Wohnkabine mit Hubdach

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Thomas
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#16 Beitrag von Thomas » Mi 26 Jan 2005 22:37

Hallo,

ich habe auf der letzten Fähre von Griechenland ein Womo mit Hubdach fotografiert, weil mir die Konstruktion so gut gefiel. Ich würde das Bild gern hier einstellen, weiß aber nicht, wie das funktioniert. Wenn mir jemand vielleicht einen Tipp geben kann oder ich das Bild irgendwo hinschicken kann, bitte ich um Nachricht.

Gruß Thomas

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#17 Beitrag von Picco » Mi 26 Jan 2005 22:44

Hallo Thomas

Schau mal unter http://www.womobox.de/phpBB2/faq.php#43
So kannst Du Fotos als Anhang einfügen.

Thomas
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#18 Beitrag von Thomas » Mi 26 Jan 2005 22:54

Dann will ich das mal versuchen.
Bitte melde Dich an, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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#19 Beitrag von Picco » Mi 26 Jan 2005 22:56

Bravo!
Es klappt ja! :lol:

Hast Du auch gesehen, wie das gehandhabt wird?

Thomas
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#20 Beitrag von Thomas » Mi 26 Jan 2005 23:20

Hallo,

die "Kniegelenke" waren viermal vorhanden. An jeder Ecke eins und vorn und hinten jeweils durch eine Querstange verbunden (synchrinisiert). Die Hydraulipzylinder wurden über eine von einem Elektromotor angetriebenen Hydraulikpumpe beaufschlagt. Die Seitenwände wurden vor dem runterfahren nach innen geklappt.

Gruß Thomas

Ronny

#21 Beitrag von Ronny » Do 27 Jan 2005 09:33

Hallo,
gegen eine Hydraulikanlage wäre im Grunde nichts einzuwänden, auch der schon beschriebene Mehrwert (Wagenheber...) spräche dafür, nur hab ich keine Vorstellung was sowas kosten könnte.
Ich denke die platzsparendste Konstruktion wären an jeder Ecke (also insgesamt 4) Hydraulikzylinder die einen Hub von ca. 65cm haben. Diese müssten dann allerdings auch das Dach seitlich führen, müssten also geringe Radialkräfte vertragen, da man das Dach ja auch mal hochfährt wenn das Auto schief steht oder wenn Wind geht. Eine gleichmässige Druckverteilung und gleichmässige Hub/Senkgeschwindigkeit wären ein MUSS.

Nur wie gesagt, ich hab da überhaupt keine Vorstellung was sowas kosten könnte.

Viele Grüße,
Ronny

Gast

#22 Beitrag von Gast » Do 27 Jan 2005 09:46

Hallo Ronny
Die Hydraulikstempel dürften das teuerste sein, Motoren sind eher günstig, da auch gebraucht zu bekommen.
So einen Motor mit Stempel habe ich mal aus einem T3 Krankenwagen ausgebaut und später verschenkt, der hatte eine Hubkraft von 5 Tonnen.
Daraus ist eine Hebebühne für eine schwere Strassenmaschine (Motorad) endstanden.
Infos bekommst Du bei Schötz http://www.schoetz.de/ der ist wieder auferstanden und macht nur noch Industrietechnik/Hydraulik.
Ein weiterer Tipp wäre ein Landmaschinenmechaniker, die haben Hydraulikstempen.

gelöscht1

#23 Beitrag von gelöscht1 » Do 27 Jan 2005 11:30

Ciao Ronny

Ich such die Unterlagen am WE raus. Ich hab zwei Pumpen mit 2 Hydraulikanschlüssen eingebaut, gibts aber auch mit 4. Die Zylinder können sich nur gleichmässig füllen. Angetrieben wird die Pumpe von einem 24V Scheibenwischermotor

Gruss Manfred

Ronny

#24 Beitrag von Ronny » Do 27 Jan 2005 13:12

Hallo christianus,
vielen Dank für den Link, der hat mir schon weitergeholfen, hab da jetzt mal angefragt. Ich würde also eine elektrisch angetriebene Hydraulikpumpe benötigen, einen (Öl-) Stromverteiler und 4 Zylinder. Brauch ich dann auch noch irgendwelche Ventile für rauf und runter?

@parapanter
vielen Dank für die Unterlagen.

viele Grüße,
Ronny

Gast

#25 Beitrag von Gast » Do 27 Jan 2005 13:34

Hallo Rony
Das hängt von dem Motor und der Art der Pumpe ab. Kann man die Drehrichtung des Motors ändern geht das auch nur mit eine Relaissteuerung
(Relais wegen der Strohmaufnahme) un einen einfachen Schalter zB für Fennsterheber und Endabschaltern.
Hat der Hubzylinder zwei Richtungen (zwei Anschlüsse, für jeweils rauf und runter) und der Motor bzw. die Pumpe nur eine Drehrichtung, macht man das mit einem gemeinsamen Hydraulikventil ( Hebel) für die jeweilige Richtung
rauf, aus, runter und einem Schalter für den Motor.

