Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

Gleich ob der schönste Weg durch die Alpen gesucht wird oder nur die abwechslungsreichste Strecke zwischen Castrop-Rauxel und Wesel.
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Re: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#91 Beitrag von Picco » Di 07 Aug 2018 07:24

Hoi Hans

Gern geschehen! :D

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#92 Beitrag von Picco » Di 07 Aug 2018 07:24

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Oben: Die anglikanische Kirche, deren Altar genau an der Stelle steht wo davor die Sklaven ausgepeitscht wurden.

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Oben: Die anglikanische Kirche von Stone Town von innen...

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Oben: ...und hier das Grab von Edward Steere, dem dritten anglikanischen Bischof von Sansibar, der diese Kirche erbauen liess.

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Oben: Dieser Austin A30 stand schon bei meiner ersten StoneTown-Besichtigung auf diesem Platz, lediglich auf der anderen Seite ;-)

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Oben: Derselbe Austin A30 am selben Platz am 05. September 2016... ;-)

Sehr nachdenklich gehen wir weiter in die anglikanische Kirche hinein und anschliessend weiter zum Fischmarkt.
Überraschenderweise stinkts da jämmerlich nach, na was wohl?
Ja, nach Fisch natürlich!
Und zwar so stark dass es Sabine schlecht wird...
...also schnell durch und ab in den Fleischmarkt...
...der auch nicht appetitlicher ist und jeden der nicht Blind und Geschmackssinnbefreit ('Geschmacklos' triffts wohl nicht ganz) ist zum Kurzzeit-Vegetarier machen kann...
Also auch da schnell durch und schon stehen wir im Gemüsemarkt!
Schnell Luft holen, denn kurz darauf folgt der Geflügelmarkt...
...welchem der Gewürzmarkt folgt!
Und hier können wir wieder atmen!
Endlich!!!

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Oben: Das freut doch des Tintenfischliebhabers Herz, nicht jedoch die Nase seiner Partnerin...

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Oben: ...die sich zwar durch den Fischmarkt quält...

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Oben: ...dies aber nicht wirklich geniessen kann da...

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Oben: ...es ihr vom Gestank schlecht wird. :-/

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Oben: Aber auch der Fleischmarkt ist nicht viel besser...

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#93 Beitrag von Picco » Mi 08 Aug 2018 07:18

Nach einigen Erklärungen durch Hasan stehen wir wohl an dem Stand, dessen Chef Hasan am meisten bezahlt die Touristen herzubringen...
...vermute ich mal.
Aber der Stand ist echt schön und interessant!
Und der Chef natürlich mindestens ebenso ein liebeswürdiges Schlitzohr wie die meisten Händler hier!
Wir stellen einige Päckchen und Schiffchen Gewürze zusammen und fragen mal was das kosten soll.
50'000TSh heisst die Antwort.
Und so geh ich mal mit 'No, no, but 30'000TSh are ok...' sehr grosszügig in die Verhandlung rein.
Natürlich kommt ein gespielt entrüstetes 'No, thats not enough, 45'000TSh' zurück.
Demnach würden wir bei 40'000TSh landen, statt ihm jedoch das vorzuschlagen leg ich noch dies und das dazu und sag 'OK, 45'000TSh', was ihm erst ein Lachen und nach einigen Sekunden des Rechnens ein 'OK Sir' entlockt!
Zum Einen bin ich mir sicher dass ich viel zu viel bezahlt habe, zum Anderen ist das Erlebnis für mich mehr wert.

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Oben: 'Unser' Händler (im blauen T-Shirt) mit seinem Stand.

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Oben: Und hier noch der Gemüsemarkt...

Danach führt uns Hasan wieder zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück wo wir ihm die 15$ und, weil er sich wirklich viel Mühe gegeben hat und wir über 3 Stunden bestens geführt und unterhalten und mit Infos vollgestopft wurden, 5$ Trinkgeld überreichen.
Da wir nun aber so was von ausgetrocknet sind gehen wir ins schöne Floating Restaurant bei den Forodhani Gardens und trinken erstmals je ein grosses Bier.
Denn der Schweiss ist wie bei einem Springbrunnen aus unseren Poren gespritzt!
Und das muss aufgefüllt werden!
Nach einiger Zeit setzen wir uns an einen anderen Ort damit wir den Sonnenuntergang über dem Meer besser sehen können.
Was wir dabei aber nicht bedacht haben ist dass wir dadurch auch wieder mitten in der prallen Sonne sitzen!
Trotzdem bestellen wir uns mal Vorspeisen, denn mein Plan beim allabendlichen Foodmarket bei den Forodhani Gardens was zu essen wird durch Sabine in Erinnerung des Fleisch- und des Fischmarktes schnell abgelehnt...
Und so bestellt sie Bruschetta und ich einen Crevetten-Avocado-Salat, und beides schmeckt vorzüglich!
Danach erst bestellen wir die Hauptspeise, sie ein vegetarisches und ich ein Meeresfrüchte-Curry, die uns auch beide nicht enttäuschen!
Enttäuschen tut eher dass auch hier so ein wildgewordener Jetskifahrer meint es wäre toll immer wieder nahe an unserer Terrasse vorbeizufahren...aus irgendwelchen Gründen dachte ich dass es solche Protzer nur in Europa und Nordamerika gibt...
...falsch gedacht!
Da nun die Sonne so langsam im Meer versinkt (Ja, hier, nicht bei Capri wo sie eh nicht rot sondern gelb bis orange versinkt, wir waren ja da und haben es gesehen, jawohl), wird natürlich noch etwas geknipst.

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Oben: Aussicht aus dem 'Floating Restaurant' nach Westen...

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Oben: ...und nach Norden...

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Oben: ...und wieder nach Westen, denn dort geht die Sonne auch in Afrika unter!

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Oben: Sie lässt sich dafür zwar nicht so viel Zeit wie bei uns...

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Oben: ...aber wir sind ja nicht ganz langsam und knippsen entsprechend schnell drauf los!

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Oben: Mal mit Booten...

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Oben: ...mal mit Palmwedeln...

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Oben: ...aber immer mit viel Orange...

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Re: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#94 Beitrag von Alter Hans » Mi 08 Aug 2018 19:03

Hallo Picco,

als großzügigen Menschen schätze ich Dich ein. :D
Aber Handeln kannst Du glaub ich auch nicht besser als ich:
Ich habe oft sicherlich zu viel bezahlt. Aber seit Jahrzehnten freuen mich die erstandenen Gegenstände. Das ist es was zählt.

Das zum Beispiel aus Marokko:

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Re: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#95 Beitrag von Balu » Mi 08 Aug 2018 19:20

Ja, das mit dem Handeln ist so eine Sache.
Claudia hat es auf Anraten eines Reisegenossen am Campingplatz geschafft, den Preis eines Schmuckes nach nervenaufreibenden Verhandlungen und mehrmaligen Verlassen des Ladens auf die Hälfte zu drücken. Aber das war nicht ihr Ding. Beim Kauf von Farbpigmenten wurde sie gnadenlos über den Tisch gezogen. Die Waage zeigt statt Gramm 1/10 Gramm an. So kaufte sie statt 50 Gramm nur 5 Gramm. Sie war folglich selig, als wir in Spanien in den ersten Lidl kamen, und alles hatte ein Preisschild, ohne feilschen, ohne wenn und aber.

