Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

Du weißt noch nicht welches Fahrzeug oder welche Kabine zu Dir passt? Du möchtest Erfahrungen über einen Hersteller o.ä. austauschen?
Dann ist hier der richtige Ort dafür...
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djc5
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Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#1 Beitrag von djc5 » Do 21 Jun 2018 18:29

Hallo allerseits!

Nachdem meine letzten drei Wohnmobile alle von der Stange waren (alle Westfalia James Cook) möchte ich das nächste gerne nach meinen Wünschen individuell bauen lassen. Da die Branche gerade boomt, sind die Lieferzeiten leider super lang. Zwei Jahre sind da schon fast Durchschnitt.

Viel Zeit zu planen also und verrückte Ideen zu entwicklen. Dabei suche ich Gleichgesinnte, die auch nicht vor unkonventionellen Ansätzen zurückschrecken. Als erstes suche ich also das passende Forum. Wenn ich es gefunden habe, werde ich dort jede Idee einzeln vorstellen.

Ich liste mal kurz stichwortartig ein paar Themen auf, damit ihr seht, wie ich ticke. Bitte geht da nicht inhaltlich drauf ein, das kommt später. Sagt mir einfach nur, dass ich damit hier richtig bin, oder empfehlt mir (gerne per PN) ein anderes Forum, das besser geeignet ist.
  • Kompakte Außenmaße 6 m lang, 2 m breit, 3 m hoch
  • zGG 3,5 t - keine Markise, kein Sat, keine Gasflaschen, kein Fahrradträger, keine AHK
  • Kein Gas (Propan/Butan) an Bord
  • Zwei Brompton Falträder im Fahrzeug
  • Keine Dachfenster oder Luken, 100% der Dachfläche mit Solar (>800 Wp), Entlüftung durch die Heckwand
  • Vollisolierte GFK-Kabine, mit Staukastenklimaanlage
  • Aufstellbare Seitenwand als Ersatz für die große Schiebetür, die ich sonst vermissen würde
  • Kompost Trenntoilette
  • Zweiter (Sommer-)Frischwassertank außerhalb der Kabine
  • Lithium Batterien > 400 Ah, 24V
  • zweite 24V Lichtmaschine und 24V Wechselrichter und Ladewandler
Verrückt genug?
Gruß aus Düsseldorf
Peter
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holger4x4
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#2 Beitrag von holger4x4 » Do 21 Jun 2018 18:44

Hi und willkommen im Forum.

Verrückt? Ja vielleicht :mrgreen:
Für was brauchst du so viel Strom? zum Kochen? 400Ah 24V wiegen auch in Lithium einiges!
Welches Basisfahrzeug soll es werden?
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
Bild

crono
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#3 Beitrag von crono » Do 21 Jun 2018 20:01

Ahoj

Verrückt? Nö!

Auch mit einem ~120Kg Akku, einiges an Installation (Wasser, Herdplatten, Backofen, Trenntoilette, Klima...) und 2 Fahrrädern ist sowas im Eigenausbau bei diesen Abmessungen für 2 Personen m.E. gut realisierbar.

Ich habe (abgesehen von Gas und Akku) ähniche Anforderungen - jedoch für 5 Personen. Es wurde eine DoKa mit Alkoven Aufbau, s. hier: https://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?f=17&t=9279

Du findest auch die Angabe zu den Gewichten von Fahrgestell, Kabine und Ausbau - ich kann knappe 700 Kg zuladen (inkl. Personen). Wenn dir neben Gewicht zusätzlich Heckantrieb und Bodenfreiheit wichtig sind: Nach meinen Analysen passt hier das Iveco Daily Fahrgestell für 6m Länge am besten.

Viel Spass und Erfolg bei der weiteren Planung

Mit Gruss
Zuletzt geändert von crono am Do 21 Jun 2018 22:52, insgesamt 2-mal geändert.

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campo
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#4 Beitrag von campo » Do 21 Jun 2018 22:37

Wilkommen. Du bist hier auf das richtige Forum :D
Warum 24V auf ein Kleinfahrzeug, dann verlierst du der Start Redundanz ?

