Fuso Canter Trimobil

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers

Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon holger4x4 » Mo 06 Mär 2017 23:02

Also mein Kabinenbauer macht nur außen einen Winkel drum, innen nur eine Klebefuge. Nur bei extrem Offroadkabinen gibt es auf Wunsch innen auch noch einen Winkel. Normal braucht man das nicht (und es stört auch beim Möbel Einbau)
Gruß, Holger

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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon Leerkabinen-Wolfgang » Di 07 Mär 2017 13:22

Hi Tom,

das Stufenfalz im Übergangsbereich ist eher ungewöhnlich - und vermutlich kräftetechnisch nicht das Optimum. Das Sandwich erhält seine Stabilität aus den auf Abstand gehaltenen nicht dehnbaren Außenschichten. Fehlt diese auf der einen Seite, hat auch die andere keinen halt mehr. Deshalb könnte ich mir vorstellen, daß es sinnvoller ist, die Wandplatte plan auf die Bodenplatte zu stellen und eine asymmetrischen Kantenleiste mit wandseitige entsprechend höherer Kante zu verbauen, möglicherweise ein Winkelprofil 40*90mm.
Da ich auch in Sachen Statik nicht so bewandert bin, habe ich mein kleines Alltags-Hubdachkabinchen auch innen mit Winkelprofilen 30*30mm versehen - ob das wirklich unbedingt nötig war, wage ich zu bezweifeln!

InnoMobil, der Hersteller meiner 'großen' Kabine, geht einen anderen Weg: er hat umlaufend Hartschaumprofile in den Plattenkanten eingebaut (bzw. teilweise einen Alu-Hilfsrahmen für die nötige Kräfteverteilung in abgesetztem Zustand). Hierdurch werden die Kräfte aus den Deckschichten über den Hartschaum in der Kante, den Kleber, den Hartschaum/Aluprofil der anstoßenden Platte und von dort wieder in die Deckschichten verteilt. Ein Prinzip, das ich auch schon bei anderen Herstellern gesehen habe, und das es erlaubt hat, die Kabine ohne jegliche Kantenprofile zum letzten Leerkabinen-Treffen von Hannover nach Mainz zu holen.

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon ThomasR » So 12 Mär 2017 22:42

Hallo,

das der Stufenfalz ungewöhnlich ist, kann ich mir vorstellen, weil´s ein größerer Aufwand ist. Kräftetechnisch hätt ich keine Bedenken, weil ja die Wand zur Hälfte auf der oberen Decklage aufsteht und somit in der Bodenplatte kein Querzug entstehen sollte.

Das die Innenwinkel nicht pauschal dran sind ist interessant. Hätt gedacht, dass immer beide Lagen verbunden werden...Aber Extremeinsatz ist nicht geplant, dann kann man die sich evtl. sparen.

Das mit den Profilen in den Plattenkanten hört sich nach einer Top Lösung an. Bei rechteckigen Kabinen ist´s wahrscheinlich auch relativ einfach für den Hersteller, aber bei Anbauten wie Alkoven wird´s schon aufwändig und dann wahrscheinich auch teuer.

Gruß, Tom
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon ThomasR » Do 27 Apr 2017 22:07

Hallo,

ich hab diese Woche mal die einzelnen Platten für den Ausbau rausgezeichnet und bei zwei Herstellern angefragt. Habs jetzt mal mit dem Stufenfalz gezeichnet und schau mal, was der Hersteller meint.

Etwas unklar bin ich mir auch noch beim Alkoven. Den Übergang von Dach zur Schräge einfach stupf und mit Winkel drüber herstellen, oder die Dachplatte länger lassen und "knicken". Hat ja z.B. der Hartwig ja so gemacht (und top beschrieben), ist aber mit ordentlich Aufwand verbunden.

Lieber wäre mir die stumpfe Variante, aber: gibts da negative Erfahrungen?
Im Prinzip baut man ja eine flache Wanne am Dach, weil ringsrum die Winkelprofile auftragen. Ich denk mir nur, dass das beim Womo nicht so das Problem ist, weil man eh nie eben steht. Wäre aber über Rückmeldungen dankbar!

