Amateurfunk (KW, UKW)

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IsRi
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Amateurfunk (KW, UKW)

#1 Beitrag von IsRi » Fr 26 Apr 2019 16:34

Moin Gemeinde.

Ich bin in diesem Forum noch neu, hoffe aber bei der Planung unseres neuen und Erweiterung unseres jetzigen Wohnmobils viele tolle Tipps von Euch bekommen zu können.
Kurze Vorstellung:
Meine Frau und ich sind seit einigen Jahren begeisterte Wohnmobilisten. Wir sind derart begeistert, dass wir planen in ca. 3 ½ Jahren komplett vom Steinhaus in die rollende Behausung umzuziehen. Dafür gibt es für uns diverse Gründe.
Die Planung des neuen Autos ist schon in vollem Gange. Aber dazu werde ich in anderen besser geeigneten Threads mehr schreiben.

An dieser Stelle möchte ich nun gerne einen Thread zum Thema Amateurfunk im Wohnmobil aufmachen.
Die Planung unseres nächsten Autos beinhaltet natürlich auch den Amateurfunk. Aktuell habe ich einige nicht so schöne Probleme mit dem Funk im Auto. Zum Einen hat mir der Betrieb auf 2m jedes Mal die USB-Verbindung zwischen Handy und Autoradio raus. Zum Anderen erzeugt die KW im Auto immer eine Lightshow in den LEDs, selbst wenn ich mein Funkgerät komplett über eine tragbare Batterie versorge.
Beim nächsten Auto soll das natürlich alles ausgeschlossen sein. Dafür bitte ich Euch, die Ihr vielleicht schon viel Erfahrung mit diesem Thema habt (na, Gode, fühlst Du Dich angesprochen 😉), mir ein paar Anregungen zu schreiben. Ich könnte mir vorstellen (oder hoffe es zumindest) dass auch andere Wohnmobilisten den rollenden Amateurfunk für sich (wieder)entdecken und ebenfalls von Hinweisen und Tipps profitieren können.

So, nun bin ich gespannt auf Eure Beiträge.

Bis bald und 73,
Rico, DG5BQ
Minimalismus ist eine ganz besondere Form des Reichtums.

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mrmomba
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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#2 Beitrag von mrmomba » Fr 26 Apr 2019 17:20

Hallo Willkommen hier im Forum!

Eine Frage: mit welch einer Leistung sendest du denn?

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holger4x4
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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#3 Beitrag von holger4x4 » Fr 26 Apr 2019 17:50

Hi,

ich bin kein Amateurfunker, kenne aber was von EMV Probleme in Autos.
Wenn die Lämpchen blinken, USB abbricht usw.. dann kommt zuviel Energie ins Fahrzeug. Da spielt die Antennenposition, Masseverbindung, optimale Anpassung der Antenne eine Rolle.
Für dich wäre vermutlich eine Kabine mit einem Alu-Sandwich die Beste Lösung, damit der Innenraum einigermaßen abgeschirmt wird und die antenne einen gute Groundfläche bekommt.
Das andere ist dann Energie, die über die Versorgungsleitungen zurück kommt. Wenn das mit extra Batterie trotzdem ein Problem ist, dann scheint das nicht der Weg der Störstrahlung zu sein.

Also 1. Die Aussendung ungewollter Störstrahlung vermeinden. 2. dann die empfindlichen Komponenten versuchen zu schirmen oder dämpfen. z.B. mit Klappferriten auf der USB Leitung.

Bei der Wohnmobil Planung würde ich die antenne dann möglichst weit hinten am Fahrzeug anordnen.
Aber Gode kann dir dazu bestimmt auch was erzählen...
Gruß, Holger

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Gode_RE
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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#4 Beitrag von Gode_RE » Fr 26 Apr 2019 18:32

Hallo Rico,
schön, dass Du hierher ins Womobox-Forum gefunden hast, herzlich willkommen. Wir hatten ja schon einen kurzen Austausch in diesem unseligen Wohnmobilforum.

Die EMV-Problematik, die Du da beschreibst, hatte ich auch. So wie Holger schrieb, war es tatsächlich eine Masse-Problematik. Ich betreibe auf KW einen FT-857 mit 100 W an einer ATAS-Antenne. Mein Mobil hat zwar ne Stahl-Sandwich-Aussenkabine, die einzelnen Sandwich-Elemente sind aber nicht sauber leitend miteinander verbunden. Also habe ich einen "Ring" aufs Dach geklebt, bestehend aus einem rundum laufenden Aluminium-Winkel, den ich mit Massebändern untereinander leitend verbunden habe, und darauf die Antennenmasse gelegt. Seitdem ist dieses Phänomen verschwunden.

