Tiefkühlkoffer als Caravan-Eigenbau

Hier stellt jeder sein Wohnmobil vor. Mit Bild und allen Schikanen.

Hm..... auch Dir......

Beitragvon ThomasFF » Mi 08 Aug 2018 20:54

... den ich als Gott des perfekten Baus in Hitec grenzenlos bewundert habe....bin selbst ja nur einer von der Sorte Leiste drauf und sitzt...hihi.. passiert sowas. banales wie Flugrost und UV - Mist.....

Du, ich bin überhaupt nicht schadenfroh.. im Gegenteil, Du hast mein volles Mitgefühl.... geh in den Wald und werf einen schweren Hammer durch die Gegend... bei mir hilft das...hihi....

Das mit der Versicherung ist so ne Sache, weil das in der Haftpflichtversicherung ein Erfüllungsschaden ist,,, also die Versicherung müsste die gewährleistung praktisch übernehmen....und das widerspricht dem Sinn einer echten Haftpflichtversicherung. Und der Erfüllungsanspruch... also der Vollzug der vertraglich geschuldeten Leistung geht recht weit. Wenn man also nur flexen und schweißen kann mit entsprechender Abdeckung, dann gehören Folgen, die entstehen, weil schützenswerte fehlerhaft nicht geschützt waren, in den nicht versicherten Erfüllungsbereich.

Das Arbeiten an KFZ ist sowieso kompliziert aus Sicht des Haftpflichtversicherers, weil so ein Auto eine Sache insgesamt ist, die bei Arbeiten immer komplett in den Erfüllungsbereich gehört. Heute hat man Bedingungen entwickelt, die das Auto "teilen". Also wenn der Monteur am Motor arbeitet, der wegen eines Fehlers bei Arbeiten an der Einspritzung in Brand gerät und das ganze Auto abfackelt, dann ist der Motor selbst nicht versicherter Erfüllungsgegenstand, der Rest des Autos wird bezahlt.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!
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PreppCab - Neuaufbau unseres Wohnanhängers

Beitragvon Gode_RE » Mi 08 Aug 2018 20:55

Was nun tun mit dem freigewordenen Anhängerfahrgestell? Immerhin war das damals funkelnagelneu, und als 3,5 to Fahrgestell mit Stoßdämpfern ein wertvolles Fahrzeug. Da zeitgleich die Überlegung aufkam, wie unser im Sommer volljährig werdender Sohn während seiner 3-jährigen Ausbildung kostengünstig wohnen könnte - kam die Idee auf: "Wir bauen den Wohnanhänger ganz neu wieder auf!"

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Ok, gesagt, gedacht, gezeichnet. Diesmal ein anderes Komzept, was fahrstabiler und verläßlicher ist. So wurden als erstes die kleinen 13" Spielzeugräder gegen richtige Räder ausgetauscht, was hinsichtlich Achswerten und Bremslast herstellerseitig ohnehin freigegeben war. Nun sind 14" Räder mit normalen Flanken drauf, wie ich sie auch von anderen üblichen Anhängern kenne. Das Fahrgestell kam dadurch auch gleich ein paar Zentimeter höher (Bodenfreiheit).

Dann haben wir einen Bundeswehr-Container (Dornier FM 2) gekauft, der in gutem Zustand war und einigermaßen bezahlbar (2.450 €). Den haben wir erst mal bei uns auf den Hof gestellt und aus dem Anhängerfahrgestell ein Wechselbrückenfahrzeug mit Containerlocks gemacht.

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DornierShelter - von innen leer.jpg


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Nun ist der Dornier-Container bekannt für seine vielen Kältebrücken, weil er im Gegensatz zum Zeppelin-Shelter nicht aus Sandwichmaterial besteht, sondern aus 2 Aluminiumwänden, die durch kälteleitende Aluminiumstege miteinander verbunden sind. Das zu isolieren wäre Sysphusarbeit gewesen und wahrscheinlich nie vollständig gelungen. Also haben wir uns entschieden, eine vollständig dichte Innenkabine aus 25mm PVC-Sandwichwänden einzukleben, wo es nirgends mehr eine Kältebrücke gibt. Nachteil ist nur der etwas geringer ausgenutzte Platz.

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Vorteil hingegen ist eine enorme Wandstärke von rund 100mm, worin mal also die Fenster komplett versenken kann, so dass man dort auch den Platz wieder spart und ein Fahrzeug mit extremer Temperaturfestigkeit bekommt.

