Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Pelzerli
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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#16 Beitrag von Pelzerli » Mo 06 Mai 2019 10:13

cash667 hat geschrieben:
So 05 Mai 2019 23:50
Welches Holz nimmt man denn für die Rahmenkonstruktion?
Optimal wäre Esche.
Die meisten bauen aber mit billiger Fichte, das geht auch...

Gruss Pelzer
http://dermuger.blogspot.com

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nunmachmal
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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#17 Beitrag von nunmachmal » Mo 06 Mai 2019 17:05

Keine Fichte oder Kiefer, besser ist Tanne.
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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Mobilix
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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#18 Beitrag von Mobilix » Mo 06 Mai 2019 19:19

nunmachmal hat geschrieben:
So 05 Mai 2019 14:48
- was für Holz nimmt man für die Rahmenkonstruktion?
Hallo Chris,
ich würde gar kein "gewachsenes" Holz für die Rahmenkonstruktion nehmen, sonder Streifen von Multiplexplatten in der gewünschten Wandstärke. Natürlich wäre Esche, wie Pelzer sagt, das ideale Holz. Aber abgelagert und gerade gerichtet schwer zu bekommen und ordentlich teuer.
Wenn Du kein GFK-Sandwich möchtest und glaubst, dass Du mit Holz billiger weggkommst, dann würde ich Dir folgenden Wandaufbau empfehlen: äußere Schicht 9 mm Siebdruckplatte, dann eine Schicht Styrodur zwischen 30 und 40 mm, und innen ein dünnes Birkensperrholz (=Multiplex) mit 4 - 6 mm Stärke. Das ganze gegenseitig verkleben, dann brauchst Du Rahmen nur dort, wo Stöße vorkommen: alle Kanten, Tür- und Fensterrahmen. Dieses Sandwich ist selbsttragend und benötigt keine weiteren Innengerrüste.
An der inneren Multiplexplatte kannst Du dann Einbauten ankleben - nicht schrauben! Billiger und hält dennoch.
Beim Boden würde ich auch innen 9 mm Siebdruck nehmen, ggf. 10 mm stärkere Isolation als in Wand und Decke.
Beim Gewicht liegst Du dann ca. 15 % höher als mit GFK-Sandwich.
Fenster gibt es in allen Maßen, da würde ich, um Geld zu sparen, schauen, ob ich bei eBay und Co. gebrauchte auftreiben kann. Oder mal bei einem Schrottplatz vorbeischauen, manchmal hat man da Glück.

Gruß,
Mobilix

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Anton
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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#19 Beitrag von Anton » Do 09 Mai 2019 14:10

cash667 hat geschrieben:
So 05 Mai 2019 13:47
Das Ganze ist jetzt mal auf Basis eines Holzrahmens konstruiert. Meine Fragen dazu:
- was für Holz nimmt man für die Rahmenkonstruktion? Und welche Profilmaße?
- ich hab die Wände jetzt mit 50mm Stärke geplant, zu viel? Lieber weniger?
- die Verstrebungen sind „frei Schnauze“ um
mal ein Gefühl zu bekommen. Ist das zu viel, zu wenig oder realistisch? Es kommt innen und außen noch Holz drauf (innen 9mm, außen was dünneres wo das Blech noch drauf muss)

Hallo

Ein Holzrahmen ist schon mal gut! Überhaupt ist Holz das einzig Ware! :wink:

Allerdings setzt das einige Kenntnisse über Holzverbindungen voraus.

Kiefer halte ich für den besten Kompromiss an Gewicht, Festigkeit und Langlebigkeit. Durch den hohen Harzanteil ist es sehr beständig gegen Wasser, besser als z.B. Esche.

Bitte keine Latten aus dem Baumarkt nehmen! Schei.qualität und viel zu teuer. Lieber das Holz selber aushobeln oder aushobeln lassen.

Wandaufbau würd ich so machen: Außen 9mm Sperrholz oder Siebdruck. Das lässt sich noch gut mit Federn zusammenfügen. 4omm XPS mit einem Ständerwerk aus 40X40er Leisten. 30mm Isolierung geht auch, aber man spart nur das Gewicht von 10x400mm Holz. Wenn man nicht mit jedem Gramm geizen muss, kann man das vernachlässigen. Ob man nun ein Sandwitch baut oder die Gefache nachher isoliert, ist bei einer normalen Nutzung der Kabine mehr eine Glaubens als Haltbarkeitsfrage.

