Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

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Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

#1 Beitrag von Picco » Sa 25 Jan 2020 13:42

Hoi zämä

In einer Camper-Selberbauergruppe in Facebook hab ich einen Link zu folgendem Youtube-Video entdeckt.
Klingt für mich als Laien ganz gut und mit einer allfälligen Beheizung der Batterien für den Fall dass sie mal zu kalt haben um geladen zu werden sind die Preise auch sehr sympatisch.
Fragt sich nur was der VErsand kosten soll...
Was meinen die LiFePo-Kenner dazu?
Hier der Link zum Video, die getesteten Akkus und der Balancer sind in drei der vier Links unter dem Video zu finden. (klick mich)

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holger4x4
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Re: Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

#2 Beitrag von holger4x4 » Sa 25 Jan 2020 16:52

Hi,

hmm, außer das alles fantastic und super ist, gibt's leider nicht viel Info, auch nicht in dem Link zum BMS.
Hier steht etwas mehr.
Tja, obs was taugt? Mag schon sein, kommt auf einen Versuch an. Wir brauchen einen Beta-Tester :mrgreen:

Die Fortune Zellen sind relativ günstig im Vergleich zu den Winston, aber eben ohne "Y".
Gruß, Holger

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Re: Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

#3 Beitrag von womo3 » Sa 25 Jan 2020 17:00

Hallo Picco,

die Zellen machen äußerlich, mechanisch einen guten Eindruck. Von den technischen Daten her sehe ich keinen großen Unterschied zu den vielen anderen angebotetenen Zellen die sich ebenfalls nicht unter 0 Grad laden lassen. Weiterhin fehlt eben auch die für die Brandsicherheit relevante Y - Dotierung. Die Preise beziehen sich auf die nackten Zellen ohne Balancer/BMS, sind natürlich günstiger als Winston, aber auch nicht so spektakulär. Somit würde ich nachwievor nichts anderes als die gelben Winstons nehmen, für ein System, das man sich selbst zusammenbaut. Wer das nicht kann oder will, für den gibt es inzwischen eine reiche Auswahl an Ferigakkus, die 1:1 gegen Blei-Säure-Batterien getauscht werden können. Deren Zellen verhalten sich vorwiegend ähnlich wie die von dir gefundenen Zellen. Deren BMS bestimmt dann den maximalen Lade- und Entladestrom.

Grß Wolfgang

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Re: Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

#4 Beitrag von holger4x4 » Sa 25 Jan 2020 17:08

Die Zellen kommen ja auch aus USA (?), also kommt da noch Versand + Zoll drauf. Da bleibt wohl kein wirklicher Preisvorteil.
Gruß, Holger

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Urs
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Re: Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

#5 Beitrag von Urs » So 26 Jan 2020 03:35

Hoi Picco,

Ich bin jetzt nicht der Life(y)po experte, trotzdem auch noch mein Senf dazu.
Ich schliesse mich meinen Vorrednern, insbesondere dem Statement vom Holger an. Viel blabla, wenig gesagt. Die supertollen Busbar sind einfachstes Blech und die Bohrungen sind wohl auf sehr grosse Tolleranzen der Gehäuse ausgelegt, dafür gibt es supertollen selbstsichernden Muttern welche man an den supertollen Polen auch mit dem Schlagschrauber anziehen kann. Die riesigen Gewinde bringen dabei eigentlich nichts ausser dass man für den BMS auch speziell grosse Kabelschuhe für die kleinen Querschnitte braucht.
Dazu ein absolut dilletantisch angeschlossener Wechselrichter und irgendwelche wild durchgeführte nichtssagende "Tests", gepaart mit Aussagen dass die Akkus alle Tests super bestanden hätten, in Elektroautos mit C6 betrieben werden und locker 5000-10000 Zyklen und mehr ab können...
Auch dachte ich er testet die Akkus, oder testet er nun doch den BMS...? Und zu guter letzt noch der Titel vom Video...
...sieht mir alles nach einem Influenzer aus der ein bezahltes Produktreview macht (was ja grundsätzlich legitim wäre, sofern er es offen legen würde, was er nicht tut. Oder hab ich es verpasst?). Übersetzung für die ältere Generation unter uns: Schlecht gemachte Dauerwerbesendung bzw. Schleichwerbung. Wird wohl nicht mein lieblings-Youtuber werden ;)