Gruß
Herby
Probier's mal mit Gemütlichkeit

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Re: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#96 Beitrag von Picco » Mi 08 Aug 2018 21:47

HHHH

(Hoi Hans, Hoi Herby) :lol:

Ja, das mit dem Handeln ist so eine Sache...aber es ist ein Erlebniss und das bleibt! :wink:

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#97 Beitrag von Picco » Do 09 Aug 2018 07:13

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Oben: ...bis die Sonne (erstaunlicherweise ohne grosses Gedampfe...) aufs Meer aufprallt!

So um 19:15 Uhr verlangen wir die Rechnung und nach kurzer Zeit kommt der Ober schon daher.
Er sagt 82'500TSh, ich gebe ihm 90'000TSh und verlange die Quittung, auch weil es mir etwas zu teuer vorkommt. Nach langer Zeit kommt dann die Quittung mit dem Wechselgeld...und nun sind es plötzlich nur noch 77'500TSh...
Oh wundersame Preisänderung... ;-)
Wir schlendern über den Foodmarket zum Mercurys, wo wir noch etwas trinken wollen bis der Fahrer kommt...
...lieber würden wir jetzt aber direkt zur Lodge zurück fahren, es ist ja auch schon 20:00 Uhr.
Und was sieht Sabine da?
Unser Fahrer hat die ganze Zeit hier auf uns gewartet!
Also rein in die gute Kiste und zurück zur Lodge!
Und wieder einmal sehe ich wie gefährlich fahren in der Nacht hier sein kann, denn entgegenkommende Autos blenden mit schlecht eingestellten Lichtern oder selbst montierten LED-Beamern, Velofahrer ohne Licht, dafür mit schwarzer Kleidung,
Schlaglöcher, Fussgänger, Steine und Tiere fordern das Reaktionsvermögen unseres Fahrers immer wieder!
Doch er meistert es mit Bravour!
Um etwa 21:00 Uhr sind wir zurück.
Ich bezahl den Fahrer wie ich es mit Suleyman abgesprochen habe, der jedoch meint dass das Hotel ihn bezahlen müsse.
Nach einer kurzen Unterredung nimmt er doch mein Geld und düst von dannen.
Drinnen angekommen informier ich Suleyman dass ich den Fahrer wie abgesprochen bezahlt habe.
Er ist nun sehr zuvorkommend und nett, sein Lachen und Lächeln wirken nun nicht mehr so aufgesetzt wie am Anfang...
Uns zwei ziehts nun noch mit je einem Caipirinha an den Strand auf die Liegen, wo ich auf die Idee komme einige Sternenbilder zu probieren.

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Oben und unten: Der Sternenhimmel Sansibars...fototechnisch hats da schon noch Verbesserungspotential...das hab ich auch
schon besser hinbekommen und weiss dummerweise nicht weshalb... :-(


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Bis etwa 23:00 Uhr geniessen wir es hier, dann gehts ab ins Bett, gute Nacht!

Tag 13: Verflixt, wer sticht denn da???

Kurz nach dem Schlafen wachen wir auf, es ist so um die 08:00 Uhr, die Sonne scheint, der Wind windet und die Haare...
...
...lassen wirs!
So um 09:00 sind wir im Restaurant und bestellen unser Frühstück bei einem Kellner, den wir bisher noch nicht gesehen haben!
Netter Kerl, fröhlich und sympathisch, wenn auch nicht so adrett gekleidet wie Kellner 1. Nennen wir ihn Kellner 2!
Leider ist der zweite Eindruck von ihm auch nicht so berauschend, denn Sabine erhält weniger Pancakes als bestellt wurden...
Und da man nicht nachbestellen darf macht sie genau das dann doch!
Diese Rebellin! ;-)
Und auch der Tee dauert ewig...aber alles in allem klappts deutlich besser als bei Kellner 1!
Und netter zudem auch noch!
Nach dem Frühstück sprechen wir Suleyman auf die Buchung eines Ausflugs an. Das Vertrauen in die Lodge ist zwar nicht sonderlich gross, aber der Beachboy hat sich als ebenfalls nicht zuverlässig erwiesen, denn bis heute hab ich keinerlei
Antwort auf meine Buchungsanfrage bekommen...und ich hab die Telefonnummer mehrmals kontrolliert, da war kein Vertipper drin!
Suleyman schickt uns Michelangelo vorbei, der uns die Touren, die die Lodge anbietet, erklärt.
Beim Schwimmen mit Delfinen wird Sabine beinahe schwach, deshalb fragen wir dort nach wie das denn genau ablaufen werde und ob die Tiere gut behandelt werden und so weiter...
Michelangelo erzählt dass es ganz wichtig ist sehr früh dort zu sein, so dass wir die Ersten bei den Delfinen wären. Dann könnten wir die Tiere in Ruhe geniessen, die meisten Touristen würden erst so um 08:00 ins Boot steigen. Und wenn die ankommen würden wir uns auf den Weg zurück machen wo schon ein reichhaltiges Frühstück auf uns warten würde. Danach ginge es
weiter zur blauen Lagune wo wir schnorcheln oder auch einfach am Wasser rumliegen könnten bis unser Mittagessen aus frischen Meeresfrüchten und Fischen bereit wäre. Anschliessend wieder schnorcheln/liegen bis zum späten Nachmittag und dann zurück, rechtzeitig zum Abendessen.
Klingt doch gar nicht so schlecht!
Lediglich die Rückfahrt verschieben wir etwas nach vorne, denn um 15:30 hab ich den Transfer zu einem speziellen Restaurant als Überraschung zum morgigen Valentinstag gebucht!
Und das will ich auf keinen Fall verpassen!!!
Lieber verpass ich die Delfine...aber zurück zum Buchen:
Der Preis ist zwar happig (150$ für uns zwei, also 75$ für jede(n))), aber wir schlagen ein.
Somit wissen wir dass wir morgen um 06:00 abgeholt werden!
Anschliessend gehen wir unsere Badesachen anziehen und streifen unsere 3mm-Neoprensocken über, damit wir bei der jetzt vorhandenen Ebbe etwas durchs seichte Gewässer latschen können ohne uns die Füsse an den teilweise scharfen Kanten des Untergrundes zu verletzen.
Und so stampfen wir in Richtung Riff bis mich plötzlich ein Tier verletzt!
Und der Angriff kam nicht mal von hinten, nein, von unten! UNTEN!
Das ist dort wo man keine Augen hat!
OK, hinten hat man auch keine, zugegeben...
Ein Seeigel hat mir hinterhältigst seinen Stachel durch die Neoprensocke gepiekst!
Schweinerei, dabei bin ich doch lediglich auf ihn drauf gestanden!
;-)
Im Ernst: R.I.P. Seeigel...sorry!
Hab Dich im Seegras nicht gesehen...

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Oben: Viel Seegras mit viel Getier...

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Oben: ...unter anderem auch Seeigel...

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Oben: ...und einige Fische in den seichten, übriggebliebenen Tümpeln.

Weiter gehts, nun immer den von den Einheimischen See-Igel-und-Ähnliches-Sammlerinnen getrampelten Trampelpfaden folgend in Richtung Riff!
In den grösseren Tümpeln sehen wir nebst Seeigeln und Muscheln und diesem und jenem Krebs auch Kofferfische und anderes fischiges Getier.
Plötzlich sehe ich etwas was mir vom letzten Urlaub sehr bekannt vorkommt!
Etwa schon wieder ein Schlangenaal?
Ich rufe Sabine dazu doch die meint spielverderbend 'Das ist doch kein Schlangenaal, das ist eine Muräne! Und die hat Dich im Visier!'
Ups!
Wie recht sie doch hat!
Denn egal wohin ich gehe, sie dreht sich mit, den Kopf immer in meine Richtung haltend!
Ui!
Will die mich etwa zum Frühstück?
Obwohl ich wohl hundert Mal grösser bin als sie?
Kann es sein dass sie sich minim überschätzt?

