Dünne leichte Solarpaneele

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Steff66
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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#16 Beitrag von Steff66 » Do 15 Feb 2018 07:14

Moin,
auch wenn ich nicht Gode bin und nicht weiß, wie er es gemacht hat.

In Reihe schalten macht hier gar keinen Sinn, bei Reihenschaltung mußt Du ohnehin die Maximalspannung des Reglers beachten und zwingend einen MPP Tracker verwenden.

Du kannst die unterschiedlich ausgerichteten Module auch parallel schalten, da passiert auch ohne Dioden erst mal nicht viel. Einen MPP Tracker solltest Du dann aber nicht verwenden, der funktioniert dann nicht mehr richtig.

Keine Ahnung wieviel Leistung Du verbauen willst und welche Systemspannung Du hast(hab ichˋs überlesen?), daher nur als Beispiel:
Die waagerechten Module in Reihe auf dem Dach und die senkrechten Module auf jeder Seite mit je einem eigenen Regler
zusammenfassen.
Auf dem Dach würde ich über einen MPP Tracker nachdenken und die Module in Reihe schalten.
Seitlich kannst Du das auch machen, bei hausgemachter Verschattung durch Ladung eher parallel schalten.

Verschattung ist immer doof, clever verstringen kann helfen. Wenn Du eine Skizze machst, kann man mehr sagen.

Bei den Modulen geht es m.M. weniger um das Herkunftsland als um Garantie und Gewähleistung.
Versuch das mal bei einem chinesischen Verkaufsportal einzufordern.

Weder Solarworld noch QCells produzieren 100% in Deutschland, flache Module haben die gar nicht, nur solche für Hausdächer.

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Gode_RE
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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#17 Beitrag von Gode_RE » Do 15 Feb 2018 12:56

Na, da ich Gode bin und weiß, wie ich´s verschaltet habe, antworte ich mal ... *lach*

Auf dem Dach sind 3 x 150 Wp als "unterlüftete" Rahmenpanele, und an den Wänden sind 5 x 100 Wp Flex-Module aufgeklebt. Alle Module haben werkssseitige Trenndioden es fließen keinerlei Ausgleichsströme zwischen den Modulen (gemessen). Alle Module sind auf einen 21V Solar-Rohspannungszweig zusammengeschaltet, an dem pro 220 Ah Batterie ein eigener MPPT-Laderegler für optimale Ausnutzung sorgt. An den Rohspannungszweig ist noch eine Aussensteckdose angeschlossen, um Solarstrom an unsere anderen Campingfahrzeuge abzugeben oder von denen zu erhalten. Ausserdem ist dort ein Spannungswächterrelais, das bei Erreichen von 14,5 V die Solarenergie abwirft auf die 24V-Heizpatrone von unserem Elgena-Boiler, so dass wir ab spätvormittags für den Rest des Tages Heißwasser haben. Wenn die Batteriespannung wieder unter 13,2 V sinkt, wird die Solarenergie wieder zugeschaltet.

Die 14 A vorgestern waren der Ladestrom an der Batterie. Es kamen sowohl von der Wand als auch vom Dach ca 7 A, war also recht gleichmäßig verteilt. Morgens und abends toppen die Wandmodule die Dachfläche vollends.

Klar "klauen" die Fahrräder etwas an Effektivität. Aber sie schatten nicht vollends ab. Und wenn dann nur eines der 5 Wandmodule, Ich kann daher nicht sagen, wie sehr es sich auswirkt. Aber es war jedenfalls noch nicht auffällig.

Ich habe übrigens die Solarmodule vor dem Beschichten aufgeklebt und die Kabel durch die Wand verlegt. Die Module samt Kabeleinführung sind also wasserdicht mit ein-beschichtet worden, und daher superstabil fest. Sollten die mal kaputt gehen, werde ich neue drüber kleben und die an die Kabelanschlüsse drunter anlöten.

