Wohnkabine mit Hubdach

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Heiko
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#31 Beitrag von Heiko » Do 27 Jan 2005 21:53

Hallo Ronny,
ich habe in meinem Suburban einen Rahmen im Dach, der 280cm x 120cm x 15cm mißt. Im Dach ist ein Loch. Hier soll ein Hubdach hin, das öffnen und schließen soll wie bei dir. Mein Lieblingsmechaniker möchte dies nach endlosen Überlegungen mit Ketten, Hydraulik usw. nun letztendlich mit Kniehebeln machen. Sobald ich mein Dach ( aus Riffelblech ) fertig habe, bringe ich mein Auto hin. Ich werde dann umgehend berichten.
Gruß Heiko
Das geht auf keine Kuhhaut !

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Sven Strumann
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#32 Beitrag von Sven Strumann » Do 27 Jan 2005 22:08

Oben auf die festen Wände eine Wulstdichtung, darauf liegt das Dach im geschlossenem Zustand.
Für die Dichtigkeit im offenen Zustand befestigst Du oben an den Wänden außen einen L-Winkel mit Dichtung. Die Seitenwand des Daches bekommt unten an der Innenseite auch einen L-Winkel. Dieser schlägt dann im hochgefahrenen Zustand an den Winkel der Seitenwand und dicht ist die Sache.

gelöscht1

#33 Beitrag von gelöscht1 » Fr 28 Jan 2005 07:11

Hier mein Lieferant der Hydraulik, kannst ja mal anfragen und Unterlagen bestellen:

Wicki & Partner, 4513 Langendorf

Tel. 0041326214140

Hydraulikpumpe ca. 200 Euro

Pro Zylinder ca. 80 Euro

Elektroantrieb inkl. Steuerung und Fernbedienung ca. 230 Euro
Anstelle Elektroantrieb gibts ne Handkurbel, ca. 20 Euro, die reicht für gelegentlichen Gebrauch völlig.

Elektroantrieb kannste selbst was machen mit Scheibenwischermotor, an der Pumpe werden für die jeweiligen Endstellungen je ein Reedkontakt montiert. Das Öl ist in der Pumpe drinn, brauchste keinen extra Öltank. Die Zylinder können auch radiale Kräfte auffangen, das System wird z.B. für Hubtische verwendet

Gruss Manfred

Ronny

#34 Beitrag von Ronny » Fr 28 Jan 2005 08:21

@Parapanter,
vielen Dank für die Daten, werd dort gleich mal ne Anfrage starten

@Sven,
ein Schachtelhubdach, so wie es Langer&Bock, Actionmobil, Lyndi, etc anbieten kommt nicht in Frage, weil es Fenster und Türen abdeckt. Sollen im Aufbau während der Fahrt Passagiere sitzen, dann braucht man Fluchtwege auf zwei unterschiedlichen Seiten (soweit der TÜV).
Ausserdem soll der Nachwuchs ja auch während der Fahrt was mitbekommen und nicht in einer dunklen Wohnkabine transportiert werden.

Viele Grüße,
Ronny

Renato
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#35 Beitrag von Renato » Fr 28 Jan 2005 11:30

Hallo Ronny

Mit Interesse habe ich die Vorschläge zu Deiner Problemstellung mitverfolgt.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, möchtest Du ein Hubdach wegen dem Schwerpunkt des Fahrzeuges.
Ich habe bei meinem jetzigen Projekt die gleiche Anforderung bezüglich Schwerpunkt.
Ich behaupte mal, dass der Gesammtschwerpunkt des Fahrzeuges etwa am gleichen Ort ist, wenn die Mechanik, das stabile Dach , mit einbezogen wird. Aus diesem Grund habe ich mich für eine feste Kabine entschlossen.
Mit fester Kabine habe ich eine Höhe, die für eine Kontainer Verladung zu hoch ist - alternative : auf einem "Flat" verschiffen.

Gruss Renato

Ronny

#36 Beitrag von Ronny » Fr 28 Jan 2005 14:00

@Renato,
es gäbe auch die Alternative das Auto in einem High-Cube Container zu verschiffen. Dies ist allerdings preislich dann schon ein großer Unterschied. Man spricht da von 200% Preisaufschlag.
Das Fahrzeug auf einer Flat zu Verschiffen halte ich persönlich für unsinnig, da ist es nur durch ne Plane geschützt, d.h. ans Fahrzeug kann jederzeit jemand ran.

