Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

Hier stellt jeder sein Wohnmobil vor. Mit Bild und allen Schikanen.
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Gode_RE
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#136 Beitrag von Gode_RE » Do 23 Mai 2019 18:12

Urlaubär hat geschrieben:
Do 23 Mai 2019 17:13
Ich wäre mit einem IT-Netz im Fahrzeug vorsichtig. Spätestens wenn Landstrom ins Spiel kommt, muss der FI drin sein. Wo ich nicht klar sehe, ist was macht man, wenn man Strom(Niederspannung) ohne Landanschluss vom Umrichter aus dem Fahrzeug raus leitet. Das währe wahrscheinlich IT mit Isolationsüberwachung.
Physikalisch gesehen wird da nicht viel passieren, weil ja keine Verbindung zum Erdpotential besteht. Selbst im Fall eines (metallischen) Gehäuseschlusses hätte man ja dann nur zu einem Pol Berührungskontakt, aber nicht zum anderen. Das wäre erst der Fall, wenn auch noch ein zweiter Fehler auftritt und dann auch noch im anderen Pol. Von daher sehe ich da kaum Gefahrenpotential.

In welchem Fall tritt das auf? Der Klassiker wäre das Betreiben einer Ansaugpumpe für das Wasser zapfen aus nem See. Da wäre der eine Pol das (leitende" Wasser, und der andere das Gehäuse oder Kabel. Wenn man mit nackten Füßen im Wasser steht und das Kabel durch die Hand gleiten lässt, oder die Pumpe anfasst (und die ausnahmsweise kein schutzisoliertes Modell ist)...? Ja, das wäre ein vorstellbares Szenario. Ein anderes fällt mir nicht ein, wo man mit Körperteilen an zwei Pole gleichzeitig kommt, die auch noch beide gleichzeitig berührbar sind.

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Gode_RE
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Expeditionsmobil mit Expeditionsanhänger

#137 Beitrag von Gode_RE » Sa 17 Aug 2019 23:15

Hallo allerseits,

wir haben das bei unserer jetzigen Freisteh-Fahrt durch die Ostseedünen jetzt mal 14 Tage ausprobiert, wie sich unser Truck bewährt, wenn auch noch der Anhänger dran ist. Obwohl der Truck ein 4x2 ist, sind wir auf sandigen Plätzen, nassen Wiesen und gerölligen Wegen mitsamt Anhänger gut zurecht gekonmen - vorwärts wie auch rückwärts. Lediglich auf der A7 kurz vor Kassel sind wir bei einem laaangen Anstieg auf unter 40 km/h abgefallen. Ansonsten kann ich nur sagen, dass der 7,5 to Fuso den 3,5 to Shelteranhänger gar nicht gemerkt hat, die Gewichtsverteilung war genial. Und mit seinem Doppelachs-Fahrwerk lief der Wechselbrückenanhänger wie auf Schienen hinterher. Der Mehrverbrauch an Diesel lag bei 0,6 l auf 100 km gegenüber Solofahrten.

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Gleichzeitig war dieser Teil unseres Urlaubs auch ein Feldversuch, mit 4 Personen mal wirklich volle 14 Tage am Stück ganz autark frei zu stehen, ohne jede Versorgung von aussen. Hat prima geklappt, die Konzepte für autarke Versorgung mit Strom und Wasser haben sich bewährt, und auch die mitgenommen Lebensmittel hätten gereicht. Kraftstoff war auch genug, wir haben erst nach der Rückkehr wieder getankt. Was wir noch verbessern werden ist der Gasvorrat - der war zwar mit seiner 2x5 kg Flaschenanlage für die Sommerzeit mehr als ausreichend, aber für den Überwinterungsversuch in den Weihnachtsferien werden wir hoffentlich schon die Gastankanlage realisiert haben. Und vom Platz her war das für ne 4-köpfige Familie auch ok, so könnte man tatsächlich im Fall des Falles ne ganze Zeitlang autark überleben.

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Zugleich haben wir die freien Tage genutzt, weiterhin Kurzwellenantennen zu bauen und zu testen. Herausgekommen ist dabei eine Fächerantenne für drei Kurzwellenbänder (80-40-20m), mit der wir andere Mobile in Norwegen, Gegenstationen im gesamten europäischen Ausland und in einer 600 km Steilstrahlzone erreichen konnten. Letzteres war eigentlich die Zielsetzung - denn (mittlere) Weitverbindungen hinzukriegen ist keine große Kunst, durch Reflexionen an der Ionosphäre. Dazwischen entstehen aber weite Bereiche von sog. "toten Zonen", wo weder die Bodenwelle hinlangt, noch die Reflexionen an der Ionosphäre. Durch ein Steilstrahler-Antennenprinzip einen Bereich von rund um 600 km ohne Auslöschungen hinzukriegen war daher das selbstgesteckte Ziel, was wir dann auch nach mehrtägigen Experimenten zufriedenstellend erreicht haben. So wurde unser Urlaub nicht langweilig...

