Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

Hier stellt jeder sein Wohnmobil vor. Mit Bild und allen Schikanen.
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Balu
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#541 Beitrag von Balu » Do 27 Sep 2012 14:10

Ja dann :wink:
Probier's mal mit Gemütlichkeit

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urologe
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#542 Beitrag von urologe » Do 12 Mär 2020 21:05

Nach 5 Jahren Forums-Abstinenz , bei Interesse gerne ein Resume der vergangenen Jahre ,
wobei Chrisi mich zurecht darauf hingewiesen hat , nicht 15 Jahre sondern eher 12 Jahre ,
da die vielen versprochenen Kabinenfertigstellungen wohl eher erst im Jahr 2007 oder 2008 gefeiert :roll: werden konnten .
Tatsache ist jetzt Kilometerstand 180 000 km plus und Generalüberholung des Fahrzeugs und der Kabine .
Was war perfekt , was hätte ich anders gemacht ? eine Bestandsaufnahme - falls es interessiert !
Nach so langer Zeit weiß man nicht mehr sicher , was interessiert wirklich .
nicht im Sinne von fishing for compliments sondern was war wirklich gut im täglichen Einsatz .
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#543 Beitrag von Picco » Do 12 Mär 2020 22:38

Hoi Ralf

Schön wieder mal was von Dir zu lesen!
Ich denke alles was Du herzu schreibst ist interessant, also, leg los! 8)

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Krabbe
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#544 Beitrag von Krabbe » Do 12 Mär 2020 23:19

Hallo Ralf,

schön von Dir zu lesen. Und ich würde auch gerne Deine Erfahrungen hier lesen.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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Varaderorist
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#545 Beitrag von Varaderorist » Fr 13 Mär 2020 06:50

Hallo Ralf,

dem Vorgesagten schließe ich mich als "Gerade-Erst-Ganz-Fertig-Gestellter" natürlich an: Bitte mehr Infos!
Gruß vom Niederrhein
Michael

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Anton
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#546 Beitrag von Anton » Fr 13 Mär 2020 10:38

Hallo Ralf,

schön von Dir zu hören!

Wenn ich überhaupt Interesse bekunden darf - mich interessiert es auch.

Wenn nicht, sag es hier bitte klar und deutlich. Ich hab dann kein Problem damit.

Viele Grüße

Anton
Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

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urologe
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Tropendach ja / nein

#547 Beitrag von urologe » Fr 13 Mär 2020 17:30

Die Liste der pros und cons dauert noch etwas , ich habe da schneller geschrieben als nachgedacht :roll:

Aber vorher muß ich noch eine endgültige Entscheidung über Tropendach ja oder nein fällen .

Die Kabine ist innen absolut dicht trotz der ungeschickten Dachkonstruktion .
Ich hatte bewußt einen 2 cm höheren Ringanker als CFK-Profil um die Kabine geklebt , um die Solarmatten auf dem Dach vor Ästen etc. zu schützen . Dabei aber nicht bedacht , daß p e r m a n e n t 2 cm Wasser und im Winter 2 cm Eis auf dem Dach verbleiben . Zur Sicherheit habe ich die obere GFK-Schicht des Dachsandwich an drei Stellen großzügig geöffnet und erfreulicherweise einen trockenen Styrodurkern vorgefunden , bis auf eine Stelle , wo sich im Dach eine leichte Absenkung befand und im Innenraum eine 30x40cm große Delaminierung zeigte .
Ursache : 1. hatte der Lackierer das Dach wahllos mit einem Messer zwecks besserer Haftung mit einem Messer eingeritzt und genau an der Stelle das Gelcoat komplett und die darunter liegende Schicht weitgehend verletzt :twisted: . Das permanent stehende Wasser ist über die Jahre dann doch durch diffundiert .
2. Genau an der Stelle ist mir offensichtlich vor Jahren an einem Wochenende das Styrodur ausgegangen... Stattdessen ein Stück Brunnenschaum zwischen 2 Lagen Styropor - Pfusch am Bau ! Die beiden 1cm Lagen Styropor waren zum Auswringen patschnaß ! der Brunnenschaumkern steht aber die Polyurethan-Klebeschichten oben und unten komplett aufgelöst . daher oben die Delle durch die Begehung auf das matschige Styropor und unten die Delaminierung durch den aufgelösten Kleber . Merke : niemals , ich wiederhole niemals Styropor im Wohnmobilbau ! . Dieser Pfusch wurde bereits durch eine passende Styrodureinlage bereinigt, die Delaminierung von unten neu verpresst .
Ich habe die geklebten flexiblen Solarmodule abgenommen und überlege jetzt , diese auf ein 0,75 oder 1mm V2A-Blech zu kleben
und dieses dann als Tropendach auf zB 2cm hohen Holzklötzen mit dem Dach zu verschrauben . Bei entsprechend vielen Holzpfeilern bliebe das Dach immer noch begehbar und würde Schatten spenden und durch die Hinterlüftung der Module geringfügig mehr Leistung ergeben . Letzteres ist unerheblich , da im Sommer eh zu viel Strom zur Verfügung steht (1,5 KW) . Ich weiß nicht , ob bei 2 cm oder lieber sogar nur 1 cm lichte Höhe überhaupt ein Tropendach-Effekt entsteht oder aufgrund der Reibung gar keine Ventilation im Stehen statt findet . Außerdem befürchte ich ein permanentes Feuchtigkeitsnest in Frühjahr und Herbst , unserer Hauptreisezeit .
Eigentlich bin ich entschlossen , das Dach nach Einlage einiger Kabelkanäle für die 360-Grad-Kameraanlage zu verschließen und komplett neu zu laminieren , um ein absolut dichtes Dach zu haben und die "Badewanne" durch Einkleben von 2 cm Styrodurplatten zu füllen und erneut mit einem Laminat zu verschließen auf das dann die Solarmodule wiederum wasserdicht verklebt werden . Das wäre dann ein dreifach dichtes Dach mit einer Gesamtisolation von 80 mm Styrodur .
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#548 Beitrag von holger4x4 » Fr 13 Mär 2020 17:55

