Gasdruck

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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mb 711

Gasdruck

#1 Beitrag von mb 711 » Fr 22 Okt 2004 17:33

Hallöchen,hab ma ne frage zum Gasdruck.

Wenn ich jetzt ein Fahrzeug zum Wohnmobil ausbaue,darf ich dann noch Heizungen,Kocher oder Kühli mit einen Gasdruck mit 50 mbar benutzen,also einbauen?

Oder bei neuausbau nur 30 mbar ?

oder kommt es auf das alter des Grundfahrzeugs an?

Gruß,mb 711

Gast

#2 Beitrag von Gast » Fr 22 Okt 2004 17:36

Eigentlich sollten bei Neuinstallation 30 mBar Geräte eingebaut werden.
50 mBar Geräte sind aber noch zu bekommen, ich würde auf alle Fälle
diese einbauen. Da wird auch kaum ein Gasprüfer Probleme bereiten.

Joe

#3 Beitrag von Joe » Fr 22 Okt 2004 21:41

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Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 10:22, insgesamt 1-mal geändert.

Gast

#4 Beitrag von Gast » Sa 23 Okt 2004 00:04

Nee Joe,
Das stimmt so definitiv nicht. Auch wenn der Gasfuzzi von Berger was anderes behauptet, es dürfen keineswegs gemischte Anlagen verbaut werden. 30 oder 50.
Ich weiß das, weil ich einen Zettel habe der mir erlaubt in ganz EU solche Sachen zu prüfen und zu bestätigen, bin irgendwie involviert.

Fakt ist:
Der deutsche Erfindergeist, hat keine Ruhe gefunden, bis er durch tausende Versuche herrausgefunden hat, das Flüssiggas, am effektivsten
bei einem Druck von rund 50 mBar arbeitet, die Franzosen hatten 37 mBar, die Italiener 30 und alle Anderen irgendetwas dazwischen, So hat man sich auf 30 geeinigt um festzustellen das es ein Scheiss ist und alle
Hersteller Probleme bekommen weil die Teile nicht richtig oder gar nicht
funktionieren, in Folge, für 30 mBar Anlagen muss man statt 8 mm Stahlrohr 10 mm Stahlrohr verbauen, damit die Geräte überhaupt funktionieren.
Dafür müssen die anderen jetzt Geräte mit Zündsicherungen verbauen, was sie bisher nicht kannten.............Es lebe die Globalisierung !

hwk
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#5 Beitrag von hwk » Mo 25 Okt 2004 09:26

Hallo MB 711,

mir wurde beim Tüv gesagt, dass für Neuausbauten nur noch die 30 mbar gelten sollten. Und so habe ich dann auch brav alle Teile mit 30 mbar Betriebsdruck gekauft.

Das Nebeneinader von 30 und 50 mbar war wohl nie erlaubt, aber wohl geduldet. Da aber nun die Gasuntersuchung eine Vorraussetzung für den TÜV ist (war früher nicht der Fall), würde ich auf lieber auf "Nummer sicher" gehen. Aber sei beruhigt, die nächste Novelle steht schon wieder ins Haus. Hier will man beim Unfall einen Gasaustritt vermeiden, was dann wieder besondere Druckminderer und Strömungswächter erforderlich macht. Im Moment ist es zwar noch keine Vorschrift sondern Absichtserklärung, aber die Gasgerätehersteller arbeiten schon dran!

Die negativen Erfahrungen von Christianus habe ich mit dem 8 mm Innedurchmesser nicht gemacht; meine Geräte arbeiten einwandfrei. Man sollte aber auf alle Fälle die Wege kurz halten und möglichst wenige Knicke einbauen, da sonst der Strömungswiderstamd doch merklich wird.

Besten Gruß und nicht ärgern!

HWK

mb 711

#6 Beitrag von mb 711 » Mo 25 Okt 2004 18:32

Hallöchen

Dankeschön für eure Tips.Ich dachte schon das ich bei einer Neuabnahme nur noch 30 mbar Geräte verbauen darf.
Sollte ich dann lieber gleich 10mm Gasrohre benutzen? falls ich später mal,wenn die Geräte hinüber sind,auf 30 mbar umstelle.

Und noch ne Frage

Kann ich z.B.einen 50mbar Kühli oder eine Truma E Heizung mit neuer Düsenbestückung auf 30mbar umrüsten oder umrüsten lassen?Oder geht so etwas nicht.

Danke,gruß mb711

Joe

#7 Beitrag von Joe » Mo 25 Okt 2004 19:30

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Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 10:21, insgesamt 1-mal geändert.

Gast

#8 Beitrag von Gast » Mo 25 Okt 2004 19:37

Hi
Du kannst schon Gasrohre mit 10 mm verbauen, warum nicht ?
besser wäre das wenn mal umgerüstet werden muss.
(Es wären sogar Rohre bis 42 mm zulässig, :lol: )
Die Engeräte haben zwar alle 8 mm Anschluss aber es gibt ja Reduzierungen von 10 auf 8.
Sowohl Truma als auch Elektrolux kann umgerüstet werden.
30 mBar Düsen sind etwas größer als 50 mBar, bei Truma etwas
teurer weil da Teil größer ist, beim Kühlschrank kannst Du das sogar selber machen.

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#9 Beitrag von agrupe » So 31 Okt 2004 02:19

Hi,

da alle (meine) Geräte einen 8mm Anschluß haben, habe ich auch solche Rohre verlegt und alles läuft einwandfrei.

Ich bin mir auch nicht klar darüber, welchen Sinn es hat, 10mm Rohr zu verlegen, wenn am Ende dann doch auf 8mm reduziert wird.

Ach ja - am besten Du machst beim Verlegen Fotos, denn der TÜV wollte bei mir sehen, in welchem Abstand ich die Schellen verlegt habe. Hinter dem Schrank wird das spassig. Mit den Bildern gings dann problemlos.

Gruß

Andreas

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#10 Beitrag von agrupe » So 31 Okt 2004 02:20

.. ach ja, ich habe natürlich 30 mbar!

Gast

#11 Beitrag von Gast » So 31 Okt 2004 11:04

Am Ende ist nicht 8mm sondern immer eine Düse mit einem ganz kleinem
Loch.
Du hast aber Recht, der DVGW und alle Techniker reden Unfug, wenn sie bei 30 mBar Gasinstallation zu 10 mm Gasrohr raten, das ist sicher nur Geldschneiderei.

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#12 Beitrag von hwk » Di 02 Nov 2004 10:19

Hallo zusammen,

auch ich habe die 30 mbar Anlage und auch 8 mm Gasrohr verlegt (wie schon vorher geschrieben). Bisher ist auch beim Betrieb aller Geräte keine Störung aufgetreten. Ich habe aber die Wege möglichst kurz gehalten und auch die die Winkel in der Zahl so gering wie möglich gearbeitet.

10 mm bringt natürlich bei starkem Verbrauch und entsprechenden Längen schon Vorteile, da der Strömungswiderstand doch reduziert ist. Aber wie die verschiedenen Besipiele ja zeigen, ist das die "graue Theorie" und es geht auch mit den einfachen 8 mm Rohren (ist auch billiger! :lol: ).

Besten Gruß

HWK

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