LG Gode

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Anton
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Re: Expeditionsmobil mit Expeditionsanhänger

#138 Beitrag von Anton » Di 20 Aug 2019 15:37

Gode_RE hat geschrieben:
Sa 17 Aug 2019 23:15
. Und vom Platz her war das für ne 4-köpfige Familie auch ok, so könnte man tatsächlich im Fall des Falles ne ganze Zeitlang autark überleben.


Hallo

dann woll'n wir mal hoffen das das Fahrzeug bei einem plötzlichen Atomschlag auch immer aufgerödelt und mit Wasser, Gas und Lebensmitteln bestückt ist. :wink:

Ärgerlich für so ein Fahrzeug wie das Eure wäre aber sicherlich ein Magnet- oder Sonnensturm.

Dann werden die elektronischen Helferlein wohl blöde gucken. Und mit ihnen die Nutzer des Fahrzeugs. :?

Aber halt - war das Fahrzeug nicht strahlenfest!? :roll:

Sorry, ging nicht anders.... :wink:


Viele Grüße vom fast ausschließlich analogen

Anton
Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

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holger4x4
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#139 Beitrag von holger4x4 » Di 20 Aug 2019 18:38

Tja, leider gibt es noch keine Leichtblei-Sandwichplatten :mrgreen:
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
Bild

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Gode_RE
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Re: Expeditionsmobil mit Expeditionsanhänger

#140 Beitrag von Gode_RE » Mi 21 Aug 2019 00:15

Anton hat geschrieben:
Di 20 Aug 2019 15:37

dann woll'n wir mal hoffen das das Fahrzeug bei einem plötzlichen Atomschlag auch immer aufgerödelt und mit Wasser, Gas und Lebensmitteln bestückt ist. :wink:

Ärgerlich für so ein Fahrzeug wie das Eure wäre aber sicherlich ein Magnet- oder Sonnensturm.
Wo sollte denn plötzlich nen Atomschlag oder all das andere Zeugs herkommen, von dem Du schreibst? Und wieso? Ich weiß, dass es Leute gibt, die an sowas glauben.

LG Gode

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Gode_RE
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#141 Beitrag von Gode_RE » Mi 21 Aug 2019 00:56

holger4x4 hat geschrieben:
Di 20 Aug 2019 18:38
Tja, leider gibt es noch keine Leichtblei-Sandwichplatten :mrgreen:
So viel ich weiß, waren die rollenden Röntgen-Trucks mit sowas ausgestattet. Leute mit Technikangst können sich ja so'n Ding kaufen. Ich glaube aber nicht, dass das vor Erdstrahlen, Aliens oder 5G-Paranoia schützt. Manche kriegen ja schon Kopfschmerzen und nen Pfeiffen im Ohr, wenn auch nur ne Antenne aufgebaut wird, obwohl die noch gar nicht abgeschlossen ist.

Wenn man wirklich was EMV-dichtes als Kabine sucht, würde ich nen Dornier Bundeswehrshelter ohne Fenster empfehlen. Aber nur die Dornier-Variante, die Zeppelin-Shelter sind das nach meiner Einschätzung nicht. Aber sobald man Durchbrüche nach außen hat, z.B. Fenster, Luken, Anschlussdosen, ist's vorbei mut der EMV-Dichtigkeit.

Ich wüsste aber auch nicht, wofür das im Reisemobilbereich Sinn machen würde. Aber bitte sehr, jedem das Seine...

LG Gode

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mrmomba
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#142 Beitrag von mrmomba » Mi 21 Aug 2019 07:14

Ich dachte immer das je besser die EMV ist, um so weniger ärger gibt es mit allen elektrischen Helferlein in der Umgebung :-P
(Elektromagnetische VERTRÄGLICHKEIT)

... Meint wer EMP?
=> https://www.youtube.com/watch?v=Q4WzhlJ ... e=youtu.be
https://www.instructables.com/id/How-to-Make-EMP-Gun-/

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Gode_RE
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#143 Beitrag von Gode_RE » Mi 21 Aug 2019 10:56

Ja, bei dem in den vorstehenden Post angedeuteten Spöks sind "EMP"-Ereignisse gemeint, nicht "EMV". Das hatte ich schon so verstanden. Aber darauf wollte ich mich gedanklich erst gar nicht einladen lassen, daher hat mir "EMV"-Festigkeit als Beispiel gereicht.