Beim Sprinter bestellst du ab Werk die Position für eine 2te Lima.
Dann kannst du ohne B2B Lade Wandler in ein Euro6 Fahrzeug mit eine Li-regler arbeiten.
Volle Ladung vom Li-Pack im leerlaufdrehzahl.
Und als Start Batterien und Lima bestellst du einfach die kleinsten vom Gewicht und billigsten.
TGM 13290 4x4 in Aufbau

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djc5
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#5 Beitrag von djc5 » Do 21 Jun 2018 23:10

holger4x4 hat geschrieben:Für was brauchst du so viel Strom? zum Kochen?
Ich möchte so viel wie möglich elektrisch betreiben. Induktionsfeld, Backofen, Kaffeemaschine und wenn gerade üppig Strom da ist, evtl. auch eine Klimaanlage. Vielleicht sogar Warmwasser oder heizen über die Wärmepumpenfunktion einer Klimaanlage. Mal sehen was geht.
holger4x4 hat geschrieben:400Ah 24V wiegen auch in Lithium einiges!
Da habe ich mich selber reingelegt. Ich denke immer noch in den Kapazitäten der 12V Akkus. Es sind 5,1 kWh gemeint. Die wiegen bei Victron Energy 56 kg. Das ist weniger als zwei Exide Gel 85Ah. Auf die Idee mit den 24 V kam ich später ;-) Da geht es nur darum, dünnere Kabel verlegen zu können.

holger4x4 hat geschrieben:Welches Basisfahrzeug soll es werden?
Ich bin 1,97 m groß und kann eigentlich nur im Sprinter vernünftig sitzen. Da kann ich während der Fahrt auch mal die Beine ausstrecken und die Knie gerade machen. Außerdem lege ich Wert auf Funktionen wie Distronic (Abstandsregeltempomat). Ich fahre gerne viel und weit (schaut mal meine Routen von 2014 und 2016 an: http://www.djc5.de )
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#6 Beitrag von djc5 » Do 21 Jun 2018 23:20

crono hat geschrieben:Nach meinen Analysen passt hier das Iveco Daily Fahrgestell für 6m Länge am besten.
Ich hab mal in einme Iveco gesessen, hat bei weitem nicht so viel Platz wie der Sprinter. Außerdem würde ich den 6-Zylinder, die 7-Gang-Automatik und den Abstandsregel-Tempomat vermissen.
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#7 Beitrag von djc5 » Do 21 Jun 2018 23:21

campo hat geschrieben:Warum 24V auf ein Kleinfahrzeug, dann verlierst du der Start Redundanz ?
Super, da hat sich meine Frage ja schon gelohnt. Diesen Aspekt habe ich komplett übersehen. Dann vielleicht doch lieber die dicken Kabel und 12V ;-)
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ThomasFF
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#8 Beitrag von ThomasFF » Fr 22 Jun 2018 01:06

.... das bin ich und kann daher mit LifePo und vor allem deren komplizierter Umgebung, wozu ich auch diese dämlichen Solar Solarpaneele zähle, nix anfangen.

Die Technik ist kompliziert und daher unterwegs bei Ausfällen mit Bordmitteln nicht zu reparieren, es sei denn Du wärst Elektroniker und hättest Deine halbe Werkstatt mit und Ersatzteile.

Abgesehen davon: Für den Preis der 400 AH Akkus bekommst Du eine komplette Gasanlage mit allen Verbrauchern wie Öfen incl. Backofen, Kühlung und Heizung. Die Abneigung gegen Gas im Auto ist irrational. Du weißt genau, dass es in zigtausenden von Mobilen (Womo/Wowa) und Hütten Gasanlagen gibt, die jahrelang völlig problemlos laufen. Ok, es gibt die 5 bis 10 schweren Gasunfälle im Jahr, oh, auch mit Toten, aber in jedem Fall haben die Analysen ergeben, dass die Blödheit der Benutzer ursächlich war: Zu blöd zum pflegen, zu blöd ums richtig zu benutzen, zu blöd um zu wissen, dass man mit den Flammen des Kochers nicht heizt usw. Und nach dem, wie und was du schreibst, halte ich Dich nicht für blöd. Eine Gasanlage, die mit Verstand konzipiert, mit Sorgfalt gebaut und pfleglich behandelt wird, ist genau so sicher wie dein ganzer Stromkram.

Solar ist neben der Begleittechnik und dem Preis auch deswegen suboptimal, als Du Dich mit dem Wagen nie im heißen Sommer in einen Schatten stellen darfst, ferner, weil die Dinger, wenn sie nicht der Sonne nachgeführt werden, nie die volle Leistung erzielen, und in der Jahreszeit und in Wetterlagen, in der man Energie am nötigsten braucht, nix vernünftiges bringen. Umweltargumente ziehen hier nicht wirklich, denn wenn die Dir hundertprozentig am Herzen liegen würden, dürftest Du keinen Sprinter mit Verbrennungsmotor, womöglich einen Diesel, fahren.