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Beim Innenausbau haben wir uns an dem bereits in der großen Wohnkabine vom Truck installierten Bauweise orientiert. Es wurden dieselben Hängeschränke, Klappen, Truhen und Möbel eingebaut, was die Sache sehr erleichtert hatte, weil wir auf vorhandene Detailzeichnungen zurück greifen konnten. Nur mussten wir feststellen, dass sich seit 2014/2015 die Materialpreise teils um 30% gesteigert hatten.

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Re: PreppCab

Beitragvon Gode_RE » Mi 08 Aug 2018 21:02

Nach dem Einbau aller Wanddurchbrüche für Kamine (Truma, Kühlschrank), Lüfter und Anschlüsse und dem Ankleben der Solarflächen war es dann soweit, die Kabine farblich zu gestalten und mit einem Wetterschutz zu beschichten. Aus den Erfahrungen mit dem Unternehmen, was uns die große Wohnkabine beschichtet hatte, haben wir uns zum Selberauftragen entschieden. Also wurde die Kabine zunächst von einem professionellen Betrieb eisgestrahlt und damit komplett gesäubert, dann mit einem Schleifvlies angerauht, mit Aceton noch einmal entfettet und dann haben wir Herculiner Beschichtung aufgerollert und aufgepinselt.

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Zuguterletzt wurde der Shelter mit einem Autokran auf das Wechselbrückenanhängerfahrgestell gesetzt und ein 80 l Gastank drunter gesetzt.

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Und so sieht unser neuer, etwas kleinerer Wohnwagen nun aus:

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Wir haben die Kabine "PreppCab" getauft, in Anlehnung an den Begriff "Prepper" und "Cabine". Das ist insofern nicht ganz falsch, weil die Kabine mit 1150 Wp Solarfläche und 150W Frischwasser mit UV-Entkeimung, Seagull-Wasserfilter und Tomtur-Trockentrenntoilette und letztlich 80 l Gastank tatsächlich "überlebens-autark" ist.
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Re: Tiefkühlkoffer als Caravan-Eigenbau

Beitragvon Gode_RE » Mi 08 Aug 2018 21:05

Nun noch ein paar Fotos vom fertigen Innenleben:

Grundriss.jpg


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Re: Tiefkühlkoffer als Caravan-Eigenbau

Beitragvon mrmomba » Do 09 Aug 2018 08:29

Mir fallen eine Menge unanständige Wörter ein zu dem Gespann - aber ich belasse es mal bei "GEIL"
Das sieht wirklich gut aus :-)
Auch wir sind im Web unterwegs KLICK
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Re: Tiefkühlkoffer als Caravan-Eigenbau

Beitragvon Leerkabinen-Wolfgang » Do 09 Aug 2018 13:07

Also wirklich, Gode,

was Du da mal so nebenbei aus dem Hut zauberst - und das bei dem Ärger rund um Dein Hauptfahrzeug, das ist echt unglaublich! Toll gelungen -'alt' wie auch neu ;-)

Und was den Handwerkerpfusch angeht, da habe ich momentan auch meinen Spaß damit, allerdings im häuslichen Bereich... Mein Estrichbauer hat den Estrich nicht bis an die Abwasserrohre heran geführt und schon gar nicht abgedichtet. Dies hat jetzt dank eines undichten Siphons dazu geführt, daß Abwasser bis auf die Bodenplatte gelangt ist und sich unter der Dämmung durchs ganze Stockwerk verteilt hat. Jetzt mußte das das gesamte untere Stockwerk auf den Rohbauzustand zurück versetzt werden, weil rundum die Wände bis 1m Höhe verschimmelt waren - Schadenssumme satt sechsstellig... Und alle beteiligten Firmen sind mittlerweile nicht mehr existent :-(
Also: selbermachen. So wie Du es jetzt ja auch gemacht ist. Da ist der Täter jedenfalls lebenslang am Schalffitchen zu kriegen!

Viel Grüße und keinen weiteren Ärger mehr
Leerkabinen-Wolfgang
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03.- 05. Mai 2019: Leerkabinen-Treffen
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Re: Hm..... auch Dir......

Beitragvon Gode_RE » Sa 11 Aug 2018 12:52

ThomasFF hat geschrieben:... den ich als Gott des perfekten Baus in Hitec grenzenlos bewundert habe....bin selbst ja nur einer von der Sorte Leiste drauf und sitzt...hihi.. passiert sowas. banales wie Flugrost und UV - Mist.....

