Ja, es ist möglich - Antowrt auf ein früheres Thema

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
Message
Autor
tta6n5
frisch-dabei
Beiträge: 8
Registriert: Mo 29 Mär 2004 20:40
Wohnort: CH-3212 Gurmels

Ja, es ist möglich - Antowrt auf ein früheres Thema

#1 Beitrag von tta6n5 » So 26 Sep 2004 22:35

Hallo Selbstbauer

Das ursprüngliche Thema:
"kann so etwas sein? frage an die MAN-kenner (für schnelle!)"
hat Wolfgang geschlossen.

Was ist mit diesem Fahrzeug geschehen?

Hier mein Bericht:

Der in erster Instanz verantwortliche Verkäufer (Wenzel Reisemobile in Untereisesheim) hat zur Mängelliste nie etwas gesagt – er hat überhaupt nichts gesagt. Er war am Telefon nie erreichbar. Er hat sich sofort hinter dem Hersteller Schell Fahrzeugbau und deren Anwälten versteckt.

Schell Fahrzeugbau hat mir bis zum zuletzt durch die Anwälte mitgeteilt:
„Alles angebliche Mängel.“

Direkt am Telefon hat mir der Verkaufsleiter von Schell sogar gesagt:
„Das sind doch alles Kindergartengeschichten, er hätte Besseres zu tun…..“

Schell Fahrzeugbau hat aber gleichzeitig angefangen andere Fahrzeuge nachzubessern, mindestens in Bezug auf die „leicht entflammbaren Materialien im Motorenraum“ und „Mikrowelle mit Grill“. Dies wurde jedenfalls von einem ehemaligen Standmitarbeiter von Wenzel/Schell an anderer Stelle in Inernet so kommuniziert.

So bin ich dann zum Schluss gekommen, dass ich mir ohne Anwälte selbst helfen muss. Nur dieses Vorgehen würde mein Fahrzeug schnell wieder in verkehrstüchtigen und beschränkt nutzbaren Zustand bringen. Eine Lösung via Anwälte und Gerichte könne locker zwei Jahre dauern. Es sei absolut üblich, dass z.B. zum ersten Gerichtstermin eine Gegenpartei schon mal gar nicht erscheinen wird. Mein Anwalt hat mir gute Hoffnung gemacht über den möglichen Ausgang - das Resultat sei aber vor Gericht immer ungewiss.

Als ich dann nicht mehr durch den Verkäufer Wenzel, den Hersteller Schell und durch die Anwälte hindurch kommunizieren musste, da hat MAN als Hersteller des Fahrgestells direkte Hilfe hier in der Schweiz angeboten. Hilfe für die Punkte, die MAN betreffen.
MAN München hat zwei Ingenieure zu MAN-Schweiz entsandt und alle MAN Probleme in insgesamt drei Tagen in zwei verschiedenen Wochen in zwei Werkstätten behoben. Die ganze Sache war für mich kostenlos. In keinem einzigen Punkt wurde meinem Bericht widersprochen. Ein schwierig zu lösender Punkt war die gegenseitige Beeinflussung von Federung und Lenkung. Insgesamt hat diese Sache etwa sechs Wochen gedauert. Wer zu diesem Punkt technische Information möchte, erhält diese auf Anfrage direkt per mail.
Der Fahrzeughersteller MAN hat seine Probleme gelöst.

Nun soll mich bitte niemand fragen, ob ich wieder einen Phoenix oder wieder ein Fahrzeug bei Wenzel Reisemobile in Untereisesheim kaufen würde.

Ein Fahrzeug von MAN aber – das würde ich wieder kaufen.

Dies waren in kurzen Worten das Verhalten der Hersteller und der von mir gewählte Weg der Problemlösung.

Jetzt steht das Fahrzeug zum Verkauf:
http://www.rawyler.ch/phoenix/testbericht.htm

Nach dem Verkauf bau ich mir selber eines mit meinen eigenen Fehlern. :wink:

Gruss, Lorenz

Gast

#2 Beitrag von Gast » Mo 27 Sep 2004 00:29

Nach dem Verkauf bau ich mir selber eines mit meinen eigenen Fehlern.

