Wohnraumbatterie - wie laden ?

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mr_proper
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#16 Beitrag von mr_proper » Do 08 Mär 2018 14:23

Hallo Wolfgang, super vielen Dank. So hätte ich es mir vorgestellt. Nächste Woche hole ich mein neues Auto und dann schaue ich, was sinnvoll ist. Vg proper

mr_proper
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#17 Beitrag von mr_proper » Mo 12 Mär 2018 23:56

Der Wagen ist da und hat überraschenderweise bereits einen Spannungswandler bis 150W integriert, der nur bei laufendem Motor arbeitet. Eigentlich perfekt, um mit wenig Aufwand eine weitere Batterie zu laden. Es scheint aber leider kein reiner Sinus zu sein und somit stellt sich die Frage, welches Ladegerät mit dem gefakten Sinus zurecht kommt?

Steff66
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#18 Beitrag von Steff66 » Di 13 Mär 2018 20:10

Das kann niemand vorhersagen.
Die Geräte sind für Netzspannung gebaut und müssen innerhalb deren Grenzen funktionieren.
Nicht-Sinuswechselrichter sind nicht genormt, vorhersagbar ist damit nichts.
Kann funktionieren, muss aber nicht. Was mit einem kleinen Handyladegerät fünktioniert, muss an einem stärkeren Gerät noch lange nicht gut gehen.
Als erste Anhaltspunkte darf das Ladegerät nicht wärmer werden als mit Netzspannung, keine ungewöhnlichen Geräusche machen und muß Nennleistung erbringen. Alles Weitere zeigt die Zeit.
150W sind für ein Batterieladegerät sehr knapp, ein 10A Ladegerät wird daran kaum funktionieren.

mr_proper
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#19 Beitrag von mr_proper » Di 13 Mär 2018 20:25

Hm... ich befürchtete es. Unter 10A wird sich aberkannt lohnen. Mal schauen, ob ich testweise eines organisieren kann. Danke auf jeden Fall.

mr_proper
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Wohnraumbatterie - wie laden ?

#20 Beitrag von mr_proper » Mi 14 Mär 2018 08:43

Ich muss mir ja einen Plan B überlegen und bin auf folgendes gekommen.

Ich besorge diesen B2B Lader https://sterling-power.com/collections/ ... waterproof und verbinde damit Starter- und Versorgerbatterie. Da der Lader automatisch zu laden beginnt, sobald genügend Spannung in der Starterbatterie ist (d.h. Motor läuft), wird im Fahrbetrieb die Versorgerbatterie geladen.
Wenn ich dann bei längerer Standzeit (eher unwahrscheinlich) doch mal Strom brauche, hänge ich ein Ladegerät an die Starterbatterie und somit sollte auch der B2B-Lader wieder starten (auch ohne laufenden Motor).

Habe ich irgendwo einen Denkfehler?

Danke für euren Hirnschmalz.

Edit: eine weitere Variante wäre, dass ich die Starterbatterie (zwei Batterien unter dem Fahrersitz) nochmal kaufe und diese per Trennrelais mit der Starterbatterie verbinde. Die Lichtmaschine würde dann in Summe drei Batterien laden.
Da ich nur Kühlbox und hin und wieder Standheizung betreiben möchte, könnte das auch ausreichen?

Steff66
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#21 Beitrag von Steff66 » Fr 16 Mär 2018 07:14

Der Sterling ist ok, welche Anschlussvariante Du verwendest, mußt Du wieder an den Grenzen Deiner Bordnetzspannung fest machen. Er verträgt maximal 16V am Eingang, das sollte passen, würde ich aber trotzdem auch berücksichtigen.
Ein externes Ladegerät würde ich immer direkt an die Borbatterie anschließen, prinzipiell funktioniert es auch an der Starterbatterie, der Sterling springt auch dann an.
Das Ladegerät wird ander Starterbatterie die Kennlinie der Starterbatterie durchlaufen.

