Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

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ThomasFF
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Was soll es werden?

#16 Beitrag von ThomasFF » Sa 27 Okt 2018 03:01

Also, mein erster Rundumschlag hat einiges an Info schonmal hervorgebracht.

Du willst im (vorgezogenen) Ruhestand durch die Welt zigeunern und Dir die Welt anschauen. Das auto sollte zwar keinen Glamour verstrahlen, aber der Aufbau sollte solide und gut auch für Längere Zeit bewohnbar sein. Ob allein fahren willst oder Begleitung hast, ergibt sich nicht.
Du willst auch in eher unwirtliche Gegenden fahren, die vom Wetter her etwas extremer sind als normal Mitteleuropa, Stichworte Wüste und Nordkapp....
Ferner kamen auch gewünschte Einzelheiten zur Sprache wie robustes Dach, begehbar, gegen Äste geschützt, Träger für Mopped hinten.... usw....
Die Einrichtung soll eher nicht Campingplastik sein, Kasettentoilette oder gar Porta potti sind nicht so dein Ding.. ich würde zu einer TTT raten.
Die Größe hat was mit der Bequemlichkeit des Wohnens zu tun, man kann aber allein ganz gut mit ner Doppelbodenkabine mit 4 oder 4,5 m Länge auskommen. Es gäbe eine Beschränkung über den Führerschein zu bedenken, der dir zB mit dem "alten Dreier" eine 7,5 t Grenze auferlegt. Das hat aber auch was mit dem Preis zu tun und mit dem Unterhalt. Ein Vario als Basis ist im Bau und Unterhalt einfacher zu machen. als zB ein 12 oder 15 Tonner......
Allrad gibt es zwar beim Vario, aber nich beim Fensterbus. Die Frage nach dem Nutzen des 4x4 gerade beim Vario stellt sich.
Was man bei dem braucht, wäre eine Sperre an der Hinterachse, größere reifen, denn das Differential liegt ziemlich tief und kann sich in Sand oder nassem Schotter zu früh eingraben. Aber nach dem Thema kannst du googlen.
Für extreme Pisten und Offroadpassagen käme für mich eigentlich nur der Unimog infrage.

Der Wolfgang hatte Dir für den Wagenbau einige Hersteller benannt, dieaber alle aus dem Campingbereich stammen ud so auch bauen. Davon sind einige sehr teuer bei guter Arbeit, zB Bocklet. Die meisten liefern nur Campingware ab, weils die Kunden so haben wollen.

Es kommen für Dich eigentlich nur ein Unimog infrage, wenns Hardcoregelände werden soll, ein Vario 7,5 t mit Sperre für Pisten und sowas, und für Führerschein bis 7,5 t, oder ein richtiger LKW , also zB ein 15 t Zetros für ne fette 6 oder 7m Kabine. Unimog und Zetros musst Du Dir aber leisten können, in der Basis sind die sehr teuer, sogar als gute Gebrauchte.

Ja, kommen wir zu dem Einwurf vom Mrmomba. Der hat natürlich recht, vom Lkwbauer bekommt man robuste Ware, wenn man eine Kühlkabine bestellt, sogar mit voller Isolierung, die es auch im skandinavischen Winter tut. Und es geht wesentlich schneller als beim Campingkabinenhersteller.

Ich würde nicht ein Fahrgestell ohne Fahrerhaus kaufen, Im fahrerhaus kannst Du die Dinge, die das Fahren angenehm machen, wie Tempomat, gutes Radio, Automatik, gute Luftsitze, überall Servos, wo es Sinn macht, Esp und andere Assistenzsysteme wählen.
Es kommt nicht von ungefähr, dass alle vorgeschlagen Autos von Mercedes stammen, denn gerade in weit entfernten Ländern wirst Du immer eine Mercedes-LKW-Werkstatt finden, die dir weiterhilft.
Wenn du allerdings das ganze Elektronikzeug nicht im Wagen haben willst, dann musste nen Oldtimer wählen.... Lenkung ohne Servo, Krach ohne Ende und jede Bodenwelle oder Schlagloch fühlt sich an, als ob Dich ein Muli getreten hätte...hihi...

