Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

Du weißt noch nicht welches Fahrzeug oder welche Kabine zu Dir passt? Du möchtest Erfahrungen über einen Hersteller o.ä. austauschen?
Dann ist hier der richtige Ort dafür...
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Skoldi
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Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#1 Beitrag von Skoldi » Fr 07 Feb 2020 09:36

Hallo miteinander!

Ich bin die Marina und suche zusammen mit meinem Partner nach einer mobilen Möglichkeit für Campingurlaube. Eigentlich wollten wir etwas Geld sparen, aber da wir das meiste Campingequipment (Geschirr, Tisch, Stühle etc.) bereits im Keller haben, sollte dies doch nicht ungenutzt bleiben! :wink:

Nun benötige ich noch ein wenig eure Hilfe und Unterstützung, um meine Gedankengänge fertig zu entwickeln. Sorry schon mal für den langen Text.

 Variante 1) Die erste Idee war einen gebrauchten alten Wohnwagen zu kaufen, alle Inneneinrichtung zu entfernen und anschliessend Renovieren inkl. neuen Innenausbaus. Ich musste diese Idee ziemlich schnell verwerfen, da die meisten Wohnwagen von innen nach aussen gebaut werden. Die Alternative wäre hier nur, mit etwas Farbe, neuen Polster und Vorhängen das bereits vorhandene aufpeppen. Diese Lösung wäre für mich nur provisorisch zufriedenstellend, da ich in Idee von einem Innenausbau vernarrt bin.

Variante 2) Ich fragte Google, was es noch für Möglichkeiten gibt als Wohnwagen Ersatz. Ich bin dann auf den Kofferanhänger gestossen. Unser aktuelles Zugfahrzeug kann 1.8 Tonnen ziehen, bei dem leichtesten Kofferanhänger den ich finden konnte, wäre dies ein Nutzgewicht von 800kg, mit etwas Luft damit das ZF nicht an der Grenze läuft.

Variante 3) Da ein Anhänger meistens eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80km/h hat und ich durch das gegebene ZF eine gewisse Gewichtseinschränkung habe, wäre die 3. Vorstellung, die Kofferkabine auf eine Pritsche zu laden, Gesamtgewicht <3.5t. (Eher zu einem späteren Zeitpunkt eine Option, da doch wieder ein zusätzliches FZ ins Haus kommt)

Meine Ausbau Vorstellungen sehen wie folgt aus: Kabinengrösse im Licht von ca. 4x2x2 Meter. Ausbau mit Festbett, Küche, Essecke, kleines Bad mit WC (keine Dusche), ev. auch kein WW. Wir würden das Gefährt nur zwischen Frühling und Herbst verwenden. Der Innenausbau will ich heimelig gestalten, heisst für mich am liebsten mit Holzpaneele an Wand und Decke. Ich bin ein kleiner Laie was das bauen betrifft, habe aber meinen Schwiegervater als gelernter Schreiner zur Seite (Jedoch kennt er bisher nur die Idee von Variante 1…) Wir tendieren aktuell zu einem Anhänger, da wir diesen auf dem Campingplatz abstellen können und mit dem Auto weiter rumgurken können.

Nun meine Fragen zu den obigen Varianten.

2)

-Ein Kofferanhänger in Sandwichbauweise muss innen nicht mehr isoliert werden? (bez. Kältebrücken muss ich mich noch informieren)

-Kann bei diesen Anhängern hinten die Heckklappen verschlossen werden?

-Die Möbel werden ja meistens mittels Kleben befestigt. Halten auch Oberschränke ohne Holzeinlagen an den Wänden?

-Können Oberschränke auch an den Wandpaneelen befestigt werden, oder wäre eine Aussparung fürs nackte GFK besser?

-Es gibt ja auch diverse Firmen, welche einen Kofferanhänger (meistens für offroad) nach eigenen Wünschen bauen inkl. Holzeinlagen. Weiss irgendwer, in welchem Preisbereich die liegen? Ein zusammenschustern der einzelnen Platten will ich mir bzw. dem Schwiegervater nicht antun.

