windkraft und Solarwarmwasser

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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landyfreak
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windkraft und Solarwarmwasser

#1 Beitrag von landyfreak » Mi 16 Jun 2004 09:11

Mir stellt sich die Frage, ob ich nicht ein Wasserrohr aus Kunststoff fest installiert im Fahrzeug unterbringen soll/kann, in dessen Inneren eine Art Turbine/Impeller sitzt. Diese könnte einen Gleichstrommotor antreiben und mir dadurch während der Fahrt durch den Fahrtwind die Batterien laden.
Der Vorteil läge bei der im Durchmesser kleinen Größe von rd. 100-150 mm. Wäre das ganze drehbar gelagert, könnte man bei Stillstand des Fahrzeugs das Rohr in den Wind drehen und so auch Strom erzeugen.

Wenn man Eingang und Ausgang konisch gestalten würde, hätte man vom Prinzip her ein sog. Venturi-Rohr ähnlich wie bei einem Vergaser. In dem sich verjüngenden Teil wäre dann die Strömungsgeschwindigkeit höher, was ja wünschenswert wäre.

Es gibt diese Propellergeneratoren mit einem Durchmesser von ca. 1,2m. Die auf einem Campingplatz zu betreiben, wäre wahrscheinlich direkt mit Zoff der Nachbarn verbunden!

Hat sich jemand schon mal Gedanken darum gemacht oder sowas entwickelt?

Das Ganze stelle ich mir in Verbindung mit einer Solaranlage vor.

Desweiteren möchte ich durch Verlegung von schwarzem Kunststoffrohr unter Glas auf dem Dach Warmwasser erzeugen (mit Umwälzpumpe) und Reservoir! Ideen???

Gruß
Mike

landyfreak
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#2 Beitrag von landyfreak » Mi 16 Jun 2004 10:10

Nachsatz:
Als Lösung während der Fahrt ist ein zweiter Generator natürlich effektiver, aber eben nur während der Fahrt

Mike

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Leerkabinen-Wolfgang
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#3 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mi 16 Jun 2004 11:48

Hallo, Mike,

Überlegungsansatz zum Thema Windgenerator: ein Papst-Lüfter für einen PC braucht bei einem Durchmesser von 120mm so etwa 15-20 Watt Leistung, um 120-160m³ Luft pro Stunde frei durch die Gegend zu blasen. Wenn es keine Verluste gäbe, würde es bei einem Wind, der pro Stunde 160m³ Luft durch den Propeller blasen würde, gerade einmal 20Watt an gewonnener Leistung geben.
160m³/h = 44,4 Liter/sec = 44400 cm³/sec; Querschnitt bei 1200mm Durchmesser ~ 113cm² => Luftgeschwindigkeit 390cm/sec = 3.9m/s, also Windstärke 3. In Realität wirst Du Verluste in Kauf nehmen müssen, also wäre wohl mindestens Windstärke 4 notwendig, um rd. 20 Watt zu gewinnen. Bei einem Venturirohr läßt sich die benötigte Windstärke vielleicht wieder auf 2-3 reduzieren - es bleibt aber die geringe Leistung, die gewonnen werden kann. Aber vielleicht gibt es hier ja effizientere Generatoren...

Überlegungsansatz zum Thema solare Warmwasserbereitung: schon einmal an einen normalen Flachkollektor aus dem Hausbereich gedacht? Angeblich gibt es da welche, die erschütterungsresistent sind und evtl. auch im WoMo gebraucht werden könnten - ein in Schlaufen gelegter Schlauch dürfte aufgrund der vielen Krümmungen einen erheblichen Wasserwiderstand bedeuten, was eine recht starke Umwälzpumpe bedeuten dürfte, die natürlich entsprechend leistungshungrig ist...

