Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

Elektrik, Solar, Laden, Batterien, Beleuchtung
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Steff66
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#16 Beitrag von Steff66 » Sa 21 Sep 2019 12:25

ThomasFF hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 11:34
Die E-Auto-Ladestationen wären nur dann von anderer Verwendung ausgeschlossen, wenn die öffentliche Hand sie förderte....besonders wenn der Verbrauch subventioniert und im Gegenzug eine Zweckbindung ausgesprochen würde. Aber auch bei einer private Ladestation für Betriebsangehörige, bei der der Chef den Strom für seine Mitarbeiter als Sozialleistung bezahlt oder bezuschusst, dürfte man von einer Zweckbindung ausgehen... dort darf man sich nicht bedienen.

Wenn die Stromentnahme von "Tanker" bezahlt wird und per Gesetz oder Verordnung keine Zweckbindung vorgeschrieben ist (müsste auf der Säule extra drauf hingewiesen werden!!!), ist auch die Entnahme fürs Aufladen der Akkus im Womo nicht verboten.... passender Stecker und schadlose Entnahme mal vorausgesetzt.
Oder der Vertrag mit den Energieversorger das vorsieht. Außerdem werden öffentliche Ladestaionen sehr wohl gefördert.
Die Steckverbindung ist keine gängige und eine andere Nutzung ohne Manipulation gar nicht möglich.

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Balu
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#17 Beitrag von Balu » Sa 21 Sep 2019 12:31

Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 11:31
Ruhig Blut.
Ich schrieb ausdrücklich „für mich ist die Sache einfach“.
Ich bin ganz ruhig. :wink:
Bitte sei mir nicht böse, wenn ich deine Argumentation noch nicht so recht verstanden habe. Entweder ist die Sache doch nicht so ganz einfach oder bin ich ja auch nur ein wenig begriffsstutzig. :lol:
Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 11:31
Der Anschluss eines Elektrofahrzeugs an eine Ladestation ist anders zu beurteilen als das Tanken an einer Zapfsäule.
Schau, das ist der Punkt. Juristisch scheint (noch) nichts dagegen zu sprechen und von der technischen Seite auch nicht. Das hast du weiter oben selbst geschrieben. Warum ist das also anders zu beurteilen?
Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 11:31
Der Anschluss eines Elektrofahrzeugs an eine Ladestation ist anders zu beurteilen als das Tanken an einer Zapfsäule.
Man schießt hier einen Speicher an das Stromnetz an.
Liegt das nicht in der Natur eines Tankvorganges, dass ich meinen Speicher an eine Quelle anschließe?
Bei Gas oder Diesel fragt mich kein Mensch, was ich damit hinterher anstelle. Bei Strom soll das anders sein? Wenn ich meine Batterie zuhause oder auf dem Campingplatz auflade, tue ich das schließlich im Prinzip aus dem selben Stromnetz.
Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 11:31
Ob man das nun für bürokratisch hält, oder nicht, es ist nunmal so.
Das ist genau der Punkt, über den ich stolpere. Du sagst: "Es ist nunmal so." Und das scheint dir als Begründung genug zu sein. Dem könnte ich nun einfach dagegen setzen: "Das ist nunmal nicht so."
Würde uns das weiterbringen?
Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 11:31
Zu einer sachgerechten Antwort gehört für mich, sämtliche Aspekte zu betrachten.
Schau, genau das versuche ich.
Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 11:31
Was der Einzelne daraus macht, ist nicht meine Sache.
Da hast du wohl recht! Ein jeder ist selbst seines Glückes Schmied.

Gruß
Herby
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mrmomba
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#18 Beitrag von mrmomba » Sa 21 Sep 2019 13:04

Im umkehrschluss muss der Gode also nur ein kleinen Elektromotor verbauen lassen und schon darf er sich dann laben dann hat er ein hybrid der u.a.auch mal geladen werden muss und braucht sich keine Sorgen mehr machen :P

Steff66
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#19 Beitrag von Steff66 » Sa 21 Sep 2019 13:25

Hallo Herby,
alles gut.

