Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhänger

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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mrmomba
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhäng

#31 Beitrag von mrmomba » Do 22 Mär 2018 11:07

Haha,

schau mal hier:
https://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?f=5&t=8763
Klar geht es in erster Linie um ein T3 - leider Motorschaden und daher ist Kabine nun auf Anhänger.
Ganz klassischer Kabinenbau.

Multivan
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhäng

#32 Beitrag von Multivan » Di 10 Apr 2018 13:05

Hallo zusammen,
@Holzbock: klar gerne hätte ich ne Empfehlung! Alle 17 oder mehr Jahre streichen hört sich akzeptabel an! :D
@mrmomba: Sorry, ich fürchte ich checks nicht ganz bzwe. finde es nicht: was meinst Du mit dem "klassischen Kabinenbau"?! :?

Ich war am Freitag endlich mal beim TÜV.
Zunächst geht es bei mir ja immer erst noch um den Anhänger.

Am Empfang stieß ich gleich mal auf einen, ich untertreibs jetzt mal etwas "stark unmotivierten, eher weniger auskunftsfreudigen" Inschinör!
Gottseidank hat er mich gleich an einen netteren, jüngeren Kollegen verwiesen. Ich glaube das war auch der mit dem ich meinen ersten Kontakt diesbez. hatte?!

Ich habe nochmal meine Pläne geschildert:
Umbau Pferdehänger, Fahrwerk alt, Aufbau entfernt, neuen Rahmen an den Originalbefestigungspunkten zw. den Räder drauf (Abmessungen 1750 x 3600 mm) Rest alles neu.
Gut ist schon mal das auf Achsen, Bremsen, usw. überall Typenschilder drauf sind, Bremsberechnungen sind auch vorhanden, soweit alles i.O.
(Außer am Fahrwerk ist irgendwas was ich noch nicht weiß, z.B. Federung, Bremsen hab ich bis jetzt noch nicht so richtig prüfen können?!) :?

Nun wurde es etwas detaillierter:
Ich möchte (wegen der Kabine) einen Plattformanhänger, mit steck- also abnehmbaren Bordwänden.
Hierzu sollen li und re seitlich am Rahmen je 4 und vorne 3 Profilstücke 40x40x90 mm
senkrecht angeschweißt werden in die die Bordwände mit Halter eingesteckt werden. (Sicherung mit Steckbolzen und Splinten).
Die Heckklappe soll - auch abnehmbar - mit Scharnieren befestigt werden.
So könnte ich den Anhänger mit (geplant 750 mm) hohen Bordwänden versehen auch mal als "richtigen" Anhänger zum aufladen von was weiß ich was nutzen. :D

Lt. seiner Aussage auch kein Problem, Eintragung als "offener Kasten" sowie als "Plattformanhänger" möglich. :)
Ich muß nur für beide "Zustände" Wiegekarten bei Begutachtung vorlegen, da dann jeweils Leergewicht(e) und Abmessungen festgelegt werden.
(Ist ja auch völlig klar und logisch - passt mir aber nicht, weil ich das ganze "Bordwandgedöns" gerne irgendwann später, wenn ich wieder mehr Zeit habe, machen wollen würde... :wink: )

Noch ein Punkt der mir nicht so ganz in den Kram passt ist die seiner Meinung nach einzig geeignete Positionierung der (bei über 2100 mm Breite notwendigen) Begrenzungsleuchten,
doch dazu später - Mittagspause ist rum.... :(

Gruß

Holger

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Holzbock
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhäng

#33 Beitrag von Holzbock » Di 10 Apr 2018 15:17

Hallo, also ich habe diesen Lack genommen, Brillux Kunstharzlack 291 und der hat nun immernoch glanz nach 17 jahren und ca. 100000 km und kreidet nicht aus. Den Lack werde ich wieder nehmen. Lässt sich auch gut verarbeiten.
Gruß Klaus

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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhäng

#34 Beitrag von Multivan » Di 17 Apr 2018 09:09

Guten Morgen zusammen,
seit ein paar Tagen reizt mich diese Anzeige auf Ebay-Kleinanzeigen:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 48-84-6593
(Sandwichplatten, 1m breit, neuwertig, 40 mm stark, ca. 2 m lang, nicht allzu weit entfernt von mir,...)