Du, ich bin überhaupt nicht schadenfroh.. im Gegenteil, Du hast mein volles Mitgefühl.... geh in den Wald und werf einen schweren Hammer durch die Gegend... bei mir hilft das...hihi....


Na ja, wenn ich´s selber gemacht hätte, wäre es mir ja nicht passiert. Ich habe ja auch alle Register gezogen, den Schaden zu verhindern. So hatte ich den Mann sogar noch extra schriftlich auf die Gefahr von Flugrost und Einbrennen glühender Schweissperlen in die Tanks hingewiesen, als ich sehen konnte, wie er mit Kundenfahrzeugen umging, Deswegen hatte ich genau solche Sorglosigkeit befürchtet. Leider habe ich die massiven Beschädigungen an meinem Neufahrzeug nicht verhindern können. Diese (und viele mehr) schriftlichen Hinweise haben mir nun zwar bei der juristischen Aufklärung zwar geholfen, so dass die Ansprüche von ihm zwar nicht bestritten wurden. Aber wo nix ist, kann man auch keinen Ersatz holen.

Es gibt nun mal einige Dinge, die ich nicht selber kann, und für die ich bei all meinen Bauten Fremdleistungen beauftragen musste. Es ist tatsächlich so, dass nahezu alle (!) beauftragten Fremdleistungen große bis hin zu massivsten Mängeln gezeigt hatten. Auch das angelieferte Material war leider überwiegend mangelhaft. Bei allen Fahrzeugen habe habe ich in der Endabrechnung eine Quote von mehr als 30% an Kosten, die auf mangelhafte Materialen und Leistungen zurückzuführen sind. Ich habe langsam den Eindruck, dass man heutzutage selbst für teures Geld kaum mehr gute Ware oder Leistungen zukaufen kann. Das beobachte ich nicht nur bei meinen Fahrzeugbauten, sondern auch bei befreundeten Häuslebauern. Das Handwerk scheint mir kaum mehr von qualifizierten Fachleuten besetzt zu sein. Deshalb baue ich selber - und ich baue nachhaltig und wertig, auch wenn ich in den Details nicht die Oberflächensauberkeit hinkriege, wie z.B. ein Schreiner oder ne maschinelle Massenfertigung. Meine Mobile haben Kratzer und Macken, und nicht alles ist hundertprozentig. Dafür ist es für die Ewigkeit gebaut und zuverlässig. Und leider irre teuer. Billig kann ich nicht...
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Erinnerst Du Dich....

Beitragvon ThomasFF » Sa 11 Aug 2018 14:27

...an den Besuch beim Kameraden bei mir um die Ecke?

Nach der Qualitätssaga, die mir mein leider schon gegangener Freund Klaus, der den auch fachlich ziemlich genau kannte, gezeigt hat, würde ich meinen, dass dem das nicht passiert wäre. Vielleicht... außer dem eigenen Kopf, den der technisch hat.....hihi..... ist es die Sorgfalt seiner Arbeit, die bei dem die Preise mitbestimmt.....
Gruß vom Thomas
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Re: Tiefkühlkoffer als Caravan-Eigenbau

Beitragvon GooSe_1977 » Sa 18 Aug 2018 13:10

Geiles Gespann :D
Was bringt der Anhänger denn so auf die Waage ?
THX Bastian | Toyota PZJ75 mit Alkhovendach
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Re: Tiefkühlkoffer als Caravan-Eigenbau

Beitragvon Gode_RE » Sa 18 Aug 2018 13:20

Der jetzige Anhänger "PrepCab" auf Basis des Dornier Shelters wiegt alles zusammen 2450 kg, also Fahrgestell mit aufgesetzter Kabine und vollem Gastank. Das Fahrgestell hat ein zGG von 3,5 to, das Zugfahrzeug ebenfalls und Anhängerzulassung auch bis 3,5 to. Also 1 to Reserve. Inclusive Tempo 100 Zulassung.

photo_2018-08-18_13-22-00.jpg


Für meinen LKW Canter mit seinen 7,5 to ist eine Anhängelast von 3,5 to zwar eingetragen, aber von der Motorisierung her kein Vergnügen. Also wird der Shelter vom Iveco gezogen, der sich ja schon viele Jahre mit dem Ziehen von (durchaus schwereren) Hightech-Anhängern bestens bewährt hat.
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