Aus diversen Vorschriften, die sich wiederum auf Verordnungen und Gesetzte stützen, ergibt sich, das das Laden eines Elektrofahrzeugs dem Anschluss eines Speichers an das Stromnetz entspricht.
Es ist auch angedacht, diese Speicher zur kurzzeitigen Stabilisierung des Netzes zu nutzen. Man spricht hier von Netzdienstleistung, das ist schon ganz anders als ein normaler Tankvorgang.

Mir ist keine Vorschrift, Gesetz, etc. bekannt, das ausdrücklich verbietet, an einer Ladesäule Strom zur allgemeinen Verwendung zu entnehmen.
Das muss es aber auch nicht, wenn sich das anderweitig ergibt. Die Wahrscheinlich, dass an ein solches Szenario schlicht nicht niemand gedacht hat, ist ja nicht so klein.

Ich schlage mich täglich mit solchen Fragen herum und wenn ich mir das Energiewirtschafts- und erneuerbare Energiengesetz, die Niederspannungsanschlussverordnung,
die technischen Anschlussbedingungen, die diversen VDE Anwendungsrichtlinien, ect. anschaue, komme ich zu keinem anderen Schluss.
Wenn, wie schon angesprochen, der Vertrag zwischen Energieversorger und Kunde anderweitige Nutzung ausschließt, ist die Sache ohnehin klar.

Ich glaube nicht, das hier in naher Zukunft Grundsatzurteile zu erwarten sind, zur Zeit bestehen sich da unzählige andere Fragen, eben auch rechtliche.

Wenn man mal davon absieht, das solche Fragen durchaus interessant sind und man im Zweifelsfall hakt tun sollte, was man nicht lassen kann, halte ichˋs für keine gute Idee.
Der nächste „Notfall“ ist eine nicht bezähmte Stromrechnug, ein Defekt in der Elektroanlage oder was auch immer man sich ausdenken mag. Wenn da jetzt jeder mit eigenem Adapter sich der öffentlichen Ladesäulen bedient, ist das ganz sicher nicht deren Sinn. Auch nicht, wenn man dafür bezahlt.

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Gode_RE
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#20 Beitrag von Gode_RE » Sa 21 Sep 2019 13:27

Ist immer wieder spannend, zu welch thematischer Erweiterung der Diskussionen meine einfachen Nachfragen animieren ... :lol: :lol: :lol:

Aber sei´s drum, ich habe ja dank der Hinweise aus diesem Forum meinen Wissenshorizont erweitert und die gewünschten Informationen gefunden, vielen Dank. Ob ich mir ein solches Kabel bastele, werde ich mal für mich im stillen Kämmerlein entscheiden. Die kleinen und großen erhobenen Zeigefinger wie "Energieversorgung nicht im Griff" oder "wozu braucht MAN soviel blinkende Lämpchen" werte ich jetzt mal als die liebenswerten Scharmützelchen, die hier auch sonst zwischen den unterschiedlichsten Philisophieverfechtern mit Begeisterung ausgefochten werden - halt eben zum Zeitvertreib in einem Forum. Ist ja auch ok...

By the way: Ich habe auch allerlei andere Adapter an Bord, z.B. von CEE 32A auf CEN, von CEE 16A auf CEN, diverse Schukoadapter - und von CEE auf Gardena ... *lach*

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Alles für allerlei "Notfälle"... 8)

LG Gode

Steff66
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#21 Beitrag von Steff66 » Sa 21 Sep 2019 13:37

Die kleinen und großen erhobenen Zeigefinger wie "Energieversorgung nicht im Griff"
das war nicht persönlich gemeint, sondern auf den Verweis von Paul Stettiner auf einen „Notfall“ bezogen.
Ich sehe hier keine rechtfertigenden Notfälle.