Ich überlege ernsthaft ob ich da zuschlagen soll...
Wie schon mal überlegt wäre ein Grundrahmen aus Alu-Strangpressprofil 80 x 40 mm für mich (weil Material vorhanden) naheliegend,
dann ringsum gekantete Alu-Winkel mit Kantenlänge 100 x 100 mm oder so, und da die Sandwichplatten reinkleben!?!
(aktuell geplantes Maß der Kabine 3600 x 1700 x 2100 mm)

Was meint ihr?

Gruß

Holger

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Gode_RE
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhäng

#35 Beitrag von Gode_RE » Di 17 Apr 2018 11:46

Aus vermutlich genau diesem Material und ebenfalls in Alu-Strangprofile eingeklebt hat die Anhängerbaufirma meine Kabine 5 x 2,2 x 2,3 m gebaut. Die Klebung hat sich im Laufe der Jahre als "undicht werdend" entpuppt, möglicherweise durch Fahrtbewegungen. Daher habe ich die Kabine dann komplett mit ner PU-Beschichtung "eingepackt". Wenn Du bei der Klebung also sehr sorgfältig arbeitest und vielleicht auch besonders großzügig, könnte das klappen. Zumal Deine Kabine kleiner ist...

Die Stahl-Sandwichbauweise hat Vor- und Nachteile zugleich. Zum einen "knackt" sie nicht bei Sonneneinstrahlung oder im Winter, zum anderen ist sie deutlich (!) widerstandsfähiger gegenüber Einbrüchen. Die Geräuschdämmung ist sehr viel besser als bei GFK. Vom Gewicht her dürfte das etwa gleich sein gegenüber GFK. Der entscheidende Nachteil ist aber, dass sie rosten kann. Zwar sind die Bleche verzinkt und beschichtet, aber das geht nur solange gut, wie die Oberfläche nicht beschädigt wird.

Das war das erste Mal der Fall, als meine (eigentlich sehr erfahren aufgetretene) LKW-Lackierfirma beim "Anrauhen" der Oberfläche gleich durch die Beschichtung und die Verzinkung geschliffen hat, und der später aufgetragene Lack auch keine gute Rostprophylaxe war. Und beim Fenstereinbau, Teileanbau und quasi überall, wo mal ein Loch rein muss oder bei Beschädigungen durch Anstossen muss man halt hinter was schützendes auftragen. Auch bei Hageleinwirkung sind nunmal Dellen da, allerdings entstehen dann keine Risse, wie bei GFK.

Die Verarbeitung ist anders, als bei GFK. Du musst halt mit ner Metallsäge oder Flex dran (Vorsicht Fluspäne). Dafür aber brauchst Du keine Schutzkleidung wie bei GFK.

Hat also seine Vor- und Nachteile.

LG Gode

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Teil 1 ist (fast) vollbracht!

#36 Beitrag von Multivan » Mo 28 Jan 2019 16:00

Hallo zusammen, nach langem Schweigen hiermit mal wieder ein update von meinem Projekt. :D
Der Anhänger, der die Absetzkabine aufnehmen soll, ist nun fertig und vom TÜV abgenommen.

