Wohnkabine mit Hubdach

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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volker-doc

Meine Frau sagt ich hätte nicht alle... - also eher Wahnsinn

#76 Beitrag von volker-doc » Fr 29 Apr 2005 11:28

Hallo Wolfgang,
finde ich gut , daß Du den Beitrag hier eingestellt hast. Vielleicht können Interessierte davon profitieren.
Anfangs habe ich den Koffer übrigens mit einem Anlassermotor der umgepolt werden konnte und einem Waschmaschinengetiebe hochgeleiert. Dies war eine Billigkonstruktion und hat funktioniert.Die Spindeln wurden nicht einzeln ,sondern schlupffrei über eine Stangen- Fahrradketten Konstruktion bewegt. Im Laufe der Jahre habe ich auf Zapfwellenabtrieb und Motoradkette umgestellt.
Von einer Hydraulik-Lösung bin ich als Student wegen Geldmangels abgekommen. Die gleichmäßige Führung der Kabine sowie Ausgleichsventile und der lange Hubweg wären damals zu teuer gekommen.
Beste Grüße
volker-doc

SeppR

#77 Beitrag von SeppR » Do 12 Mai 2005 23:22

Ich experimentiere zur Zeit mit ganz einfachen Pneumatikzylindern:
4 baugleiche Fahrradluftpumpen, also Stand-Fußpumpen mit 50 cm Länge und 3 cm Zylinderdurchmesser.
Nach Entfernen einer als Rückschlagventil dienenden kleinen Stahlkugel kann man durch den Schlauch Luft reinpumpen und der Kolben geht in die Höhe, maximal etwa 45 cm weit. Natürlich sind die Dichtungen nicht ganz dicht und etwas Luft entweicht immer, aber das macht nichts. Man muss jedoch die gewünschte Endstellung mechanisch fixieren.

3 cm Zylinderdurchmesser macht ca. 7 Quadratcentimeter Zylinderfläche, bei 3 bar Druck also etwa 20 kp Kraft. 4 Zylinder schaffen also 80 kp Dachgewicht, bei 6 bar Luftdruck sogar 160 kp Gewicht. Sehr viel mehr geht mit diesen zugegebenermaßen etwas schrottigen Zylindern nicht.

Aber bei ebay habe ich gerade mal 21 Euro für alle 4 Luftpumpen bezahlt, ein ebenfalls windiges Kompressorchen kostete ca 17 Euro incl. Versand. Dafür kann man nicht die Präzision von Hydraulik oder Mechanik verlangen. Im Versuchsaufbau funktioniert das ganze aber.

Die Gefahr der Verkantung werde ich versuchen durch Handarbeit zu vermeiden. Soweit ist mein Aufbau noch nicht. Und bis zum Einbau in ein Hubdach und echten Erfahrungen vergeht noch einige Zeit.
Ich denke aber, durch Einstellung des Luftdrucks knapp unterhalb des notwendigen Hubdruckes und Anwendung der letzten Kilopond durch Handkraft sollte ein gleichmäßiges Ausfahren doch möglich sein. Wenn die ganze Mechanik noch künstlich erhöhte Reibungsverluste hat könnte man sogar eine gewisse Hysterese einstellen, also die manuell bewerkstelligte Hebung des Daches fällt nicht gleich zurück, wenn man die Hand wegnimmt. Ist allerdings noch Theorie:

Mir ist schon klar, dass dieses System auch mit geeigneten Gasdruckfedern realisiert werden könnte und damit vom Aufbau einfacher wäre. Aber erstens sind diese Gasdruckfedern erheblich teurer und zweitens läßt der Arbeitsdruck der Federn beim Ausfahren etwas nach. Je weiter das Dach hochgeht, desto mehr Kraft müßte ich aufwenden. Das Hauptproblem stellt aber schon die Beschaffung und der Preis der Gasdruckfedern dar.