Für diejenigen, denen die Kürzel nix sagen: Während unter "EMV" die Störfestigkeit elektrischer Komponenten gegenüber störenden elektromagnetischen Einflüssen anderer elektrischer Komponenten gemeint ist (z.B. Handy-Einstrahlung in die Stereoanlage), meint "EMP" (Elektromagnetischer Puls) die gewollte zerstörerische Kraft elektromagnetischer Schwingungen, die als Nebenprodukt einer Atombombenexplosion entstehen können. Die bringen elektronische Schaltkreise so in Eigenschwingung und überfluten sie mit Energie, dass sie sich selber zerstören. Der Totalausfall sämtlicher (!) Elektronik in einem umgrenzten Gebiet wäre die Folge. Das abzuschirmen erfordert extremste Dichtigkeitsbemühungen, vom Aufwand her ähnlich wie das Bemühen um absolute Luftdichtigkeit, schon das geringste Leck reicht, um alles in Frage zu stellen.

Für mich ist das kein Thema!

Ich glaube nicht an die (reale) Gefahr eines Atomkriegs in unserer Region, und schon gar nicht an die praktische Realität der theoretischen EMP-Betrachtungen. In umgrenzten Räumen, innerhalb einer Feldspule oder im Zentrum militärischer Ziele wird die Feldstärkedichte von EMPn sicher ausreichende Amplituden aufweisen, aber flächendeckend aus großen Höhen halte ich das für ziemlich theoretisch. Ist aber, wie gesagt, nicht mein Thema. Und ich stimme mit Anton überein, dass technologiefreie Holzwohnwagen aus früheren Generationen😈😊😎 mangels jeglicher Technologie auch keinen Schutz vor EMP benötigen.

LG Gode
Zuletzt geändert von Gode_RE am Mi 21 Aug 2019 11:09, insgesamt 2-mal geändert.

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Varaderorist
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#144 Beitrag von Varaderorist » Mi 21 Aug 2019 11:08

Moin Mädels,

es ist doch immer wieder sehr amüsant, die bei uns vertretene Bandbreite der Selbstausbauer Argumente austauschen zu sehen:

Anton als absoluter Traditionalist mit Minimaltechnik und Gode mit seinem Space-Shuttle.......Einfach herrlisch!! :lol:
Gruß vom Niederrhein
Michael

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Balu
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#145 Beitrag von Balu » Mi 21 Aug 2019 11:34

Ich denke, wenn wir ein Problem mit EMP bekommen, dann ist es gerade egal, ob wir mit einer Notration irgendwie noch ein paar Tage überleben und etwas funktionsfähige Technik auf einer "Insel" retten. Ohne Elektronik wird unser Wirtschafts- und Geselllschafts-System zusammenbrechen und dann wird die "Nachschubbeschaffung" so oder so spannend.

Gruß
Herby
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#146 Beitrag von KlausU » Mi 21 Aug 2019 12:23

Moin,
kurz zu zu Godes Bemerkung bezüglich der EMV Dichte. Die Shelter der Baureihe FmB (geschirmte Variante) von Dornier und Zeppelin sind meines Wissens messtechnisch gleich dicht. Alle An- und Abschlüsse sind auch entsprechend geschirmt.
Solange an den Kisten nichts verändert wird geht da drin auch kein Handyempfang.

Die A 7 in den Kasseler Bergen , speziell am Laubacher Berg gleich hinter der Werratalbrücke, haben wir Südniedersachsen mit max. 8 % Steigung extra so bauen lassen damit wir uns die LKW mal ordentlich unter Last anschauen können. :wink:
Im Flachland rasen kann ja jeder aber da mit 80 raufziehen ist die wahre Kunst. :D
Viele Grüße
Klaus

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Anton
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Re: Expeditionsmobil mit Expeditionsanhänger

#147 Beitrag von Anton » Mi 21 Aug 2019 17:43

Gode_RE hat geschrieben:
Mi 21 Aug 2019 00:15

Wo sollte denn plötzlich nen Atomschlag oder all das andere Zeugs herkommen, von dem Du schreibst? Und wieso? Ich weiß, dass es Leute gibt, die an sowas glauben.


Hallo

es geht nicht ums glauben, aber warum sonst baut man ein Fahrzeug für
Gode_RE hat geschrieben:
Sa 17 Aug 2019 23:15
, so könnte man tatsächlich im Fall des Falles ne ganze Zeitlang autark überleben.


Oder ist Fall des Falles schon eine geschlossene Pizzeria? :roll:


VG

Anton
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