Dünne leichte Solarpaneele

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Gode_RE
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Re: Dünne leichte Solarpaneele

#31 Beitrag von Gode_RE » So 18 Feb 2018 10:23

Du kannst von "nominalen" 100% ausgehen, je steiler die Sonne drauf strahlt, idealerweise also im 90 Grad Winkel drauf steht. Steht die Sonne 45 Grad hoch, dann ist die Winkelabweichung gegenüber flach auf dem Dach liegenden Solarmodulen genauso groß, wie gegenüber den senkrechten Wandmodulen. Somit hast Du also sowohl über den Tageslauf als auch über den Jahreslauf stets unterschiedliche Winkel, aber in der Summe gleichen die beiden Anbringungsarten sich aus. Man kann sagen - in der Kombi hast Du damit fast den Effektivitätsgrad, wie mit einer Nachführanlage....

Mit einem Unterschied allerdings, denn die "Richtung" der Wand ist schon abhängig von der Aufstellung des Fahrzeugs. Wenn wir das mal ausser Acht lassen, können wir für die Effektivitätshochrechnung also von einer gleichmäßigen Gesamteffektivität ausgehen, und die ist aus Erfahrungswerten etwa wie folgt zu benennen: In unserern Breiten (Deutschland) lässt sich im Sommer etwa 40% der Nominalleistung erzielen, in Frankreich etwa 50% und noch weiter südlich dementsprechend mehr. Im Winter erzielen wir an hellen Sonnentagen 10-15%, an wolkenverhangenen Tagen 2-3%. Im Herbst und Frühjahr etwa die Hälfte der Sommerwerte. Aber das ist krass von Wolken, Sonnenscheindauer und Tagesdiffusität abhängig. Im Dezember und Januar hatten wir aktuell z.B. nur 2%, aber schon jetzt Anfang Februar stieg es schon wieder auf 15%.

Bei meinen konzeptionellen Auslegungen für meine gebauten Fahrzeugen gehe ich immer von "worst case"-Anforderungen aus, also Autarkie im Winter. Für den Sommerbetrieb bräuchte ich keine 1 kW peak. Wer ein Sommerfahrzeug plant und südliche Gefilde zum Reiseziel hat, kommt vielleicht locker mit 100-200 Wp aus. Skandinavienfahrer kommen da eher in meine Größenordnung, und trotzdem vielleicht noch nen Moppel einpacken.

Und dann natürlich die Frage des Strombedarfs: Wir sind "Gerneverbraucher" ... also ich sehe gar nicht ein, Strom zu sparen. Ich habe gerne viel funktionierende Funktionalität um mich herum, also verbrauchen wir rund 3 A pro Stunde Dauerlast, macht 72 Ah pro 24 h. Das dürfte auf die meisten Camper nicht zutreffen, also kann man die Nachladung entsprechend kleiner konzeptionieren. Hinzu kommen so nette Spielereien wie Duschwasser per Solarstrom erwärmen und 12A Kühlschrank tagsüber aus Sonnenenergie. Geht ja alles auch mit Gas...

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