Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

Hier stellt jeder sein Wohnmobil vor. Mit Bild und allen Schikanen.
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visual
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#106 Beitrag von visual » Do 24 Jan 2019 06:23

Ach tatsächlich, ist mir nicht aufgefallen, dass es ein Inverter ist

Dann hat der Zipper außer dem geringeren Vebrauch als 4Takter keinen Vorteil

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Gode_RE
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#107 Beitrag von Gode_RE » Do 24 Jan 2019 07:55

Ich glaube, dass der in den technischen Daten angegebene niedrigere Verbrauch nur theoretischer Natur ist. Zum Beispiel: Ich habe jetzt in diesen Wintertagen das Aggregat 5 Stunden laufen lassen und dabei rund 100 Ah auf die Batterien geladen. Verbraucht wurden dafür ca. 2 l Benzin. Das macht 0,4 l pro Stunde für die typische Anwendung in meinem Zweck. Entspricht dem "Leerlauf Verbrauch", da ja auch nicht viel Leistung abgefordert wurde. Jedes größere Aggregat hat daher das Risiko, mehr zu verbrauchen, weil der Leerlaufverbrauch auch u.a. von der Größe abhängig ist. Daher um so kleiner, desto sparsamer beim reinen Batterieaufladen. Und größere Aufgaben könnte das Ding ja durchaus, z.B. die beiden Boiler (Truma + Elgena-Boiler) versorgen für Heißwasser.

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GOSOMESH-Steckernorm - Solarstromverteilung auf Stellplätzen

#108 Beitrag von Gode_RE » Sa 16 Mär 2019 12:39

Hallo allerseits,

mrmomba hat mich auf die Idee gebracht (besten Dank), mal unsere Steckernorm für die Solarstromverteilung als möglichen "Standard" vorzuschlagen. Er hat das Ganze scherzhaft als "Gode´s Solarstrom Mesh = GOSOMESH" genannt. Zuviel der Ehre ... *lach*

Wie Ihr ja schon aus meinem Ausbaublog wisst, haben wir bei allen Fahrzeugen die Solarspannung von den Modulen auch auf eine Aussensteckdose geführt, quasi die Solar"roh"spannung, bevor sie den Solarreglern zugeführt wird. Erstens kann man somit mal schnell weitere Solarmodule einkoppeln, zweitens aber vor allem die Solarrohspannung auf mehrere Fahrzeuge verteilen. Wenn wir im Pulk zusammenstehen, koppeln wir somit 3, 4 oder 5 Fahrzeuge zu einem Solarnetz zusammen, ein "Mesh" also.

Dafür haben wir uns für eine Steckernorm entschieden, die enorm robust, verdrehsicher, wasserdicht und hochbelastbar ist - und dennoch sehr preiswert. Es sind die im Zweiradbereich als Starthilfesteckdose oder bei Anhängern als 12V-Steckdose bekannten BAAS-Stecker und Kupplungen BS10 + BS11:

Bild

Die gibt´s zum Beispiel hier: https://www.amazon.de/dp/B07JZNRWW9/ref ... JCbVEBMG6Q und https://www.google.com/aclk?sa=l&ai=DCh ... ITw&adurl=

Wir haben jeweils 2 dieser Steckdosen in ein wasserdichtes Gehäuse gebaut und parallel geschaltet. Von dort geht es dann über eine ANL-Sicherung (aus dem Car-Hifi-Bereich) und Trennschalter zum Solarregler So kann man schön verzweigen und weiterleiten. Und wir haben zur Kontrolle noch ne LED mit Vorwiderstand eingebaut. So kann man gleich sehen, ob Solarrohspannung an der jeweiligen Buchse anliegt:

20160606_183221.jpg
20160602_182647.jpg

Die Kaltgerätebuchse auf dem Bild ist nochmal was anderes - das ist nichts anderes als ein 3-poliger Eingang auf einen 3-Phasen-Brückengleichrichter, dessen Plus und Minus auch wiederum parallel zur Solarrohspannung geschaltet ist. Daran kann ich also einen 3-phas. Generator mit 24V Wechselspannung (z.B. von einem Windrad oder Wasserrad) einkoppeln. Dafür bietet sich idealerweise die Kaltgerätenorm an - und da als "Buchse" ausgeführt und nicht als "Stecker", kann auch nie passieren, dass da jemand aus Versehen 230V ansteckt.

Also, wer in Bodenheim ne Solarrohspannungssteckdose an seinem Fahrzeug hat und ein Anschlusskabel (Stecker - Kupplung) mitbringt, kann es ja mal ausprobieren, von unserem Solar-Mesh ein bisschen mit überschüssigem Solarstrom versorgt zu werden. Dadurch, dass dieses Solarmesh ja VOR die Solarregler geschaltet ist, sind auch alle angeschlossenen Fahrzeuge batterieseitig entkoppelt. Es kann also nur Solarrohspannung verteilt werden, nie jedoch Batterien leergezogen...

