnik eh den ein oder anderen Ring-Ferrit verbauen. Zur Zeit habe ich im alten Bus das Problem das die eine Kompessorkühlbox Betrieb auf 10 m unmöglich macht.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

Gast

#7 Beitrag von Gast » Mo 21 Mär 2005 15:09

auf e-bay gibts einen drinnen recht günstig (Spannungswandler)

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