Was Du noch prophylaktisch sehr leicht machen kannst, wäre eine Mantelwellensperre an dem Teil des Koaxialkabels, der ins Mobil geht. Ansonsten ist ne saubere Anpassung der beste EMV-Schutz.

Für VHF/UHFund APRS habe ich ausschließlich sog. "radialless"- Diamond-Mobilstrahler verwendet, die keine Masse brauchen. Und dicke Querschnitte für die Stromversorgung. Mehr kannst Du vermutlich auf der Senderseite nicht machen.

Gestörte USB- oder Bluetooth-Verbindungen sind meiner Erfahrung nach eher ein Problem der Geräte-Qualität der Bluetooth-Geräte. Da steht oft ein CE-Zeichen drauf, aber die EMV- oder RTTE-Richtlinie wird davon nicht eingehalten. Da baggert man sich mit Abschirmmassnahmen blöde.

73 de db5yy
Gode

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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#5 Beitrag von holger4x4 » Fr 26 Apr 2019 18:59

na 100W HF ist ja schon eine Hausnummer. Da sollte man schon zusehen, dass die Energie in die richtige Richtung abgestrahlt wird, und nicht im Fahrzeug landet. (Ist auch für die Gesundheit besser ;-) )
Gruß, Holger

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IsRi
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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#6 Beitrag von IsRi » Fr 26 Apr 2019 19:25

Herzlichen Dank für Eure ersten Beiträge und Anregungen.

Wir fahren zur Zeit noch einen GFK-Joghurt-Becher (wird vermutlich beim nächsten Auto nicht anders werden). Daher ist das so eine Sache mit einer sauberen Erde. Die Idee mit dem Alu-Winkel auf dem Dach ist klasse. Aber die Erde sollte wohl eher nicht oberhalb der Antenne sitzen :? .

Bei einigen Versuchen von ein paar Tagen habe ich eine ATAS hinten an den Fahrradträger geschraubt. Auf dem Dach wäre sie mir zu hoch und beim nächsten Fahrzeug (geplante Höhe ca. 3,7m) wäre das gar nicht mehr drin. Als Erde habe ich zwei 6mm^2 dicke Kupferleitungen unter das Fahrzeug gelegt und dort mit dem Rahmen des Ducato verschraubt. Zusätzlich habe ich die Hälfte (5 Radials) des Gegengewichts-Satzes von WIMO angeschraubt. Ich betreibe ebenfalls ein FT-857D und fahre mit 100W. 40m konnte ich gar nicht vernünftig abstimmen. 20m ging die Abstimmung. Der Empfang war eher mäßig und gehört wurde ich gar nicht. Dafür haben die gelben Begrenzungsleuchten am Fahrzeug leicht geleuchtet. Die Stromversorgung kam aus einem Akkupack.
Vielleicht sollte ich unterm Fahrzeug 6mm Kupferleitung links und rechts nach vorn führen. Evtl. sogar in Schlangenlinien. Meint Ihr, dass dies als Erde zusammen mit dem Rahmen reichen könnte?

Die ATAS hatte ich eigentlich vorgesehen, weil ich darüber während der Fahrt 2m und 70cm betreiben wollte.

73 de DG5BQ,
Rico

PS: Zum Treffen kann ich leider nicht kommen. Da muss ich leider fliegen.
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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#7 Beitrag von Krabbe » Fr 26 Apr 2019 21:04

Die ATAS braucht zuallererst eins: Eine wirklich vernünftige Masseverbindung.
An der GfK-Kabine habe ich sie selbst an einer 2 m Aluschiene die mit je ca 2 m 2 x 16 qmm an den Fahrzeugrahmen angeschlossen war, nicht zum sauberen Abstimmen gebracht.

Ich hatte sie vorher auf einem T3 Kastenwagenausbau mit Carthago Hochdach. (Das mit der Gepäckwanne im Heck). Ich hatte über die Gepäckwanne ein ca 1 qm großes 4 mm Alublech gebaut. Das war für die ATAS zu wenig. Erst mit je ca. 50 cm 2 x 10 qmm runter zur Fahrzeugkarosserie war genug Gegengewicht vorhanden.

Die ATAS an einer GfK-Kabine halte ich für wenig erfolgreich. Dann besser ein Automatiktuner und je nach Standsituation entweder irgendeinen Strahler oder einer Draht, den man gehängt hat, angepasst.

Etwas Antennendraht, ein GfK-Mast, Halterungen für den Mast am Fahrzeug, schon bist Du schnell „Standmobil“.


Wegen Deiner Einstrahlproblematik: „Vagabundierende“ HF ist ein riesen Problem in modernen Fahrzeugen.
Mantelwellensperren und ein Rudel Rund- und Klappferitten können evtl. helfen.
Viele Grüße
Krabbe
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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#8 Beitrag von IsRi » Fr 26 Apr 2019 23:03

Hallo Krabbe,

das sind wirklich interessante Ausführungen. Vielen Dank dafür.

