Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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holger4x4
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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#16 Beitrag von holger4x4 » Sa 09 Mär 2019 18:43

Ok, der E350 ist natürlich hier in D ein ziemlicher Exot. Da wirst du vielleicht in US-Foren mehr Erfahrung finden.
Was die Motorisierung angeht ist der vermutlich identisch zum F350? Ich nehme an du hast Hartwig's Thread schon gelesen? Oder willst du einen Benziner?
Wie gehts dann weiter? Einen Kastenwagen aufsägen, oder eine Pritsche?
Gruß, Holger

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schluchtenflitzer
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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#17 Beitrag von schluchtenflitzer » Sa 09 Mär 2019 18:54

mrmomba hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 18:40
Nun,
offenbar ließt du nicht zwischen den Zeilen - so kam nun von zwei Seiten schon die Warnung bezüglich der Anforderungen.

Der Hartwig hat hier mal die Verschränkung eines F350 demonstriert ..... Mutig, da auf Teil-integriert zu setzen: Er hat es nicht gemacht.
Earthroomer usw. sind in meinen Augen was für die Show .... zumindest wenn man es als Hardcore Offroader bezeichnen Möchte.

Richtige geländegängige Fahrzeuge sind das alles nicht...
Doch doch ich hatte deine Meinung schon verstanden. Ich bin halt anderer Meinung ;-)
Der Koffer den ich anbauen will ist ja oben offen (Klappdach) und somit ebenfalls weich und verdrehfähiger als ein geschlossener . Das Konzept machen Umbauer wie zB Custom Camper mit Aufbauverlängerungen auf LandRover bis 130, Landcruisern und Iveco dutzendfach. Zumindest einige davon werden unter extremsten Bedingungen um die Welt gefahren und es hält ja auch.... Wie Earthroomer sich auf Dauer verhalten kann ich nicht sagen, aber zumindest fahren einige Ambulance auch als 4x4. Von Rissen habe ich dort auch noch nicht gehört?
Der F350 hat im übrigen einen anderen Rahmen als der E350. Sehr viel Verdrehsteifer wird er aber auch nicht sein vermute ich.
Bei einem getrennten Aufbau hat man mit anderen Problemen zu kämpfen die ich noch weniger Schön finde. Ich sehe hier in Afrika mindestens 1x im Monat gebrochene oder verbogene Rahmen von Pickups mit Wohnkoffer.... :cry:
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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#18 Beitrag von schluchtenflitzer » Sa 09 Mär 2019 18:57

holger4x4 hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 18:43
Ok, der E350 ist natürlich hier in D ein ziemlicher Exot. Da wirst du vielleicht in US-Foren mehr Erfahrung finden.
Was die Motorisierung angeht ist der vermutlich identisch zum F350? Ich nehme an du hast Hartwig's Thread schon gelesen? Oder willst du einen Benziner?
Wie gehts dann weiter? Einen Kastenwagen aufsägen, oder eine Pritsche?
Es soll auf alle Fälle wieder ein 7.3 Powerstroke Diesel werden. Je nachdem was ich bekomme schneide ich des Kasten auf oder nehme eben eine Pritsche. Wobei letztere meist eine einfache Ausstattung. Als Vorteil wäre eine einfachere Anbindung ans Fahrerhaus.

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holger4x4
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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#19 Beitrag von holger4x4 » Sa 09 Mär 2019 19:04

Ne 4x4 Ambulace auf E350 wird aber nicht so über Stock und Stein klettern wie du mit deinem Bus.
Aber wenn die Konstruktion beim Daily funktioniert, warum dann nich beim E350.
Wenn man eine 3-Punkt Lagerung macht, mit den 2 Fixpunkten vorne und dem Drehlager hinten dann geht das bestimmt.
Dann wirds natürlich was höher...
Kabeine flexibel, weil oben offen, das würde ich nicht machen. Das zerreißt dir die Wände/Ecken. Dann lieber wirklich stabil bauen durch einen rundum laufenden stabilen geschweißten Rahmen der dann mit Sandwichplatten gefüllt wird.
Zuletzt geändert von holger4x4 am Sa 09 Mär 2019 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#20 Beitrag von mrmomba » Sa 09 Mär 2019 19:06

schluchtenflitzer hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 18:54
Ambulance auch als 4x4. Von Rissen habe ich dort auch noch nicht gehört?
Was ich bei deinen Sehe ist nur eine Art Schleuse, und weit von teilintegriert entfernt :-)
Außerdem heißt es auch nicht, nur weil er 4x4 Hat, das er auch Hardcoreoffroad bewegt wird.
Tun die Jungs bei der Feuerwehr ja auch nicht, die haben zum Teil 4x4 und sogar 3 Sperren mit Untersetzung....
Aber es wird halt nicht genutzt - wenn es nicht muss - und noch weniger für krasse Aktion