Kabinenpläne treib ich trotz der Getriebeprobleme (anderer Beitrag) weiter, weil die Kabine im absoluten Notfall auch auf einen anderen Doka passt...

Schönen Gruß, Tom
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon holger4x4 » Do 27 Apr 2017 22:24

Die Ideale Bauweise ist Vom Alkovenboden über das Dach bis in die Rückwand alles aus einem Stück zu machen. Das hängt natürlich von der max. Plattengröße beim Kabinenbauer ab. Dann gibts keine Dichtigkeitsprobleme und es gibt keine Kante wo sich Wasser sammeln kann.
Gruß, Holger

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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon ThomasR » Fr 26 Mai 2017 22:33

Hallo,

ich hab jetzt 2 Angebote für meine Kabine bzw. die Platten vorliegen und würd euch um eure Meinung bitten weil es 2 verschiedene Aufbauvarianten sind, und ich von der Materie nicht viel Ahnung hab.

Grundsätzlich brauch ich ja einen einigermaßen leichten Aufbau, gewichtsmäßig reißt sich bei den 2 aber nichts ab, preislich schon:
Variante 1: Gewebeversärktes GFK 0,8mm - PP Wabe 3,5mm - PU Dämmkern - Gewebeversärktes GFK 0,6mm (von außen nach innen)
Variante 2: GFK 1,2mm - XPS Dämmkern - GFK 1,2mm

Von GFK hab ich wenig Ahnung und keinerlei Erfahrung. Wäre top, wenns von der Seite Erfahrungen gibt, evtl. mit ähnlichen Deckschichten.

Optisch sollen dickere GFK Schichten schöner sein, wäre mir aber nicht wichtig.

Von der Dämmung weiß ich, dass PU mit geschlossener Deckschicht eine bessere/niedrigere Wärmeleitfähigkeit hat als XPS. Beides nimmt kein flüssiges Wasser auf. Aber was in einer Womowand besser ist?

Die dünne PP Wabe soll bei der dünnen Gfk Schicht Stoßenergie absorbieren, damit der Schaum nicht kaputt geht und sich die Deckschicht ablöst, was nachvollziehbar ist.

Das Styrodur/XPS soll aber nicht so hart wie PU sein, weshalb es Stöße von Haus aus besser verträgt? Kann man das so stehen lassen?

Wie oben gesagt: wenn ihr mir da bei der Entscheidung etwas helfen könnt, wäre top! Mir würde Variante 1 besser zusagen, weils hochwertiger erscheint. Aber wenn der "Standardaufbau" ausreichent gut und auch nicht schwerer ist, dann kommt natürlich der Preisvorteil ins Spiel. Und Ausgaben kommen eh noch einige auf micht zu bis die Kabine am Fuso drauf ist.

Danke und schönen Gruß,

Tom
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon Dejay » Fr 26 Mai 2017 23:25

Würde mich auch sehr interessieren. Soweit ich das verstanden habe:
Polyurethane Schaum unterschiedlich formuliert werden (hier wird von "Dauerelastizität" gesprochen). Zum Beispiel PIR ist eine Form von PU die härter ist aber schneller zerbröselt, und hitzebeständiger ist (typisch dämmmaterial). PU ist elastischer aber nicht ganz so starr (Mischung aus polyol und MDI / methylene diphenyl diisocyanate). Aber XPS / extruded polystyrene ist noch wesentlich schwächer. Die Raumdichte ist auch wichtig, 35 kg/m³ ist zu schwach, 50-80 kg/m³ widerstandsfähiger. Ansonsten ist PU viel besser für die Isolierung.

"Sowohl PUR als auch PIR werden aus den Komponenten Isocyanat (MDI) und Polyol hergestellt. Während bei PUR die Bestandteile MDI und Polyol im ausgeglichenen Verhältnis zu den Molekülmassen umgesetzt werden, ist bei der Herstellung von PIR MDI in deutlichem Überschuss vorhanden."


Auf welches physikalisches Parameter man beachten kann für die Elastizität würde mich eben interessieren. Glasfaser ist auch relativ elastisch im Gegensatz zu Kohlefaser, das heißt Glasfaser ist weniger steif, aber bricht weniger leicht.