So, das war dann erstmal meine Meinung, einfach nur, um vielleicht mal drüber nachzudenken. Im übrigen, wenn Du Dich nur in Deinem Konzept wiederfinden würdest, dann wäre ich der letzte, der Dir im Weg stehen wollte... es ist ja toll, unsere Vorstellungen in die Praxis umzusetzen.....Ideen und Träume, die mit den Händen umgesetzt werden... mit Fehlschlägen und mit hohen Preisen, monetär und in der Nützlichkeit/Zuverlässigkeit/Ergonomie mancher Funktionen, muss man dabei immer rechnen.....

Für den anderen Kram gibts ein paar Hinweise.

Wenn Du irgendeinen LKW mit kurzem Fahrerhaus für 2 oder 3 Personen hast ohne Verlängerung für ein Bett oder eine Doka, in dem Du mit Deinen überlangen Stelzen nicht gut klarkommst (ich hab auch überall Verlängerungen drin), gibt es immer die Möglichkeit, in die Rückwand einen "Buckel" zu bauen, also eine kleine Ausdehnung, in der die Rückenlehne die 8 oder 10 cm nach hinten kann, um aus einem engen Knieverbieger einen bequemen Arbeitsplatz zu machen. Das sieht so aus, dass man mit 5 cm Abstand rechts und links der Lehne die Rückwand einschneidet (Flex, Stichsäge) und die Schnitte bis hoch zur Oberkante der Nackenstütze führt. Oben gibt es dann einen Schnitt quer, der eine Klappe entstehen läßt. Die drückt man schräg nach hinten und schließt die Dreiecke rechts und links sowie den Streifen oben mit Blech, das man anschweißt oder a... läßt. Das wäre für draußen; wenn man das in einem Kastenwagen in die Zwischenwand macht, kann man zum verschließen auch Holzstreifen nehmen.

Das mit der Breite würd ich mir auch noch mal überlegen. 2 m ist arg knapp, zumal die Isolierung 5 cm auf jeder Seite zusätzlich kostet. 2,10 oder 2,20 wären deutlich geräumiger. Wir sind mal vom 2,30 er auf den 2,50er Wohnwagen umgestiegen und fanden einen Komfortgewinn, den wir uns vorher bei 20 cm mehr nicht haben vorstellen können. Fahren auch auf kleinen Straßen war für uns kein wirkliches Problem.

Die Seitenwand zu Hochklappen ist ne tolle Idee, die hatte ich für mein einstmals geplantes LKW-Sattelzug-Womo für den Auflieger auch, nur dass dahinter eine Glasfront mit Schiebetüren vorgesehen war.... nicht über die ganze Länge, nur im Wohnbereich. Es gab aber auch 2 Auszüge 4 m lang auf der Gegenseite.
Die Seitenwand war geteilt, der untere schmalere Teil fungierte als Laufweg/ Veranda, der obere wie eine Markise.

Das mit dem LKW hab ich übrigens nicht gemacht, weil es zuviel Schwierigkeiten beim Fahren gegeben hätte (Höhe und vor allem Gewicht) und es deutlich komplizierter mit dem Finden und Erreichen von schnuckeligen Stellplätzen gewesen wäre. Ferien im Gewerbegebiet, nicht unser Ding ...hihi...

Du siehst, Alter schützt vor jecken Ideen nicht...hihi....ich hab mit über 50 den Truck Trial Sport angefangen und als Logistikfahrzeug hatte ich die SZM schon....
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#9 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 22 Jun 2018 08:43

Hallo Peter,

um Deine Frage, ob Du hier richtig bist, zu beantworten: wo, wenn nicht hier??? Herzlich Willkommen bei den anderen Verrückten!

Und um es klar zu sagen: Deine Pläne sind auf jeden Fall umsetzbar - es ist halt alles eine Sache des eingesetzten Geldes ;-)Wenn davon eine gewisse Menge zur Verfügung steht, könnte man z.B. zu offroad-leichtbau gehen, die bauen Kabinen nicht aus GfK, sondern aus CfK.