Die Form der Kabine gefällt mir sehr gut. Aber warum außen drauf noch Blech? Mit einer schönen Lackierung lässt sich auch eine glatte Wand sehr schön in dem gewünschten US Oldistyle machen.

Ich würd aufs Blech verzichten.

Streben oder besser gesagt Querhölzer braucht es in durchgehenden Gefachen nicht. Das würd ich nur bei Fenstern oder Türen/Klappen einbauen. Den Alkoven würde ich aber zusätzlich mit Diagonalstreben verstärken. Und die Beplankungsplatte Seitenwand / Alkoven sollte auf jeden Fall aus einem Stück sein. Eine Fuge kann z.B. auf dem Nächsten, besser übernächsten Ständer gelegt werden.


VG

Anton
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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#20 Beitrag von Mobilix » Do 09 Mai 2019 23:12

Anton hat geschrieben:
Do 09 Mai 2019 14:10
Kiefer halte ich für den besten Kompromiss an Gewicht, Festigkeit und Langlebigkeit. Durch den hohen Harzanteil ist es sehr beständig gegen Wasser, besser als z.B. Esche.
Hallo Anton,
mit der geringen Beständigkeit gegen Wasser bei Eschenholz hast Du recht. Ich konstruiere aber keine Wohnbox, damit sie auch im durchfeuchteten Zustand möglichst wenig modert. Sondern so, dass im Idealfall kein Wasser reinkommt. Und das, welches von innen kommt, rasch wieder verschwindet.
Ansonsten ist Eschenholz das ideale Holz für Konstruktionen. Es ist stabiler als Eiche, dabei wesentlich zugfester und zudem noch elastischer. Es lässt sich hervorragend dämpfen und in Form bringen, usw., usw. Sollte Dir als altem Holzwurm ja eigentlich klar sein.
Mein 55 Jahre altes Klepper-Faltboot hat ein Gerüst aus Eschestäben, eine der Yachten, auf denen ich gefahren bin, hatte eine Inneneinrichtung aus Esche, und in ganz vielen Werkzeugen ist der Stiel aus Esche. Ganz zu schweigen von den früheren Kutschen, die waren konstruktiv fast komplett aus Esche, inklusive der Speichen und Felgen.
------- Oberlehrerton aus (ich bin Förster von Beruf....)

Die eklige Kiefer mit dem lästigen Harzfluss würde ich wirklich als letztes nehmen. Da hat Nunmachmal recht, wenn er Weißtanne empfiehlt.

Gruß,
Mobilix

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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#21 Beitrag von cash667 » Do 09 Mai 2019 23:50

Hallo an Alle!
Zunächst mal vielen Dank für die fachliche Diskussion und die Tips. Man merkt doch deutlich das es hier wenig richtig/falsch gibt, sondern verschiedene Wege mit denen verschiedene Menschen gute Ergebnisse erzielt haben. Immer in Abhängigkeit von der Nutzungsart. Ich denke für mich steht an der Stelle fest, das wenn es zu diesem Projekt kommt folgende Grundideen bleiben:
- die Konstruktion bleibt aus Holz, die CAD gibt mir mit Dach, Seitenwänden, Boden und Rahmen ein Leergewicht der Kabine von unter 600Kg aus und das selbst bei eher harten hölzern.
- die geeigneten Holzsorten werde ich bei Projektstart nochmal genau vergleichen/beurteilen
- da die Optik wichtig ist und die Idee das Metall zu sparen mir auch gefällt, ist eine ordentliche Holzaußenhaut auch eine Option. Allerdings nur, wenn man Leisten o.Ä. aufbringt um die Profilblechoptik nachzuahmen. Das ganze ordentlich glatt und Lackiertauglich geschliffen könnte sehr gut aussehen.

Ich denke das mein Projekt unter den genannten Parametern durchaus realisierbar ist und vor allem auch durchaus Kostensparend umgesetzt werden kann. Vor allem da es hier hauptsächlich um eine weitere Schönwetter-Nutzungsoption für ein Fahrzeug geht.

Ich werde meine Konstruktion weiter verfeinern und immer mehr Details einbringen, bis zu einem fertigen Entwurf mit Bautteilliste und Aufbauskizze. In Zwischenzeit schaue ich mich nach dem Basisfahrzeug um. Ich denke der Zeitraum über den ich hier spreche umfasst mehrere Jahre...