LG
Gode

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mrmomba
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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#18 Beitrag von mrmomba » Do 15 Feb 2018 16:05

Nun, das Q-Cells keine Dünnen Solarpanele haben wäre mir jetzt neu:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 99-87-8986

Und gebraucht für fast geschenkt. natürlich entsprechen m² zu W/h nicht mehr dem Stand der Technik, aber für 10€ hau ich mir 6-10 Platten (je nach Platz + Gewicht) an das Auto und freue mich über die Leistung...
Bei dem Preis kann man dann auch übrlegen, ob man Testweise eine Zerlegt und ggf. die Glasplatte durch was leichteres tauscht.

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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#19 Beitrag von holger4x4 » Do 15 Feb 2018 16:15

85W, 16kg - das sind aber schlechte Werte wenn man das Mobil verwenden will. Mein 185W Modul wiegt 14kg, und aktuell sind die Verhältnisse noch besser. Aber 10€ ist ja echt geschenkt, ideal für die Gartenlaube ;-)
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
Bild

Steff66
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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#20 Beitrag von Steff66 » Do 15 Feb 2018 16:56

Gode_RE hat geschrieben:Na, da ich Gode bin und weiß, wie ich´s verschaltet habe, antworte ich mal ... *lach*

Auf dem Dach sind 3 x 150 Wp als "unterlüftete" Rahmenpanele, und an den Wänden sind 5 x 100 Wp Flex-Module aufgeklebt. Alle Module haben werkssseitige Trenndioden es fließen keinerlei Ausgleichsströme zwischen den Modulen (gemessen). Alle Module sind auf einen 21V Solar-Rohspannungszweig zusammengeschaltet, an dem pro 220 Ah Batterie ein eigener MPPT-Laderegler für optimale Ausnutzung sorgt. An den Rohspannungszweig ist noch eine Aussensteckdose angeschlossen, um Solarstrom an unsere anderen Campingfahrzeuge abzugeben oder von denen zu erhalten. Ausserdem ist dort ein Spannungswächterrelais, das bei Erreichen von 14,5 V die Solarenergie abwirft auf die 24V-Heizpatrone von unserem Elgena-Boiler, so dass wir ab spätvormittags für den Rest des Tages Heißwasser haben. Wenn die Batteriespannung wieder unter 13,2 V sinkt, wird die Solarenergie wieder zugeschaltet.

Die 14 A vorgestern waren der Ladestrom an der Batterie. Es kamen sowohl von der Wand als auch vom Dach ca 7 A, war also recht gleichmäßig verteilt. Morgens und abends toppen die Wandmodule die Dachfläche vollends.

Klar "klauen" die Fahrräder etwas an Effektivität. Aber sie schatten nicht vollends ab. Und wenn dann nur eines der 5 Wandmodule, Ich kann daher nicht sagen, wie sehr es sich auswirkt. Aber es war jedenfalls noch nicht auffällig.

Ich habe übrigens die Solarmodule vor dem Beschichten aufgeklebt und die Kabel durch die Wand verlegt. Die Module samt Kabeleinführung sind also wasserdicht mit ein-beschichtet worden, und daher superstabil fest. Sollten die mal kaputt gehen, werde ich neue drüber kleben und die an die Kabelanschlüsse drunter anlöten.

LG
Gode
Unkonventionell, aber clever.

@mrmomba
Das sind Dünnschichtmodule. Das ist eine ganz andere Technologie, die sich nicht so recht durchgesetzt hat, machen zu viele Probleme und haben e8nen schlechten Wirkungsgrad.
Deshalb gibtˋs die auch günstig und in Massen gebraucht
Die (semi-) flexiblen, von denen wir hier sprechen sind normale kristalline.

