Die ewige Baustelle...

Hier stellt jeder sein Wohnmobil vor. Mit Bild und allen Schikanen.
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Urs
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Re: Die ewige Baustelle...

#16 Beitrag von Urs » Mo 09 Jul 2018 01:06

Da muss ich Thomas recht geben, 1.70m Breite halte ich auch für wenig praktikabel. Aber 2.30 muss es nun auch nicht sein, mit 2-2.10m (was bei einer Hänger-Breite von 2.15m sich anbieten würde) kann man schon einiges anfangen. Weiss jetzt nicht wie gross Du bist, aber ich schlafe auch mit meinen 1.84m quer bei 202cm Innenbreite. Ob 2m Breite für Dich ausreichend wären musst Du für Dich herausfinden, diesbezüglich sind die Ideen, Vorlieben und Bedürfnisse (auch hier im Forum) sehr weit gefächert.

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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mrmomba
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Re: Die ewige Baustelle...

#17 Beitrag von mrmomba » Mo 09 Jul 2018 08:06

Hallo lieber Thomas,
sind ja nicht alle so groß wie du :-), für kleinere und leidensfähigere Menschen sind 170 innenmaß durchaus ausreichend.
Wir haben uns ja sämtliche, aktuelle Kip Modelle angeschaut. Der Kip Compakt hat 185cm Außenmaße. Kam Innen aber super geräumig rüber - ABER - für uns kleinwüchsigen.
Für dich wäre es nichts, ganz klar :-) -
Überhaupt sind die Kip Modelle eine Besichtigung wert.

ThomasFF
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Das hat mit persönlich Größe....

#18 Beitrag von ThomasFF » Mo 09 Jul 2018 12:04

...eher weniger zu tun, sondern mit dem Platzbedarf der minimal erforderlichen Einrichtungsbestanddteile. Um bequem schlafen zu können, ist das eine Ende durch das Doppelbett belegt. Sitzgruppe (Dinette) 80 cm breit und gegenüber Küche im Normalmaß 60 cm tief (das fordert auch der Kühlschrank), da bliebe für den Durchgang nur noch 20 cm, so dass man das über die Wagenlänge "entzerren" müsste. Ich sage nicht, dass es nicht realisierbar sei, aber es dürfte unbequem sein und ergonomisch nicht so toll. Ob es Wohlgefühl erzeugt, ich hab da meine Zweifel. Abgesehen ist es nicht einsehbar, dass man sowas macht, um eine wirklich einfache Lösung mit Radkästen zu vermeiden.

Was da mit Begrenzungsleuchten auf den Kotflügeln vom TÜV argumentiert wird, entzieht sich meiner Einsicht, es sei denn, sie stünden je 10 cm vor (aber wieso bei 2,10 m Wagenbreite?). Wenn, dann wären die ein Klacks, kriegt man in jedem Zubehörladen für 4,50 das Stück + Birnchen.. dazu für 5 € Kabel, eine Blechschraube auf jeder Seite.....

Wer in Radkästen bauen oder Lämpchenbefestigung ein so großes Hindernis sieht, dass er sich zu einem unmöglichen Raumkonzept gezwungen sieht, bei dem habe ich einige Bedenken, ob er das Bauvorhaben problemlos realisieren kann. Da kann ich nur raten, einen guten gebrauchten Wowa zu kaufen.

Aber wenn wir den Pferdehänger weiter diskutieren wollen, sollte ein neuer Trööt aufgemacht und mit den bisherigen Beiträgen "garniert" werden. Wir sind ja eigentlich bei einem anderen Thema mit dem Adrian.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Die ewige Baustelle...

#19 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mi 11 Jul 2018 09:00

Hi Adrian,

auch von mir ein herzliches Willkommen! An der Resonanz auf Deinen Beitrag siehst Du ja schon, wie sehr wir auf neue Ideen und 'Verrücktheiten' anspringen... ;-)

Zum Thema Anhängerbasis: wenn Du magst, schau einfach einmal bei unserem Mitglied TOSCH auf dessen Homepage, der ist nämlich mittlerweile im Profigeschäft...

