Gasfilter im Womo. Wie sinnvoll? Erfahrungen?

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restler
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Gasfilter im Womo. Wie sinnvoll? Erfahrungen?

#1 Beitrag von restler » So 01 Apr 2018 13:00

Urs hat geschrieben:Als Filter hab ich blos einen in der Betankungsleitung. Ich finde es besser das Zeug gar nicht in die Tankflasche gelangen zu lassen. Bisher hat das gereicht, wobei ich noch keine wirkliche Langzeiterfahrung habe.
Hallo Leute,
dieser Satz hat mich daran erinnert, dass ich zu Beginn mal über den Einbau eines Filters nach gedacht, die Idee aber dann wieder verworfen habe. Jeder bastelt sich auf Grund eigener Erfahrungen und der sublektiver Einordnung von (häufig gegenteiligen) Informationen seine eigene Vorstellung von der Wirklichkeit. Meine "Wirklichkeit" sieht so aus.
@Urs: Wenn du beim Betanken filterst, hast du einen Gastank oder eine Tankflasche. Da der Sinterfilter aber das flüssige Gas reinigt, angelst du lediglich nach festen Partikeln. Meiner Meinung nach spielen die aber keine wirklich große Rolle. Sollten sich Teile ins Fahrzeug verirren, landen sie im Tank bzw. in der Tankflasche am Boden. Für interessanter halte ich die öligen Bestandteile im Gas, aber die sausen durch den Sinterfilter durch, weil sie sich ja im gelösten Zustand im flüssigen Gas befinden.
Insbesondere Truma propagiert den Einsatz des hauseigenen Filters (für die Gasphase) und weist gleichzeitig darauf hin, das er 99% der "öligen Bestandteile" zurückhält, aber spätestens alle 2 Jahre der Filtereinsatz (zw. 30 und 40 Euro, und das häufig doppelt) erneuert werden soll.
Ich hatte noch nie irgendwelche "verklebte" Bauteile meiner Gasanlagen in der Vergangenheit. Allerdings hatte ich auch immer die primitivste Anlage, die sich realisieren lies. Flasche, simpler Druckregler, Leitungen mit Absperrhahn, Verbraucher.
Meine Theorie sieht so aus, dass die "öligen" Partikel, die schon immer im Gas waren, bei solch einer Primitivanlage einfach mit gerissen werden und wunderbar verbrennen.
Bei Hightec Bauteilen mit Duo-, Automatik-, Crash-, und sonstigem Gedöns mit vermutlich Membrane, filigranen Federchen und labyrintartigen Strömungswegen wird das anders sein, und diese Bauteile fungieren praktisch selbst als Filter/Abscheider.
Mich würde interessieren, wer von euch jemals ausgefallene Gaskomponenten hatte. Dazu zähle ich aber nicht Funktionsstörungen durch "normale" langjährige Verbrennungsrückstände. Ich denke, die werden durch einen Filter nicht reduziert.
Und wenn jemand Schäden hatte, was war dann die Ursache? Ölig, verklebt oder gar Paraffin, wie man es vom Diesel kennt?
Ich habe keine Ahnung, was z.B. am Druckregler passiert, wenn er bis zur Vereisung abkühlt? Kann aus gasförmigem Gas auch Paraffin "ausflocken"?

Und wenn jemand Jahrzehnte lang ohne jeden Schaden überlebt hat, wäre auch das interessant. Und bitte erwähnen, mit was für Komponenten.
Schöne Ostern noch
Gruß Restler

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Urs
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Re: Gasfilter im Womo. Wie sinnvoll? Erfahrungen?