Zur Erinnerung:
Ich hatte mir vor einiger Zeit das Fahrwerk eines alten tschechischen Pferdetrailers (alles Knott-Teile) gekauft, und diesen nun neu aufgebaut. Da ich zwischendrin leider immer wieder phasenweise keine Zeit / und oder keinen Platz hatte mal vernünftig zu arbeiten und auch mal was ein paar Tage stehen lassen zu können, war das ganze bisher ein sehr mühselige Angelegenheit…

Doch nachdem mir der TÜV letzten Freitag „mängelfreie“ Arbeit bescheinigt hat und ich jetzt ein offizieller „Fahrzeughersteller“ bin, bin ich nun frisch motiviert weiter zu machen. :mrgreen:

Rausgekommen ist nun eine Kombi aus wahlweise „Plattformanhänger“ bzw. „offener Kasten“ mit Zuladung jeweils 1360 kg bzw. 1240 kg. (Die Bordwände sind steck- und somit schnell abnehmbar)
Die Ladefläche hat ein Rahmenaußenmaß von 1750 x 3600 mm.

Geplant war ursprünglich mal eine Kabinengrundfläche von 2100 x 3600 mm.

Inzwischen erwäge ich jedoch aus versch. Gründen die Breite evtl. auf 1700 mm zu reduzieren und sie damit durchgängig zwischen die Radkästen voll auf den Plattformrahmen zu stellen.

Mir ist durchaus bewusst - 1,7 m ist „Scheixxschmal“, und höchstwahrscheinlich auf den ersten Blick nicht sehr wohnlich! (In einem anderen Thread hier bin ich aufgrund dieser Überlegung bereits für bekloppt bzw. „unfähig für solch ein Projekt“ gehalten worden…!) :wink:

Wie dem auch sei, noch ist nichts entschieden, doch jetzt habe ich endlich auch die Möglichkeit die Verhältnisse praxisnah darzustellen:
Ich zwinge mir nun einfach mal ein paar OSB-Platten ringsum an die Bordwände und simuliere die Einbauten & Raumverhältnisse mal mit Bierkästen o. ä. Dann sehen wir weiter!

Theoretisch (in CAD bereits etwas herumgespielt) müsste sich mit den doch knapp 6 m² schon trotzdem was machen lassen, zumal ich nie die Absicht hatte quer zu schlafen. Grob gesagt stelle ich mir den Grundriss ähnlich den hier auch öfter erwähnten Kip-Klein-Wowä vor.

Wie gesagt, ich bin mir durchaus bewusst das gerade bei der Breite jeder cm mehr Komfort bringt.
Ich habe aber auch nicht die Absicht damit längere Reisen zu machen, sondern eher nur Wochenendtrips zum Angeln oder zu Festivals etwas komfortabler zu machen als das bisher mit Zelt der Fall war…

Ich wollte gerade noch ein paar Bilder von "Anhänger anhängen", aber die sind scheinabr zu groß?! Mal sehen wie ich das hinkriege...

Update, nun mit ein paar Fotos von dem Objekt... :D

Gruß

Holger
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Multivan
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhäng

#37 Beitrag von Multivan » Di 29 Jan 2019 15:51

Holzbock hat geschrieben:
Di 10 Apr 2018 15:17
Hallo, also ich habe diesen Lack genommen, Brillux Kunstharzlack 291 und der hat nun immernoch glanz nach 17 jahren und ca. 100000 km und kreidet nicht aus. Den Lack werde ich wieder nehmen. Lässt sich auch gut verarbeiten.
Gruß Klaus
Hallo Klaus, ich habe mich gerade wieder an Deinen Tipp erinnert und nach dem erwähnten Lack gesucht. Laut Brillux-Datenblatt ist der 291er nur für grundierte Metalloberflächen empfohlen.
Was hast Du für einen Untergrund?

Gruß

Holger

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Holzbock
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhänger

#38 Beitrag von Holzbock » Di 29 Jan 2019 17:05

Hallo, ich habe einen Holzkoffer hält 1a, auch auf dem Führerhaus. letzte lackierung 2001und immer noch top.
Gruß Klaus

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Teil 1 ist (fast) vollbracht!