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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#4 Beitrag von landyfreak » Mi 16 Jun 2004 14:28

Hallo Wolfgang,
in der Zwischenzeit hatte ich mit zwei unserer Elektronik-Ingenieure gesprochen; die haben mich nur mitleidsvoll belächelt. Da wir Bestücker (Elektronik) u. a. für die Windenergiebranche sind, liegen da so einige Erfahrungen vor. Sie waren auch der Meinung, das mindestens ein Rotordurchmesser von 1-1,5 m nötig seien, um eine Leistung zu erreichen, die den Aufwand so grade eben rechtfertigt!

Also, das Thema lege ich wieder zu den Akten!

Deine Idee mit den Wasserkollektoren vom Hausbau werde ich mal näher aufgreifen. Aus dieser Branche stammten dann auch meine Gedanken, weil ich mich damals teilweise mit solchen Projekten beruflich auseinandersetzen mußte (mehr im finanziellen Sektor denn im technischen). Wenn die Dinger erschütterungsfrei preislich attraktiv sind, wäre das eine günstige Lösung.

Ein Bekannter hat mal meterweise schwarzes Rohr auf dem Garagendach verlegt und damit Warmwasser zum zusätzlichen Aufheizens seines Schwimmbeckens bzw. für die Gartendusche produziert, was auch nachweislich funktionierte (um einige Grad).

Schön finde ich als Neuling am Forum, das sich immer wieder schnell einer angesprochen fühlt und eine Frage und somit ein Problem zu seinem eigenen macht und seine Erfahrungen weitergibt. Toll!

Gruß
Mike

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#5 Beitrag von landyfreak » Mi 16 Jun 2004 14:35

Hallo Wolfgang,
da fällt mir noch ein zum Thema Warmwasserkollektor:

um die vielen Schlaufen zu vermeiden, könnte man auch eine Reihe von T-Stücken aneinander kleben, das ganze wie beim Kühler "oben" als Einlaß, "unten" als Auslaß.
Dazwischen die Verbindung aus normalen Rohren. Dann könnte das Wasser gleichzeitig durch mehrere Rohre, so daß der Widerstand dann nicht zu groß werden würde.

Liege ich da richtig?

Vom Preis wäre das dann mit Sicherheit attraktiver als Kauf!
Gruß
Mike

hwk
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#6 Beitrag von hwk » Mi 16 Jun 2004 15:06

Hallo zusammen,

das mit der T-Stücken ist sicherlich möglich, hier hat man eine höheren Durchsatz - aber damit verbunden auch natürliche eine geringere Temperaturerhöhung. Sofern man das Wasser in einem isolierten Behälter speichert (wie bei entsprechenden Anlagen im Wohnungsbau) ist die geringe Temperaturerhöhung sogar gewollt, da es den Wirkungsgrad erhöht. Eine Warmwasserbereitung im WOMO durch solche einfachen Kollektoren - ohne Speicher - zu ersetzen ist sicherlich nur sehr begrenzt möglich.

Die Idee mit dem kunststoff ist aus meiner Sicht aber nicht der Hit, da Kunststoff die Wärme schlecht leitet. Hier sollte man - wie im Autokühler - auf gut leitende Stoffe wie z.B. Alu zurückgreifen.

Ob das Ganze aber sinnvoll ist, wage ich im Moment zu bezweifeln, da die Kollektoren auch was wiegen, beim Fahren einen höheren Strömungswiderstand darstellen und somit die Energiebilanz eher negativ ist. Sprich, was ich an Heizung für Warmwasser spare gebe ich für mehr Treibstoff auf der anderen Seite wieder aus.

Besten Gruß

HWK

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Marco
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#7 Beitrag von Marco » Mi 16 Jun 2004 20:12

Hallo,
nur so eine Idee:
Warum stellt Ihr nicht einfach einen schwarzen Kanister aufs Dach. Ist doch egal ob er unten ist oder oben. Dann braucht Ihr keine Pumpe.
Bin allerdings Kleinverbraucher und ich dusche nicht in der Kabine!
Wo ist denn der Haken an meiner Idee?
Ciao
Marco

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KlauDa
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#8 Beitrag von KlauDa » Mi 16 Jun 2004 22:31