Ich denke bei der Isolationsdicke bringt ein Tropendach nix. Das ist was anderes bei einem Landy mit Blechdach, wo das nackte Blech dann nach innen die ganze Energie abstrahlt und diese Aufheizung wird durch das Tropendach verhindert.
ich seh ja schon was sich unter meinem Solarpanel für Dreck sammelt. Das kriegst du bei deiner Dachgröße ja nie mehr drunter raus. Und Holzklötze sind da auch nicht die beste Idee.
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#549 Beitrag von urologe » Fr 13 Mär 2020 18:28

Damit man sich die Situation besser vorstellen , ein Bild des Daches ohne Solarmodule.
Dach ohne Module.jpg
danach war der alte Fein Multimaster fertig ...
der Neue ist phantastisch ! schwingt deutlich weiter und vibriert kaum in der Hand .
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Re: Tropendach ja / nein

#550 Beitrag von MAN-45 » Fr 13 Mär 2020 19:29

urologe hat geschrieben:
Fr 13 Mär 2020 17:30
... Stattdessen ein Stück Brunnenschaum zwischen 2 Lagen Styropor - Pfusch am Bau ! Die beiden 1cm Lagen Styropor waren zum Auswringen patschnaß ! der Brunnenschaumkern steht aber die Polyurethan-Klebeschichten oben und unten komplett aufgelöst . daher oben die Delle durch die Begehung auf das matschige Styropor und unten die Delaminierung durch den aufgelösten Kleber . Merke : niemals , ich wiederhole niemals Styropor im Wohnmobilbau ! .
Hallo Ralf,
danke für deine Updates und schön, von dir wieder mal etwas zu hören.

Deinen negativen Kommentar zur Styropor-Verwendung für eine Leerkabine kann ich voll unterstreichen - aus noch einem anderen Grund:
Unser Iveco - Vorgängerfahrzeug zum jetzigen MAN - hatte, ebenso wie dein KAT und unser MAN - das relativ dunkle Nato-Oliv. Die Wände waren außen 2 mm GFK, Isolierung 40mm Styropor und innen 2mm Sperrholz. Schon nach wenigen Jahren war das Styropor durch die Sonnenhitze an vielen Stellen geschrumpft, es bildeten sich Blasen in der GFK Aussenhaut und letztlich war das Dachfenster in der Einklebung durch die Schrumpfprozesse nicht mehr dicht zu bekommen.

Unsere vor 13 Jahren von Alustar gefertigte Kabine besteht aussen aus 3mm Aluminum, Isolierung 75mm Polyurethan, innen 2 mm GFK, Keinerlei Probleme seitdem, bei Aussentemperaturen (auf der Oberfläche) von bis zu 55° bis hinunter zu minus 20°

Einen interessanten Vergleich zwischen Styropor und dem von dir verwendeten Styrodur gibt's hier: https://www.sanier.de/daemmung/ratgeber ... -vergleich

Beste Grüße

Wolfgang

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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#551 Beitrag von urologe » Fr 13 Mär 2020 19:33

Servus Wolfgang ,
was denkst Du über das Tropendach .
zum besseren Verständnis noch einmal ein Bild , wie ich mir das "Primitiv"-Tropendach vorstellen könnte .

https://www.homeperfect.de/fussbodenhei ... LmEALw_wcB


über die Noppen dann das V2A-Blech mit den Solarmatten .
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Urs
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#552 Beitrag von Urs » Fr 13 Mär 2020 19:54

Hallo Urologe,

Auch ich würde mich sehr über (weitere) Langzeit-Erfahrungswerte freuen.