Und wofür man eine PP Wabe braucht weiß ich nicht. Wahrscheinlich sinnvoll um eine echt starre Oberfläche zu erzeugen.
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon ThomasR » Sa 27 Mai 2017 06:46

Stimmt, Raumgewicht hab ich vergessen anzugeben: der PU in Variante 1 hätte 50kg/m³, das XPS von Variante 2 35 kg/m³
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon Dejay » Sa 27 Mai 2017 09:01

Ist das "basf Styrodur 3035 CS"? In den Datenblättern ist natürlich nicht die Raumdichte angegeben.

Also PU isoliert 43% besser als Styrodur XPS, wenn ich richtig gerechnet habe. Abhängig von der Wanddicke sparst du damit auch ein paar centimeter bei gleicher Isolierung.

Also ich GLAUBE dass PU in jedem Fall XPS überlegen ist. Bei 50kg/m³ sogar ohne diese extra PP Wabe. Das Zerbröseln tritt wahrscheinlich nur auf, wenn die Druckfestigkeit, Zugfestigkeit oder Biegefestigkeit überschritten wird. XPS Polystyrene / Styrodur sollte also in jedem Fall schneller kaputtgehen. Ob das Styrodur auch ausreicht, kann dir nur ein Statiker oder jemand aus Erfahrung sagen.

Ich hatte mir diese Tabelle mal angefertigt um ein paar Materialeigenschaften zu vergleichen. Was genau diese Parameter bedeuten weiß ich aber auch nicht, also mir Vorsicht genießen. So weit ich weiß ist das E-Modul die Elastizität oder wie steif ein Material ist, und Druckfestigkeit, Zugfestigkeit und Biegefestigkeit gibt an wann das Material bricht / zerbröselt. Für die Steifigkeit im Sandwich ist glaube ich das Schubmodul / Schermodul relevant, nur wird das nicht angegeben. Sollte aber ähnlich wie Druck / Zug sein, vielleicht kann man das auch daraus errechnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Druckfestigkeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Druckversuch
https://de.wikipedia.org/wiki/Elastizit%C3%A4tsmodul
https://de.wikipedia.org/wiki/Biegefestigkeit
https://de.wikipedia.org/wiki/Schubmodul
















QuelleDichteWärmeleitfähigkeitDuckfestigkeit bei 10% StauchungE-Modul der DruckfestigkeitZugfestigkeit senkrecht zur PlattenebeneBiegefestigkeitWasseraufnahmeGeschlossenzelligkeitDauer-Einsatztemperatur max
PUGaugler-lutz.de33 kg/m³0.022 W/mK270 kPa7000 kPa350 kPa320 kPa< 3%99.00%130 °C
PUGaugler-lutz.de50 kg/m³0.023 W/mK400 kPa11000 kPa500 kPa550 kPa< 3%99.00%130 °C
PUGaugler-lutz.de80 kg/m³0.024 W/mK750 kPa22000 kPa900 kPa1100 kPa< 3%99.00%130 °C
PUGaugler-lutz.de200 kg/m³0.038 W/mK3500 kPa100000 kPa2000 kPa4000 kPa< 3%99.00%130 °C
PET3D|CORE115 kg/m³820 kPa170 °C
PET3D|CORE150 kg/m³1400 kPa170 °C
PETAirex T90.6065 kg/m³0.037 W/mK800 kPa50000 kPa1500 kPa100 °C
PETAirex T90.100110 kg/m³0.035 W/mK1400 kPa80000 kPa2200 kPa100 °C
PETAirex T92.6065 kg/m³0.037 W/mK800 kPa50000 kPa1500 kPa100 °C
PETAirex T92.8085 kg/m³0.030 W/mK1300 kPa75000 kPa1900 kPa100 °C
PVC
XPSbasf Styrodur 3035 CS35 ?0.033 W/mK300 kPa6500 kPa219 kPa0.70%75 °C
SAN
PEGaugler-lutz.de TROBLOC45 kg/m³0.037 W/mK60 kPa240 kPa< 1%100 °C