Der Kanister entspräche dem Prinzip der sogenannten Solardusche.
http://www.solarlink.de/shopneu/index.h ... dusche.htm
Das ist ein relativ alter Hut und natürlich nur für den Standbetrieb gedacht.
Was hier diskutiert wird, ist ja wohl das Prinzip der Wärmegewinnung mittels Sonneneinstrahlung als fest installiertes System wie im Hausbau.
Ich halte das für ein WoMo für denkbar ungeeignet. Erheblichen Nachteilen ( Kosten und Arbeitsaufwand für die Installation der Anlage ; erhöhter Luftwiderstand ; nach oben verlagerter Gewichts-Schwerpunkt ; Aufwand für Pflege und Reinigung des Systems etc ) dürfte ein minimaler Vorteil gegenüberstehen : kostenlos erwärmtes Wasser - bei ausreichender Sonneneinstrahlung . Bei wenig Sonne und im Herbst und im Winter...: Fehlanzeige.
Da lobe ich mir doch die gasbeheizte (Truma) Therme, die jederzeit Wasser in gewünschter Temperatur liefert !
Gruss ; Klaus

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#9 Beitrag von Abgemeldeter User » Do 17 Jun 2004 00:38

Hallo zusammen,

auf einem Womodach kann ein Solarkollektor nicht groß genug sein, um einen vernünftigen Wirkungsgrad zu erzielen, von den Problemen mit dem Schwerpunkt und der Energiebilanz mal abgesehen.
Ich hab in Südfrankreich mal ´nen Holländer getroffen, der das ganze Jahr im Mobil lebt und im Winter bei den älteren Herrschaften, die ein paar Wochen oder Monate in Spanien überwintern, tingelt: Der hatte vorn auf dem Armaturenbrett von seinem ehemaligen Gemüseverkaufswagen ein 60 l - Plastikfass in schwarz hinter der Frontscheibe stehen, darin war das Wasser fast 80° warm, damit hat er geduscht, und soweit im Winter die Sonne tagsüber schien, auch geheizt, wie er erzählte.....
Ich hab mal nachgerechnet und mir dann gedacht: Nä, wat gibt et doch putzige Kerlchen.......

hwk
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#10 Beitrag von hwk » Do 17 Jun 2004 16:54

Hallo zusammen,

selbst auf die Gefahr hin, dass man sich wiederholt; die Idee mit dem Kanister ist leider nicht so praktikabel, da die Sonnenstrahlung in der Oberfläche des Kanisters aufgefangen wird und die Wärme dann durch den Kunststoff durch bis zum Wasser muss. Bei ein Wenig Wind wird diese Oberfläche auch noch von der Luft gekühlt und die aufgenommene Energie ist schon wieder flöten. Die zitierte Solardusche ist eigentlich für den Sommer gut geeignet, funktioniert aber bei leichter Bewölkung nicht mehr.

Ich bleibe auch lieber bei der Truma Therme und zapfe mir dann mein heisses Wasser, wie ich es brauchte.

Besten Gruß

HWK

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roadrunner
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#11 Beitrag von roadrunner » Fr 18 Jun 2004 14:19

Hai miteinander,

als alter Heizungsbauer muß ich doch mal meinen Sempft dazugeben.

1. Eine regulaere winterfeste WW-Solaranlage
ist eigentlich nur für groessere Womos sinnvoll, da man sich mit dem Aufbau (eigener Kreislauf, Pumpe, Druck-WW-speicher, Ausgleichsgefaess, etc.) ein ganz schönes Gewicht einhandelt.

