Anfängerfragen

Elektrik, Solar, Laden, Batterien, Beleuchtung

Re: Anfängerfragen

Beitragvon chrisi » Di 19 Dez 2017 10:08

Urs hat geschrieben:
Schwein gehabt ;) Ich kenne umgekehrte Fälle. Z.B. bei Bekannten. Da ist im Flur eine dieser "12V-Wäschehängen" installiert. Es wurden die Halogenleuchten durch LED ersetzt und die Leuchten gingen regelmässig nach ca einem Jahr kaputt. Das Netzteil gab 13.8 V raus. Netzteil durch einen mit 11.6V getauscht und seitdem ist ruhe.

Gruss
Urs


vielleicht liegt es ja da daran, das ich die Netzteile abgeschnitten habe :D Und ein nachlassen der Leuchtstärke kann ich trotz nachlassender Sehkraft nicht feststellen.

Grüße
chrid
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon mrmomba » Di 19 Dez 2017 11:44

Nun ich fand es im ersten Moment etwas widersprüchlich, da von keinem Landstrom aber Ladegeräten gesprochen wurde.
Ich würde dennoch in einem Minicamper nicht die Elektronik eines ausgewachsenen Reisemobiles packen.
Es fahren Sehr viele Leute mit einer einfachen Relaistrennung sorgenfrei durch die Weltgeschichte - mehr als die, die mit einer HighEnd B2B schlagmich tot noch was Technik rum tuckern.
Natürlich lieber Urs: Batteriegröße ist ein Argument - darum fahr ich 2*75Ah durch die Gegend. ABER: Mit einem Ladewächter entnimmst du ja nur bis zur eingstellten Schaltgrenze - somit entlade ich immer nur bis xxx% - und nie weiter.
Ich würder später in jeder Fahrzeugklasse nur noch auf Lifepo o.Ä. setzen - und die Ladung über das HWK-Prinzip beim laufenden Fahrzeug machen, so brauch ich die Technik nur einmal für Landstrom und Fahrzeugstrom. Aber bis dieses später Eintritt werden noch viele Jahre vergehen, denn ich kann besser 10x die Bleiakkus austauschen als einmal in LifePo investieren! Und wenn dann mal was schiefgeht hab ich ein großen, finanziellen Schaden.
Eigentlich stimme ich dir zu, sogar in allen Teilen deiner Argumentation zu, wenn es ein größerer Fahrzeug wäre. Gefühlt ist aber der Nissan kleiner als ein T3!

WICHTIG: @Bente, du musst überlegen ob dir Unsummen an mehr Ausgaben wirklich wert sind, wenn die Lösung als Campingplatzsteher meist einfacher und günstiger sind.
1. 0-8-15 Ladegerät kostet dich 60€, der B2B wesentlich mehr vor allem, was bringt es dir, wenn deine B2B Lader ca. 50A laden könnte, deine Lima aber nicht mehr liefert?
Ich Japaner sind meist nicht für üppige Lichtmaschinenleistungen bekannt, denn auch eine Lima hat eine MAXIMALE Abgabeleistung. Bei alten und kleinen Fahrzeugen ist i.d.R. bei 14V - 65A schluss.
2. Warum nicht Landstrom nutzen wenn er da ist - vor allem kann man dann auch mal Laptop oder so anschließen und braucht kein Wechselrichter - Vorausgesetzt im Innenraum ist auch eine 230V Steckdose. Der Mehraufwand ist verschwindend gering - das kannst du mir glauben.
3. Der Christopher hier (VW Busmann) ist zumindest bei einigen bekannt für geniale & einfache Elektroinstallationen - er braucht im Sommer und in der Übergangszeit keine Steckdose ansteuern. Er hat - trotz der Größe seiner Kabine - alles konsequent in 12V ausgelegt.
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon holger4x4 » Di 19 Dez 2017 19:47

Also der Sterling B2B ist auf jeden Fall Oversized für die Anwendung. Außerdem ist das Ding groß und muss erst mal Platz in dem kleinen Auto Finden. Hey, das ist kein 7,5 Tonner ;-)
Und 50A Ladestrom ist sowieso Blödsinn für eine 95Ah Bleibatterie. 15A ist das was der Batterie noch nicht schadet, alles andere ist zu viel, zu teuer und zu groß.
Gruß, Holger

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Re: Anfängerfragen

Beitragvon Steff66 » Di 19 Dez 2017 20:31

Grüß Euch,
ich würde die Entscheidung B2B oder Relais an Fakten festmachen.
Hat das Auto eine feste Lichtmaschinenspannung von 14,XV, dann reicht ein Relais.
Ist die Spannung der Lima dynamisch geregelt, braucht man einen B2B Lader, der die Spannungsgrenzen der Lichtmaschine verarbeiten kann.
Man muß also erst mal klären, wie die Verhältnisse am Auto sind.

