Unter oder über 3,5 t?

Du weißt noch nicht welches Fahrzeug oder welche Kabine zu Dir passt? Du möchtest Erfahrungen über einen Hersteller o.ä. austauschen?
Dann ist hier der richtige Ort dafür...
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Abgemeldeter User

Schwerlastverkehr

#16 Beitrag von Abgemeldeter User » Di 10 Feb 2004 12:46

Hallo Urologe,
da hat Joe ganz recht, aber es gibt noch andere Probleme, denn mit dem Auto über 7,5 t mußt Du jedes Jahr zum TÜV, bin mir nicht ganz sicher, ob da schon die Bremsensonderuntersuchung anfällt oder erst ab 12 t. Wenn Du den alter 2´er Führerschein oder den neuen C hast und über 50 bist, gehst Du alle 5 Jahre zum Arzt für die Tauglichkeitsprüfung.
Campingplätze sind ein Problem. Ich hatte eine auf 7,5 t abgelastete 12 t Sattelzugmaschine als Basisfahrzeug, war häufig allerdings mit einem 10 t Tandemhänger unterwegs, wo mein Wettbewerbsfahrzeug draufstand.
Auf deutschen Campingplätzen habe ich nie die Zufahrt bekommen, sondern konnte meist nur auf den Durchgangsplätzen (Asphalt) vor dem eigentlichen Gelände übernachten, obwohl das Teil "nur" knapp 7 m lang war. In Spanien und Südfrankreich haben die meist nicht mal mit dem Wimpern gezuckt und mich sogar mit dem Hänger draufgelassen. Man muß vorher das Gelände sorgfältig abgehen und dabei besonders auf die Bepflanzung achten. 2,55 Breite und an die 4 m Höhe, je nach radstand ein Wendekreis von 15 m und mehr, da sollte man sich die Zufahrt und die Rangiermöglichkeiten schon ganz genau ansehen, auch unter dem Aspekt: "Was passiert, wenn es über Nacht regnet (Traktion)?"
Auf der Straße ist es bis auf wenige Ausnahmen egal, ob man 7,5 oder 9 t bewegt, es gibt schonmal Überholverbote ab 7,5 t oder ähnliches. Nerven tut vor allem das 3,5 t Limit, das einem die Zufahrt zu vielen Städten schon heute versperrt. Aber dazu habe ich weiter oben schon was gesagt, das gilt für die über 7,5 tonner genauso.

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urologe
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#17 Beitrag von urologe » Di 10 Feb 2004 21:00

hey Joe,
Du machst mir zweifellos wieder Mut :D
da mich vor 1 Jahr masslos geärgert hatte,dass ich die 10 to-Doppelkabine nicht selbst mit dem 3-er überführen durfte, habe ich erstmal den CE ( mit viel Spaß und Freude ) nachgeholt. aber das ist nicht das eigentliche Problem - auf einmal frage ich mich, was mache ich bei all den Konstruktionen falsch, wenn es nicht gelingt auf 7m Gesamtlänge unter 7,5 to zu bleiben, wenn Hymer und Co mit teilweise 8m und Smart hintendrin mit 7,49 to auskommen oder ohne hart an der 4 to- Grenze hängen ???
Wir haben uns jetzt endgültig auf das 14-to-Fahrgestell geeinigt,da eine 5,25m Kabine nicht auf dem kleineren 10to-Fahrgestell untergebracht werden kann,wegen des Überhangs -und Radstandverlängerung und Automatikumbau kosten bei dem 10-to-Fahrgestell genausoviel , wie der Serienpreis bei dem 14 tonner mit den Spezifikationen ausmacht - nur ist das 14to- Fahrgestell 600 wesentliche Kilos schwerer als das 10-Tonnen-Fahrgestell und ich sehe keine Chance mehr, die irgendwo legal einzusparen.
Monopan ist ein tolles Element - für uns in einer geplanten Kleinserie fast nicht zu verarbeiten. Auf PPE hält kein Kleber, kein Lack - alles muß mit Spezialnieten befestigt werden.... schade ,wir hatten uns eigentlich auf dieses Material verlegt - aber es ist ein typisches Großserienmaterial.
Wir kommen wieder auf betoplan-PUR-betoplan Sandwich in Spantenbau zurück - das ist schwerer , aber extrem stabil und einfach handwerklich zu bewältigen - nur hier kommt eben mein Problem mit den 7,49 to ...
Du hast mir richtig Mut gemacht , weil ich zugeben muß, dass mir trotz CE vor 1/4 Jahr nie bewußt geworden ist, dass die 7,5 to Schilder fast nie zul GG sondern aktuelles Gewicht bedeuten und damit in der Tat keine feste Größe darstellen. :lol:
Ich habe mit großer Freude die big footer bilder gesehen und würde als alter Marienwörther vielleicht in die Kreuznacher Gegend kommen ,um zu sehen, wie ein 7,5-tonner wirklich aussehen sollte -Respekt !!
mit den besten Grüßen aus dem schön verschneiten Bayern

