Pick Up Festaufbau

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Pick-Up Jo
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Pick Up Festaufbau

#1 Beitrag von Pick-Up Jo » Mo 22 Sep 2003 19:24

Hallo aus dem Schwabenländle
Ich war schon 2-mal als Gast hier bei euch , nun müsst Ihr aber ständig mit mir rechnen :twisted:
Ausserdem muß ich hier an dieser Stelle mal eine Lanze für die Kleinen brechen:auch mit Pick Up´s kann man sehr viel bewegen (nicht zu verwechseln mit den Pin Up´s!!). Man muss es nur richtig anstellen.
Ich glaube, daß eine Absetzkabine auf einem Pick Up immer problematische Fahreigenschaften produziert, weil man den Platz für die gewichtigen Dinge wie z.b. Wasser /Abwasser, 2.Batterie, Gasflaschen ect. immer in der Kabine platzieren muss, und das ist immer hinten und ziemlich weit oben.
Bei einem Festaufbau könnte es so aussehen (wie in meinen Planungen für mein Schneckenhäusle): Pick Up 1 1/2 Kabiner:
-Wasser hinter dem Beifahrersitz (da gehen locker über 100 l rein)
-2. Batterie hinter dem Fahrersitz (mit Ladegerät & Co.)
-Sitz-Tisch-Sitz in Fahrtrichtung auf der Beifahrerseite
-Küchenzeile rechts (dadurch können die Gasflaschen auch ganz vorne
in einen Küchenschrank eingebaut werden)
-hinten quer das Bad (über die Duschwanne zur Ausstiegstüre, dies dient
zugleich als Schmutz- und Nässeschleuse, bei Bedarf. Bad besteht zu
95% aus Luft, als kein Gewicht hinten)
-im Alkoven (riiiiesig: Bett 18ox200) sonst nix als Luft, also auch kein
Gewicht
-und das alles auf einer Bodenlänge von 2,2m, also nur wenig mehr
Überhang als die Orginalpritsche.
Damit dürfte mein Schwerpunkt niedriger liegen als z.b. bei einem vollbeladenen Geländewagen mit Dachgepäckträger.
Das Gewicht der voll ausgebauten Kabine soll unter 600 kg liegen, mal schau´n. Die Orginal-Blechpritsche runter bringt, ich schätze mal, 150 kg,
die Zuladung auf das Fahrgestell beträgt dann ca. 1200 bis 1300 kg. Bei
600 kg Kabine bleiben mir dann immer noch mind. 600 kg Zuladung.
Da könnte doch so manches "richtige Womo" neidisch werden.

Ich hab natürlich auch ein Problem, und das heißt Nissan. Ich hab schon 2 mal bei denen eine "Aufbaurichtlinie" angefordert, um für eine Tüv-gerechte Verankerung der Kabine mit den Fahrgestell sorgen zu können, habe aber bis dato immer noch nix von denen gehört. Hat jemand zufällig so ein Schriftstück rumliegen und braucht es nicht mehr ??? :wink: bitte melden!!

chiao, bis bald
Wo ein Pick Up ist, ist auch ein Weg (nicht immer, aber immer öfter)

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Rudi
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#2 Beitrag von Rudi » Di 23 Sep 2003 00:19

Hallo Pick up Joe

Welcome im Forum. Endlich wieder einer mit Pick up+ Kabine.
Da ich seit 14 Jahren mit Pick und Kabine BiMobil (selbst ausgebaut) unterwegs bin kann ich etwas mitreden.
Als erstes,warum eigentlich Festaufbau ? Es ist ja das tolle am Wechselaufbau am Urlaubsort die Kiste "runterzuschmeißen" und ohne rumzudüsen.
Und zuhause immer" mit" rumzufahren ,na ja Geschmacksache.
Dein Argument mit der Gewichtsverteilung ist schon richtig,aber selbst beim Wechselaufbau kannst du den Wassertank ,Akku usw.hinter dem Fahrersitz oder hinter der Fahrgastzelle auf Rahmenhöhe montieren.
Das Ganze mit Steckverbindungen zusammenschließen und fertig.
Bei einem 1.5 Kabiner würde ich mit der Gewichtsverteilung nach vorne etwas vorsichtig sein.
Ich hab einen L 200 DOKA mit ebenfalls 220 Bodenlänge.
Auch wenns vermutlich keiner glauben wird,ich bin an der VA Urlaubsfertig 50 kg überladen.
An der HA noch 150 kg Zuladung.