Einige Leute, die hier gepostet haben brauchen allerdings mehr Hubkraft oder eine größere Hubhöhe. Das ließe sich mit etwas Bastelei zwar auch lösen, dann kommen wir allerdings langsam in die preisliche Region von professionelleren Systemen. Mir würden 80 kp ohne weiteres reichen.

MfG Sepp R

WernerR

#78 Beitrag von WernerR » Mo 23 Mai 2005 14:34

Moin, unsere Hubdachloesung an unserem Unimog 417 kann unter dem Menuepunkt Unimog auf www.eifelbaer.de.vu angeschaut werden. Funktioniert einwandfrei, sind gerade von einer 9 monatigen Nord- und Mittelamerikatour zurueck.

So long, Werner

dennis

#79 Beitrag von dennis » Mo 23 Mai 2005 19:16

in den Ecken Umlenkstationen für 6 mm Stahlseile, alle auf eine gemeinsame zustation änlich der Handbremse und das Problem der sync. stellt sich nicht mehr. läst sich durch eine lange Gewindespindel ziehen ist sehr leicht in Bau und Gewicht. Die Spindel läst sich elek. Antreiben. Nehmt ummanteltes Stahlseil ähnlich der Bremsseile bei alten Mopetbremsen last sich super verlegen.

bluehei
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#80 Beitrag von bluehei » Di 31 Mai 2005 16:32

Hi Ronny,

Action Mobil verbaut ähnliche Ideen bei seinen Allrad LKWs um sie u.a. containertauglich zu bekommen.

Je nachdem, wie luxeriös Du es brauchst...
Eine simple Lösung könnte sein:
Die ganze Geschichte einfach mit Alu Profilen (kleines Rechteck in großem Rechteck)führen.
Den beweglichen Teil gegen den feststehenden Teil mit einer Bürstendichtung abdichten.
Im geschlossenen Zustand (wenn Dein Schuhkartondeckel unten ist) Abdichtung mit einem Kantenschutzprofil mit angespritztem Gummihohlprofil, das auf dem festen Teil sitzt (wie bei den klassischen Hubdächern das Gummi am Klappteil).

Verriegelung in den Endpositionen mit solider Handbetätigung.
Damit man nicht so schwer wuppen muß, ggf. Entlasttung mit 4 Gasdruckfedern (jeweils gekreuzt).

Ich habe mal eine Lösung mit einer Art Scherenwagenhebern bei einem T3 16'' gesehen. Von einem Ausbauer am Neckar (Nähe Lauffen), Philip oder so - finde leider den Link nicht mehr. Er hat auch viel mit 6x6 Pinzgauern gebaut.

Gruß,
Heiko

Ronny

Keine Hubdachkabine

#81 Beitrag von Ronny » Fr 03 Jun 2005 08:08

Hallo,
vielen Dank für die zahlreiche Anteilnahme an der Diskussion.
Mittlerweile habe ich mich gegen eine Hubdachkabine entschieden, zumindest so wie hier angedacht.
Gründe dafür sind folgende:
Wir wollten ja möglichst viel "Wohnraum", d.h. Fahrgestell mit Fahrerhaus (Einzelkabine) und Wohnkabine quasi als Teilintegrierte Lösung. Als Basisfahrzeuger kommen eigentlich nur Bremach oder SCAM in Frage. Bei beiden Fahrzeugen ist aber scheinbar ein Heraustrennen der kompletten Fahrerhausrückwand nicht möglich. Somit lässt sich eine Sitzgruppe aus Fahrer/Beifahrersitz und Sitzbank im Wohnraum (auf der die Kinder sitzen) nicht realisieren.

Derzeit favorisieren wir einen geländegängigen Kastenwagen, zur Auswahl stehen:
SCAM Kastenwagen
Mantra 4x4 (Sprinter Umbau von Achleitner)
Iglhaut Sprinter
IVECO Daily mit Achleitner Umbau

Der Bremach Kastenwagen hätte zwar ausreichen Länge ist aber mit 152cm Innenbreite zu schmal.
Sicher spielt der SCAM in einer anderen Liga als die Umbauten, dürfte aber vom Preis vergleichbar sein. Vorteil der Umbauten wäre, dass auch Reisegeschwindigkeiten von 130-140km/h drin sind und dass sie leiser wären als der SCAM.

