Fragen zu Batterien und Solarpanels

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mrmomba
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Re: Fragen zu Batterien und Solarpanels

#16 Beitrag von mrmomba » Mi 20 Dez 2017 20:41

Nun, du kannst ca. Xxxx€ Euro für die Batteriebank und den Induktionskocher ausgeben oder du kaufst dir für 120€ mit Füllung eine 21kg Alugasflasche und für weitere 400€ eine Gas Backofen Kochkombination und von dem ersparten Geld für die Fete Batteriebank gehst du dann noch ein Jahr lang, einmal die Woche essen ;-)
Wenn dir Gas nicht gefällt, gibt's das auch in Spiritus

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wiru
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Re: Fragen zu Batterien und Solarpanels

#17 Beitrag von wiru » Mi 20 Dez 2017 23:29

Um einen Irrtum klarzustellen: für die Autarkie spielt die Batterie Kapazität nur eine geringe Rolle... Das ist ja nur der Puffer für ungleichzeitigen Verbrauch bzw Versorgung mit Energie. Wenn du am Tag im schnitt 5kwh verbrauchst und autark sein willst, brauchst du eine (besser: mehrere) Energiequelle, die 5kwh pro tag erzeugt... Egal wie groß deine Batterie ist oder welche Technologie sie hat...
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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Fragen zu Batterien und Solarpanels

#18 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 21 Dez 2017 09:15

Hi Mutz,

ok, jetzt werden einige Eckdaten klarer:
- Betriebszeit Frühjahr - Herbst
- Stehen auch in Wohngebieten
- WR mit max. 20A Ladestrom
- 6 Solarkollektoren mit Wmax=160W

Die 160W pro Solarkollektor bekommst Du ja nur bei optimalen Bedingungen, d.h. Kollektor senkrecht zur Sonne, Sonnenschein, geringe Außentemperaturen. Diese Optimalbedingungen gibt es nur selten, deshalb sollte man nur etwa die Hälfte der max. Leistung als verfügbare Leistung ansetzen, das wären dann 80W * 6 Kollektoren, also rund 500W. Bei 10h Nutzdauer pro Tag macht das 5kWh, die Du maximal einfangen kannst kannst; bei einem 24V-System bedeutet das grob 200Ah.
Dein Wechselrichter würde gut zu Deiner geplanten Kollektorleistung passen: die max. 20A Ladestrom bedeuten bei 24V etwa 500W Ladeleistung - genau das, was die Kollektoren typisch liefern können.

Deine Tabelle geht von einem Energieverbrauch von 30,55Ah aus 230V plus 106Ah aus 24V aus - das bedeutet über 400Ah aus 24V. Damit kannst Du aus den Solarkollektoren (und ebenso durch das Ladegerät begrenzt) m.E. nur etwas 50% Deines Strombedarfs abdecken - die anderen 50% müssen von woanders kommen. Insofern solltest Du Dir - vor der Frage nach optimaler Energiespeicherung - überlegen, wie Du das Mißverhältnis aus zugeführter und verbrauchter Energie korrigieren kannst. Eine Vergrößerung der Solarkollektorfläche z.B. würde nur dann etwas bringen, wenn auch ein leistungsfähigeres Ladegerät verbaut werden würde.

Jetzt hoffe ich nur, daß ich mich nicht allzu heftig verrechnet habe.. ;-)

Ich glaube, rein wirtschaftlich wäre die Anschaffung eines zweiten, leisen Generators die sinnvollste Alternative: ein Honda eu 10i oder ein Yamaha 1000is haben nur um 49dB, die lassen sich auch in einem Wohngebiet betreiben, insbesondere wenn sie noch einmal schallgedämmt verbaut/aufgestellt werden. Allerdings laufen die auch so einige Stunden am Tag - das aber unabhängig von der Witterung ;-) Dabei würden 230V-Verbraucher bis 400W Gesamtleistung direkt über den 230V-Ausgang des Generators versorgt, die restlichen 500W gehen über den Wechselrichter mit Ladegerät in die Batterien, wo sie dann bei Bedarf über den Wechselrichter wieder abgerufen werden können.
Bei Deinem hohen Energiebedarf würde ich mich ehrlich gesagt nicht auf eine Solaranlage verlassen: selbst bei verdoppelter Solarleistung mußt Du jeden Tag Solarertrag haben, um Deinen Bedarf decken zu können - für eine Speicherung für einen Schlechtwettertag ist auch eine doppelte Solarleistung nicht ausreichend!

Du siehst, wir sind eigentlich noch weit davon entfernt, über die richtigen Batterien, Solarkollektoren und sonstige Feinheiten zu diskutieren ;-)
Deine größten Energiefresser sind der Kühlschrank und Kochfeld/Kaffeemaschine/Heißwasserbereiter. Wie sieht's eigentlich mit Heizung in der Übergangszeit aus? Hier könnte man mit Gas als Energieträger genauso gut (ok, bei der Kaffemaschine etwas aufwändiger) leben, aber Du würdest Dein Energiekonzept so weit entzerren, daß auch ein Schlechtwetter- oder Schattentag nicht zu kalter Küche und warmem Kühlschrankinhalt führt. :roll:

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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Jaja....die Ammamakaner.......