Soweit meine Dinge zum drüber nachdenken...aber jetzt geh ich ins Bett, nicht ohne darüberzu spekulieren, wie groß Du Dein Budget wählen kannst......
Denn billig wird das nicht, auch bei Gebrauchtfahrzeugen
Gruß vom Thomas
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ThomasFF
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Nachschlag

#17 Beitrag von ThomasFF » Sa 27 Okt 2018 03:13

Eins hab ich noch vergessen: Bei den Gegenden, wo Du hinkommen willst, sind einige dabei, in denen Du besser kein Mopped auf nem Träger mitnehmen solltest. Besser Garage hinten ins Auto und dafür die Kabine nen Meter länger.

Du hast ne relativ hohe Chance, dass unterwegs hin und wieder so ein Ding geklaut wird. In Schwarzafrika ist es ein beliebtes Spiel bei Kindern, sich daran zu hängen und mitzufahren. Wenn so ein Kleiner runterfällt, sich schwer verletzt oder gar stirbt, ist es ziemlich gefährlich, weil uU eine Großfamilie oder ein Dorf über Dich herfällt. Und eine ugandische Gefängniszelle ist auch kein angenehmer Aufenthalt....
Gruß vom Thomas
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Re: Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

#18 Beitrag von campo » Sa 27 Okt 2018 06:32

Hallo Kenco

Woruber geht es?
Allrad? oder 4x2 mit größeren Reifen?
3,5T – 7,5T 12T 18T 26T ? Welches Fahrgestell ?
Brauchst du ein flexibel befestigtes Hilfsrahmen? 3P,4P, federn?
Aufbau 4m, 5m ,6m ?
Neubau oder gebraucht
Total Budget +200.000 € ?
???

Ormocar is gut und baut seine Hilfsrahmen so kostengünstig möglich.
Fuess is gut und baut alles stark und schwer
Bocklet sitzt in die Mitten zwischen diese beide, ist meiner Meinung nach der besten Fachman.
Die 3 andere kenne ich nicht.
Warum du nur in Deutschland Anfragen machst, und dann extreme Wartezeiten hast, verstehe ich nicht. Dabei hast du das Nachteil das du nur Deutsch mit Deutsch vergleichen kannst. In Belgien, Holland, Polen, Ukraine sprechen verschiedene Aufbauhersteller ein paar Wörter Deutsch.

Gr Campo
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Re: Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

#19 Beitrag von Stoppie » Sa 27 Okt 2018 11:05

Zu dieser Thematik kann ich auch etwas beitragen.

Marco geht es, wenn man dem Thread-Thema Glauben schenkt, in erster Linie darum, einen kompetenten und fachlich versierten Kabinenbauer zu finden oder um den Rat, dies besser sein zu lassen. Zeit und fachliche Kompetenz für den Selbstbau hat er nicht bzw. will sich da nicht "ran wagen". Beides, Zeitmangel und das fehlende Können bzw. fehlende Räumlichkeiten, Maschinen etc. waren auch bei mir der Ausschlag, die Kabine bauen zu lassen. Diese Entscheidung war auch im Nachhinein die Richtige.

Marco, wenn Du das Budget zur Verfügung hast, eine Kabine bauen zu lassen, dann ist das meiner Meinung nach der bessere Weg als selbst zu bauen. Der größte Teil der hier genannten Firmen haben schon sehr viele Kabinen gebaut und haben somit die entsprechenden Erfahrungen. So wie ich Deine Beiträge interpretiere, legst Du viel Wert auf die Qualität Deines WoMos/Expeditionsfahrzeugs in spe. Ein weiterer Grund, die Kabine durch eine Fachfirma bauen zu lassen. An deren Qualität kommst Du als unerfahrener Selbstbauer nicht ran.

Meine Erfahrungen beziehen sich auf Ormocar und Bocklet, weil ich deren Kabinen kenne und die Qualität ganz gut beurteilen kann. Letzterer hat dann meine Kabine gebaut.

Ormocar baut mehr Richtung Wohnmobil und weniger Richtung Expeditionsfahrzeug, bei Bocklet ist es eher umgekehrt. Die Qualität der Kabinen sind bei beiden Firmen gut bis sehr gut. Fachlich kompetent sind beide, jeweils auf ihrem Gebiet, wobei ich die Firma Bocklet beim Thema Expeditionsfahrzeug bevorzugen würde. Ormocar ist hingegen preiswerter als Bocklet, was zum Teil an der aufwändigeren Fertigung bei Bocklet liegt. BiMobil würde ich ebenfalls in die engere Auswahl nehmen. Preiswert ist aber anders.

Bei den Lieferzeiten einer gefertigten Kabine haue ich auf Grund eigener Erfahrung in die gleiche Kerbe wie Holger und Wolfgang, 18 bis 24 Monate Lieferzeit sind zur Zeit die Richtschnur. :?