Dennoch, ich berichte über weiteres und Danke für die Hilfe.

Chris

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Anton
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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#22 Beitrag von Anton » Fr 10 Mai 2019 13:57

Mobilix hat geschrieben:
Do 09 Mai 2019 23:12
mit der geringen Beständigkeit gegen Wasser bei Eschenholz hast Du recht. Ich konstruiere aber keine Wohnbox, damit sie auch im durchfeuchteten Zustand möglichst wenig modert. Sondern so, dass im Idealfall kein Wasser reinkommt. Und das, welches von innen kommt, rasch wieder verschwindet.
Ansonsten ist Eschenholz das ideale Holz für Konstruktionen. Es ist stabiler als Eiche, dabei wesentlich zugfester und zudem noch elastischer. Es lässt sich hervorragend dämpfen und in Form bringen, usw., usw. Sollte Dir als altem Holzwurm ja eigentlich klar sein.
Mein 55 Jahre altes Klepper-Faltboot hat ein Gerüst aus Eschestäben, eine der Yachten, auf denen ich gefahren bin, hatte eine Inneneinrichtung aus Esche, und in ganz vielen Werkzeugen ist der Stiel aus Esche. Ganz zu schweigen von den früheren Kutschen, die waren konstruktiv fast komplett aus Esche, inklusive der Speichen und Felgen.
------- Oberlehrerton aus (ich bin Förster von Beruf....)

Die eklige Kiefer mit dem lästigen Harzfluss würde ich wirklich als letztes nehmen. Da hat Nunmachmal recht, wenn er Weißtanne empfiehlt.

Hallo Mobilix,

Wasserdicht sollte es natürlich sein, davon bin ich sowieso ausgegangen. Wenn's durchfeuchtet ist und modert, gammelt alles weg, das ist nur eine Frage der Zeit.


Ansonsten hast Du recht, aber vom Gewichtsstandpunkt und der guten Bearbeitbarkeit würde ich trotzdem Kiefer Esche vorziehen.

Esche zu verarbeiten setzt schon einiges an Kenntnissen voraus und ist bei weitem nicht so angenehm wie Kiefer.


Mit dem Harz stimmt, aber da Holz verschwindet in den Wänden, also ist dieser Kritikpunkt nicht so ausschlaggebend. Du kennst sicher meine beiden Projekte, beide aus Kiefer, und die machen / machten keinerlei Probleme. Selbst beim Hanomag mit viel Sichtbarem Holz war nur gelegentlich etwas Harzaustritt zu bemerken.

Faltboot müssen ja einen Zusammenbau bzw. Zerlegevorgang immer wieder aushalten, die Maße der Streben sind möglichst leicht und Beschläge sollen darin auch sicher gehalten werden. Ähnlich wie bei einer Kutsche. Dafür ist die Esche wirklich das Beste!

Aber ein Förster mit einem Plastikauto - ich weis nicht..... :wink: :wink:

VG

Anton
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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#23 Beitrag von Mobilix » Fr 10 Mai 2019 20:55

Anton hat geschrieben:
Fr 10 Mai 2019 13:57
Aber ein Förster mit einem Plastikauto - ich weis nicht..... :wink: :wink:
Wie recht Du hast, Anton!
Aber manchmal gewinnt die Vernunft, so habe ich in meinem Haus überall Plastikfenster, die ich seit 20 Jahren ignoriere. Aber meine 12 hölzernen Velux-Dachfenster machen mir ständig Kummer und unendlich viel Arbeit.

Deswegen futtere ich in meinem Alu-gesandwitschten RTW-Womo mein Müsli mit einem Holzlöffel aus der Plastikschale :mrgreen:

Harzige Grüße,
Mobilix

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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#24 Beitrag von Anton » Sa 11 Mai 2019 06:32

Mobilix hat geschrieben:
Fr 10 Mai 2019 20:55
Anton hat geschrieben:
Fr 10 Mai 2019 13:57

Aber manchmal gewinnt die Vernunft,

Hallo

ja, leider, aber ein kompromissloses Leben ist schwer durchzuhalten, wenn nicht gar unmöglich. Einen Tot muss man halt sterben. :wink:


VG

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Re: Planung eines Selbstbauprojektes Vintage Cabover Pickup

#25 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 14 Jun 2019 10:11

Hi Chris,

wenn ich mit die von Dir verlinkten Platten so anschaue, kommt mir als bekennendem Sandwich-Fan ein Gedanke: es dürfte nicht allzu schwer sein, in Styrodurplatten nuten so einzufräsen, daß die Sicken in den Platten da hinein passen. So könntest Du die Platten flächig mit der Dämmung verkleben, von innen ein Dir genehmes Verkleidungsmaterial dagegen kleben und erhältst so stabile Sandwichplatten, die leicht zu verarbeiten, leicht und gleichzeitig robust sind. Nach dem Zusammenkleben als größere Platten können die passend zugesägt werden und dann verklebt werden. Diese Konstruktion hätte den Vorteil großer Robustheit und schnellen Baufortschritts...