Bei einem Anhänger muss ich mit dem Gewicht natürlich klarkommen, was ich mit einem exakten Planen ausrechnen kann oder aber gewisse Einbusse mache wie z.B. durch das Weglassen von meinen Paneelen oder sehr leichte Bauweise.

-Ich hab mit dem Gewichtsausrechnen bereits angefangen, weiss jedoch nicht ob Ich es beim Möbelbau nicht etwas übertrieben habe. Als Unterkonstruktion hab ich an allen Seiten ein Kantholz eingeplant, sodass die Unterkonstruktion alleine „steht“. Kann man da etwas reduzieren? (Ev. gibt es ja bereits ein bestehender Ausbaubericht, wo dies jemand gut bebildert hat)

-Wie sieht es mit dem Fahrzeugausweis aus? Kann ein Anhänger auch als Wohnanhänger umgeschrieben werden? (Ev. hat hier jemand aus der CH Erfahrung, ansonsten werde ich mich mal Tel. mit der zuständigen Behörde in Verbindung setzen)

3)

Diese Variante kommt eher in Frage, wenn ich es mit dem Gewicht vom Innenausbau etwas übertreibe und da das ZF in den nächsten 6 Jahren bestimmt nicht ausgewechselt wird.

-Falls ich solch einen Koffer auf Anhängerbasis bereits ausbaue, kann dieser Koffer auch später auf einer Pritsche befestigt werden? (keine Absetzkabine) und kann später, falls das Fahrzeug schlapp macht, dieser Koffer auch wieder versetzt werden auf ein neues Fahrzeug?


Ich hoffe, der Text erschlägt euch nicht und mit meinem Gedankengut werde ich nicht direkt als Spinnerin betitelt. In den nächsten paar Tagen werde ich mich auch weiter in die Thematik einlesen bzw. informieren.

Einen Lieferwagen umzubauen ist jetzt keine Option.
 

Ich bedanke mich bereits im Voraus und freue mich auf die weitere Planung!

Es grüsst Marina :D

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mrmomba
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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#2 Beitrag von mrmomba » Fr 07 Feb 2020 10:42

Hallo Marina und Partner,

Zu deinen Wohnwagenumbauplänen eine Ergänzung, es gibt Wohnwagen mit Stahlgerippe, Eriba Touring
die Alten Eriba Taiga, qek Aero.
Neuere Taiga ab den 1990? Weiß ich leider nicht genau, sollen die eine plual-Sandwichwand haben. ( Eigennamen von Hymer)

Du kannst ja unten in der Signatur auf den Link der quasi-Leerkabine klicken. Wir haben ein entfernten Wohnwagen ausgebaut.
Da wirst du auch viel über Schrankbau bzw, deren renovieren sehen, wie die Schränke vor 40 Jahre gebaut wurde..

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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#3 Beitrag von VWBusman » Fr 07 Feb 2020 11:12

Hallo Marina,

schau mal bei den gebrauchten Wohnwägen nach dem Deseo.
Der hat fast keine Innenausstattung und ist schnell leer geräumt. Dann könnt ihr euch fast frei entfalten bzw. verwirklichen.

Gruß Christopher
VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#4 Beitrag von Skoldi » Fr 07 Feb 2020 11:48

Vielen Dank für den Vorschlag und ein Kompliment an den tollen Ausbau bzw. Renovation!

Ich mag ja die Eribas oder allgemein ältere "Kultwohnwagen" mit diesen tollen Aussenformen. Leider kommt ein Wohnwagen mit einem Stoffdach nicht für uns in frage. Wir hatten die Erfahrung mit einem VW-Bus mit Aufstelldach an einem Metal-Openair gehabt, was da eine feste Karosserie für den Schallschutz bewirkt bzw. der Stoff. :oops:
Auch finde ich, sind gebrauchte Wowa in der CH aktuell Mangelware (nebst der Dichtigkeit, Preis und dem Grundriss welcher passen sollte). Ein Import von der EU wäre wieder mit mehr Aufwand und Zeit verbunden, schon falls man umsonst mehrere km reisen muss zur Begutachtung, also aktuell auch nicht die 1. Wahl.
Deswegen liebäugle ich als 1. Priorität bei einem Kofferanhänger / Wohnkabine aus Sandwichplatten, welche in der Anschaffung zwar teurer sind als ein gebrauchter Wowa, aber dafür ohne Wassereintritt oder sonstigen Problemen.