#19 Beitrag von ThomasFF » Do 21 Dez 2017 11:03

Ich war immer fasziniert davon, wie die US-Leute ihren nicht geringen Energieverbrauch z.B. in der Wüste decken......wo bei Außentemperaturen von über 50 Grad in der Sonne (Schatten gibts da nicht außer unter der Markise) der voll gekapselte Jockel im dicken Womo mit 4 Auszügen sein leises Lied summt und den 250 l Fridge sowie die dauernd laufende Klimaanlage und den 50 Zöller Plasma zuverlässig versorgt.

Also Tipp: Schaut Euch mal an, wie die Amis ihre 20 KW ONAN´s einbauen, so dass sie erstens auch bei Höchsttemperaturen langdauernd arbeiten und zweitens auf der dem Auspuff abgewandeten Seite des Womo so gut wie nicht mehr zu hören sind...ein Radio in Zimmerlautstärke übertrifft die Generatorgeräusche locker.

So dick muss es in D nun nicht sein, aber die Ansätze zu verwenden, halte ich nicht für verkehrt. Nur, ein Betrieb in Wohngebieten nachts ist auch bei leisem Lauf so ne Sache, denn man hat ja neben den Geräuschen auch die Abgase, die bei ungünstiger Windrichtung auch in das offene Schlafzimmerfenster eines Anliegers geraten können, wobei dann ein Diesel ein absolutes NO GO wäre.

Das habe ich bei meinem früheren James Cook mit seiner Dieselheizung mehrfach erlebt, da musste einmal sogar auf einem CP umziehen, weil der Gestank des Webasto-Auspuffs die anliegenden Camper belästigte.... übrigens teilweise bei ungünstigem Wind auch mich selbst. Da lob ich mir doch den Gasbetrieb!!!!

Und warum es teilweise eine ideologisch anmutende Abneigung gegen Gas im Auto geben muss, ist mir nicht ersichtlich. Natürlich ist Gas per se ein gefährlicher Stoff, aber das ist Benzin und mit Abstrichen Diesel auch, weil diese allesamt gut brennbar sind und in der richtigen Mischung mit Sauerstoff auch explosibel.
Nur gibt es die heutige Technik des Umgangs mit diesen Stoffen und die Unfälle sind extrem selten. Wenn man deren Ursachen nachgeht, ist überwiegend Dummheit der Nutzer die Ursache, die erstens zu blöd sind, um dem Betrieb mit Sorgfalt, Wissen und Respekt zu begegnen, und zweites mit selbstgebastelten Lösungen an den falschen Stellen Geld sparen wollen. Mit Tesa geflickte 50 Jahre alte Schläuche sprechen da eine deutliche Sprache.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Re: Fragen zu Batterien und Solarpanels

#20 Beitrag von holger4x4 » Do 21 Dez 2017 16:33

... und nicht vergessen, dass dein Busparkplatz vielleicht auch mal ganz oder teilweise unter Bäumen ist. Dann klappt die Rechnung mit dem Solarertrag sowieso nicht mehr. Du brauchst also eine weitere Energiequelle.
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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Re: Fragen zu Batterien und Solarpanels

#21 Beitrag von mrmomba » Do 21 Dez 2017 21:01

wiru hat geschrieben:Um einen Irrtum klarzustellen: für die Autarkie spielt die Batterie Kapazität nur eine geringe Rolle... at...
ich glaube das ist wie mit einem Backup oder einer Versicherung... Spielt solAnge keine Rolle bis man es braucht!
Und da man in Deutschland immer mehr durchwachsene Tage hat, sollte man genügend kapazitäten haben um sich am 3. Tag Regen noch mal was kochen zu können.
Und ein Generator wäre eine Lösung, klar, aber eine ziemlich laut, ob es da noch alternativen gibt

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Re: Fragen zu Batterien und Solarpanels

#22 Beitrag von wiru » Fr 22 Dez 2017 16:55

Autark heisst für mich, das womo verfügt über Energiequellen, die den Verbrauch ausgleichen können.. Dass da Puffer dazu gehören, stelle ich gar nicht in Abrede.. Aber erst muss die Energiebilanz stimmen,dann plane ich den Puffer... Und in der wirklichen Welt gibts immer einen Kompromiss : ich definiere, unter welchen Rahmenbedingungen (Sommer, Winter, Norden, Süden etc) ich wie lange autark sein will (bei mir z.b min. 2 Wochen) und plane dann Energieversorgung, puffer, wasser, Abwasser, Fäkalientank, Zuladung (Bier!) etc...
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