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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#22 Beitrag von Balu » Sa 21 Sep 2019 14:23

Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 13:25
Hallo Herby,
alles gut.
Das ist doch schön. Es liegt mir fern jemanden anzugreifen und auf den Schlips zu treten.
Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 13:25
Aus diversen Vorschriften, die sich wiederum auf Verordnungen und Gesetzte stützen, ergibt sich, das das Laden eines Elektrofahrzeugs dem Anschluss eines Speichers an das Stromnetz entspricht.
Es ist auch angedacht, diese Speicher zur kurzzeitigen Stabilisierung des Netzes zu nutzen. Man spricht hier von Netzdienstleistung, das ist schon ganz anders als ein normaler Tankvorgang.
Diese Geschichte mit der Stabilisierung des Netzes habe ich in einem anderen Forum auch schon mitverfolgt. Dem Netzbetreiber kann es doch letztendlich egal sein, ob ich mit dem Strom, den ich tanke, fahre oder koche. In beiden Fällen hängt ein Akku am Netz. Meiner Meinung nach muss da aber derjenige, der sein Fahrzeug (bzw. einen anderen Akku) an die Ladesäule hängt, sein Einverständnis zur Netzstabilisierung (Stromentnahme) geben. Das wäre dann eine komplett andere Baustelle. Da geht es ja darum überschüssigen Strom aus regenerativen Energien in den Batterien zwischenzulagern und dann wieder ins Netz zurück zu speisen.
Ich stelle mir das schon grenzwertig vor, wenn ich mein Fahrzeug an eine Ladestation hänge, weil ich volle Reichweite brauche und dann ist die Kiste leerer wie vorher, nach dem Motto: "Sorry, wir mussten gerade das Netz stabilisieren."
Da ist unabhängig von der Diskussion wer sich an die Ladesäule hängen darf noch viel Regelungsbedarf. Ein interessanter Aspekt wäre unter anderem, dass der Energieversorger Ladezyklen von meiner Batterie nutzt und sie damit verschleißt.

Aber da wären wir schon beim nächsten Thema bezüglich der Elektromobilität....
...und vernünftige Camper mit Elektroantrieb sind ja noch in weiter Ferne.

Gruß
Herby
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#23 Beitrag von Balu » Sa 21 Sep 2019 14:34

Gode_RE hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 13:27
Ist immer wieder spannend, zu welch thematischer Erweiterung der Diskussionen meine einfachen Nachfragen animieren ... :lol: :lol: :lol:
:lol: :lol: :lol:
Gode_RE hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 13:27
Aber sei´s drum, ich habe ja dank der Hinweise aus diesem Forum meinen Wissenshorizont erweitert und die gewünschten Informationen gefunden, vielen Dank. Ob ich mir ein solches Kabel bastele, werde ich mal für mich im stillen Kämmerlein entscheiden.
Da hast gscheit recht :wink:
Schön dass du die nötigen Infos gekriegt hast. Ziel erreicht. :D
Gode_RE hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 13:27
By the way: Ich habe auch allerlei andere Adapter an Bord, z.B. ...- und von CEE auf Gardena ... *lach*

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Alles für allerlei "Notfälle"... 8)
Wenn du noch mehr so "spezielle Sachen" suchst:
https://etel-tuning.eu
ist eine hervorragende Quelle für derlei Dinge. :lol: :lol: :lol:

Gruß
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#24 Beitrag von Mobilix » Sa 21 Sep 2019 16:29

Hi,
so ganz abwegig ist die Idee von Gode in meinen Augen nicht. Ich habe schon häufig das dringende Bedürfnis nach einer spontanen Stromversorgung gehabt und musste frustriert nach Alternativen suchen. Früher ging ich regelmäßig Skifahren mit dem VW-Bus und habe natürlich auf dem nachts leeren Parkplatz der Talstation gestanden. Nach kurzer Zeit war es - 17°C und der Saft in der Batterie leer, die nervtötende Eberspächer-Standheizung stellte den Betrieb ein. Da hieß es kuscheln, kuscheln und noch mal kuscheln, und morgens, mit vereistem Bart und klappernden Zähnen möglichst bald ein lebensbeförderndes Frühstück finden. Am späten Sonntagnachmittag, zum Wegfahren, war meist genug Strom zum Starten da. Wenn nicht, da gab es noch hilfsbereite andere Sportler...