Das Netzladegerät sollte stark genug sein, den MIndestladestrombedarf des Akkus von 1/10 der Batteriekapazität in Ampere liefern zu können PLUS den Strombedarf im Stand.
Dann sollte das Ladegerät für die gleichzeitige Versorgung von Verbrauchern geeignet sein. Das ist nicht bei allen der Fall.
Ladegerät und B2B dürfen gerne stärker sein, das macht der Batterie nichts aus, kostet nur Geld.

Grüße Stephan
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon Urs » Mi 20 Dez 2017 00:58

Natürlich wären 50A für eine 95Ah-AGM zuviel, aber wenn ich grad so überlege...ist da nicht die Batterie das begrenzende Glied in der Kette (saubere Ladekurve vom BtoB natürlich vorausgesetzt)?

Leider habe ich keine Erfahrungen mit kleineren BtoB. Aber ich hab im Hinterkopf dass auch Sterling kleinere im Angebot hatten. Also etwas recherchiert: https://www.sterling-powershop.de/de/b2 ... w1225.html . Natürlich kann man auch von einem anderen Hersteller was nehmen, aber da kenne ich mich nicht aus, weder was die zuverlässigkeit noch was das Produkteportofollio anbelangt. Daher zum kleinsten Sterling den ich gerade gefunden habe, den mit 12V-12V, 25A. Für 230 x 135 x 65mm plus ein bisschen Luft drumherum sollte man imo irgendwo ein Plätzchen finden können. 4.3 kg...nicht wenig, Leistungselektronik halt. Preis 303.90€...ist schon eine andere Hausnummer als ein schnöder Hochleistungs-Trennrelais, wobei sich da die Rechnung auch relativiert wenn das ein bisschen Intelligenz bekommen soll. Nichtsdestotrotz kann man sicher für den Mehrpreis eines BtoB auch eine oder mehrere neue Batterien kaufen, aber nach Murphy geht die Batterie immer dann kaputt wenn man es am wenigsten brauchen kann und kein Ersatz zur Hand ist. Und wenn ich mir die Scherereien nur einmal damit ersparen kann wäre es mir das wert. Aber die Entscheidung muss jeder für sich selber treffen...
Vielleicht gibt es ja auch etwas günstigeres, ähnlich zuverläsiges? Die dazu angebotenen Displays kann man sich übrigens sparen. Ich hab eins eingebaut...und brauche es selten. Das ist ein Ding zum Einbauen einmal richtig einstellen und vergessen.

Was ich zugeben muss: Ohne es zu wissen bin ich einfach davon ausgegangen dass Bentes Fahrzeug eine je nach Fahrzustand aktiv geregelte Lima verbaut hat. Und spätestens seit wir mit dieser Technologie gesegnet wurden ist ein Trennrelais aus meiner Sicht obsolet geworden, aber das Thema wurde glaub schonmal ausgiebig diskutiert...
Ab wann wurde die aktive Super-Duper-Weltretter-Benzinspar-Lima-Regelung eigentlich in Europa und Asien ein Thema? Die Amis (oder zumindest die Kalifornier) kennen das schon etliche Jahre...mein 2011er Chevy spart damit auf jeden Fall auch schon Sprit. (Die die mein Auto kennen mögen jetzt vielleicht einen klitzekleinen Funken Sarkasmus im Letzten Satz erkennen :roll: :wink: )

Desweiteren möchte Bente eine AGM und die Fahrzeugeigene (vermutlich) Nass-Bleibatterie gleichzeitig paralell laden. Auch die beiden Typen haben soweit ich weiss unterschiedliche Anforderungen was die Ladekurve angeht...und auch da ist der BtoB dem Trennrelais weit überlegen.