#39 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Di 05 Feb 2019 10:53

Hi Holger,
Multivan hat geschrieben:
Mo 28 Jan 2019 16:00
In einem anderen Thread hier bin ich aufgrund dieser Überlegung bereits für bekloppt bzw. „unfähig für solch ein Projekt“ gehalten worden…!) :wink:
Gut, daß Du solche Aussagen nicht als persönlichen Angriff wertest! Vielleicht wollte der Schreiber nur etwas intensiv seine Ansicht kund tun, daß da vielleicht noch 'Nachdenkensspielraum' ist ;-)

Welches sind denn die Gründe, die Dich so schmal bleiben lassen? Ich kann mir nämlich auch keinen vorstellen, die (für mich!!!) einen solchen Platzverzicht rechtfertigen würden. Hauptgrund für mich, breiter zu bauen, wäre die Überlegutn, daß ich mich vielleicht auch einmal tagsüber in den Anhänger zurückziehen möchte und einfach mit Partnerin/Freunden eine Tasse Kaffee im Trockenen trinken möchte. Das bedeutet für mich auch ein Gegenübersitzen, um sich ohne Halsverdrehen unterhalten zu können - gegen Wände rede ich nicht gerne. Ich habe gerade einmal an meinem Bürostuhl gemessen: in halbwegs entspannter Lage ist die Länge von meinem Rücken bis zu den Zehen irgendwo so bei rd. 1m, d.h. ich brauche mind. 2m Kabinenbreite, damit ich mit meinem Gegenüber nicht ständig am füßeln bin oder ihm gar auf die Zehen trete ;-)
Getrennte Einzelbetten brauchen mind. 40cm Luft dazwischen, damit man auch raus kommt - sonst kann man noch nicht einmal einen Fuß in dem Zwischenbereich drehen. 170cm-40cm-Wandstärke - da bleiben ja nur noch etwa 60cm Bettenbreite. Für mich wäre erheblich das zu knapp (obwohl ich zu Bundeswehrzeiten schon auf 30cm breiten Bänken geschlafen habe, aber das ist lange her...).
Auch Stauraum ist etwas, das man nie genug haben kann, auch aus diesem Grunde würde ich wo möglich breiter bauen.

Sind Deine 'Schlankheitsgründe' gewichtiger als diese Argumente? Ein Anhänger wie der Deine schreit doch direkt nach einer luxeriöseren Kabine... ;-)

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
03.- 05. Mai 2019: Leerkabinen-Treffen
erstes Juni-WE (31.05.-03.06.2019): Weinfest
vierter Sept.-Samstag (21.09.19): Weinprobe in den Weinbergen
*Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich*

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mrmomba
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhänger

#40 Beitrag von mrmomba » Di 05 Feb 2019 23:54

Der Grund liegt für mich auf der Hand, wenn man eine leichtere Fertigung berücksichtigt. Ich würde aber auch die Breite über den Radkästen ausnutzen. Selbst unsere alte Eriba hat einen Innenraum von 190cm.


Edith: gibt es in der Schweiz jetzt wirklich das gesetzt, das Ladegut nicht über die Fahrzeuge rausschauen dürfen, mit Ausnahme Heckfahrtträger bzw Fahrräder?
Zuletzt geändert von mrmomba am Mi 06 Feb 2019 10:31, insgesamt 1-mal geändert.

ThomasFF
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Schlafkabine erst breiter über der Bracke...

#41 Beitrag von ThomasFF » Mi 06 Feb 2019 02:11

Ich hab mal mit nem Freund, der vom Papa einen 2,50 m langen, aber nur 1,60 m breiten Laderaum zwischen den Bracken hatte, der Radkasten/das Schutzbkech war dann noch außen davor...750 kg zul. Gew. ungebremst, geliehen bekommen.

Zweck war, ein 50 ccm Moped zu befördern und drin schlafen. Ohne Bracken war das Leergewicht ca 250 kg.

