PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

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campo
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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#31 Beitrag von campo » Fr 10 Mai 2019 07:48

Ich kenne ein paar die einfach diese Netz Kupplung gemacht haben.
Natürlich mit den richtigen Geräten. Aber illegal.
Dabei herrscht die Idee das man mit eine Solaranlage von <1000Wp so wenig einspeist im Netz, das keiner es sieht.
Bis es mal falsch lauft….
Natürlich ist es legal auch machbar. Kostet allein etwas mehr und für Einspeisung von wenig Strom wird das verhältnismäßig etwas teuer.



Schau mal hier, es gibt interessante Varianten.
Der Camper im Wohnzimmer wen er mal nicht auf Reise ist.
Camperloft wirds gennent in Holland.
Dann speist die Solar Anlage vom Wohnung Dach der Camper Electric Anlage.
Der Steckverbinder aus dem Dach sieht man oben.
Zusätzlich ein paar Batterien und keine Netzverbindung mehr nötig.
100% Off grid Anlage
Eventuel mit kleines Notstromagregat fals mal Bewohnung im winter.






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TGM 13290 4x4 in Aufbau

Steff66
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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#32 Beitrag von Steff66 » Fr 10 Mai 2019 20:33

Die Idee, eine bestehende PV Anlage eines Wohnmobils ans Netz anzubinden ist naheliegend.
Das wäre eine sog. steckerfertige Solaranlage, die entsprechenden Vorschriften wurden letztes Jahr geändert bzw. vereinfacht.
Bis zu einem Strom von 16A / 3,68kW ist das jetzt prinzipiell möglich.
Der Einspeisestromkreis muss für die gegebene Belastung ( hier etwa 1,6 kWp) ausgelegt sein, eine Anmeldung beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur, ein Zweirichtungszähler und die Installation/Anmeldung durch ein eingetragenes Elektrounternehmen sind zwingend, wenn die Anlage legal betrieben werden soll.
Welches Einspeisemodell sich wann und wie rechnet, muss man schauen.
Ich würde mir entsprechende Angebote von Fachfirmen einholen.

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#33 Beitrag von sieschonwieder » Sa 11 Mai 2019 19:22

So Universal möglich ist das nicht. Was bei dem einen Stromversorger möglich ist kann bei anderen noch gar nicht angedacht sein.

Ich hab früher Blockheizkraftwerke gebaut und verkauft. Ich hatte ein tolles Projekt mit einer Komune . Diese hatte ein Hallen- und ein Freibad . Nur eins von beiden war jeweils offen. Was liegt näher das BHKW als Anhänger zu bauen. Um nicht als mobile Anlage zu gelten welche nicht im EEG erlaubt sind, mussten immer die Räder ab und ortsfest am Boden verschraubt werden. Nur aufgebockt festverschrauben war nicht gestattet. Das konzept hat ein anderer Energieversorger dann mehrfach selbst verkauft in seinem Versorgungsgebiet. Die Räder blieben dabei immer drann.

Es könnte also sein das du dein Womo aufbocken musst :mrgreen: Ich kann mir auch vorstellen das die Netzverbindung (Schütz, nicht der Stecker ) abfallen muss wenn du am Zündschlüssel wackelst.

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mrmomba
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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#34 Beitrag von mrmomba » So 12 Mai 2019 00:18

Mir kommt Grade in den Sinn, ob wir nicht bei "Einspeisung ins Netz" von unterschiedlichen Sachen ausgehen.
Nicht das einer die Einspeisung ins öffentlichen Stromnetz vom Netzanbieter meint,
Und der andere, so wie ich, nur das eigene Hausnetz meinen.
Klar technisch kein Unterschied. Aber rechtlich.

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#35 Beitrag von Steff66 » So 12 Mai 2019 07:23

sieschonwieder hat geschrieben:
Sa 11 Mai 2019 19:22
So Universal möglich ist das nicht. Was bei dem einen Stromversorger möglich ist kann bei anderen noch gar nicht angedacht sein.

