Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenheit

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Andreas R.
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Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenheit

#1 Beitrag von Andreas R. » Mo 11 Dez 2017 11:43

Mal ein theoretisches Gedankenspiel mit folgendem Aufbau von unten nach oben
. Pickup Rahmen
- Zwischenrahmen
- auf dem Zwischenrahmen eine flächige Siebdruckplatte
- auf der Siebdruckplatte eine Antirutschmatte (https://www.youtube.com/watch?v=LvMobGpiu9s)
- darauf dann die Kabine mit gleicher Grundfläche wie die Siebdruckplattte

Wie die ganzen Sachen zueinander befestigt sind, ist in diesem Gedankenspiel erst mal egal. Mit geht es um die Unterseite der Kabine die dann auf dem Rutschmatte steht.
Welche Beschaffenheit der Oberfläche der Unterseite würde eine theoretisch bessere "Haftkraft" im Sinne der möglichen Energieaufnahme erzeugen: Eine glatte Alufläche oder ein Alu Riffelblech?
Grüße Andi

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mrmomba
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Re: Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenh

#2 Beitrag von mrmomba » Mo 11 Dez 2017 11:58

Was willst du denn in diesem Sinne der Ladungssicherung bezwecken?
Normal reicht es Ladung ordentlich zu verspannen.
Das Worst-Case-Scenario ist immer eine andere Sache.

Andreas R.
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Re: Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenh

#3 Beitrag von Andreas R. » Mo 11 Dez 2017 12:10

Mein laienhafter physikalischer Gedanke dabei ist, dass bei einer glatten Kabinenunterseite die direkt auf einem glatten Boden steht, die einwirkenden Kräfte dann komplett auf die Verspannung wirken (Spannhaken,Ösen, Gurte, Kette ....was auch immer). Würde eine Antirutschmatte diese Kräfte nicht zumindest für einen gewissen % Anteil aufnehmen und ggf. sogar besser verteilen?

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paul stettiner
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Re: Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenh

#4 Beitrag von paul stettiner » Mo 11 Dez 2017 12:18

„Gleitreibbeiwert“ ist das Stichwort. Lass dir vom Hersteller des gewünschten Materials den Gleitreibbeiwert geben.

Grüße

ThomasFF
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Hi Andi

#5 Beitrag von ThomasFF » Mo 11 Dez 2017 14:11

grüß Dich erstmal auch von mir.

Bei einer Antirutschmatte unter der Kabine, die höhere Reibwerte erzeugt, solltest Du dran denken, dass die Kabine auch aufgesetzt werden muss. Wenn Du die nicht mit einem Kran bewegen kannst oder auf einziehbaren Rollen, dann wird es immer wieder vorkommen, dass Du sie mit Kraft eine winzige Strecke schieben können solltest, um sie an den endgültigen Stellplatz auf dem Auto zu bringen. Mit ner Antirutschmatte geht das nicht.

Wenn Du die Seitwärtskräfte minimieren willst, dann mach zwei trichterförmige Aussparungen in die Ladefläche, an den Kabinenboden entsprechende Kegel, die in den Trichter reinrutschen. Dann zieht sie sich selbst die letzen 3 cm an die richtige Stelle.

Ne andere Sache ist dein Aufbau mit Zwischenrahmen und Platte, alles Sachen, die Gewicht kosten. Ich würde die Kabine mit einem in den Boden integrierten Rahmen, den du wegen der Stabilität sowieso brauchst, direkt auf den Rahmen setzen. Die andere Version als Ladung wäre, die Kabine auf die Pritsche zu stellen, an der vordere Bracke anliegend.

Was für Dich zutreffen würde, kann ich so nicht sagen, weil ich dein Gesamtkonzept nicht kenne.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

Andreas R.
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Re: Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenh

#6 Beitrag von Andreas R. » Mo 11 Dez 2017 15:18

@all: Danke schon mal für die Antworten
@Thomas: Guter Punkt das mit dem Kabine aufsetzen, das hatte ich so noch nicht bedacht, lässt sich aber sicherlich mit einer entsprechender Detailkonstruktion lösen. Oder man muss das Auto sehr exakt drunter fahren.