Wenn auf so einem Parkplatz nun eine nachts verwaiste E-Ladestation wäre, wäre das eine tolle Infrastruktur für solche Zwecke!

Gruß,
Mobilix

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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#25 Beitrag von Steff66 » Sa 21 Sep 2019 17:38

Es ist immer eine Frage der vertragsgemäßen Nutzung.
Als Beispiel sei hier der Sondertarif für Wärmepumpen genannt. Oder die Nachtstromspeicherheizung.
Man kann die WP mit normalem Netzstrom betreiben oder einen Sondertarif mit dem Versorger vereinbaren. Dann gibtˋs den Strom billiger, im Gegenzug kann der Netzbetreiber Sperrzeiten einrichten. Natürlich nur mit Berücksichtigung der sichernden Funktion der WP.
Das ist bei Ladestationen ähnlich, auch wenn hier noch nicht alle Ideen umgesetzt sind.

Es gibt analog zu den Sondertarifen für WP oder Nachtstromspeicherheizungen auch Sondertarife für Ladestationen. Auch hier ist der Deal „ Du bekommst den Strom billiger, dafür kann ich die Ladestation - natürlich unter Berücksichtigung eines sinnvollen Ladebetriebs- nach Bedarf steuern“.
Nutzt man eine solche Ladestation anders als im Vertrag festgelegt, hat das rechtliche Konsequenzen.
Ähnlich ist es mit kostenlosen Ladestationen bei Arbeitgebern. Obwohl das Laden eigentlich als geldwerter Vorteil gilt, ist das Laden hier steuerfrei. Läd man hier seine Bordbatterie, ist das Steuerhinterziehung.

Man kann also nicht sagen, das eine andere als die vorgesehene Nutzung einer Ladestation pauschal „egal“ ist. Man muss den konkreten Fall betrachten.
Vielleicht kommt jemand irgendwann auf die Idee, den Strom aus den Ladesäulen auch anders zu vermarkten. Denkbar ist das.

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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#26 Beitrag von Balu » Sa 21 Sep 2019 18:39

Steff66 hat geschrieben:
Sa 21 Sep 2019 17:38
Es ist immer eine Frage der vertragsgemäßen Nutzung.
...
Es gibt analog zu den Sondertarifen für WP oder Nachtstromspeicherheizungen auch Sondertarife für Ladestationen. Auch hier ist der Deal „ Du bekommst den Strom billiger, dafür kann ich die Ladestation - natürlich unter Berücksichtigung eines sinnvollen Ladebetriebs- nach Bedarf steuern“.
Nutzt man eine solche Ladestation anders als im Vertrag festgelegt, hat das rechtliche Konsequenzen.
Was lernen wir daraus?
Erst mal das Kleingedruckte an der Ladesäule lesen, ehe man den Stecker der Bordbatterie einsteckt.

Alternative für ganz Abgebrühte:
Wo kein Kläger, da kein Richter. :wink:

Gruß
Herby
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#27 Beitrag von Gode_RE » Sa 21 Sep 2019 19:30

Ok, die thematische Erweiterung dieses Diskussionsfadens gefällt mir - ich nehme den Fehdehandschuh an.

Als "Notfall" sehe ich tatsächlich das geschilderte Szenario von Mobilix, nämlich bei klirrender Kälte nachts (vielleicht festgefroren oder zwischen Schneeverwehungen am sofortigen Wegfahren gehindert) auf einem Freistehplatz gestrandet zu sein. Zum Beispiel ein Großraumparkplatz am Skilift in lausiger Bergatmosphäre. Und wie der Zufall es will, irgendwas in der Batterieversorgung geht kaputt, warum auch immer.