Wir haben in Ständerbauweise mit außen und innen je 4 mm Siebdruck, dazwischen 20 mm Styrodur, eine Kiste mit 1,30 m Innenhöhe gebaut, die, weil sie zweischläfrig + Hund sein sollte, 1,80 m breit innen wurde. Wir haben die über die Ständer oberhalb der Brackenhöhe, also etwas höher als die Radkästen, seitwärts auf jeder Seite um 15 cm auskragen lassen, sodass mit Leisten (so ne Art selbst gebastelter lattenrost) zwei 90 cm Matrazen Platz fanden, die aber während der Fahrt hochgeklappt werden konnten. Dadurch konnte das Moped reingestellt und transportiert werden, auch Schlafsäcke, Kissen und etwas Gepäck fanden Platz. Davor wurde ein uralter Simca gespannt, die Fuhre ist dreimal am Mittelmeer gewesen.

Wenn ich jetzt Euer "schmales" Vorhaben sehe, ist mir diese damalige Auskraglösung sofort eingefallen, mit der man auch einen schmalen Hänger ganz ordentlich verbreitern kann. Mit etwas Fantasie und geteilten Matrazen kann man sich auch in mindestens halber Hängerlänge eine Sitzgruppe reinbauen.und auch unter dem Bett Stauraum erzeugen oder ähnliche Ausbauvarianten kreieren, sogar eine Küchenbox und ein Schrank wären bei genügend langem Hänger realisierbar... Im Prinzip billig und leicht, auch mit dickeren Wänden mit 30 mm Iso und entsprechend solideren Leisten.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

Ronny
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhänger

#42 Beitrag von Ronny » Mi 06 Feb 2019 07:50

Hallo Holger,

ich bin gerade mitten im Bau einer solchen "Wohnkabine", dazu gleich mehr.
Könntest Du mir verraten welche Abmessungen (inkl Materialstärken) die Steckrungen und die Halterungen dafür bei Deinem Anhänger haben?

Also, ich habe einen Einachs Tieflader Anhänger mit 1500kg zulGG (von KÖNIG Anhänger). Bei diesem Anhänger kann man die seitlichen Bordwände auch abnehmen und man hat somit einen Platformanhänger als Tieflader mit schön großen Rädern. Die Ladefläche ist 254cm lang und 134cm breit. Der anhänger ist mit Radhäusern 187cm breit.

Darauf baue ich gerade eine abnhembare Wohnkabine in den Abmessungen 282cm lang 190cm breit und 140cm hoch. Die breite resultiert aus der breite meines Zugfahrzeugs (T6 Multivan) und aus der Überlegung daß die Kabine nicht wesentlich über die Radhäuser des Anhängers rausstehen sollte. Gleichzeitig wollte ich in der Kabine Querbetten realisieren, was bei einer Wandstärke von 2cm eine Innenbreite von 186cm ergibt und für uns (Körperlänge172cm) ausreichend ist. Die Länge resultiert aus dem Platz den ich für die Box als Lager habe. Die Box wird nämlich per Kran/Seilzug in den Dachstuhl meiner Garage gehoben, sodass der Multivan darunter parken kann. Ja un die Höhe der Kabine ist in meiner Anforderung begründet, daß die Gesamtfahrzeughöhe unter 2m sein soll. Um Trotzdem Stehhöhe zu haben bekommt die Kabine ein Aufstelldach.
Der ganze Aufbau ist unisoliert, da ich ja eh ein Aufstelldach (Mit Zeltstoffwänden) habe und mir daher eine Isolierung des unteren Bereichs nichts bringt. Das Gewicht spielt auch nicht so eine große Rolle, da der Anhänger 1200kg Zuladung hat.
Die Bodenplatte besteht aus einer 18mm Siebdruckplatte. Die Wände aus 18mm Fichte Sperrholzplatte (Wisa Spruce) die auf der Außenseite mit einer Lage Glasfasergewebe und Epoxidharz beschichtet wurden. Für mich war das eine gute Kombi, da die Siebdruckplatten doch deutlich schwerer und auch teurer sind. Die Sperrholplatten habe ich im Haus beschichtet wegen der konstanten Temperatur von mindestens 23°C. Die Platten wurden dann stumpf zusammengespaxt und auch verklebt. Dazu habe ich mir in der Garage aus Planen ein Arbeitszelt abgehängt um den zu beheizenden Raum möglichst klein zu halten. Und daher gibt es bis jetzt keine Fotos, da ich kein Fischeye Objektiv habe. Um die Kanten habe ich Alu-Riffelblechwinkel geklebt. Das Dach besteht aus einem Rahmen aus Alu-Riffelblechwinkel mit eingeklebter Sandwichplatte. Derzeit verfuge ich das Dach mit Sabatack 750XL und wenn das fertig ist, dann kann alles raus aus dem Zelt und dann gibts auch Fotos.
Lackiert habe ich mit MIPA 250-30 in weiß mit der Rolle. Die Oberfläche ist leicht strukturiert, so ähnlich wie das Hammerschlagblech bei den alten Wohnwagen, aber halt nicht so gleichmäßig. Das war mir aber auch nicht wichtig.

