Hilferuf: potentieller Motorschaden

Hier geht es um Fragen speziell zu Paketkoffern!
D.h. zu Postkoffer von Kögel, RKB, Saxas, FAWI, Fahrzeugwerk Wilsdruff aber auch allen anderen Paketkoffern wie beispielsweise die von UPS...
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mrmomba
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Re: Hilferuf: potentieller Motorschaden

#31 Beitrag von mrmomba » Sa 01 Feb 2020 17:42

Steff66 hat geschrieben:
Fr 31 Jan 2020 13:41
Welche professionellen Referenzen könnt Ihr denn vorweisen, die Eure Aussagen untermauern könnten?
Ich nehme an, keine...
Gegenfrage: Welche hast du denn für welche um eine Fachwerkstatt als diese zu identifizieren zu können oder eben als eine nicht solche?

Geht schon beim Schwungrad los: Zahnräder außen Abgefressen: Fachwerkstatt sagt: Neues Schwungrad, Motoreninstandsetzer sagt: jau ziehen wie Zahnkranz ab, drehen es um und schrumpfen es neu auf, nebenbei planen wir die Reibfläche und und das ganze für 80€. PUNKT.
....
Nur mal so...


@Fiffy;
Das ganze entspringt deinem Geldbeutel und dem Dialog mit deiner Werkstatt. Bei einem "Generalüberholten" musst du leider darauf trauen, was die dir schreiben.
Wenn das nach Herstellervorgaben generalüberholt ist, (keine Ahnung ob man das irgendwo einsehen kann, wie diese aussehen) wirst du vermutlich ruhiger schlafen können.
Wenn die Überholung rein nach Profit geht, und die wichtige Lagerteile, oder überhaupt in dieser Richtung was einsparen wollen, wirst du irgendwann wohl wieder Kummer haben.
Lange Rede kurzer Sinn, Frag in der Werkstatt nach, was die Überholung deines Motors unterm Strich kosten würden UND was im direkten Vergleich ein Einbau eines fertigen Motors bei denen Kosten würden.
Dann kannst du eine Entscheidung treffen. Zusätzlich kannst du bei denen Fragen was alles getauscht wird. Der Rumpf selber ist nicht mal so teuer.
Möglicherweise hast du aber auch die Chance, den Motor auf Übermaß direkt mit Aufbohren zu lassen? Klar zieht das ein paar €€€ mehr mit sich, aber Haltbar ein paar kleine PS mehr tun nie weh :-)

Sonst hat dir LT ja schon einen Anlaufpunkt genannt: Meyermotoren. Ein Distributor könnte sogar bei dir in der Nähe sitzen. WM-Fahrzeugteile. Zumindest in der Nähe meines Dorfes verkaufen die deren Motoren. Da sollte deine Werkstatt wohl gut dran kommen.

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John_mit_Ente
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Re: Hilferuf: potentieller Motorschaden

#32 Beitrag von John_mit_Ente » Sa 01 Feb 2020 21:24

Moin,
Fiffi hat geschrieben:
Fr 31 Jan 2020 20:31
Rum wie numm sind es leider nicht nur die Lagerschalen. Mit 250€ war die Werkstatt aber nicht teuer..
Was mir nicht klar ist, ob es mehr Sinn macht den eigenen Motor instandsetzen zu lassen oder einen generalüberhohlten Austauschmotor einbauen zu lassen?
das hier ist ein Fachbetrieb den ich seit gut dreißig Jahren kenne: http://www.motorenag.de/ Da sie sowohl Instandsetzungen machen als auch Tauschmotoren anbieten können sie dir zu beiden Möglichkeiten genug sagen, so dass du auf Grund von fachlichen Informationen eine Entscheidung treffen kannst. Ob sich die Instandsetzung deines Motors wirklich lohnt sieht man allerdings erst nach dem Zerlegen.
MfG
Norbert

LT35
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Re: Hilferuf: potentieller Motorschaden