Ich hab früher Blockheizkraftwerke gebaut und verkauft. Ich hatte ein tolles Projekt mit einer Komune . Diese hatte ein Hallen- und ein Freibad . Nur eins von beiden war jeweils offen. Was liegt näher das BHKW als Anhänger zu bauen. Um nicht als mobile Anlage zu gelten welche nicht im EEG erlaubt sind, mussten immer die Räder ab und ortsfest am Boden verschraubt werden. Nur aufgebockt festverschrauben war nicht gestattet. Das konzept hat ein anderer Energieversorger dann mehrfach selbst verkauft in seinem Versorgungsgebiet. Die Räder blieben dabei immer drann.

Es könnte also sein das du dein Womo aufbocken musst :mrgreen: Ich kann mir auch vorstellen das die Netzverbindung (Schütz, nicht der Stecker ) abfallen muss wenn du am Zündschlüssel wackelst.
Das ist ein ganz anderes Szenario.
Ein BHKW dieser Größe wird zwingend fest angeschlossen.
Wir reden hier von einer sog. Plugin-PV Anlage, die wird mit einem -speziellen- Stecker an beliebiger Stelle an das Hausnetz angeschlossen.
Die entsprechenden Normen wurden letztes Jahr dahingehend erweitert.
Die Anlage ist mach wie vor beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur meldepflichtig, die Einspeisedose muss durch ein eingetragenes Elektrounternehmen installiert werden und ein Zweirichtungszähler ist zwingend erforderlich. Das mag dann ein „elektrotechnischer“ Zähler sein, nach aktuellem Stand kommunizieren diese Zähler aber nicht mit dem Netzbetreiber. Das wird in den nächsten Jahren zwar planmäßig flächendeckend für alle Anlagen der Fall sein, ist aber aktuell nicht so.

Es wird also ohne Fachbetrieb kein legaler Anschluss möglich sein, der kennt die Vorgaben den örtlichen Energieversorgers. Ich denke, es bringt wenig über hypothetische Vorschriften zu reden, man muss das vor Ort entscheiden.

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#36 Beitrag von Steff66 » So 12 Mai 2019 07:26

mrmomba hat geschrieben:
So 12 Mai 2019 00:18
Mir kommt Grade in den Sinn, ob wir nicht bei "Einspeisung ins Netz" von unterschiedlichen Sachen ausgehen.
Nicht das einer die Einspeisung ins öffentlichen Stromnetz vom Netzanbieter meint,
Und der andere, so wie ich, nur das eigene Hausnetz meinen.
Klar technisch kein Unterschied. Aber rechtlich.
Eigentlich nicht. Solange auf dem Grundstück ein Hausanschluss vorhanden ist, ist der Netzbetreiber immer mit im Boot, rechtlich gesehen.
Das gilt auch für eine Inselanlage, die z.B. ausschließlich eine Gartenhütte versorgt.

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#37 Beitrag von Stoppie » So 12 Mai 2019 21:32

Steff66 hat geschrieben:
So 12 Mai 2019 07:26
.... Solange auf dem Grundstück ein Hausanschluss vorhanden ist, ist der Netzbetreiber immer mit im Boot.....
Damit hast Du Recht. Alle Netzeinspeisungs-Anlagen, egal ob es eine PV-Anlage, ein BHKW oder ein Netzausfallgenerator ist, ist genehmigungspflichtig (durch den Netzbetreiber).
mrmomba hat geschrieben:
So 12 Mai 2019 00:18
.... Das gilt auch für eine Inselanlage, die z.B. ausschließlich eine Gartenhütte versorgt.
Das ist so nicht korrekt. Wenn man eine Gartenhütte hat und diese ausschließlich mit elektrischer Energie von einer PV-Anlage versorgt und keinerlei elektrische Verbindung zum Hausanschluss besteht, braucht diese nicht vom Netzbetreiber genehmigt zu werden.
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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#38 Beitrag von mrmomba » So 12 Mai 2019 23:00

