Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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mrmomba
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2011 Beitrag von mrmomba » Di 12 Mär 2019 10:11

Und ich beneide Leute, auf denen beides zutrifft :-(

syt
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2012 Beitrag von syt » Di 12 Mär 2019 10:33

So macht schrauben spass :D ist schon ziemlich geil,was du dir so zu gelegt hast 👍😉

Es grüsst,der syt

visual
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2013 Beitrag von visual » Di 12 Mär 2019 10:47

Hartwig hat geschrieben:
Di 12 Mär 2019 06:26
Und ich beneide Leute die sich einfach in ihren Camper setzen und losfahren, ohne Schrauberei :D
das ist doch eigentlich viel zu Langweilig :mrgreen:

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Gode_RE
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2014 Beitrag von Gode_RE » Di 12 Mär 2019 10:53

mrmomba hat geschrieben:
Di 12 Mär 2019 10:11
Und ich beneide Leute, auf denen beides zutrifft :-(
Ist ne Abwägungssache... Ein selbstgebautes Mobil hat natürlich sein ganz besonderes Flair. Man weiß, was man an Qualität hat - oder man hat auch Sorgen, weil man weiß, wo man seinen Qualitätsansprüchen nicht genügt hat. Bei nem fertigen Mobil weiß man nicht, wie die Erbauer gebaut haben. Manchmal ist das Gefühl der dumpfen Ahnung oder diffusen Befürchtung ein Dauerfaktor bei der Frage nach der inneren Zufriedenheit.

Man kann aber auch abwägen bei der Frage, ob man sich externe Leistungen in Teilbereichen zukauft. Zum Beispiel bei Arbeiten, die einfach viel spezielles Equipment oder Fachwissen fordern. Dann können natürlich so Dinge wie dumpfe Ahnungen und diffuse Befürchtungen einziehen, zumindest in diesen Teilbereichen. Aber selbst da könnte man noch durch "auf die Finger schauen" bei den externen Dienstleistern einiges wieder rausholen.

Kostet natürlich mehr, und nagt vielleicht auch am eigenen Anspruch, es doch eigentlich selber zu können. Aber der vielleicht viel höhere Preis ist, dass man ewig braucht, um endlich ins Losfahren zu kommen. Daher - wie gesagt - ist ne Abwägungssache...

Nette Grüße
Gode

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2015 Beitrag von Hartwig » Di 12 Mär 2019 21:13

Ich habe mir eine kleine Vorrichtung verbaut mit der man verschiedene Ölviskositäten beobachten kann.
Hier im Film 2 Motorenöle der Spec. CJ-4 in Viskosität 5W-30 und 10W-40.
Mit dem dünneren 5W-30 und einem zusätzlichen Öl-Zusatz werde ich versuchen beim Kaltstart schwergängige Injektoren wieder hin zu bekommen.
Das ist ein sehr häufiges Problem bei 6,0 Powerstrokemotoren die nicht richtig gewartet wurden.


https://youtu.be/gj3mCslDf3o


Zum Druckluft-Kompressor noch ein Nachtrag. Der Druckschalter ist nun verbaut: ein bei 7bar, aus bei 10 bar > optimal läuft er jetzt.
Gegen ein unbeabsichtigtes Einschalten während der Fahrt habe ich mir eine Kappe für den Schalter gedruckt.

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ThomasFF
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Einfach reinsetzen und fahren.....

#2016 Beitrag von ThomasFF » Di 12 Mär 2019 22:34

Mach ich doch genau so mit meinem Hymer S 510, EZ 2/2000, rd. 230000 auf der Uhr....Sprinter-Basis

Kauf ....nach Standzeit wegen Krankheit des Vorbesitzers die 4 Dämpfer ausgetauscht, neue Reifen drauf, alle Öle und Bremsflüssigkeit gewechselt, dann nur noch fahren.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2017 Beitrag von Hartwig » Mi 13 Mär 2019 21:29

zwischenzeitlich habe ich das Öl in den Diffs und dem Verteilergetriebe abgelassen. Zum Ablassen des Öls müssen die Deckel abgenommen werden. Darunter verbergen sich richtig robuste Getriebe. Die Gehäusedeckel sind wieder montiert, morgen wird befüllt.

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Die Kreuzgelenke in den Antriebswellen sind nicht schmierbar, das gefällt mir nicht. So ganz 100%ig spielfrei sind sie nicht mehr. Die Befestigungsschrauben an den Flanschen sahen sehr vergammelt aus. Ob man die unterwegs aufbekommt? Mir hat das keine Ruhe gelassen und ich habe probiert eine zu öffnen. Natürlich waren sie fest, es waren alle fest, da trocken eingeschraubt. Ich habe sie mit Rostlöser eingesprüht und nach schlappen 4 Stunden (!) hatte ich die Schrauben der Wellen zerstörungsfrei draußen und mit Montagepaste wieder montiert. Sollte unterwegs eins verrecken, ist die meiste Arbeit schon getan. Mal sehen, wenn ich abschmierbare finde, tausche ich sie vlt. aus.