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#21 Beitrag von schluchtenflitzer » Sa 09 Mär 2019 19:10

so in Etwa meine ich,
17788281og.jpg

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#22 Beitrag von schluchtenflitzer » Sa 09 Mär 2019 19:17

mrmomba hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 19:06
schluchtenflitzer hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 18:54
Ambulance auch als 4x4. Von Rissen habe ich dort auch noch nicht gehört?
Was ich bei deinen Sehe ist nur eine Art Schleuse, und weit von teilintegriert entfernt :-)
Außerdem heißt es auch nicht, nur weil er 4x4 Hat, das er auch Hardcoreoffroad bewegt wird.
Tun die Jungs bei der Feuerwehr ja auch nicht, die haben zum Teil 4x4 und sogar 3 Sperren mit Untersetzung....
Aber es wird halt nicht genutzt - wenn es nicht muss - und noch weniger für krasse Aktion
Die Ambulace gibt es in verschieden Varianten. Auch fast komplett offen. Letztendlich bleibt aber das Problem gleich denke ich?
Natürlich hast Du Recht das die Nutzung bei 99% sicher ehr auf der Strasse ist. Aber von den Customcampers fahren doch wenigstens einige Artgerecht. Gerade der Iveco hat ja einen bekannt weichen Rahmen was mich hoffen lässt.

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#23 Beitrag von schluchtenflitzer » Sa 09 Mär 2019 19:30

Wie die das machen ist mir auch ein Rätsel, aber es scheint zu funktionieren!
Der Dateianhang Gabun10571.jpg existiert nicht mehr.
Dateianhänge
Gabun1057.jpg
Gabun1057.jpg (69.07 KiB) 1391 mal betrachtet
Zuletzt geändert von schluchtenflitzer am Do 04 Apr 2019 13:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#24 Beitrag von Urs » Sa 09 Mär 2019 21:19

schluchtenflitzer hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 19:30
Wie die das machen ist mir auch ein Rätsel, aber es scheint zu funktionieren!
Gabun10571.jpg
Ich persönlich kann mir nicht vorstellen dass die damit extreme Offroadpassagen*1) fahren oder wenn doch wird es eher früher als später Risse geben...aber ich kann mich täuschen. Bist du nicht ausgestiegen und hast nachgefragt und Bilder von der Lagerung gemacht? Wäre sicher für dich und auch für uns hier sehr interessant zu wissen wie da der Aufbau bewerkstelligt wurde.

*1) Vielleicht muss auch zuerst mal eine extreme Offroadpassage definiert werden. Ich hatte vor 2 Jahren ein Gespräch mit einigen Wanderern welche mich fragten ob mein Auto 4x4 und Untersetzung hätte. Ja, war meine etwas verdutzte, fragende Antwort. Worauf erwiedert wurde, ja das sei auf solchen Offroadstrecken auch nötig, sie hätten ihrem Duster eine solche Hardcorestrecke nicht zumuten wollen...das war auf einer breiten absolut ebenen Naturstrasse, auf solchen (und schlechteren Strassen) war ich vor Jahren tagtäglich mit einem auf 7cm Bodenfreiheit tiefergelegten Manta unterwegs, für die Leute war das hingegen die absolut unüberwindliche Hardcore-Offroadstrecke! Am anderen Ende des Spektrums dürften Thomas mit dem Trialfahren oder die Rockcrawler-Szene usw. kommen. Irgendwo in diesem Spektrum wirst Du Dich bewegen, so wie ich Deine Beiträge kenne und auch so wie die oben geposteten Bilder zeigen wird es eher in Richtung Trial als zum anderen Ende des Spektrums gehen, korrigier mich wenn ich falsch liege ;)
Wenn Du jetzt die Ami-4x4 Ambulanzen ins Spiel bringst: Die werden wieder am easy Ende des Offroad-Spektrums bewegt. Können dann im Notfall auch ein paar mal etwas härter herangenommen werden, für Offroadfahren so wie du es dir vorstellst sind sie weder gedacht noch gebaut.
holger4x4 hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 18:43
Ok, der E350 ist natürlich hier in D ein ziemlicher Exot. Da wirst du vielleicht in US-Foren mehr Erfahrung finden.