#2 Beitrag von Urs » So 01 Apr 2018 14:21

restler hat geschrieben: @Urs: Wenn du beim Betanken filterst, hast du einen Gastank oder eine Tankflasche. Da der Sinterfilter aber das flüssige Gas reinigt, angelst du lediglich nach festen Partikeln. Meiner Meinung nach spielen die aber keine wirklich große Rolle. Sollten sich Teile ins Fahrzeug verirren, landen sie im Tank bzw. in der Tankflasche am Boden. Für interessanter halte ich die öligen Bestandteile im Gas, aber die sausen durch den Sinterfilter durch, weil sie sich ja im gelösten Zustand im flüssigen Gas befinden.
Guter Einwand. Ich frage mich halt nur wieviel so ölige Bestandteile überhaupt da drin sind?
restler hat geschrieben: Insbesondere Truma propagiert den Einsatz des hauseigenen Filters (für die Gasphase) und weist gleichzeitig darauf hin, das er 99% der "öligen Bestandteile" zurückhält, aber spätestens alle 2 Jahre der Filtereinsatz (zw. 30 und 40 Euro, und das häufig doppelt) erneuert werden soll.
Das halte ich persönlich für Marketinggeschwätz. Vielleicht täusche ich mich und bereue das mal in 10 Jahre, aber mit den bis dahin gesparten 300-400€ kann ich einiges reparieren lassen. Und war da nicht was mit Regler alle 10 Jahre tauschen?

Meine Anlage: Betankungsschlauch mit Filter, 2 Gastankflaschen, Duomatic, 3-er Gashahnbatterie für Truma Combi4, Kochfeld und Gassteckdose für aussen. Seit gut 2 Jahren problemlos im Einsatz.

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Holzbock
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Re: Gasfilter im Womo. Wie sinnvoll? Erfahrungen?

#3 Beitrag von Holzbock » So 01 Apr 2018 16:42

Hallo, ich hatte am Kühlschrank und an der Heitzung schon mal die Düsen verstopft durch feine Dreckpartikel.
Aber seit ich vor den Geräten in die 8mm Leitung an einer Verschraubung oder direkt am Anschlus einen Filter einer Zirarette gesteckt habe, habe ich nie mehr Probleme. Billiger geht nicht und klapt 100% kommt genug Gas durch.
Gruß Klaus

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pseudopolis
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Re: Gasfilter im Womo. Wie sinnvoll? Erfahrungen?

#4 Beitrag von pseudopolis » So 01 Apr 2018 22:28

Hi

Mal n Tip:
um die düse vom gaskühli vor verstopfung zu schützen hab ich, dort wo die gasleitung an den kühli angeschraubt ist, in die leitung einen drehfilter für selbstgerollte zigaretten reingesteckt. Seitdem ist ruhe mit verstopfter düse. Davor musst ich die düse mindestens 1x im jahr durchblasen.

Das sehr kleine flämmchen der absorber braucht ja kaum gas, dementsprechend klein und anfällig ist die bohrung der düse. Kocher scheinen mir gegen verstopfungen eher unempfindlich zu sein.
Analog dazu werden wohl die düsen einer heizung oder eines warmwasserbereiters eher grössere bohrungen haben, da dort ja leistung gebraucht wird. Also da eher geringere verstopfungsgefahr und man kann sich das filtergedöns sparen und sich für das geld ein paar kisten bier leisten.

Ciao, michi

EDIT: ach, sehe grad, der holzbock ist auch schon auf den dreh(-filter) gekommen ;-)

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mowagman
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Re: Gasfilter im Womo. Wie sinnvoll? Erfahrungen?

#5 Beitrag von mowagman » Mo 02 Apr 2018 20:24

Wir haben in unserem MoHo einen festen 80 l Gastank, daran angeschlossen sind ein 4-Flammenkocher, Truma Therme, Dometic Kühlschrank sowie Truma E 4000 Heizung.

Getankt wird seit 26 Jahren direkt an der LPG Autotankstelle ohne Filter.

Tank und Regler sind letztes Jahr aufgrund abgelaufener 10 Jahres Frist neu gekommen. Der Kühlschrank (RM 7601L) wurde mal beim Vorbesitzer erneuert in 2005.

Alle Geräte laufen störungsfrei.

Den alten Regler habe ich noch liegen, kann mal aufschneiden und reinschauen.

Den alten Tank habe ich aufgeschnitten und in einen Räucherofen verwandelt. Fettig, ölig war die Tankwand nicht.
Gruss, Florian
>>>>>
.. die Entdeckung der Langsamkeit....

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