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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#21 Beitrag von wiru » Do 15 Feb 2018 17:06

Noch ein Gedanke zu Versandkosten : die sind ja durchaus relevant, weil due Zellen i.d.R per Spedition geliefert werden (ich hatte 80€ Versandkosten recherchiert). Daraufhin hab ich mich für die Haushaltsmodule vom örtlichen solarhändler entschieden, die ich bequem selbst holen konnte...80€ eingespart bei 120€ Modulkosten ist schon was...
unser Womo: Sprinter 4x4 mit Ormocar-Kabine
Ausbau-und Reiseblog: http://www.caribou.wirblogger.de

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Flexmodule auf dem Auto

#22 Beitrag von ThomasFF » Do 15 Feb 2018 23:31

Ich muss zugeben, dass ich mich in den heutigen Marktverhältnissen und Preisen nicht mehr auskenne. Als ich noch mit Segeln und Womos zu tun hatte, waren die aufklebbaren Module für Kabinendächer von Yachten gedacht und waren von der Qualität her so robust, dass man mit den weichen Sohlen der Bordschuhe notfalls drüber laufen konnte. Man zahlte für solche Panels gut das Dreifache eines etwa gleichgroßen Haus-Elements.

Die Chinesen waren mit den Dingern noch auf dem Stand der Ming-Dynastie ( :wink: ), sprich, noch nicht auf dem Markt.

Im übrigen hatte ich mit den Wohnwagen keinen hohen Verbrauch im Wagen...das mag im Outdoor - Womo etwas anders sein, und wenn es zB. kalt wurde und wir ordentlich heizen mussten, hatte ich auf dem CP Fremdstrom satt. Auch im Womo war der Bedarf sparsam und die vorhandenen Batteriekapazitäten (bei mir immer aus Startern) lagen zwischen 240 AH im 609 und 360 Ah im LKW. Hinzu kamen zur Not noch die halben Kapazitäten der Starterbatterien. Die musste man natürlich im Auge behalten, damit der Wagen wieder ansprang. Wir haben mal im LKW an einem einsamen See in F fast 3 Wochen gestanden, ehe die Komfort-Akkus das Handtuch warfen. Da hatten wir sogar mit Hauppauge TV auf dem Laptop.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#23 Beitrag von Urs » Fr 16 Feb 2018 03:55

Steff66 hat geschrieben: Keine Ahnung wieviel Leistung Du verbauen willst und welche Systemspannung Du hast(hab ichˋs überlesen?), daher nur als Beispiel:
Die waagerechten Module in Reihe auf dem Dach und die senkrechten Module auf jeder Seite mit je einem eigenen Regler
zusammenfassen.
Auf dem Dach würde ich über einen MPP Tracker nachdenken und die Module in Reihe schalten.
Seitlich kannst Du das auch machen, bei hausgemachter Verschattung durch Ladung eher parallel schalten.
Wieviel Leistung, gute Frage, da sind wir (ich und meine gespaltene Persönlichkeit :roll: :wink: ) uns noch nicht so ganz einig was wir wollen und was wir effektiv brauchen :wink:
Aber im Ernst: Im Moment tendiere ich zu 2 bis maximal 4 Panele a 100 Wp auf der Rückwand, wobei es für 4 eher knapp mit dem Platz werden wird...also vermutlich 3 hinten senkrecht, vielleicht mit der Option später aufzurüsten wenn nötig.
Wie du vielleicht gemerkt hast bin ich da noch am Anfang der Planung, daher auch noch keine Skizze. Systemspannung ist 12V. Geladen werden soll im Moment nur die Aufbaubatterie, eine AGM 240Ah 12V von Exide.
Steff66 hat geschrieben: In Reihe schalten macht hier gar keinen Sinn, bei Reihenschaltung mußt Du ohnehin die Maximalspannung des Reglers beachten und zwingend einen MPP Tracker verwenden.
Ein Nachteil der China-Teile ist dass sie nur 32 Zellen haben und daher einer Spannung von nur 17.5V bei voller Leistung bringen. Hochpreisigere Paneele haben 36 oder gar 40 Zellen mit entsprechend höherer Spannung. Bei schlechter Sonneneinstrahlung sinkt dann die Spannung der 32 Zellen dann doch sehr schnell unter den benötigten 14.x V um die Batterie noch voll zu bekommen, oder? Daher die Idee die 3 Paneele in Serie zu hängen, an einem MPPT. Leerlaufspannung 3x19.4V, also ungrad 60V. Ich dachte da an MPPT von Victron...irgendwo im Bereich 100/20 also 100V 20A, da ist aber noch nichts festgelegt (ausser eigentlich Victron mit Blauzahn).
Wenn jetzt eine der 3 Paneele beschattet wird so müsste dieser doch durch die Dioden sozusagen "weggeschaltet" werden und die beiden anderen immer noch die volle Leistung bringen, also kein Nachteil gegenüber Paralellschaltung. Vorteil der Serieschaltung wäre aber IMO dass bei schlechten Lichtverhältnissen, also bei Vout aller drei einzelnen Paneel unter 14V, auch noch vollgeladen werden könnte, was bei Paralellschaltung nicht mehr möglich wäre. Oder mache ich da einen Denkfehler?
Gode_RE hat geschrieben: Klar "klauen" die Fahrräder etwas an Effektivität. Aber sie schatten nicht vollends ab. Und wenn dann nur eines der 5 Wandmodule, Ich kann daher nicht sagen, wie sehr es sich auswirkt. Aber es war jedenfalls noch nicht auffällig.
Danke für die Ausführungen. Soviel Energie brauche ich dann doch nicht, ist aber trotzdem sehr hilfreich. Was mich erstaunt ist dass du trotz 32 Zellen und Paralellschaltung eine hohe Ausbeute hinbekommst.