Was die Lima Überlastung angeht: Die 25A sollte jede neuere Lima ab können.
Bei 50A sieht das schon anders aus. Auch wenn man eine 80 oder 100A Lima hat, da kann man den Strom meistens nicht dauerhft ziehen. Bei mir ist eine 160A Lima verbaut und von der sagt man dass je nach Aussentemperatur 100-120A dauerhaft möglich sind. Mein 50A Teil hat einen Temperatursensor für die Lima und Regelt dann zurück wenn diese zu warm wird. Ob die neuen Modelle das auch noch haben weiss ich nicht, wäre bei kleineren Limas sicher Sinnvoll. Aber ich schweife ab, das ist ja für den OP eh nicht relevant, da nach den bekannten Fakten zu urteilen overkill.

chrisi hat geschrieben:vielleicht liegt es ja da daran, das ich die Netzteile abgeschnitten habe :D

Gut möglich, ich will gar nicht wissen was für Oberwellen und sonstiger Schrott die billigen Netzteile da hinten rausgeben. Wobei ein 12V Bordnetz nun auch nicht gerade als störungsfreie, saubere Zone mit konstanter Spannung bekannt ist... :wink:
chrisi hat geschrieben:Und ein nachlassen der Leuchtstärke kann ich trotz nachlassender Sehkraft nicht feststellen.

Vielleicht ist es auch umgekehrt und die Sehkraft ist auf nachlassende Leuchtstärke zurückzuführen :D :wink:

Gruss
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon Bente » Do 21 Dez 2017 16:34

Hallo,

Ich bin ganz begeistert, wieviele sich zu meinen Fragen äußern und welche Diskussion hier entbrannt ist. Danke dafür, es waren einige sehr hilfreiche Gedanken dabei. :idea:


Zunächst nochmal zum Auto:

Maße: Es ist tatsächlich sehr klein 4,40 lang und 1,69 breit.

Es besitzt keinen Zugang zum Landstrom und ist auch nicht geplant. Es gibt keine Solar-Anlage, ebenfalls nicht geplant.


Da die Aufbaubatterie also ausschließlich über die LiMa geladen werden soll, dachte ich an ein Ladegerät. Trotz intensiver Beschäftigung mit allen möglichen Geräten, ist mir erst durch eure Diskussion klar geworden, welche bei meiner Planung keinen Sinn machen und welche das leisten, was ich will. Und das ist ausschließlich folgendes:

Die Ladung der Aufbaubatterie beschleunigen. Mehr nicht !

Dazu war mir erst einmal egal, ob meine LiMa aktiv geregelt wird.
(Ich nehme es an, da EURO 6 und Baujahr 2017. Das werde ich aber nochmal nachgucken, wenn ich weiß, wo das steht.)

Ich hatte nicht im Sinn, die Starter-Batterie über den Ladebooster zu laden. Wozu?
Wenn es "Bauseitig" nötig wäre, OK. Aber eigentlich braucht die Starterbatterie doch keine "Hilfe",oder?


OK, nun zu einem möglichen Ladegerät.
Ein B2B-Gerät kommt dem, was ich suche am nächsten.

Neu recherchiert und auch die von Urs vorgeschlagenen Hersteller Votronic und Sterling abgecheckt. Wenn käme nur Sterling in Frage, denn die tun genau das, was ich will und nichts darüber hinaus. Allerdings, so mein Eindruck - auch hier für mein Vorhaben "technisch zu sehr Highend". Gibt es so etwas nicht in einfach? und günstiger?
Ich glaube etwas entdeckt zu haben:

Der Hersteller heißt Schaudt.

http://www.schaudt.gmbh/de/produkte/han ... ooster.php

Sie haben drei Geräte im Programm, u.a. den Booster WA 121525.

http://www.ivt-hirschau.de/product_info ... cts_id=853

nachfolgend Auszug aus der Hersteller-Beschreibung:

Bei Fahrzeugen mit Lichtmaschinen mit energiesparenden Ladestrategien (Euro 6) ist der Einsatz eines Boosters unbedingt notwendig, da die Ladespannung der Lichtmaschine sehr stark schwanken kann (12,6 – 15,0V). Bei herkömmlichen Lichtmaschinen wird die Wohnraumbatterieladung durch Einsatz des Boosters WA121525 ebenfalls verbessert.
Der Booster WA121525 ist ein getakteter Aufwärts-/Abwärtswandler, der die schwankende Lichtmaschinenspannung ausgleicht und einen hohen Ladestrom zu Verfügung stellt.
Optional kann ein Temperaturfühler angeschlossen werden.