Was Die hier aber passieren kann/wird, ist, daß Deine Pläne und Überlegungen hinterfragt werden. Aber nur auf diese Weise läßt sich Dein Fahrzeug wirklich optimal gestalten...
Und damit will ich gleich einmal anfangen: Dein Energiekonzept macht mir Gedanken, zumindest wenn Du auch im Winter Autark sein willst. 5.1kWh willst Du haben, das wären 425Ah Batteriekapazität. Ich habe bei mir 100Ah und komme damit auf rd. 16kg - somit hättest Du mit etwa 70kg nur zum Speichern der Energie zu rechnen. Dazu kommen jede Menge Solarpanele, die Dir bei schlechtem Wetter oder im Winter auch nicht so wirklich weiter helfen, ein recht schweres Kochfeld, größere und somit schwerere Ladegeräte etc. In Summe kannst Du also mit irgendwo um die 100kg rechnen.
Mit 5,1kWh kommst Du zum Heizen auch nicht weit - die kleinste Stufe der Truma Combi beispielsweise hat 900W, das sind etwa 5,5h Betrieb, ohne daß noch Strom zur Warmwasserbereitung, zum Kochen, für den Kühlschrank oder sonst etwas zur Verfügung steht. D.h zwei Tage Autarkie im Winter ist schon nicht mehr gegeben...
Die Energiedichte von Gas ist deutlich höher als die auch von LiFePo's. Um wieder meine Kabine zum Vergleich zu stellen: ich habe eine(!) 14kg Alu-Gastankflasche verbaut, die ich an jeder Autogas-Tankstelle nachfüllen kann. Die wiegt inkl. Inhalt rd. 21kg, Heizen und Kochen kann ich damit aber auch im Winter ganz unabhängig von irgendwelchem unsicheren Solarertrag mindestens eine Woche, und mein 100Ah LiFeYPo brauche ich nur für Licht und Lüfter, damit könnte ich ähnlich weit kommen. Und die ganze Anlage wiegt nur rd. 40kg.

24V in einem Sprinter halte ich (wie schon in anderen Beiträgen angesprochen) für wenig sinnvoll: die Ladung wird unnötig kompliziert und evtl. verlierst Du Wirkungsgrad. Zudem: wofür brauchst Du 12V bzw 24V? Autoradio, Beleuchtung, Heizungssteuerung, vielleicht Kühlschrank - alles keine wirklichen Großabnehmer, so daß das Kabelquerschnittsargument nicht wirklich zieht. Für Heizung und Kochfeld wirst Du einen ordentlichen Wechselrichter brauchen, denn egal ob 24V oder 12V - 2kW (also 166A bzw. 83A) würde ich nicht im Niederspannungsbereich übertragen wollen (gibt es überhaupt 12V/24V Induktionskochfelder?). Und wenn Du die Hauptverbraucher über 230V versorgt, sind 12V für Kleinverbraucher beim Sprinter bestimmt die bessere Wahl...

Dimensionen: 6m Länge ist eine gerne genommenen Grenze in der Fahrzeuglänge, weil das bei Fährbenutzung Sinn macht.
Ob 3m oder 3,2m Höhe - ob das irgendwo einen Unterschied macht? Aber diese 25cm mehr ermöglichen Dir einen Doppelboden, in dem die ganze Technik (inkl. Heizungsrohre etc.) und schwerer/sperriger Ballast unter gebracht werden kann, so daß Du mehr Stauraum für anderes behältst. Und zudem hast Du bei kalten Außentemperaturen keinen kalten Laufboden...
Und in Sachen Breite würde ich mit zurecht geschnittenen Kartons ausprobieren, wieviel Platz Du wirklich brauchst. Querschlafen wäre bei Deiner Länge jedenfalls nicht drin! Bei meiner Kabine habe ich mich am Ende für einen Innenbreite von 210cm entschieden - 80cm Naßzelle, 70cm Durchgang (so daß man auch bequem aneinander vorbei kommt) und 60cm Küche. So kann ich auch unsere (Heck-)Sitzgruppe als Doppel-Querschläferbett nutzen. Bei 3cm Wandstärke komme ich also auf eine Außenbreite von 216cm.

Überhaupt Bett: wie stellst Du Dir da Deine Lösung vor? Der Sprinter ist m.W. um 225cm hoch. Bei 3m Wunschhöhe heißt das etwa 875cm Höhe über dem Fahrerhaus bzw. 70cm Innenhöhe - für mich zu wenig, um dort schlafen zu können (bei 3,2m Gesamthöhe würden sich akzeptable 90cm ergeben ;-) ).
Ich vermute deshalb, Deine Betten sollen wohl irgendwo in die Kabine - aber bei Deiner Körperlänge geht Querschlafen bei der geplanten Fahrzeugbreite nicht, d.h. Du mußt mit 210cm Längsbettenlänge rechnen. Dazu etwa 2,65m Fahrerhauslänge. Dann ergäbe sich ein Rest von etwa 120cm/125cm Länge für Küche, Naßzelle, Schrank etc. Reicht Dir das? Oder denkst Du an einen Vollintegrierten mit Einbindung des Fahrerhauses in den Wohnteil?

