2 Batterien - 1 Ladegerät ????

Elektrik, Solar, Laden, Batterien, Beleuchtung
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Pick-Up Jo
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2 Batterien - 1 Ladegerät ????

#1 Beitrag von Pick-Up Jo » So 07 Nov 2004 16:24

Hallo und einen schönen Sonntag zusammen

Eine Frage in die Runde:

ich habe 2 Gel-Baterien mit je 100 Ah, aber noch kein Ladegarät, das muß ich noch besorgen.

Nun meine Frage:

Kann man unbesorgt die Batterien parallel schalten zur Erhöhung der Kapazität und dann gleichzeitig mit einem starken Ladegerät mit ca. 25 A Ladeleistung laden ????? ....oder :?

ist es ratsamer, die Batterien getrennt zu lassen und z.b. eine davon nur für z.b. den Kühlschrank als Hauptverbraucher zu verwenden. Dann bräuchte ich 2 kleinere Ladegeräte mit je ca. 10 A Leistung.
Preislich kein Unterschied, die 2 kleinen sind sogar etwas preiswerter.

Kann man dann a l l e ?? Batterien über ein Trennrelais während der Fahrt laden, ohne daß es zu einem überstarken Ladeausgleich der Batterien untereinander kommt ?? :shock:

Müsste ich dann, um das zu vermeiden, zwei Trennrelais einsetzen ?? :?

Hintergrund: Meine Überlegung:
Wenn die zwei Batt. paralell geschaltet sind, und eine der beiden ist nicht mehr so gut drauf wie die andere, dann ist sie beim laden schneller voll. Wenn dann die andere dem Ladegerät signalisiert, weiterladen, weil ich noch nicht voll bin, kann dann die andere Überladen werden und Schaden nehmen?? Gelakkus sollen da etwas empfindlich sein.

Multo grazie für die Antworten :lol:
ciao
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Gast

#2 Beitrag von Gast » So 07 Nov 2004 16:59

woher soll das Ladegerät wissen wann Du voll bist ? :D :D :D

Hi
Gel Batterien ergeben nur dann einen Sinn wenn eine Solaranlage vorhanden ist. Ansonsten rate ich zu normalen Säurebatterien.
Wenn Du etwas besseres haben willst, frag nach Taxibatterien.
Da sind die die Bleiplatten eingetascht, der Jonenaustausch findet
hier langsamer statt, der gleiche Effekt wie bei bei Gel nur billiger
und haltbarer.
Die Nennkapazität eines Laders sollte bei 10 % der Batteriekapazität
liegen, wobei ein Ladegerät das zweistufig schaltbar ist nicht schlecht wäre
oder zwei Ladegeräte die man zusammen auf eine Batterie schalten kann
wenn man es braucht.


Bei insgesamt drei Batterien würde ich einen Trenndiodenverteiler nehmen
statt Trennrelais.
http://www.solarlink.de/trenndiodproo.htm

hwk
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#3 Beitrag von hwk » Mo 08 Nov 2004 09:42

Hallo zusammen,

ich möchte hier dem Christianus in Punct "Naßbatterien sind vorzuziehen" etwas widersprechen. Gelbatterien haben den Vorteil, dass sie keine Entlüftung benötigen und auch langlebiger sind und auch noch eine Tiefentladung besser vertragen, was die herkömmlichen Naßbatterien echt übel nehmen. Die normalen Starterbatterien sind zwar billiger sind aber als Aufbaubatterien nicht geeignet. Starterbatterien sollen kurzzeitg einen hohen Strom (für den Anlasser) liefern und werden eigentlich nie entladen (sofern man das Licht nicht vergißt :oops: ). Ob sich aber der finanzielle Mehraufwand lohnt, muß jeder für sich selbst abschätzen.