Das ganze Ding baue ich, weil man mit 5 Leuten (2 Erwachsene und 3 Kinder) nicht im T6 schlafen kann. Wir sind auch nicht die 2 Wochen Campingplatzsteher und da ich keine Lust auf Vorzelt Auf- und Abbau habe, war das der beste Kompromiss aus:
- ich kann das Ding zu Hause lagern und brauch keine zusätzlich Garage/Hallenplatz anmieten
- ich hab kein weiteres Fahrzeug was Versicherung/Steuern/TÜV kostet, da die Kabien als Ladung zählt
- es ist kurz und schmal und damit kein Streß in kleinen Bergdörfern
- Der Hänger ist "Basislager" und das Zugfahrzeug schneller für Ausflüge bereit

Und dann ist das ganze ja auch noch ein Hobby.

Bis bald,
Ronny

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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhänger

#43 Beitrag von Multivan » Mi 06 Feb 2019 12:28

Hallo zusammen,
ja wie gesagt, noch ist es offen.
Ich habe auch schon derartige Bein-Fuß-Sitz-Platzmessungen (in meinem Büro) hinter mich gebracht und das für äußerst knapp befunden. :?

Aber nun darf der Hänger endlich frei herumfahren und -stehen. Das tut er nun von meiner Haustür. Und sobald er schneefrei ist
und es allgemein draußen etwas gemütlicher ist, werden ich mal eine Pappkarton-Getränkekisten-Pseudo-Einrichtung reinstellen, und weitersehen.

Wie gesagt, eure Argumente sind durchaus berechtigt. Allerdings habt ihr auch Ansprüche, und vor allem ein derart hohes Niveau, was z.T. nach hunderten,
wenn nicht sogar tausenden an Arbeitsstunden aussieht, dem ich sicherlich nicht gerecht werden kann und werde! :D
(Nicht zuletzt auch vom finanziellen Aufwand her)