Zusatznutzen am Rande: Über eine solche Steckdose außen am Fahrzeug hat man auch eine geniale Einspeisung für andere "12-24V"-Quellen, wie z.B. ne externe Batterie, ein Kleinspannungsausgang von einem Generator oder von einem ungeregelten Netzgerät. Denn der Solarladeregler dahinter übernimmt die Ladekontrolle. In Bodenheim stelle ich Euch auch die Verschaltung vor.

Nette Grüße
Gode

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#109 Beitrag von visual » Sa 16 Mär 2019 12:53

Coole Idee-gefällt mir.

Man muss nur aufpassen das der Solarregler nicht seine Eingänge kurz schließt wenn die Batterien voll sind.
Das könnte bei nem Netzteil oder ner anderen Quelle schnell in die Hose gehen

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#110 Beitrag von Gode_RE » Sa 16 Mär 2019 13:01

visual hat geschrieben:
Sa 16 Mär 2019 12:53
Man muss nur aufpassen das der Solarregler nicht seine Eingänge kurz schließt wenn die Batterien voll sind.
Das könnte bei nem Netzteil oder ner anderen Quelle schnell in die Hose gehenBild
Hallo visual,

Jo, da hast Du recht. Ich glaube, die Generation an Solarreglern gibt´s noch vereinzelt? Umso wichtiger also, den Solarrohspannungseingang auch abzusichern. So wie wir das mit der ANL-Sicherung machen. Denn in der Zusammenschaltung könnten da schnell ne Menge an Ampere zusammen kommen. Nicht dass das Kabel zur natürlichen Schmelzsicherung wird... Die Absicherung sollte also entsprechend der im Mobil verlegten Kabelquerschnitte und dem maximal angegebenen Reglerstrom sein. Das könnte also zwischen 30 - 50 A sinnvoll sein.

LG Gode

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Dachträger auf Fuso Canter

#111 Beitrag von Gode_RE » Di 02 Apr 2019 11:04

Hallo allerseits,

ich war am Wochenende fleißig - angesichts des schönen Wetters - und habe meinen Dachträger vervollständigt. Zunächst habe ich den in RAL 7016 lackieren lassen, und dann Dachboxen (Kunststofftanks) reingestelllt (auf Gummipuffern, damit nix rappelt) und dann 3 Solarmodule a 150 Wp als "Windabweiser" drauf montiert. Die Windabweiser-Wirkung habe ich bei den ersten Probefahrten leider noch nicht so recht feststellen können - aber die Solarladung schon. Allein dass sie schräg ist und ich das Fahrzeug Richtung Sonne ausrichten kann, macht enorm was aus.

Solarmodulhalterungen:

20190322_154735.jpg

Aus Gerüstbaumaterial - allerdings Alu-Stangen zur Gewichtsersparnis:

20190322_154844.jpg

Fertig zur Solarmodulmontage: (das Gelbe ist Reflektion von der Sonne)

20190322_155259.jpg

In den ebenfalls grau lackierten ehemaligen Blaulichtern sind jetzt GPS-, WLAN- und LTE-Antennen drin. Jetzt bin ich noch dabei, die zweite Batterie einzubauen, weil´s mittlerweile für eine Batterie zuviel Solarladung ist. Und so sieht´s jetzt fertig aus:

20190330_130454.jpg
20190330_130417.jpg
20190330_130619.jpg
20190323_171816.jpg


Nette Grüße
Gode
Zuletzt geändert von Gode_RE am Di 02 Apr 2019 13:24, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#112 Beitrag von VWBusman » Di 02 Apr 2019 11:20

Hallo Gode,

wolltest Du nicht einen Sleeper auf das Fahrerhaus setzen???

Sieht gut aus mit dem Gepäckträger - nicht mehr so nach Möbellaster ( Ich zitiere Dich da ;-) ).

Wie viel Solarleistung hast Du denn jetzt insgesamt rund um dein Fahrzeug verbaut?

Gruß Christopher
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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#113 Beitrag von Gode_RE » Di 02 Apr 2019 13:09

Ja, ich wollte erst ne Dachschlafkabine drauf setzen. Aber das Möbelkofferdesign hat mich so sehr abgeschreckt ... *lach* Ne, die Notwendigkeit eines weiteren Schlafplatzes hat sich nicht ergeben. Dafür eher die Verstaumöglichkeit langer Gegenstände wie Skier, Schaufel, Campingstühle usw. Deswegen eine Dachbox.