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
08.- 10. Mai 2020: Leerkabinen-Treffen
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

ThomasFF
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Andersrum!!!!

#26 Beitrag von ThomasFF » Fr 14 Jun 2019 11:40

Also diese ganze Diskussion um die Kabine geht darum, eine solche fertig zu bauen und dann mit dem Ausbau weiter zu machen. Ok, dann muss man vorab schon den genauen Grundriss haben, um zB die Fensterrahmen platzgenau in die Kabinenwände einzubauen, dito Dachluken und Stauraumklappen und natürlich die Tür im Aufbau.
Beim Aussägen der Löcher sollte man ja tunlichst vermeiden, die tragenden Ständerleisten zu durchtrennen.

Aber man kanns ja auch umgekehrt machen!

Bau zuerst Möbel und Technik auf die Bodenplatte, denn da kommst du zB von außen prächtig an alles dran. Dann erst beplankst Du die Einrichtung mit den Innenraumplatten, die man vorm Anschrauben auch schon ggf dekorieren kann, zb lackieren oder tapezieren etc...
Die Öffnungen (Tür, Fenster etc.) kannst Du passgenau schon vorsehen incl. der Lattenrahmen. Draufkleben und -schrauben, mit ein bissl Vorbereitung ein halber Nachmittag mit was Hilfe.....

Jetzt erst kommen die Ständer drauf. ... Schließlich die Außenplatten, erstmal provisorisch, denn dann kann man mit nem langen dünnen Bohrer von innen her die Ecken der Tür-, Fenster-, Luken- und Klappenauschnitte markieren und die Position der Ständerlatten in der Wand anzeichnen. Dann wird das Styrodur angeklebt und anschließend bringst Du die Außenplatten endgültig an.

Was man dann ganz außen macht mit Verkleidungen in Alu, Kunststoff flächig und oder nur an den Kanten, ist Geschmackssache. Wenn man hochwertiges Multiplex mit guter Wasserbeständigkeit nimmt, kann man dieses erfolgreich und dauerhaft auch mit einem Topplack versiegeln (lassen) , wobei man dabei ruhig excellente PU oder Epoxy-Qualitäten mit Kilopreisen im dreistelligen Bereich aus dem Bootsbereich wählen sollte, das wäre dann richtig dauerhaft.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

cash667
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Re: Andersrum!!!!

#27 Beitrag von cash667 » Di 22 Okt 2019 00:57

ThomasFF hat geschrieben:
Fr 14 Jun 2019 11:40
Also diese ganze Diskussion um die Kabine geht darum, eine solche fertig zu bauen und dann mit dem Ausbau weiter zu machen. Ok, dann muss man vorab schon den genauen Grundriss haben, um zB die Fensterrahmen platzgenau in die Kabinenwände einzubauen, dito Dachluken und Stauraumklappen und natürlich die Tür im Aufbau.
Beim Aussägen der Löcher sollte man ja tunlichst vermeiden, die tragenden Ständerleisten zu durchtrennen.

Aber man kanns ja auch umgekehrt machen!

Bau zuerst Möbel und Technik auf die Bodenplatte, denn da kommst du zB von außen prächtig an alles dran. Dann erst beplankst Du die Einrichtung mit den Innenraumplatten, die man vorm Anschrauben auch schon ggf dekorieren kann, zb lackieren oder tapezieren etc...
Die Öffnungen (Tür, Fenster etc.) kannst Du passgenau schon vorsehen incl. der Lattenrahmen. Draufkleben und -schrauben, mit ein bissl Vorbereitung ein halber Nachmittag mit was Hilfe.....

Jetzt erst kommen die Ständer drauf. ... Schließlich die Außenplatten, erstmal provisorisch, denn dann kann man mit nem langen dünnen Bohrer von innen her die Ecken der Tür-, Fenster-, Luken- und Klappenauschnitte markieren und die Position der Ständerlatten in der Wand anzeichnen. Dann wird das Styrodur angeklebt und anschließend bringst Du die Außenplatten endgültig an.