Gruß,
Ronny

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Sven Strumann
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#37 Beitrag von Sven Strumann » Fr 28 Jan 2005 14:28

Es kommt immer auf die Reederei an, es gibt auch welche, da passiert auch bei Flat nichts. Aber wer per Frachtschiff verschifft, sollte generell sein Fahrzeug so einbruchsicher wie möglich machen.

Ronny

#38 Beitrag von Ronny » Di 01 Feb 2005 14:02

Hallo,
vielen Dank an dieser Stelle an alle, die sich hier an der Diskussion beteiligt haben.

Nach einigen Erkundigungen und Rechnungen scheidet für meine Anwendung eine Lösung über Gasdruckfedern und/oder Scherenhebern (siehe dustdevil) aus. Der Grund liegt einfach darin, dass bei einem Dachgewicht von 100kg die Arme der Scherenheber anfänglich mit einem Druck von fast 500kg belastet werden.
Die Lösung mit 4 Hydraulikzylindern in den Ecken und einem Ventil, dass an alle 4 Zylinder immer den gleich Volumenstrom verteilt ist zwar wohl das einfachste zum installieren, kostet aber richtig Geld.

Mein derzeitiger Favorit wären 4 selbstgebaute Spindelhubgetriebe. Sicher gibt es auch Spindelhubgetriebe zu kaufen, die sind aber auch sehr teuer und Leistungsmässig völlig überdimensioniert. Bleibt als einziges Problem die Synchronisation der 4 Elektromotoren. Wenn da jemand ne elektronische Lösung hat ist diese gern Willkommen.

@Sven,
Das Aufstelldach mag zwar genauso schwer oder etwas schwerer sein, als Wände und dach von einer hohen Kabine, die Höhe eines Fahrzeugs entscheidet aber z.B. in Gebrigswäldern (Italien, Hohe Tatra, etc...) oft über Weiterkommen oder umdrehen.

Viele Grüße,
Ronny

Dirk

#39 Beitrag von Dirk » Do 03 Feb 2005 16:03

Hallo Leute,

ich bin überrascht, hier ein Forum zu finden mit genau den Inhalt, mit dem ich mich auch schon seit einigen Monaten beschäftige.

Da ich das ganze nach abgeschlossener Konstruktion u.U. zum Verkauf anbieten möchte stelle ich mir natürlich die Frage nach dem wirtschaftlichen Potenzial. Wie ist Eure Meinung hierzu??

Für das anheben des Daches mit Spindelhubgetrieben: Schaut doch mal bei den Herstellern von RWA (Rauch- und Wärmeabzugs-Anlagen) nach, die haben sogar Antriebe mit Synchronsteuerungen.

In Amerika gibt's sowas anscheinend öfter, nur habe ich bisher noch keinen Händler in Deutschland/Europa gefunden. Siehe http://www.Alaskancamper.de.

Grüße

Dirk

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Leerkabinen-Wolfgang
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#40 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 04 Feb 2005 11:17

Hi, Dirk,

der Link funktioniert nicht - falsch geschrieben?

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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Sven Strumann
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#41 Beitrag von Sven Strumann » Fr 04 Feb 2005 11:41

Vermutlich meint er diesen hier:
http://www.Alaskancamper.com

Dirk
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Beispiele gibt es doch genung!

#42 Beitrag von Dirk » Fr 04 Feb 2005 13:29

Bevor Du hier über irgendwelche Spindeln, Hydrauliken oder Elektromotoren nachdenkst:

Hymer/ Eriba verbaut genau diese Idee seit mehr als dreißig Jahren in ihren Wohnwagen. Die gibt es heute immer noch. Die stehen bei jedem Hymer-Händler in Deiner Nähe. Viel besser als im Internet kannst Du Dir deren Erfahrung abgucken.

Es gab auch zwei Versionen auf Wohnmobilen "Eriba Camp" hießen die und waren auf Ducato-Basis. Die findet man manchmal bei Mobile.de zum Anschauen.

Und ich glaube, siehe auch SCA-Hubdach weiter oben, dass Du die Scheren entweder bei SCA oder Reimo als Ersatzteil bekommst.

Eine sehr aufwändige, aber interessante Idee findest Du auch beim Hersteller Bocklet.

Viel SPaß beim Bauen!

Dirk-16

#43 Beitrag von Dirk-16 » Mo 07 Feb 2005 11:33

Hi,
irgendwie ist mir das alles zu aufwändig und anfällig:
-Hydraulik kann lecken, tolle Sache mittem im WoMo an verdeckten Stellen!
-Spindeln haben einen miserablen Wirkungsgrad und sind Verschmutzungsempfindlich und schwer zu syncronisieren,
-Scheren brauchen viel Platz und sind "unten" ungünstig belastet bzw. müssen deswegen überdimensioniert sein.
-Gasfedern können wegen ihrer Kennlinie nicht linear angesetzt werden, sondern nur mit Scheren o.ä.