Die zweite Variante verstehe ich nicht so ganz, hast Du Angst, unterschiedliche Batterieen über ein Trennrelais zu verbinden?
Mußt Du nicht. Der Haken am Trennrelais ist in Deinem Fall eher die nicht Konstante Lichtmaschinenspannung. Das wäre, ich wiederhole mich, zu klären.

mr_proper
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#22 Beitrag von mr_proper » Do 22 Mär 2018 17:33

Steff66 hat geschrieben: Die zweite Variante verstehe ich nicht so ganz, hast Du Angst, unterschiedliche Batterieen über ein Trennrelais zu verbinden?
Mußt Du nicht. Der Haken am Trennrelais ist in Deinem Fall eher die nicht Konstante Lichtmaschinenspannung. Das wäre, ich wiederhole mich, zu klären.
Ich meine gelesen zu haben, dass die dritte Batterie dann ggf. nicht voll wird.
Im Auto sind vom Werk aus 2 Batterien, die so zusammengeschaltet sind, dass sie wie eine große Batterie sind (wenn ich es richtig verstanden habe).
Wenn ich eine 3. Batterie dazu anschließe, müsste es ja dann wie eine noch größerer Batterie sein.

Ich vermute mal, dass die Lichtmaschine das Ganze auch wie eine große Batterie erkennt und halt lädt, wie wenn es eine einzelne Batterie wäre.
Wenn ich da dann Verbraucher anschließe, dann gehe ich davon aus, dass alle drei Batterien gleichmäßig entladen werden, wie bei einer Batterie.
Soweit so gut,

Wenn ich jetzt zwischen Batterie 3 und dem Rest ein Trennrelais schalte, dann können die Verbraucher die 3. Batterie ja mehr entladen, als es die beiden anderen Batterien sind. Da durch das Trennrelais kein Strom zurückfließt, dürfte die Lichtmaschine bzw. der Regler nur den Ladezustand der ersten zwei Batterien berücksichtigen und wenn die voll sind, mit der Ladung zurückschalten. Dann würde die 3. Batterie vermutlich nicht mehr voll werden?

Und wenn die Batterien unterschiedliche Kapazität oder unterschiedlichen Typs sind (z.B. 2 x 80ah blei und 1 x 100 ah AGM), macht das die Sache nicht besser.

Habe ich das so richtig verstanden?

(Ich bin noch im Lernmodus. B2B Lader kenn ich und hatte ich schon und kommt auch möglicherweise wieder ;-))

Edit: Jetzt habe ich gerade hier (https://www.reimo.com/de/fahrzeugbau/bi ... 144815.gif) gesehen, dass Schaltung so ist: Lichtmaschine -> Trennrelais -> Starterbatterie und Aufbaubatterie.
Dann wird es aber vermutlich nichts damit werden, dass ich ein 230V Ladegerät an die Starterbatterie hänge und gleichzeitig die Aufbaubatterie mit geladen wird?
Könnte die Schaltung auch so sein? Lichtmaschine -> Starterbatterie -> Trennrelais -> Aufbaubatterie? Dann müsste das mit dem Ladegerät ja wieder funktionieren?

Ich glaub, ich kaufe wieder einen B2B Lader :mrgreen:
Danke & VG
Zuletzt geändert von mr_proper am Do 22 Mär 2018 18:05, insgesamt 1-mal geändert.

Berny
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#23 Beitrag von Berny » Do 22 Mär 2018 18:02

mr_proper hat geschrieben:Ich meine gelesen zu haben, dass die dritte Batterie dann ggf. nicht voll wird.
Im Auto sind vom Werk aus 2 Batterien, die so zusammengeschaltet sind, dass sie wie eine große Batterie sind (wenn ich es richtig verstanden habe).
Wenn ich eine 3. Batterie dazu anschließe, müsste es ja dann wie eine noch größerer Batterie sein.
... womit (eine Batterie mit) gleicher Spannung - aber grösserer Leistung - gemeint sein dürfte. (Klugschei... off). :roll:
Aus NRW grüsst Berny.
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Steff66
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#24 Beitrag von Steff66 » Do 22 Mär 2018 18:39