Viele Grüße,
Ronny

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#82 Beitrag von urologe » Sa 06 Jan 2007 12:22

Zitat Leerkabinen-Wolfgang im zweiten (gesperrten) Thread :
Und wie bekomme ich das Dach (mit Seitenwänden ca. 100kg schwer) angehoben?

hallo Wolfgang,
wenn Dein Dach wirklich nur 100kg wiegt , würde ich so planen, daß der Mittelpunkt des Daches zB an einer Ecke einer Dinette oder L-Küche, Schrank etc liegt und dort einen Spindelmotor wie einen Regenschirm laufen lassen - zusätzliche Führung des Daches nur mit Rollen oder Kunststoffgleitern an den 4 Ecken. Ist die billigste und einzige Lösung ohne Gleichlauf- und Verkantungsprobleme. Aus Gewichts- und Stabilitätsgründen würde ich das Dach mit kreuzförmig einlaminierten Carbonrohren verstärken ( die Rohre kannst Du einfach selbst über eine dünne Papprolle laminieren - kostet dann nicht die Welt).
LG
Ralf
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#83 Beitrag von Rudi » Sa 06 Jan 2007 13:09

@ Wolfgang

Erläutere bitte mal wie du auf 100 kg kommst ,bzw. wie groß die Kabine werden soll.

Bei einer Kabinenlänge von 3 m kommst du bei 1,2 m Höhe auf eine Wandfläche von 12 m2.
Dann noch das Dach 3x2 m = 6 m2 macht zusammen 18 m2

Bei einer normalen Gfk Wand mit 8 kg/m2 hast du dann schon 144 kg

Dann sind aber noch keine Kantenleisten/Eckleisten/Dachluken verbaut.

Rechne lieber mit fast 200 kg

@ Ralf

Zentralspindelmotor,super Sache ,wenn sich die Inneneinrichtung so einrichten läßt ,dann mit Sicherheit die billigste und einfachste Lösung.

Aber leider nicht immer machbar

Guß Rudi

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#84 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Sa 06 Jan 2007 14:13

Hallo, Ihr zwei,

danke, daß Ihr für mich mitdenkt! Die Idee mit der Zentralanhebung hatte ich auch schon einmal, habe sie aber aus Sorge vor Verkantung erst einmal abgeleht. Vielleicht muß ich doch noch einmal darüber nachdenken. Ich könnte diese Hubmechanik dann sogar nur zum Anheben und Absenken aufstellen, fixiert werden soll das Dach sowieso über andere Befestigungen...

@ Rudi:
Zur Größe der Kabine: sie soll so groß werden, daß das Gesamtfahrzeug mit DoKa nicht größer wird als der entsprechende Kastenwagen, d.h. die Grundfläche wird etwa bei 2,2*1,9m liegen (hängt auch vom Basisfahrzeug ab - ich versuche, den neuen Transit AWD einmal probefahren zu können).
Die Seitenwände des Hubdaches werden nur etwa 85-90cm hoch, so daß sich im ganzen knapp 12m² ergeben, bei 8kg/m² (0,8mmAlu/30mm Styrodur/0.8mm Alu + Winkel etc) wären das dann rund 100kg. Angehängt wird an das Dach nichts, Hängeschränke wird es nicht geben, nur kleine Regale, die aber während der Fahrt zusammengeklappt sind.

@ Ralf:
ich glaube, Du bist bislang der einzige, der Carbon im WoMo-Bau einsetzt, oder? Ist das Material nicht hoch wärmeleitend? Wie läßt es sich verarbeiten? Ich hab' Carbon noch nie in den Fingern gehabt...


Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
Zuletzt geändert von Leerkabinen-Wolfgang am So 07 Jan 2007 09:38, insgesamt 1-mal geändert.
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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#85 Beitrag von urologe » Sa 06 Jan 2007 14:30

@ Wolfgang,
ich habe auch erst einmal einen Schrecken bekommen , als ich (im Nachhinein :oops: ) die Wärmeleitwerte für Carbon gelesen habe , die besser als Stahl sind , aber das bezieht sich auf die reine Carbonfaser ! im laminierten Zustand liegt der Wert irgendwo zwischen Carbon und GFK und damit in eher erträglichen Bereichen. Das hängt naturgemäß von der Dicke der Harzummantelung ab und da beim (unprofessionellen) Handlaminieren meist viel zu viel Epoxy vergeudet wird liegt der Wert eher Richtung GFK.
Das Material verarbeitet sich genauso wie Glasfaser , läßt sich nur ein klein wenig schlechter schneiden -ich habe dafür einfach billige Haushaltscheren verbraten .... Gelege läßt sich besser verarbeiten als Gewebe und ist was für Carbondummies , weil Du Dir nicht soviel Gedanken über maximale Zug- Druck und Traglasten machen mußt - ist eben wie Vollholz und Sperrholz.... Ganz wichtig, denke ich , ist die Hutschachtel aus einem Material zu machen !! da Du mit relativ geringen Überweiten arbeiten willst , damit es nicht zieht -trotz Bürstendichtung rundherum , aber auch nicht bei Temp-wechsel klemmt. Da kommt m.E. nur ein GFK-Sandwich von 3cm Dicke in Frage.
Ich wollte das bei mir unbedingt verwirklichen , habe mich aber letzlich bei 6m Spannweite nicht getraut.
LG
Ralf
Zuletzt geändert von urologe am Sa 06 Jan 2007 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Spindel und überhaupt.......

#86 Beitrag von Abgemeldeter User » Sa 06 Jan 2007 14:34

Hallo Wolfgang,

theoretisch ist eine Lösung mit 4 Spindeln, die über Endloskette durch einen Motor angehoben werden, die Idealmassnahme, nur.... der Teufel sitzt im Detail.
Eine drehbar gelagerte Spindel, die über ein angeschweißtes Motorradritzel angetrieben wird, würde sich bei Antrieb unten am Boden anbieten. Die Kette liefe dann durch Plastikkanäle quasi in der "Fußleiste" durch die Schränke, hinter dem Kühli her. Wenn Du aber noch Radkästen im Auto hast, mußt Du auf jeder Seite 4 x!!!! umlenken, was höheren Widerstand und Störungspotential bedeutet. Den Motoreinbau kannst Du an einer passenden Stelle frei auswählen, allerdings soltest Du eine verstellbare Spannrolle vorsehen, um den Verschleiß (Längen) der Kette ausgleichen zu können. Die Frage ist jedoch, wo bekommst Du die Spindeln und die passenden Fußlagerungen her, was nimmst du für einen Motor (12 V Scheibenwischermotor, ist der stark genug für 14 oder mehr Meter Kette?) , wie baust Du die Umlenk- und Spannrollen usw... usw.....????
Außerdem gibt es bei Deinem Plan, das Dach um 80 cm zu heben, ein Führungproblem. Du kannst z.B. zwei Spindelmuttern in einem Rohr, das dann übegestülpt wird, in 40 cm Distanz anbringen. Die Spindel ist nur unten drehbar gelaget, oben stützt sie sich in den beiden Muttern ab und wird dadurch auch gerade gehalten. Nur eine de Muttern mußt Du unbedingt verschiebbar machen.....also vielleicht in einer langen Nuss führen, damit Längenänderungen durch Temperaturunterschiede nicht zu Klemmwirkungen führen. Oberhalb der Muttern ist je ein Fettnippel vorzusehen. Außerdem ist das beim Einführen wichtig, damit sich die Mutter im Verhältnis zur anderen auf die richtige Höhe setzen kann, so fein kannst du den Abstand nie ausmessen......
Wenn die Muttern einigermaßen passgenau sitzen und nicht zuviel Spiel zum Gewinde haben, sollten sie das Dach in Verbindung mit den Ecken, die Du bitte hochgleitend ausführst, entweder mit selbstschmierenden Metallen oder mit der Hand (jedesmal, wenn die Kabine abgesenkt wird, dünn fettfreie Vaseline drauf), ganz gut gehalten werden. Dass es auf extreme Passgenauigkeit ankommt, brauch ich Dir nicht zu sagen. Übrigens, den Spalt zwischen den Wänden kannst Du mit schmalen Industriebürsten - Leisten außen und innen abdecken, da kommt dann nix mehr durch.
All dieses ist ein immenser Aufwand, der eigentlich durch nichts gerechtfertigt sein dürfte als "mit aller Gewalt und gegen jeden besseren Rat...hihihi" seinen Traum erfüllen zu wollen..... "und es bewegt sich DOCH!!!!"..... mein lieber Leerkabinen - Galileo...... :P .....