Bei der Entfernung zwischen dem eigenen Wohnort und dem Kabinenbauer sehe ich das nicht so schlimm wie Wolfgang sondern eher so wie Tobi, eine weitgehend ausgereifte Vorplanung vorausgesetzt. Wenn man nicht weiß was man will, dauert es halt länger bis alles geklärt ist. Dafür gibt es aber Hilfestellungen in diesem Forum :D
Ich war ebenfalls nur 3x bei Bocklet. Das erste Mal zur Detailklärung und Angebotsbesprechung, das zweite Mal zur Auftragsbesprechung und finalen Festlegung der zu bauenden Kabine und das dritte Mal zur Abnahme und Abholung. Die restlichen Klärungen der offenen Fragen erfolgten alle per Telefon und E-Mails. Das hat wunderbar geklappt. Wegen ein paar hundert Kilometer bin ich keinen Kompromiss bezüglich der Kompetenz und Qualität des Kabinenbauers eingegangen. Die Kabine ist ja "was fürs (restliche) Leben" :wink:

Eine Kabine im Ausland fertigen kam für mich nicht in Frage, weil diese Entfernungen dann doch zu groß sind (Ausnahme BENELUX) und ich bei Gewährleistungsfällen größere Probleme im Ausland sehe als in Deutschland. Dem Reiz, im Ausland eine preiswertere Kabine zu bekommen und die vermutlich geringere Lieferzeit bin ich aus den zuvor genannten Gründen/Befürchtungen deshalb nicht erlegen.

Marco, wenn ich Deine Anforderungen an Dein "Expeditionsfahrzeug" in spe sehe, schau Dir mal das Fahrzeug von Campo an. Ich vermute, das kommt Deinen Vorstellungen schon recht nahe.

Als Resümee sei hier noch angemerkt: billig wird das Ganze nicht werden. Vielleicht ist ja der Vorschlag von Myk, ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen und entsprechend den eigenen Vorstellungen umzubauen und anzupassen, ja doch etwas für Dich. Das wird mit Sicherheit preiswerter und geht schneller.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß beim Planen und Ausbauen und, natürlich, bei den dann folgenden Reisen. 8)
Man(n) fährt MAN :)

ThomasFF
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Wie richtig liegt Stoppie?

#20 Beitrag von ThomasFF » Sa 27 Okt 2018 11:58

Es liegen ja zwei konkurrierende Vorgehensweisen als Vorschlag vor, nämlich einmal der Auftrag an einen Hersteller gewerblicher Kabinen vorzugsweise Kühlkoffer (ohne Aggregat), zum anderen ein Auftrag an Bocklet.

Ich denke mal, dass Marco mit einem Auftrag an Bocklet besser bedient sein dürfte, wobei dort ein "Gesamtkunstwerk" entstehen würde, denn da liegt die Stärke dieser Firma und vor allem die Rundum Beratungskompetenz.

Die Qualität einer Leerkabine von Bocklet im Vergleich zu einer Leerkabine vom Kühlkofferbauer dürfte nicht so weit auseinanderliegen, aber um dem Kühlkofferbauer einen Auftrag zu erteilen, der zu einem befriedigenden Ergebnis führt, muss man selbst einiges zu den Besonderheiten besonders zu einem Expeditionsmobil kennen... denn die Firma baut in der Regel Fahrzeuge für den Einsatz auf Asphalt in zivilisierten Gegenden. Aber ein rechteckiger Kasten ist nun mal keine große Sache. Es gibt auch dabei Spezialisten... ich erinnere mich an TV Dokus über solche Leute, und Adressen sollte man in der Szene finden.

Und der geplante Selbstausbau ist auch so ne Sache. Ich weiß nicht, wie die handwerklichen Fähigkeiten vom Marco aussehen, aber wenn das der erste Ausbau sei sollte... kommt er mit Sicherheit wieder in die Zeitfalle, wenn er ne gute Qualität anstrebt, learning by doing geht zwar, wenn man nicht 2 linke Hände hat, dauert aber lange...

Aber Bocklet kennt sich auch mit dem Innenausbau hervorragend aus und kann dem anscheinend mit nur wenig Erfahrung auf diesem Gebiet ausgestatteten Marco (er hat in dieser Richtung noch nichts anderes vorgetragen) mit seiner Fachkompetenz entscheidend helfen. Das ist wichtiger als kurzfristig weniger auszugeben, aber sich später über eigentlich selbst verschuldete Mängel ärgern zu müssen...solange die Reisen mit dem Auto gehen.

