Wohnkabine mit Hubdach

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Verdi
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#46 Beitrag von Verdi » Di 08 Feb 2005 08:43

Moin Gemeinde,

anstelle der Hydraulikstützen können doch pneumatische Rundzylinder eingesetzt werden. Druckluft kann entweder vom Klimakompressor abgezweigt werden oder ein separater Kompressor wird installiert. Dieser kann gleichzeitig für die Reifen und evtl. Differential-Sperren eingesetzt werden - ist bei Allradfahrzeugen nicht so abwägig.

Gruß
Mario

hwk
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#47 Beitrag von hwk » Di 08 Feb 2005 09:17

Hallo zusammen,

der Klimakompressor arbeitet im geschlossenen Kreislauf. Bitte hier nicht anzapfen, da man sonst die gesamte Klimaanlage lahmlegt und eventuell auch noch den Kompressor zerstört.

Besten Gruß

HWK

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TOSCH
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#48 Beitrag von TOSCH » Di 08 Feb 2005 09:56

Hallo Verdi,

das iss ja geil :-)))))))))))))))))))))))))

das ist ja ne klasse Idee, was denkst welches Kältemittel besser geeeignet ist um die pneumatischen Rundzylinder zu betreiben R 147 oder B0815 ?

Gruß

Torsten Schneider

Dirk-16

#49 Beitrag von Dirk-16 » Di 08 Feb 2005 10:33

Hi,
mal langsam, er meint hoffentlich: einen Klimakompressor als Luftkompressor zu betrieben. Geht, und der hat mächtig Leistung.

Also bitte keinen Sarkasmus und Killerphrasen, wir sind hier bei der Ideensuche, da ist alles erlaubt!

Aber wieder: wie syncronisieren? wenn da ein Zylinder klemmt verbiegt's dir die komplette Mechanik, dann ist der Urlaub vorbei. Über den Druck geht das auch nicht. Bleiben nur wieder Seile oder Zahnriemen oder Scherenmechanik...s.o.

Übrigens: Scheren sehen HÄSSLICH aus :? !


Ich bleib bei der Seilmechanik. Einzige Ergänzung: zum sauberen Syncronisieren der vier Hebeführungen sollten auch die vier Seile auf konstanten bzw. gleichen Durchmessern eingeholt werden. D.h. man braucht eine saubere Aufwicklung und axialen Freigang für das Seil...im Extremfall also eine Spill mit "Wickelrillen". Die müsste man sich drehen lassen :-( (oder selbst machen, jede kleinere Drehmaschine mit Gewindeschneidvorrichtung kann das) vielleicht geht's aber auch mit ner glatten Welle, wenn das Seil an sich selbst geführt wird.

Für die Abwärtsbewegung sollte das Eigengewicht reichen, da darf sich natürlich nichts verklemmen! Evtl. desmodromische (Zwangs-)Führung, also auch Seile, die das Dach herunterziehen. Hat ja keiner gesagt, dass das einfach wird... ;-)

Gruss,
Dirk

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Sven Strumann
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#50 Beitrag von Sven Strumann » Di 08 Feb 2005 10:46

Kleines OT:
Klimakompressoren sind ideale Druckluftkompressoren. In meinem Ford hatte ich einen als Reifenfüllanlage verwendet. Damit war ein 35x15 Reifen in Nullkommanichts aufgepumpt

Dirk-16

#51 Beitrag von Dirk-16 » Di 08 Feb 2005 11:45

Hi,
noch ne Idee: schaut mal nach "Hubmotoren für Dachfenster" Stichwort Schubkette.
Einfach mal googeln. Die sind allerdings ziemlich teuer, aber seeehr kompakt. Wenn die nicht überlastet werden sollten da mehrere ziemlich gleichmässig laufen, da sie ziemlich an der Netzfrequenz hängen.

Generell könnte man aus dem Bereich was verwenden, da stehen grössere Stückzahlen dahinter. Allerdings nur mit 230V-Konverter, klar.

Besagte Schubketten setzen sich gerade durch und beginnen, die Hydraulik zu ersetzen. Sind im Prinzip knickfeste Ketten, die in einem Kettenkasten gespeichert werden und mit einem Kettenrad ausgeschoben werden wie der berühmte indische Seiltrick ;-)
Hub und Last ist nicht unendlich, aber 50-60cm sind z.T. drin.

Allerdings muss man das Dach dann trotzdem noch führen gegen Seitenkräfte...dann sind wir wieder bei den Stangen mit Gleitlagern! Und ich sag's die ganze Zeit... ;-)

Gruss,
Dirk

Ronny

#52 Beitrag von Ronny » Di 08 Feb 2005 12:18

Hallo Dirk-16,

ich denke genau in die gleiche Richtung wie Du.
Bin auch schon soweit, dass ich einsehe, dass ich um eine Führung des Daches über Schubstangen nicht rumkomme. Ist aber auch kein Problem.
Deine Seillösung ist sicher halbwegs einfach zu realisieren, es würde sich auch sicher anstatt des Rolladenantriebs für 230V ein starker Motor mit Getriebe für 12V finden lassen.

