Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

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holger4x4
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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#16 Beitrag von holger4x4 » Do 22 Aug 2019 08:37

Bitte bei den LiFeYpo beachten, dass man genug Solarüberschuss wenigstens alle paar Tage hat, damit der Balancer wieder aktiv wird und etwas Zeit hat die Zellen wieder auszugleichen.
Wenn man eine Woche lang immer zwischen 20 und 70% Ladezustand rumeiert, dann merkt man das schon an den Zellenspannugen!
Gruß, Holger

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campo
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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#17 Beitrag von campo » Do 22 Aug 2019 21:58

Hallo Krabbe

Deine Gewichtsoptimierende Frage ist sehr begründet !
Leider kenne ich bis heute keine dünne Flexpanele die technisch so gut sind und so lange halte wie Glaspanelen.
Gewichtsvorteil ja. Preis ist aber mal 3. Was bei > 500Wp teuer wird.
Befestigung und Lebensdauer bei Einsatz auf Wohnmobile hat sich bis heute nicht in größere Stuckzahlen bewiesen.
Einzelfälle wo es gut gelaufen is ja.
Sonst hätte ich schon langst die dünne draufliegen.
Leider.

Grtz Campo
TGM 13290 4x4 in Aufbau

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Krabbe
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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#18 Beitrag von Krabbe » Do 22 Aug 2019 22:18

So, ich habe heute mal dran gedacht und einen Rest Dämmplatte mit 50 mm Stärke gewogen. Ein Stück mit 0,54 qm hat ca. 905 g gewogen.
Wenn ich das jetzt auf die Fläche der 200 W Module umrechne bin ich bei 2 kg und somit genau so schwer, oder ggf. sogar schwerer wie leicht gebaute Modulhalter aus Aluprofil. Somit würde ich, wenn ich die flachen Module auf PU-Dämmplatte Aufkleben, nur ca. 4 - 5 kg gegenüber den aufgeständerten Rahmenmodule sparen.

Ich glaub, da war meine Idee doch nicht so der Bringer in Sachen Gewichtseinsparung.
Wenn ich die Halter für die leichten Rahmenmodule aus Aluprofil baue und gewichtsoptimiere, dann komme ich vermutlich auf 4 kg Differenz zu auf Dämmplatten aufgeklebte flache Module mit „glasähnliche“ Oberfläche. Wenn ich zwei 200w Module direkt nebeneinander bauen könnte wäre es evtl. noch leichter.
Hätte ich jetzt im ersten Moment nicht gedacht.
Also suche ich jetzt noch, ob es irgendwo 200 W Rahmenmodule mit unter 11,8 kg gibt.
Wenn man die Rahmen in der neutralen Faser locht könnte man noch ein paar Gramm sparen... Aber da stehen vermutlich Aufeand und Nutzen in keinem Verhältnis. Abgesehen davon dürften Löcher im Rahmen zu unangenehmen Windgeräuschen führen.

@ Campo,

Ja, wie gesagt, meine Erfahrungen mit den flachen von Solar Swiss sind gut. Da habe ich bisher auch nichts negatives gehört.
Aber auf jeden Fall verkratzen die Kunststoffoberflächen schneller und damit sind sie nie ganz so langlebig wie welche mit Glasoberfläche. Wie sich die neue „glasähnliche“ Beschichtung bewährt muss man sehen.
Und so, wie ich sie montieren wollte, ist dann ja der Gewichtsunterschied auch nicht mehr so groß.
Aber der dreifache anpreisen stimmt jetzt auch nicht mehr. Zumindest, wenn ich nicht verschiedene Qualitäten miteinander vergleiche.
Bei Solar Swiss kosten die leichten flachen flexiblen im Vergleich zu den normalen Rahmenmodulen maximal das doppelte. Wenn Du die Halter bei den Rahmenmodulen noch mitrechnest, dann sind die Flachen nur noch geringfügig teurer.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#19 Beitrag von Myk » Fr 23 Aug 2019 10:45