Zu deinen Gewichtsangaben: Welche Kabine willst du kaufen ? oder selbst bauen.??
Wenn die Kabine keinen vernünftigen Rahmen im Boden eingebaut hat (ähnl. BiMobil)
wird vermutl. noch ein Zwischenrahmen fällig (+ ca.50 kg)
Die Gewichtsangaben in den Prospekten sind mit Vorsicht zu genießen.
Der KingCab wiegt in der besten Ausstattung bestimmt knapp über 1900 kg,
abzüglich Ladefläche 150 kg ,ist 1750 kg
Bei zul. Gesamtgewicht von 2860 kg bleibt also 1110 kg
Kabine 600 kg, Zwischenrahmen 50 kg, Wasser,Gas 100 kg , 2 Personen ca. 150 kg =zus. 900 kg
Bleibt Urlaubsfertig noch ca. 210 kg übrig.
Mein DOKA wiegt Urlaubsfertig 2860 kg ,also 30 kg drüber(zul. Ges-Gew.) bei gleicher Bodenlänge.

Zur Befestigung würd ich mir keine allzu größen Gedanken machen.
Da vermutlich eh ein Zwischenrahmen erforderlich wird ,wird dieser an den Orginal 6 Befestigungspunkten angeschraubt, und der TÜV ist zufrieden.
Bei mir hat dem TÜV-Mann die Befestigung überhaupt nicht interessiert,nur die neuen Masse u. Gewichte geprüft das wars in 10 Min.
So fürs erste reichts


Viele Grüße Rudi

Ronny

PickUp und Wohnkabine

#3 Beitrag von Ronny » Di 23 Sep 2003 10:06

Hallo PickUp Jo,
ich muss Rudi recht geben, dass die Gewichtsangaben in den Prospekten der Hersteller mit vorsicht zu geniessen sind. Zum Beispiel gibt Tischer die seine 200er Kabine mit ca. 370kg an, zumindest errechnet das der Online-Rechner auf der Internetseite. Da ist aber dann jeder Wasserkanister leer, keine Standheizung drin und vermutlich sind auch keine Polster drin, denn allein die können schön 30-40kg wiegen. Ein Zwischenrahmen ist da auch nicht dabei, weil das ding einfach auf die Ladefläche gestellt wird.
Dein Gedanke, das Gewicht möglichst nach vorne zu bringen ist einerseits schon richtig, andererseits ist die Vorderachse der meisten PickUps dann schnell überlastet und es tritt ausserdem eine Durchbiegung des Rahmen zwischen Vorder- und Hinterachse auf. Ich würde also mit dem Gewicht nicht zu weit nach vorne gehen.
Ich weiss, dass Rudi mit seiner Bimobil Kabine zufrieden ist, jedoch gefällt mir das Alu nicht so gut und zwar aus folgendem Grund:
Ich hab mir eine Kabine selber gebaut, mit folgendem Wandaufbau (von aussen nach innen): 0.8mm Alu - 6mm Multiplex - 30mm PUSchaum - 4mm Multiplex. Die Kabine ist 1,5m hoch und hat ein Aufstelldach genauseo wie der Wandaufbau. Die Kabine ist sauschwer (650kg) aber auch sau stabil. Das Problem sind die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Holz und Alu. Im sommer wölbt sich z.B. die Eingangstüre um 3mm nach aussen, so dass das Schloss nur noch mit Gewalt zu geht. Das gleiche passiert mit dem Dach, es wölbt sich. Nun ist mein Glück, dass das Holz eine sehr gute Verbindung mit dem Kleber eingegangen ist und sich das Alu noch nicht vom Holz gelöst hat. Ich weiss nicht, wie lange das der Schaum mitmacht, der ja von der Struktur her viel unstabiler ist, als das Holz.
Es kommt darauf an, was Du mit der Kabine machen willst, wenn Du sie nur in der Wärmeren Jahreszeit, also nicht im Winter nutzen willst, kannst Du auf die Isolierung verzichten. Dann würde sich ein Wandaufbau wie folgt anbieten: GFK - Waabe - GFK oder Alu - Waabe - Alu. Durch die Waabe reicht eine Wandstärke von ca.25mm, allerdings muss man dann mit den Fenstern aufpassen, da die Rahmen meist für Wandstärken ab 40mm gebaut sind.
Ich hatte meine Kabine jetzt 1,5 Jahre auch fest montiert und bin gerade dabei mir einen Wechselaufbau zu machen, weil das Fahrzeug ohne Kabine einfach agiler ist und weniger Sprit braucht.
Jetzt hab ich vile Senf dazu gegeben, ohne überhaupt ganuer zu wissen, was Du mit der Kabine machen willst. Vielleicht kannst Du Dein Vorhaben mal konkretisieren.