Bin zwar nicht Wolfgang, Trotzdem meine 5 Cent zum Dach: Meinst Du nicht dass die Noppenplatte innert kürzester Zeit allerlei Dreck, Laub usw. einfängt welches Du nicht mehr raus bekommst und Du Dir so erst recht ein Feuchtbiotop auf dem Dach heranzüchtest? Weniger Noppen/Auflagefläche würde dem wohl etwas entgegenwirken, aber irgendwann dürfte das mit der Begehbarkeit der Solarpanele dann nicht mehr drin sein.

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#553 Beitrag von urologe » Fr 13 Mär 2020 20:08

Servus Urs ,
Du triffst da leider genau ins Schwarze . Ich fand meine Idee mit den Noppenplatten als "Tropendach" genial , habe aber genau Deine Bedenken und werde die Module wohl wieder wie "Millionen" andere einfach aufkleben . Mich hat einfach das Neue etwas gereizt.
LG
Ralf
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#554 Beitrag von urologe » Fr 13 Mär 2020 21:03

Es ist immer einfach , die positiven Punkte zu posten - aber die interessieren eigentlich weniger , weil offensichtlich .

Was würde ich rückblickend generell beim Bau heute anders machen ?

1. exakt messen lernen :shock:

2. sketch-up bis zur Perfektion erlernen

3. Wände und Dach mit allen Versteifungen und Kabelkanälen planen und fix und fertig bei pecolit , Ackermann oÄ bestellen . Den Zusammenbau der Wände hatte ich mangels zuverlässiger Hilfe und Halle mit Kran gemieden .
Alternativ würde ich die kompletten Wände selbst im Vakuumverfahren herstellen , aber nicht mehr durch Styrodur-Einzelplatten 125x60mm herstellen - viel zu aufwändig und durch erheblichen Klebstoffverbrauch viel zu teuer . ( auch wenn´s auf die Art billiger war ! ).

4. eine warme Halle erspart Monate an Bauzeit ! Ich hatte ein Jahr komplett ausgesetzt , weil ich keinen Fortschritt im Winter gesehen hatte .

5. nur erstklassiges Werkzeug ! Ich wollte mit Macht unter einer mir selbst gesetzten magischen Ausgaben-Grenze bleiben und habe billiges Baumarkt-Werkzeug gekauft , bis ich mangels Alternative seinerzeit den Fein Multimaster teuer kaufen mußte - danach wurde ich eines Besseren belehrt und habe den anderen Baumarkt-Schrott ersetzt .

6. Keine noch so günstigen ebay-Angebote nutzen , die man nicht aktuell braucht . Ich war wirklich in einem "Schnäppchen"-Fieber und habe erstklassige Ware zu schwindelerregend niedrigen Preisen gekauft , aber nie gebraucht . die liegen nun wertlos rum .

7. Vorsicht bei der Vergabe einzelner Gewerke an Firmen ohne Kostenvoranschlag - die wenigen Dinge , die ich fremd-vergeben habe , haben meine gesamte Kalkulation konterkariert - das hätte ich mit Forumshilfe besser lösen müssen ! Stichwort Campo ...

8. entgegensätzliche Forenmeinungen zweimal lesen , bevor man die Lösung verwirft .
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Re: Expeditionsmobil - 1-Mann-Kabinen-Selbstbau

#555 Beitrag von MAN-45 » Sa 14 Mär 2020 01:18

urologe hat geschrieben:
Fr 13 Mär 2020 19:33
Servus Wolfgang ,
was denkst Du über das Tropendach .
zum besseren Verständnis noch einmal ein Bild , wie ich mir das "Primitiv"-Tropendach vorstellen könnte .
https://www.homeperfect.de/fussbodenhei ... LmEALw_wcB
über die Noppen dann das V2A-Blech mit den Solarmatten .
Hallo Ralf,
diese Noppen erleichtern natürlich à la Fußbodenheizung die Verlegung von Kabeln - aber das ginge auch anders.

EPS = Expandiertes Polystyrol = Styropor, mit all den von dir selbst schon genannten Nachteilen: ist nicht so beständig gegen Feuchtigkeit, weniger druckstabil als Styrodur und die Noppen dürften nach Aufbringung des V2A Blechs (welche Dicke?) bei Hitze mit der Zeit noch stärker nachgeben als flächige Styropor-Platten.

Ich würde vermutlich - wie du ja auch schon überlegt hast - deine Solarmatten auf Blech kleben und diese dann "irgendwie" im Abstand von 2 - 3 cm vom Dach entfernt befestigen. Gibt leicht bessere Ausbeute (auch wenn du die nicht brauchst) und zumindest beim Fahren wird die unter den Panelen erwärmte Luftschicht vom Wind abtransportiert.

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