Ja, das die ATAS nicht wirklich für meine Zwecke taugt, hatte ich schon befürchtet. Diverse Videos zeigen sie an PKW, an denen sie wirklich gut spielt. Aber da haben wir es ja auch mit sehr viel Blech zu tun. Ich werde aber mal weiter testen und viel Blech ans WoMo kleben :lol: . Kleiner Scherz. Aber so einfach lasse ich mich doch nicht von einer schnöden Antenne in die Knie zwingen.

Alternativ habe ich auch einen 18m GFK Mast am Auto. An diesen habe ich nur noch nie einen Draht gehängt. Zuhause hatte ich mal eine endgespeiste Antenne mit einer Verlängerungsspule für die Bänder 80, 40, 20, 15 und 10m verbaut. Auch diese werde ich mal testen. Nur ist die Antenne ca. 24m lang. Ich werde mal versuchen, sie um den Mast zu wickeln wobei ich die Luftspule einfach drüber stülpe und auch diese Weise einige Meter "gut" zu machen, damit ich mit dem 18m Mast auskomme. Mal sehen, wie das spielt. Zur Not verzichte ich auf 80m. Dann hat der Draht ja nur noch eine Länge von gut 20m. Das müsste dann gehen.
Das leidige Problem ist und bleibt immer das Gegengewicht/die Erde.

Ich bin für weitere Tipps und Anregungen natürlich immer offen.

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Rico
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Gode_RE
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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#9 Beitrag von Gode_RE » Sa 27 Apr 2019 01:19

Ne, ich kann die ATAS-120 keineswegs so verteufeln. Ich habe stets saubere Abstimmungen ab 40m hingekriegt, und da auch regelmäßig paneuropäische Verbindungen, bei guten Bedingungen auch Kanada und USA. Und das von meinem (damals noch) Wohnwagen. Die funktioniert am FT-857D sehr zufriedenstellend.

Jetzt experimentiere ich mit ner NVIS-Antenne, weil ich mehr Wert auf DL-weite sichere Nahverbindungen lege, als auf europäische oder weltweite DX-Verbindungen. Ich will ne sichere KW-Verbindung zwischen unseren Wohnfahrzeugen haben, egal wo die gerade in DL umher fahren. Dafür ist die ATAS vertikal nicht steil genug.

Der Massering muss ÜBER dem Fahrzeug sein, um die HF aus demselbigen rauszuhalten, nicht drunter! Und darüber dann der wirksame Strahlerbereich.Sonst strahlst Du nen Großteil der Energie ins Fahrzeug. Ich befinde mich mit dem Sender und der Wohnkabine also unter dem strahlenden Bereich mit meiner umlaufenden Dachmasse, nicht drin. Deshalb würde ich auch nicht die Fahrzeugmasse als Antennenmasse nehmen.Sondern was eigenes.

@Krabbe: Hatte ich Dich schon mal nach Deinem Rufzeichen gefragt?

LG Gode

PS: Es gibt hier schon einen Thread zum Thema "Wer ist hier Funkamateur?" : viewtopic.php?f=15&t=9861&p=119734&hili ... 2A#p119734

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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#10 Beitrag von IsRi » Sa 27 Apr 2019 09:21

Hm, dann werde ich das mal nem großen Aluring auf dem Dach und der ATAS darüber probieren. High end wäre natürlich KW während der Fahrt (als Beifahrer natürlich).
Aber es heißt ja schließlich Experimentierfunk 😉

@Gode: Versorgst Du dann den Funk über eine komplett vom Fahrzeug isolierte Stromversorgung? Also Batterie, Solar, etc.? So habe ich es beim nächsten Auto vor.

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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#11 Beitrag von Gode_RE » Sa 27 Apr 2019 13:22

Ja, sicher! Die Stromversorgung ist hier das geringste Problem...

Mit KW während der Fahrt habe ich nicht so gute Erfahrungen, das hat sich als kollossal langweilig und öde erwiesen. Es sei denn, man hat ne feste Frequenz eingestellt und ist in Kontakt oder Rufembereitschaft zu einem anderen OM. Das freie Abstimmen während der Fahrt ist jedoch durch unglaublich viel QRM gestört, sei's vom eigenen Fahrzeug, von den anderen drumherum oder der Umgebung. Und extreme Feldstärkeschwankungen. Bindet enorm die Aufmerksamkeit. Als Beifahrer könnte man sich damit die Zeit vertreiben, aber mir gefällt eher die Ruhe auf der Fahrt. Oder höchstens mal nem Gespräch auf nem Relais zuhören. Da hat aber jeder seine Interessen woanders.