Also, wenn Du es Dir leisten kannst, geh zu Bocklet. Ob du mit dem zurecht kommst, wirst Du schon bei den ersten Beratungsgesprächen sehen. Der wird Dich erst ausfragen....sehr intensiv.. und du solltest schon einiges mehr an gewünschtem Verwendungszweck parat haben, als Du hier auf dem begrenzten Raum rauslassen kannst..... Dann gibts eine Beratung, ggf mit Angebot, das noch uU vielleicht nachverhandelt werden muss....
Gruß vom Thomas
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Re: Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

#21 Beitrag von wiru » Sa 27 Okt 2018 16:39

Ich will dem Marco ja nicht zu nahe treten, aber ich rate dringend zu mehrjährigen Vorerfahrungen in Sachen Wohnmobil und Planung von größeren Trips ohne homebase...streng genommen gibts ja "das perfekte Womo" gar nicht, es gibt maximal die optimale Lösung für einen ganz spezifischen einsatzzweck...Eigentlich bräuchte jeder Trip sein je eigenes, speziell daraufhin optimiertes mobil... Das geht sogar ganz gut für ein expeditionsmobil, das auf eine definierte Expedition hin konstruiert ist. Beim Alltagsfahrzeug ist das weitaus schwieriger... Also: erst die Expedition planen, dann die +200tsd Euro fürs Fahrzeug dafür in die Hand nehmen...
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Re: Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

#22 Beitrag von Canoe » Sa 27 Okt 2018 19:06

So wie Du Dein Projekt beschreibst wird das vermutlich ein LKW. Ich habe auf meinen Reisen viele Expeditions-LKW gesehen und leider auch erstaunlich viele mit schadhaften Kabinen. 90% der Risse und Brüche in Kabinen waren die Folge von falsch konstruierten oder falsch gelagerten Zwischenrahmen. LKW Rahmen verwinden sich auf schlechten Strassen und im Gelände wirklich stark. Wenn da der Zwischenrahmen zu schwach ist und/oder nicht ausreichend vom Rahmen entkoppelt ist, werden die Kräfte in die Kabine eingeleitet und die bekommt Risse oder die Befestigungspunkte zum Zwischenrahmen reißen aus. Mehrfach gesehen und so ziemlich der GAU. Die anderen Schäden, die ich 2 mal gesehen habe, waren verrottete Holzböden. Bei vielen Herstellern ist am Boden auf dem Gfk Sandwich noch eine Sperrholzplatte, die dann abgedeckt wird. Wenn da unendeckt Feuchtigkeit eindringt gammelt es unter dem Bodenbelag. Die Kabinen selbst unterscheiden sich nicht wirklich. Für mich ist das Wichtigste bei einer LKW Kabine die Kompetenz des Aufbauherstellers im Bereich Zwischenrahmen und Lagerung. Konkret habe ich bei Kabinen, auch älteren, von Ormocar und Bocklet noch nie Schäden gesehen, obwohl sie am häufigsten anzutreffen sind. Bei LKW Kabinen von Füss und Woicke habe ich schon massive Schäden wegen fehlerhafter Zwischenrahmen gesehen. Allerdings waren das ältere Kabinen.
Gruß Stefan
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Re: Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

#23 Beitrag von kenco » Sa 27 Okt 2018 19:12

Hallo ihr Leute,

herzlichen dank mal so zwischen durch. So nett und so ausführlich ihr mir hier antwortet sehe ich mich in der Pflicht das hier mal zwischendurch zu erwähnen!

Zum Fahrzeug selbst ist zusagen, dass es ein MB 1225 werden wird, natürlich ist der nur mit FS Kl. 3 zu fahren. Warum ich das Fhz. wähle liegt auf der Hand, ein 7,5t braucht zwar etwas weniger, doch das ist relativ. Ein 7,5t ist oft schon in der Anschaffung durch Veba o. Händler teurer. Dazu kommt, wer sich auf die 7,5t beschrängt, investiert auch noch für leichteres Material mehr Geld. Ich habe bemerkt, oft kommt ein 7,5t 50% teurer. Wer jetzt das immernoch favorisiert kann ja sollte sich bewusst sein, dass seine 7,5t meißt ausgereizt sind. Zumindest bei mir wäre es so, ich würde wahrscheinlich drüber liegt. Geht ein Fahrzeug jetzt auf die Piste, sollte es eine Reserve haben und nicht voll ausgelastet sein. Hier wird ein 12t auf wahrscheinlich 10,5t abgerüstet. Reserve ist also immer noch da. Ein 7,5tonner läge da wohl i.d.R. bei 100 - 110% Belastung von sowieso schon zarteren Teilen gegenüber dem Großen. Das rechnet sich meiner Meinung nach nicht.