Hallo Krabbe,

vielleicht schaust Du Dir mal diese Module an:
http://m.offgridtec.com/item/35313937
Bei 135W wiegt ein solches Modul nur 2,8 kg, macht bei den gewünschten 400W gerade einmal 8,4 kg.
Da würdest du nochmal etliche kg gegenüber den Solarswiss-Modulen sparen.
Grüße Myk


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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#20 Beitrag von nunmachmal » Fr 23 Aug 2019 12:27

Es spielt keine Rolle wie groß die Anlage ist. Ohne Sonne läuft nichts. Für längeres Stehen würde ich eine kleine Anlage mit aufstellbarem, nachgeführten, Modul wählen.
Da macht das ja dann Sinn. Man hat ja Zeit

Gruß Nunmachmal
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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Krabbe
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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#21 Beitrag von Krabbe » Fr 23 Aug 2019 14:13

@ Myk,

ja, die Module hatten es mir vom Gewicht ursprünglich auch mal angetan.
Bis ich dann auch von ausgefallenen Offgridtec-Modulen gelesen habe.
Da bleibe ich dann lieber bei den etwas schwereren Solar Swiss, mit denen ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe.

@nunmachmal,
so unterschiedlich sind die Ansichten.
Für mich kommt eine aufstellbare Anlage, die ich nachführen muss, nicht in Frage. Das hat drei Gründe:
a) Ich zu faul... Ja, auch. Aber nicht nur. Eine nachführbare Anlage macht IMHO nur Sinn, wenn ich sie auch ständig nachführe. Ich will aber nicht alle Stunde aufs Dach. Ich will auch mal von Wohnmobil wegkönnen etc.
b) Nachführen macht IMHO Sinn, wenn die Sonne sichtbar scheint. Bei diffuser Sonneneinstrahlung, wie z. B. bei geschlossener Wolkendecke und oder Nieselregen bringt ein flaches Modul (zumindest im Sommer) oft mehr, da die Einstrahlung aus allen Richtungen kommt.
Wenn ich nun meine Modulkapazität so auslege, dass sie auch bei geschlossener Wolkendecke ausreicht, dann reicht sie bei direkter Sonneneinstrahlung (zumindest im Sommerhalbjahr) auf jeden Fall auch aus, ohne aufzustellen.
Zugegeben, dass gilt im Winter dann nicht mehr. Da sieht die Sache ggf. anders aus.
c) Ein vernünftiger und haltbarer Aufstell- und Nachführmechanismus ist auf jeden Fall schwerer, als einfache Halter. Wen ich jetzt drei Module aufstell- und nachführbar mache, dann kann ich für das gleiche Gewicht auch noch ein bis zwei Module mehr auf das Dach bauen.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#22 Beitrag von holger4x4 » Fr 23 Aug 2019 20:04

Krabbe, da hast du vollkommen Recht! Aufstellbare Module machen nur bei vorzugsweise Wintercampern Sinn.
Gruß, Holger

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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#23 Beitrag von mrmomba » Fr 23 Aug 2019 21:36

Nun, und im Winter kann man den Gode_RE seine Idee nutzen, die Platten an die Wände schrauben.

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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#24 Beitrag von Hartwig » Di 10 Sep 2019 13:31

Direkt aufkleben würde ich nicht. Bei einem Kurzschluß im Modul kann sich soviel Hitze entwickeln, daß das Sandwich beschädigt wird. Ich habe auch flache (ca. 1kg/110WP) aber auf Al-Bleche geklebt.

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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#25 Beitrag von Krabbe » Mi 27 Nov 2019 21:57

Ich kram den Thread noch mal raus und Berichte, was ich jetzt gebaut habe. Denn es wurde nun ganz anders.

Die „Problemstellung“ ist erst einmal geblieben: Ca. 400 Wp Solarmodule, möglichst leicht, aber möglichst keine flachen flexiblen Module direkt aufgeklebt.