Ich kenn im Ruhrgebiet jemanden, der hat sich sein Traumwomo auf Unimogbasis (natürlich 2450er) gebaut, 10 Jahre hat er gebraucht und wirklich keine Kosten gescheut. Die Außenwände sind aus austhenitischen Stählen der damaligen Werkstoffnummern 9006 und höher (V6A und besser), er hat sich eigens eine Wigg Schweißanlage für über 25.000 DM zugelegt, um das schweißen zu können. Außerdem hat er es geschafft, mit Zustimmung des TÜV einen 380 PS MAN Motor in den Unimog zu verpflanzen mit, soweit ich mich erinnere, einem Allison-Automatikgetriebe. Also Aufwand ohne Ende, das Ding hat letzten Endes nur wenig unter 500.000 DM gekostet, wobei es "unter uns Pastorentöchtern" nach meinem Geschmack eine technische Sensation, aber eine ungemütliche kleine Hütte ist. Der hat auch eine Hubanlage mit über Zentralrechner gesteuerter Hydraulik zum Anheben. Die mißt die aufgebrachten Kräfte und die Wege der Kanten und steuert bei dem Zylinder, der "hinterherhinkt", Druck nach, das geht 10 mal in der Sekunde. Wenn ich das mit den Kosten der Lenkhydraulik von Danfoss vergleiche aus meinem Truck Trial Prototyp mit nur 2 Zylindern und manueller Ansteuerung über Treckerlenkung vorn bzw Handhebel für hinten, dann hat allein diese Geschichte 5 stellig gekostet und vorn stand weder 1 noch 2 ........
Auch das Angebot über ein vollhydrauliches Fahrwerk mit 4 Zylindern und einer mechanischen Drucksteuerung lag damals deutlich über 20.000 DM Materialkosten.... also alles furchtbar teuer, wenn mans neu vom Profi machen ließ. Nur Hydraulik, so ist meine laienhafte Vorstellung, bedeutet hohe Drücke und da sollte man schon was sicheres haben. Ich denk mal, eine Hydraulik scheidet für Dich aus, es sei denn, du machst so eine Hebelei wie auf dem Foto von meinem Namensvetter und sprichst das mit einer Handpumphydraulik an, wie man sie noch an den alten kleinen Rollkränen findet, mit denen man früher in den Werkstätten die Motoren aus den Autos gehoben hat.

Aber was ich Dir auf diesem langen Umweg zu verstehen geben will, hat Christianus in zwei Sätzen zusammengefaßt, ich brauch nur 2 Worte: LASS ES...... :twisted: :idea: :lol:
Zuletzt geändert von Abgemeldeter User am Sa 06 Jan 2007 15:21, insgesamt 1-mal geändert.

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ach fällt mir noch ein.....

#87 Beitrag von Abgemeldeter User » Sa 06 Jan 2007 14:41

Sei nicht betrübt, lieber Wolfgang, ich will Dir nur Ärger und aus meiner Sicht unnötigen Aufwand ersparen.....so weit wie Du war ich in den Planungen auch schon und habe damals GsD auf einen guten Freund gehört.