Die Toilette soll ein Trenn-WC werden. Warum? Da braucht's kein Spülwasser zum Spazieren fahren und der Ablassrythmus kann auf gut drei Wochen gesteigert werden. Mein Thetford war jeden 3. Tag soweit...

Auch über Kühlkoffer habe ich nach gedacht, doch bin ich mir nicht sicher was das vielleicht ausdünstet wenn man darin wohnt und heizt und das Ding nicht eben auf Null grad und drunter gekühlt wird. Außerdem könnte ja hier aus noch etwas anderes ausdünsten wenn man erstmal in die Zwischenschichten vielleicht schneidet, zw. Fenster & Co.

Sechstellige Summen kann man ausgeben, muss man aber nicht. Einige spaßige Anbieter solcher Vehikel im first class look mit Glanzoptik im Inneren irritieren mich. Gerade gibt's für einen guten KAT mit H- Nummer und neuem Tüv. 8500.-Teuronen und die Sparfragktion kann da eine LAK 2 für 1500.-EUR draufschnallen für 191.-EUR Steuer p.a. und 180.- Vers. p.a. Klar hat der letztere 23L Mehrverbrauch, aber wer mal im Ernst wie weit ist die Differenz heraus zu fahren?

Mir geht's um eine Kabine, als eben echten Wohnort, zum Mobil leben. Nicht mehr und nicht weniger. Doch nach einem Orkan oder Schneesturm in Alaska o.ä. will man ja wieder zurück sich seinen Weg bahnen können, selbst wenn da mal ein Baum liegt.

Gruß Marco

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Re: Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

#24 Beitrag von campo » Sa 27 Okt 2018 19:39

Hallo Marco
Meinst du jetzt ein alteren und gebrauchten Mercedes MK 1225 in Allrad oder ein neuen Euro 6 Atego 1225 in AEF ?
Welches Fahrerhaus, Radstand und Aufbaulange hast du als Ziel ?
Gruss Campo
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Anton
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Re: Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

#25 Beitrag von Anton » So 28 Okt 2018 06:44

kenco hat geschrieben:
Sa 27 Okt 2018 19:12

Auch über Kühlkoffer habe ich nach gedacht, doch bin ich mir nicht sicher was das vielleicht ausdünstet wenn man darin wohnt und heizt und das Ding nicht eben auf Null grad und drunter gekühlt wird. Außerdem könnte ja hier aus noch etwas anderes ausdünsten wenn man erstmal in die Zwischenschichten vielleicht schneidet, zw. Fenster & Co.


Mir geht's um eine Kabine, als eben echten Wohnort, zum Mobil leben. Nicht mehr und nicht weniger. Doch nach einem Orkan oder Schneesturm in Alaska o.ä. will man ja wieder zurück sich seinen Weg bahnen können, selbst wenn da mal ein Baum liegt.


Hallo

Ein neuer Kühlkoffer ist im Prinzip nix anders wie eine Leerkabine. Die Leerkabine für ein Wohnmo ist höchstens etwas "schöner" gebaut, Einem Totem Schwein ist es egal ob man innen oder außen Nieten sieht oder nicht. :wink:

Der Kühlkoffer besteht auch aus Sandwitch Platten, oft aber nicht als ganze Wand am Stück, sondern aus zusammengefügten Elementen, die sich als Baukastensystem in jeder gewünschten Länge aufbauen lassen. Stinken tut da, wenn neu, nix.

Das es ein Allradfahrzeug sein soll, ist ja vollkommen OK. Aber soll es auch ein Fahrzeug werden für schwereres Gelände? Schaut man sich mal Chrisis Fahrzeug an, geht es auch mit einem relativ zivilen Allradler die Welt zu erkunden, denn der rumpelt ja auch in Russland und so umher ohne extremen Geländeanspruch.

Also: Ich würd erst nochmal über das Einsatzgebiet nachdenken. In Alaska einen Baum wegschaffen kann man auch mit einem Greifzug. Der ist billiger und vielseitiger als ein extremes Expeditionsmobil.