#33 Beitrag von LT35 » So 02 Feb 2020 12:13

mrmomba hat geschrieben:
Sa 01 Feb 2020 17:42
Das ganze entspringt deinem Geldbeutel ... Bei einem "Generalüberholten" musst du leider darauf trauen, was die dir schreiben. Wenn das nach Herstellervorgaben generalüberholt ist, (keine Ahnung ob man das irgendwo einsehen kann, wie diese aussehen) wirst du vermutlich ruhiger schlafen können. Sonst hat dir LT[35] ja schon einen Anlaufpunkt genannt: Meyermotoren.
- Vorgaben bei Austauschmotoren nach RAL-Norm

Meyer-Motoren.de interessierte mich beim Kauf eines Aufbau-verrotteten Wohnmobils als Basis eines Oldtimers. Von diesen gefertigter Turbodiesel-Austauschmotor hat unter 1 tkm, aber keinen Ladeluftkühler (LLK). Das ergab die Frage, den Motor zu verkaufen oder ihn mit LLK-Anbauteilen zu versehen. Ich wählte letzteres, nach Klärung der RAL-Norm mit Download bei www.gmi-ev.de/21-0-Guetekriterien.html

- Haftung von Händlern bei Gebrauchtmotoren

Der Kauf der LLK-Anbauteile (Ansaug- und Auspuffkrümmer, Turbolader, Einspritzpumpe; nicht Luftführung und LLK, da zu klein) war schwierig, da selten und viel zu teuer. Schließlich kaufte ich vom Händler einen Motor mit 132 tkm samt LLK-Anbauteilen und verkaufte ihn ohne diese, nach Klärung der Händler-Gewährleistung, z.B. am Ende von www.frag-einen-anwalt.de/Gebrauchten-Mo ... 02083.html

All das ergibt für mich beim Motorenkauf 3 (oder 4) sinnvolle Lösungen, nämlich
1. Kauf von Privat, nur nach Probefahrt des noch eingebauten Motors,
2. Kauf von einem deutschen Händler, der greifbar ist und wohl bleibt,
3. Kauf von Instandsetzer, der nach RAL-Norm arbeitet.
(4. bei VW LT1: Szene-bekannte Schrauber mit dem Hobby, LT1-Motoren zu überholen.)

Gruß
Manfred

LT35
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Re: Hilferuf: potentieller Motorschaden

#34 Beitrag von LT35 » So 02 Feb 2020 13:05

Fiffi hat geschrieben:
Fr 31 Jan 2020 20:31
Was mir nicht klar ist, ob es mehr Sinn macht den eigenen Motor instandsetzen zu lassen oder einen generalüberhohlten Austauschmotor einbauen zu lassen?
Diese Frage hatte ich übersehen. Ihre Beantwortung erfordert die Unterscheidung von Austauschmotoren nach
- ihrer kaufmännischen (Misch-)Kalkulation: es gibt 1 Fixpreis je Motortyp und Lieferumfang - für jeden Motor, der geschlossen, komplett und z.B. ohne Loch ist.
- ihrer technischen Ausführung: der eigene Motor wird überholt, falls der Absatz dieses Motortyps zu gering ist, um Motoren auf Vorrat zu fertigen und lagern.

Die Mischkalkulation würde versagen, wenn der Instandsetzer Motoren annehmen würde, deren Block gerissen oder nach Pleuelriss zerstört ist. Sie würde auch versagen, wenn Kunden den eigenen Motor zerlegen und dann aufgrund dieser Kenntnisse entscheiden könnten, ob sie ihn nach Aufwand oder zum Fixpreis überholen lassen.

Eine Überholung des eigenen Motors bewirkt, dass man den überholten "Austauschmotor" erst einige Wochen nach dessen Anlieferung erhält.

Gruß
Manfred

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Re: Hilferuf: potentieller Motorschaden

#35 Beitrag von sieschonwieder » So 02 Feb 2020 15:06

Na ja nachdem ja auch von namhaften erstausrüstern China B-sortierung auf den Aftermarkt kommt. Geht das auch billig.