Quellen:
https://www.gaugler-lutz.de/fileadmin/u ... than_d.pdf
https://www2.basf.de/basf2/img/produkte ... _daten.pdf
http://www.klebit.ch/datenblaetterdownl ... rofoam.pdf
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon dreamteam » Sa 27 Mai 2017 22:38

Zur Stabilität... ...besorgt euch mal ein Stück von jedem und macht mal selber Versuche. Bruch, Druck u. Elastizität hat bei mir eindeutig XPS Vorteile gezeigt...
LG,
Beni

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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon Dejay » So 28 Mai 2017 00:54

Ja, Versuch macht klug :) Ich muss demnächst auch ein paar Versuche machen.

Bei gleicher Dichte von ~35 kg/m³ stimmt das mit den Zahlen überein. Und ich glaube PU ist bröseliger und weniger hart / zäh / anfälliger gegen Verschleiß. XPS ist vielleicht haltbarer. Vielleicht muss man dann doch auf eine "dauerelastische" Formulierung bei den PU platten achten.
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon ThomasR » Di 30 Mai 2017 07:55

Mit der besseren Wärmeleitfähigkeit von PU zu XPS muss man wie oben schon mal erwähnt aufpassen, weil so weit ich (vom Hausbau) weiß, PU nur den guten Wert mit ca. 0,024 W/mK hat, wenns mit einem bestimmten Gas aufgeschäumt wird und dann auch verhindert wird, dass es sich irgendwann verflüchtigt. Bei den Bauplatten ist dann eine Aluhaut drüber. Wie das bei den GFK Platten ist, weiß ich nicht

@dejay: bei deinem Vorhaben, also bei Dauernutzung würd ich schon auf eine sehr gute Dämmung setzen, für´s "normale" Womoleben, mit max. 4 Wochen Kälte im Jahr spielts nicht so die Rolle, da ist mir wichtig, dass nicht irgendwo Kondensat entsteht, was bei 40mm XPS auch kein Thema sein dürfte. Wichtiger ist da bei mir die allgemeine Eignung für die Womoplatten.

Schönen Gruß,
Tom
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon Dejay » Di 30 Mai 2017 09:42

Ja... Ich glaube weder Epoxy noch Polyrethan Kleber sind immun gegen CO2 Diffusion.
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Unqualifizierter Einwurf!

Beitragvon ThomasFF » Di 30 Mai 2017 11:33

Tut mir leid, lieber Namensvetter, ich hab immer mal wieder reingeschaut und jetzt den Thread mal in einem durchgelesen und dann hat´s in mir gewallt....hihi.

Wenn ich diese unnatürlichen Klimmzüge wegen den kaum erreichbaren 3,5 t betrachte, könnt ich "dr Kotz" kriegen. Und dann diese Absicht, eine Eier legende Wollmilchsau für Freizeit und Beruf zu kreieren. Dabei weißt Du doch als Handwerker selbst genau, dass Kombiwerkzeuge nix taugen und kaufst zwei Werkzeuge, die jedes ihren Job auf ihrem Anwendungsbereich optimal erfüllen.

Also Freizeit ist Freiheit: Gib dir die 5 oder 6 Tonnen, die Du brauchst, um einmal Deinen Job gut machen und zum zweiten, eine normale Kabine als Ladung auf die Pritsche setzen zu können. Was nützt es denn, wenn Du teuer und gequält auf die 3,5 t kommst, aber wenn Deine Frau einen 2 Bikini einpacken will, geht das schon ins Übergewicht?

Wenn der Lehrling allein mit seinem PKW Führerschein zu einem Auftrag soll, halt für den einen ollen Mondeo Fastback, den du für unter 2 Mille kaufen kannst, bereit, bau die Rücksitze aus und lass den damit los.

Die Frau schickst Du in die Fahrschule, damit sie die Karre auch fahren darf und dich ablösen kann.