Den Deseo hab ich auch bereits angeschaut, jedoch hätte ich dort weniger Nutzlast zur Verfügung, müsste den Grundriss den Fenster und sonstigen Öffnungen anpassen.

Also nur nochmal zum festhalten, ein gebrauchter Wowa wäre meine letzte Option. :D Viel lieber will ich mich mit der ganzen Technik und Aufbau in der Planung und als Bau, inkl. dem Fenster setzen etc. auseinandersetzen.

Es grüsst Marina

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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#5 Beitrag von Anton » Fr 07 Feb 2020 12:18

Hallo Marina,

das einfachste wäre, wenn dann euer Kostenplan das hergibt, ihr lasst euch eine Sandwitsch-Kabine bei einem Kühllasterbauer bauen.
Wenn ihr nur im Frühjahr bis zum Herbst unterwegs seit, reichen 30mm Platten. Das kann als Ladung gebaut werden, so das es sowohl
auf eine Pritsche als auch auf einen Anhänger gestellt werden kann. Bei einer Pritsche wäre die Länge von 4m aber schon gewaltig wenn's
nicht Richtung LKW gehen soll.

Ihr solltet aber die Breite im Auge behalten. Ist es in der Schweiz nicht so, das Ladung nicht seitlich überstehen darf?

Mit einem leichten Anhänger Fahrgestell oder einem alten Wohnwagenfahrgestell müssten sich 1800kg durchaus bauen lassen.

Möbel kann man leicht und Stabil aus Birken Multiplexplatten bauen. Z.B. aus 9mm, die nur an Kanten und tragenden Stellen aufgedoppelt werden.

Wandverkleidungen lassen sich auch aus 4mm Sperrholz bzw. Multiplexplatten machen die flächig auf das GFK der Innenseite geklebt werden.

Wenn das Gewicht es zulässt, kannst Du auch 6mm nehmen, daran lassen sich schon leichte Schränke aufhängen und Stehmöbel sicher fixieren.

Auf Oberschränke würde ich so weit es geht verzichten, die stören nur das Raumgefühl.



VG

Anton
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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#6 Beitrag von Urs » Fr 07 Feb 2020 12:50

Hoi Marina,

Herzlich willkommen hier im Forum.

Mit WoWa kenne ich mich nicht wirklich aus, hab aber einige Erfahrungen sammeln dürfen mit unserer MFK (hab mein US-Pickup zum WOMO umgebaut und zugelassen).
Daher schon meine erste Frage: Welche Vorteile siehst Du darin das schlussendlich als Wohnanhänger umzuschreiben? Versicherung und/oder Strassenverkehrssteuer günstiger? Oder sonstige Gründe?
Ich frage deshalb weil ich da 2. Herangehensweisen sehe:
1. Man baut einen Aufbau auf dem Hänger der fest damit verbunden ist und nicht entfernt werden kann.
2. Man baut einen Aufbau den man nur auf den Hänger festzurrt.

Zu 1.
In dem Fall muss der Aufbau auch alle entsprechenden Anforderungen bezüglich Sicherheit, Bau und Ausrüstung welche an ein solches Fahrzeug gestellt werden erfüllen. Welche Anforderungen das genau sind kann ich nicht sagen. Ich hatte für meinen Womo-Aufbau z.B. einen Fackel mit Stempel und Unterschrift der Bestätigt dass der Aufbauer alle Aufbaurichtlinien befolgt hatte. War sehr hilfreich bei der Zulassung, obwohl es über die Qualität gar nichts aussagte.
So bauen und als WoWa umschreiben wird sicher gehen, aber da kann ich Dir nur dringend den Tipp geben das ganze vorher mit der MFK zu besprechen. Hab ich vor (und während) dem Bau meines Womos auch gemacht und die haben mich vor einigen Stolperfallen bewahrt. So wollte ich meinen zuerst als Pickup auf 3.5t zulassen, langsam zum Womo umbauen und dann als solches umschreiben. Mir wurde gesagt dass das schon gehe, die ganzen Prüfungen zum anschliessend wieder auf 4.8t Auflasten wären *ab* 20'000 Chf machbar gewesen!
Trotz all meiner Fragen an die MFK (ich hab es meistens per Mail gemacht) waren die immer geduldig und sehr hilfsbereit (aber halt mit vielen Gesetztestexte welche man nochmals hinterfragen musste), kann natürlich von Kanton zu Kanton variieren...