Keep it simple. Meine Lösung wäre: 4 Linearführungen von IGUS (Kunststoffgleitschuhe, Schienen sind Meterware) in jeder Ecke, evtl. montiert auf Aluvierkantrohren (oder noch einfacher Rundrohre und Buchsen) und Seilzüge mit Umlenkrollen.
Dann an einer zentralen Stelle die Seile zusammenführen und entweder eine Seilwinde (Quadbereich, Proxxon...) oder eine Handkurbel.

Durch die zentrale Betätigung der Seile hat man automatisch Gleichlauf. Seile sind sicher und leicht, kann man beliebig ablängen und um alle Ecken lenken. Für ein 100kg-Dach reicht ein 3er Seil locker aus, zumal wenn man noch das Flaschenzugprinzip anwendet und es ja sowieso 4 Seile sind. Im Fahrradbereich gibt's Klemmstücke oder, idealerweise, verpresst man das mit Aluhülsen einfach mit nem Körner, das hält bombig. Freie Längen kann man in Bowdenzughülsen führen. Fertige Systeme gibt's im Segelbedarf (VA-Seile, Rolle, Presshülsen, Klemmen jeder Art etc).

Rollen gibt's fertig oder kann man einfach aus Kunststoff drehen (lassen). Kugelgelagert ist der Wirkungsgrad auch i.O.

Das Ganze kann man redundant ausführen, d.h. bei Elekrikdefekt per Handkurbel betätigen.
Einziger Nachteil: es geht nicht "schwuppdiwupp", wenn man sich mal schnell nen Kaffee machen will beim Autobahnstop. Da hilft dann nur ein kräftiger E-Motor.
Es spricht auch nichts dagegen, das geschickt mit Gasfedern zu unterstützen. Die sind allerdings nicht ganz billig.

Gruss,
Dirk

Ronny

#44 Beitrag von Ronny » Mo 07 Feb 2005 14:41

Hallo Dirk-16,

das mit den Seilen ist ansich ne gute und auch Heimwerkertechnisch ne gute Lösung, finde ich.
Stangen und Buchsen (Limnearlager) hab ich schon gefunden, die gibts auch mit Doppellippendichtung.
Man könnte das ganze auch mit ganz normalen Spiralfedern unterstützen, dann braucht die Seilwinde nicht so stark sein und die Spiralfedern sind echt billig.
Das einzige was mich dran stört ist, dass man die Seile durch die ganze Kabine legen muss über Umlenkrollen und dass man höllisch darauf achten muss, dass sie Seile nicht von den Rollen rutschen, wenn sie unbelastet sind.

Aber mal schaun.
Viele Grüße,
Ronny

Dirk-16

#45 Beitrag von Dirk-16 » Mo 07 Feb 2005 23:34

Hi,
für die IGUS-Buchsen brauchst du keine Dichtungen, die sind schmutzresistent. Für ganz üblen Einsatz gibt es welche mit Segmentlagerung, die halten sogar Sandberieselung aus.

Die Federn nutzen nicht viel, da sie zu starke Schwankungen in der Spannung haben durch ihre Kennlinie.

Als Winde kannst du auch 230V-Hebemotoren aus dem Rolladenbereich nehmen ;-) , die gibt's günstig in allen Stärken bei ebay. Dazu brauchst du dann aber noch einen passenden Konverter, aber den kannst du ja dann auch anderweitig nutzen ;-)
Diese Motoren haben bis zu 50Nm, sind rel. leicht, leise und schlank (viel schlanker als ne Bergewinde), langlebig und haben in beiden Richtungen präzise Endschalter, die gut einstellbar sind (entsprechende Elektronik ist also schon integriert). Wenn das Moment nicht reicht (50Nm sind auf einer Spill mit 50mm Durchmesser aber immerhin 2000N Zugkraft!), lenk die Seile flaschenzugartig um. An die Vierkantwelle kannst du beliebige Seilspille bauen. Drehen meist 12-17 U/min (bei 50mm Durchmesser also ca. 1.9-2.7m/min! 60cm Hub also in 13-18s) und haben so 150-300W.

Wenn Rollen nicht gehen, sollte es auch mit guten Bowdenzügen und grossen Radien gehen. Ansonsten halt Führungselemente um die Rollen bauen.

Ist nur so ne Idee...ich denke, du hast sicher auch noch ein paar Ideen, um das bei dir umzusetzen.

Gruss,
Dirk

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