Nun, das machen hier die Leute, schon lange, in weiser Voraussicht !






Weitere Kometare spare ich mir lieber, es ist verlorene Liebesmüh.

hwk
womobox-Guru
Beiträge: 2110
Registriert: Sa 01 Mai 2004 17:23
Wohnort: Wuppertal

#3 Beitrag von hwk » Mo 27 Sep 2004 13:25

Besten Dank!!

Hat ja einen hohen Unterhaltungswert und ich wollte den Bericht schon immer mal lesen (war nur leider meist wieder im Netz verschwunden), auch wenn es eigentlich recht traurig ist, was Profi-Ausbauern so passieren kann!!

Besten Gruß

HWK

Gast

#4 Beitrag von Gast » Mo 27 Sep 2004 16:18

Frage mich, wieso solche gravierenden Fehler bei der Erstzulassung nicht auffallen?
Mußte auch schon einen neuen LKW (Kühlwagen 7,5 t, Nutzlast 2,5 t) fahren, bei dem die Hälfte des Spiegelbildes vom Aufbau verdeckt wurden, die Vorderachslast 400 kg betrug und eine untaugliche Ladungssicherung( Klemmstangen mit Gummikappen,zu montieren in Kniehöhe, bei Fässer 1000 Liter Inhalt, Höhe 1,7m, Durchmesser 1m) beigefügt wurde.
Und in einer anderen Firma hatten wir einen neuen LKW Ohne Ladungssicherungsmöglichkeit bekommen.
Aber bei meinem alten Mopped (Maico M250 B ex BW Bj 1962, vMax 96Km/h, 6Voltanlage) reichte das vorhandene Kennzeichenbreite von 24 cm nicht aus. Die Zulassungstelle verlangte ein 28 cm breites.

Benutzeravatar
TOSCH
womobox-Spezialist
Beiträge: 474
Registriert: So 11 Mai 2003 18:27
Wohnort: Ranstadt
Kontaktdaten:

#5 Beitrag von TOSCH » Di 28 Sep 2004 13:03

...... und was hat der Lorenz noch so für Vorstellungen was das WOMO so Kosten soll ???

Gruß

Torsten Schneider

Benutzeravatar
achim
Experte
Beiträge: 123
Registriert: Mi 30 Apr 2003 21:06
Wohnort: Hamburg

#6 Beitrag von achim » Di 28 Sep 2004 17:14

:D
........Torsten, für Schlitzohren die überall
Ihre Quellen und Vitamin "B" (Beziehungen)
haben, viel zu teuer....... :wink:

mehr als das doppelte der Summe die Du mal
als Komplettsumme genannt hast...... :shock: :D

also lass Deine Geldbörse stecken.......

wie weit bist Du überhaupt mit Deinen Plänen? :roll:
wollte mal zur probefahrt kommen.. :D

Gruß achim

Gast

Re: Ja, es ist möglich - Antowrt auf ein früheres Thema

#7 Beitrag von Gast » Di 28 Sep 2004 23:05

Hallo Selbstbauer

der Händler bei dem ich gekauft habe soll inzwischen insolvent geworden sein. Das habe ich soeben aus dem PhoeniX Mitarbeiter Kreis erfahren.
www.wenzel-reisemobile.de
ergibt eine Fehlermeldung.
error 400: Bad Request

Die sonst üblichen Inserate in Promobil und Reisemobil International sind in den Oktoberheften auch nicht mehr drin.

Die Garantiezeit ist noch nicht abgelaufen.

Ein Grund mehr für den Selbstbau.

Gruss, Lorenz

Benutzeravatar
achim
Experte
Beiträge: 123
Registriert: Mi 30 Apr 2003 21:06
Wohnort: Hamburg

#8 Beitrag von achim » Mi 29 Sep 2004 09:26

Hallo Lorenz,

falls Du der richtige Lorenz bist, und nicht irgendein Scherzkeks,
habe ich mal bitte eine Frage.....