Stell dir mal die Frage wieviele 100000km möchtest du das Fahrzeug noch fahren? Oder anderst was meinst du in Jahren hält das Fahrzeug noch.

Wenn du nur die nötigsten Teile ersetzt wie Kolben, Injektoren, Dichtungen, Hydros, Turbo, Ketten. Bist du mit ein und ausbau und Maschienezeiten nicht unter 4000€ mit Gewärleistung.

gruß Ralf

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Fiffi
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Re: Hilferuf: potentieller Motorschaden

#36 Beitrag von Fiffi » Fr 07 Feb 2020 00:02

Na ja nachdem ja auch von namhaften erstausrüstern China B-sortierung auf den Aftermarkt kommt. Geht das auch billig.

--> Was genau meinst du damit? Und wie könnte ich sowas beziehen?
Da wir relativ viel Zeit und Geld in den Ausbau gesteckt haben und das Fahrzeug bis dato top lief und auch ansonsten noch nicht "auseinander fällt" würde ich es nach Möglichkeit gerne weitere 200.000km fahren sehen, wenn das mit einem Austauschmotor oder einer Instandsetzung machbar ist.
Vielen Dank auch jeden Fall nochmal für die bisherigen Tips:
eine Patnerwerkstatt von Meyer Motoren in meiner Nähe macht ein Angebot
und auch Busfreak Maniacs beraten sich, ob sie an dem 308er auch arbeiten können, da sie eigentlich nur auf bremer und düdos spezialisiert sind, also ist das leider noch ungewiss.
Ansonsten habe ich einige Angebote, die mit Abholung und überholtem Austauschmotor mit 12 Monaten Garantie im Bereich 5000€ sind.
Viele Werkstätten sagen auch, dass sie den Ein- und Ausbau machen können, aber keine Bezugsquelle für Motoren haben, was ich ein bisschen schwierig finde, da ich die Auszahl eines Motors gerne in deren Kompetenzbereich legen würde.
Ausserdem ist mir aufgefallen, dass die Entfernung nach Polen kürzer ist als zu einigen der Werkstätten, von denen ich Angebote bekommen habe und dachte vielleicht hat noch jemand einen Tipp für eine Werkstatt in Polen?
DIY or die

LT35
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Re: Hilferuf: Motorschaden

#37 Beitrag von LT35 » Fr 07 Feb 2020 06:20

Ansonsten habe ich einige Angebote, die mit Abholung und überholtem Austauschmotor mit 12 Monaten Garantie im Bereich 5000€ sind.
12 Monate Gewährleistung (="gesetzliche Garantie") hast Du bei jedem Gebrauchtmotor, den Du als Privatperson von einem Händler erwirbst, siehe 2. Link in Beitrag 33.
Viele Werkstätten sagen auch, dass sie den Ein- und Ausbau machen können, aber keine Bezugsquelle für Motoren haben, was ich ein bisschen schwierig finde,
Sooo kritisch ist das nicht, da die Gewährleistung des vorbenannten Händlers auch die Kosten von Ein- und Ausbau umfasst.
da ich die Auszahl eines Motors gerne in deren Kompetenzbereich legen würde.
Das Auswahlrisiko muss dann selbstverständlich beim Händler platziert werden.
vielleicht hat noch jemand einen Tipp für eine Werkstatt in Polen?
Nicht in Polen, aber preisgünstig und zuverlässig ist "Abschleppdienst Bernhardt" in Pössneck, der zugleich Kfz-Meister-Werkstatt ist.

Von Postkoffern und deren Motoren habe ich faktisch keine Ahnung; testweise Suche bei mobile.de mit EZ 2002 bis 2005 und "308 CDI" fand nur Postkoffer.
Das ergibt zur Motoren-Auswahl die Frage: Haben Postkoffer ganz spezielle Motoren oder passen auch Motoren "309 CDI", "310 CDI" u.s.w. ?
Falls andere Motoren passen, würde ich auch leistungsstärkere Motoren und komplette Fahrzeuge mit solchem Motor suchen und so die Chancen erweitern.

Gruß
Manfred

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