(Schleuderketten hilfreich und bei Vorschrift auf Pässen legal???)
:roll:
der Urologe

Vorsorge tut gut - KAT fahren

Joe

#18 Beitrag von Joe » Di 10 Feb 2004 21:25

x x
Zuletzt geändert von Joe am Fr 28 Okt 2005 02:59, insgesamt 1-mal geändert.

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MAN & Co

#19 Beitrag von Abgemeldeter User » Mi 11 Feb 2004 01:46

Hallo Urologe,
wenn Du ein MAN fahrgestell von einem 14 tonner nimmst, hast Du altdeutschen Maschinenbau, aus dem vollen geschnitzt. Kasten, Pritsche etc. ab bleiben immer noch mindestens 4,5, eher 5 oder sogar fast 6 t übrig, etliches mehr als ein Sprinter oder ein Daily als Basis bei Hymer & Co auf die Waage bringen. Schau Dir allein Reifen und Felgen an.
Meine MB 1222 Sattelzugmaschine wog nackt ohne Sattel 4,6 t, ich hatte nachher nur 350 kg Zuladung bei 7,49 t Ablastung, weil ich mit vollen Tanks (rd 950 kg )gewogen habe, um die erforderliche Hinterachsbelastung zusammen zu bekommen.

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Martin
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#20 Beitrag von Martin » Do 02 Aug 2007 11:47

[quote="roadrunner"]Hallo miteinander,

die Vorredner haben eigentlich schon die wichtigsten Punkte angesprochen.
Auch bei meiner Ausarbeitung war ich schon knapp davor auf die 7,5 tonnen Grenze zu gehen. Aber nachdem ich die Einschränkungen und Mehrkosten erfasst hatte bin ich doch lieber bei 3,5 tonnen geblieben.

Bei meiner Absetzkabine kommt noch dazu, daß ich über 3,5 to auch bei abgestzter Kabine nur 80 fahren dürfte. Reichlich albern.

Klar, wo kein Kläger da kein Richter...aber wehe wenn dann doch mal einer kontrolliert.... :evil:

Konsequenz: Leichtbau wo es nur geht, also bei den Möbeln und wirklich genau überlegen was man einläd.
Mit vollen Wassertanks (230l) brauch auch ich in kein polizeiaktives Land fahren. :lol:

gruß
roadrunner
(was sind schon Grenzen....)[/quote]

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#21 Beitrag von Martin » Do 02 Aug 2007 11:50

Wollte Zitat in einem anderen Beitrag einfügen; bin offensichtlich zu blöd dazu

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#22 Beitrag von kaputnick » Do 16 Aug 2007 10:12

Hallo,
3,5 t mit Absetzkabine finde ich auch sehr praktisch.
Als Fahrgestell einen Frontlenker, Kabine ca. 4 m und eine Gesamtlänge von 6 Metern.

Wolfgang

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#23 Beitrag von eXtremeTK » Mo 12 Mai 2008 17:38

ob man sich dann nicht alle schönen Platze endgültig versperrt
Hi,

wir fahren einen Sprinter mit 4,95T und ~8m Länge. Dies nur als Anmerkung.