Er hat ja schon einen E350, da wird er schon wissen worauf er sich einlässt. In den US-Foren ist aus meiner Erfahrung nur sehr wenig Wissen über (moderne) Womo-Aufbauten vorhanden, darum ist er wohl auch hier wo das wissen über die Amis vielleicht auch nicht so gross ist, aber sicher die eine oder andere Erfahrung kopiert oder adaptiert werden kann.
Was mir allerdings noch nicht ganz klar ist: Wo willst du überhaupt genau hin dass die jetzigen Offroadgene deines E350 nicht ausreichen? Und welche Verbesserungen würdest du dir genau von einem Koffer gegenüber des jetzigen Kastens erwarten? Ich sehe da im Moment nur die bessere Isolierung und allenfalls den zusätzlichen Wohncomfort einer Kabine aber ich denke dies wirst du nur durch mehr oder weniger Einbussen in der Geländegängigkeit erkaufen können.
holger4x4 hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 19:04
Wenn man eine 3-Punkt Lagerung macht, mit den 2 Fixpunkten vorne und dem Drehlager hinten dann geht das bestimmt.
Earthroamer macht es genau so. Darauf hatte ich auch geschielt als ich meinen gebaut habe, wurde aber von mehreren Seiten (unter anderem auch GM selber) davon abgeraten da das anscheinend wohl für's Gelände gut funktioniere aber auf der Strasse -gelinde gesagt- nicht so das gelbe vom Ei sein soll. Für US-Highways vielleicht nicht relevant, für mich als Passfahrer sehr wohl.
So geil ich die Earthroamer auch finde, sie sind wie Mrmomba schon geschrieben hat einzig und alleine Showfahrzeuge welche 3-4 mal im Jahr mit Gleichgesinnten auf ein paar ausgebaute Schotterstrecken welche als "Offroad"-Strecke bezeichnet wird unterwegs sind. Das zeigen doch schon die Werbevideos wo das Auto auf 20 cm Neuschnee parkiert wird und auf einigen breiten Naturstrassen bewegt wird. Das kann mein Silverado mit Originalfahrwerk und Originalreifen auch, und noch einiges mehr, nur hat meiner kein aussen Ausfahrbaren riesen Flachbildfernseher...blöd, da muss ich dann an abgelegenen Orten vor dem Lagerfeuer halt in den Sternenhimmel anstatt in die Glotze gucken ;)
Vor 10 Jahren war man bei Earthroamer ab ca 250t$ dabei, inzwischen hab ich auch schon von Preise von 750 000-1.5 Millionen $ gelesen...sind wir ehrlich, da wird sich niemand den Lack an irgendwelchem Gestrüpp ruinieren oder gar einen Schaden während einer heftigen Offroad-Passage mit so einem Fahrzeug riskieren.
ThomasFF hat geschrieben:
Sa 09 Mär 2019 11:19
...ausgehend von meinem ganz privaten Credo, dass man mit Autos nix machen sollte, wofür die nicht vom Hersteller/Konstrukteur von vorneherein vorgesehen sind.

...schreibt der Trialfahrer ;)
Im Unimog-Pflichtenheft stand sicher von vornherein auch Trialfahren drin...SCNR, nicht böse gemeint ;)

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#25 Beitrag von schluchtenflitzer » Sa 09 Mär 2019 22:43

Hallo Urs,

so viele Fragen ;-)
ich versuche mal so zu antworten.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen dass die damit extreme Offroadpassagen*1) fahren oder wenn doch wird es eher früher als später Risse geben...aber ich kann mich täuschen.
Nun ich habe das Bild in Gabun gemacht, ich würde mal sagen das Fahrzeug sieht ehr nie Teer, Die Strassen in dem Gebiet (Ölsuche) sind in der Regenzeit mit Schlaglöchern übersäht in dem man einen Jeep verstecken kann.

Bist du nicht ausgestiegen und hast nachgefragt und Bilder von der Lagerung gemacht? Wäre sicher für dich und auch für uns hier sehr interessant zu wissen wie da der Aufbau bewerkstelligt wurde.
Leider nein, damals war ich gedanklich nicht soweit das mich das groß interessiert hätte


Wenn Du jetzt die Ami-4x4 Ambulanzen ins Spiel bringst: Die werden wieder am easy Ende des Offroad-Spektrums bewegt. Können dann im Notfall auch ein paar mal etwas härter herangenommen werden, für Offroadfahren so wie du es dir vorstellst sind sie weder gedacht noch gebaut.