Zu 2.
Da kannst Du eigentlich bauen was du willst da es dann als Ladung durchgeht und Du auf einem Hänger laden kannst was Dir gerade gefällt. Nebst der Gewichtsbegrenzung darf es (wie Anton es bereits bemerkt hat) nur nicht seitlich über den Hänger hinausragen und muss gut festgemacht sein (Ladungssicherung). Wenn es keine Zwingenden Gründe gibt es nachher als WoWa zuzulassen würde ich wohl eher diesen Weg gehen.

Ihr habt nicht nur den B- sondern den BE-Führerschein (also Auto mit Anhänger)? Das E (schwere Hänger) wird ja seit geraumer Zeit nicht mehr "geschenkt" wie es mal früher war.

Gruss
Urs
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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#7 Beitrag von Gode_RE » Fr 07 Feb 2020 12:57

Das einfachste wäre, einen "Tiefkühlanhänger" ohne Kühlaggregat bei so Anhängerfirmen wie "Humbaur" oder "Unsinn" neu zu kaufen, die sind schon isoliert. Damit müsstet Ihr gewichtsmäßig hinkommen (wenn man es nicht sooo von der Größe übertreibt, wie wir 8) 8) 8) )

Bild


Die Möbelbauten darin kann man "stehend" ausführen, da spielt die Frage nach der Tragfähigkeit der Wände dann keine Rolle mehr. Einfach mal hier in meinen Ausbaublog schauen, so habe ich meine Anhänger und später Truck meinen Truck auch gebaut.

viewtopic.php?f=5&t=7486&hilit=Ausbaublog#p76304

LG Gode

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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#8 Beitrag von Gode_RE » Fr 07 Feb 2020 15:03


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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#9 Beitrag von mrmomba » Fr 07 Feb 2020 15:33

Gode, kommt dein Sohn eigentlich auch zum Womobox Treff?
Dann gäbe es ja fast 2 Anhänger und ein Exanhänger zu begutachten ;-)
....

In der 1800kg Klasse geht eigentlich schon ordentlich was.

Meine Eltern haben ein Wohnwagen, Nagel mich jetzt nicht auf die Wandstärke fest, mit fast 6 Meter Aufbau.
Das Ding hat im Gaskasten mehr Platz als so man ein Auto, da gehen 27KG Gas rein. Zusätzlich ist da ein Gaswarmwasserboiler, Nasszelle ( wird aber nicht genutzt), Gasheizung mit Umluftsystem , 40 ( oder 50L) Wassertank und 20L Abwassertank, Thetfort Chemieklo mit ebenfalls 17L Schwarzwasser, dran. Mit zwei Fahrräder auf der Deichsel und und alle Schränke sinning beladen halten die die maximal erlaubten 1500KG ein.
OK schwere Sachen wie Vorzelt usw kommt halt alles in den PKW.

Die Wände sind Holzständerbauweise, mit Alu Außenhaut und GFK Dach. Der Anhänger steht von März bis Oktober im Freien, das ist schon eine ziemliche Belastung. Bei den jährlichen Kontrollen muss deswegen auch jedes Jahr nachgebessert werden.
.....