Hi,
Eine gewöhnliche Lichtmaschine bzw. deren Regler erkennt rein gar nichts von dem was in der Batterie und dem übrigen Bordnetz geschieht.
Der Regler versucht lediglich, die Spannung konstant zu halten, und zwar auf einen konstanten Wert, den die Konstrukteure für sinnvoll erachtet haben. Ob die Batterie(n) voll oder leer sind, weiß der Regler nicht.
Natürlich dauert es insgesamt etwas länger bis eine große oder mehrere kleine Batterien voll sind, das ist in der Praxis aber ohne Bedeutung.
Es ist also völlig egal, ob eine große oder mehrere parallel geschaltete kleine Batterien dran hängen.


Die Schaltung für ein Trennrelais ist Lichtmaschine-Starterbatterie-Trennrelais-Aufbaubatterie.


Es gibt bei neueren Fahrzeugen allerdings zwei Ausnahmen von dem oben beschriebenen Regelkonzept:

1.
Aus Gründen der Kraftstoffersparnis und zur Schadstoffreduktion regeln manche Motorsteuergeräte die Spannung der Lichtmaschine in Grenzen frei nach den Bedürfnissen des Fahrzeugs. z.B. wird bei Beschleunigen die Spannung herunter gefahren, um Motorleistung zu sparen.
So eine Regelung ist insgesamt nicht optimal zum Laden von Bordnetzbatterien, für die ist ist eine konstante Spannung über 14V besser.
Ob ein Trennrelais unter diesen Bedingungen überhaupt sinnvoll funktioniert, muss man prüfen. d.h. die Spannungswerte des Bordnetzes mit den Schaltwerten des Trennrelais vergleichen. Eingeschränkt gilt das auch für B2B Lader, auch hier müssen die Werte im Bordnetz so sein, dass der Lader sie „versteht“.
2.
Manche Autos messen zusätzlich an der Starterbatterie, ob sie voll oder leer ist und regeln auch danach die Spannung der Lichtmaschine. Auch hier ist ein simples Trennrelais meißt überfordert, auch hier müssen die Werte, in denen die Spannung schwankt zu den passen, die ein B2B Lader verarbeiten kann.

Ich hoffe, das halbwegs anschaulich erklärt zu haben.

Grüße Stephan

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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#25 Beitrag von mr_proper » Do 22 Mär 2018 19:16

Perfekt. Danke.
Ich denke, ich werde mir wieder den Votronic vcc1212-25 holen. Der sollte das alles können, wenn ich den direkt an die Starterbatterie anschließe.
Das scheint mir am einfachsten zu sein und den kenne ich schon.

mr_proper
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Re: Wohnraumbatterie - wie laden ?

#26 Beitrag von mr_proper » Fr 30 Mär 2018 20:18

mr_proper hat geschrieben:Der Wagen ist da und hat überraschenderweise bereits einen Spannungswandler bis 150W integriert, der nur bei laufendem Motor arbeitet. Eigentlich perfekt, um mit wenig Aufwand eine weitere Batterie zu laden. Es scheint aber leider kein reiner Sinus zu sein und somit stellt sich die Frage, welches Ladegerät mit dem gefakten Sinus zurecht kommt?
Nachdem ich nun auch endlich wieder ein Ladegerät habe, kann ich berichten, dass ein 10a Ladegerät am integrierten Wechselrichter des Ford Tourneo Custom funktioniert. D.h. ich kann über den Wechselrichter und das Ladegerät mit 10a meine AGM Batterie laden.
Ich werde somit den Einbau eines Batterie-Boosters erstmal verschieben und die Einfach-Lösung bei der nächsten Ausfahrt ausgiebig testen. Möglicherweise reicht das für meine Belange vollkommen aus.

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