Und auch die Ausstattung der Kabine halt technisch so einfach wie möglich. Ich finds unmöglich, wenn wegen der 3,5 t über das Gewicht der Kabel und der Akkus nachgedacht werden muss. Und LiFe po... Akku von über 700 € das Stück womöglich mit besonderer Lademimik. Ok, technisch fortgeschritten, aaaber für das Geld kannst Du Dir hintereinander mehrere Garnituren ordinäre Starterakkus aus dem Baumarkt oder aus Sonderangeboten ins Auto stellen...reicht für ein paar Jahre

Und so gibts an vielen Baustellen primitivere und schwerere, aber deutlich billigere und einfachere Lösungen. Und es geht ja drum, im Urlaub von technischen Defekten verschont zu bleiben...und wenns ne Störung gibt, kannst Du Primitivtechnik mit nem Schraubendreher, Tape und Kabelbinder flicken....hihi...ohne ne teure Werkstatt zu bemühen....manchmal brauchste auch Draht..... :wink: :roll:

Als mir in meinem nagelneuen Tabbert-Wowa praktisch am ersten Tag einer 5-monatigen Überwinterung in Spanien die Reduziermimik von 240 V auf 12 V abgeraucht ist, konnte ich dank einer einfachen Schaltung, die ich vorher hatte einbauen lassen, nämlich beim seltenen Freistehen für eine oder zwei Nächte das 12 V-Netz aus der Moverbatterie versorgen zu können, ohne Reparatur (abbauen und nach Barcelona fahren + Hotelübernachtung) den ganzen Aufenthalt durchstehen. Das Ladegerät, an der Stadtstromleitung auf dem CP angeschlossen, versorgte die Batterie ständig und ich hatte das 12 V Netz in Funktion. Dies Beispiel soll nur zeigen, wie man sich helfen kann...ist in Deinem Canter nicht wie im Wowa umsetzbar...klar.

Also...jetzt hab ich mich mal befreit und mein Missbehagen rausgelassen.....braucht Dich nicht zu stören, wenn Du Deine Richtung weitermachen willst...ich will Dir da auch nicht wirklich reinreden. ich stell dir nur mal meine Denke zu diesen Themen mit teuren high tec im Womobereich vor...wenn Du was davon als nützlich empfindest, würd es mich freuen....wenn nicht, geh einfach drüber weg.....

Und wie auch immer...viel Erfolg!
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!
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Re: Fuso Canter Trimobil

Beitragvon ThomasR » Di 30 Mai 2017 12:44

Servus Thomas,

die Entscheidung ist ja schon längst gefallen, weil der Fuso ja im Hof steht. Für jede Situation ein passendes Auto kaufen, find ich persönlich (nett formuliert) nicht zielführend.

Beim Aufbau Gewicht zu sparen mit dünneren Deckschichten, die für den normale Womogebrauch offensichtich von der Stabilität ausreichen empfinde ich auch nicht als unnatürlichen Klimmzug. Das Material gibts, da muss ich nichts neu erfinden. Und die Fragen ziehlen ja allgemein auf Sandwichaufbau ab, weil ich da wenig bis keine Ahnung davon hab, egal ob 0,8mm oder 2,0mm Deckschicht.

Von der technischen Seite wird die LiFePo Batterie das einzige "Besondere". Und wenn die die doppelte Lebenszeit wie Gel Batterien haben, dann relativiert sich der Preis. Ist halt noch ein Risiko dabei, weil man´s noch nicht sicher sagen kann. Sonst ist da außer der Truma nicht viel drin, also versteh ich nicht auf was du raus willst!
Die Installation wird klein gehalten, nicht weil ich auf Laufmeter Kabel verzichten muss, sondern weil ich´s nicht aufwendig haben will.

Das immermal was kauputt gehen kann ist klar, auch bei was neuem. Aber in Mitteleuropa, wo die meinsten Reisen sein werden, wird sich immer eine Lösung finden. Für deinem Fall gibts Ladegeräte mit Versorgungsfunktion. Dann muss ich halt eins kaufen.

Also was da jetzt high tec ist versteh ich nicht! Das ich grundsätzlich mit meinem Projekt Gewichtsprobleme hab, ist mir klar und ja auch schon diskutiert worden und somit empfinde ich nicht viel als nützlich. Ist aber auch kein Problem und Kritik kann ja oftmals hilfreich sein,

Schönen Gruß, Tom
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