Hydraulik und Pneumatik sind aus Kostengründen gestrichen.

Die Spindelhubgetriebe hab ich aber auch noch nicht aus meinem Kopf gestrichen. Das einzige Problem ist ja nur die Synchronisation der 4 Motoren.
Ich bin leider kein Elektronikbastler, aber es müsste doch möglich sein, an jedem Motor einen Drehzalsensor (digital über Lichtschranke und Lochrad) und dazu einen Drehzahlregler anzuschliessen. Man müsste das ganze dann halt mal testen un die Drehzahlregler auf eine Geschwindigkeit einstellen, die alle 4 Motoren schaffen. Der Digitalteil dieser Schaltung ist sicher für ein paar Euros zu bauen, das teurste werden wohl die Leistungsteile. Aber wie gesagt ich kenn mich da eigentlich nicht aus, aber wenn jemand was dazu beitragen kann würde ich mich freuen.

Viele Grüße,
Ronny

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Verdi
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#53 Beitrag von Verdi » Di 08 Feb 2005 12:45

Torsten Schneider hat geschrieben:das iss ja geil :-)))))))))))))))))))))))))
Sowas erregt Dich :shock:? Na ja, jedem das seine.

Natürlich war ein umgebauter Klimakompressor gemeint. In Off-Road-Kreisen (in denen ich mich sonst bewege) ist dieses durchaus üblich. Fälschlicher Weise habe ich diese Transferleistung vorausgesetzt.
Dirk-16 hat geschrieben:Aber wieder: wie syncronisieren? wenn da ein Zylinder klemmt verbiegt's dir die komplette Mechanik, dann ist der Urlaub vorbei.
Sicherlich kann irgendwann ein Zylinder klemmen, aber das ist nicht die Regel, sondern der worst-case. Dann kann immer noch eine Amputation weiterhelfen.
Problem bei Hubdächern mit festen Seitenwänden ist immer, dass die Hubmechanik bei geöffnetem Dach außen liegt und somit der Witterung ausgesetzt ist. Da sehe ich eher das Problem bei Laufschienen bzw. Schlittenkonstruktionen - wenn da mal Sand dazwischen kommt.

Das Hub-Problem ist bei mir zur Zeit akut. Mein Hubdach (Warzenblech mit festen Seitenwänden, etwa 80 kg) ist schon auf dem Fahrzeug drauf. Mit der ursprünglich vorgesehene Hubkonstruktion bin ich nach ersten Versuchen unzufrieden.

Gruß
Mario

Daytona
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#54 Beitrag von Daytona » Di 08 Feb 2005 14:01

Hallo Ronny,

die Spindelhubgetriebe habe ich gerade bim Fachhandel angefragt, bin mal gespannt, wieviel die dafür ansagen.

Daten:
- Spannung 24 V (evtl. Fahrzeug- und Aufbaubatterie in Reihe schalten?!?)
- Hub 750 mm (in 50 mm-Schritten erhältlich)
- Außendurchmesser nur 45 mm
- Länge = Hub + 320 mm
- Hubkraft 1000 N
- Geschwindigkeit lastabhängig ca. 25 sec/100 mm,
d.h. der gesamte Hubvorgang dauert gut 3 min.
- eingebauter Impulsgeber für Gleichlaufsteuerung!!
- Die Steuerung fragt jeden Motor mehrmals pro
Umdrehung ab und synchronisiert diese.

Sobald ich die Preise habe melde ich mich wieder!

Viele Grüße,

Dirk
(Sind z.Z. viele Dirks hier... ;-) )

Daytona
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#55 Beitrag von Daytona » Di 08 Feb 2005 14:15

Nochmal ich:

Bin jetzt am überlegen, ob ich einfach nur einen "Schuhkarton" baue, oder mit Alkoven und klappbaren Seitenwänden für den Alkoven, siehe "Alaskancamper.com". Hängt sicherlich von der Nutzung/Grundriß ab...

Aber bevor sich jetzt alle einen Wolf schreiben über die Hubmechanik, es gibt noch andere Probleme. Aber vielleicht habt ihr die alle schon gelöst?!?

Wie sieht die Eingangstür aus?
Wie sind die Wände einer evt. Nasszelle auszubilden (Teleskop, Klappen oder nur Vorhänge??

Freue mich schon auf die Vorschläge/Dikussionen

Dirk

Dirk-16

#56 Beitrag von Dirk-16 » Di 08 Feb 2005 15:10

Hi Daytona,
3 min zum Öffnen fänd ich sehr nervig. Dann kann man den Kaffee zwischendurch wirklich fast vergessen. Irgendwelche kurze Suchaktionen werden dann auch ätzend (ich hatte mal ein Klappdach).