Zu den Akkus: Sieht mir auf den ersten Blick nach null-acht-fünfzehn Zellen aus. Cool finde ich die Lösung mit den Bohrungen und Gewindestangen um sie zusammenschrauben zu können. Ob das als Alleinstellungsmerkmal reicht?

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

Steff66

Re: Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

#6 Beitrag von Steff66 » So 26 Jan 2020 09:04

Was erwartet man von einem YouTube Video? Es sagt nichts über die Qualität der verwendeten Produkte aus.
Ich würde mir nie teure Teile aus dem Ausland bestellen, sondern zumindest auf einen europäischen Vertrieb achten.
Mein Eindruck vom Bausatz ist nicht schlecht, die Umsetzung ist doch völlig in Ordnung, Kritik daran ist für mich nicht nachvollziehbar. Niemand kann belastbar behaupten, die Zellen von Hersteller X wären besser als die vom Hersteller X, zumal es weltweit nicht viele gibt und die wenigsten den privaten Markt bedienen.
Yttriumdotierung hat übrigens nichts mit „Brandsicherheit“ zu tun. Alle LFP Akkus sind prinzipiell eigensicher
Wer an der Dimensionierung der benötigten Hilfsmaterialien scheitert, sollte Briefmarken sammeln.

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Re: Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

#7 Beitrag von Picco » So 26 Jan 2020 12:13

Hoi zämä

Danke schon mal für Eure Meinungen.
Ja, er ist ein Ami und macht dementsprechend viel nichtssagendes Blabla.
Die VErsandkosten sind natürlich ein Thema...ich behalts mal im Auge!

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Re: Test mit billigen LiFePo und Balancer: Was meint Ihr dazu?

#8 Beitrag von Urs » So 26 Jan 2020 15:17

Steff66 hat geschrieben:
So 26 Jan 2020 09:04
Was erwartet man von einem YouTube Video?
Es gibt durchaus auch Youtuber welche auch bei Produktreviews mehr Fleisch am Knochen liefern, auch solche aus den Staaten.
Steff66 hat geschrieben:
So 26 Jan 2020 09:04
Ich würde mir nie teure Teile aus dem Ausland bestellen, sondern zumindest auf einen europäischen Vertrieb achten.
Ein europäischer Vertrieb *kann* gewisse Vorteile bei Garantiefällen bieten. Ein Garant dafür dass im Fall des Falles alles glatt läuft ist es noch lange nicht. Ich hab schon einiges aus den Staaten geholt (aktuell wartet eine Lieferung im vierstelligen Betrag darauf in den nächsten Container verladen zu werden) und bisher überaus positive Erfahrungen gemacht, hoffe das bleibt so. Handkehrum hab ich auch in Europa, nebst ganz guten, auch ganz schlechte Erfhrungen gemacht...
Vom Versand/Zoll/Mwst her gesehen spielt es für uns hier in CH eigentlich keine grosse Rolle ob wir im benachbarten europäischem Ausland oder aus Übersee bestellen.
Steff66 hat geschrieben:
So 26 Jan 2020 09:04
Wer an der Dimensionierung der benötigten Hilfsmaterialien scheitert, sollte Briefmarken sammeln.
Kann mann machen, man kann aber auch Produkte kaufen welche so umgesetzt wurden dass es keine speziellen Hilfsmaterialien und womöglich noch Spezialwerkzeug um das zu verarbeiten braucht.

Gruss
Urs
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