Ich empfinde dein Plan, ein Kastenanhänger umzubauen als sinnig. Gerade die Verwendung von Wetterfesten Materialien nimmt dir viel Arbeit und sorgen.
Der Gode hat dir ja schon Mal ein Link hier reingestellt. Ebenfalls gibt es hier noch zwei Benutzer mit Unsinn Anhänger.
Einer heißt Johnson. Ausbau Unsinn Anhänger oder so. Der lebt darin und sein Anhänger hat mindestens mehr als 100.000 drauf.
....
Wenn du die Schränke wie in der Eriba baust, hast du natürlich nicht die Haptik wie zu Hause. Es fühlt sich alles in allem weicher an. Die ganze Sitzbank Konstruktion bringt keine 20kg auf die Waage. Essenziell ist die Styrodurplatte auf dem Bett. Die ist verklebt, bringt kaum Gewicht auf die Waage, aber ist sehr sehr stabil. Sind nur zwei cm.
Im Bulli sind 12- oder sogar 16mm Sperrholz verbaut, klar die Schränke sind massiv und fühlt sich toll an. Aber: die billigen Scharniere sowie die Plastikschnapper laden die Haptik auch ad absurdum führen.
Da sind die : schnapper in der Eriba deutlich wertiger.
...
Du musst dein Schwiegervater als Tischler vermutlich öfters auf die Finger hauen, was im Wohnwagenbau zum Teil konventionell verbaut ist, geht gegen die Tischlerehre :-)

Wie dem auch sei, viel Spaß :-)

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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#10 Beitrag von Gode_RE » Fr 07 Feb 2020 17:12

mrmomba hat geschrieben:
Fr 07 Feb 2020 15:33
Gode, kommt dein Sohn eigentlich auch zum Womobox Treff?
Dann gäbe es ja fast 2 Anhänger und ein Exanhänger zu begutachten ;-)

... war er beim letzten Mal, 2019, wurde auch reichlich besichtigt:


Bild


In diesem Jahr steht schon jetzt fest, dass es zeitlich leider kollidiert bei ihm. Also werde nur ich mit dem Fuso Truck kommen.

LG Gode




PS: Der "Jonson" ist auch hier im Forum: http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic. ... 65#p113384


Bild





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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#11 Beitrag von Skoldi » Fr 07 Feb 2020 21:29

Erstmals vielen Dank für die vielen Antworten!
Über die Breite vom Fahrzeug bzw. vom Hänger hab ich mir ehrlich gesagt noch nicht solche Gedanken gemacht.
Ich weiss, dass es 2 Meter breite Hänger gibt und würde gerne bei 2 - 2.2 Meter Gesamtbreite bleiben, aber die genauen Masse bzw. was für ein Fahrgestell müsste ich mich zuerst noch informieren.

Bezüglich dem umschreiben: Für den Umbau von einem Lieferwagen zu einem Wohnmobil gibt es für die Schweiz bzw. Kanton Zürich ein schönes PDF, was man alles beachten muss damit es als Wohnmobil gilt und ich gehe davon aus, so ähnlich könnte das auch beim Wohnwagen sein. Die Kabine will ich fest auf dem Fahrgestell verbinden. Die Unterschiede von Wohnanhängern und Anhänger bez. Versicherung oder Steuern hab ich noch nicht verglichen.

Leider bin ich zu jung, ich hab gar keine Prüfung zusätzlich zum B geschenkt bekommen. Die BE Prüfung werde ich noch absolvieren.

Und Gode... Einfach nur Schön. Hammer. Den Text hab ich nur überflogen, zu sehr war ich von den Bildern begeistert (werde den textlichen Teil natürlich noch nachholen)...

Um den Schwiegervater mach ich mir keine Sorge (gelernter Kunstschreiner trifft es eher, aber er macht gefühlt alles selber zuhause). Er muss eher mir auf die Hände schauen, dass ich alles richtig mache :D Bez. Material und Bauweise lass ich mich von Google oder euch lehren / leiten, und gebe ihm die fertigen Anweisungen / Angaben. So der theoretische Plan :roll:

Ihr habt ja im Mai ein Treffen in der Nähe von Darmstadt. Eine Freundin von mir wohnt dort, die ich so oder so mal besuchen wollte. Sind Besichtigungen, mit Bier als Gastgeschenk, bei euch erlaubt? Dann würde ich gerne mal für einen Tag bei euch etwas umherschleichen :oops:

Es dankt und grüsst Marina

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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#12 Beitrag von Picco » Fr 07 Feb 2020 22:25

Hoi Marina und härzlich willkommä do!