Ich hab nur Erfahrung mit einem Paneel an einer Berghütte. Das hatte ich so unter dem Dach montiert dass sie im Frühling und Herbst top funktionierte. Im Hochsommer wurden nur die beiden oberen Ecken ganz leicht abgeschattet (je eine bis 2 Zellen in jedem der beiden Ecken). Das Ergebnis waren 70-80% Leistungseinbruch! Vermute mal dass dort an den Dioden gespart wurde, obwohl das Modul damals weder billig noch China-Ware war.
Gode_RE hat geschrieben: Ich habe übrigens die Solarmodule vor dem Beschichten aufgeklebt und die Kabel durch die Wand verlegt. Die Module samt Kabeleinführung sind also wasserdicht mit ein-beschichtet worden, und daher superstabil fest. Sollten die mal kaputt gehen, werde ich neue drüber kleben und die an die Kabelanschlüsse drunter anlöten.
Der Zug ist bei mir leider schon länger abgefahren. Wie klebt man nun die Module richtig an? Die nehmen mit der Klebeschicht? Oder doch selber mit Sika oder ähnlichem verkleben? Und wenn letzteres: Vollflächig, also dicht? oder doch nur Punktuell so dass das Wasser dahinter abfliessen kann?
mrmomba hat geschrieben:Nun, das Q-Cells keine Dünnen Solarpanele haben wäre mir jetzt neu:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 99-87-8986

Und gebraucht für fast geschenkt. natürlich entsprechen m² zu W/h nicht mehr dem Stand der Technik, aber für 10€ hau ich mir 6-10 Platten (je nach Platz + Gewicht) an das Auto und freue mich über die Leistung...
Bei dem Preis kann man dann auch übrlegen, ob man Testweise eine Zerlegt und ggf. die Glasplatte durch was leichteres tauscht.
Der Preis ist heiss, das Gewicht (16.5kg) eher nicht! Die Glasscheibe ersetzen schlägt sich dann wieder negativ auf den Preis nieder...
Wenn ich es richtig gelesen habe hätten Dünnschichtmodule aber auch gewisse Vorteile, wie z.B. Ertragreicher bei diffuser Strahlung...aber im Moment überwiegen da für mich die Nachteile.
wiru hat geschrieben:Noch ein Gedanke zu Versandkosten : die sind ja durchaus relevant, weil due Zellen i.d.R per Spedition geliefert werden (ich hatte 80€ Versandkosten recherchiert). Daraufhin hab ich mich für die Haushaltsmodule vom örtlichen solarhändler entschieden, die ich bequem selbst holen konnte...80€ eingespart bei 120€ Modulkosten ist schon was...
Hab auch etwas recherchiert:
China-Module: Preis mit Kleber 125.17$, Versandkosten nach CH mit China-Post 0$ (in Worte Null Dollar!), Lieferzeit nach CH 17-27 Tage.
China-Module: Preis mit Kleber 125.17$, Versandkosten nach D mit China-Post 9.47$, Lieferzeit nach D 25-49 Tage.
Von den Leistungsdaten Ähnliche Module in D bestellt: Preis ohne Kleber 220€ Plus Kleber X€, Versand 24.90€, Lieferzeit keine Angabe, Erfahrungsgemäss 5-10 Tage nach CH.
Ähnliches Modul in CH: Preis ohne Kleber 435.- bis 1190.-Chf (nein, kein Schreibfehler!) plus Kleber xx Chf, Versandkosten um die 27.-Chf, Lieferzeit 2-5 Tage.