Das gilt auch für eine Inselanlage, die z.B. ausschließlich eine Gartenhütte versorgt.
Ich kann mich nicht daran erinnern das geschrieben zu haben :-)

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#39 Beitrag von Steff66 » Mo 13 Mai 2019 12:36

mrmomba hat geschrieben:
So 12 Mai 2019 00:18
Nicht das einer die Einspeisung ins öffentlichen Stromnetz vom Netzanbieter meint,
Und der andere, so wie ich, nur das eigene Hausnetz meinen.
Klar technisch kein Unterschied. Aber rechtlich.
Die Gartenhütte war ein Beispiel zur Veranschaulichung.

Technisch gibt es keine wirkliche Möglichkeit, das eigene Hausnetz vom Netz des Stromanbieters abzugrenzen, es sei denn man schaltet das gesamte Netz hart um oder versorgt nur einen Teil des Hausnetzes mit der Insel, in meinem Beispiel eben die Gartenhütte, als Beispiel gewählt, weil genau das oft vorkommt.
Natürlich kann an die Anlage auch als Nulleinspeisung konfigurieren, aus das macht technisch und rechtlich keinen Unterschied. Das EVU und die BNetzA sind immer mit im Boot und damit ist Selbermachen ausgeschlossen

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#40 Beitrag von mrmomba » Mo 13 Mai 2019 12:55

Mir gings Darum, dass ich da Zitiert wurde obwohl das zitiert nicht von mir stammte...

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#41 Beitrag von Stoppie » Mo 13 Mai 2019 13:04

Steff66 hat geschrieben:
Mo 13 Mai 2019 12:36
..... Das EVU und die BNetzA sind immer mit im Boot und damit ist Selbermachen ausgeschlossen....
Damit der geneigte Leser in diesem Thread nicht verunsichert wird, hier noch einmal und letztmalig:

Einspeisung von elektrischer Energie in das Leitungsnetz des Netzbetreibers oder Lieferung von elektrischer Energie von dem Leitungsnetz des Netzbetreibers bedarf der vorhergehenden Genemigung desselben.

Installation einer PV-Inselanlage (also ohne elektrisch Verbindung zum Leitungsnetz des Netzbetreibers) z. Bsp. für seine Gartenhaus benötigt diese Genehmigung nicht!. Das kann der private Eigentümer in Eigenverantwortung machen.
Die Bundesnetzagentur hat übrigens andere Aufgaben und mit Genehmigungen von Hausanschlüssen etc. nichts zu tun.
Man(n) fährt MAN :)

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#42 Beitrag von Steff66 » Mo 13 Mai 2019 23:00

Einmalig und letztmalig klingt schon wieder ein wenig seltsam...

PV Anlagen mit Einspeisung bzw. Verbindung zum Stromnetz bei der BNetzA meldepflichtig. Im Zweifelsfall wird dort geprüft, ob die Anlage Umlagepflichtig ist.
Genehmigen muss sie dabei nichts. Auch von einer Genehmigung von Hausanschlüssen war keine Rede.
Die Technischen Details der Anlage, die Einspeisung und die Vergütung werden mit dem Netzbetreiber abgestimmt und wird durch die Anmeldung eines eingetragenen Elektrobetriebs angemeldet und in Betrieb genommen.

Auch eine Inselanlage ist beim Netzbetreiber meldepflichtig, genauer gesagt, anzeigepflichtig. Dabei gibt es nichts zu genehmigen, die reine Information und die Basisdaten reichen. Macht zwar kaum jemand, ist aber so. Im Zweifelsfall kann (muss) der Netzbetreiber sicherstellen, dass die Inselanlage keine Netzrückwirkungen erzeugt oder das keine Abgaben hinterzogen werden. Man sieht es den Modulen auf dem Dach ja nicht an, wie sie betrieben werden.