Vorne auf dem Dachträger sind 450 Wp, auf dem Dach ebenfalls und an den Wänden 500 Wp, also insgesamt 1,4 kWp. Ist im Sommer zuviel, aber im grauen Winter kommen nur 2-5% davon wirksam an. Im Februar - März kletterte das wieder auf 5-7 % und aktuell haben wir etwa 10% der Nennleistung. Ab Mai sind dann wieder Überschüsse zu erwarten, so dass wir den nicht benötigten Solarstrom in Heizleistung für den Elgena-Boiler mit 24V-Heizpatrone "verbraten" können. Das geht dann bis Ende September so. Im Oktober und November reicht´s dann gerade wieder zum Freistehen beim "normalen" Stromverbrauch bei uns an Bord.

LG Gode

PS: Habe in den Beitrag oben noch weitere Bilder eingefügt.

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#114 Beitrag von VWBusman » Di 02 Apr 2019 18:39

Hallo Gode,

das ist mehr als reichlich.
Wie viel Batteriekapazität hast Du denn da verbaut das die Solaranlage überhaupt was zu tun hat???
Ich hab für meine Zwei 225Ah Batterien 600Watt
Solarleistung.

Gruß Christopher
VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#115 Beitrag von Gode_RE » Di 02 Apr 2019 20:23

VWBusman hat geschrieben:
Di 02 Apr 2019 18:39
Ich hab für meine Zwei 225Ah Batterien 600Watt Solarleistung.
Hallo Christopher,

das kommt hin mit Deinen 600 Wp. Du wirst wahrscheinlich nicht so viel Ah pro Tag verbrauchen, wie ich. Bei mir sind´s 70 Ah pro Tag, weil ich gerne die ganzen Systeme laufen lasse. Normalerweise kann man ja bei Verlassen des Fahrzeugs alles ausschalten, also weitaus weniger Verbrauch. Daher wirst Du dann ähnliche Autarkzeiten haben, wie ich.
VWBusman hat geschrieben:
Di 02 Apr 2019 18:39
Wie viel Batteriekapazität hast Du denn da verbaut das die Solaranlage überhaupt was zu tun hat???
Im fertigen Zustand werden es bei mir 2 Aufbaubatterien zu je 220Ah sein und 2 Starterbatterie zu je 100 Ah, insgesamt also 660 Ah, die den Solarstrom speichern können. An der 2. Aufbaubatterie werkele ich gerade, weil ich da auch so meine speziellen Vorstellungen habe. Guck mal hier:

https://campofant.com/solarrechner-wohn ... laranlage/

Danach bin ich mit dieser Anlage jetzt bis November und dann wieder ab Januar autark (bei meinem hochgerechneten Verbrauch). Der Dezember ist noch ein bisschen knapp, da müsste ich nach ein paar Tagen mal mit dem Moppel ein bisschen nachladen.

LG Gode

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#116 Beitrag von mrmomba » Di 02 Apr 2019 20:56

... oder du baust dir aus einem Fahrrad hubmotor ein Windkraftrad :D

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#117 Beitrag von Gode_RE » Di 02 Apr 2019 21:11

mrmomba hat geschrieben:
Di 02 Apr 2019 20:56
... oder du baust dir aus einem Fahrrad hubmotor ein Windkraftrad :D
Ich hab ja sogar eines. Aber damit habe ich´s übertrieben. Das ist zu schwer und zu groß, um es ständig mitzunehmen und auf nen Mast zu stecken. Macht 1500 W bei voller Windgeschwindigkeit. Ist nicht praktikabel für Womo-Betrieb. Werde das mal verkaufen oder gegen nen kleineres eintauschen. Wer also Interesse hat ... ist nen ISTA BREEZE i-1500 in weiß : https://www.istabreeze.com/online/Windg ... STA-BREEZE ... war noch nie aufgebaut oder in Betrieb. Würde ich für den halben Listenpreis abgeben. Und nach Bodenheim mitbringen, ist nämlich nicht verschickbar.

LG Gode

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#118 Beitrag von mrmomba » Di 02 Apr 2019 21:38

Hahaha, jetzt hast du es mir fast schmackhaft gemacht...


.... Fast


Aber auf Basis einer 28' Felge?
250w 24V?

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Re: Gode´s Ausbaublog: Vom Tiefkühlkoffer-Caravan zum Expeditionsmobil

#119 Beitrag von VWBusman » Mi 03 Apr 2019 09:08

Hallo Gode,

bei mir sind es im Aufbau 225Ah bei 24V und als Starterbatterie sind es 100Ah, auch 24V.
Das gäbe dann bei 12V in Summe 650Ah.
Ich komme auch im Winter mit der Kapazität gut zurecht. Dann wird eben etwas Strom gespart und der Kaffee nicht mehr aus der Kapselmaschine gelassen sondern aufgebrüht.
Im Winter ist unser Fahranteil deutlich höher als im Sommer und daher wird auch immer etwas nachgeladen.

Einen Generator habe ich nicht und denke auch das ich keinen mitnehmen/brauchen werde.

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