Natürlich sagen die Zahlen nichts über die Qualität oder Serviceleistungen aus. Aber für den Preis den ich hier ums Eck zahlen würde bekomme ich mindestens 4 China Dinger...wenn sie also 4x defekt sind und ich nichts zurück, bzw keinen Ersatz auf Garantie bekomme ist es ein Nullsummenspiel, erst danach wird es teurer...das aber auch nur wenn bei einem Defekt beim Paneel eines Schweizer Händlers dieser die Garantiepflichten ernst nimmt. Und da hab ich leider auch schon sehr negative Erfahrungen gemacht (z.B. 6 Monate Reparaturversuche an einem Receiver, ging mehrfach von mir zum Händler in CH, dann nach Italien, nach Ungarn und zurück, jedes mal etwas mehr zu Tode repariert und nach Drohung mit Anwalt ein Ersatz für das fast neue Gerät eines mit 1000 Betriebsstunden drauf erhalten) so wie ich auch aus China sehr gute Erfahrungen gemacht habe (Falsche Stecker geliefert, Ersatz per Luftfracht innert 5 Tage, Falsche Stecker konnte ich behalten oder GPS-Antenne am China-Radio defekt, wurde anstandslos ersetzt...). Natürlich gibt es auch andere Erfahrungen...was ich damit sagen will: Glück haben oder auf die Schnauze fallen kann man überall und ein 5-facher Preis kann, muss aber nicht zwingend auch einen 5-fach besseren Service bedeuten.

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#24 Beitrag von Steff66 » Fr 16 Feb 2018 06:44

Morgen,
das die Zellen auch China nur 32er sind hab ich gesehen, es stimmt, 36 oder sogar 40 wäre an sich besser.

https://www.ebay.de/itm/2x-100W-12V-Mon ... SwC-taHh0f

Module mit gleicher Ausrichtung kannst Du schon an einem MPP Tracker in Reihe schalten, dabei die Maximalspannung bei Minusgraden beachten. Victron ist immer gut. Bei Verschattung sinkt die Ausbeute des gesamten Moduls, 12V Modul haben in der Regel nur zwei Bypassdioden, also eine pro 16 oder 18 Zellen das bringt nicht viel. Das gesamte Modul wird nie „weggeschaltet“, nur der verschattete Teilstring überbrückt. Die Dioden sind eher als Schutz für die Zellen gedacht.
Wenn der Schatten ungünstig über das Modul läuft, ist das ganze Modul „weg“.
Bei stark unterschiedlicher Ausrichtung ist das genau so.
In der Reihenschaltung bestimmt das schlechteste Modul die Leistung des Strings.

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Varaderorist
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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#25 Beitrag von Varaderorist » Fr 16 Feb 2018 06:49

Hallo Urs,

bezüglich Reihenschaltung und Verschattung: Wenn Du Panels in Reihe schaltest, benehmen sie sich meines Wissens wie ein großes Panel. Wenn ein Teilbereich eines Panels verschattet wird, bricht der Ertrag beider Panels zusammen.
Ich habe daher bei meinen 4x130W-Panels jeweils 2 in Reihe und diese beiden Blöcke parallel verschaltet.