30s fänd ich noch akzeptabel, 15s (wie oben überschlagen) sind dann ok, wenn man mal schnell nach hinten will.
Ich denke, die 1000N pro Stütze sind etwas oversized für dein Dach, oder wiegt das so viel? Die Spindeln kosten einiges, würde mich über 200-300€ nicht wundern.
Bei 24V brauchst du dann auch nen Konverter, die sind seltener als 230V-Konverter (es gibt einen 10A-Konverter 12auf24V bei Conrad für ca. 50€).

Wichtig ist aber auch, eine Last mit anheben zu können. Also ein Kanu oder Brennholz, Sandbleche o.ä. Sollten schon noch drin sein, da würd ich mal 100kg Reserve einplanen (Schneelast?).

Es gibt noch einen anderen thread zu dem Thema unter "Selbstbau", auch zu Türen.

Gruss,
Dirk

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KlauDa
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#57 Beitrag von KlauDa » Di 08 Feb 2005 15:53

Hallo Daytona-Dirk.
Da ich die Motorstützen meiner Kabine in nächster Zeit ersetzen will, bin ich an einer Anlage mit Gleichlaufsteuerung sehr interessiert.
Beim Absenken der abgesetzten Kabine läuft einem immer das am wenigsten belastete Bein weg und man muss von Hand abstoppen, bist die restlichen 3 Beine nachgekommen sind ( ist zwar durch die Fernsteuerung nicht sonderlich problematisch - man muss aber eben ständig die vier Ecken beobachten, was etwas nervt ).
Das Hochfahren der Kab gestaltet sich naturgemäss einfacher, da ein „voreiliger“ Motor durch die zunehmende Last automatisch abgebremst wird.
Das Ganze ist imgrunde mit dem Hubdach-Problem vergleichbar - nur die zu bewegende Last liegt bei ca 1100 Kg.
Gruss ; Klaus

Daytona
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#58 Beitrag von Daytona » Di 08 Feb 2005 17:19

Hallo Klaus,

da die Spindeln üblicherweise für Lichtkuppeln an Gebäuden eingesetzt werden, sind sie als Absetz-Stützen für eine komplette Kabine sicher ungeeignet.

An Namensvetter Dirk-16:

Der Tipp mit dem Konverter 12V-24V ist super, danke. Mit der Hubzeit ist Ansichtssache, mich würden die 3 min nicht stören. Schnellere Antriebe brauchen auch höhere Antriebsleistung (größer, schwerer, teurer).
Mit den 1000 N x 4 Spindeln, entspr. 400 kg, hätte man genug Reserve für eine Dachlast, ich finde das nicht "oversized". Die Kosten für die 4 Spindelmotoren incl. Gleichlaufsteuerung dürften sich auf knapp 1.000 € belaufen (Angebot abwarten). Klar, teuer, aber eine technisch saubere Lösung und kaum Installationsaufwand gegenüber Seilen, Umlenkrollen, etc.

Dirk

gelöscht1

#59 Beitrag von gelöscht1 » Mi 09 Feb 2005 06:49

Daytona hat geschrieben:Hallo Klaus,

...Die Kosten für die 4 Spindelmotoren incl. Gleichlaufsteuerung dürften sich auf knapp 1.000 € belaufen (Angebot abwarten).
Ciao Dirk

Da biste mit der Hydraulik aber günstiger, brauchst weniger Strom, sie ist sehr leise und deutlich schneller bei mehr Hubkraft. Installation ist genau so einfach wie mit Spindelmotoren. Die Zylinder und das Pumpengehäuse sind mit Öl vorgefüllt, musste nur Leitungen anschliessen und fertig. Aussendurchmesser derselben ca. 4mm.
Dirk-16 hat geschrieben:-Hydraulik kann lecken, tolle Sache mittem im WoMo an verdeckten Stellen!
Ich hab keine Probleme damit, die Leitungen werden wie Gasleitungen auch verschraubt und sind dicht. Pro Zylinder führt eine Leitung an die Pumpe, so hast du keine versteckten Verbindungen die lecken können.

Wenn's nicht zu sehr eilt, kannste dir die Sache in Bodenheim mal ansehen :lol:

Gruss Manfred

Ronny

#60 Beitrag von Ronny » Mi 09 Feb 2005 08:21

Hallo,
gegen Hydraulik ist sicher nix einzuwänden, wenn sie nicht so teuer wäre. 1000€ für ne Hubanlage find ich schon recht viel. Allerdings kann man denk ich bei Hydraulikzylindern sicher sein, dass die Wetterfest sind, die Zylinder liegen immer ausserhalb der Kabine, zumindest bei geöffnetem Dach, da sie ja auch in Baggern etc verbaut werden.

Mit das teuerste bei der Hydrauliklösung ist denke ich der Ventilblock, der dafür sorgt, dass alle 4 Zylinder unabhängig von der Last die gleiche Menge Öl bekommen, was die Voraussetzung für gleichmässiges heben ist.

Viele Grüße,
Ronny

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