Ein Zusammenschalten von zwei Batterien sollte nur erfolgen, wenn beide aus gleicher Charge und auch gleich genutzt worden sind, sonst hat man hinterher nur Ärger, denn die schwache zieht automatisch die stärkere Batterie mit runter. Sofern Du also zwei identische Baterrien hast, kannst Du diese auch direkt zusammenschalten. Solltest Du leider keine identischen Baterrien haben, so würde ich hier mit zwei Stromkreisen arbeiten (z.B. Akku 1 für Heizung und Akku 2 für Licht und den Rest). Beim Laden über die Lima sind dann hier Dioden einzusetzen (wie auch Christianus empfiehlt) und keine Relais, da sonst über die Relais ein starker Ausgleichstrom von der stärkeren zur schwächeren Batterie fließt.

Zum Laden am 220 V-Netz gibt es von Mobitronic Ladegeräte, an die beide Batterien angeschlossen werden können. Dieses Teil erkennt den Ladezustand und lädt im ersten Hieb die schwächere Batterie bis auf das Niveau der Stärkeren und schaltet dann auf gemeinsames Laden um. Ich ahbe dieses teil selbst bei meinem Ausbau eingestezt und es funktioniert super (obwohl der Ausbau noch nicht fertig ist).

Besten Gruß und viel Spaß beim Bändigen der Elektronen

HWK

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KlauDa
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#4 Beitrag von KlauDa » Mo 08 Nov 2004 12:13

Meine Erfahrungen mit div. Batterietypen ( immer 2 Stck gleicher Bauart und Kapazität / um die 90 Ah / parallel mit kapazitätsangepasstem, elektronischem Ladegerät bzw Solarregler ) :
Starterbatterien = ungeeignet ( wartungsintensiv / bei Tiefentladung kurze Lebenszeit )
Solarbatterien mit flüssiger Säurefüllung = unter Vorbehalt geeignet ( wartungsintensiv, da ständig der Wasserstand zu beobachten und aufzufüllen ist )
Gelbatterien = gut geeignet, da wartungsfrei und zyklenfest ( aber nur bei ausschliesslicher Verwendung eines für diesen Typ geeigneten Lagegerätes ). Auf zu hohe Spannungen / Ladeströme ( z.B. Lichtmaschine ) reagieren diese Batterien empfindlich.
Zu dieser Frage finden sich im Internet reichlich Informationen.
Gruss ; Klaus

Ragnhild
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#5 Beitrag von Ragnhild » Mo 08 Nov 2004 20:58

:lol: Ich hab es schon so oft gepostet :lol:
Für mich kommen wieder nur Starterbatterien in Frage:

1. billig. zahle für eine gute 88AH 65€ - Pluspunkte ohne Ende :twisted:

2.Verreckt mir die Fahrbatt. schmeis ich einfach eine Wohnbatt vorne rein und weiter geht es. - auch einer der wichtigsten Pluspunkte :P mit einer Solarbatt schmeist du auch notfalls keinen Diesel an.

3. Hatte in meinem Bus eine Starter Wohnbatt sechs Jahre lang, bevor sie anfing langsam nicht mehr zu wollen :wink: Und das Mobil ausgiebig und lang genützt, und das auch noch bei einer kleinen Solarzusatzladung - Pluspunkt :roll: hatte halt Glück und diese Erfahrung verwende ich weiter.[/b]

4. als MInus :?: käme bei mir vielleicht in Frage, das ich nun mit der 150Watt Solare andere Erfahrung sammle mit der Lebensdauer der Starterbatterien, aber ->Punkte 1-3 :!: :twisted:
.




***

Gast

#6 Beitrag von Gast » Mo 08 Nov 2004 21:23

Danke
Bevor ich anfange an mir selber zu zweifeln, (weil alle immer eine andere Meinung haben)
Eine gepflegte Starterbatterie hält im Normalfall 5-7 Jahre, dann haue ich zwei neue rein. Das hat bisher immer noch am besten funktioniert.
Bei Gelbatterien habe ich als Ausbauer viel Lehrgeld bezahlen müssen, bis ich dazu übergegangen bin dem Kunden die Beschaffung und auch die Garantieansprüche gegen die Hersteller in die eigenen Hände zu legen .