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Oben: Schon wieder ein Schlangenaal???

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Oben: Nix da, das ist eine Muräne!!! Und zwar eine Sternfleckenmuräne (Echidna nebulosa oder auch Sternmuräne genannt).

Um sie vor der schockierenden Erkenntnis der Selbstüberschätzung zu bewahren machen wir uns aus der Pfütze und waten weiter.
Dabei sehen wir immer wieder schlangenartige Tiere, die gei genauerem Hinsehen aber so was wie einen sternförmigen Mund haben...
...kann das eine Art Seegurke sein?

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Oben: Unbekanntes knotiges Teil mit sternförmigem Mund, etwa 50-60cm lang...wohl eine Gefleckte Wurmseegurke (Synapta maculata)...

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Oben: Dasselbe etwas weiter...es hat doch so einige davon!

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#98 Beitrag von Picco » Fr 10 Aug 2018 06:42

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Oben und unten: Scheint eine Koralle zu sein...

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Oben: Man muss enorm gut schauen wo man hintritt denn zwischen den Seegräsern hats etliche Seesterne und andere Tiere...
...die man ja weder verletzen noch töten will durch so einen Spaziergang.


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Oben: Und hier eine Entdeckung am Bildschirm zu Hause: Ist es ein gut getrarnter Fisch oder nur ein Stein mit einer Blase die
wie ein Auge ausschaut? Und was ist das Stachlige da drunter???


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Oben: Blick zurück zu unserer Lodge...schon schön hier, zumindest von der Landschaft und den Gebäuden her...

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Oben: Muscheln, Schnecken, Seeigel...es keucht und fleucht wo man hinsieht!

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Oben: Und am Strand ein Blick zurück, die Flut hat schon massiv eingesetzt...da wo wir waren dürfte jetzt das knöcheltiefe Wasser gegen die 2m hoch stehen...

Da Sabine auch noch einen Seeigel besteigt vergeht uns der Spass am waten und so versuchen wir wieder den Strand zu erreichen, der sich aber immer weiter entfernt...
...hmmm...
Da Strände normalerweise nicht gehen können vermute ich mal dass wir auf einer Art 'Tektonischer Platte GT' stehen...
...oder, wahrscheinlicher, die Flut zurückkommt!
Dass Ersteres nicht der Fall war kann ich nun auch bestätigen, denn es war wirklich die Flut!
Und da die zur Ebbe einen Unterschied von 2 bis 3,5m hat sollte man wirklich mal ans in Richtung Strand gehen denken...
Das erst noch nur knöcheltiefe Wasser reicht nun schon bis über die Knie, und es steigt sehr schnell weiter!
Doch ums nicht zu spannend zu machen sag ich es jetzt: Wir haben es noch rechtzeitig geschafft!
Also nach dem schlammigen Boden über den Sand und zum Pool, wo wir uns erst mal das Salz und den Sand unter der Dusche abwaschen.
Mit einem Savannah Dry (ich ) und einer Coke (Sabine) schmeissen wir uns auf die Pool-Liegen und dösen im Schatten etwas vor uns hin.
Zwischendurch hüpf ich mal aufs Zimmer um mein Handy zu holen und mach dabei gleich noch schnell die Datensicherung der Kameras auf den PC beziehungsweise die Micro-SD-Karte, die danach wieder im Handy verschwindet.

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Oben: So siehts heute auf unserem Bett aus...das Putzpersonal hat uns wirklich nichts zum Beklagen gegeben!

Kaum bin ich nach dem gekühlten Zimmer wieder in der Hitze am Pool angekommen spritzen meine Schweissdrüsen wieder so wild um sich dass ich das nur stoppen kann indem ich kurz kalt dusche und mich in den Pool schmeisse!
Ein Holländer war mit seiner Familie offenbar gleicher Meinung und hats dann auch so gemacht...
...Nachäffer!
Tz...
Wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir unter anderem auch vom Delfin-Schwimmen, was sie als lohnenswert beschreiben.
Was mir ganz gut passt, denn ich hab schon so ein oder zwei negative Berichte über Delfin-Schwimmen an anderen Orten gelesen, so bin ich aber beruhigt. Wir erzählen uns noch von unseren diversen Reisen und schon bald knurren mich Sabines und mein Magen in Richtung Restaurant.
Obwohl es erst etwa 15:30 Uhr ist haben wir Hunger und da sich ein Pizzaofen auf dem Gelände befindet bestellen wir mal was aus dem Teil, nämlich eine Quattro Stagioni.
Aber obwohl sie zu den besten Pizze gehört die ich bisher in Afrika gegessen habe so ist sie doch nur brauchbar, mit viel Rauchgeschmack wie alles hier...eigentlich eines italienischen Besitzers unwürdig!
Aber sie füllt die Mägen und lässt das Knurren verstummen!
Danach wieder an den Pool, dann ins Zimmer um gut gekühlt etwas rumzuliegen (Die Haltbarkeit verlängert sich dabei wohl...) und unter die Dusche, bevor wir um 18:30 Uhr zum Abendessen gehen. Wir genehmigen uns je 4 Bruscchette, Sabine nimmt Gnocchi con Scampi, ich einen Insalata Frutti di Mare. Und hinter uns stehen Instrumente, also wirds bald mal Live-Musik geben!
Na dann hoff ich mal auf eine echt afrikanische Band und nicht auf eine Pop-Song-Cover-Band mit Samt-Stimme...
Und ich werde natürlich, wie könnte es auch anders sein, aufs übelste enttäuscht...
Es ist schlimm, echt schlimm, die Ohren schmerzen während der Schmalz aus den Lautsprechern fliesst...
...buääää...
....mich schauderts beim schreiben noch!!!
Die armen Instrumente!!!
Und erst das Mikrofon, das ist echt hart im Nehmen!!!
Das ist echt noch schlimmer als der Schmalz-Stimmen-Sänger, der an einer Hochzeit vor etwa 20 Jahren 'Haiwey du Häll' mit Schnulzeneffekt und nur am Keyboard begleitet sang...
Nochmals: Buäääääää!!!!!!!!
Schauder!!!
Übles Niveau, nur 3 ursprünglich mal afrikanische Songs dabei und die noch verhunzt, der Rest Disco-Musik schlecht interpretiert und unpassend.
Da muss Grappa her!!!
Wir verlassen den Ort des Schauderns und legen uns auf die Liegen am Strand, hoffend dass das Meeresrauschen und der Wind zusammen den Schmusesound übertönt...
...leider falsch hoffend!!!
Aber wir überstehen auch solche Folter und mit je einem doppelten Amarulla in der Hand geniessen wir noch ein wenig.
Natürlich versuch ich wieder Sternenbilder zu machen...

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Oben und unten: Meine heutigen Sternenversuche...vom Licht des Konzertes leider etwas beeinträchtigt...

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...aber um etwa 23:30 gehen wir ins Bett, gute Nacht!

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#99 Beitrag von Picco » Sa 11 Aug 2018 10:23

Tag 14: Geschnetzeltes zum Frühstück?