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Warum man einen Vielzahnkopf nimmt, wenn auch ein Sechskantkopf passen würde ist mir ein Rätsel.

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Die Gelenke habe ich mal mit Wachs eingesprüht

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visual
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2018 Beitrag von visual » Mi 13 Mär 2019 23:45

Vielzahn lässt halt mehr Drehmoment zu und grade wenn vergammelt mehr Kraft ohne das es vernudelt.

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2019 Beitrag von Hartwig » Do 14 Mär 2019 06:50

Ich habe wirklich viel Werkzeug dabei, aber eine 12mm Zwölfkantnuß (Schraubengewinde ist M12) nicht. Jetzt kommt ein Satz 12kt. Nüsse auch noch dazu :oops:
Mit einem popeligen 12/13er Ringschlüssel hätte ich die Schrauben niemals unterwegs aufbekommen. Wären M12er Sechskantköpfe, also SW19 verbaut, schon eher.

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nunmachmal
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2020 Beitrag von nunmachmal » Do 14 Mär 2019 08:40

Hartwig hat geschrieben:
Do 14 Mär 2019 06:50
Ich habe wirklich viel Werkzeug dabei, aber eine 12mm Zwölfkantnuß (Schraubengewinde ist M12) nicht. Jetzt kommt ein Satz 12kt. Nüsse auch noch dazu :oops:
Mit einem popeligen 12/13er Ringschlüssel hätte ich die Schrauben niemals unterwegs aufbekommen. Wären M12er Sechskantköpfe, also SW19 verbaut, schon eher.
Wenn du die benötigten Ersatzteile, Kreuzgelenk, nicht dabei hast, brauchst du auch kein Werkzeug dafür. Dort wo es Teile gibt, gibt es auch Werkzeug.

Gruß Nunmachmal
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2021 Beitrag von Multivan » Do 14 Mär 2019 09:38

Hallo,
Vielzahn , sowie auch Torx, wurde irgendwann mal eingeführt weil sie eben mehr Anlagefläche für die Schlüssel haben
als Sechskant und Innensechskant.
Das "abnöddeln" reduziert sich dadurch - wenn man wie Du richtigerweise sagst den entsprechenden Schlüssel zur Hand hat! :D
Mit Außenverzahnung sieht man das in der Tat aber fast nur im Fahrzeugbau.
Im Maschinenbau begegnen mir die so gut wie nie?!?

off Topic:
noch schlimmer fand ich, als mal versucht wurde die Schlüsselweiten für M10 von 17 auf 16, und bei M12 von 19 auf 18 mm
zu verändern! Was habe wir teilweise geflucht...!
Aber auch das hat sich irgendwie "erledigt", oder?!?

Gruß

Holger

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2022 Beitrag von Hartwig » Do 14 Mär 2019 09:49

nunmachmal hat geschrieben:
Do 14 Mär 2019 08:40
Hartwig hat geschrieben:
Do 14 Mär 2019 06:50
Ich habe wirklich viel Werkzeug dabei, aber eine 12mm Zwölfkantnuß (Schraubengewinde ist M12) nicht. Jetzt kommt ein Satz 12kt. Nüsse auch noch dazu :oops:
Mit einem popeligen 12/13er Ringschlüssel hätte ich die Schrauben niemals unterwegs aufbekommen. Wären M12er Sechskantköpfe, also SW19 verbaut, schon eher.
Wenn du die benötigten Ersatzteile, Kreuzgelenk, nicht dabei hast, brauchst du auch kein Werkzeug dafür. Dort wo es Teile gibt, gibt es auch Werkzeug.

Gruß Nunmachmal
Ich habe mir schon immer selbst geholfen, auch im Urlaub. Das wird auch immer so bleiben. Meine Fz kommen nicht in fremde Hände. :wink:

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Varaderorist
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2023 Beitrag von Varaderorist » Do 14 Mär 2019 10:24

Hartwig hat geschrieben:
Do 14 Mär 2019 09:49
Ich habe mir schon immer selbst geholfen, auch im Urlaub. Das wird auch immer so bleiben. Meine Fz kommen nicht in fremde Hände. :wink:
.....und so'n doofes Kreuzgelenk drehst oder druckst Du Dir dann selbst, oder? :mrgreen:
Gruß vom Niederrhein
Michael

ThomasFF
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Mal ne Frage zu Kühlern (Öl + Wasser) ...

#2024 Beitrag von ThomasFF » Do 14 Mär 2019 12:17

in den kräftigeren Amis... Pickups und große Vans wie zB der Suburban....