Ladekennlinien für Blei-Säure, Blei-Gel, AGM und Lithiumbatterien
temperaturkompensierte Ladung mit optionalem Temperaturfühler
Ladestrom typ. 25A, kurzzeitig 30A
Ladespannung bis zu 14,7V (mit Temperaturfühler bis zu 15,1V) abhängig vom eingestellten Batterietyp
Ladekennlinie IU0U


Technische Daten

Ladestrom: 25A
Eingangsstrom: max. 28A
Eingangsspannung: 12 - 14,7V
Ausgangsspannung: 14,7V
Rückstrom Caravanbatterie: 0,2mA bei Zündung aus bzw. Motor aus
Maße: 130x47x90
Gewicht 400 g
Preis: ~ € 130,-


Anschluss-Beschreibung unter folgendem Link

http://www.ivt-hirschau.de/media/BA-Booster-910000.pdf


So, das war es erstmal. Zu Batterie und Licht äußer ich mich später noch einmal :wink:
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon holger4x4 » Do 21 Dez 2017 17:24

Ja, sowas ist ok. Das passt auch von der Größe her.
Gruß, Holger

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Re: Anfängerfragen

Beitragvon Bente » Do 21 Dez 2017 19:32

Danke holger4x4,

dann weiter mit der Batterie

Batterie:

Für mich kämen Gel- oder AGM-Batterien in Frage, LiPo auf keinen Fall.

Zur Erinnerung, folgende Verbraucher hängen dran

• Standheizung
• Licht

nur gelegentlich

• Laden von Handy & Camera
• Kühlbox von Aldi (nix großes!)


Die in meinem ersten Beitrag genannte ist raus. Ihr habt mich ins Nachdenken gebracht und ich habe nach größeren Kapazitäten geguckt,
Preis bis 250,-€. Folgende bewegen sich zw. 200- 240€, mit einer Kapazität von 150-180 Ah, max. Ladestrom 40-45 A. ,


• BSA SOLAR AGM
• Langzeit AGM Solar
• ECTIVE EDC Deep Cycle AGM (keine Angabe zum Ladestrom) ECTIVE ist die Hausmarke von autobatterienbilliger.de

Könnt ihr mir etwas zu den Herstellern BSA, Langzeit, ECTIVE sagen? Habt ihr sonst Empfehlungen unter Berücksichtigung oben genannter Parameter?




Falls es interessiert, nachfolgend die Links zu den Batterien.

https://www.batteriespezialist.de/Wohnm ... M::65.html
https://www.batteriespezialist.de/AGM-V ... ::454.html
https://www.autobatterienbilliger.de/Ec ... ycle-140Ah
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon holger4x4 » Do 21 Dez 2017 20:03

Also die "Deep-Cycle" AGM sind schon ein passender Batterietyp.
Ich kenne alle 3 nicht, kann daher auch keine empfehlen. Vernünftige Daten über die Zyklenzahl gibts ja bei allen nicht, also schwierig zu vergleichen.

Wieveil Kapazität brauchst du denn wirklich? Das sollte man erst mal zusammen rechnen.

Und oops, ich lese plötzlich da:
Bente hat geschrieben:• Kühlbox von Aldi (nix großes!)


Nix großes bedeutet so eine Thermoelemente Box für 35€? Die braucht bestimmt 60W auf Dauer, ohne irgendeine Regelung. Das sind 5Ah, jede Stunde, also macht 60Ah in 12h. D.h. du kommst gerade so duch eine Nacht mit so einer dicken Batterie.
Das macht eigentlich keinen Sinn diese Teile auf Batterie zu betreiben, sondern nur Tagsüber bei laufendem Motor.
Wenn du auch auf Batterie kühlen willst, dann brauchst du eine Kompressor Kühlbox. Die braucht vielleich 20-25% von deiner Aldi Box, kostet aber auch 300€ aufwärts. Gebrauchte sind schwer zu bekommen.
Gruß, Holger

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Re: Anfängerfragen

Beitragvon Urs » Do 21 Dez 2017 23:47

Bente hat geschrieben:Dazu war mir erst einmal egal, ob meine LiMa aktiv geregelt wird.
(Ich nehme es an, da EURO 6 und Baujahr 2017. Das werde ich aber nochmal nachgucken, wenn ich weiß, wo das steht.)

Wird ziemlich sicher nirgendwo stehen. Bei mir steht es in der Bedienungsanleitung vom Fahrzeug, aber nur weil ich ab Werk eine Spannungsanzeige habe und da steht dass die schwanken könne und dass das völlig normal sei. Ansonsten steht es im Servicemanual (hat der Normalsterbliche auch eher selten daheim rumliegen ;) ). Aber das ist erstmal auch egal...Euro 6 und nicht geregelte Lima dürfte schon per se ein Widerspruch sein.