Du hast ein so schönes Auto........
auch wenn es einige Mängel hat,
die mehr oder weniger heftig sind.

nun planst Du, selbst ein Fahrzeug zu bauen......

warum behälst Du Dein Fahrzeug dann nicht,
und beseitigst die Mängel.....

ist sicher günstiger, schneller und eventuell auch besser.....
Gruß vom achim

tta6n5
frisch-dabei
Beiträge: 8
Registriert: Mo 29 Mär 2004 20:40
Wohnort: CH-3212 Gurmels

#9 Beitrag von tta6n5 » Mi 29 Sep 2004 11:27

achim hat geschrieben:Hallo Lorenz,

falls Du der richtige Lorenz bist, und nicht irgendein Scherzkeks,
habe ich mal bitte eine Frage.....

Du hast ein so schönes Auto........
auch wenn es einige Mängel hat,
die mehr oder weniger heftig sind.

nun planst Du, selbst ein Fahrzeug zu bauen......

warum behälst Du Dein Fahrzeug dann nicht,
und beseitigst die Mängel.....

ist sicher günstiger, schneller und eventuell auch besser.....
Gruß vom achim
Hallo Achim

ich bin der richtige Lorenz, hab nur vergessen mich richtig einzuloggen.
Gute Frage. Ich bin auch dran an der Mängelbeseitigung.
Ja, das ist günstiger, schneller und eventuell sogar besser...,aber

ich hab einfach ein psychisches Problem beim Leben im diesem Fahrzeug. An allen Ecken und Enden werde ich immer wieder an den ganzen Pfusch erinnert und wie die Erbauer, deren Lakaien und Rechtsanwälte mich behandelt haben. Möchte das alles so gern vergessen. Weiss aber nicht wie.

Aus diesem Grund der Versuch zum Verkauf.
Vielleicht könnte ich dann die Sache vergessen.

Gruss, Lorenz

Gast

#10 Beitrag von Gast » Mi 29 Sep 2004 11:41

Hallo Lorenz
In dem Fall musst Du zusehen die Kiste so schnell wie möglich loßzuwerden. Da Du anscheinend eine ehrliche Haut bist und alle Mängel
aufzählst die Dir aufstoßen, wird das Nichts.
Überlass den Verkauf einem Verkäufer, der beschreibt wertfrei nur die Vorteile.

Benutzeravatar
KlauDa
womobox-Spezialist
Beiträge: 289
Registriert: Sa 01 Mai 2004 16:51
Kontaktdaten:

#11 Beitrag von KlauDa » Mi 29 Sep 2004 13:15

Hallo Christian.
Gegen die Befolgung Deines Rates sprechen m.E. mind. 3 Gründe :
1. Ehrlichkeit :
Es scheint mir nicht korrekt, einen möglichen Käufer, der eventuell Jahre auf sein Wunschmobil gespart hat, übers Ohr hauen zu wollen.
2. Juristischer Laienverstand :
Auch Nicht-Juristen wird klar sein, dass das bewusste Verschweigen bekannter Mängel eines angebotenen Gegenstandes den Tatbestand der vorsätzlichen Täuschung erfüllt und neben der Rückabwicklung des Geschäftes auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
3. Intelligenz :
Es wäre doch wohl reichlich dämlich, nach ausfühlichster Veröffentlichung der Mängel im Internet die Hoffnung zu haben, man käme langfristig mit dem Verschweigen eben dieser Mängel durch.
Die Einschaltung eines wie auch immer gearteten Verkäufers ändert an dem Sachverhalt doch wohl nichts. Der würde jegliche Regressansprüche des getäuschten Käufers doch umgehend an der Auftraggeber weiterleiten.
Sehe ich die Sache falsch ?
Gruss ; Klaus

Gast

#12 Beitrag von Gast » Mi 29 Sep 2004 14:06

Es geht wohl hier nicht um Verschweigen der Mängel, die kann man vertraglich festhalten. In diesem speziellen Fall, ist Lorenz der schlechteste Verkäufer, weil er nur noch die Nachteile sieht und vermutlich
im Verkaufsgespräch in vorderster Reihe erwähnt.
Neben den genannten Mängeln wird das Fahrzeug auch sicherlich Vorteile haben, die er als leidvoller Besitzer gar nicht mehr sieht und auch nicht erwähnt.
Das ist der kleine Unterschied. Ein Neutraler kann das besser vermarkten.