Im vorliegenden Fall gibt es die Möglichkeit, über das Wohnmobil eine reine Insel zu betreiben und Geräte dort einstecken. Etwas komplizierter wäre, im Haus ein kleines Inselnetz zu betreiben, das vom Wohnmobil versorgt wird.

Die andere Möglichkeit wäre, das Wohnmobil als Plugin Anlage zu betreiben, dazu wäre eine spezielle Einspeisesteckdose nötig und die Einspeisung muss an geeigneter Stelle erfolgen, damit der entsprechende Stromkreis nicht überlastet wird. Wenn das Haus keine Zweirichtungszähler hat, muss dieser eingebaut werden, das macht das EVU bzw. dessen Beauftragter, auf keinen Fall ein Laie. Ein passender Wechselrichter, der u.A. VDE AR 4105 konform ist, muss natürlich vorhanden sein.


In beiden Fällen wäre die Anlage anzeigepflichtig, das ist lediglich eine Formalität.

Die Anlage als Plugin laufen zu lassen, hat aus neuer Sicht nur Vorteile, weil z.B. die Akkus im Wohnmobil dadurch nicht unnötig verschleißen.
Die Kosten sind im Rahmen und eine Ankage mit über 1,5kWp amortisiert sich schneller als eine 300W Balkonanlage.


.

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#43 Beitrag von mrmomba » Di 14 Mai 2019 07:04

Steff66 hat geschrieben:
Mo 13 Mai 2019 23:00
Die andere Möglichkeit wäre, das Wohnmobil als Plugin Anlage zu betreiben, dazu wäre eine spezielle Einspeisesteckdose nötig und die Einspeisung muss an geeigneter Stelle erfolgen, damit der entsprechende Stromkreis nicht überlastet wird. Wenn das Haus keine Zweirichtungszähler hat, muss dieser eingebaut werden, das macht das EVU bzw. dessen Beauftragter, auf keinen Fall ein Laie. Ein passender Wechselrichter, der u.A. VDE AR 4105 konform ist, muss natürlich vorhanden sein.
Genau DARUM geht es doch bei dieser Frage und zumindest ich, habe bis dato von nichts anderem gesprochen... :!: :!: :!:
Warum können wir denn nicht mit diesem Thema weiter machen? Das ist doch das, was der Chrissi eigentlich "haben will" ohne das er es wirklich weiß :D
chrisi hat geschrieben:
Do 09 Mai 2019 08:01
Hallo,


Es geht um Nutzung der Solaranlage auf dem Womo-Dach, die ja zu Hause meist nutzlos Strom produziert.
[...] das es so was mittlerweile fertig zu kaufen gibt. Leider hab ich im www nur Angebote für komplette Anlagen gefunden. Brauche ich nicht, die Paneele sind ja da.
Und demnach ist es doch 'eigentlich' klar, was er umgesetzt haben will, weder BKH, Großanlagen noch finanzielle Vergütung des ins Netz eingespeisten Stromes stand im Vordergrund - rein die eigene Nutzung vom erzeugten Strom.

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#44 Beitrag von Steff66 » Di 14 Mai 2019 09:29

Ich habe ja weder ein BHKW noch die Angrenzung von Haus-und EVU Netz auf dem Tisch gebracht.
Wenn ich mich recht erinnere, war ich derjenige, der den einzig legalen Lösungsweg aufgezeigt hat. :D
Was dazu notwendig ist, habe ich ebenfalls erklärt, ohne Zweirichtungszähler und damit ohne EVU und Elektrobetrieb geht das eben nicht.
Technische Details kann man erläutern, wenn man die Daten der PV kennt. Die Stringspannung wurde ja schon als Kriterium angesprochen, die nötige VDE-AR4105 Konformität auch.

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Re: PV-Anlage mit Einspeisung ins Netz

#45 Beitrag von sieschonwieder » Di 14 Mai 2019 21:44

Es ist doch EVU ( Einspeisung) rechtlich "scheiss egal " ob der Strom aus einer PV , BHKW, oder Wind, Autobatterie kommt.

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