Bente hat geschrieben:Wenn es "Bauseitig" nötig wäre, OK. Aber eigentlich braucht die Starterbatterie doch keine "Hilfe",oder?

Wenn das Auto nicht mehrere Monate am Stück steht musst Du die Starterbatterie nicht nachladen, natürlich nur sofern Du keine weiteren Verbraucher an der Starterbatterie hängst, aber die willst Du eh nur an die Aufbaubatterie haben. Aufpassen sollte man bei den Fahrzeugeigenen "Zigarettenanzünder"-Steckdosen. Früher eigentlich immer über Zündung geschalten sind die heute vielfach direkt an Batterieplus, dann Navi darin vergessen und das nuckelt dann frisch fröhlich an Deiner Starterbatterie.

Die Schaudt-Geräte sehen auf den ersten Blick ganz ok aus, kenne ich aber nicht und kann daher auch nichts zur Zuverlässigkeit sagen. Hab aber den Schaltplan schnell überflogen. Der braucht offenbar D+. Das Problem ist dass die neumodischen aktiv geregelten Limas nur noch selten einen solchen D+-Anschluss haben. Es soll da so kleinen Geräte geben die den D+ emulieren, damit kenne ich mich aber nicht wirklich aus...

Zu den von Dir genannten Batterien kann ich nicht viel sagen. Wie sieht es bei Dir mit der Zuladung aus? Bei mir werkelt eine Exide AGM mit 240Ah bisher ohne Probleme, wiegt aber schlappe 70 kg. Das nicht um eine 240Ah Batterie schmackhaft zu machen, sondern damit Du mal einen Eindruck hast wieviel die Dinger so wiegen. Ich würde aber auch wieder auf AGM setzen wenn LIFEPO -wie bei Dir- kein Thema ist.

Gruss
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon mrmomba » Fr 22 Dez 2017 00:28

Nun D+ müsste es, sofern noch ISO Stecker und nicht BUS-Gesteuert hinter den Radio spätestens da geben - zumindest wenn nichts integriert ist.
Frage aus Interesse, wir ist das bei deinem Amy?
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon Urs » Fr 22 Dez 2017 06:09

Beim Ami läuft alles über CAN. Das Radio bekommt z.B Handbrems-, Rückfahr-, Geschwindigkeits- Zündung Ein-, Lenkradtasten- und Beleuchtungs-Signal direkt vom Low Speed CAN-Bus. Es gibt CAN-Adapter welche dann diese Funktionalitäten für Nachrüst-Radios bereitlegen und das funktioniert sogar, inkl. Lenkradtasten, ganz gut, aber für D+ konnte ich sowas noch nicht finden.

Eine D+ Klemme gibt es bei mir leider nicht. Da ist es so dass das Body Control Module eine Wunsch-Leistung für die Lima vorgibt. Das BCM kennt die Bordspannung, weiss ob Licht, Heckscheibenheizung, Klima usw. eingeschalten ist und setzt entsprechend die Leistung der Lima. Meiner hat es nicht, aber es gibt auch Ausführungen wo ein Shunt eingebaut ist um den Strom an der Batterie messen zu können. Anhand all dieser (und wahrscheinlich noch einiger weiterer) Parameter sendet das BCM über High Speed CAN die gewünschte Lima-Leistung ans Motorsteuergerät. Dieses gibt dann je nach Fahrzustand auch noch seinen Senf dazu und schickt einen entsprechenden 5V-PWM Sollwert an die Lima. Die Lima regelt entsprechend hoch und schickt dann wiederum ein 5V PWM Istwert der abgegebenen Leistung zurück ans Motorsteuergerät, welches diesen Istwert wieder über CAN an den BCM schickt und somit ist die Regelstrecke geschlossen. Bleibt nun der Istwert bei 0 (weil z.B. der Keilriemen gerissen ist) so schickt das BCM ein Signal ans Armaturenbrett welches dann die Batterie-Kontrolleuchte einschaltet. Auch die ganzen Signale ans Armaturenbrett (Tacho, Drehzahl, Wassertemperatur, Spannung, Öldruck, Tank, Getriebetemperatur und eben die ganzen Warnleuchten) laufen alle komplett über CAN.