Pick-Up Jo
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Gefressen

#7 Beitrag von Pick-Up Jo » Mo 08 Nov 2004 21:24

Halole zusammen

Dankeschön

habt mir geholfen.
Da ich die Gelbatt ja schon habe, wird sich daran nichts mehr ändern.
Wegen des Ladens hab ich mich entschieden, 2 kleine Ladegeräte für die beiden Akkus zu kaufen und die Akkus getrennt zu lassen.
1 für den Kühli und den anderen für den Rest.
Für die Ladung während der Fahrt wird ein Diodenverteiler eingebaut.
Danke für den Tipp und den Link, der ist wirklich gut.

Noch eine Frage nachgereicht:

Gibt`s jemanden in der Runde, der die Starterbatt auch am oder mit am Ladegerät hängen hat ?? Oder ist das unnötig :?

Danke und ciao
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Gast

#8 Beitrag von Gast » Mo 08 Nov 2004 21:33

Mach einen dicken Kabel (am besten und teuersten einen Schweisserkabel mit feinster Litze) zwischen Wohnraumbatterie und Starterbatterie, über einen Natoknochen getrennt. So kannst Du beide Batterien laden (ist manchmal von großem Nutzen) und zur Not Strom aus der Wohnraumbatterie in die Starterbatterie fließen lassen, wenn die mal schwach sein sollte. Sicherungen jeweils kurz vor den Akkus nicht vergessen.
Diese Schaltung hat mir schon oft geholfen.....

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Lothar
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#9 Beitrag von Lothar » Di 09 Nov 2004 09:13

Aber dein ganzes schönes "Kennlinienladegerät" wird doch ziemlich nutzlos, wenn du eine Gel-Wohnraumbatterie mit der Starterbatterie parallel klemmst! (Verschiedene Ladeschlußspannung u.s.w.)

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#10 Beitrag von KlauDa » Di 09 Nov 2004 09:57

Wer, wie ich es mache, die rechnerisch vorhandene Batteriekapazität auch weitgehend ausnutzen will, wird mit Starterbatterien nach meiner Erfahrung Probleme bekommen.
Trotz Solaranlage und Honda-Stromgenerator ED 300 ( 6 / 12 / 24 VDC = 19 A bei 12 V ) wurden meine Batterien offenbar zu oft in den für diesen Batterietyp schädlichen Bereich der Tiefentladung gebracht.
Mir stellt sich einfach die folgende Frage : was nutzt mir eine nominale Kapazität von z.B. 2x 90 Ah = 180 Ah, wenn ich bereits nach weniger als der Hälfte der rechnerisch möglichen Entladezeit an eine Steckdose gehen oder den Generator anwerfen muss, um die Batterien nicht durch zu starke Entladung zu schädigen ?
Ich meine, wer möglichst lange autark mit einmal gebunkertem Strom unterwegs sein will, kann mit Starterbatterien nicht zufriedenstellend arbeiten und braucht zyklenfeste Typen ( was nicht zwingend Gel-Batterien bedeutet ).
Mein Honda-Generator wird übrigens demnächst bei Ebay zum Verkauf stehen, da für meine Gel-Batterien nicht geeignet.
Gruss ; Klaus

Gast

#11 Beitrag von Gast » Di 09 Nov 2004 10:52

Hallo Klaus
Obwohl ich ja nur Starterbatterien habe, brauche ich keinen 220 V Anschluss und auch keinen Generator, ich mag nicht auf Campingplätze, es geht mit einer Solaranlage ganz trefflich, auch wenn ich länger an einem Ort stehe.

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#12 Beitrag von hwk » Di 09 Nov 2004 11:29

Hallo Christianus,

im Punkt Stromerzeuger muß ich Dir voll beipflichten; wer schon aml auf einem Stellplatz neben einem Womo stand, in dem intensiv bis tief in die NAcht der Fernseher lief und dafür auch der Generator, kann das sicherlich verstehen.

Die Nutzung der Starterbatterien ist sicherlich möglich, sofern immer konstant nachgeladen wird (z.B. durch Solar oder E-Versorgung) und auch die Kapazität nicht annähernd ausgeschöpft wird. Dann reichen sicherlich auch Starterbatterien. Aber wenn man mehrere Stromverbraucher hat ( z.B. wenn die liebe Brut mit auf Tour ist -> Walkman, Leselampen etc.), kann es mit den Elektronen doch schon mal eng werden (eigene Erfahrung). Und für diese Fälle ist sicherlich eine spezielle Womo-Batterie geeigneter; denn Teifentladung ist der Tod für die herkömmlichen Starterbatterien.