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang


P.S.: wenn Dich meine Planung und Kabine interessieren, suche nach 'Happy Hobo'.... ;-) Wobei ich eine Absetzkabine auf VW T5 DoKa 4motion baue.
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
vierter Sept.-Samstag (21.09.19): Weinprobe in den Weinbergen
08.- 10. Mai 2020: Leerkabinen-Treffen
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
*Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich*

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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#10 Beitrag von Rolf1 » Fr 22 Jun 2018 09:18

Also, als Basisfahrzeug werfe ich neben dem Iveco (denke, wäre eine recht gute Wahl) noch den Hyundai H350 in den Raum, der ist vom Cockpit her / von der Ergonomie her / platzmäßig nach meiner Empfindung wirklich richtig gut, auch die Windschutzscheibe sitzt hoch genug zum rausgucken (ist leider immer seltener der Fall). VW Crafter habe ich bisher nicht ausprobiert, bin auch kein Fan, wäre aber vielleicht ja eine weitere Alternative?
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#11 Beitrag von djc5 » Fr 22 Jun 2018 10:02

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:Was Die hier aber passieren kann/wird, ist, daß Deine Pläne und Überlegungen hinterfragt werden.
und das ist von meiner Seite auch ausdrücklich gewünscht. Sind ja auch etliche Sachen dabei, die icht nicht zuende gedacht habe. (wie z. B. die 24V)


Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:Dein Energiekonzept macht mir Gedanken, zumindest wenn Du auch im Winter Autark sein willst.
Meine langen Reisen finden alle im Sommer statt, wobei ich am Crater Lake in Oregon im Juni schon im Schnee gestanden habe. Im Winter besuche ich in Deutschland evtl. mal Freunde. Da ist es auch ok, wenn dann die Dieselheizung als Backup einspringt.
Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben: ich habe eine(!) 14kg Alu-Gastankflasche verbaut, die ich an jeder Autogas-Tankstelle nachfüllen kann. Die wiegt inkl. Inhalt rd. 21kg, Heizen und Kochen kann ich damit aber auch im Winter
Nur eine Klimaanlage kann man mit Gas nicht betreiben. Und die hatte ich mir in Staaten wie Florida und Louisiana sehnlich gewünscht.

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:Und wenn Du die Hauptverbraucher über 230V versorgt, sind 12V für Kleinverbraucher beim Sprinter bestimmt die bessere Wahl...
Das wird wohl so sein, das meine ich mit der Kategorie "nicht zu ende gedacht". > 100A fließen nur zwischen Lichtmaschine, Ladewandler, Aufbaubatterie und Wechselrichter. Alle leistungshungrigen Verbraucher werden über 230V versorgt. 12V ist dann nur noch für Kleinkram.

Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:Dimensionen: 6m Länge ist eine gerne genommenen Grenze in der Fahrzeuglänge, weil das bei Fährbenutzung Sinn macht.
Da ticke ich anders. Das Auto wird so teuer, dass mir in Relation dazu die Fährkosten völlig egal sind. Ich benutze unser Wohnmobil fast wie einen PKW und fahr damit in Großstädte und kleine Örtchen. Hier ein Beispiel aus San Francisco. Da ging gerade eben noch die Schiebetür auf
LRexp_2016-06-12 071 San Francisco 2 CA_DSC04920.jpg
Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:Ob 3m oder 3,2m Höhe - ob das irgendwo einen Unterschied macht?
Der Punkt ist wirklich verhandelbar. Ich fahre seit 2001 mit 3,20 durch die Gegend. Weniger hieße weniger Stress an Brücken und Bäumen, niedrigerer Schwerpunkt, weniger Luftwiderstand. Alles nicht entscheidend.
Leerkabinen-Wolfgang hat geschrieben:Überhaupt Bett: wie stellst Du Dir da Deine Lösung vor?
Ich möchte eine abgeschlossene Kabine. Innenlänge vermutlich so um die 340 cm. Ich möchte längs schlafen, wobei meine Beine auch unter der Küchenarbeitsplatte sein dürfen. Auf der Fahrerseite plane ich 1,70 Bett und 1,70 Küchenarbeitsplatte (45 cm Überlappung).
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#12 Beitrag von crono » Fr 22 Jun 2018 11:08

djc5 hat geschrieben:
crono hat geschrieben:Nach meinen Analysen passt hier das Iveco Daily Fahrgestell für 6m Länge am besten.
Ich hab mal in einme Iveco gesessen, hat bei weitem nicht so viel Platz wie der Sprinter. Außerdem würde ich den 6-Zylinder, die 7-Gang-Automatik und den Abstandsregel-Tempomat vermissen.
Bist Du in einem neuen gesessen? Da ging einiges...