Mein BtoB braucht eigentlich keinen D+. Wollte es ursprünglich aber trotzdem für andere Spielereien haben. Hatte auch schon eine Idee...man hätte z.B. das 5V Ist-PWM von der Lima mittels zwischengeschaltenem Optokoppler abgreifen können. Das Fahrzeugeigene System funktioniert aber absolut zuverlässig, wollte daher da nicht reinpfuschen. Zweite Idee wäre gewesen, einen zusätzlichen Öldruckschalter einzubauen (über ein T-Stück am Original-Öldrucksensor)...bis auf Keilriemenbruch oder Limadefekt wäre das IMO ein zuverlässiges pseudo-D+ gewesen. Ich habs mir inzwischen aber einfach gemacht...Zündungsplus mit einer Verzögerung von 1-5 Minuten...ja, ist eine Krücke, funktioniert aber in 98% der Fälle ganz gut. Die restlichen 2% habe ich im Moment im Griff da ich das System kenne...da ist aber noch etwa DAU-Tuning angedacht.

Gruss
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon ThomasR » Fr 22 Dez 2017 09:43

Hallo Bente,

wie anfangs schon mal erwähnt, reichen an die 100ah Batteriekapazität nach meiner Meinung und Erfahrung bei einem kleinen Womo aus. Länger wie 3 Tage stehst du nicht am selben Platz, und wenn dann am CP. Und wenns nicht gerade Hochsommer in Italien ist, dann reichen die 100ah auch für länger. Standheizung wird nur relevant, wenn du Wintercamping betreibst. Mehr Kapazität ist zwar kein Schaden, kostet aber Geld, Platz und Gewicht.

Das Geld würd ich besser (oder zusätzlich) in eine richtige Kompressor-Kühlbox stecken, dann kannst bei weniger Stromverbrauch auch kühlen und nicht nur kühl halten. Egal bei welcher Kapazität...Und einen sinnvollen Einbauort für die Kühlbox suchen. Meine war hinter der dem Fahrersitz, unter der Küche und neben dem Wasserkanister verbaut: da ist´s auch an richtig heißen Tagen wenns auch im Auto deutlich über 30°C hatte relativ kühl geblieben. Die Nutztung ist natürlich auch entscheidend, wir trinken z.B. kaum Getränke aus dem Kühlschrank.

Der Ladewandler den du gefunden hast, ist preislich sehr interessant. Da hätt ich mit mehr gerechnet. Und sinnvoll ist er sowieso!

Schönen Gruß,

Tom
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon holger4x4 » Fr 22 Dez 2017 16:32

Vorsicht mit den D+ Simulatoren bei den Euro6 Autos! da funktionieren die nicht.
Der D+ Simulator ist nichts anderes wie ein Spannungs Schwellwertschalter, z.B. bei >13,5V D+ = Ein, bei <12,8V D+ =Aus macht.
Beim Euro 6 Auto geht aber beim beschleunigen die Spannung auf 12,0V runter, d.h. der Simulator macht den D+ immer fröhlich an und aus :-)

Ich hab einfach den Radio+ vom Zündschloss genommen. Vorteil: die Klemme geht aus beim Starten.
Wenn man im Stand Radio an macht ist die Spannung noch unter der Einschaltschwelle meines Wandlers und es passiert nix.
Nur wenn man anhält, das Radio an lässt und die Spannung langsam absinkt bleibt der Wandler erst mal an. Hab mir dann angewöhnt erst ganz aus zu machen und nach 30sec das Radio wieder an.
Viele Wege führen zum Ziel :mrgreen:
Gruß, Holger

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Re: Anfängerfragen

Beitragvon mrmomba » Fr 22 Dez 2017 22:04

Nun man könnte sich aber auch vom TFL / Abblendlicht ein simulierten Zündstrom holen.
Die können vor der Glühbirne nicht mittels can gesteuert werden :-)

So nun hat er aber auch ein paar Ideen, wie wo was man wie nutzen kann, aber ein Verständnis, warum man auf Landstrom als Campingplatzbesucher verzichten will , habe ich nicht.
Den theoretisch: entnimmst du 50aH aus deiner Batterie musst du eine Stunde lang mit 50A Nachladen. Da die Ladekurve einer Batterie aber nicht linear ist kannst du eher von 2++ Stunden ausgehen!
Also fährst du dann zwei Stunden lang zwischen jeden CP Besuch ?
Natürlich entnimmst du nicht immer 50AH ist ja egal, die Aussage bleibt die gleiche, 5A bei 6 Stunden deiner Kühlbox macht 30AH ... So wie lange willst du nun fahren? Nicht umsonst verrecken bei Stadtfahrzeugen die Batterien bei älteren Fahrzeugen an kalten Tagen schneller. Innerhalb von 2km kann sich die Batterie nur schwer vom Startvorgang erholen, also geht's mit der Ladung tendenziell runter... Runter... Runter
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