Die Ambulance habe ich nur ins Spiel gebracht um zu zeigen das auch ein E350 so gebaut werden kann. Wenn ich diese Lösung als wirklich Geeignet sehen würde könnte ich mir ja einen fertigen kaufen und zum Womo umbauen.


Was mir allerdings noch nicht ganz klar ist: Wo willst du überhaupt genau hin dass die jetzigen Offroadgene deines E350 nicht ausreichen?

Die reichen mir absolut aus!

Und welche Verbesserungen würdest du dir genau von einem Koffer gegenüber des jetzigen Kastens erwarten? Ich sehe da im Moment nur die bessere Isolierung und allenfalls den zusätzlichen Wohncomfort einer Kabine aber ich denke dies wirst du nur durch mehr oder weniger Einbussen in der Geländegängigkeit erkaufen können.

Etwas mehr Innenraum , gerade Wände und die bessere Isolierung wären die Hauptargumente die mich zum Nachdenken gebracht haben. Und der Drang auf ein neues Projekt wenn ich mal wieder in Deutschland bin ;-)

Wenn man eine 3-Punkt Lagerung macht, mit den 2 Fixpunkten vorne und dem Drehlager hinten dann geht das bestimmt.
Earthroamer macht es genau so.


Ein Hilfsrahmen mit Lagerung macht nur Sinn -und ist dann auch nötig- wenn keine verbindung zur Kabine besteht. Sobald eine Verbindung besteht ist eine Lagerung meines Erachtens kontraproduktiv. Ich denke das dann eine Lagerung genommen werden muss wie beim original Kastenwagen da ja Kabine und Aufbau miteinander arbeiten müssen und nicht gegeneinander.
Im übrigen ist das Eartroomer Probler 1:1 auf UniCat übertragbar....von denen habe ich auch noch nie einen abseits einer Wiese stehen sehen -lol-

mehrere bekannte Hersteller bauen das als Expeditionsfahrzeuge (Ormocar, CustomCamper, Innovation,Marcus Haase...)
Ich hatte in der Tat die Hoffnung das hier jemand weiß wie sie das machen (Lagerung, Verbindung zum Fahrerhaus, wo muss der Koffer verdrehstabil sein und wo nicht, usw usw).
Mir ist kein Amiforum bekannt wo ich auch nur eine annähernd vernünftige Antwort bekommen könnte. Letztendlich ist meine Frage aber auch nicht wirklich Fahrzeugspezifisch. Wenn ich einen Iveco fahren würde würde doch auch niemand fragen warum ich nicht in einem Italienischen Forum nachfrage :lol:

ich habe immer noch Hoffnung etwas Licht ins Dunkle zu bringen :-)

Gruß
Didi

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#26 Beitrag von world_is_waiting » So 10 Mär 2019 00:35

um mal licht ins dunkle zu bringen.

Wer integriert bauen will, muss das Fahrerhaus in die Lagerung einbeziehen, was bei einem Leiterrahmen als Fahrzeugbasis grundsätzlich nicht unmöglich ist. Auf diesem Gedankengang basiert der Iveco von EWR, die MAN von Zocama und sicher auch der weiße Iveco, der hier verlinkt wurde.

auch die gezeigten links auf Fahrzeuge von CC sind ähnlich konzeptioniert, Fahrerkabine und Wohnaufbau bilden eine Einheit und sind entsprechend durchgängig gelagert (oder eben nicht, je nach Fahrzeugkonzept).

So oder so ist das ein anspruchsvolles Projekt und man sollte sich bewusst sein, dass man mit einem Teilintgerierten nicht nur Vorteile hat, sondern auch eine lange Latte von Nachteilen. Aber ich verstehe diesen Thread auch nicht als Aufforderung zum kritischen Austausch, in sofern...

Viele Erfolg.