Wach!
Sabine auch!
Ich schaue aufs Handy, was ohne Brille so ziemlich sinnbefreit ist...also sagt mir Sabine dass es 00:30 ist!
Na toll!
Irgendwas hat uns geweckt, keine Ahnung was!
Sie kann immerhin wieder einschlafen, ich halte Nachtwache...unfreiwillig!
Um 05:20 weckt der Wecker was zu wecken übrig ist.
Ich gehör nicht dazu...
Aber auf, die Delfine rufen! :-)
Punkt 06:00 erreichen wir die unterste Stufe der Treppe und was sehen wir da?
Ein auf uns wartender Taxifahrer!
Und das obwohl es beim Gespräch mit Michelangelo so klang dass er selbst mit dabei wäre!
Aber ok, der wird auch wissen was er zu tun hat!
Also rein in die Kiste und los gehts!
Beim erstbesten Verkaufsstand hält er an und kauft Wasser und Früchte, dann fahren wir aus Bwejuu raus.
Das klappt so auch ganz gut und der Fahrer ist ebenfalls sympathisch, aber in Makunduchi stoppt uns ein Polizist.
Und zwar einer von der übel gelaunten Sorte!
Und er motzt rum dass einem beinahe Angst und Bange wird...unser Fahrer wird regelrecht schikaniert!
Uns lässt er immerhin in Ruhe...
Irgendwann gehts weiter und so kommen wir um 06:45 Uhr an unserem Zwischenziel an!
Wir steigen in diesem Fischerdorf aus und werden vom Fahrer bei einer kleinen Terrasse, die sich später als Restaurant entpuppt, hingestellt während er sich auf die Suche nach dem Boot inklusive dem Bootsführer macht. Unser Fahrer kommt nach einigen Minuten zurück und führt uns an einigen gefangenen Fischen vorbei, damit das Warten nicht zu langweilig wird, dann
verschwindet er wieder...
Und wie zu erhoffen kommt er nach einiger Zeit zurück so dass ich ihn fragen kann wo das Boot ist. Die Antwort ist dass das Boot dort unten liege, aber der Kapitän nicht zu finden sei...wir sollten es uns doch im Restaurant gemütlich machen!
Na toll!
Der Restaurantbetreiber bringt sofort Kaffee-Geschirr und ich erklär ihm dass wir keinen Kaffee trinken (Stimmt nicht ganz, Espresso usw. trink ich schon, aber die gefärbte Gülle die es leider in Afrika meist gibt mag ich nicht).
Dann bringt er Tee, Teller und Besteck...
...und dann bringt er einige der Früchte, die unser Fahrer gekauft hat, schön hergerichtet an unseren Tisch...
...sollen wir jetzt hier essen?
Abgesprochen war dass wir sofort raus zu den Delfinen gehen und danach ein reichhaltiges Frühstück erhalten!
Dazu hätten wir ja auch um 06:00 Uhr in der Lodge essen und später abfahren können statt nun hier rumzusitzen und je eine Mango und vier kleine Bananen zu essen!
Langsam verschlechtert sich meine Laune!
Und vom Kapitän noch immer keine Spur!
Sabine und ich beschliessen dass wir um 08:00 die Sache abbrechen, zurückfahren und sicher nichts bezahlen!
Um 07:50 Uhr ist plötzlich Boot und Kapitän da..scheisse...denn ich freue mich schon nicht mehr darauf!
Offenbar war das Boot heute schon bei den Delfinen, denn es steigen einige Touristen aus!
Also wurden wir verarscht...eventuell Michelangelo auch, aber wir auf jeden Fall...
Denn wir sollten ja zu den Ersten gehören die bei den Delfinen sind!
Wir tuckern los, das Wasser ist anfangs auch ausserhalb des Riffs glatt, keine nennenswerte Welle, aber einige nach Gewitter ausschauende Wolken sind am Horizont zu sehen...
...und wir steuern auf die zu!

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Oben: Das Wasser (noch) beinahe spiegelglatt, unser Fahrer gemütlich sitzend, aber die ersten Wolken beginnen sich zu Türmen zu formen...

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Oben: Schön siehts aus, aber so ganz ohne Schwimmwesten würd ich mich bei der Entfernung zum Land und Wellengang nicht wirklich wohl fühlen...
...zum Glück ist das Meer ruhig...
...noch...


Und das Meer wird von Minute zu Minute unruhiger, da bemerken wir dass keine Schwimmwesten an Bord sind...toll!
Wir sind zwar nicht allzu weit vom Land entfernt aber trotzdem freuen wir uns nicht über die fehlenden Schwimmwesten.
Es wird windig, die Wellen erreichen nun schon einen Meter Höhe und wir fahren noch immer auf die Gewitterfront zu...
Irgendwann erreichen die Wellen rund 1,2m Höhe und ich frag ob es noch weit ist zu den Delfinen, denn wenn ja würden wir abbrechen.
Sabine fühlt sich schon länger nicht mehr wohl, ich so langsam auch nicht mehr.
Doch unser Kapitän, ein junger Bursche, wohl eher 16 denn 20 Jahre alt (was unser Vertrauen nicht wachsen lässt) sagt dass wir gleich da wären und zeigt auf einige Boote in der Entfernung. Wir entschliessen uns doch weiterzufahren und irgendwann kommen wir auch bei den anderen Booten an.
Einige Touris sind zwischen den Booten im Wasser, weiter draussen fahren die Boote mit hohem Tempo rum, hier bei den schwimmenden Touris ist es relativ ruhig, von den hier zum Glück nur noch etwa 50cm hohen Wellen abgesehen.

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Oben: Unsere ersten Delfinsichtungen...

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Oben: ...und die zweite Sichtung...

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Oben: ...bei der man schon ansatzweise das folgende Gehetze erkennen kann!