Klar dürft Ihr uns beim Treffen in Bodenheim besuchen kommen, hier (klick mich) findest Du uns.
Wenn Ihr aber mit einem Wohnmobil kommen wollt müsst Ihr Euch anmelden, damit wir mit dem Platz entsprechend haushalten können.
Schön dass Du hierher gefunden hast, denn hier wird Dir geholfen!
Zum Beispiel damit dass ich mir an Deiner Stelle wirklich überlegen würde die Kiste mit dem Fahrgestell so zu verschrauben dass sie die zwei mit Bordwerkzeugen lösen lassen. Wenn dann die Kiste seitlich nicht über die Silouette des Anhängers bzw. später allenfalls des Pritschenwagens hinausragt hast Du Ladung dabei.
Für die musst Du nicht alle Splitterzeugnisse usw. bei der MFK vorlegen.
Aber eben, wenn Du eine 2,2m breite Kiste willst muss die Pritsche drunter auch 2,2m oder mehr breit sein.
So sieht es unser schweizer Strassenverkehrsgesetz nun mal bei Ladung vor.

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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#13 Beitrag von Albatross » Sa 08 Feb 2020 08:58

Mein Senf dazu:
Marina,
- besorge dir einen Pritschenanhänger,
- baue einen Sandwichwürfel in der Grösse die du willst (natürlich passend auf den Hänger),
- mache die Inneneinrichtung mit Flightcase Material (= 4mm oder 7mm oder 9mm Multiplexplatten je nach Traglastanforderung) + Adam Hall Profile
- befestige den Würfel als Ladung auf den Hänger
Gruß Albatross
Ein hoher Preis wird mit der Zeit immer unwichtiger, über schlechte Qualität ärgert man sich mit der Zeit immer mehr
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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#14 Beitrag von Krabbe » Sa 08 Feb 2020 12:01

Hallo Marina,

ja, bei unserem Treffen sind grundsätzlich auch interessierte Tagesbesucher willkommen, falls Du nur mal einen Tag von Darmstadt aus vorbei kommen willst.

Ich glaube, das ein Teil deiner Fragen noch nicht beantwortet wurde...
Skoldi hat geschrieben:
Fr 07 Feb 2020 09:36

 Variante 1) Die erste Idee war einen gebrauchten alten Wohnwagen zu kaufen, alle Inneneinrichtung zu entfernen und anschliessend Renovieren inkl. neuen Innenausbaus. Ich musste diese Idee ziemlich schnell verwerfen, da die meisten Wohnwagen von innen nach aussen gebaut werden.
Grundsätzlich wäre auch das (vorsichtige) entkernen eines gebrauchten Wohnwagens möglich. Dann sollten aber an den entsprechenden Stellen auch wieder hohe (und damit tragende) Wände und Schränke vorgesehen werden.
Dabei sehe ich aber zwei Probleme:
Die meisten Wohnwagen haben sehr geringe bis keine Zuladungsreserven und ein Selbstausbau wird eigentlich immer schwerer, als ein Serienwohnwagenausbau.
Bei einem alten Wohnwagen ist das Risiko von Feuchtigkeitsschäden in der Tragkonstruktion sehr groß..
Variante 2) ...
Das ist eine Möglichkeit. 800 kg sollten für einen Ausbau auch ausreichend sein. Aber Vorsicht: Nicht alle Kofferanhänger mit Sandwichwänden haben auch (isolierte) Sandwichböden. Und gerade der Boden sollte für die kältere Jahreszeit Isoliert sein, (Ok, sind die meisten Wohnwagenböden auch nicht). Alternative ein Anhängerfahrgestell nehmen und eine individuell gefertigte Leerkabine darauf setzen, Da seit ihr flexibler betreffend der Maße.
Variante 3) ...