Dann zu Deiner Aufbauidee: außer bei ultrabillig-Kabinen wird heutzutage meist keine Holzständerbauweise mehr verwendet, weil Undichtigkeiten hier zu einem massiven Problem werden kann: dringt irgendwo Wasser ein, so kann es kaum wieder raus und das Holz (und auch Styropor) fängt an zu faulen. Schimmel und konstruktive Schwächung sind die Folge. Deshalb möglichst keine wasserempfindlichen Materialien in der Wand verwenden, besser geschlossenzellige Schäume wie Styrodur, GfK und Metalle.
Wenn also eine Rahmenkonstruktion Dein Ziel ist, wäre ein verschweißter Alu-Rahmen die bessere Wahl - allerdings handelst Du Dir hier Kältebrücken ein, derer Du aber mit entsprechender Dämmung Herr werden kannst. Käötebrücken haben übrigens die Wirkung, daß Luftfeuchtigkeit (z.B. aus dem Atem) an diesen Stellen kondensiert und Du regelrechte Wasserläufe produzieren kannst.
Ich möchte aber auch auf den Vorteil fertiger Sandwichplatten hinweisen: die kannst Du auf Maß zugeschnitten bekommen, so daß die Kabine sehr schnell steht. Zudem hast Du gleich eine perfekte, kältebrückenfreie Wärmedämmung, eine tragfähige Konstruktion in die Du später beliebig Fenster platzieren kannst und die auch ohne zusätzliche Verstärkungen stabil genug ist, um Möbel daran anzubringen (verkleben, nicht schrauben!). Außerdem kannst Du Frontwand, Dach und Heck aus einem Stück bauen - also somit absolut dicht ;-)

Absetzbare Kabine vs. Festaufbau: wenn Du einen Festaufbau machst und dem Hänger etwas passiert, ist die Kabine auch Müll. Bei einer Absetzkabine besorgst Du Dir einen passenden neuen Unterbau und weiter geht's. Absetzbare Aufbauten gelten dann als Ladung, wenn sie mit dem serienmäßigen Bordwerkzeug demontiert werden können. Darauf würde ich ein bißchen achten.
Außerdem kannst Du den Anhänger im Falle einer Absetzkabine notfalls auch für andere Aufgaben einsetzen - ich fahre z.B. eine Alkoven-Absetzkabine auf einem VW T5 Doppelkabine/Pritsche - dabei ist der Bus ohne Kabine mein Alltagsauto mit voll nutzbarer Pritsche...

Soweit erst einmal von mir - viel Spaß beim Weiterplanen
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
vierter Sept.-Samstag (22.09.18): Weinprobe in den Weinbergen
03.- 05. Mai 2019: Leerkabinen-Treffen
erstes Juni-WE (31.05.-03.06.2019): Weinfest
*Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich*

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Landstreicher
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Re: Die ewige Baustelle...

#20 Beitrag von Landstreicher » Mi 18 Jul 2018 08:34

Hallo und vielen Dank für das rege Interresse an meinem Vorhaben!

Da ich meine Kabine im Vorfeld komplett digital erstellen möchte, will ich soviele Details wie möglich vorweg abklären.
Zwei Themen quälen mich seit den letzten Tagen: zum einen immer noch die Ladungssicherung, zum anderen die Schnittstelle zwischen den Stahlträgern des Anhängers und dem Kabinenboden.

Als Ladungssicherung waren bisher vier von diesen tollen Geräten- verteilt auf die vier Ecken- mein Wunsch:
Unbenannt.PNG
Dabei sollte der Kniehebel unten an den Stahlstreben befestigt werden und die Aufnahme für den Bügel an der Kabine.

Aber diese Wantenspanner...
ThomasFF hat geschrieben: Jetzt zur "Ladungssicherung". Da kommt es drauf an, dass die Kabine sich weder nach vorn, hinten oder seitwärts verschieben kann.
Ich würde bei Bau durch den Profi an den Ecken 6 mm starke Blechpatten an den Ecken des Rechteckrahmens anschweißen lassen und zwar so, dass sie 5 oder 6 cm nach oben über das Metallprofil hinaus ragen. Wenn man dann die Kabine dazwischen setzt, ist die waagerecht fixiert. Damit sie da bleibt, darf sie nich nach oben wegspringen können, wenn das Fahrwerk sich auf der Straße bewegt.

An der Ecknaht der angeschweißten Grobbleche läßt man einen Überstand von 3 oder 4 cm nach vorn bzw hinten überstehen und machst eine Bohrung da rein.
An den Kabinenecken bringst Du kurze Eckleistenstücke aus 4 mm VA an, die wie das untere Teil am Rahmen mit Überstand nach vorne/hinten ausgestattet sind, auch mit Bohrung.
Wenn die Kabine auf dem Hänger sitzt, verbindest Du die beiden übereinander liegenden "Augen" mit einem VA - Wantenspanner aus dem Segelsport, der sich leicht einhaken und dann spannen und fixieren läst. Damit hast Du eine gut aussehende Ladungssicherung, die einfach mit Bordwerkzeug angebracht und entfernt werden kann. Die Ecken der Überstände rundet man mit der Flex ab.
...drängen sich mir immer mehr auf.. Danke!


Und dann hätte ich zwischen Stahlträgern und Kabinenboden gerne eine Art Gummipuffer.