Nach dem, was ich von den großen Pickups aus den Staaten weiß (das liegt schon einige Jahre zurück), soll es zumindest in den heavy duty Ausführungen ab Werk die Anschlüsse für den Einbau von Ölkühlern geben an den Differentialen, teilweise (je nach Hersteller und Modell) sogar mit Anschluss für E-Pumpen.
Also kann man diese Autos zB für regelmäßigen Betrieb in bergigem Gelände (Überquerung der Rockies) einfach mit 4 Olkühlern aus dem Teileregal ausstatten: Motor, Getriebe, 2 Differentiale. Ob es Ölkühler auch für ein zusätzliches Verteilergetriebe im Allradauto gibt, weiß ich nicht....

Wie ist da Dein Ford ausgestattet?

Aus meinen eigenen Erfahrungen mit Oldtimern (Ford Tbird 1960, Cadillac Coupe de Ville 1974) und aus Gesprächen mit Leuten auf US-Car treffen habe ich gelernt, dass es ein wirkliches Problem durch die schlechten Wasser-Kühler in diesen Autos gab. Also bei 25 Grad außen die Autos im Leerlauf tuckern lassen führte unweigerlich zu 100 Grad Kühlwasser oder mehr und damit zur gefährlichen Überhitzung. Auch ein längerer Stau auf der Autobahn machte wirklich Sorgenfalten... ich hab zweimal in größeren Staus die Flucht auf Parkplätze angetreten, um abkühlen zu lassen. Hatte für sowas extra ein Buch im Handschuhfach, um die Wartezeit weniger langweilig zu überstehen.
Der Trick zur Abhilfe war der Besuch in einem Kühler-Fachbetrieb, wo in die alten Rahmenteile (Deckel und Boden mit Ablass) ein neues Lamellen-Netz eingebaut wurde. Damit gabs keine Probleme mehr und man konnte auch bei hohen Außentemperaturen sorgenfrei unterwegs sein, was das Kühlwasser anging. Auch wegen H-Zulassung hatte ich keine Schwierigkeiten damit.

Wie sieht das, lieber Hartwig, mit dem Wasserkühler bei Deinem Auto aus?
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2025 Beitrag von Hartwig » Do 14 Mär 2019 14:58

Der Wasserkühler ist mehr als gut dimensioniert, was nicht heißt, der Motor hätte keine Temp.-probleme. Letzteres ist aber unterm Strich irgendwelchen blödsinnigen Emissionsvorschriften zu verdanken. Zum problematischen 6,0 Powerstroke habe ich ja schon mehrfach hier was geschrieben. Wenn du willst, kannst du auch mal einen klitzekleinen Teil der "Probleme" dieses Motors lesen:

http://moself.de/index.php?id=59

Hier sieht man wie heiß der Motor im Leerlauf wurde. Erst bei 1:35 schaltet der elektrisch gesteuerte Viskolüfter zu, dann sieht man wie zu Temp runter geht (Anzeigen Wasser und Öl oben links EOT engine oil temp, ECT engine coolant temp):

https://www.youtube.com/watch?v=bdDs_pysn28


Dann habe ich mir einen provisorischen Schalter in den Innenraum gelegt, der dem Motorsteuergerät vorgaukelt der Motor sei zu heiß, dadurch schaltet der Viskolüfter auf volle Stufe:

https://www.youtube.com/watch?v=HVQUFazeI3A&t=2s


dann habe ich den elektronischen Mist stillgelegt (der elektrisch gesteuerte Viskolüfter wird vom Motorsteuergerät angesteuert welches wiederum von 7(!) Sensoren Daten abgleicht.
Verbaut ist jetzt ein rein "mechanischer" Viskolüfter .

https://www.youtube.com/watch?v=C2v8htB79zA


Ich mache mir jetzt aktuell ein paar Hilfsmittel um das Automatikgetriebe zu spülen, das möchte ich kommende Woche in Angriff nehmen, danach kommt die Optimierung des Motors. Danach muß das Kühlmittel keine heißen Auspuffgase mehr abkühlen und es wird zu 100% gefiltert.

Zu deiner Hitzefrage: Die Achsen bedürfen keiner Kühlung. Wenn du dir die Trümmer von Starrachsen und Diffs. ein paar Beiträge weiter vorne anschaust, siehts du, wie großzügig dimensioniert da alles ist. Das Verteilergetriebe läuft unauffällig in 100000enden Fahrzeugen. Das Automatikgetriebe (5R110W) ist ebenfalls unproblematisch, allerdings ist hier eine Temperaturanzeige serienmäßig verbaut. Das ist aber eher für Anwendungen als Schneepflug o.ä. wo kaum Fahrtwind an den Ölkühler kommt. Auch ich habe hier ein Auge drauf mit meiner Zusatzanzeige (TFT transmission fluid temperature)

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Probleme hatte ich aber nie mit der Getriebetemp., auch nicht bei starken Belastungen wie letztes Jahr in Skandinavien. Vom Getriebe geht das Öl zuerst in den Wasserkühler, danach durch einen Luftkühler wieder zurück ins Getriebe.

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