Meine (bisherigen) Überlegungen bei 1700 mm zu verbleiben:
- sehr einfacher, stabiler Aufbau (1700 x 3600 oder evtl. auch 3750 mm, 150 mm Überhang über die Ladefläche hinten sollte kein Problem sein)
klar, wenn man eure Konstrukte so sieht, stabil geht auch mit deutlich komplizierteren Grundrissen und Abmessungen...
- sehr "harmonische" Verbindung mit meinem VW Sharan, Gespann hat gleiche Länge, und hätte mit Aufbau 1700 mm nahezu die gleiche Außensilhouette
(passable bis gute Rückfahrsicht beim rangieren, keine Rückspiegelverlängerungen nötig,...)
- ich erinnere mich noch gut an Urlaube auf "Katzenkopf-Camping" am Main, irgendwann Anfang der 80er mit dem T2-Bus unserer Bekannten
ich weiß zwar nicht mehr wie breit die Kiste war (eher noch schmaler), aber es war einigermaßen gemütlich... :D
- mehrfach saß ich in der Bimobil-Absetzkabine eines Onkels, der mit dem Ding auf seinem Pick up schon durch ganz Europa und halb Afrika getigert war.
auch hier weiß ich die Breite nicht genau (ich denke mal um die 2 m), dafür war sie kurz, und es war alles drin was man braucht. Die Sitzecke war sehr klein.
- eine meine liebsten Sitzgelegenheiten ist die Bierzeltgarnitur! Natürlich vorzugsweise mit Rückenlehne und auf einem oberfränkischen Bierkeller, mit passendem Getränk dazu! :D
der Platzbedarf hierfür kommt ungefähr dem gleich was ich zu bieten hätte...
- ich bin gerade wie gesagt etwas am zeichnen. Mir schwebt eine Frontsitzgruppe in U-Form vor, Sitzbreite 450 mm ringsum, Gesamtlänge 2000 mm, und in der Mitte
ein auf Schlafhöhe absenkbarer Tisch mit 550 - 600 x 1500 mm. Ergibt Sitzplatz für 5 - 6 und Schlafplatz für 2 Personen (1600 x 2000 mm)
- nicht zuletzt hätte ich bei dieser Breite der Kabine sehr wahrscheinlich die Möglichkeit, sie bei Nichtgebrauch / über Winter evtl. unter Dach stellen zu können,
wenn ich mir was einfallen lassen diese da ohne Anhänger rein zu bugsieren... Die Option fänd ich auch nicht zu verachten.

Auf dem Bildschirm passt das soweit einigermaßen, aber Papier ist geduldig, darum der Außenversuch in de nächsten Tagen...
Was ich eben auch nicht ganz vergessen darf ist, das ich mit meinem bisher erreichten nicht gerade schnell war, und damit erstens bei meinem Chef etwas "in Ungnade" gefallen
bin weil ich den Krempel immer irgendwo stehen hatte, und ich derzeit keine allzu große Lust habe an der Kabine sehr viel länge basteln zu müssen...

Gruß

Holger

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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhänger

#44 Beitrag von Multivan » Mi 06 Feb 2019 12:38

@Ronny,
mein Siebdruckzeugs am Hänger hat allesamt auch 18 mm.
Die Rungen sind aus Vierkantrohr 30 x 30 x 3 mm, die Aufnahmen dafür aus 40 x 40 x 3 mm.
Der Rahmen ist aus 100 x 50 x 4 (oder 3, vergessen) mm mit den Außenmaßen 1750 x 3600 mm.

Ich werde die Kabine AUF den Rahmen stellen. An der Unterseite der Kabine sind entsprechende Konturen vorgesehen, das die Kabine
zum Rahmen gleich einen gewissen Formschluss hat. Zunächst wollte ich die Kabine mit Ösen für Spanngurte versehen.
Inzwischen überlege ich ob ich die Verbindung Rahmen-Kabine nicht besser über vier der 40 x 40 mm Aufnahmen und Steckbolzen mit Splinten realisiere...

Gruß

Holger

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willy
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Re: Vorstellung mich und mein Plan : Absetzkabine auf Anhänger

#45 Beitrag von willy » Mi 06 Feb 2019 13:08

mrmomba hat geschrieben:
Di 05 Feb 2019 23:54
Edith: gibt es in der Schweiz jetzt wirklich das gesetzt, das Ladegut nicht über die Fahrzeuge rausschauen dürfen, mit Ausnahme Heckfahrtträger bzw Fahrräder?
Hoi

Über die Fahrzeugbreite darf die Ladung nicht herausschauen.
Die Radkästen zählen zur Fahrzeugbreite.
Ausnahme Fahrräder, die dürfen.
Grüsse Willy
_______________________________________________________
in dubio prosecco ;)

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