Meine Wahl wären hier 8mm Antirutschmatten aus dem Güterverkehr. Ich werde aber hierzu sicher noch einige Beiträge hier im Forum lesen und mich inspirieren lassen.

Ich kann es kaum erwarten endlich anzufangen :mrgreen:

Nächste Woche fahre ich mal zum Anhängerbauer und lasse mir ein Angebot machen..

Eine schöne Restwoche wünscht euch

Adrian

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Landstreicher
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Re: Die ewige Baustelle...

#21 Beitrag von Landstreicher » Do 19 Jul 2018 11:54

So, die ersten Gehversuche...

Das wird der Boden:
Boden_1.jpg
Boden_2.jpg
Unten 9mm Siebdruck, oben 6,5mm Multiplex. 30er Latten, 30mm XPS.
Mein Programm sagt: 60Kg alles zusammen.

Die Wände sollten ja hoffentlich leichter werden :cry:

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Pelzerli
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Re: Die ewige Baustelle...

#22 Beitrag von Pelzerli » Do 19 Jul 2018 13:22

Landstreicher hat geschrieben:Unten 9mm Siebdruck, oben 6,5mm Multiplex. 30er Latten, 30mm XPS.
Mein Programm sagt: 60Kg alles zusammen.
... oder du nimmst eine druckstabile PUR/PIR-Hartschaumplatte und verzichtest auf die Holzeinlagen.
Am besten wäre es natürlich, wenn du das Ganze zu einer Sandwichplatte zusammenkleben könntest. Dazu brauchst du aber eine entsprechend grosse Presse.

Gruss Pelzer
.
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mrmomba
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Re: Die ewige Baustelle...

#23 Beitrag von mrmomba » Do 19 Jul 2018 14:39

Oder Zementsäcke drauf legen - zum Pressen...

60KG klingt nun aber schon wirklich krass viel...
Was sagen denn die einzelnen Gewichte, also Siebdruck, MPX, Holzlatten....

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Landstreicher
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Re: Die ewige Baustelle...

#24 Beitrag von Landstreicher » Do 19 Jul 2018 14:47

Die Plattengrößen sind 2000mmx3000mm- abzüglich Radkästen.
Die Siebdruckplatte oben wiegt 20,4Kg, die untere 28,3Kg.
Als Dichte habe ich 680Kg/m³ angenommen. Die XPS-Platten wiegen zusammen 5Kg bei einer Dichte von 40Kg/m³.
Und der Rest geht schließlich auf die Latten mit 450Kg/m³.

Da ich die Kabine aber absetzen will, kann ich aber wohl an der Bodenstabilität nicht sparen.
Vielleicht könnte ich die untere Plattenstärke noch auf 6,5mm anstatt 9mm ändern, das würde nochmal knapp 8Kg einsparen.

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Re: Die ewige Baustelle...

#25 Beitrag von mrmomba » Fr 20 Jul 2018 08:24

Moin,
bei einem Anhänger der neuen Leichtbauvariante - oder wirtschaftlichen Gewinnmaximierung - ist die Bodenplatte auch nur 9mm. Die Stabilität kommt da zu einem durch die Außenwände und zum anderen durch die V-Deichsel und das 'Kasten'Profil.
Ich weiß nicht, ob die Querlattung in deinem Boden sinnvoll ist - denn die kann nicht wirklich viel Längskräfte aufnehmen (Bild1). Es hat den Anschein einer Sollbruchstelle - Sofern man NUR und AUSSCHLIEßLICH den Boden betrachtet.
Unbenannt_quer.png
Unbenannt_quer.png (55.31 KiB) 353 mal betrachtet
Ich würde mit Längslattung arbeiten - und zwar in der Tiefe der Einbauschränke, welche anschließend durch den Boden damit befestigt werden :-) Je nach dem wie du die Schränke umsetzt, wird damit quasi das 'Kastenprofil' was unter einem Anhänger sitzt, in den Inneraum verlagert und durch deine Schränke übernommen (da diese dann 'tragend' ausgelegt werden) und so durch die Fläche und das Material für Stabilität sorgen. Als Innenraumboden kann man auch - sofern da noch PVC rüber kommt. einfach über 6mm Speerholz o.Ä. nachdenken.
Unbenannt.png
Dann stell ich mir die Frage: Wird die Kabine im Abgesattelten Zustand bewohnt? Macht ja wenig sinn, deine Kabine im Urlaub vom Anhänger abzusatteln. Bei nein, könnte der Boden nochmal dünner ausfallen. Da der Anhänger ja auch selbst noch ein Boden hat.

Übrigens 40x40 Rechteckstahlrohr in 1mm Wandung wiegt unwesentlich mehr als 40x40 Fichte Holzlatten :-P

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