Das angesprochene Problem mit den Gelbatterien kommt aus meiner Sicht eigentlich nur durch falsches Laden. Treibt man diese Batterien in die Gasung (ab ca. 14,4 V), wird das Gel löchrig wie ein Käse und der innere Widerstand steigt an; die Säurebatterie verträgt diese Gasung aber und sie wirkt auch der Säureschichtung vor.

Ich habe hier die tatsächliche Ladespannung kontrolliert und dann auch ggf. berichtigt (max. 14,2 V), um das Problem der Überladung meiner Gelbatterien zu beseitigen. So konnte ich bis auf ca. 25% Restkapazität entladen und meine Gel-Batterien halten nun schon mehr als 3 Jahre ohne erkennbaren Verlust an Kapazität.

Besten Gruß

HWK

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#13 Beitrag von KlauDa » Di 09 Nov 2004 14:33

Hallo Christian.
Ich würde so zusammenfassen :
Wer, wie offenbar in Deinem Fall, für ein geregeltes Gleichgewicht von Stromverbrauch und Nachschub sorgen kann und dabei die Eigenschaften der Starterbatterien nicht ausser Acht lässt, kann damit zu vergleichsweise geringen Kosten seinen Energiebedarf decken.
Wer, wie in meinem Fall, auch im Winter möglichst ausserhalb von Campingsplätzen stehen und dabei nicht auf Sat-TV, 220 V-Wechselrichter und sonstige Annehmlichkeiten verzichten will, wird mehr Geld für eine halbwegs ausreichende Stromversorgung investieren müssen.
Die bei mir z.Zt. laufenden 5 Batterien ( Starter- und Zusatzbatterie für Stand- / Sitzheizung etc im T4 sowie 3 Sonnenschein Dryfit Gelbatterien mit je 85 Ah in der Kabine ) sind vermutlich nicht als Regelfall anzusehen, geben mir aber eine weitgehende Bewegungsfreiheit bezüglich möglicher Stellplätze.
Übrigens - dass ein Generator nur so zu betreiben ist, dass niemand durch Lärm oder Abgas belästigt wird, versteht sich nach meiner Meinung von selbst ( trifft aber leider in der Tat nicht auf alle Camper zu ).
Gruss ; Klaus

Pick-Up Jo
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Ladeschlussspannung

#14 Beitrag von Pick-Up Jo » Fr 12 Nov 2004 22:06

Hi Gemeinde :lol:

noch eine nachgeschobene Frage:

Ein Ladegerät, das zum laden sowohl von Starter-Akkus als auch von Gel-Akkus angeboten wird und dessen Ladeschlußspannung mit 13,8 V angegeben wird, kann das eine Gelbatterie überhaupt volladen?? , da deren Ladeschlussspannung ja bekanntlich 14,4 V beträgt.
Überladen ist da ja ausgeschlossen, aber müsste ich da Kapazitätseinbussen hinnehmen ??

Dankeschön :lol: und

ciao
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#15 Beitrag von hwk » Mo 15 Nov 2004 09:47

Hallo Jo,

meist läßt sich die Ladeschluß-Spannung am Gerät einstellen. Bei 13,8 V bekommt man eine Gelbatterie leider nicht komplett voll. Aber Du kannst auch den üblichen Starter-Akku mit 14,4 V laden, da diese Ladephase zeitlich begrenzt ist (bei den besseren Ladern).

Als Alternative kann man auch aus dem Zubehör Geräte erwerben, die die Starterbatterie konstant mit ca. 1 A bis zur Schluß-Spannung von 13,8 V laden, sofern man am Solarsystem oder am Netz hängt. Wir hatten solch ein System bei unserem ehemaligen Womo eingebaut und hatten eigentlich nie Probleme mit Starten oder mit defekten Starter-Batterien.

Besten Gruß

HWK

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