Viel Spaß beim weiteren Planen, Marco. Du wirst Deinen Weg schon finden. Wenn man Jonsons ( auch wenn ich den nicht so mag) mobiles leben betrachtet, geht unterwegs sein mit vielen Konzepten.

VG
Anton
Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

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Re: Leerkabine bauen lassen wo oder wo eher nicht???

#26 Beitrag von paul stettiner » So 28 Okt 2018 15:24

kenco hat geschrieben:
Sa 27 Okt 2018 19:12

Auch über Kühlkoffer habe ich nach gedacht, doch bin ich mir nicht sicher was das vielleicht ausdünstet wenn man darin wohnt und heizt und das Ding nicht eben auf Null grad und drunter gekühlt wird. Außerdem könnte ja hier aus noch etwas anderes ausdünsten wenn man erstmal in die Zwischenschichten vielleicht schneidet, zw. Fenster & Co.


Mir geht's um eine Kabine, als eben echten Wohnort, zum Mobil leben. Nicht mehr und nicht weniger. Doch nach einem Orkan oder Schneesturm in Alaska o.ä. will man ja wieder zurück sich seinen Weg bahnen können, selbst wenn da mal ein Baum liegt.

Gruß Marco
Edit: Hab eben gesehen, dass die ähnliche Vorschläge schon weiter oben gemacht wurden... Aber doppelt hält ja bekanntlich besser :)

Servus,
zum Thema Kühlkoffer:
Gebraucht in den meisten Fällen für Wohnzwecke nicht mehr zu benützen, Begründung, die Koffer werden häufig gereinigt mit Wasser (Druck + Hitze), durch die Temperaturschwankungen können Risse entstehen, in die dann das ganze Wurstwasser einsickert. Neu sind die mit Sicherheit ganz gut, aber meist sind die auf 2,60 Breite genormt. Diese 2,60m sind aber nur zulassungsfähig, wenn ein Kühlaggregat drauf sitzt. Ausdünsten tut da meist nix, da die ja alle für den Transport von Lebensmitteln zugelassen sind.

Einfache Lösungen, wenn du einigermassen mit Standardware zurechtkommst:
Ganz normaler Trockenfrachtkoffer, den kann man innen so isolieren, wie man meint zu brauchen. Neu sofort verfügbar, die Hersteller (um nur mal Kögel und Spier stellvertretend für 100 andere zu nennen) haben tausendfache Erfahrung im Bau von Aufbauten, gebraucht im Zustand "zerzaust" für paar Kröten oder als 6- oder 12monatige Ex- Vermieter zu bekommen. Reparierbar, Ersatzteile overnight verfügbar, tausendfach bewährt. Außerdem haben die schon Koffer für nahezu jeden LKW gebaut.
Wenn das nicht in Frage kommt, schau mal sonst, wer alles Spezialaufbauten für LKW´s fertigt und lass dir da mal ein Angebot machen. Ich könnte mir vorstellen, dass ein LKW-Kabinenbauer vielleicht etwas weniger als ein Reisemobilhersteller aufruft und auch schneller liefern kann. Weil der gewerbliche Kunde halt in den meisten Fällen mit einer zweijährigen Wartefrist gar nicht klarkommt.

Ansonsten würde ich mal schauen, was die Leute in deinen bevorzugten Reiseländern so fahren. Ich kann hier nur von Lappland (Finnland und Schweden) sprechen, da ich über die Wintermonate hauptsächlich dort mit dem LKW unterwegs bin. Die fahren da alle ganz normale Standardware, halt nur gut bereift und meist mit Filterheizung. Die meisten LKW´s in deiner vermuteten Größenordnung (bis 12to) sind dort alle auch mit Radformeln von 4x2 unterwegs, Allrad sieht man nur bei Spezialfahrzeugen (Bautrupps von Energieversorgern z.B.)
Am Polarkreis hab ich auch schon mal ein Expeditionsmobil 6x6 gesehen, der von einem vereisten Parkplatz nicht mehr wegkam und über alle Räder seitlich weggeschmiert ist. Hab dann nen Kübel Sand spendiert, dann ging´s wieder weiter.
Ich habe auch dort die Erfahrung gemacht, wenn Sand und Ketten nicht mehr weiterhelfen, findet man immer jemand in fußläufiger Nähe mit einem Radlader, der dich für paar Halbe Bier oder sogar ein Fläschchen Hochprozentigen wieder irgendwo rauszieht.

Viel Spaß bei der weiteren Planung!

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