Unser Kapitän sagt dass wir uns bereit machen sollen falls wir reinspringen wollen.
Sabine verzichtet, ich mach mich bereit!
Flossen an, Maske auf und noch bevor ich alle Haare aus der Maske gezogen habe heisst es von hinten 'Jump, now, jump, NOW!!!'
Und ich spring rein, tauche wieder auf und sehe ein Motorboot in vollem Karacho genau auf mich zufahren!!!
Ich winke und schreie, die Drei in unserem Boot winken und schreien und dann sehe ich den Kapitän jenes Bootes, wie er mit Vollgas zwischen den schwimmenden Touristen durchdonnert und dabei auf sein Cellphone starrt!!!
Ich glaub es nicht!!!
Plötzlich sieht er auf, sieht mich, erschrickt und reisst das Ruder rum...
...das Boot fährt mit unverminderter Geschwindigkeit knapp vor mir durch, das war kein Meter Abstand!
Hätte er das Ruder nicht rumgerissen wär ich nun Treibgut...
Phu!!!
WAS FÜR EIN IDIOT!!!
Ich klettere völlig geschockt wieder in unser Boot rein, wir fahren etwas und schon heisst es wieder 'Now go into the Water! NOW!' und diesmal schau ich mich erst um und springe dann rein!
Und ich seh vier Delfine direkt unter mir wegtauchen, vielleicht 2 Sekunden lang in Reichweite meiner Hände...
...aber Bilder gibts nicht obwohl ich meine Kamera dabei hab.
Denn ich hab aus Versehen die Kamera, die ich noch auf dem Boot eingeschaltet habe, unter Wasser ausgeschaltet bevor ich geknipst hab...
...GRMPFL!!!
Heut geht aber auch alles schief...
Ich tauch wieder auf und sehe unser Boot nirgends, kein Boot in meiner Nähe!
Hallo???
Und plötzlich sehe ich in den Augenwinkeln ein Boot auf mich zufahren und erkenn unseren Bootsführer der genau auf mich zufährt und...
...aufs CellPhone schaut!!!
Ja spinnt hier denn jeder???
Aber er schaut auf, sieht mich offenbar und kurz vor mir reisst er das Ruder rum, so dass der Bug des Bootes nach rechts (also von mir her gesehen nach links) dreht, das Heck aber weiterhin genau auf mich zukommt!
Und immer näher kommt!
Mitsamt dem dort angebrachten Aussenbordmotor und seiner Schraube!!!
Das Boot kommt zum Stehen und die Motorabdeckung ist keinen halben Meter, eher 30cm von meinem Gesicht entfernt!
30 ZENTIMETER!!!
Dementsprechend ist die Schraube auch nicht weiter von meinem Bauch weg!
Und ich seh sie unter Wasser direkt vor meinem Bauch rotieren!!!
Wenn da nun mein doch eher weites T-Shirt reinkommt bin ich verloren!!!
Gott!!!
Ich hab Schiss!!!
Ich hab echt Schiss und Panik, die hohen Wellen verhindern dass ich wegschwimmen kann, die spielen mit mir wie mit einem Luftballon und ich bin machtlos!!!
Ich rufe mehrmals 'Stop the engine, stop it!!!' und sehe dass Sabine auch auf den Kapitän einschreit!!!
Doch der Idiot schaut auf sein Cellphone und reagiert nicht!!!
Gott, eine falsche Welle und mein Bauch ist aufgerissen!!!
Scheisse, hab ich Schiss, so Schiss hatte ich in meinem Leben noch nie!!!
Und der Kapitän reagiert nicht ansatzweise auf irgendwas!!!
Und plötzlich schiebt mich eine Welle seitlich nach vorne, so dass ich ein Seil an der Seite des Bootes ergreifen kann!
Sofort zieh ich mich nach vorn und mit der letzten Kraft schmeiss ich mich völlig erschöpft ins Boot rein!!!
Der Kapitän schaut mich nur erschrocken an, ich glaub der hat überhaupt nicht realisiert was war!!!
Ich sag "Finish, we go back! Now!' und frage ob der Kapitän mich umbringen wolle.
Unser Fahrer meint aber offenbar ich spreche vom anderen Kapitän, sagt was wie 'he don't realise the situation' oder so und fragt ob wir nun schnorcheln gehen!
Ich glaub er hats auch nicht so ganz geschnallt dass der beinahe Geschnetzeltes aus mir gemacht hätte!!!
Nein, kein Zürcher Geschnetzeltes...
...denn ich bin Rheintaler, nicht Zürcher, also...
...Rheintaler Geschnetzeltes!!!
Natürlich sag ich 'no, but to the Hotel, now!'...
Sabine hilft mir auf die Beine und versucht mich zu beruhigen, ansonsten hätt ich diesen Idioten von einem Kapitän vielleicht noch verprügelt und/oder ins Wasser geschmissen...
...ich bin auf mehr als 180!!!
Ich nehm alle meine Kraft zusammen und versuch mich abzuregen.
Ich kann ihn nicht ansprechen oder anschauen, ich würd explodieren!
Sabine hat alle Hände voll zu tun um mich zu beruhigen!
Ich sag nur zu unserem Guide dass der Ausflug nun abgebrochen wird und wir zu unserer Lodge zurück gehen!
Ich bin auch eine halbe Stunde Bootsfahrt später noch immer auf 180!
Eine weitere halbe Stunde später erreichen wir wieder das Fischerdorf, ich bin nur noch auf 179,9...
...und so kann ich mit dem Kapitän sprechen ohne ihn gleich umzubringen.
Ich sag ihm dass er mich beinahe mit der Schiffsschraube aufgeschlitzt hat als er auf sein Cellphone starrte und seine Reaktion ist nur ein 'OK', das unter seinen weit aufgerissenen Augen aus dem Mund kommt...
Phu, ich könnt schon wieder explodieren!!!
Aber ich gehe, es macht keinen Sinn!!!
Auch unser Guide sagt nun dass der Kapitän miserabel war...
Wir holen noch Sabines im Restaurant vergessenes Badetuch und gehen in Richtung Auto.
Im Dorf werde ich von einem älteren Einheimischen und einer Frau angesprochen wie es war und ich erzähle ihm was ich erlebt habe, noch immer mehr als erregt...
Er wie auch die Frau entschuldigen sich bei mir dass ich so was erleben musste und versuchen alles mich ruhig zu stimmen, werden nervös...
...aber wir steigen ins Auto und fahren ab!
Schon nach kurzer Zeit klingelt das Telefon unseres Fahrers und im Gespräch gehts offenbar um diesen Vorfall!
Und es klingelt noch einige Male...
Auch Michelangelo gehört zu den Anrufenden, also ist hinter den Kulissen nun einiges los...
Auf dem Rückweg holen wir noch ein Deutsch-Kenyanisches Paar ab, das ebenfalls einen Ausflug gebucht hat, aber einen Schnorchelausflug.
Ein Einheimischer steigt bei der Gelegenheit in den Kofferraum um auch noch etwas mitzufahren...
Unser Fahrer lädt uns beim Hotel aus, Trinkgeld geb ich aber nicht, da ich nicht weiss welchen Anteil er allenfalls mitverschuldet hat.
Rein ins Hotel und dort werden wir von Suleyman angesprochen warum wir schon zurück wären und wie es war.
Ich sag erst 'Very bad!' und erzähl Ihm dann die Story.
Er kanns kaum glauben und entschuldigt sich auch mit vielen 'I am so sorry'...
Sabine und ich wollen nicht mehr länger darüber sprechen und gehen rauf ins Zimmer wo wir was trockenes anziehen.
Dann wieder runter und zur Rezeption, denn wir hatten ja kein Frühstück!
Die offizielle Frühstückszeit ist aber auch schon vorbei, doch Suleyman schickt uns zum Kellner 2 der nach Rücksprache mit dem Chef dafür sorgt dass wir trotzdem noch was bekommen obwohl es schon nach 11:00 Uhr ist.
Nach dem Essen liegen wir an den Pool bis uns ein kurzer Regenschauer unter ein Dach treibt. Aber schon 20 Minuten später bruzzelt die Sonne wieder kräftigst vom Himmel und wir stürmen gemütlich zurück zu unserer Schattenliege.
Um 14:00 gehen wir aufs Zimmer, das noch nicht gemacht ist...
...warum auch immer!
An den anderen Tagen hats geklappt...
Noch kurz unter die Dusche und um 15:35 stehen wir am Lodge-Eingang, wo schon unser noch in der Schweiz übers Internet bestellter Abholservice auf uns wartet. Wir steigen ein, ich zeige dem Fahrer, der sich Mohamed nennt, meine Transportbestätigung und schon gehts los in Richtung 'The Rock', meiner Valentintagsüberraschung für Sabine!
Kaum dort angekommen steigen wir aus und sagen dem Fahrer dass wir um etwa 18:00 wieder hier auf dem Parkplatz sein werden.
Der Fahrer sagt dass er auf uns warten werde.
Toll!
Wenigstens etwas was heute klappt!
Und schon stapfen wir nach einigen Fotos durchs seichte Wasser zum Boot welches uns die vielleicht 10 Meter zur Treppe des 'The Rock' bringt!

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Oben und unten: 'The Rock' von Norden und Süden...

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Oben: Und hier ist die unglaubliche Dimmension der abenteuerlichen Bootsfahrt zum 'the Rock' gut zu erahnen... ;-)

Ich hätte etwas mehr Bootsfahrt erwartet, zumal ich sogar eine Gezeitentabelle bemüht habe um den optimalen Zeitpunkt hier aufzutauchen herauszufinden.
Aber schön ists auch mit der kurzen Bootsfahrt durchs maximal knietiefe Wasser.
Noch kurz das Seegras von den Füssen wischen und die Treppe rauf ins Restaurant rein!
Am Anfang ist etwas wie eine kleine Rezeption wo ich meinen Namen sage, worauf jemand Listen durchblättert und uns darin auch findet!
Toll, wieder was das klappt!
Wir werden zu Tisch 1 geleitet und bestellen dort ein Savannah Dry (ich) und ein Kilimanjaro-Bier sowie ein Sprite zum mischen für Sabine.
Mit den Getränken erhalten wir die Speisekarte, die sehr italienisch geprägt ist...
...kein Wunder, der Betreiber des 'The Rock' ist ja auch Italiener!