Was man dann ganz außen macht mit Verkleidungen in Alu, Kunststoff flächig und oder nur an den Kanten, ist Geschmackssache. Wenn man hochwertiges Multiplex mit guter Wasserbeständigkeit nimmt, kann man dieses erfolgreich und dauerhaft auch mit einem Topplack versiegeln (lassen) , wobei man dabei ruhig excellente PU oder Epoxy-Qualitäten mit Kilopreisen im dreistelligen Bereich aus dem Bootsbereich wählen sollte, das wäre dann richtig dauerhaft.
Hallo Thomas, Hallo Alle!
vorallem Thomas` Beitrag fand ich sehr Inspirierend. Ich bin weiterhin in der Planung der Kabine und Kämpfe gegen die Kilos. GFK Sandwich ist immernoch raus...
Die Idee, erst Möbel und Technik zu bauen ist Klasse, genau so werd ichs machen. Wenn es soweit ist besorg ich mir erst alle Geräte und Fenster/Türen und auch alle Möbelfronten. Darum baue ich dann leichte Rahmen mit max. 4mm Multiplex Wänden in den Möbeln.
Danach die Innenwand, Dann das wenige verbliebene Ständerwerk. Ins Gefache 30mm Styrodur vollflächig verklebt. Dann Außenwand Siebdruck. Innenwand 6mm außen 8mm. Rahmen 30x40mm. Tragende Elemente der Alkove 30x100.
Was denkt Ihr, kann man da bei den Beplankungen noch auf 4/6mm runter gehen?

Ich überlege, den Boden der Alkove mit Alu-Profilenn 40x40x3 zu machen, die links und rechts mit der Seitenwand verschraubt werden, einfach damit nichts durchhängt bei ner Liegefläche von 1,4x2m.
Genau das gleiche beim Dach, würde gern den hinteren Bereich begehbar haben. Also auch jede 2. Strebe Aluminium. Oder reicht hier auch das oben beschriebene Sandwich für Begehbarkeit?
Außen wird auf jedenfall ein Aluminium Trapezblech der Optik halber drauf kommen. Quelle dafür fehlt noch. Dach und Alkovenfront mit glattem Alublech.

Bei den großen Fenstern hätte ich gern "Lamellenfenster", gabs auch bei T2/T3 und passt gut zut Zeit. Die Quellen sind leider rar und die Preise hoch. Bei den Amis gibts nen Hersteller mit akzeptablen Preisen, mal schauen ob das was wird..
https://www.scamptrailers.com/parts-store/windows.html

Fehlt dann nur noch das Fenster Alkove vorn, das soll aber nicht zu öffnen sein. Werd ich mir wohl in D besorgen. (ja ihr habt mich gewarnt, aber ich will das!)
Dachluken gibts nur 2; 1x überm Kochfeld und 1x überm "WC Raum". Letzterer wird erstmal kein WC sondern ein "Multifunktionsraum" mit der Option mal ein WC werden zu können.

Ich arbeite immer mal wieder in der CAD und versuche alles so GENAU wie möglich zu Planen, jede Wand, Möbel etc.
Hier ein paar Visualisierungen:
1.jpg
2.jpg
3.jpg
4.jpg
5.jpg

Vorteil ist, ich kann mir im Vorfeld die Gewichte recht genau anschauen wenn ich die entsprechenden Materialien Zugrunde lege.
Das was man da auf den Bilder sieht liegt bei ca 1to inkl. Geräte, Wasser usw. Das muss noch weniger werden. Ich würde gern bei 800Kg landen. Ich versuche erstmal konstruktiv zu optimieren, dann erst lasse ich weg...

Und ja, Papier ist geduldig, das weiß ich. Da ist auch viel Spinnerei in den Visualisierungen. Trotzdem gibt es einen Anhaltspunkt wo man landet...

Nebenbei suche ich nach einer größeren Werkstatt, die ein solches Projekt zulässt. Danach kommt das Fahrzeug und dann gehts mit der Kabine los.
Ich mache mir trotzdem jetzt schon Gedanken und arbeit, damit ich dann direkt loslegen kann und nicht erst Konzeptionieren muss.

Ich bin selber gespannt, wie schnell das jetzt alles Realität wird.

Grüße
Chris

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