Grundsätz auch möglich und nichts anderes, als hier sehr viele Fahren.
...Meine Ausbau Vorstellungen... ev. auch kein WW... am liebsten mit Holzpaneele an Wand und Decke.
Warmwasser hast Du bei einer Truma Combi Heizung „automatisch“ dabei, würde ich durchaus mit einplanen. Eine eingebaute Dusche hatten wir bisher auch nicht. Ein paar mal habe ich sie vermisst, ab und an die „Solardusche“ verwendet.
Holzpaneele sind in meinen Augen erst einmal schwer. Und ein Selbstausbau wird eigentlich auch eher schwerer, als man plant.
-Ein Kofferanhänger in Sandwichbauweise muss innen nicht mehr isoliert werden? (bez. Kältebrücken muss ich mich noch informieren)
Die Wände sind isoliert. Das reicht. Aber der Boden ist es nicht immer. An den Kanten hast Du je nach Aufbau evtl. Kältebrücken.
-Kann bei diesen Anhängern hinten die Heckklappen verschlossen werden?
Kann man machen, z. B. Hecktüren raus uns eine GfK-Platte rein.
Andererseits kann man die Heckklappe ggf. auch gut nutzen, um an Stauraum unter dem Bett oder Technik heranzukommen.
-Die Möbel werden ja meistens mittels Kleben befestigt. Halten auch Oberschränke ohne Holzeinlagen an den Wänden?
Ja, das geht ohne Probleme und wird regelmäßig auch so gemacht.
-Können Oberschränke auch an den Wandpaneelen befestigt werden, oder wäre eine Aussparung fürs nackte GFK besser?
Allein aus Gewichtsgründen würde ich nicht die Wände der leeren Kabine vollständig mit Wandpaneele verkleiden. Ich würde den Ausbau komplett fertig stellen. Dann wiegen und wenn noch genug Gewicht über ist nur die freien Wandflächen verkleiden. Die Decke evtl. mit Velours verkleiden.
-Es gibt ja auch diverse Firmen, welche einen Kofferanhänger (meistens für offroad) nach eigenen Wünschen bauen inkl. Holzeinlagen. Weiss irgendwer, in welchem Preisbereich die liegen?
Wie geschrieben: Holzeinlage braucht es m. M. nach nicht. Alles was mit „Offroad“ beginnt ist erst einmal teuer. Da würde ich eher überlegen ein Anhängerfahrgestell zu nehmen und eine Leerkabine einzeln zu bestellen und draufzulegen / draufsetzen zu lassen. Eine eckige Kiste aus vorgeschnittenen Sandwichplatten zu bauen ist aber auch nicht so anspruchsvoll, wenn man den Platz hat.
Ansonsten sind die Preise individuell und da hilft nur Anfragen. Ich meine Ormocar hat eine Preisangabe für Leerkabinen auf der Homepage, da hättet Ihr schon mal einen Anhalt.