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Oben: Die Speisekarte in der Version vom 14.02.2018...

Sabine bestellt Ravioli mit Gemüsefüllung und ich Langusten vom Grill (4 Stück, mittelgross).
Wir kommen aus dem Bestaunen der Lokalität kaum raus und schon nach wenigen Minuten wird uns unser Essen serviert!
Und es schmeckt vorzüglich!
Kaum sind wir fertig wird schon abgeräumt und gefragt ob wir noch was wollen...
...irgendwie komm ich mir etwas gehetzt vor, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn wir haben einen Tisch von 16:00 bis 18:00 reserviert...
...da braucht man uns doch nicht zu hetzen!
Es ist ja erst 16:30 Uhr!
Wir bestellen dann noch den Dessert (Schokomousse in Kackhaufenform bei Sabine und ein Kokos-Tiramisu bei mir) und schon um 16:45 kommt ein Kellner der uns fragt ob wir noch was wollen.
Wir antworten mit 'Not in the Moment, thanks' und werden dann gebeten den Tisch frei zu machen und auf die Terrasse zu gehen!
Poa!
Abgesehen dass es da keinen einzigen freien Sitzplatz mehr hat sind wir nicht bereit den für uns reservierten Platz jetzt schon freizugeben!
Unnötig, dieses Gehetze!!!
Bis 17:15 Uhr bleiben wir sitzen, dann verlassen wir das Lokal. Beim Rausgehen verabschiedet und bedankt sich der Besitzer persönlich.
Wir werden wieder vom Boot abgeholt und an den Strand gebracht, das Wasser ist noch seichter als zuvor schon.
Dann spazieren wir noch etwas den traumhaften Strand lang, finden mal diese Schnecke, mal jene Muschel.
Schauen Einheimischen zu, schreiben was in den Sand, geniessen den Wind, die untergehende Sonne...
...es tut so gut hier unsere Ruhe zu haben nach den Aufregungen des Vormittags!

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Oben: Wir sehen Treibgut mit wunderschönen Muscheln...

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Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#100 Beitrag von Picco » So 12 Aug 2018 10:19

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Oben: ...schauen mal etwas genauer, geniessen den Traumhaften Strand und die Ruhe...

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Oben: ...finden dieses und...

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Oben: ...jenes Schneckengehäuse...

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Oben: ...von denen etliche faul am Traumstrand rumliegen...

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Oben: ...während ich unseren Urlaubsschriftzug in den Sand schreibe!

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Oben: Beim zurückgehen noch ein Bild das 'the Rock' mal mit etwas Umgebung zeigt.
Dieses Restaurant gehört für mich zu denen die man in seinem Leben mal besucht haben muss!
Nicht weil das Essen so gut wäre, nein, das ist im internationalen Vergleich bestenfalls mittelmässig, aber die Kombination aus für hiesige Verhältnisse recht gutem Essen und der Lage macht den Reiz aus!


So langsam gehen wir wieder zum Parkplatz und finden dort unseren Fahrer..
...nicht!
Wir gehen etwas in der Umgebung umher bis uns plötzlich einer anspricht, der sagt er wäre der Bruder unseres Fahrers!
Ja klar, und ich bin Sindbad der Seefahrer, logo...
Da das ja jeder sagen könnte weil es schon offensichtlich ist dass wir ein Auto suchen frag ich ihn wie der Bruder denn heisse (Mohamed) und bekomme 'i have to call him' zu hören!
Soso, er weiss also nicht wie sein Bruder heisst, interessant, passt zum heutigen Tag!
Er telefoniert und sagt dann 'Claudio'! ;-)
Da ich ja so heisse und er das nur aus dem Auftrag vom 'The Rock' wissen kann grins ich etwas vor mich hin und glaub ihn nun dass er uns zur Lodge zurück bringen soll.
Also steigen wir ein!
Zurück in der Lodge setzen wir uns an die Bar und treffen dort Michelangelo, der natürlich wissen will was vorgefallen ist.
Wir erzählen es ihm in aller Ruhe detailliert, aber bei der Situation mit der Schiffsschraube beginn ich wieder beinahe zu kochen!
Er ist echt erstaunt, schreibt sich dies und das auf, fragt dies und jenes nach ('Da waren keine Schwimmwesten an Bord? Das darf nicht passieren!' usw.) Er sagt dass er ab sofort nicht mehr mit dieser Company zusammenarbeitet und wir einigen uns darauf wenigstens den Fahrer zu bezahlen, also total 50$ hinzublättern, da der Fahrer ja seinen Job gemacht hat. Das passt auch für uns.
Er erzählt noch dass er schon über 20 SMS von der Company erhalten habe und die ihn telefonisch regelrecht unter Beschuss nehmen weil sie Angst um ihre Aufträge haben.
Die Anrufe hat er nicht abgenommen, in den SMS versuchen sie die Sache kleinzureden...aber wir hätten mehrere Dinge erzählt die für sich allein schon ein NoGo sind.
Und die Schiffsschraubenaktion erst recht!
Wir verabschieden uns und gehen zwei Aperol Spritz trinken, danach hüpfen wir in die Liegen am Strand, denn morgen gehts ja schon wieder zurück in die kalte Schweiz, da muss noch jedes Grad ausgenutzt werden!
Der Besitzer kommt zu uns und bietet uns an ein Tischchen zwischen unsere Liegen zu stellen...
...genau, der Besitzer von dem wir bisher so gar nichts mitbekommen haben ausser dass er da ist, ist nun auch nett und freundlich!
Was für ein Tag...
Im Verlauf des Abends trinken wir noch einen Pina Colada (Sabine) und einen Mojito (Ich) und ich versuch mich wieder als Sternenfotograf bis wir um 22:30 Uhr ins Bett gehen.
Gute Nacht!

Tag 15: Tschüss Sansibar!!!

Es ist 07:30 und das stell ich direkt nach dem Erwachen schon fest!
Als zweite Feststellung folgt dass wir heute Sansibar verlassen werden...
...und das freut mich trotz der Probleme die es gab nicht!
Also noch etwas liegen bleiben und ab 08:30 Koffer packen vorbereiten!
Und natürlich wird heute auch gefrühstückt!
Rund herum sitzen lauter unbekannte Gesichter...
...die bisherigen Gäste wurden wohl nach Hause geschickt!
Trotz Kellner 2 wird mal wieder weniger geliefert als bestellt, aber immerhin wird nach unserem Hinweis das Fehlende doppelt nachgereicht ;-)
Dann gehts ans Bezahlen bei Suleyman...
...und diesmal ist die Kreditkarten-Limite von sFr. 750.- pro Tag und auf Sansibar noch nicht angebraucht, also funktioniert das Zahlen auch.
Sabine bezahlt die Getränke bar und die 5% Aufschlag auf Kreditkartenzahlung, die in der Lodge im Gegensatz zu Booking.com klar ausgewiesen sind, muss ich auch nicht bezahlen, wie abgesprochen.
Suleyman bedankt sich nochmals für unser Entgegenkommen und bietet uns auf meine Frage ob wir bis zum Flughafentransfer ab 16:15 Uhr irgendwo bleiben können den Raum 15 kostenfrei an.
Wau!
So können wir noch duschen und gekühlt rumliegen wenn wir wollen, topp!
Also ziehen wir aus Raum 8 aus und in Raum 15 ein und legen uns etwas aufs Bett.
So um 13:00 gehen wir zum Pool wo schon alle Liegen von den Neuen besetzt sind, weichen auf die Liege auf der Terrasse im Erdgeschoss aus und trinken eine Cola.