Aber um Deine Kreativität nicht völlig abzuwürgen, denk doch mal bei Deinem nicht sooooo furchtbar großen Auto über einen Heckauszug für mehr Lebensraum nach....... :roll: ....

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Re: Spindel und überhaupt.......

#88 Beitrag von urologe » Sa 06 Jan 2007 14:51

Thomas Frizen-Fischer hat geschrieben:Hallo Wolfgang, Aber was ich Dir auf diesem langen Umweg zu verstehen geben will, hat Christianus in einem Satz zusammengefaßt, ich brauch nur 2 Worte: LASS ES...... :twisted: :idea: :lol:
@ Wolfgang -
aua - das hat mir bei meinen Planungen auch immer weh getan , wenn einer die Wahrheit, die ich nicht hören wollte, geschrieben hat....
aber action-mobil und unicat ( G h s s :cry: ) haben viel Lehrgeld bezahlt , bis es funktioniert hat und sind eher wieder auf dem Rückmarsch von dieser Entwicklung.
LG
Ralf
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Alter Hans
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#89 Beitrag von Alter Hans » Sa 06 Jan 2007 23:34

Hallo Wolfgang,

eine Frage von mir auf die ich keine Antwort erwarte:
Ein Kfzrahmen und -aufbau wird ja im Lauf der Jahre und nach vielen km immer weicher - d. h. die Verwindungen während der Fahrt werden dann immer größer. (Dieses Thema interessiert mich übrigens sehr).
Was passiert dann wohl mit Deinem paßgenauen "Hutschachteldeckel" sowohl beim Fahren wie auch beim Stehen auf Unebenheiten?
Ich fürchte, er wird immer mehr scheuern, anstoßen, scheppern und klemmen - auch undicht wird er wohl.

Gruß vom Alten Hans

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#90 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » So 07 Jan 2007 10:44

Bähh - und ich werd's doch versuchen mit meiner Hutschachtel-Kabine!

Und ich werde es sehr einfach halten: die Art der Führung muß ich mir noch weiter überlegen, insbesondere ob es eine Möglichkeit gibt, diese im Fahrzeuginnern verschmutzungsgeschützt unter zu bringen.

Bei der Humbechanik werde ich versuchen, mit einer einzigen, mittig anzubringenden Hubvorrichtung (LKW-Wagenheber o.ä.?) auszukommen. Bei nichtgebrauch verschwindet die in irgend einem Stauraum.

In eingefahrenem Zustand würde eine Gummidichtung auf den Oberkanten des Kabinenunterteils, auf denen die Innenseite des Hubdaches aufliegt, für Staub- und Windschutz sorgen.
Um in ausgefahrenem Zustand (gehalten durch zwischengeklemmte Stützen an den vier Ecken, nicht durch die Hubvorrichtung) staub- und windgeschützt zu sein müßte auf die Oberkanten des Kabinenunterbaus ein nach aussen überkragender Blechstreifen montiert werden, der im überstehenden Teil eine nach unten gerichtete Gummidichtung erhält. Die Seitenwandunterkanten des Daches erhalten ebenfalls einen nach innen überkragenden Blechstreifen, auf den ebenfalls eine Gummidichtung kommt. In ausgefahrenem Zustand drücken die beiden Dichtungen aufeinander und dichten gegen Zugluft ab.

So meine derzeitigen Überlegungen. Was haltet Ihr davon?


@Alter Hans:
Da das Basisfahrzeug unser einziges werden wird, kommt hier in relativ kurzer Zeit eine hohe Laufleistung zusammen - ich rechne mit 150.000-180.000km in fünf Jahren. Danach wird das Fahrzeug ersetzt.
Vielleicht bin ich da etwas blauäugig, aber ich hoffe, daß das Fahrzeug diese Laufleistung ohne Schädigung der Kabine meistert.

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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