-Ich hab mit dem Gewichtsausrechnen bereits angefangen, weiss jedoch nicht ob Ich es beim Möbelbau nicht etwas übertrieben habe. Als Unterkonstruktion hab ich an allen Seiten ein Kantholz eingeplant, sodass die Unterkonstruktion alleine „steht“. Kann man da etwas reduzieren? (Ev. gibt es ja bereits ein bestehender Ausbaubericht, wo dies jemand gut bebildert hat)
Ja, da kann man sicherlich noch etwas reduzieren. Du findest hier auch verschiedene Ausbauberichte und in der „Wissensbasis“ steht auch etwas zum Möbelbau. Speziell zu Leichtbau schau Dir auch den Ausbaubericht von „Leerkabinen-Wolfgang“ an.
Es gibt beim Möbelbau grundsätzlich verschiedene Vorgehensweisen. Du kannst einen Rahmen bauen (aus Holz, Alu, ...) und den dann mit dünnen Platten verkleiden.
Oder Du baust die Möbel aus dickerer Plattenwaare, ohne tragende Rahmen. Im „Profibereich“ werden dazufundierte Leichtbauhölzer beschichtetes Pappelsperrholz, oder noch leichter beschichtete Balsaplatten verwendet. Wenn Ihr über den Schwiegervater Zugriff auf eine Funierpresse habt, könnt Ihr sehr leichte Möbelplatten auch selber bauen, z. B. als Sandwichplatten aus Flugzeugsperrholz mit Styrodurkern. Ich habe im alten Krabbavan (eigentlich recht schwere, aber sehr stabile) Birke-Multiplexplatten verwendet. Für Seitenwände etc. 15 mm, bei denen ich mit der Fräse auf der Innenseite “Taschen“ ausgefräst habe.
-Wie sieht es mit dem Fahrzeugausweis aus? Kann ein Anhänger auch als Wohnanhänger umgeschrieben werden? (Ev. hat hier jemand aus der CH Erfahrung, ansonsten werde ich mich mal Tel. mit der zuständigen Behörde in Verbindung setzen)
Selber mit den Verantwortlichen sprechen, die die Umschreibung dann auch durchführen, oder noch besser, per Email, damit man es schriftlich hat, ist immer besser, als sich auf Hörensagen zu verlassen.

3) -Falls ich solch einen Koffer auf Anhängerbasis bereits ausbaue, kann dieser Koffer auch später auf einer Pritsche befestigt werden? (keine Absetzkabine) und kann später, falls das Fahrzeug schlapp macht, dieser Koffer auch wieder versetzt werden auf ein neues Fahrzeug?
Grundsätzlich möglich. Der Kofferaufbau ist ja auch nur auf den Anhängerrahmen geschraubt. Evtl. braucht es dann noch einen Zwischenrahmen, was aber auch kein Problem darstellt.
Was man eher bedenken sollte ist, dass mögliche oder sinnvolle Raumaufteilung oder Gewichtsverteilung bei einem Wohnanhänger und einer Wohnkabine auf einem Transportfahrgestell voneinander abweichen können. Z. B. Fenster in der Stirnwand.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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Re: Div. Fragen zum Anhänger Selbstausbau

#15 Beitrag von Urs » Sa 08 Feb 2020 12:47

Hoi Marina,

Das PDF der MFK ZH ist recht bekannt und hat schon mir vor bald 10 Jahren beim Bau meines Womos geholfen. Ich bin bisher noch nie über sowas spezifisch für den Umbau eines Anhängers gestolpert. Viele Punkte darin können sicher auch Sinngemäss für den Hänger übernommen werden, aber es gibt sicher noch spezifische Sachen welche damit nicht abgedeckt sind.
Aber wie geschrieben, wenn Du an einem Festaufbau mit Zulassung als WoWa festhalten willst führt der Weg nur über die MFK deines geringsten Misstrauens. So hab ich z.B. von meiner MFK auch ähnlich aufgemachte Pdf für die Anordnung der Beleuchtung und Unterfahrschutz erhalten. Diese habe ich bisher nirgendwo im Netz oder sonst in freier Wildbahn gesehen. Daher gut möglich dass die MFK vielleicht noch weitere solche PDF speziell für Deine Pläne hat...

Aber wie die anderen hier sehe ich die Vorteile einer WoWa-Zulassung noch nicht ganz. Und es sind mir auch keine Gesetze bekannt welche eine Ladungssicherung mit 4 oder 6 Schrauben verbieten würden ;)

Das einzige was mir dazu gerade einfällt ist dass Du allenfalls etwas mehr Gewicht einladen (und sichern) musst für die periodische Kontrolle guckst Du...aber die Intervalle sind bei Anhängern gleich wie bei Pkw (also nach 5-6, dann nach 3 und dann alle 2 Jahre). Den geringen Mehraufwand würde ich persönlich zugunsten der wesentlich einfacheren Zulassung in kauf nehmen.

Also, dieses Jahr kommt ihr im Mai nach Bodenheim und quatscht da ein wenig mit den Leuten...und nächstes Jahr kommt ihr dann mit dem Hänger ;)

Gruss
Urs
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