2. Die Alternative WW-Versorgung im Sommer
basiert wie tatsächlich auf dem uralten "Kanister-Prinzip".
man nehme ein HT-Rohr, verschliesse das an beiden Enden (wer will formt sich für die Aerodynamik ein Spitze und tarnt das ganze als Rakete :D )
Auf der einen Seite mit Absperrventil, Rückschlagventil und Ausdehnungsgefäß an die KW-leitung, auf der anderen Seite mit Absperrventil an die WW-Leitung angeschlossen.
Bei einer Länge von 2m und NW 100 hat man im Sommer gute 20 Liter 40-80 grad heisses Wasser. Man kann natürlich auch mehrere Raketen parallel schalten, oder dickeres, dünneres, laengeres oder kürzeres Rohr oder auch eine Art Flachkanal verwenden.
Je nach gusto kann man das Ganze weahrend der Fahrt leerlassen (Schwerpunkt).
Im Winter kann bzw. sollte man es bei Frostgefahr entleeren.
Wer kann/will verbindet die Teile auf dem Dach noch mit Schnellverschlüssen und kann das Ganze auch noch abnehmen.

so werd ich es jedenfalls bei meinem Teil umsetzen :wink:

Den Aufbau kann man jetzt noch beliebig kompliziert in den Heizkreislauf einsetzen. mehr info? mail mal.
Gruß
robert
(...jeder wie es ihm beliebt...)

Gast

#12 Beitrag von Gast » Fr 18 Jun 2004 15:21

Hallo
Ein durchsichtiges Akrylrohr mit eingelegter schwarzer Kupferplatte bring nach meiner Ansicht mehr.
Noch besser wären einige davon mit schwarzen Kupferrohren in Reihe geschalten, das Akrylrohr beidseitig Luftdicht verschlossen.



Kupferrohr mit Lötfittingen aus dem Baumarkt.

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Marco
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#13 Beitrag von Marco » Fr 18 Jun 2004 17:01

Hi,
jetzt habt Ihr mein Bastlerherz angelacht.
Frage zum Verständniss....
vom Kaltwasserbehälter wird beim öffnen des Wasserhahns die Pumpe eingeschaltet welches Wasser in die Dachheizung bringt. Daraufhin fließt das warme Wasser aus dem Wasserhahn. Wenn ich den Wasserhahn wieder schließe geht die Pumpe aus. Ist der Wasserhahn jetzt dicht oder brauch ich noch ein Magnetventil damit kein Wasser nachläuft?
Bei meinem gluckert es verdächtig und wenn ich einschalte dauert es ein wenig bis Wasser kommt.Denke also das er nicht dicht ist.
Oder ist das Rückschlagventil für diese Aufgabe eingebaut. Wenn ja verjüngt es nicht den Durchfluss?

Also ehrlich da fehlt mir noch jegliche Erfahrung.
Aber das werdet Ihr bestimmt bald abstellen :D
DANKE

Ciao
Marco

Gast

#14 Beitrag von Gast » Fr 18 Jun 2004 17:38

Du brauchst auf alle Fälle einen Wasserhahn mit Warm und Kaltwasser, es geht auch ein Einhebelmischer aus dem Baumarkt oder von Aldi
(ja Aldi-süd haben solche Teile für 19 Öre verkauft :D )
Dann eine Druckpumpe, am besten mit Ausdehnungsgefäß. Machst Du den Warmwasserhahn auf, springt die Pumpe bei Druckverlust (Druckschalter) an, fördert kaltes Wasser in den Boiler/Kollektor und
drückt das warme Wasser zum Wasserhahn.
Damit Du Dir aber Deine Bastlerfinger nicht ruinierst :D :D :D mischt Du kaltes Wasser dazu.

Am Ausgang der Pumpe, kommt eine Verzweigung zum Boiler/Kollektor, dann zum Warmwasseranschluss des Hahnes, der andere Schlauch von der Verzweigung geht zum Kaltwasseranschluss des Hahnes.

Das Ausgleichsgefäß sorgt dafür das die Pumpe nicht dauernd stottert und das Wasser gleichmäßiger fließt.
Alles klar ?

Gast

#15 Beitrag von Gast » Fr 18 Jun 2004 18:43

Hi,
klar! Habs kapiert. Funzt genauso wie der Anschluss im Badezimmer mit einem Warmwasserspeicher. :D
Man sollte halt nicht immer so kompliziert denken! :oops:
Ciao
Marco

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