Benutzeravatar
KlauDa
womobox-Spezialist
Beiträge: 289
Registriert: Sa 01 Mai 2004 16:51
Kontaktdaten:

#13 Beitrag von KlauDa » Mi 29 Sep 2004 15:58

Hallo Christian.
Ohne Haare spalten zu wollen, aber....
Zitat : " Überlass den Verkauf einem Verkäufer, der beschreibt wertfrei nur die Vorteile. "
Da fehlten mir eben die Mängel .
Gruss ; Klaus

Benutzeravatar
achim
Experte
Beiträge: 123
Registriert: Mi 30 Apr 2003 21:06
Wohnort: Hamburg

#14 Beitrag von achim » Mi 29 Sep 2004 16:44

Hallo Lorenz,
das kann ich gut verstehen, aber trotzdem würde ich
mir nochmals in aller Ruhe überlegen, ob ich das Fahrzeug
nicht doch selbst behalte...

Denn das Fahrzeug ist ein Traumfahrzeug, auch sicher einmal
Dein Traumfahrzeug gewesen.

Auch kann das Fahrzeug nichts dafür, das da Pfuscher am Werk waren.

Überlege Dir doch einmal, ob Du nicht auch vergessen kannst
wenn alles behoben ist.....
denn ob Dir das vergessen gelingt, wenn Du ein anderes Fahrzeug hast,
ist ja doch auch fraglich.
Denn wenn Du nur den Namen hören wirst, wird bei Dir etwas ausgelöst werden...

Auch verstehe ich die Ansicht von christianus, genauso wie die
Einwände von KlausDa , an denen sicher etwas dran ist.

Doch es wird sicher enorm schwierig das Fahrzeug zu verkaufen.
und daher Lorenz, überlegs Dir ruhig noch einige Zeit, bevor Du es verkaufst.
Viel Glück dabei wünsch ich Dir, ganz ehrlich!
Gruß vom achim

Benutzeravatar
KlauDa
womobox-Spezialist
Beiträge: 289
Registriert: Sa 01 Mai 2004 16:51
Kontaktdaten:

#15 Beitrag von KlauDa » Do 30 Sep 2004 09:33

Sehe ich auch so.
Sind die Mängel zu beheben, würde ich das tun. Wären gravierende Macken nicht zu beseitigen, würde das Fahrzeug nahezu unverkäuflich zu einem akzeptablen Preis.
Zu unterscheiden wäre aus meiner Sicht allerdings unbedingt zwischen zwei Arten von Mängeln :
Was stellt einen tatsächlichen technischen Fehler dar, den ich dem Käufer nicht verschweigen darf. Sowas drückt natürlich die Verkaufschancen, wenn nicht beseitigt.
Was betrachte ich als Auftraggeber als misslungen, weil nicht meinen Vorstellungen und Vorgaben entsprechend ausgeführt, ohne dass es einen Mangel im juristischen Sinn darstellt. Sowas fällt möglicherweise dem potenziellen Käufer gar nicht auf oder er empfindet das nicht als ein Problem. Ich würde jedenfall nicht gezielt darauf hinweisen. ( s.u. )
Und, aus meiner Sicht wichtig : auch in einem selbst geplanten und gebauten Teil gäbe es am Ende mit Sicherheit ein paar Dinge, die nicht so gelungen sind oder die man im Nachhinein anders machen würde. Beim ersten Selbstbau sowiso.
Abschliessend noch eine Anmerkung.
Wenn das Fahrzeug wirklich verkauft werden soll zu einem auch nur halbwegs akzeptablen Preis, stellt die Veröffentlichung dieses Mängelberichts aus meiner Sicht eine Art Kamikaze-Aktion in Richtung der Erfolgschancen dar.
Gruss ; Klaus

Antworten