Die einfachere Methode wären Hydralikstempel die mit Motorkraft heben, absenkenken durch Schwerkraft und Rücklauf der Hydraulikflüssigkeit über ein Magnetventil in den Ölbehälter.

Schau mal immer wieder bei ebay unter Hydraulik, die verticken dort teilweise neue Sachen für relativ wenig Kohle.
Diesen Verteiler zB:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 83739&rd=1

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KlauDa
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#26 Beitrag von KlauDa » Do 27 Jan 2005 14:13

Hallo zusammen.
In Erinnerung an die früheren Tischer-Kabinen mit Hubdach und festen, klappbaren Wänden fällt mir eine Beobachtung beim Wintercamping ein :
Nach einigen Tagen Schneefall wollte der Tischer-Besitzer den Platz in Saas-Grund ( CH ) verlassen und daher das aufgestellte Dach schliessen. Der Mann war wirklich zu bedauern, denn die Beseitigung von angewehtem Schnee und Harsch und Eis zwischen dem aufgestellten Dach und der Kabine war offensichtlich eine kaum zu bewältigende Aufgabe. Ich war heilfroh, mich zuvor für die BiMobil-Kabine entschieden zu haben. Wenn ich mir die Konstruktion auf dem Bild von Thomas in einer vergleichbaren Situation vorstelle, scheint mir das Hubdach-Konzept als solches nicht ganz unproblematisch für Einsätze ausserhalb der Schönwettersaison zu sein.
Mir scheint das „Schuhkarton-Konzept“, wobei ein oberer Kabinenteil aus Dach und Wänden mit Hängeschränken etc über einen unteren Teil mit der restlichen Einrichtung gestülpt ist und bei Bedarf angehoben und abgesenkt wird, noch am ehesten einer festen Konstruktion nahe zu kommen. Mit Dichtheitsproblemen und Kältebrücken dürfte allerdings in jedem Fall zu rechnen sein. Ich habe mir nach langem Hin und Her eine Hubdach-Kompaktkabine für meinen zweiten T 4 jedenfalls abgeschminkt.
Gruss ; Klaus

Ronny

#27 Beitrag von Ronny » Do 27 Jan 2005 15:38

Hallo Klauda,
der Grund für diesen ganzen Hubdachaufwand ist nicht nur ein veringerter Windwiderstand und somit vielleicht weniger Spritverbrauch und weniger Lärm sondern auch ein niedrigerer Schwerpunkt und der ist im Gelände ganz entscheidend. Ausserdem möchte ich mir Möglichkeit offen halten das Fahrzeug auch in einen Container zu bekommen, wenn sich vielleicht doch mal die Gelegenheit ergibt 6 Monate oder 1 Jahr in USA (Nord oder Süd) zu verbringen.
Bei meiner jetzigen Aufstelldachkabine auch mit festen Seitenwänden habe ich das Schneeeproblem zwar auch, nur lässt sich das Eis oder Schnee sehr leicht entfernen, wenn man die entsprechenden Stellen vorher z.B. mit Silikonöl reinigt, dann können sich der Schnee und Eis nicht festhalten.
Am besten wäre es natürlich wenn es gar keine waagrechten Flächen gäbe, dann würde der meiste Schnee sowieso abrutschen.

Die schon mehrmals erwähnten Hubdachkabinen von Tischer sind nicht grad das gelbe vom Ei. Man kann das Dach nur ohne Dachlast anheben und braucht auch dafür schon relativ viel Kraft.

Evtl gibt es ja auch eine Gewebekombination, die feste Seitenwänden in fast nichts nachsteht, sprich einigermassen isoliert atmungsaktiv ist und im Wind nicht gleich flattert.

Viele Grüße,
Ronny

Ronny

#28 Beitrag von Ronny » Do 27 Jan 2005 15:45

Nachtrag:
Ein Schachtelhubdach kommt nicht in Frage, weil in der Kabine eingetragene Sitzplätze sein sollen. Die Seitenwände des Hubdaches würden sowohl Fenster als auch Einstiegstür für die Passagiere überdecken und damit wäre der TÜV sicher nicht einverstanden.

Gruß,
Ronny

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#29 Beitrag von Sven Strumann » Do 27 Jan 2005 16:52

Schaut doch mal bei Action-Mobile. Die bauen solche Hubdachkabinen ala Schuhschachteldeckel schon lange. Vorteil: Staub und Winddicht, keine Probleme mir Schnee und die Fenster können auch noch verdeckt werden.

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Rudi
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#30 Beitrag von Rudi » Do 27 Jan 2005 21:35

Hallo Sven

Wie bring ich aber das Schuhschachteldach staub und wind und
wasserdicht ????

Ich brauch doch zwischen den Wänden mind. 5-10 mm Spiel zu rauf und runter fahren.

Wie soll ich da eine Dichtung reinpopeln ??


Gruß Rudi

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