Dazu kam dann noch das Problem der verfügbaren Dachflächen. Bzw. der Fläche, auf der ich die Module am liebsten verbaut hätte und der Tatsache, dass ich die große Fläche in der Dachmitte nicht komplett zubauen wollte.

Am liebsten wollte ich die Module hinter und neben die Dachluke am Heck platzieren.
Weiterhin erschwerend kam hinzu, dass die Kantenprofile meiner Kabine sehr breit sind. Ich also nicht sehr viel Platz in der Breite habe. Gesamtbreite vom Fahrzeug sind eh nur 2,15.

Zwischenzeitlich hatte ich nach dem Hinweis von Holger auch mal mit einem großen 400 Wp Haushaltsmodul geliebäugelt. Das passte dann aber nicht vernünftig auf mein Dach.

Als das Fahrzeug dann da stand und ich genau messen konnte war ich schon fast soweit ein leichtes 200 W Rahmenmodule von Solarswiss für hinten quer zu nehmen und mir dann passen dazu noch zwei leichte 80 - 100 W Rahmenmodule auf Maß fertigen zu lassen.

Doch dann habe ich noch mal nach alternativen Modulen gesucht, die passen könnten. - Und ich bin fündig geworden.

Prevent hatte gerade neue, sehr kompakte und leichte Solarmodule reinbekommen.
100 Wp Rahmenmodule mit PERC-Zellen in Schindeltechnologie.

Normalerweise hätte ich das Experiment nicht gewagt und selber einem Kunden verkaufen würde ich so etwas derzeit auch noch nicht. Da die Maße aber ideal waren habe ich das Experiment gewagt.

Warum ich Vorbehalte habe: Sowohl die Schindeltechnik als auch die PERC- Zellen sind noch recht neu.
Bei der Schindeltechnik werden die Zellen im Modul direkt überlappend mit leitfähigem Kleber aufeinander geklebt. Dadurch hat man die Modulfläche u. a. deutlich besser und effizienter genutzt, braucht keine Busbars etc. Also mehr Leistung je Fläche.
Ich bin mir aber noch nicht sicher, wie stabil sie mechanisch hinsichtlich der leitenden Klebeverbindung in Verbindung mit Vibrationen etc. im Fahrbetrieb sind.
Und die PERC-Zellen haben zwar einen höheren Wirkungsgrad, sollen aber auch schneller altern.
Eine Leistungsgarantie wie für andere Module (x % Leistung nach 20 Jahren) gab es auch nicht.

Da die Eckprofile meiner Kabine recht breit und hoch sind habe ich die Solarmodule außen mit dem Alurahmen direkt auf die Eckprofile geklebt. So habe ich gleich noch ein paar Haltern und somit Gewicht gespart.

Ich habe nun meine 400 Wp auf dem Dach und das ganze dürfte ca. 25 kg wiegen. (Inkl. Kleber)

So sieht es nun aus. Das ich mir bei aufgestelltem Heki ggf. ein Modul verschatte ist klar. Aber damit kann ich leben, das Heki steht ja nicht dauernd komplett hoch. Und wenn, dann scheint vermutlich auch gut die Sonne und ich habe eh Solarstrom im Überfluss.
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Re: Gewichtsoptimierte Solaranlage / Meine Idee zur Diskussion gestellt.

#26 Beitrag von wiru » So 01 Dez 2019 16:29

Ich hab ja auch viel Geld in die Gewichtseinsparung (Wabensandwich etc) gesteckt (jedes Kilo am Womo gespart ist eine Maß Bier mehr für mich!), aber trotzdem hundsgemeine Haushaltsmodule drauf. Im Sommer sind die 275Wp völlig überdimensioniert, im Winter würde auch die 10fache Leistung nicht ausreichen... Da lade ich (wenn ich nicht fahren will...) im Leerlauf mit dem B2B Ladebooster... 40Ah beim frühstücken... Vergesst einfach eine autarke Lösung für Wintercamping (zumindest auf einem nicht speziell dafür gebautem Womo)
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