Viele Grüße und viel Spaß beim Planen,
Ronny

F250
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#4 Beitrag von F250 » Di 23 Sep 2003 11:08

...das mit der Gewichtsverteilung VA/HA ist echt ein heisses Eisen.
Ich habe auf meinem Ford F250 1 1/2 Kabiner eine US Kabine mit Aufstelldach ohne hinteren Überhang (Pritschenlänge 2.50m). Vor dem Islandurlaub war ich mal Autowiegen : VA 1750kg (max=1790kg), HA 1550kg (von erlaubten 2430kg). Die Kabine ist original und war "normal" beladen.

Gruss Klaus
'94 Ford F250XLT mit Palomino Bronco 1200 8ft. Kabine

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Rudi
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#5 Beitrag von Rudi » Di 23 Sep 2003 17:52

Hallo Pick up Joe

Nachtrag von mir

Das mit dem Bad und der Schmutzschleuse im hinteren Bereich
find ich auch genial.
Würde ich bei einem Neuaufbau auch so machen.

>>Im Alkoven nichts als Luft u. Fahrverhalten wie Geländewagen mit Dachträger<< ????
Rechne mal nach : Bei einer Kabinengesamtlänge von 4 m
und Höhe über Pick up Dach von 1 m bleibt inkl. Vorder,Rück
und Dachfläche ges. ca. 16-17 m2.
Ergibt bei einer Kabinenwand von mind. 8 kg/m2 ca. 130 - 140 kg.
Dazu kommen noch die Einbauten,Dachkästen Polster.
Evtl. noch Dachkoffer,Surfbrett und,und,und

@ Ronny Hab ich richtig gelesen oder was falsch verstanden.
Du hast Probleme mit der Ausdehnung der verschiedenen Materialien ??
Du hast doch die Dust Devil Bauweise ? Ist die doch nicht so toll,oder machen die irgend etwas anders ??

Gruß Rudi

Ronny

Ausdehnung

#6 Beitrag von Ronny » Mi 24 Sep 2003 08:36

@Rudi,
hallo Rudi, ja Du hast richtig verstanden. Wie schon beschrieben, ganz extrem ist das bei der Eingangstür zur Wohnkabine. Die ist zwar nur 1,2m hoch, aber die biegt sich im Sommer um fast 3mm nach aussen. Das liegt daran, dass sich das Alu durch die Sonne erwärmt (trotz dass es weiß gestrichen ist) und sich ausdehnt. Das Holz unter dem Alu dehnt sich nicht so stark aus, folglich wölbt sich das ganze. Das kann man noch krasser sehen bei Plattenresten. Die habe ich so bei ca. 20°C zusammengeklebt (0,8mm Alu und 6,5mm Multiplex). legt man das in die Sonne, verboegt sich die ganze Platte innerhalb weniger Minuten. Es nützt auch nichts, dass die Eingangstür meiner Kabine einen Lattenrahmen aus 24mm dicken Multiplexlatten hat, das stört das Alu überhaupt nicht. Dustdevil baut vielleicht in die Türe einen Alurahmen ein, der die Wölbung dann abfängt. Ausserdem finde ich diese Bauweise mittlerweile viel zu schwer. Die Stabilität die erreicht wird ist zwar enorm, aber die wird meiner Meinung nach nicht gebraucht.
Würde ich nochmal eine Kabine bauen, dann würde ich Standard GFK - Schaum - GFK Platten nehmen. Da kann man erstens einigermassen gut Rundungen realisieren und es ist wesentlich leichter und einfacher zu bauen. Auch würde ich die Inneneinrichtung nicht mehr aus Multiplex machen, sondern aus beschichtetem Pappelsperrholz.
Viele Grüße,
Ronny

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