Edit: Da war Steff66 schneller.......
Gruß vom Niederrhein
Michael

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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#26 Beitrag von Gode_RE » Fr 16 Feb 2018 11:55

Die Panele bei mir auf dem Dach sind 36-Zellen-Module, und die an der Wand 32-Zellen-Module. Trotzdem haben die Wandmodule abends und morgens mehr Ertrag, als die höherzelligen Dachmodule, weil die Sonne einfach steiler drauf strahlt. Daher geht das an der Wand durchaus.

Die Flex-Module gibt´s aber auch mit 36 Zellen, die hätten bei mir nur halt nicht so schön untereinander gepasst. Da das bei senkrecht montierten Zellen auch nicht nötig ist, habe ich mich für die zudem auch etwas preiswerteren 32-Zellen-Module entschieden - und die vorausberechneten Ertragswerte in der Praxis bestätigt bekommen.

LG Gode

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Hartwig
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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#27 Beitrag von Hartwig » Fr 16 Feb 2018 13:42

die zuerst genannten hat ein Bekannter von mir drauf, er ist sehr zufrieden damit.

Ich habe mir diese hier bestellt , sind leistungsmäßig etwas besser und ich habe einen kompetenten Ansprechpartner in D wo ich auch hinfahren könnte.(@Admin: Info-pdfs des Herstellers).
Gewicht: 1,2Kg/Stck.!

Bild

mit dem Regler 100/50:

Bild


ich werde davon 6 Stck. verbauen. 2x3 Stück in Reihe, die 2 Gruppen dann parallel und zum Regler.

Das Ganze wird aber nicht direkt auf die Kabine montiert, ich möchte die Module problemlos austauschbar machen im Fall der Fälle. Hierfür werden die Module auf eine leichte Alublech-Konstruktion geklebt welche an den Airlineschienen auf dem Dach befestigt wird. Somit kann ich auch jederzeit recht einfach mein Dach und die Module reinigen.

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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#28 Beitrag von Urs » Sa 17 Feb 2018 06:10

Danke für den Link, Leider fast doppelter Preis, und vor allem kein Versand in die Schweiz.
Steff66 hat geschrieben: Module mit gleicher Ausrichtung kannst Du schon an einem MPP Tracker in Reihe schalten, dabei die Maximalspannung bei Minusgraden beachten.
Ich denke bei 3 Module mit Leerlaufspannung von knapp 20V (nach Datenblatt) und Regler bis 100V dürfte ich da auf der sicheren Seite sein.
Steff66 hat geschrieben: Bei Verschattung sinkt die Ausbeute des gesamten Moduls, 12V Modul haben in der Regel nur zwei Bypassdioden, also eine pro 16 oder 18 Zellen das bringt nicht viel. Das gesamte Modul wird nie „weggeschaltet“, nur der verschattete Teilstring überbrückt. Die Dioden sind eher als Schutz für die Zellen gedacht.
Wenn der Schatten ungünstig über das Modul läuft, ist das ganze Modul „weg“.