Jetzt könnte man argumentieren und sagen - ein "guter Mobilist" hat seine Energieversorgung so im Griff, dass er in solche Situationen erst gar nicht gerät. Und wenn doch? Dann ist er´selber schuld und seine Kinder müssen halt erfrieren. Oder seine Wasserinstallation muss halt platzen, warum ist er denn auch so blöd... und geht nicht auf nen Campingplatz. Oder baut entsprechende Redundanzen ein. Aber halt, dann kämen ja die Minimalisten und würden sagen "so viel Technik in einem Mobil, braucht MAN das?" :evil: :evil: :evil:

Die Argumentation würde dann auch greifen zu sagen "wir retten keine Lawinenverunglückten mehr, denn die hätten das ja vermeiden können, wenn sie brav auf harmlosen Pisten geblieben wären". Oder wir retten keine abgestürzten Hobbyflieger, denn die hätten ja auch am Boden bleiben können. Oder wenn sie keine Redundanzen einbauen, also nen Fallschirm mitnehmen, haben sie ihr Risikomanagement nicht im Griff.

Also - ich argumentiere hier jetzt nur mit, weil´s mir Spaß macht. Ich baue mir vielleicht so´nen Teil allein nur aus dem einen Grund, weil ich es einfach GOIL finde, "für alle Fälle" gerüstet zu sein. Hach, ich merke schon, da kocht mein altes Pfadfinderblut wieder in meinen Adern : "Semper Paratus" - immer gut vorbereitet sein...

Oder war das doch der Prepper-Gruß...? *lach*

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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#28 Beitrag von Balu » Sa 21 Sep 2019 19:54

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Du sprichst meine Sprache.
Das erinnert mich ein wenig an den Herren, der in der ADAC-Postille gemeckert hat, dass die zusätzlichen Schutzstreifen unterhalb der Leitplanke nur dazu dienen würden, die Raser unter den Mopedfahrern zu schützen und somit überflüssig wären.
Was er dabei vergessen hat:
Die ganzen Leitplanken halten nur Raser auf Kurs - auch Autofahrer. Wenn jeder ordentlich fahren würde, wären alle Leitplanken so überflüssig wie ein Kropf. Dass Autos den Zusatzschutz, den man Moppedfahrern an kritischen Stellen gewährt, nicht brauchen, das hat der Herr geflissentlich übersehen...
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#29 Beitrag von wiru » Sa 21 Sep 2019 21:39

Alles schon gesagt, aber noch nicht von mir...;-) mal eine andere, hier nur kurz angesprochene Richtung : die diskutierte Stromentnahme geht ja offensichtlich nur mit einem selbst manipuliertem Adapter bzw einem nicht freigegebem Ladesystem (die e-auto ladesysteme müssen ja gewisse Normen erfüllen). Das wird m.E nicht zulässig sein. Soweit die Rechtslage. Wenn die auf die Notlage trifft, wird aber wohl die Notlage gewinnen... ;-)
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Re: Wohnfahrzeuge an EV-Fahrzeug-Ladestationen laden?

#30 Beitrag von Gode_RE » So 22 Sep 2019 03:46

Nicht ganz... Der von mir verlinkte Adapter ist explizit für Fahrzeuge, die eine 3p-CEE Steckdose als Eingang haben. Sowas gibt's offenbar. Habe ich auch an meinem Exmo. Mit nem Schlüsselschalter wird der Ladebetrieb gesteuert. Der Adapter ist normgemäß und industriell gefertigt, damit sicher sicher.Der Einsatz erfolgt sogar bestimmungsgemäß, nämlich zum Laden von Batterien in Autos. Ich glaube so langsam, dass es zumindest mit so'nem Teil richtig und sicher geht und rechtlich im Einzelfall sogar kaum beanstandbar sein dürfte. Zumindest wenn nicht ganz explizite Regelungen dem entgegen stehen würden. Bei ner Selbstbaulösung wäre ich mir da aus den von Dir genannten Gründen ebenfalls unsicher.

LG Gode

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