Vielleicht sollte ich mein gedankliches Konzept etwas genauer erklären. In meinem Vorstellungsthreat http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?f=9&t=9202 hatte ich etwas weiter unten ja ein paar Bilder meines Fahrzeugs mit eingestellt.
Der derzeitige Aufbau ist direkt mit dem Rahmen fest verschraubt. Den kann und möchte ich so aber nicht weiter nutzen, nicht stabil genug und unpassende Maße. Deshalb die Idee diesen komplett zu entfernen. Dann auf den Fahrzeugrahmen einen Zwischenrahmen zu setzen der hinten fest mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist und vorne zur Fahrerkabine hin entweder Feder- oder Gummigelagert ist. Darauf dann als Basis für alles weitere die Siebdruckplatte.
So könnte man das Fahrzeug dann auch fahren ohne dass die noch nicht vorhandene Wohnkabine drauf steht. Wenn die Wohnkabine direkt auf den Rahmen befestigt wäre, wäre der Rahmen ja praktisch "nackt"wenn die Kabine nicht montiert ist. Nicht so schön. Außerdem - und daran scheiden sich ja in den einschlägigen Foren die Geister - halte ich eine gewisse flexible Verbindung von Fahrzeug zur Kabine für sinnvoll Stichwort Rahmenbruch und Verschränkung.
Mit erschien also die Idee zwischen Kabine und Ladefläche (Siebdruckplatte) eine Antirutschmatte zu positionieren zumindest nicht als schädlich.
Andi.

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenh

#7 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 11 Dez 2017 15:32

Hi Andy,

mein Happy Hobo ist ja mein Alleinfahrzeug, d.h. ich muß ihn auch im Alltag nutzen können - z.B. um einmal eine Tonne Pellets zu holen. Deshalb brauche ich auch einen Hilfsrahmen, der fest auf den Fahrzeugrahmen montiert ist. Dieser Hilfsrahmen ist so gebaut, daß die serienmäßigen Ladebordwände dran passen. Außerdem habe ich mir eine Siebdruckplatte als Ladeboden zurecht geschnitten, die ich im Alltagsgebrauch auflege und mit dem Hilfsrahmen über vier Schrauben verschraube. Aber auch nur dann, denn die Platte wiegt 34kg...
Die Kabine setze ich direkt auf den Hilfsrahmen, und zudem habe ich meine Hubstützen so fixiert, daß ich die Kabine beim Aufsatteln um rd. 1cm in alle Richtungen bewegen kann (war nicht so geplant, hat sich aber so ergeben). Diesen Zentimeter brauche ich aber auch, da ich (noch) keine Selbstjustierung habe und deshalb manuell positionieren muß. Mit einer Antirutschmatte ein Problem, denn es kommt auch vor, daß ich die Kabine an einem Eckpunkt absetze und die Kabine dann um diesen etwas drehen muß. Die Bewegungskräfte der Kabine muß sowieso der Hilfsrahmen aufnehmen, also habe ich hier lieber für eine stabile Befestigung gesorgt als mich auf Antirutschmatten zu verlassen...

Gruß
Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenh

#8 Beitrag von Andreas R. » Mo 11 Dez 2017 15:48

Vielleicht ein rechtliche Spitzfindigkeit...aber gilt eine Kabine die direkt mit dem Rahmen/Hilfsrahmen verzurrt ist noch als "Ladung" oder muss für eine "Ladung" auch eine wie auch immer geartete Pritsche mit Bodenfläche vorhanden sein?
Andi

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenh

#9 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 11 Dez 2017 17:37

Es muß dazu *keine* Bodenfläche vorhanden sein. Nur bewegliche Teile müssen abgedeckt sein, sprich Radläufe montiert sein. Interessant ist, daß der TÜVler bei mir keine Abdeckung der Kardanwelle für den 4x4-Antrieb sehen wollte, so brauchte ich noch nicht einmal eine dünne Aluplatte auf den Rahmen setzen.

Gruß
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Re: Kabine als Ladung-Antirutschmatte-Oberflächenbeschaffenh

#10 Beitrag von ThomasR » Di 12 Dez 2017 18:03

Servus,

ich würde auch eine kraftschlüssige Verbindung der Antirutschmatte vorziehen, weil du die Kabine nicht gleich verlierst, wenn du mal eine Befestigung vergisst oder dir jemand eine öffnet. Gegen die feste Abdeckung unter der Kabine spricht nur das Gewicht.
Andreas R. hat geschrieben:Vielleicht ein rechtliche Spitzfindigkeit...aber gilt eine Kabine die direkt mit dem Rahmen/Hilfsrahmen verzurrt ist noch als "Ladung" oder muss für eine "Ladung" auch eine wie auch immer geartete Pritsche mit Bodenfläche vorhanden sein?
Andi
Die Kardanwelle ist bei den ganzen Container-LKW oder Sattelzugmaschinen ohne Ladung oder Auflieger auch nicht abgedeckt, da geht´s soweit ich weiß nur um Radabdeckungen. Ich hab auch nur den Hilfrahmen mit Radabdeckungen fest am Auto, sonst ist alles offen und so zugelassen.

Schönen Gruß, Tom

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