Wir als Familie können nur sagen, dass deine oben genannte Aussage für uns nicht zu trifft. Wir sind seit über 18 Jahren Camper. Wenn nicht schon länger. Seit gut 8 Jahren fahren wir ein Wohnmobil über 3,5T. Bis jetzt hatten wir keine Probleme irgendwo hinzu kommen.
Ein einziges Mal wurde es knapp:
Und zwar war das in Össtereich. Dort war ein Campingplatz (Seefeld glaube ich). Dort durfte man nur rauf fahren mit einem maximalen Gewicht von glaube ich 10T. Für uns nicht knapp, aber für das Amerikanische Wohnmobil, welches umdrehen musste.

Aber ansonsten keine Probleme. Wir bereisten schon Winterregionen, haben höhen von 2500m überwunden, sind andauernd in Innenstädten unterwegs (Messeaussteller) usw.. Meistens sogar mit Anhänger, dann haben wir 7T, ~12m Länge und uns störte bis jetzt nichts.

Im Gegenteil. Wir sind legal unterwegs. Jedenfalls wenn man es beim Einpacken nicht übertreibt. Aber wenn man dann mit anderen spricht und dort ein 3,5t Fahrzeug auch 4t geladen hat, dann wird einen schon mulmig.

Meine Meinung ist, beides hat vor und Nachteile. Aber für uns hat ein Wohnmobil über 3,5t mehr Vorteile. Und wegen der Geschwindigkeit: Die erlaubten 100kmh mit LKW Überholverbot reichen doch aus. Klar, wenn man doch mal einen LKW überholen möchte, muss man ein bisschen in die Puschen kommen. Aber das ist alles Gewöhnungssache!

mfg.TK

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#24 Beitrag von holger4x4 » Mo 12 Mai 2008 19:48

Also für mich ist's klar,möglichst unter 3,5T bleiben! Für uns 2 Personen auf dem Pickup ist das Limit knapp 3,0T, aber das funktioniert.
Neben den Kosten und Tempobegrenzungen kommt für uns dazu, dass wir gerne auf kleinen Straßen unterwegs sind,die oft auf 3,5T limitiert sind. Deshalb muß bei 2,0m Breite auch Schuß sein.
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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#25 Beitrag von L3H3 » Di 13 Mai 2008 10:45

Hallo zusammen!

Aus den voran gegangenen Beiträgen wird klar das beides Vor und Nachteile hat........

...es bleibt einem also nichts anderes übrig als irgend einen Kompromiss einzugehen.......die "eierlegende Wollmilchsau" gibt es halt doch nich´ .....es gibt viele Dinge die sich ändern z.B. Gesetze, und tuerer wird sowie so alles...

deshalb sollte man sich vieleicht an Dingen orientieren die sich nicht oder nur selten ändern..

....z.B. die eigenen Gewohnheiten :lol:

...einfach mal die letzten Urlaube zurück blicken und das eigene "Urlaubsverhalten" überprüfen....

...speziell bei mir hieß das: fast nie zweimal am selben Ort übernachtet, selten unter 300Km Tagesfahrstrecke, benutzung vieler schmaler Nebenstrecken, meistens drausen unter der Markise den Abend genossen (brauch man nich so viel Platz drinnen), nur einfache küche während des Urlaubs (meist reichte ein Kochfeld)........also ganz klar Schwerpunkt Mobilität............deshalb war für mich klar mein neuer würde nicht mehr als 3,5t zGG. besitzen

....ich könnte mir aber vorstellen das jemand der der ein paar tage länger an einem Ort bleibt, und die Gegend mit dem mit geführten Roller oder Mopet erkundet, mit einem 3,5tonner nicht wirklich Glücklich wird......... :roll:

wichtig ist dabei ehrlich zu sein und das zu betrachten was man wirklich macht, und nicht das was man sich vornimmt zu tun.....irgentwie fällt man ja doch immer wider zurück in alte Verhaltensmuster... :roll:
Gruß Rolf

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