Ich bin auch über 1.90m hoch und am Platz im Daily habe ich nichts zu beanstanden. Im neuen verbauen sie eine 8-Gang ZF-Automatik (Hi-Matic genannt), welche einer PKW-Automatik gleich kommt - und sei nicht zu verkleichen mit Sprint-Shift etc (wobei ich diese nicht kenne). Zudem werden im Daily (als einzigster?) noch 3L Motoren angeboten...

Neben dem Hubraum und Heckantrieb waren es bei mir v.a. das auf 6m Fhz-Länge perfekt passende Fahrgestell und das geringste Leergewicht (verglichen mit VW, MB und Nissan) welche den Ausschlag gaben...

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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#13 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 22 Jun 2018 11:38

Hi Peter,
djc5 hat geschrieben:Nur eine Klimaanlage kann man mit Gas nicht betreiben. Und die hatte ich mir in Staaten wie Florida und Louisiana sehnlich gewünscht.
Um so mehr ein Grund, auf Batteriebänke zu verzichten. Ich habe mir gerade einmal die Truma Saphir comfort angeschaut, die braucht 4.2A aus 230V, um 2400W Kühlleistung zu erreichen. 4.2A aus 230V entsprechen 80A aus 12V, dazu die Wandlerverluste 12V->230V von rd. 10%, dann bist Du bei knapp 90A. Das bedeutet, aus Deinen geplanten 425Ah Batteriekapazität kannst Du die Klimaanlage rd. 4.5h laufen lassen. Ok, die läuft ja nicht immer in Vollast, so daß das einen Tag lang wohl reicht.
Ich kenne mich mit Solar wenig aus, aber nach Wikipedia kannst Du mit maximal 1kWh Ertrag pro Quadratmeter Solarfläche rechnen, das wären dann etwa 80Ah bei 12V. Dein Dach wird irgendwo so um die 8m² Solarpanele aufnehmen können (die Rundungen etc. fallen ja aus), d.h. Du könntest Pro Tag mit 600Ah rechnen. Klingt viel. Funktioniert aber nur, wenn alles optimal läuft. Stehst Du irgendwo im Halbschatten oder ist es zwar heiß, aber bewölkt, so reicht's nicht für's klimatisieren. Ein kleiner, gut schallgedämmter Generator wäre da funktioneller, oder?

Aber beim Schreiben dieses Beitrags merke ich, daß Du doch ganz schön weit mit Deinem Konzept kommen könntest. Jetzt stellt sich nur die Frage, ob das alles in Deinem 3.5t-Budget unter zu bringen ist ;-)

Also: Weitergrübeln!
Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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vierter Sept.-Samstag (21.09.19): Weinprobe in den Weinbergen
08.- 10. Mai 2020: Leerkabinen-Treffen
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#14 Beitrag von djc5 » Fr 22 Jun 2018 15:26

crono hat geschrieben:Zudem werden im Daily (als einzigster?) noch 3L Motoren angeboten...

Nicht ganz der einzige. Der Sprinter 319, den ich mir ausgesucht (noch nicht bestellt) habe, hat eine 3 Liter Motor mit 6 Zylindern. Diesen Motor fahre ich jetzt seit 6 Jahren und bin sehr zufrieden.
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Re: Leicht, kompakt, autark - Bin ich im richtigen Forum?

#15 Beitrag von crono » Fr 22 Jun 2018 16:07

djc5 hat geschrieben:
crono hat geschrieben:Zudem werden im Daily (als einzigster?) noch 3L Motoren angeboten...

Nicht ganz der einzige. Der Sprinter 319, den ich mir ausgesucht (noch nicht bestellt) habe, hat eine 3 Liter Motor mit 6 Zylindern. Diesen Motor fahre ich jetzt seit 6 Jahren und bin sehr zufrieden.
Sicher auch eine gute Wahl, wenn auch nicht die leichteste :)

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