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Oben: Hier auf der Terrasse im Erdgeschoss ist noch der einzige Platz an dem wir liegen können...passt auch!

Plötzlich erscheint der Besitzer der Anlage und entschuldigt sich bei uns auf italienisch für die Unannehmlichkeiten und das falsche Zimmer.
Er erklärt uns dass die Mutter seiner Freundin und Grossmutter derer Töchter (als Italiener muss er natürlich alle Verwandtschaftsgrade aller Personen aufzählen) seit einem Jahr wegen Lungenkrebs in Behandlung ist und sie ihr den Aufenthalt hier so angenehm wie möglich machen wollten.
Wir nehmen die Entschuldigung (der zweite Teil war in Englisch) an.
So um 14:15 gehen wir in Richtung Zimmer, duschen, kacken und packen ist angesagt!
Dabei fällt auf dass die Glastüre zur Nasszelle von innen verspiegelt und von aussen durchsichtig ist...
...ein Schelm wer dabei Böses denkt!
Denn die Glastüre ist schlicht verkehrt herum montiert...
So nach 15:00 gehen wir je eine Pizza essen (Quattro Stagioni für Sabine und Frutti di Mare für mich) und um 16:15 ist dann Abfahrt zum Flughafen angesagt!

Bild

Oben: Davor muss aber noch das letzte Bild des Strandes der Lodge geschossen werden...schon schön hier!!!

Noch kurz verabschieden, die restlichen Essen und Getränke bezahlen und schwupp...
...sind wir weg!
Um 17:25 erreichen wir den Airport und verabschieden uns mit einem Trinkgeld vom Fahrer. Ab durch den Sicherheits-Check, Einchecken, uns dabei versichern lassen dass das Gepäck bis Zürich durchgebucht ist, das Ausreise-Formular ausfüllen und durch einen weiteren Sicherheits-Check.
Endlich in der Wartehalle angekommen staunen wir über die vielen Leute!
Wir finden nur noch eine Bank, die eigentlich den Zöllnern vorbehalten ist, und setzen uns dahin. Irgendwann gehen wir durch die Läden welche sich an den Wartebereich anschliessen und kaufen uns etwas zu trinken. Dabei sehen wir dieselben Gewürzschiffchen die wir gekauft haben...minim günstiger als was wir bezahlt haben ;-)
Aber egal!
Wir finden dann doch wieder zwei Sitzplätze und schauen den Menschen zu.
Da gibts welche die ohne Kontrolle durch die Sicherheitsschleuse durchlatschen und obwohl diese laut Alarm schlägt von niemandem beachtet werden während Zöllner direkt daneben pallettweise durchsichtige Wasserflaschen durch den Röntgenapparat schicken und dabei zu dritt den Bildschirm betrachten...mir scheint dass die ihren Job nicht so ganz begriffen haben...
Um 19:35 sollte unsere Maschine starten, doch nix ist los, nichts wird gesagt, das Personal hier ist entweder Wort- oder Ratlos...
...und um genau 19:35 folgt eine kaum verständliche Durchsage die vielleicht unseren Flug betreffen könnte!
Toll!
Niemand in unserer Umgebung hat es wirklich verstanden, eine Amerikanerin meint dass es vielleicht geheissen hat dass der Flug um eine Stunde verspätet wäre...hmm...
Ich setz uns schon mal nahe zu den Flughafenangestellten am Ausgang während Sabine noch kurz den Laden hinter mir beshoppt.
Und kaum ist sie drin gehts los, Boarding für unseren Flug!
Es ist 20:20 Uhr und ich rufe Sabine zu mir.
Ab in den Flieger!
Und da drin ist es heiss, echt heiss, wir schwitzen wie es wohl nur 'Schwitzer' tun können.
Genau das Gegenteil des Fliegers der uns letztes Jahr von Kenyas Küste nach Nairobi brachte: Dort bildete sich Nebel weil so stark gekühlt wurde!
Und dann gehts los!
Wir heben ab und sehen aus dem Fenster leider nichts, da es natürlich schon längst dunkel ist und über dem Meer keine Lampen hängen...
Nach wie erwartet einer Stunde und vierzig Minuten landen wir in Nairobi.
Da wir ja zu spät gelandet sind gehen wir gleich zum Gate, denn die Boardingpässe haben wir ja auf den Handys.
Bei meinem alten Windowsphone funktionierts prächtig aber Sabines Boardingpass auf dem iPhone wird nicht akzeptiert und so muss sie einen ausdrucken lassen.
Noch kurz für kleine Mädels bzw. Jungs und schon wird geboardet!
Leider haben wir keinen Fensterplatz mehr gekriegt und so reise ich erstmals in der Mitte...gefällt mir gar nicht!
Sabine sitzt neben mir am Gang.
Und offenbar bin ich müde....denn ich erwache irgendwann nach dem Start...
Das ist mir auch noch nie passiert!

Tag 16: Ankunft in Europa

Um 00:45 gibts was zu essen, danach schlafe ich bis etwa 04:00 Uhr. Sabine kann das besser, sie schläft beinahe bis zum Frühstück durch.
Die Landung in Paris (06:48 Uhr, um 18 Minuten verspätet) funktioniert auch ohne dass wir den Eifelturm gesehen haben, aber das Umsteigen ist sportlich!
Denn der Flughafen Charles de Gaule ist nicht gerade sehr kompakt und übersichtlich!
Wir gehen zum Gate F52, wo das Boarding um 07:18 Uhr beginnt.
Wir meinen die letzten zu sein, aber im Flieger wird durchgegeben dass wir noch auf Anschlusspassagiere warten müssen.
Mit 10 Minuten Verspätung starten wir um 07:40 Uhr den Flug auf den allerhintersten Plätzen 24b & 24c.
Wobei Flug ja schon minim übertrieben ist für diesen kleinen Hüpfer, denn wir landen schon um 08:55 Uhr sehr unsanft in Zürich.
Raus aus dem Flieger, rein ins Klo um uns vom sommerlichen Zanzibar-Outfit ins winterliche Zürich-Outfit zu schmeissen.
Nur hab ich dummerweise die Sandalen an, die dicken Merino-Socken wirken darin etwas deplatziert...
Bei der Gepäckabgabe angekommen sehen wir nur noch einen Koffer, und der ist nicht von uns!
Es kann doch nicht sein dass unser Gepäck schon wieder nicht mit uns gereist ist???
Vier Koffer auf einer Reise???
Wau, vielleicht sollte ich mich beim 'Guinness Book of Records' mal melden...hmm...
Natürlich fragen wir nach und erfahren dass unser Gepäck in Paris geblieben ist und uns nachgeliefert wird.
Nur...wohin, nach Schaffhausen zu Sabine oder nach Widnau zu mir?
Wir entscheiden uns für Schaffhausen, da wir bis übermorgen noch dort sein werden...hoffen wir einfach mal dass die Koffer wie vom Angestellten vermutet bis übermorgen eintreffen...
...sonst ist niemand da um sie in Empfang zu nehmen!
Um 09:57 fährt unser Direktzug nach Schaffhausen ab, wo wir erst mal Sabines Wohnungsschlüssel im Briefkasten ihres Sohnes holen müssen. Dazu dürfen wir durch den Schnee stapfen...
...ich erinnere an meine Sandalen mit Merinosocken!