Genau das meinte ich mit wegschalten...eigentlich reden wir da also vom gleichen :wink:
Aber je weiter ich mich da einlese desto komplexer wird das ganze...weiter unten noch was dazu...
Varaderorist hat geschrieben: bezüglich Reihenschaltung und Verschattung: Wenn Du Panels in Reihe schaltest, benehmen sie sich meines Wissens wie ein großes Panel.
Richtig.
Varaderorist hat geschrieben: Wenn ein Teilbereich eines Panels verschattet wird, bricht der Ertrag beider Panels zusammen.
Da müssten im Idealfall die Bypassdioden aktiv werden, womit der beschattete Panel (oder ein String davon) keinen Einfluss mehr auf den besonnten Teil der Anlage hat. Wären da keine Dioden verbaut, würde die Energie vom besonnten Panel/String im verschatteten Teil verheizt, da dieser dann als Verbraucher agiert. Bei Teilverschattungen wird das Thema je nach Grad der Verschattung dann noch etwas komplexer und MPPT macht es nochmal komplexer. Hab hier und hier was ganz interessantes gefunden. Ist zwar eher auf grosse Hausanlagen bezogen, aber nach einem ersten Überfliegen denke ich dass das für technisch Interessierte Womofahrer sicher auch lesenswert ist, auch die Kommentare darunter. Muss ich mir auch nochmal genau durchlesen.
Gode_RE hat geschrieben:Die Panele bei mir auf dem Dach sind 36-Zellen-Module, und die an der Wand 32-Zellen-Module. Trotzdem haben die Wandmodule abends und morgens mehr Ertrag, als die höherzelligen Dachmodule, weil die Sonne einfach steiler drauf strahlt. Daher geht das an der Wand durchaus.
Hast Du für die Wand und Dachpaneele auch irgendwelche Durchschnitts-Werte zum Ertrag pro Tag (Ah oder Wh) an einem durchschnittlichen Sommer-, Frühlings-/Herbst- und Wintertag?
Gode_RE hat geschrieben: und die vorausberechneten Ertragswerte in der Praxis bestätigt bekommen.
Wie hast Du das vorausberechnet?
Hartwig hat geschrieben:die zuerst genannten hat ein Bekannter von mir drauf, er ist sehr zufrieden damit.
Gemeinsamer Bekannter...daher hab ich den Link ja ;)
Hartwig hat geschrieben: Ich habe mir diese hier bestellt , sind leistungsmäßig etwas besser und ich habe einen kompetenten Ansprechpartner in D wo ich auch hinfahren könnte.(@Admin: Info-pdfs des Herstellers).
Gewicht: 1,2Kg/Stck.!
Preis?
Auf dem Papier sind sie etwas besser, für die Realität warte ich auf dein Praxisbericht ;)

Im Moment sieht es so aus dass ich mir 3 Paneele besorge und hinten auf die Rückwand klebe, Leitungen in die Heckgarage. Alles mit MC4 Stecker, dann kann ich in der Heckgarage leicht mit ein paar Y-Stecker von serie auf paralell umstecken und schauen was besser funktioniert, Regler mit entsprechend Reserven für beide Schaltungsarten natürlich vorausgesetzt.

Danke allen und Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#29 Beitrag von Steff66 » Sa 17 Feb 2018 07:45

Moin,
nicht doppelter Preis, sind zwei. Das die nicht in die Schweiz versenden hab ich übersehen, sorry. Versand kommt ja aus Hamburg.

Zur Reihenschaltung:
Gode hat Paneele mit unterschiedlicher Ausrichtung parallel geschaltet. Das macht Sinn.

Die Spannung eines kristallinen Moduls ist weitgehend unabhängig von der Einstrahlung,nur wenn es völlig abgedeckt ist, bricht sie zusammen.
Der Strom, den das Modul liefert, ist proportional zur Einstrahlung.

Wenn Du nun Module auf dem Dach und an der Seite in Reihe schaltest, die senkrechten aber gerade zufällig entgegen der Sonne stehen, bestimmen die senkrechten Module den Gesamtstrom.
Du hast durch diese Verschaltung keinen einzigen Vorteil.
Das hat jetzt nicht nichts direkt mit Verschattung zu tun, die Verluste mußt Du noch drauf rechnen.

Deine senkrechten Module kannst Du schon in Reihe schalten. Aber bitte nicht zusammen mit völlig anders ausgerichteten.
Das kostet weit mehr Ertrag als der MPP Tracker herausholen kann. Der bringt Dir über das Jahr betrachtet gerade mal 5%
in Einzelfällen natürlich mehr.

Wenn Du Verschattung hast, ist parallel schalten immer besser, das ist logisch und von mir mehrfach ausprobiert, nicht auf Campingfahrzeugen, sondern bei einigen kleinen Inselanlagen, die ich für Kunden gebaut habe und mit meiner eigenen Experimentieranlage im Garten.
Hohe Strinspannung fährt man eigentlich nur, wenn man die hohe Spannung braucht oder die Verluste zu groß werden.

Wenn Du kaum Verschattung hast, die Module die gleiche Ausrichtung haben und Du MPP Tracking machen willst, ist Reihenschaltung ok.

Steff66
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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#30 Beitrag von Steff66 » Sa 17 Feb 2018 07:53


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