Martin

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#27 Beitrag von holger4x4 » So 10 Mär 2019 08:43

Das wäre dann die andere Frage: Brauchst du die Integration unbedingt als Sitzbereich? Oder wäre ein Durchgang den man dann flexibel anbinden kann, eine Option? Das würde vieles einfacher machen. Und Isolationstechnisch ist das die beste Lösung, wenn du dann noch eine isolierte Klappe zum verschließen hast.
Gruß, Holger

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#28 Beitrag von Picco » So 10 Mär 2019 10:05

Hoi Didi

Ich hab damals bei meinem Hiace auch darüber nachgedacht ihn zu einem Pritschenfahrzeug umzubauen und sogar schon mit der MFK (dem schweizer TÜV) darüber gesprochen.
Und der hatte eine selbsttragende Carosserie, beziehungsweise die Carosserie war mit dem Rahmen verschweisst.
Ich an Deiner Stelle würde mir überlegen die Carosserie Deines Autos hinter den Sitzen abzusägen, dort zu verstärken und eine stabile GFK-Kiste dahinter zu kleben.
Dabei könnte man die bisherigen Verschraubungen der Fahrerkabine belassen und die GFK-Kiste nur hinten an einem Punkt beweglich mit dem Rahmen verbinden.
Dabei sollte man auch die geringen Längenunterschiede bedenken, die es bei Verwindung und vor allem bei Biegung des Rahmens ergeben.
Damit hättest Du eine Lagerung die sicher nicht viel Kraft vom Rahmen in die Kabine einbringen würde.
Um das dann auch Strassentauglich zu machen kannst Du Dir ein Beispiel an vielen Baustellenkippern nehmen, die den Aufbau in der Mitte mit dem Rahmen verbunden sind und aussen lösbare Verbindungen vom Rahmen zum Aufbau haben.
Damit sollten auch die afrikanischen Pisten machbar sein.
Und ja, ich war schon viel in Afrika unterwegs und bin dort auch schon Schlammpisten im Regen gefahren.
War teilweise grenzwertig mit dem Toyota 4-Runner (oder Hilux Surf, wie er dort heisst)...sagt einer der die bei vielen 'Offroadern' beliebte Col di Tenda und einen Teil der ligurischen Grenzkammstrasse schon mit einem tiefergelegten Honda CRX gefahren hat.
Wobei der Col di Tenda wesentlich schwiriger war als die Grenzkammstrasse... 8)

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Re: Ist eine Teilintegrierte Wohnkabine auch Offroadtauglich möglich?

#29 Beitrag von holger4x4 » So 10 Mär 2019 10:20

Col die Tenda bin ich schon mit Kabine runter :mrgreen:
Gruß, Holger

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ThomasFF
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Tja.... Besserwisser unter sich........

#30 Beitrag von ThomasFF » So 10 Mär 2019 12:11

Mein lieber Didi, dass Du mit meiner Meinungsäußerung nicht einverstanden sein würdest, war ja von vornerein klar, da sie Deine Überlegungen infrage stellt. Das mit der Selbstdarstellung empfinde ich aber als unhöflichenTiefschlag... denn die Beispiele aus dem Trial habe ich nur deswegen erwähnt, um zu zeigen, dass die Argumente nicht von ungefähr kommen. Ok... wenn Du Dein Auto auf Feldwegen bewegst mit 20 Grad Verschränkung und vorsichtig fährst, dann magst Du mit ausreichenden Verstärkungen erreichen, dass die Risse in der Verbindung erst nach 5 Jahren auftreten... aber Du hast ja angekündigt, dass du "richtiges Gelände" fahren willst.....dann liegt das Problem darin, dass wir darunter unterschiedliche Qualitäten verstehen..... Ich werde Dich nicht weiter belästigen....

Ach ja @ Urs: Natürlich ist der Unimog ab Werk nicht mit den Eigenschaften eines 4 rad-gelenkten Prototypen gebaut, aber es gibt die Serienklassen S 1 bis 3, wo seriennahe Unimogs im Trial gegeneinander antreten, mit teilweise erstaunlichen Leistungen. Und ich bleibe dabei: Wenn es in wirklich hartes Gelände gehen und das Auto länger gut halten soll, gibt es nix besseres als den Unimog, wenn man nicht auf größere Klassen wie den MAN CAT oder den Zetros gehen will.....
Und es ist eigentlich bezeichnend, dass weder Unimog noch die Hersteller anderer Gelände-LKW integrierte Kabine bauen.... von Sonderausführungen z.B. fürs Militär mal abgesehen.

Ach ja.. ich wünsche Dir, dass Du ein Auto bauen kannst, was Deinen Wünschen zuminderstens nahekommt....viel Erfolg dabei.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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