Bild

Oben: Bilder für Götter! :-D

Dann ab in den Bus und hoch zu Sabines Wohnung, wo die Reise um punkt 11:00 beendet ist!

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Re: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#101 Beitrag von Varaderorist » So 12 Aug 2018 10:33

Hallo Picco,

vielen Dank für den wieder einmal tollen Reisebericht aus einer mir völlig unbekannten Region dieser Erde!
Von Afrika kenne ich bisher nur Marokko, ist also noch ausbaufähig....
Gruß vom Niederrhein
Michael

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Re: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#102 Beitrag von Alter Hans » So 12 Aug 2018 19:16

Lieber Picco,
da hast Du, Sabine und wir im Forum aber gerade noch Glück gehabt.
Meine Gratulation dazu. Natürlich wäre es besser gewesen Du wärest garnicht in diese scheußliche Situation gekommen.

Frage mich bei so abgelenkten Bootsführern ganz ernsthaft was Benutzung elektronischer Geräte am Steuer eigentlich bewirken?
Mehr Schaden als Nutzen?

Nochmals meinen Dank für Deinen amüsanten und abwechslungsreichen Bericht.

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Re: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#103 Beitrag von Picco » Mo 13 Aug 2018 06:39

Hoi zämä
Varaderorist hat geschrieben:vielen Dank für den wieder einmal tollen Reisebericht aus einer mir völlig unbekannten Region dieser Erde!
Gern geschenen! :D
Varaderorist hat geschrieben:Von Afrika kenne ich bisher nur Marokko, ist also noch ausbaufähig....
Jaja, da kannst Du noch manche unbekannten Pisten fahren! 8)
Alter Hans hat geschrieben:da hast Du, Sabine und wir im Forum aber gerade noch Glück gehabt.
Und wie!!!
Alter Hans hat geschrieben:Meine Gratulation dazu.
Danke!
Alter Hans hat geschrieben:Frage mich bei so abgelenkten Bootsführern ganz ernsthaft was Benutzung elektronischer Geräte am Steuer eigentlich bewirken?
Die komplette Verblödung?
Alter Hans hat geschrieben:Nochmals meinen Dank für Deinen amüsanten und abwechslungsreichen Bericht.
Gern geschehen! :D

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Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#104 Beitrag von Picco » Mo 13 Aug 2018 06:40

Fazit

Schön wars!
Trotz einiger Unpässlichkeiten auf Sansibar...
Also hier Eins nach dem Anderen:

-Das Living Waters Resort (klick mich) liegt sehr schön über der offiziellen Nilquelle gegenüber von Jinja.
Gutes Essen, schlechter Wein, bequeme Betten in Zelten mit einfachen aber sauberen Nasszellen, nachts Musik von Jinja her gut zu hören.

-Jinja und die Nilquelle: Für mich ein 'Must do' bei einem Ugandaurlaub! Sehr schöne Bootsfahrten sind hier möglich und Jinja
ist nach dem Flug auch noch zu erreichen ohne eine weitere Nacht in Entebbe oder Kampala einzuplanen. Würd ich wieder so machen!

-Das Ziwa Rhino & Wildlife Range (klick mich) ist einfach auch ein 'Must do', zumal mit jedem Besuch dieses unterstützenswerte Projekt unterstützt wird!
Und nicht nur die Rhinos profitieren sondern auch die Bevölkerung rundherum, denn auch die Schule wird so finanziert!

-Die Amuka Lodge (Klick mich) hat mit dem Umbau vom Zelt zu den Hütten zumindest für mich einiges an Reiz verloren, aber noch
immer ist es sehr schön dort! Und viel Auswahl an anderen Unterkünften hat man ja nicht wirklich...
Das Essen schmeckt aber zumindest das arrogante Getue jenes Besitzer-Sohnes der den Hund im Pool baden liess stört...
Da nützen auch die vielen Entschuldigungen der Besitzerin nichts...

-Der Murchison Falls National Park ist immer einen Besuch wert! Man darf aber nicht vergessen dass es dort sehr, sehr heiss werden kann!
Im Nord-Teil hauptsächlich Savanne und See, im südlichen Teil hauptsächlich Urwald mit der Möglichkeit wilde Schimpansen zu besuchen.
Und zwischen den beiden Teilen liegt der Nil mit den beeindruckenden Murchison Falls...

-Die Pakuba Safari Lodge (klick mich) ist sehr gut gelegen und recht schön angelegt, das Essen ist auch für afrikanische Verhältnisse
Mittelmass und die Preise würden doch etwas mehr erwarten lassen. In Ermangelung gut gelegener Konkurenz trotzdem gerne wieder mal.
In der Hoffnung dass bis dahin Klimaanlagen in den Zimmern installiert sind und möglichst auch funktionieren...

-Die Budongo Eco Lodge (klick mich) hat wieder mal überzeugt!
Im Wald gelegen, mit sehr gutem Essen (das Beste Essen auf unserer Reise!) und einfach aber angenehm eingerichteten Hausteilen.
Lediglich die Toilette ist etwas gewöhnungsbedürftig...

-Das Chimp Trecking im Budongo Forest gehört für mich zu den vom Gelände her reizvollsten Orten Schimpansen zu besuchen, denn
das Gelände ist relativ flach! Gerne wieder hier!

-Das Two Friends Beach Hotel (klick mich) ist definitiv ein sehr reizvoller Ort seine Zeit in Entebbe zu verbringen!
Die Möglichkeit in der Strandbar zu chillen und die Möglichkeit vor den Lakeflies-Schwärmen ins Restaurant zu fliehen sowie der saubere Pool
(Im Lake Victoria sollte man wegen der Schistosomiasis bzw. Bilharziose nicht baden, nicht mal reinstehen) überzeugen!
Das Essen ist ebenfalls nicht schlecht.

-Die Mabamba-Sümpfe sind von Entebbe her gut in je nach Verkehr etwa 1-1,5 Stunden mit dem Auto zu erreichen und erinnerten mich
vielerorts an das Okavangodelta...ohne jedoch die dort auch anzutreffenden Grosstiere zu bieten. Dafür den Schuhschnabel!

-Das Sahari Zanzibar Resort (klick mich) ist schön gebaut, schön gelegen und...ansonsten zumindest für uns eher zwiespältig!
Denn so geht man mit Gästen nicht um!
Es wird uns nicht wiedersehen...

-Das 'The Rock' (klick mich) ist für mich ein 'Must do'! Nicht weil das Essen oder der Service im internationalen Vergleich mithalten könnte (das kann
es nicht, auch wenn es zum Besten gehört was ich an der Ostafrikanischen Küste bisher gegessen habe), aber die Lage ist einmalig!

-Last but not least Terrain Safaris (klick mich): Mit Paul hat man einen wirklich kompetenten und sympatischen, grundehrlichen und eher ruhigen
Top-Guide und Fahrer, der trotz seiner Spezialisierung auf Vögel auch so gut wie jede andere Frage beantworten kann. Gerne wieder!

ENDE DES REISEBERICHTES!

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Balu
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Re: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar 2018

#105 Beitrag von Balu » Di 14 Aug 2018 08:57

Hallo Picco,
vielen Dank für den tollen Bericht.
Von tollen (Afrika-)Bildern in ausgewogener Mischung über viel zum Schmunzeln bis zu dem Krimi am Schluß war ich von Anfang bis Ende gefesselt.
Wann kommt der nächste Bericht?

Gruß
Herby
Probier's mal mit Gemütlichkeit

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