Ich habe die ATAS zur Zeit abgeschraubt, weil ich mit platt auf dem Dach geführteln NVIS-Konstruktionen experimentiere.Inspiration ist für mich der NVIS-Dachträger: https://m.youtube.com/watch?v=8D9LwhZErao

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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#12 Beitrag von Krabbe » Sa 27 Apr 2019 14:13

@Gode
Beim Wohnwagen hattest Du dann bei der ATAS aber vermutlich eine Aluhaut, oder?

Denn das meine ich ja, mit vernünftigen Gegengewicht eine schöne Antenne. Ohne leider nicht zu gebrauchen.


@ IsRi
Nutz den GfK-Mast doch um eine „Inverted-V“ aufzuspannen.
Alternativ ein paar Bäume in der Nachbarschaft mißbrauchen.

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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#13 Beitrag von IsRi » Mo 29 Apr 2019 11:40

Hallo zusammen,
da bin ich wieder (zurück aus Kasachstan).

Ich habe mir noch einmal Gedanken gemacht.
Ich werde auf jeden Fall mal einiges an Alu-Profil besorgen und auf dem Dach liegend mit der ATAS experimentieren. Einen aufgeklebten Antennenfuss habe ich ohnehin schon auf der vorderen linken Ecke. Der sollte die ATAS aufnehmen können. Es wird ja eben nicht während der Fahrt sein (von dem Gedanken verabschiede ich mich erst einmal.
Ausserdem werde ich mal die endgespeiste Antenne probieren, die ich hier noch liegen habe. Die kam als Stationsantenne ohne Gegengewicht aus und spielte eigentlich recht gut. Mal sehen, was die Tests am Mast vertikal bringen.
Als nächstes denke ich dann noch über einen einfachen Draht mit 13,5m Länge nach. Hierfür brauche ich dann wieder ein Gegengewicht. Ein paar Drähte (ich habe noch den guten alten Felddraht der Bundeswehr zu hunderten Metern hier herum liegen) um das Auto gelegt sollten reichen.

@Krabbe: Ja, eine inverted V habe ich auch schon überlegt. Mich schrecken die Diskussionen mit anderen Stell-/Campingplatzbewohnern noch ein wenig ab. Außerdem ist der Platz, den eine inverted V braucht ja auch nicht gerade wenig. In den seltensten Fällen dürfte so viel Platz zur Verfügung stehen. Oder wie sind Eure Erfahrungen damit?
Alternativ einen Draht am Mast mit Balun an den Tuner (davon habe ich auch noch verschiedene Ausführungen). Es gibt auf jeden Fall noch vieles auszuprobieren.

Über ein paar Bilder von Euren Lösungen würde ich mich freuen. Und vielleicht möchten sich ja hier noch mehrere andere OMs an der Diskussion beteiligen? Oder gibt es wirklich hier nicht viele Funkamateure?

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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#14 Beitrag von Krabbe » Mo 29 Apr 2019 13:26

Hi Rico,

Ich bin jetzt nicht der große KW-Aktivist.

Und bei Betrieb unterwegs aus dem Wohnmobil sehe ich es eher pragmatisch.
Nicht das Optimale, sondern das, was vom Platz und Aufwand sinnvoll ist.
Wenn ein Platz einen größeren Antennenaufbau nicht zulässt, oder man nur einen Abend irgend wo steht, dann muss ggf. ein (eigentlich zu) kurzer Vertikalstrahler reichen.
Wenn es die Möglichkeit gibt irgendwie ein paar m Draht aufzuhängen, dann wird halt das genutzt. Dafür sind verschieden lange Stücke Antennendraht an Bord, alle mit Steckverbindung, so dass man sie aneinanderhängen kann.
Und dann entweder als endgespeisten Draht, oder mit einem zweiten Draht als „Radial“ an den Tuner geklemmt, der darf dann den Rest erledigen.
Sicherlich nicht das ideale, aber jede Antenne ist besser als keine Antenne. Und im Notfall wird halt der sprichwörtliche „nasse Schnürsenkel“ angemached.
OK, das vorgehen ist nichts für QRP. hi
Viele Grüße
Krabbe
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Re: Amateurfunk (KW, UKW)

#15 Beitrag von IsRi » Mo 29 Apr 2019 13:33

Hallo Krabbe,

ich plane eben auch schon mal voraus. Und wenn wir in ca. 42 Monaten komplett ins Wohnmobil umziehen werden, möchte ich schon ein gutes - oder zumindest halbwegs funktionierendes - Konzept in der Tasche haben.

Für die endgespeiste Variante benutzt Du dann einen 1:64 Transformer? Oder wie hängst Du den an die Funkkiste?

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